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Google Street View: So können Sie Widerspruch einlegen

Wer nicht möchte, dass er selbst, sein Haus oder sein Auto auf den detaillierten Straßenansichten von Google Street View zu sehen ist, kann dagegen Widerspruch einlegen.

Der Straßenbilderdienst Street View des Internet-Konzerns Google soll schon in diesem Jahr auch für die 20 größten deutschen Städte zur Verfügung stehen. Wer nicht möchte, dass er selbst, sein Haus oder sein Auto auf den detaillierten Straßenansichten zu sehen ist, kann dagegen Widerspruch einlegen. Vorab ist dies vier Wochen lang bis zum 15. September möglich.

Wer hat ein Widerspruchsrecht?

Gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen der eigenen Person, des eigenen Autos oder der eigenen Wohnung kann grundsätzlich jeder per E-Mail an streetview-deutschland@google.de oder per Brief an Google Germany GmbH, Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg, Widerspruch einlegen. Von der Internetseite des Bundesverbraucherschutzministeriums können Musterschreiben heruntergeladen oder online ausgefüllt werden.

Was ist beim Widerspruch zu beachten?

Besitzer oder Mieter von Wohnhäusern können bis zum 15. September vorab Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern dieser Gebäude einlegen. Google hat zugesagt, alle fristgemäßen Widersprüche vor der Freischaltung der Bilder zu bearbeiten und die Gebäude durch eine Verschleierungstechnik unkenntlich zu machen. Bereits eingelegte Widersprüche sollen automatisch mit berücksichtigt werden.

Wie ist das Verfahren?

Nach einem Widerspruch erhält der Betroffene zunächst eine Eingangsbestätigung sowie häufig die Aufforderung, sein Wohnhaus genauer zu identifizieren. Ein Grund ist, dass Hausnummern auf den Google-Bildern oft nicht erkennbar sind - was Datenschützer auch sinnvoll finden. Daher erfolgt die Identifizierung entweder über von Google über ein Formular abgefragte nähere Angaben oder über Satellitenbilder. Gefragt wird etwa nach der Farbe des Hauses oder Besonderheiten wie Balkonen oder markanten Nachbargebäuden. Für die Nutzung von Satellitenbildern will Google ein Internet-Werkzeug zur Verfügung stellen, mit dem das eigene Wohnhaus online gekennzeichnet werden kann.

Was passiert nach Ablauf der Vier-Wochen-Frist?

Auch nachträgliche Widersprüche sollen innerhalb von zwei Monaten berücksichtigt und die Aufnahmen unkenntlich gemacht werden. Dafür steht im Street-View-Dienst eine Meldefunktion zur Verfügung. Der Nachteil ist, dass beanstandete Bilder dann vorläufig im Internet zu sehen sind.

AFP / AFP