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Nach Germanwings-Absturz: Airlines verschärfen Cockpit-Regeln

Nach dem vom Copiloten verursachten Absturz eines Germanwings-Jets führen die deutschen Airlines das Vier-Augen-Prinzip im Cockpit ein. Die Lufthansa will das Verfahren schnellstmöglich umsetzen.

Die Lufthansa will die Zwei-Personen-Regel so schnell wie möglich umsetzen - auch bei Germanwings

Die Lufthansa will die Zwei-Personen-Regel so schnell wie möglich umsetzen - auch bei Germanwings

Als Reaktion auf den offenbar vom Copiloten absichtlich herbeigeführten Absturz einer Germanwings-Maschine führen die deutschen Fluggesellschaften die Zwei-Personen-Regel im Cockpit ein. Nach dem vereinbarten vorläufigen Verfahren müssen immer zwei autorisierte Crewmitglieder im Cockpit sein, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag in Berlin mitteilte. Die Lufthansa will diese Regelung nach eigenen Angaben "so schnell wie möglich" umsetzen.

Die Airlines stimmten sich laut BDL bei den Beratungen am Freitagmorgen auch mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Luftfahrt-Bundesamt ab. Die Umsetzung der Vereinbarung liegt demnach in der Hand der einzelnen Fluggesellschaften. Bei der Lufthansa wird die Zwei-Personen-Regel nach Unternehmensangaben bei allen Passagier-Airlines des Konzerns eingeführt, also auch beim Tochterunternehmen Germanwings.

Vier-Augen-Prinzip nach Vorbild der USA

Forderungen nach Einführung der Zwei-Personen-Regel waren aufgekommen, weil der Copilot der Germanwings-Maschine nach den bisherigen Ermittlungen allein im Cockpit saß, als er den Airbus am Dienstag offenbar absichtlich in den französischen Alpen zum Absturz brachte. Der Flugkapitän hatte die Kabine kurz verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Er kam danach nicht zurück ins Cockpit, weil der Copilot offenbar bewusst die Tür nicht öffnete.

Bereits am Donnerstag hatten mehrere Fluggesellschaften angekündigt, ihre Vorschriften zu verschärfen, so dass das Cockpit immer mit mindestens zwei Menschen besetzt ist. Während die europäischen Luftfahrtregeln dies nicht zwingend vorschreiben, gilt diese Vorschrift etwa in den USA.

Lufthansa führt Konzernsicherheitspiloten ein

Auch Österreich führte nun offiziell die Zwei-Personen-Regelung für Cockpits ein. Die Maßnahme gelte ab sofort, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums in Wien. Sie forderte eine entsprechende europaweite Regelung. Die Regelung der Flugüberwachung Austro Control betrifft die Fluggesellschaften Austrian Airlines und Flyniki. Austrian Airlines ist eine Tochter der Lufthansa, Flyniki gehört zu Airberlin.

Die Lufthansa führt zudem nach eigenen Angaben ab sofort und bis auf weiteres die Position eines Konzernsicherheitspiloten ein, der ergänzend zu den Sicherheitspiloten der einzelnen Airlines des Konzerns übergreifende Verantwortung hat. Diese Aufgabe übernimmt demnach der Lufthansa-Sicherheitspilot Werner Maas mit sofortiger Wirkung und in Personalunion mit seiner jetzigen Aufgabe. Er werde mit "übergreifender Verantwortung flugsicherheitsrelevante Verfahren überprüfen und weiterentwickeln", erklärte die Lufthansa.

EU prüft Einführung von Zwei-Personen-Regel im Cockpit

Die Europäische Luftsicherheitsbehörde (Easa) prüft die europaweite Einführung der Zwei-Personen-Regel, sagte eine EU-Kommissionssprecherin in Brüssel. Zuerst sollten aber die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen zu dem Absturz abgewartet werden. Aus EU-Kreisen hieß es, es fänden derzeit "Konsultationen mit den Mitgliedstaaten" statt. Ob oder wann es zu möglichen Änderungen bei den Bestimmungen komme, sei aber offen.

Die europäische Luftfahrtbehörde Easa kann in dringenden Fällen kurzfristig bindende Empfehlungen erlassen. Diese könnten sich aber nur auf technische Bestimmungen zu den Flugzeugen und ihre Flugtauglichkeit beziehen, hieß es aus EU-Kreisen. In anderen Feldern seien die Empfehlungen nicht bindend. Aber auch sie hätten "ein gewisses Gewicht" und würden dann in den Mitgliedstaaten vielfach befolgt. Um die EU-weit geltenden rechtlichen Bestimmungen dauerhaft zu verändern, ist ein Gesetzgebungsverfahren nötig, das normalerweise mindestens mehrere Monate dauert.

lie/AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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