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Studien-Ergebnisse Greenpeace: Mehr Radverkehr kann Städte sicherer machen

Greenpeace-Studie zu Radverkehr: Mehrere Radfahrer fahren auf einer Straße in Berlin
Der Radverkehr in Berlin und anderen Großstädten ist ein Problem, weil die Radwege schlecht und die Risiken hoch sind. Greenpeace will eine Lösung gefunden haben.
© Alexander Heinl / Picture Alliance / DPA
Eine umfangreiche Studie, die von der Umweltorganisation Greenpeace beauftragt wurde, könnte dem Radverkehr in Berlin und anderen Städten zu einem neuen Aufschwung verhelfen. 

Ein höherer Anteil an Fahrradfahrern kann den Straßenverkehr in Großstädten einer Studie zufolge sicherer machen - vorausgesetzt, es gibt gut ausgebaute Radwege. In Amsterdam und Kopenhagen, wo die Bewohner rund ein Drittel ihrer Wege mit dem Rad zurücklegen, gibt es im Vergleich mit anderen europäischen Metropolen weniger Unfälle mit Fahrradfahrern, wie aus einer Rangliste des Wuppertal Instituts für die Umweltschutzorganisation Greenpeace hervorgeht, die AFP am Dienstag vorlag.

Radverkehr in 13 Großstädten verglichen

Das Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie verglich für das Ranking im Auftrag von Greenpeace auf der Grundlage offizieller Daten die einwohnerstärksten Städte in 13 Ländern mit Blick auf die Luftqualität, die Verkehrssicherheit, das ÖPNV-Angebot, das Mobilitätsmanagement durch die Politik sowie den Anteil von Radfahrern und Fußgängern. Zwischen dreckiger Luft und vergleichsweise schlecht ausgebauten Nahverkehrs- und Radwegenetzen besteht demnach ein enger Zusammenhang.

Angeführt wird das Gesamtranking von Kopenhagen, Amsterdam und Oslo. Dahinter folgen Zürich, das im Bereich ÖPNV auf dem Spitzenplatz liegt, Wien und Madrid. Im hinteren Mittelfeld liegen Paris, Brüssel, Budapest und Berlin auf Platz zehn. Die Schlussgruppe bilden London, Moskau und Rom. Berlin schneidet in dem Ranking schlecht beim ÖPNV-Angebot ab und landet dort nur auf dem zwölften Platz. Beim Anteil von Radfahrern und Fußgängern kommt die deutsche Hauptstadt hingegen auf Rang drei. 

Greenpeace demonstriert in Berlin

Es sei "gut, dass Berlin bei der Radinfrastruktur aufholen wolle, erklärte Greenpeace-Verkehrsexpertin Marion Tiemann. "Gut ausgebaute Radwege machen den Straßenverkehr sicherer." In einer wachsenden Stadt könne dies aber nur gelingen, "wenn Straßen gerechter aufgeteilt werden". Greenpeace zufolge besetzen in Berlin fahrende und stehende Autos etwa 60 Prozent des Straßenraums, während Radfahrer sich mit drei Prozent begnügen müssen. 

Greenpeace hat die Angaben wegen einer falschen Berechnung der zurückgelegten Wege korrigiert. Daher wurde dieser Artikel noch einmal aktualisiert. 

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sve DPA

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