Das Treffen fand im sogenannten Berlin-Format statt, in dem zahlreiche EU-Länder sowie die Spitzen der EU und der Nato zusammengeschlossen sind. Neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nahmen unter anderen der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Nato-Generalsekretär Mark Rutte daran teil.
US-Außenminister Marco Rubio blieb dem Treffen fern. Ein US-Regierungsvertreter verwies auf den vollen Terminkalender des Ministers bei der Sicherheitskonferenz. Rubio befasse sich in München aber "in vielen seiner Treffen mit dem Thema Russland-Ukraine".
Merz hatte Selenskyj vor dem Treffen der Ukraine-Unterstützerstaaten zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Darin ging es um die aktuelle Lage an der Front und den Stand der Verhandlungen mit Russland und den USA, wie aus Regierungskreisen verlautete. Zudem hätten Merz und Selenskyj Fragen rund um die Rüstungskooperation und die zivilen Hilfe für die Ukraine besprochen.
Der Ukraine-Krieg ist eines der bestimmenden Themen der diesjährigen Sicherheitskonferenz. Selenskyj hatte am Freitagmorgen im oberbayerischen Gauting zusammen mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die gemeinsame Kampfdrohnen-Produktion Deutschlands und der Ukraine offiziell eröffnet.
Für kommende Woche ist nach Angaben des Kreml eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA geplant. Die Verhandlungen sollen am Dienstag und Mittwoch in Genf stattfinden. Ein Vertreter des ukrainischen Präsidialamts bestätigte die Angaben. Zwei vorherige Gesprächsrunden unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi hatten keinen Durchbruch gebracht. Moskau und Kiew liegen in zentralen Fragen weiterhin weit auseinander.
Zur möglichen Wiederaufnahme eines Dialogs mit Russland äußerte sich Merz in seiner Rede bei der MSC zurückhaltend. "Wenn es sinnvoll ist, zu reden, dann sind wir zu Gesprächen bereit", sagte der Kanzler. Allerdings zeige Russland noch keine Bereitschaft zu "ernsthaften Gesprächen".
Die Europäer stünden in engem Austausch mit den USA und der Ukraine. "Wir sind sehr, sehr gut koordiniert", sagte Merz mit Blick auf die von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau. Es werde alles auch mit den Europäern abgestimmt. Es liege in Russlands Händen, den Krieg zu beenden.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte in der vergangenen Woche seinen diplomatischen Berater nach Moskau geschickt, um die Wiederaufnahme des Dialogs vorzubereiten. Macron hatte betont, es sei "sinnvoll", irgendwann wieder mit Putin zu sprechen.