Hantavirus
Ausschiffung aus der "Hondius" begonnen

Die Evakuierten tragen Schutzbekleidung und Masken. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
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Das Kreuzfahrtschiff "Hondius" liegt nach einem Hantavirus-Ausbruch in einem Hafen im Süden Teneriffas vor Anker. Die ersten Menschen werden bereits nach und nach an Land gebracht. Wie geht es weiter?

Die Ausschiffung der Menschen an Bord des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs "Hondius" hat begonnen. Als erste wurden die 14 Spanier am Hafen von Granadilla im Süden der Kanaren-Insel Teneriffa in kleinen Gruppen mit Booten an Land gebracht. Es handelt sich nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums um 13 Passagiere und einem Angehörigen der Crew.

Auf Bildern war zu sehen, wie diese Menschen in den Booten Schutzbekleidung und Masken trugen. An Land stiegen sie bald in Busse der Militärischen Nothilfeeinheit UME ein, um zum zehn bis 15 Minuten entfernten Flughafen Tenerife Sur gebracht zu werden. Zusammen mit einem Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO soll diese Gruppe nach Madrid geflogen werden und dort in einem Militärkrankenhaus in Quarantäne gehen.

Zuvor hatten medizinische Teams alle Menschen an Bord untersucht. Erst nach der Feststellung, dass keine akuten Krankheitssymptome vorliegen, wurde die schrittweise Evakuierung eingeleitet.

Die Niederlande nimmt die Deutschen mit

Die betroffenen Deutschen sollen nach ihrer Ausschiffung noch am Sonntag in einer Maschine der Niederlande zusammen mit Niederländern, Belgiern und Griechen in das deutsche Nachbarland gebracht werden. Auf dem Schiff befanden sich zuletzt insgesamt 140 bis 150 Menschen aus 23 Ländern.

Die "Hondius" war am frühen Vormittag in den Hafen von Granadilla eingefahren. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder sind nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García ohne Krankheitssymptome. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist darunter eine mittlere einstellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen. Der Schiffsbetreiber Oceanwide teilte mit, an Bord seien sechs Deutsche.

Nach den jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte.

dpa

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