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ADAC-Skandal: Platzierungen beim Autopreis "Gelber Engel" gefälscht

Des Deutschen "Lieblingsauto 2014" ist gar nicht des Deutschen Lieblingsauto: Beim "Gelben Engel" wurde auch die Rangfolge manipuliert. Bereits am Mittag war ADAC-Präsident Peter Meyer zurückgetreten.

Beim ADAC-Autopreis "Gelber Engel" ist außer der Teilnehmerzahl in diesem Jahr auch die Rangfolge gefälscht worden, wie der ADAC mitteilte. Es gebe zudem Anhaltspunkte dafür, dass auch in den Vorjahren ähnliche Veränderungen bei der Wahl zum "Lieblingsauto 2014" vorgenommen worden seien. Das habe die Unternehmensberatung Deloitte bei ihrer Untersuchung der Abstimmung herausgefunden.

Details über die Ergebnisse für die Wettbewerbe der Jahre 2005 bis 2013 würden voraussichtlich in der kommenden Woche kommuniziert. Für 2014 ist die Botschaft klar: Die Ergebnisse wurden verfälscht.

"Gründe für die falschen Ergebnisse sind Deloitte zufolge sowohl vorsätzliche Veränderungen als auch eine technisch fehlerhafte Verarbeitung der Daten", heißt es in der Mitteilung. "Unsere Untersuchungen haben Prozessschwächen, Fehler in der Datenverarbeitung sowie Manipulationen bei der Wahl zum 'Lieblingsauto 2014' offenbart", sagte der beim Beratungsunternehmen Deloitte zuständige Partner Frank Marzluf.

Der "Gelbe Engel" soll abgeschafft werden

Abhänging von den weiteren Ergebnissen werde der ADAC nun rechtliche Schritte gegen den geschassten Kommunikationschef Michael Ramstetter vorbereiten, hieß es weiter. Der ADAC kündigte auch an, die Auszeichnung "Gelber Engel" abzuschaffen. Porsche, VW, Daimler und BMW wollen sämtliche Auszeichnungen der vergangenen Jahre zurückgeben. "Durch die nun nachgewiesenen Manipulationen bei der Stimmenauswertung hat der "Gelbe Engel" des ADAC seine Glaubwürdigkeit verloren", heißt es bei BMW.

Bereits am Mittag hatte der langjährige ADAC-Präsident Peter Meyer überraschend seinen Rücktritt erklärt. Der Club teilte mit, das Präsidium habe zuvor ein Suspendierungsverfahren gegen ihn beschlossen. Peter Meyer bestreitet das.

awö/DPA / DPA