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Nachrichten aus Deutschland Einbrecher stehlen 242 iPads aus Berliner Schule

Eine Schülerin einer 9. Klasse arbeitet im Unterricht mit ihrem iPad.
Während der Coronakrise wurden Tablets zum wichtigen Unterrichtsmaterial
© Sebastian Kahnert / dpa-Zentralbild / DPA
Berlin: Mann funkt Flugzeugpiloten an und gibt gefährliche Anweisungen  +++ Oppenheim: Unbekannter verletzt Mann mit Salve aus Schrotgewehr +++ Büsum: Delfin aus Eckernförder Bucht ist tot +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Berlin: Einbrecher stehlen 242 Schul-iPads

Bei einem Einbruch in eine Schule im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen sind in der Nacht zum Freitag 242 iPads gestohlen worden. In der Sekundarschule in der Grüntaler Straße sollen demnach mehrere Türen aufgebrochen worden sein, der Gesamtschaden liege bei 100.000 Euro. "An diejenigen, die vergangene Nacht in eine Schule in #Gesundbrunnen eingebrochen sind und 242 Tablets geklaut haben: Der wirtschaftliche Schaden von 100.000 € war nicht die Gesamtsumme. Ihr habt Kindern die Chance genommen, digital ihre Zukunft zu gestalten. Schämt euch", schrieb die Polizei in einem Tweet.

Schwerin: Seniorin verliert 300.000 Euro an Betrüger

Mit einem sogenannten Schockanruf haben Trickbetrüger eine Rentnerin in Mecklenburg-Vorpommern um 300.000 Euro gebracht. Ihr sei in der Region kein vergleichbarer Fall mit einer derartig hohen Schadenssumme bekannt, sagte Sophie Pawelke vom Polizeipräsidium Rostock am Freitag. Die 86-jährige Seniorin im Landkreis Rostock war demnach von ihrem vermeintlichen Sohn angerufen worden. Er habe einen schweren Unfall verursacht und brauche dringend Geld, wurde ihr gesagt. Er werde einen befreundeten Rechtsanwalt als Boten schicken. Dieser hat laut Polizei dann das Geld bei der Frau zu Hause abgeholt. Erst als die Frau später ihren wirklichen Sohn anrief, flog der Schwindel auf. In der Region um Rostock meldete die Polizei zuletzt fast 40 Trickbetrugsanrufe – an einem Tag. Auch in anderen Landesteile gab es zuletzt Dutzende Anrufe. Dahinter stecken laut Polizei meistens größere Gruppierungen, die von Polen, der Ukraine oder der Türkei aus arbeiteten. Die Betrüger schauten speziell nach alt klingenden Namen, oft auch nach Frauen.

Quelle: DPA

Berlin: Mann funkt Flugzeugpiloten an und gibt gefährliche Anweisungen 

Ein Mann aus Berlin soll über Funk realitätsnahe Anweisungen an Piloten von Flugzeugen und Hubschraubern gegeben und so den Luftverkehr gefährdet haben. Die Fluganweisungen sollen im vergangenen halben Jahr "immer professioneller" gewirkt haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie hätten so "gefährliche Flugmanöver" auslösen können. Die Polizei fasste den 32-jährigen Mann in der Nacht zu Freitag in Berlin-Köpenick auf frischer Tat und nahm ihn fest. Die Entfernung von dort zum Berliner Flughafen beträgt etwas mehr als zehn Kilometer. Der Mann soll mehrfach über Funk Kontakt zu Passagier- und Transportflugzeugen sowie dem gemeinsamen Hubschrauber der Bundespolizei und der Berliner Polizei aufgenommen haben. Zur Aufklärung der Taten setzte die Bundespolizei Spezialisten vom Flugdienst und der technischen Aufklärung ein, die Bundesnetzagentur unterstützte dabei. Bei dem Mann wurden zwei Funkgeräte, die die entsprechenden Frequenzen aufwiesen, gefunden. Die Geräte wurden als Beweise beschlagnahmt. Die Polizei twitterte die Mitteilung mit dem Hinweis: Für alle, die uns in letzter Zeit nach Einsätzen unseres Polizeihubschraubers in Köpenick fragten. Eine nicht alltägliche Festnahme." Ermittelt wird wegen des dringenden Verdachts des mehrfachen Gefährlichen Eingriffs in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr.

Quelle: DPA

Würzburg: Bayerische Polizei findet 14 Flüchtlinge in Lastwagen

Die Polizei in Bayern hat 14 Flüchtlinge im Auflieger eines Lastwagens gefunden. Der Fahrer hörte bei einem Stopp auf einem Tankstellengelände in Alzenau im Landkreis Aschaffenburg verdächtige Klopfgeräusche, wie das Polizeipräsidium in Würzburg mitteilte. Die Polizei entdeckte auf der Ladefläche anschließend 14 Afghanen, darunter elf Jugendliche. Die Flüchtlinge waren vermutlich unbemerkt in Serbien auf den Lastwagen gestiegen. Sie waren den Angaben zufolge den Umständen entsprechend wohlauf. Nach Coronatests und den polizeilichen Maßnahmen wurden die Flüchtlinge in verschiedene Unterkünfte gebracht. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern.

Quelle: AFP

Oppenheim: Unbekannter verletzt Mann mit Salve aus Schrotgewehr

Ein Unbekannter hat einen Arbeiter in einem Weinberg in Rheinland-Pfalz mit einer Salve aus einem Schrotgewehr verletzt. Wie die Polizei in Oppenheim am Freitag mitteilte, wurde der Schuss am Donnerstagnachmittag auf einer Kreisstraße aus einem Auto heraus abgegeben. Das Ziel sollen demnach Vögel gewesen sein. Der Arbeiter in einem angrenzenden Weinberg wurde von der Schrotladung getroffen und leicht verletzt. Die Polizei sprach von "massiven Prellmarken im Rückenbereich". Die Beamten baten mögliche Zeugen, die Angaben zu dem Fahrzeug machen können, sich zu melden.

Quelle: AFP

Fulda: Razzia bei Arzt wegen mutmaßlich falscher Atteste für Maskenbefreiung

Polizei und Staatsanwaltschaft in Hessen sind mit einer Razzia gegen einen Arzt vorgegangen, der in der Corona-Pandemie mutmaßlich falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben soll. Eine Arztpraxis und eine Wohnung in Gersfeld im Landkreis Fulda wurden am Mittwoch durchsucht, wie die Ermittler am Freitag mitteilten. Gegen den Mediziner wird wegen des Verdachts des Ausstellens falscher Gesundheitszeugnisse ermittelt. Im Zuge von Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in der Innenstadt von Fulda waren der Polizei im November vermehrt ärztliche Atteste vorgelegt worden, die vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes befreien sollten. In mehreren Fällen waren diese von dem Arzt ausgestellt. Bei der Razzia wurden digitale Beweismittel beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden.

Quelle: AFP

Berlin: Polizei löst Karaoke-Party auf 

Trotz der Corona-Pandemie haben mehr als 30 Menschen in Berlin eine Party mit Bar und Karaoke-Anlage gefeiert. Als die von einer Nachbarin alarmierte Polizei in der Nacht zu Freitag in der Herzbergstraße im Bezirk Lichtenberg erschien, versuchten Gäste vergeblich über ein Dach zu fliehen. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Das erste und zweite Stockwerk des Hauses war demnach zu einer Bar und einem Clubbereich umgebaut worden. Dazu gehörte auch der Karaoke-Bereich. Die Polizei traf 31 Menschen, die weder Masken trugen, noch Abstände einhielten. Außerdem fanden die Polizisten eine kleine Menge Rauschgift. Immer wieder hat die Berliner Polizei in der zweiten harten Lockdownphase in den vergangenen Monaten größere private Treffen und Partys beendet. Darunter waren Hochzeitsfeiern, große Pokerrunden und weitere Feste.

Quelle: DPA

Schleiden: Eine Verletzte bei Brand in Asylunterkunft

Bei einem Brand in einer Asylunterkunft in Schleiden (NRW) ist am frühen Freitagmorgen eine Frau leicht verletzt worden. Die Angestellte eines Sicherheitsdiensts kam vorsorglich in ein Krankenhaus, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung am Freitag mitteilte. Das Bewohnerhaus brannte demnach komplett ab. Die Polizei hatte zunächst von mehreren Verletzten bei dem Brand des alten belgischen Kasernengebäudes an der Vogelsang, einer ehemaligen NS-Ordensburg in der Eifel, gesprochen. Den Angaben der Bezirksregierung zufolge hatte es dort am frühen Freitagmorgen drei Feuerwehr-Alarme gegeben. In zwei Fällen standen Mülltonnen in Brand, im dritten Fall sei ein Wohnhaus der Asylunterkunft in Brand gesetzt worden. Sechs Häuser seien evakuiert worden, Bewohner wurden in der Kantine in Sicherheit gebracht. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren nach dem Notruf in den frühen Morgenstunden mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Mindestens 94 Bewohner sollen nun in die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Euskirchen verlegt werden. Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen übernommen.

Quelle: DPA

Büsum: Delfin aus Eckernförder Bucht ist tot

Ein Delfin, der sich seit dem vergangenen Jahr in der Eckernförder Bucht (Schleswig-Holstein) immer wieder Menschen gezeigt hat, ist tot. Der Kadaver werde im Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum untersucht, um die Todesursache herauszufinden, bestätigte eine Sprecherin am Donnerstag. Taucher hätten das tote Tier am Mittwoch in etwa 15 Metern Tiefe am Ostseegrund gefunden und am Donnerstagmorgen geborgen, berichtete die "Eckernförder Zeitung".

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Ein toter Delfin liegt am Ufer der Eckernförder Bucht. Der Delfin, der sich seit dem vergangenen Jahr in der Eckernförder Bucht immer wieder Menschen gezeigt hat, ist tot.
© Arne Peters

Die Bergungsaktion sei von einem Seehundjäger koordiniert worden. Äußere Einflüsse für den Tod des Delfins seien nicht zu erkennen gewesen. Das weibliche Tier, das von Einheimischen und Touristen "Finchen", "Lucy" oder "Sandy" genannt wurde, sei im Februar 2020 erstmals in der Eckernförder Bucht gesichtet worden. Zunächst sei der Delfin zurückhaltend gewesen, habe sich dann aber immer mehr den Menschen genähert, berichtete die Zeitung.

Quelle: DPA

Braunschweig: Tatverdächtiger zehn Jahre nach Tötungsdelikt festgenommen

Fast zehn Jahre nach einem Tötungsdelikt in Helmstedt in Niedersachsen ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Auslöser waren neue Untersuchungen zu dem Fall, bei dem im Dezember 2011 ein 42-Jähriger mit massiven Verletzungen tot in seiner Wohnung gefunden wurde, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Braunschweig am Freitag mitteilten.     

Die Ermittlungen der Mordkommission führten damals nicht zu ausreichenden Beweisen gegen den Tatverdächtigen, der bereits vor zehn Jahren ins Visier der Ermittler gelangt war. Das Verfahren gegen den Mann wurde damals eingestellt.    

Nach der erneuten Aufnahme der Ermittlungen im vergangenen September sowie weitergehenden kriminaltechnischen Untersuchungen von Tatortspuren durch das Landeskriminalamt Niedersachsen ergaben sich demnach neue Aspekte in dem Fall, die zu einer Festnahme des bereits früher Tatverdächtigen am Mittwoch führten. Gegen den 47-Jährigen wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. 

Quelle: AFP

Sylt: Unbekannte ziehen tageweise in leere Ferienwohnungen ein

Trotz Corona-Pandemie und Übernachtungsverbot mal eben einen Abstecher in einer Ferienwohnung auf Sylt machen? Was Otto-Normalverbrauchern derzeit verboten ist, haben sich Unbekannte auf der beliebten Ferieninsel mittlerweile mehrfach gegönnt. In mindestens sieben Fällen haben sie sich gewaltsam Zutritt zu Sylter Ferienwohnungen verschafft und dort mehrere Tage lang gewohnt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Dabei seien auch Einrichtungsgegenstände und Fahrräder gestohlen worden, die teilweise in den anderen Wohnungen wieder aufgetaucht seien. Die Unbekannten hätten in verschiedenen Städtchen der Insel ihr Unwesen getrieben. In einem Fall hatte ein Zeuge einen etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann bemerkt, der daraufhin geflüchtet war.

Quelle: DPA

Güstrow: Unbekannte betrügen 86-Jährige um 300.000 Euro

Trickbetrüger haben eine Rentnerin im Landkreis Rostock um 300.000 Euro gebracht. Wie ein Polizeisprecher am Freitag in Rostock sagte, wurde die 86 Jahre alte Frau Opfer der sogenannten Schockanruf-Masche. Es handelt sich nach Einschätzung von Experten um eine der höchsten einzelnen Schadenssummen bei Betrügereien seit Monaten in Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Unbekannter habe die Frau am Mittwoch angerufen und sich als ihr Sohn ausgegeben. Er habe einen schweren Unfall verursacht und brauche dringend Geld, um die Schäden zu regeln. Er könne nicht selbst zum Abholen kommen und werde einen befreundeten Rechtsanwalt als Boten schicken. Dieser habe dann das Geld bei der Frau zu Hause abgeholt. Erst als die Frau später ihren wirklichen Sohn anrief, flog der Schwindel auf.

In Mecklenburg-Vorpommern häufen sich seit Wochen solche "Schockanrufe". In der Region um Rostock meldete die Polizei zuletzt etwa 40 solcher Trickbetrugsanrufe. 2020 hatten Trickbetrüger im Nordosten mehr als 1,5 Millionen Euro erbeutet.

Quelle: DPA

Hohenbrunnen: Betrunkener fährt Schlangenlinien – Polizei schlägt Scheibe ein

Nach einer Fahrt in Schlangenlinien über gleich zwei bayerische Autobahnen haben Polizisten einen alkoholisierten Fahrer gestoppt - und mussten dann eine Scheibe einschlagen, um ihn aus dem verschlossenen Fahrzeug rauszuholen. Der 50-Jährige war am Donnerstagabend zunächst auf der A 99 unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Er ignorierte eine Streife, die ihn kontrollieren wollte und wechselte auf die A 8 in Richtung Salzburg. Da er zwischenzeitlich in Schlangenlinien fuhr, drosselten die Beamten den nachfolgenden Verkehr und stoppten den Mann schließlich mitten auf der Fahrbahn auf Höhe der Anschlussstelle Holzkirchen. "Da der Münchner den verschlossenen Pkw nicht öffnete, wurde nach mehrfacher Androhung die linke hintere Scheibe des Pkw eingeschlagen", heißt es in einer Mitteilung. Der Fahrer wurde aus seinem Wagen geholt und für einen Alkoholtest ins Krankenhaus gebracht.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Donnerstag, den 29. Januar 2021

Meerbusch: Polizei findet tote Frau auf brennendem Hochsitz

Wegen eines tödlichen Brands auf einem Hochsitz hat die Polizei im nordrhein-westfälischen Meerbusch Ermittlungen aufgenommen. Bei einem Einsatz am späten Mittwochabend entdeckten Polizei und Feuerwehr den brennenden Hochsitz mit der toten Frau, wie es im Polizeibericht vom Donnerstag hieß. Bei dem Brandopfer handelt es sich demnach wahrscheinlich um eine Frau aus Meerbusch, die sich berechtigterweise auf dem Hochsitz aufgehalten hatte. Die Brandursache und die Identität des Brandopfers stünden aber noch nicht fest. Es werde geprüft, ob ein mit Gas betriebenes Heizöfchen mit dem Ausbruch des Feuers zusammenhängen könnte. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es den Angaben zufolge zunächst nicht.

Quelle: AFP

Nürnberg: Geplante Geburtstagsparty kostet Chef und Gäste 15.000 Euro

Eine gerade angelaufene Feier seines runden Geburtstags kostet einen Firmeninhaber und seine Gäste in Bayern zusammen vermutlich rund 15.000 Euro an Bußgeldern. Dem Veranstalter der noch zu Beginn gestoppten Party drohten 5000 Euro Bußgeld, jedem der vor Ort angetroffenen rund 20 Gäste außerdem 500 Euro Bußgeld, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Donnerstag in Nürnberg mit. Ein anonymer Hinweis hatte die Polizei demnach Mittwochnachmittag auf die Spur der Feier im Nürnberger Stadtteil Langwasser gebracht. Zivilkräfte entdeckten diverse Getränkeflaschen auf einem Fensterbrett der Firma, für das Essen standen Warmhaltebehälter bereit. Beim Betreten des Anwesens entdeckten die Polizisten dann neben einem bereits aufgebauten Buffet diverse alkoholische Getränke und einen Geschenketisch. Weder der Jubilar noch 20 in der Küche angetroffene Personen trugen Mund-Nase-Bedeckungen. Auf die Aussicht, dass die Party von der Polizei zum Platzen gebracht werden sollte, hätten die Anwesenden und insbesondere der Gastgeber "nur mäßig einsichtig" reagiert, teilte die Polizei mit.

Quelle: AFP

Augsburg: Ermittlungen gegen 21-Jährigen wegen Störung von Onlineunterricht

Wegen der lautstarken Störung einer digitalen Schulstunde wird gegen einen 21-Jährigen aus Augsburg ermittelt. Mit Unterstützung eines Schülers soll er sich unberechtigt Zugang zum Onlineunterricht einer neunten Klasse im Unterallgäu verschafft haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und die Memminger Polizei am Donnerstag erklärten. Den laufenden Unterricht soll der 21-Jährige "massiv mit lauter Musik, Gesängen, Zwischenrufen und Provokationen" torpediert haben. Ein "geregelter Unterricht" sei danach nicht mehr möglich gewesen. Die Aufzeichnungen seiner Störaktion habe der 21-Jährige als Zusammenschnitt auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht. Auch die betroffenen Lehrer seien darauf zu sehen gewesen. Auf Youtube habe er seine Zuschauer dazu aufgefordert, ihm weiterhin Zugangsdaten zu Onlineunterricht zu senden. Der 21-Jährige sei bei der "akribischen Auswertung" der Videos als Verantwortlicher identifiziert worden. Am Mittwoch wurden demnach bei der Durchsuchung seiner Wohnung Computer und Handys beschlagnahmt. Ihm droht eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft. Der 14-Jährige, der ihm die Zugangsdaten zur Verfügung gestellt haben soll, muss sich wegen Beihilfe verantworten. 

Quelle: AFP

Frankfurt: Polizei fahndet nach bewaffneten Personen

Nach einem Überfall auf einen Geldtransporter sind mehrere Bewaffnete in Frankfurt auf der Flucht. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach ihnen und mahnt die Bevölkerung zur Vorsicht. Drei Stunden nach dem Überfall am Donnerstagvormittag waren die Täter noch immer auf der Flucht. Aktuell läuft ein größerer Polizeieinsatz im östlichen Teil Frankfurts", twitterte die Polizei am Morgen. "Wir fahnden nach einem #Raub nach mehreren bewaffneten Personen." Nach Angaben einer Polizeisprecherin galt der Überfall einem Transporter vor einer Bank im Stadtteil Bergen-Enkheim. Am Tatort sei ein ausgebranntes Fahrzeug gefunden worden, sagte die Sprecherin. Dabei handle es sich möglicherweise um das Fluchtfahrzeug. Es habe vor Ort "mindestens eine Schussabgabe" gegeben, aber keine Verletzten. Die Polizei appellierte an die Bürger, vorsichtig zu sein und vor allem keinesfalls Anhalter mitzunehmen.

Quelle: DPA

Frankfurt: Messerstecher vom Bahnhofsviertel ist psychisch krank

Nach der Messerattacke im Frankfurter Bahnhofsviertel mit vier Verletzten ermittelt die Staatsanwaltschaft sowohl wegen versuchten Mordes als auch wegen versuchten Totschlags. Wie Sprecherin Nadja Niesen am Donnerstag der dpa sagte, werde der erste Angriff als versuchter Totschlag eingestuft: Der 42 Jahre alte Tatverdächtige habe auf einen am Boden liegenden 40 Jahre alten Obdachlosen eingetreten und später, als dieser sich wehrte, auf ihn eingestochen. Die drei weiteren Opfer im Alter von 24, 40 und 78 Jahren seien "Zufallsopfer" gewesen, sagte Niesen – "sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort". Hier laute der Vorwurf versuchter Mord aus Heimtücke. Mindestens zwei der vier Opfer sind laut Niesen so schwer verletzt, dass Lebensgefahr bestand. Zu seinem Motiv habe der Attentäter bei der Polizei gesagt, er wolle ins Gefängnis, berichtete Niesen. Beim Haftrichter habe er behauptet, er erinnere sich nicht an die Tat. Statt eines Haftbefehls war am Mittwoch ein Unterbringungsbefehl ergangen: Der Mann wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Es sei davon auszugehen, dass er zum Tatzeitpunkt "weder einsichts- noch steuerungsfähig" war, sagte Niesen. Eventuell habe er auch unter Drogeneinfluss gestanden.

Quelle: DPA

Covid-Patient fährt von Wiesbaden nach Mainz und geht einkaufen

Ein Covid-19-Patient ist trotz seiner Erkrankung mit dem öffentlichen Nahverkehr von Wiesbaden nach Mainz gefahren und dort im Supermarkt einkaufen gegangen. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, habe sich der 21-Jährige am späten Dienstagabend am Mainzer Hauptbahnhof an Sicherheitskräfte gewandt und erklärt, er habe Corona und benötige medizinische Hilfe. Ein Rettungswagen brachte ihn dann in die Mainzer Uniklinik. Ermittlungen ergaben, dass der Covid-Patient stationär behandelt worden war und sich verbotenerweise von einem Wiesbadener Krankenhaus aus auf den Weg nach Mainz gemacht hatte. Der Supermarkt, den der Mann besucht hatte, wurde von Beamten abgesperrt, wie die Bundespolizei mitteilte. Gegen den 21-Jährigen wurde ein Straf- und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Nachrichten aus Deutschland: Einbrecher stehlen 242 iPads aus Berliner Schule

Quelle: DPA

Bei Großrazzia in Hessen mehr als halbe Millionen Euro beschlagnahmt

Bei einer Großrazzia in Hessen im Zusammenhang mit Betrugsfällen im Baugewerbe haben die Ermittler insgesamt Bargeldbeträge in Höhe von mehr als 500.000 Euro beschlagnahmt. Die Durchsuchungen am Mittwoch erstreckten sich auf insgesamt 20 Einsatzorte, davon 15 in Hessen und fünf in Bayern, wie die Polizei in Darmstadt am Donnerstag erklärte. Bei der Razzia waren vier Hauptverantwortliche eines Bauunternehmens wegen des Verdachts auf Betrug, Lohnsteuerhinterziehung teils im zweistelligen Millionenbereich sowie der Erstellung von Scheinrechnungen festgenommen worden. Den Ermittlern zufolge handelt es sich um ein "stark verwobenes Kettenbetrugsgeflecht", in das eine Baufirma als Rechnungskäufer und verschiedene Aussteller von Scheinrechnungen verstrickt seien. Insgesamt waren 59 Wohnungen und Geschäftsgebäude durchsucht worden, mehr als 550 Ermittler waren im Einsatz.

Quelle: AFP

Kiel: Mann täuschte Tod in Ostsee vor – Urteil erwartet 

Im Prozess um einen versuchten Versicherungsbetrug in Millionenhöhe durch einen vorgetäuschten Tod in der Ostsee will das Kieler Landgericht am Donnerstag (14.30 Uhr) das Urteil verkünden. In dem Verfahren müssen sich ein 53-jähriger Angeklagter und dessen gleichaltrige Ehefrau verantworten. Sie sollen - gemeinsam mit der Mutter des Angeklagten - 14 Risiko-Lebens- und Unfallversicherungen über rund 4,1 Millionen Euro abgeschlossen haben, um beim Tod des Mannes abzukassieren. Die Staatsanwältin forderte wegen gemeinschaftlich begangenem versuchten Versicherungsbetrug in besonders schwerem Fall vier Jahre Haft für den Angeklagten. Für die Ehefrau beantragte sie zwei Jahre und zehn Monate Gefängnis. Die Verteidiger plädierten dagegen auf Freispruch. Nach ihrer Auffassung blieb das Paar bei der Umsetzung des Tatplans in Vorbereitungshandlungen stecken. Das sei straflos.

Um ans Geld zu kommen, hatte der 53-Jährige seinen vermeintlichen Tod durch ein Unglück mit einem Motorboot Anfang Oktober 2019 inszeniert. Doch die Polizei schöpfte früh Verdacht. Ein Gutachter stellte Manipulationen an dem aufgefundenen Boot fest, die es bei gutem Wetter sinken ließen. Zudem gaben sich die Versicherungen nicht mit der einfachen Todesmeldung der Polizei zufrieden. Sie forderten eine amtlich bescheinigte Todesurkunde, was eine Zeitverzögerung von etlichen Monaten bedeutete. Der 53-Jährige hatte sich nach seinem vermeintlichen Ertrinkungstod monatelang versteckt. Zunächst in Hamburg, dann im Wohnhaus seiner Mutter in Schwarmstedt (Niedersachsen). Dort wurde er Anfang Mai 2020 auf dem Dachboden entdeckt. Er sitzt Untersuchungshaft.

Quelle: DPA

Hamburg: Weltkriegsbombe in Hamburg-St. Pauli entschärft 

Auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg-St. Pauli ist am Mittwochabend eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Dies teilte die Feuerwehr am Abend mit. Der Zünder wurde dazu gegen 22.30 Uhr kontrolliert gesprengt. Aus Sicherheitsgründen hatten alle Menschen im Umkreis von 300 Metern ihre Wohnungen verlassen müssen - nach Schätzungen der Feuerwehr rund 1600 Menschen. Rund 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Bezirksamt waren im Einsatz. 

Wegen der Corona-Pandemie war die Evakuierung aufwendig. Teilweise wurden Anwohner in einer Messehalle untergebracht. "Hier konnte eine Betreuung unter Corona-Bedingungen mit ausreichend Abstand und idealen Hygienebedingungen sichergestellt werden", schrieb die Feuerwehr auf Twitter. Nach der Entschärfung sollten alle Sperrungen nach und nach aufgehoben werden, hieß es.

Quelle: DPA

Nachrichten von Mittwoch, 27. Januar

Bad Düben: Radmuttern an Auto von AfD-Politiker entfernt – Staatsschutz ermittelt

Unbekannte haben das Auto des Vorsitzenden des AfD-Kreisverbandes Nordsachsen, René Bochmann, in Bad Düben manipuliert. Vom rechten Vorderrad waren drei von fünf Radmuttern entfernt und die anderen beiden gelockert worden, wie die Polizei mitteilte. Bochmann hatte den Vorfall am Montagnachmittag während der Fahrt bemerkt und die Polizei alarmiert. Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen aufgenommen. Der AfD-Landesvorsitzende Jörg Urban verurteilte die Tat als "feigen Anschlag." Der Tod eines Politikers und weiterer Unbeteiligter sei billigend in Kauf genommen worden.

Quelle: DPA

Düsseldorf: E-Zigarette explodiert in Hosentasche und verletzt 25-Jährigen

In Düsseldorf ist ein 25-Jähriger durch eine E-Zigarette verletzt worden. Wie die Feuerwehr berichtete, war diese in der Hosentasche des Mannes aus bislang ungeklärter Ursache explodiert. Ein Notarzt versorgte den Mann, der anschließend wegen der erlittenen Brandverletzung mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Köln geflogen werden musste. Da der Hubschrauber nicht direkt vor Ort landen konnte, musste der Mann zunächst mit einem Rettungswagen zu einer nahe gelegenen Freifläche gefahren werden. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr.

Quelle: Feuerwehr Düsseldorf

Aachen: Bürger müssen Leitungswasser wegen Colibakterien weiter abkochen

Wegen nachgewiesener Colibakterien müssen die Einwohner Aachens ihr Leitungswasser voraussichtlich noch mindestens bis Donnerstag abkochen. Die Warnung könne erst wieder aufgehoben werden, wenn im Wasser drei Tage lang keine Colibakterien nachgewiesen wurden, erklärte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Seitdem die bakterielle Verunreinigung am Dienstag entdeckt wurde, habe es aber keinen weiteren positiven Befund gegeben. Die Stadt empfiehlt, Leitungswasser drei Minuten lang sprudelnd kochen zu lassen. Danach könne es ohne Bedenken zur Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen oder für medizinische Zwecke genutzt werden. Zur Körperpflege müsse das Trinkwasser nicht vorher abgekocht werden. Die Colibakterien waren bei einer Routinekontrolle entdeckt worden (siehe Meldung weiter unten).

Quelle: AFP

Zoo Neuwied: Von Männchen attackiert – Tigerweibchen stirbt bei Zusammenführung

Trauriges Ende einer Zusammenführung im Zoo Neuwied in Rheinland-Pfalz. Dort sollten Tigermännchen Ivo und Tigerdame Kimberly zusammengeführt werden. Doch als das Gitter, das die beiden Tiere wochenlang voneinander trennte, beiseite geschoben wurde, attackierte das Männchen das Weibchen. Das Personal, was für einen solchen Fall vorbereitet war, reagierte sofort und trennte die beiden Tiere. Die Tigerdame wurde sofort in Narkose gelegt und untersucht.

Tigerweibchen Kimberly liegt in ihrem Gehege im Zoo Neuwied.
Die Tigerin Kimberly, die erst im November 2020 aus Magdeburg nach Neuwied gekommen war, ist zwei Tage nach dem Angriff des Tigermännchens Ivo, mit dem sie zusammengeführt werden sollte, gestorben
© Thomas Frey / DPA

Sie wies Bisswunden am Unterschenkel und in der Achsel auf, welche genäht wurden. Hinweise auf eine Verletzung lebenswichtiger Organe gab es nicht, wie der Zoo auf seiner Webseite mitteilte. Allerdings erlag Kimberly zwei Tage später ihren Verletzungen. "Wir sind alle zutiefst geschockt", sagt Zoodirektor Mirko Thiel. "Dass so etwas passieren kann, weiß zwar jeder der mit Wildtieren arbeitet. Aber nach den Zeichen der letzten Wochen haben wir mit einem solchen Ablauf wirklich nicht gerechnet". Schließlich wurden die Tiere vor der Zusammenführung über einen längeren Zeitraum mit Fachkenntnis und Erfahrung bewertet. Allerdings könne man niemandem einen Vorwurf machen, meint Tierarzt Jörg Schwenke. "Die Vorbereitungen auf diesen Moment waren sehr gründlich und die Trennungsversuche erfolgten schnellstmöglich. Mehr kann man nicht tun, der Rest liegt in der Natur der Tiere, und die ist leider nicht immer vorhersagbar."

Tigermännchen Ivo steht in seinem Gehege im Zoo Neuwied.
Tigermännchen Ivo in seinem Gehege im Zoo Neuwied
© Thomas Frey / DPA

Quelle:  Zoo Neuwied

Bielefeld: Säugling ertrinkt in Badewanne – Polizei ermittelt 

In Bielefeld ermittelt die Polizei gegen eine Mutter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die Frau hatte am vergangenen Donnerstag eine Bekannte alarmiert, die wiederum den Notarzt alarmierte. Dieser konnte jedoch nur den Tod des elf Monate alten Kindes feststellen. Eine Obduktion ergab, dass das Baby ertrunken ist. Warum das Kind alleine in der Wann saß, ist Gegenstand der Ermittlungen. Laut einem Bericht des "Westfalen Blatt" soll die Mutter des verstorbenen Säuglings an einer Krankheit leiden und das Kind in die Wanne gesetzt haben, die jedoch zu dem Zeitpunkt nicht mit Wasser gefüllt gewesen sein soll. Anschließend soll sie in ein anderes Zimmer gegangen sein, um sich mit Medikamenten zu versorgen. Als sie zurückkam, sei die Wanne mit Wasser gefüllt gewesen, heißt es. Die Mutter habe demnach gegenüber der Polizei angegeben, dass eines der Geschwisterkinder den Wasserhahn aufgedreht habe. 

Quellen: Polizei Bielefeld, "Westfalen Blatt"

Freital: Zwillingsbrüder hantieren mit Waffe - 20-Jähriger erliegt Schussverletzung

Ein 20-Jähriger ist in Freital in der Nähe von Dresden nach einer Schussverletzung im Krankenhaus gestorben. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch hatte er am Dienstagabend gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder an einer Waffe hantiert, aus der sich aus zunächst ungeklärten Gründen ein Schuss löste (siehe Meldung weiter unten). Der junge Mann starb noch am Abend. Der Bruder befinde sich nach wie vor in polizeilichem Gewahrsam, erklärte ein Sprecher. Ein Mann hatte sich am frühen Dienstagabend telefonisch bei der Polizei gemeldet und ärztliche Hilfe wegen einer Schussverletzung verlangt.

Quelle: DPA

Risum-Lindholm: Lkw fährt in Schleswig-Holstein in Wohnhaus

Ein Lkw ist in Schleswig-Holstein von der Fahrbahn abgekommen und in ein Wohn- und Geschäftshaus gefahren. Der 25-jährige Fahrer aus Kiel wurde dabei leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie die Flensburger Polizei am Mittwoch mitteilte. Die beiden Bewohner des Hauses blieben demnach unverletzt. Zum Zeitpunkt des Unfalls hätten sie im Obergeschoss geschlafen und seien lediglich "durch die Erschütterung geweckt" worden. Warum der 25-jährige Fahrer von der Bundesstraße im Bereich Risum-Lindholm abkam, war zunächst unklar. Für die Bergung wurde die Straße in beide Richtungen gesperrt.

Ein Lkw ist in einem Wohnhaus zum Stehen gekommen.
Der Lkw steht nach dem Unfall vor dem Wohn-und Geschäftshaus in Risum-Lindholm
© Polizei Flensburg / DPA

Quelle: AFP

Köln: Auto rast auf der Flucht ohne Licht durch die Stadt – Polizist schießt

Ein Autofahrer soll bei einer waghalsigen Flucht durch Köln selbst Schüsse der Polizei auf seinen Wagen ignoriert haben. Der Vorfall habe sich am Dienstagabend ereignet, berichteten die Ermittler am Mittwoch. Der Fahrer des schwarzen Autos sei auf der Flucht vor einer Kontrolle zunächst auf Polizisten zugefahren. Mit Sprüngen zur Seite hätten sich diese noch in Sicherheit bringen können. Ein Polizist soll im Zuge des Geschehens mehrfach auf das Fahrzeug geschossen haben.

Der Wagen raste den Angaben zufolge bei der Flucht über eine Rheinbrücke in Richtung Autobahn. Bei mehr als 150 Stundenkilometern Geschwindigkeit habe der Fahrer dabei das Licht ausgeschaltet, so die Polizei. Die Beamten brachen die Verfolgung aufgrund des unkalkulierbaren Risikos ab. Nach dem Wagen, der mit drei jungen Männern besetzt gewesen sein soll, wird nun gesucht.

Quelle: DPA

Aachen: Trinkwasser durch Colibakterien belastet

In Aachen müssen die Bürger Leitungswasser abkochen, weil das Trinkwasser mit Bakterien belastet ist. "Bei einer routinemäßigen Kontrolle wurden bakterielle Verunreinigungen festgestellt. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, das Wasser bis zur Entwarnung entweder abzukochen oder zum Trinken Flaschenwasser zu verwenden", twitterte die Stadt am Dienstagabend. Laut "Aachener Zeitung" handelt es sich dabei um Colibakterien. Auf Anfrage der Redaktion erklärte Gesundheitsdezernent Michael Ziemons, dass die Regelanlage Schmithof betroffen sei. "Als Vorsichtsmaßnahme empfehlen wir in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt den Aachener Bürgerinnen und Bürger - das Wasser entweder abzukochen oder zum Trinken Flaschenwasser zu verwenden", teilten die Stadtwerke Aachen in einem Facebook-Eintrag mit. "Wenn ihr das Wasser drei Minuten sprudelnd kochen lasst, könnt ihr es danach völlig unbedenklich zur Zubereitung von Nahrung, auch für Kinder, alte und kranke Menschen, zum Abwaschen von Lebensmitteln, zur Herstellung von Eiswürfeln, zum Zähneputzen sowie für medizinische Zwecke (Reinigung von Wunden, Nasenspülung etc.) nutzen. Zur Körperpflege kann das Leitungswasser verwendet werden.

Colibakterien können im menschlichen Körper gefährliche Darmerkrankungen, Übelkeit, Durchfall und Fieber auslösen. 

Quelle: Twitter, "Aachener Zeitung" 

Freital: 20-Jähriger in Sachsen durch Schuss schwer verletzt

Offenbar bei einem Unglück ist ein 20-Jähriger im sächsischen Freital durch einen Schuss aus einer Pistole schwer verletzt worden. Polizisten wurden am Dienstagabend zu einer Wohnung alarmiert, wo sie den Verletzten fanden, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen hatte er zusammen mit seinem Bruder an einer Pistole hantiert, aus der sich ein Schuss löste. Der Schwerverletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht, sein Bruder in Gewahrsam genommen. Die Pistole wurde beschlagnahmt. Für Anwohner bestand nach Polizeiangaben keine Gefahr. Die Dresdner Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen.

Quelle: AFP

Leipzig und Dresden: Hunderte Polizisten bei Razzia im Einsatz

Das Landeskriminalamt Sachsen hat am Mittwochmorgen eine großangelegte Razzia in Dresden und Leipzig gestartet. Hunderte Polizeibeamte durchsuchten zahlreiche Gebäude wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln, sagte Polizeisprecher Tom Bernhardt am Mittwochmorgen. Auch außerhalb der zwei Städte gebe es einzelne Durchsuchungen, Angaben zu den Standorten wollte die Polizei zunächst nicht machen. Im Laufe des Tages werde sich die Polizei regelmäßig zu dem Einsatz äußern.

Die Ermittlungen zu den Vorwürfen laufen seit dem vergangenen Sommer, wie die Polizei bei Twitter schrieb. Ziel des Einsatzes sei es, Beweismittel sicherzustellen, Vermögenswerte zu sichern und bestehende Haftbefehle zu vollstrecken. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor.

Quelle: DPA

Heilbronn: Polizei stoppt Transporter mit Nandus

Auf der A6 hat die Polizei am Dienstag einen Transporter gestoppt, der elf Nandus geladen hatte. Eine Streife hatte den Wagen bei Heilbronn kontrolliert und festgestellt, dass er überladen war. Die elf Laufvögel hatten zu dem nicht genug Platz und der Fahrer hatte auch nicht die benötigten Papiere dabei. Die Tiere wurden in die Obhut des Veterinäramtes übergeben, wie die Polizei am Mittwochmorgen auf Twitter mitteilte. 

Quelle: Polizei Heilbronn

 Nachrichten von Dienstag, den 26. Januar 2021

Herzebrock-Clarholz: Zehn Paletten FFP2-Masken aus Lagerhalle gestohlen 

Zehn Paletten mit FFP2-Masken sind bei einem Einbruch aus einer Lagerhalle in Ostwesfalen gestohlen worden. Nach derzeitigen Erkenntnissen hebelten Unbekannte zwischen Sonntagabend und Montagmorgen ein Bürofenster auf und verschafften sich so Zutritt zu dem Gebäude, in dem unter anderem palettenweise Schutzmasken gelagert waren. Anschließend öffeneten sie das Rolltor und transportierten die Beute ab. Nach Angaben der Polizei entstand ein Schaden von 40 000 Euro. Die Polizei hofft den Tätern über Zeugenhinweise auf die Spur zu kommen.

Quelle: DPA

Altenberge: Pony in Nordrhein-Westfalen von Zug erfasst und getötet 

Ein Pony ist im nordrhein-westfälischen Altenberge von einem Zug erfasst worden und getötet worden. Nach Polizeiangaben büxten am Dienstagmorgen zwei Tiere aus einem Paddock direkt neben den Bahngleisen aus. Demnach liefen die Shetlandponys entlang der Gleise, als ein Zug von Münster nach Enschede eins der Tiere erfasste. Der Besitzer habe noch versucht, das Tier aus den Gleisen zu holen, was ihm aber nicht mehr rechtzeitig gelungen sei. Das angefahrene Pferd sei sofort neben dem Bahndamm verendet. Das zweite Pony blieb laut Polizei unverletzt. Am Zug sei kein Schaden entstanden. Die Bundespolizei ermittelt nun, wie die Tiere aus der "scheinbar gut gesicherten Umzäunung" ausbrechen konnten.

Quelle: AFP

Puchheim: 72-Jähriger stürzt auf Gleis und wird von Zug überfahren

Am Bahnhof Puchheim bei München ist ein 72 Jahre alter Mann über die Bahnsteigkante gestolpert und ins Gleisbett gestürzt. Anschließend sei er bei dem Unfall am Montag von einem Regionalzug überrollt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Dienstag mit. Der Mann sei noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen erlegen.  Wie der mit einer Krücke laufende Mann ins Stolpern geriet, sei noch nicht geklärt. Hinweise auf eine Fremdbeteiligung hätten sich aber nicht ergeben. Der Zugführer versuchte den Unfall noch mit einer Notbremsung zu verhindern, dies gelang aber nicht. Die etwa 70 Fahrgäste im Zug blieben alle unverletzt. Das Gleis musste für zwei Stunden gesperrt werden.

Quelle: AFP

München: Welpen über Pfote gefahren – Autofahrer muss 20.000 Euro zahlen

Weil er einem angeleinten Hundewelpen über die Pfote gefahren ist, müssen ein Autofahrer und seine Haftpflichtversicherung rund 20.000 Euro Schadenersatz an den Hundebesitzer zahlen. Das hat das Landgericht München I in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil entschieden. Der Fahrer war dem kleinen, damals erst knapp vier Monate alten Hund, einem Rhodesian Ridgeback-Rüden, nach Gerichtsangaben im November 2017 in einem Gewerbepark über die linke Vorderpfote gefahren. Er war dabei mit mindestens 20 statt der auf dem Gelände erlaubten 10 Kilometern pro Stunde unterwegs. Das Tier, das bei dem Unfall angeleint war, brauchte danach eine teure physiotherapeutische Behandlung, die ein Gutachter vor Gericht als gerechtfertigt beurteilte. Eine Mitschuld des Hundehalters sah das Gericht nicht, das Urteil aus dem September 2020 ist rechtskräftig, wie eine Sprecherin mitteilte.

Quelle: DPA 

Frankfurt: Messerangriff mit mehreren Verletzten in Bahnhofsviertel

Im Bahnhofsviertel von Frankfurt am Main hat sich am Dienstag eine Messerattacke mit Verletzten ereignet. Ein Mann soll mehrere andere Menschen verletzt haben, wie die Polizei mitteilte. Der Angreifer sei "zeitnah" festgenommen worden, es bestehe keine Gefahr mehr. Die genauen Tatumstände seien Gegenstand der Ermittlungen. Laut einem Bericht des Hessischen Rundfunks erlitten die Opfer der Attacke teils schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Sie seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Quelle: AFP

Bamberg: Berliner Polizist nach Raubzug festgenommen

Ein 30 Jahre alter Polizist aus Berlin ist wegen eines Raubzugs in Bayern festgenommen worden. Der Mann soll zusammen mit einem gleichaltrigen Komplizen mit Gewalt einer Frau ein Handy gestohlen, danach ein Auto entwendet und schließlich einen Juwelier ausgeraubt haben, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg am Dienstag mit. Der seit längerem krank geschriebene Polizist konnte in Berlin beim Versuch, das gestohlene Handy zu verkaufen, festgenommen werden. Der Polizei zufolge hatte der Mann am 14. Januar im Landkreis Bamberg eine Frau aufgesucht, die ihr hochwertiges Handy via Internet verkaufen wollte. Mit Gewalt habe der Verdächtige das Gerät geraubt und sei mit einem in einem Auto wartenden Komplizen geflohen. Noch am gleichen Abend sollen die beiden Männer dann, nachdem sie ein Kaufinteresse vorgetäuscht hatten, von einem Mann eine schwarze Limousine im Wert von 18.000 Euro gestohlen haben. Am folgenden Tag sollen die beiden Verdächtigen mit dem Wagen in Bamberg rückwärts in das Schaufenster eines Juweliers gefahren sein. Sie sollen dann aus dem Wagen gesprungen sein und die Vitrinen des Geschäfts eingeschlagen haben. Dabei erbeuteten sie mehrere Schmuckstücke im Wert von mehr als 100.000 Euro. Zur Flucht nutzten sie ein anderes Auto, auf dem sich ein mobiles Blaulicht befand. Die Bamberger Beamten schalteten ihre Berliner Kollegen ein, die den als Haupttäter geltenden Polizisten beim Verkauf des gestohlenen Handys beobachten und auf frischer Tat festnehmen konnten. Dem Polizisten und seinem aus Norddeutschland stammenden Komplizen seien noch weitere Straftaten in Ober- und Unterfranken nachgewiesen worden. Beide Männer kamen in Untersuchungshaft. Neben einer Haftstrafe drohen dem Polizisten auch dienstrechtliche Konsequenzen.

Quelle: AFP

München: Zimmer gegen Sex – Drei Jahre Haft für Vermieter

Ein Vermieter ist vom Landgericht München I zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden, weil er seine Mieterin und zwei weitere Mädchen zum Sex genötigt haben soll - nicht nur mit ihm, sondern auch mit anderen Männern. Er wurde wegen besonders schwerer Zwangsprostitution, ausbeuterischer Zuhälterei und der Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger verurteilt, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Ein Mitangeklagter wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der 58 Jahre alte Hauptangeklagte hatte die Vorwürfe, er habe von drei jungen Frauen Sex mit ihm oder anderen Männern verlangt, zurückgewiesen. Er habe entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft keine der Frauen vergewaltigt oder zur Prostitution gedrängt, sagte er zum Prozessauftakt. Er räumte aber ein, dass sie 2019 zum Teil unter seiner Organisation in seiner Wohnung Freier für sexuelle Dienste empfangen hätten. "Ich bin da wo reingerutscht." 

Der ältesten der drei Frauen im Alter von damals 15, 17 und 28 Jahren soll der Mann laut Anklage zuvor ein Zimmer in seiner Wohnung angeboten haben. Die Anklage legte ihm zur Last, er habe es ausgenutzt, dass die Frauen teils in massiven finanziellen und persönlichen Notlagen und drogensüchtig gewesen seien. 

Quelle: DPA

Weiden in der Oberpfalz: 18-Jähriger stirbt nach Frontalzusammenstoß

In Weiden in der Oberpfalz ist ein 18-Jähriger bei einem Verkehrsunfall auf der B22 ums Leben gekommen. Wie der „BR“ berichtet, war der junge Mann mit seinem Wagen frontal mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen. Der Fahranfänger wurde dabei in seinem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Anschließende längere Reanimationsversuche blieben dem Bericht nach ohne Erfolg, er verstarb noch an der Unfallstelle. Die 44 Jahre alte Fahrerin des anderen Autos wurde bei dem Unfall schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Ein Gutachter soll jetzt den Unfallhergang klären. 

Quelle: "BR"

Essen: Vermisste 17-Jährige mit ihrem Säugling wieder aufgetaucht

In Essen sind eine vermisste 17-Jährige und ihr Baby wieder wohlbehalten aufgetaucht. Der Teenager hatte vergangene Woche mit seinem zwei Monate alten Säugling eine Jugendhilfeeinrichtung in Homberg verlassen und war seitdem verschwunden. Die Polizei suchte mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach der jungen Frau. Schließlich konnten sie wohlbehalten in Oberhausen ausfindig gemacht werden. Zuvor jedoch meldete sich eine andere Frau mit unterdrückter Rufnummer bei der Polizei, gab sich als die vermisste Mutter aus und sagte mit leiser und brüchiger Stimme an, dass es ihr schlecht gehe. Die Polizei verfolgte den Anruf zurück und konnte eine 20-jährige Frau in Dortmund ausfindig machen. Die Frau, die in dem Telefonat eine Gefahrenlage nur vortäuschte, muss sich jetzt für ihr unerklärliches Verhalten verantworten.

Quelle: Polizei Duisburg

Hamm: Polizei verfolgt Rollerfahrer – und kracht in Straßenlaterne

Bei der Verfolgung eines Rollers ist eine Polizeistreife in Hamm in eine Straßenlaterne gekracht. Die Beamten waren am Montagabend auf das Fahrzeug aufmerksam geworden, weil es auffällig fuhr und kein Kennzeichen hatte, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer ignorierte die Signale der Polizisten. Als der Streifenwagen bei der Verfolgung von der Straße abkam und in eine Laterne fuhr, flüchtete der Rollerfahrer stadtauswärts. Das Polizeiauto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Quelle: DPA

Schwäbisch Gmünd: 17-Jähriger prügelt Mann ins Krankenhaus

Im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd hat ein Teenager einen 53-Jährigen ins Krankenhaus geprügelt. Wie die Polizei berichtet, begegneten sich die beiden am Sonntagabend auf dem Gehweg am Bahnhofsplatz, wobei der 17-Jährige ohne nachvollziehbaren Grund plötzlich den 53-Jährigen anging und zu Boden schlug. Der Teenager trat und schlug auf den Mann ein, der mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Passanten hielten den betrunkenen 17-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Er wurde zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen und am Montag nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Quelle: Polizei Aalen


Nachrichten von Montag, den 25. Januar 2021

Duisburg: Polizei erschießt aggressiven Schäferhund

Die Duisburger Polizei hat am Sonntag einen aggressiven Schäferhund erschossen, der zuvor zwei Menschen anfiel. Nach einer Begegnung mit einem anderen Hund am Ruhrufer biss der Rüde seine 53-jährige Besitzerin und verletzte sie schwer, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein 44-Jähriger, den der Hund demnach ebenfalls biss und verletzte, band das aggressive Tier an einem Pfahl fest. Weder Mitarbeiter des Tierheims noch die Diensthundeführer der Polizei hätten den Schäferhund beruhigen können. Der Rüde habe immer wieder versucht, sich loszureißen und "wild" um sich gebissen. Ein Blasrohr mit Betäubungspfeilen aus der Tierklinik konnte den Angaben zufolge wegen eines technischen Defekts nicht benutzt werden. Als der Pfahl, an dem der Hund festgebunden war, schließlich "drohte aus dem Boden zu brechen" und die Leine "kurz davor war zu reißen", erschossen die Polizisten den Hund. Die Besitzerin wurde ins Krankenhaus gebracht.

Quelle: AFP

Rees: Bundespolizei schnappt Duo mit 1,55 Kilogramm Crystal Meth im Gepäck

Die Bundespolizei hat auf der A 3 bei Rees einen großen Fund gemacht: Bereits am vergangenen Mittwoch kontrollierte eine zivile Steifenwagenbesetzung zwei Männer. Der Polizei zufolge hätten der 55-Jährige und der 46-Jährige bei der Kontrolle sehr nervös und unruhig gewirkt. Bei der Durchsuchung des Wagens, in dem die zwei Männer unterwegs waren, fanden die Beamten schließlich zwei Frischhaltedosen mit 1,55 Kilogramm Crystal Meth im Wert von knapp 120.000 Euro sowie elf Ecstasy-Tabletten. Versteckt hätten die Beschuldigten die Drogen unter der Spritzwandabdeckung der Scheibenwischer. Die Männer wurden vorläufig festgenommen und in die Bundespolizeiinspektion Kleve gebracht.

Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Hannover: Brutaler Angriff auf Zugbegleiter in S-Bahn

In einer S-Bahn von Lehrte nach Hannover ist ein Zugbegleiter am späten Samstagabend brutal attackiert worden. Demnach hatte der Mann zuvor drei Männer ohne Fahrschein der Bahn verwiesen. Anstatt auszusteigen, schlossen sich zwei der Männer in der Zugtoilette ein. Der 42-jährige Zugbegleiter schloss diese wieder von außen auf, woraufhin die Männer ihn sofort mit Schlägen und Tritten attackierten, so die Polizeiinspektion Hannover. Der dritte Reisende ohne Fahrschein erschien anschließend ebenfalls und schlug mit auf den Zugbegleiter ein. Als ein 24-jähriger Mitreisender versuchte zu schlichten, verließen die Täter schließlich in Ahlten die Bahn. Zwei von ihnen konnten kurz darauf gefasst werden, der dritte Tatverdächtige konnte flüchten. Die Polizei bittet um Hinweise auf den Flüchtigen. Ermittlungsverfahren wegen Leistungserschleichung und Körperverletzung wurden eingeleitet und der Zugbegleiter in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle:  Polizeiinspektion Hannover

Bremen: Männer grillen in Keller von Bremer Wohnhaus zwei ganze Schweine

Das Grillen von zwei ganzen Schweinen im Keller eines Bremer Wohnhauses hat die Polizei und andere Behörden auf den Plan gerufen. Wie die Beamten am Montag in der Hansestadt mitteilten, stießen die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte dort auf zwei Männer, die gerade die Borsten von den Tieren abbrannten. Eine hinzugerufene Amtstierärztin stellte fest, dass diese nicht fachgerecht getötet worden waren. Die Schweine wurden danach beschlagnahmt. In einer aufwändigen Aktionen mussten Feuerwehrleute die beiden je etwa 150 Kilogramm schweren Tiere aus dem Keller des Hauses abtransportieren. Ein 40-jähriger Bewohner des Gebäudes gab an, die Schweine am Tag zuvor in Niedersachsen gekauft und vor Ort getötet zu haben. Anschließend habe er sie per Auto nach Bremen gebracht, wo er sie von zwei Bekannten habe grillen lassen wollen. Es wird nun wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Außerdem werden die Beteiligten von der Feuerwehr eine Rechnung über die Kosten des Einsatzes vom vergangenen Freitag erhalten.

Quelle: AFP

Bielefeld: Polizei stellt Strafzettel für Blitzanlage aus

Verkehrte Welt: Die Polizei hat einem mobilen Blitzer in Bielefeld ein Knöllchen verpasst. Das Ordnungsamt hatte das in der Stadt als "Guntram" bekannte mobile Radargerät auf einem Anhänger in einem Wohngebiet am Straßenrand wenige Meter an einer Einmündung platziert. Weil aus seiner Sicht das Fahrzeug ordnungswidrig abgestellt war, stellte ein Polizeibeamter daher einen Strafzettel aus, wie ein Sprecher der Bielefelder Polizei am Montag sagte. Noch sei unklar, ob etwa Anwohnerbeschwerden den Kollegen zu diesem Schritt bewogen haben. Geprüft werde auch, ob für einen Blitzer Ausnahmeregelungen für das Parken gelten, sagte der Sprecher weiter. Die "Neue Westfälische" hatte zuvor berichtet. Das Knöllchen ist demnach am Samstag ausgestellt worden, nachdem der Blitzer schon mehrere Tagen nahe der Einmündung stand.

Quelle: DPA

Forchheim: Geburtstagsfeier gegenüber der Polizeiinspektion 

Ihren 28. Geburtstag hat eine Frau in Oberfranken trotz der geltenden Corona-Regeln mit mehreren Gästen gefeiert – direkt gegenüber der Polizeiinspektion. Die Veranstalterin der Party in Forchheim und ihre acht Gäste erwarte nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, teilte die Polizei am Montag mit. Die Beamten wurden am Sonntagabend durch die Beschwerde einer Nachbarin auf die Feier aufmerksam. Gefeiert wurde in der Wohnung der 28-Jährigen, die in einem Mehrfamilienhaus lebt. 

Quelle: DPA

Neuss: Im Rhein treibender vermeintlicher Mensch entpuppt sich als Weihnachtsbaum

Ein im Rhein treibender vermeintlicher Körper eines Menschen hat am Sonntag einen Großeinsatz der Feuerwehr in Neuss ausgelöst. Passanten meldeten einen Gegenstand im Strom, der aussah wie ein Mensch mit Rucksack, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Helfer rückten daraufhin mit mehreren Löschzügen aus, auch die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes, die örtliche Lebensrettungsgesellschaft und ein Rettungshelikopter wurden alarmiert. Nach einer großangelegten Suche wurden Mitarbeiter der Wasserwacht dann fündig: Die "Person im Rhein" entpuppte sich glücklicherweise als unsachgemäß entsorgter Weihnachtsbaum. "Auch hier gilt: Lieber einmal zuviel als einmal zuwenig ausgerückt – es freut uns immer wieder, wenn ein Einsatz ein positives Ende findet und niemand wirklich in Gefahr war", erklärte die Feuerwehr.

Quelle: AFP

Warnemünde: Berlinerin besprüht Hunde an Ostsee

Ein illegaler Wochenendausflug an die Ostseeküste hat einer Berlinerin mehrere Anzeigen und eine verfrühte Abreise mit Polizeibegleitung eingebracht. Die 46-jährige Frau sei am Samstag auf der Promenade in Warnemünde mit einem Bekannten spazieren gewesen, als sie plötzlich ihr Pfefferspray zückte und gegen drei Hunde sprühte, wie ein Polizeisprecher am Montag erklärte. Zugleich habe die Frau die 55-jährige Hundehalterin und ihren zwei Jahre alten Enkel mit dem Spray besprüht und beleidigt. Bis die Polizei eintraf soll die sichtlich erregte Berlinerin noch weitere Spaziergänger beleidigt haben. Bei der Kontrolle kam heraus, dass die 46-Jährige mit ihrer Einreise gegen die Corona-Landesverordnung verstoßen haben soll. Zudem werde wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die Polizei begleitete die Frau zum Bahnhof, wo sie zur Abreise aufgefordert wurde. Ihr Begleiter, der in der Region wohnte, habe sich nicht beteiligt, hieß es.

Quelle: DPA

Kaufbeuren: Historisches Gebäude in Bayern in Flammen

Beim Brand eines historischen Gebäudes im schwäbischen Kaufbeuren ist ein geschätzter Sachschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro entstanden. Eine vorbeifahrende Polizeistreife hatte am Sonntagabend Flammen an dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Ein Zwischengeschoss und der Dachstuhl brannten. Die alarmierte Feuerwehr verhinderte, dass das Feuer auf benachbarte Häuser übergriff. Menschen kamen laut Polizei nicht zu Schaden. Die Brandursache ist bislang ungeklärt.

Nachrichten aus Deutschland – Kaufbeuren
Das historischen Gebäude in Kaufbeuren
© Jeremy Rizer / DPA

Quelle: DPA

Rotenburg: Unbekannte bremsen Auto auf A1 aus

Unbekannte Täter haben ein Auto auf der Autobahn 1 in Niedersachsen ausgebremst und mehrere Fensterscheiben des Fahrzeugs eingeschlagen. Laut Zeugenaussagen kesselten mindestens fünf Fahrzeuge den Kleinwagen am Sonntagabend nahe Sottrum auf der Fahrbahn ein und brachten ihn zum Stillstand, wie die Polizei mitteilte. Anschließend stiegen demnach mehrere Insassen aus den Fahrzeugen aus und zertrümmerten mit Faustschlägen mehrere Fensterscheiben des ausgebremsten Wagens. Bei einer Zeugenbefragung gaben die drei Insassen des beschädigten Autos an, dass es Streitigkeiten gegeben habe und sie seit Fahrtbeginn in Hamburg durch die Fahrzeuge verfolgt worden seien. Von der Hansestadt bis zum Tatort sind es knapp 100 Kilometer. Der Auslöser des Streits war zunächst unklar.

Quelle: DPA

sve / meh / jek / deb

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