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Nachrichten aus Deutschland Gefährliche Erkundungen – Wolfstouristen laufen in Niedersachsen über Militärübungsplatz

Nachrichten aus Deutschland – Niedersachsen / Wolf
Dieser Wolf streift nicht in der Nähe des Militärgeländes herum, sondern sitzt im Wisentgehege im niedersächsischen Springe. Die freien Wölfe zeigen sich nur ungern vor der Kamera. 
© Peter Steffen / Picture Alliance
Sinsheim: Eifersucht als mögliches Motiv für Mord unter Jugendlichen +++ Ulm / Heidelberg: Festnahme wegen explosiver Post – Video zeigt Mann bei Übergabe +++ Nachrichten aus Deutschland.

Aktuelle Top-Meldung:

Weitere Panorama-Nachrichten aus Deutschland: 

Nordhorn: Polizei warnt Wolfstouristen vor Betreten von Militärgelände

Auf einem Übungsplatz der Luftwaffe in Niedersachsen hat sich nach Polizeiangaben ein gefährlicher Wolfstourismus entwickelt. Die Beamten warnten am Donnerstag vor dem Betreten des militärischen Sicherheitsgeländes Nordhorn Range im Grenzgebiet zu den Niederlanden, in dem sich Munitionsrückstände aus etwa hundert Jahren befinden. Die mutmaßlichen Hobby-Wolfsbeobachter hätten dort sogar kleine Lagerfeuer entzündet. Dies könne wegen der Sprengstoff-Altlasten tödlich enden. Nach Recherchen des polizeilichen Staatsschutzes in sozialen Medien gibt es auf Facebook eine Gruppe von mehr als 700 vermeintlichen Wolfsfreunden, die dem auf der Nordhorn Range ansässigen Rudel nachstellen.

Wer den militärischen Sicherheitsbereich ohne Berechtigungsnachweis betrete, dem drohe ein Strafverfahren, hieß es weiter. Das Gelände sei zudem ein Naturschutzgebiet und der Wolf gehöre zu den streng geschützten Tierarten. Eine absichtliche Störung solcher Tierarten sei verboten.

Quelle: DPA

Sinsheim: Eifersucht als mögliches Motiv für Mord unter Jugendlichen

Nach der Tötung eines 13-Jährigen im baden-württembergischen Sinsheim ist der ein Jahr ältere mutmaßliche Täter unter Mordverdacht in Untersuchungshaft genommen worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag in Sinsheim mitteilten, soll der 14-Jährige sein Opfer bei einem Treffen an einem Waldrand mit mehreren Messerstichen getötet haben. Demnach könnte es sich nach ersten Ermittlungen um ein Verbrechen aus Eifersucht handeln.

Der 14-Jährige war am Mittwochnachmittag am mutmaßlichen Tatort nach einem Notruf von Polizisten gefasst worden. Am Donnerstag erließ ein Richter Haftbefehl gegen ihn, wie Behördenvertreter vor Journalisten berichteten. Demnach gingen die Ermittler davon aus, dass der Jugendliche sein Opfer unter einem Vorwand an den Tatort lockte und mit einem Küchenmesser erstach. Die Tat sei wohl geplant gewesen. Sie werteten diese als heimtückischen Mord.

Polizei und Staatsanwaltschaft gingen außerdem von Eifersucht als mutmaßliches Motiv aus. Es gebe "Anhaltspunkte" dafür, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Andreas Herrgen vor Journalisten. Er nannte aber keine weiteren Einzelheiten. Die Hintergründe seien noch offen. Ermittlungen im Umfeld der Beteiligten liefen noch.

Laut Polizei befand sich außer dem Verdächtigen und seinem Opfer auch noch ein "nicht strafmündiges Kind" am Tatort. Nähere Angaben zu diesem dürften die Ermittler aus rechtlichen Gründen nicht machen, sagte der Leiter der Heidelberger Kriminalpolizei, Siegfried Kollmer, in Sinsheim. Dessen Rolle bei dem Geschehen sei noch unklar. Es werde davon ausgegangen, dass sich Täter und Opfer über das am Tatort angetroffene Kind kannten.

Der Verdächtige war den Behörden nach eigenen Angaben bekannt, weil er im vergangenen November einen Mitschüler an seiner Schule im benachbarten Östringen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt hatte.

Quelle: AFP

Recklinghausen: Polizei geht nach Feuer an Dienstwagen von Brandstiftung aus

In einem Fall von drei in Brand geratenen Polizeiautos in Recklinghausen geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Fahrzeuge seien beschlagnahmt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der entstandene Sachschaden werde auf 120.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde demnach niemand. Durch das Feuer am Donnerstagmorgen seien die Innenräume der Streifenwagen zerstört worden. Der Staatsschutz nahm in der Ruhrgebietsstadt Ermittlungen auf.

Hinweise auf die Täter lagen zunächst nicht vor. Mögliche Zeugen wurden nun darum gebeten, sich zu melden. Die Feuerwehr war gegen 3.50 Uhr durch mehrere Notrufe über die brennenden Fahrzeuge auf einem Parkplatz neben der Polizeiwache informiert worden.

Bei dem Parkplatz handelte es sich um den Wachhof einer Feuerwache, auf dem die Polizeiautos außerhalb der Dienstzeiten abgestellt werden. Zum Löschen der brennenden Wagen musste die Feuerwehr lediglich ihre Einsatzfahrzeuge aus der Halle fahren.

Quelle: AFP

Ulm / Heidelberg: Festnahme wegen explosiver Post – Video zeigt Mann bei Übergabe 

Nach der Festnahme eines Verdächtigen im Fall der explosiven Postsendungen an süddeutsche Lebensmittelunternehmen erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise durch das Veröffentlichen eines Videos. Es soll den mutmaßlichen Täter bei der Übergabe der Sprengstoffpakete in einer Ulmer Postannahmestelle zeigen. Zu sehen ist ein mit weißem Schal und dunkler Mütze maskierter Mann, der Pakete am Schalter einreicht und bezahlt. Er trägt dabei schwarze Handschuhe. Die Pakete hat er in zwei weißen Leinentaschen verstaut, bevor er sie auf den Verkaufstresen legt.

polizei-bw.de

Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass es sich bei dem Mann um den festgenommenen Rentner handelt, der sich zu den Anschuldigungen bislang nicht äußert hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren es Ermittlungen zur Art der Sprengstoffpakete, die auf die Spur des Mannes führten.

Die Serie hatte am Dienstag der vergangenen Woche in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) begonnen. Dort wurde ein Mann durch eine Verpuffung verletzt, als er ein Paket annahm. Am Mittwoch kam es beim Öffnen eines Briefes in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) zu einer Explosion mit drei Verletzten. Ein drittes verdächtiges Paket, das an den Babynahrungshersteller Hipp adressiert war, wurde in der Nacht zu Donnerstag in einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München abgefangen und entschärft.

Quelle: DPA, Landeskriminalamt Baden-Württemberg

Düsseldorf: Festnahme am Flughafen wegen Millionenbetrugs

Im Zusammenhang mit einem Millionenbetrug im Sicherheitsgewerbe ist ein 50-jähriger Tatverdächtiger am Düsseldorfer Flughafen bei der versuchten Ausreise festgenommen worden. Gegen den Beschuldigten besteht unter anderem der Verdacht der Insolvenzverschleppung, des Sozialversicherungsbetrugs sowie der Urkundenfälschung in mehr als 900 Fällen, wie die Kölner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand belaufe sich der Schaden für Gläubiger auf mehr als sieben Millionen Euro.

Der Tatverdächtige sei bereits am Dienstag nach 15 Monate andauernden Ermittlungen festgenommen worden. Den Angaben zufolge waren an dem Einsatz mehr als 250 Kräfte der Polizei, des Zolls und der Staatsanwaltschaft beteiligt. Insgesamt richte sich das Verfahren gegen 36 Beschuldigte aus dem Sicherheitsgewerbe.

Noch bis Mittwoch seien 33 Wohn- und Geschäftsadressen in Köln und anderen Orten in Nordrhein-Westfalen durchsucht worden. Eine weitere Durchsuchung fand den Angaben zufolge im Nachbarland Rheinland-Pfalz statt. Auf richterliche Anordnung seien zudem verschiedene Vermögenswerte und Immobilien beschlagnahmt worden.

Quelle: AFP

Kenzingen: Männer sollen Hund in Fluss geworfen haben

Die Polizei sucht nach zwei jungen Männern, die im baden-württembergischen Kenzingen einen Hund seinem Herrchen entrissen und in einen Fluss geworfen haben sollen. Der Hund sei rund 40 bis 80 Meter abgetrieben worden, habe aber leicht unterkühlt von der Feuerwehr gerettet werden können, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der sieben Jahre alte Mischling war am Montagabend mit seinem Herrchen bei einer Brücke unterwegs gewesen, als die beiden Männer ihn packten und in die Elz warfen, einen Nebenfluss des Rheins. Nach Angaben der Polizei äußerten sich die beiden Männer erst extrem abfällig über den Hund. Der 50 Jahre alte Hundehalter habe ihn retten wollen, sich dabei aber leicht verletzt.

Quelle: DPA

Roth: Quad stürzt in Graben – 17-Jährige verunglückt tödlich

Beim Unfall mit einem Quad ist am Mittwoch eine 17-Jährige tödlich verunglückt. Nach Angaben der Polizei Mittelfranken fuhren ein 20-Jähriger und die Jugendliche am frühen Abend auf einem Feldweg zwischen Finstermühle und Brunnau. Das Fahrzeug kam vom Weg ab und überschlug sich im Graben. Der 20-Jährige wurde leicht verletzt, die 17-Jährige erlitt beim Sturz so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Die Unfallursache war am Abend unklar, die Staatsanwaltschaft forderte zur Klärung einen Gutachter an. Die Feuerwehr half beim Ausleuchten der etwa einen Kilometer im Wald liegenden Unfallstelle.

Mit Quads kommt es öfter zu schweren Unfällen. Wie der ADAC auf seiner Internetseite schreibt, haben Quads besondere Fahreigenschaften, die gerade für Quad-Neulinge eher gewöhnungsbedürftig sind. Daher komme es besonders bei unerfahrenen Fahrern oft zu schweren Unfällen.

Quelle: DPA

Im Video: Pollenflug startet wegen mildem Winter früher

Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 24. Februar:

Lüneburg: Chefermittler in Komplex um Göhrde-Morde klagt erfolgreich gegen Ruhestand

Der Chefermittler im Komplex der sogenannten Göhrde-Morde im Jahr 1989 hat sich mit einem Eilantrag vor dem niedersächsischen Oberverwaltungsgericht auf einen Aufschub seines Ruhestands durchgesetzt. Die zuständige Polizeidirektion müsse den Ruhestand des Beamten "längstens bis zum 28. Februar 2022" hinausschieben, entschied das Gericht in Lüneburg laut einer Mitteilung vom Mittwoch. Der 62-Jährige verfolge mit seinem Eilantrag das Ziel, die Ermittlungen um die Göhrde-Morde zu Ende zu führen.

Im Juli 1989 hatte der Fund zweier bereits stark verwester Leichen im Staatsforst Göhrde östlich von Lüneburg für großes Aufsehen gesorgt. Es handelte sich um ein Ehepaar aus Hamburg. Ausgerechnet an dem Tag, an dem die Polizei den Fundort der Leichen im Staatsforst Göhrde untersuchte, tötete der Täter in lediglich 800 Metern Entfernung ein weiteres Paar.

Zum Hauptverdächtigen in dem Fall wurde nach vielen Ermittlungspannen der Friedhofsgärtner Kurt-Werner Wichmann. Auf dem Anwesen des verurteilten Vergewaltigers fanden die Ermittler 1993 Waffen, Schalldämpfer, Handschellen mit Blut und ein vollständig vergrabenes Auto.

Doch Wichmann erfuhr von der Durchsuchung und tauchte unter. Nachdem er einen Autounfall verursacht hatte, wurde er 1993 zwar verhaftet, beging aber wenige Tage später in Untersuchungshaft Suizid.

Die Ermittlungen wurden eingestellt, Beweismittel wurden vernichtet. Jahrelang standen die Ermittlungen daraufhin still, auch das Verschwinden einer damals 41-jährigen Unternehmergattin im Sommer 1989 wurde nicht mit Wichmann in Verbindung gebracht.

Erst 2015 kam wieder Bewegung in den Fall. Auf den bei Wichmann gefundenen Handschellen wurde das Blut von Meier nachgewiesen. Nach neuen Ermittlungen war sich die Polizei 2016 sicher, dass Wichmann auch diese Frau getötet hatte.

Quelle: AFP

Ahaus: Mann uriniert an Tor von jüdischem Friedhof

Ein 36-Jähriger hat im münsterländischen Ahaus in aller Öffentlichkeit an das Tor eines jüdischen Friedhofs uriniert – und dies anschließend laut Polizei "auch noch volksverhetzend kommentiert". Nach dem Zwischenfall vom Dienstag erwartet den Mann eine Strafanzeige wegen Störung der Totenruhe, wie die Polizei am Mittwoch in Borken mitteilte. Polizisten informierten demnach den Staatsschutz über dem Vorfall.

Dem 36-Jährigen erteilten die Beamten vor Ort einen Platzverweis. Der Mann aus Herten war den Angaben zufolge zuvor bereits in einer Bäckerei und einem nahen Verbrauchermarkt negativ aufgefallen – dort bettelte er nach Darstellung von Zeugen aggressiv um Geld.

Quelle: AFP

Osnabrück: Mann parkt Auto in Parkhaus – und sucht es seit drei Wochen

Ein Mann aus der Grafschaft Bentheim (Niedersachsen) hat Anfang Februar sein Auto in einem Osnabrücker Parkhaus abgestellt und es seitdem nicht mehr wiedergefunden. "Ich weiß gar nicht, wie oft wir schon in Osnabrück waren und danach gesucht haben", sagte am Mittwoch seine Tochter. Ein Parkticket mit dem Namen der Garage gibt es nicht - die Schranke war auf und der Parkscheinautomat funktionierte laut Tochter nicht.

Ihr 62 Jahre alter Vater sei wegen eines Termins am 3. Februar nach Osnabrück gefahren, habe in aller Eile ein Parkhaus in der Innenstadt gesucht, sei hineingefahren - und habe sich hinterher nicht mehr erinnern können, wo das Parkhaus war, sagte sie. Er fuhr dann mit dem Zug in die etwa 60 Kilometer entfernte Kleinstadt zurück. Zuerst hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" über den Fall berichtet. In den inzwischen vergangenen drei Wochen haben Vater und Tochter viele Parkhäuser in Osnabrück abgeklappert. Im betreffenden Bereich kommen mindestens 15 Parkhäuser und Tiefgaragen in Betracht.

Auch die Osnabrücker Parkstätten Betriebsgesellschaft (OPG), eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke, wurde von der Familie angefragt. "Unsere Mitarbeiter halten Ausschau nach dem Wagen", sagte Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer - bislang aber ohne Erfolg.

Quelle: DPA

Schwerte: Feuer in Umspannwerk sorgt für massiven Stromausfall 

In Schwerte hat ein Feuer in einem Umspannwerk für einen massiven Stromausfall gesorgt. Wie die "Ruhrnachrichten" berichteten, geht seit 9.20 Uhr in großen Teilen der Ruhrstadt gar nichts mehr. Der Bürgermeister soll einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse einberufen haben. Der plötzliche Stromausfall sorgte auch für Chaos auf den Straßen, da viele Ampeln ausgefallen waren. Die Polizei bat Verkehrsteilnehmer auf die geltenden Verkehrszeichen zu achten. "Wir nehmen teilweise verkehrsregelnde Maßnahmen vor", meldeten die Beamten auf Twitter. Lebensmittelmärkte und Sparkassen haben geschlossen. Die Kläranlage war ebenfalls stundenlang ohne Strom, bis ein mobiles Notstromaggregat geliefert wurde. Auch das Marienkrankenhaus musste auf Notstrom umstellen, wie der "WDR" berichtete. Demnach war ein Kabelbrand die Ursache für den Stromausfall. Die Feuerwehr sei noch mit den Löscharbeiten beschäftigt, heißt es. Die Telekommunikation, auch mit dem Handy, ist größtenteils zusammengebrochen. Die Störung wird voraussichtlich noch bis in den frühen Nachmittag hinein andauern, heißt es.

Quellen:  "Ruhrnachrichten" , WDR

Koblenz: 14-Jähriger räumt Hackerangriff auf Videokonferenzsystem in Rheinland-Pfalz ein

Für einen Hackerangriff auf das von rheinland-pfälzischen Schulen genutzte Videokonferenzsystem Big Blue Button im Januar ist offenbar ein 14-Jähriger verantwortlich gewesen. Der Jugendliche aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich sei als Verantwortlicher für den Angriff im Januar identifiziert worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Koblenz am Mittwoch mit. Nach einer Durchsuchung bei dem Verdächtigen habe er die Tat eingeräumt.

Nach dem Ende der Weihnachtsferien waren sowohl auf der Lernplattform Moodle@RLP als auch in dem Videokonferenzsystem Big Blue Button erhebliche Störungen aufgetreten. Zwei Tage lang wurde der Onlineunterricht dadurch erschwert.

Das Dezernat Cybercrime des Landeskriminalamts nahm Anfang des Jahres 2021 Ermittlungen gegen mögliche Verantwortliche auf. Hinsichtlich weiterer Angriffe auf die Lernplattform und das Videokonferenzsystem werde noch ermittelt. In Rheinland-Pfalz arbeiten nach Angaben der Landesregierung einige Hundert der rund 1600 Schulen mit der Lernplattform Moodle und der darin integrierten Anwendung Big Blue Button auf landeseigenen Servern. Andere Plattformen waren von den Angriffen nicht betroffen.

Quelle: AFP

Regensburg: Hilfeschreie bei Zahnarztbesuch lösen Polizeieinsatz aus

Laute Hilfeschreie haben in Regensburg die Polizei auf den Plan gerufen. Zuerst hätten Passanten die Rufe gehört und am Dienstag eine Polizeistreife darauf aufmerksam gemacht, hieß es in einer Mitteilung der Polizei am Mittwoch. Diese forderte demnach Verstärkung an und konnte schließlich eine Zahnarztpraxis als Quelle der Schreie ausmachen. Ernsthaft in Gefahr schwebte allerdings niemand: Gerufen hatte nämlich ein Schulkind, das sich vor der bevorstehenden Behandlung fürchtete.

Quelle: DPA

A61 bei Gau-Bickelheim: Lkw verliert Kabeltrommel – Trümmerteile bohren sich in Auto

Ein Lkw hat auf der A61 bei Gau-Bickelheim in Fahrtrichtung Köln/Koblenz eine große Kabeltrommel verloren und damit große Schäden angerichtet. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, ereignete sich der Vorfall am Montagabend gegen 8.35 Uhr. Ein 19-Jähriger konnte mit seinem Wagen nicht mehr ausweichen und rammte die Holztrommel, die auf der Fahrbahn liegenblieb. Die Seitenplatte der Trommel bohrte sich förmlich in die Front seines Autos hinein. Durch den Aufprall zerbrach die Kabeltrommel und ein weiterer nachfolgender 28-jähriger Autofahrer fuhr über die Bruchstücke. Dabei wurde die Windschutzscheibe und die Beifahrerseite beschädigt. Die beiden Männer kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Die Polizei konnte einen 52-jährigen Lkw-Fahrer als mutmaßlichen Verursacher ausfindig machen. Dieser war weitergefahren und befand sich bereits am Ziel seiner Fahrt in Simmern. Er gab an, nicht gemerkt zu haben, dass die Kabeltrommel vom Laster gefallen war.

Bei Gau-Bickelheim auf der A61 verlor ein Lkw eine Kabeltrommel. Teile davon bohrten sich in ein Auto.
Die Holzplatte der Kabeltrommel verkeilte sich in der Front eines nachfolgenden Autos
© Verkehrsdirektion Main

Quelle:  Verkehrsdirektion Mainz

Rügen: Teile eines menschlichen Skeletts gefunden

Die Polizei hat bei Bergen auf Rügen nahe des Nonnensees Teile eines menschlichen Skeletts gefunden. Wie die Beamten am Mittwochvormittag berichteten, meldete sich am Dienstagnachmittag ein Hinweisgeber bei ihnen. Den Leichnam entdeckten sie daraufhin im Bereich eines Entwässerungsgrabens an einem Verbindungsweg in der Nähe zur Bundesstraße 96. Bei den weiteren Ermittlungen bezieht die Polizei auch Vermisstenfahndungen mit ein und stieß dabei auf einen 63-jährigen Deutschen aus Sassnitz, der zuletzt im Bergener Krankenhaus behandelt wurde und von dort am 1. Oktober 2020 verschwand. Ob es sich tatsächlich um den gesuchten Mann handelt, muss jetzt die Rechtsmedizin feststellen. Hinweise auf eine Straftat lägen der Polizei aktuell nicht vor, hieß es in der Meldung.

Quelle:  Polizei Stralsund

Leipzig: Rund 30 Leute sonnen sich auf Waggons und Bahnhofsdach – Polizeieinsatz

In Leipzig musste die Polizei am Dienstagnachmittag zu einem Einsatz im Bereich der Bahnanlagen in der Nähe des Hauptbahnhofes ausrücken. Dort hatten sich rund 30 Personen zum Sonnen auf ein Dach begeben. "Sie hatten für sich das Bahngelände als 'Sonnenpark' auserkoren", heißt es in der Polizeimeldung. Zudem kletterten einige Personen auf die dort abgestellten Waggons. Gegen die Personen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren hat die Polizei Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet. Dazu kommen noch Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Die Kosten des Einsatzes werden ihnen in Rechnung gestellt. Die Beamten sprachen in dem Zusammenhang auch folgende Warnung aus: "Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang wiederholt auf die lebensgefährlichen Folgen eines unerlaubten Aufenthaltes auf Bahnanlagen hin: Die Gefahren, die von herannahenden Zügen und Oberleitungen ausgehen, werden regelmäßig unterschätzt. Das Betreten von Gleisanlagen an den nicht dafür vorgesehenen Stellen ist lebensgefährlich und für unberechtigte Personen verboten. Züge nähern sich lautlos an und werden je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen."

Quelle:  Bundespolizei Leipzig

Teisendorf: Wanderer bricht bewusstlos zusammen und stirbt

Im Landkreis Berchtesgaden ist ein 28-jähriger Wanderer aus Oberbayern nach einer Wanderung bei Teisendorf bewusstlos zusammengebrochen und verstorben. Wie das "Bayerische Rote Kreuz" (BRK) berichtete, ging am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr der Notruf einer Wanderin ein, die den Mann gefunden hatte. Ein Notarzt machte sich im Rettungshubschrauber unterwegs zu dem Mann, während in der Zwischenzeit die Ersthelferin nach telefonischer Anleitung durch die Leitstelle Wiederbelebungsversuche unternahm. Trotz aller Bemühungen konnten die Einsatzkräfte den 28-Jährigen aber nicht mehr ins Leben zurückholen. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich um drei Begleiter des Verstorbenen.

Der Rettungshubschrauber "Christoph 14"
Der Rettungshubschrauber "Christoph 14" brachte die Einsatzkräfte zu dem bewusstlosen Wanderer
© BRK

Quelle:  BRK

Berlin: LKA Berlin durchsucht Wohnräume und Dienstzimmer von Staatsanwalt

Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) Berlin haben am Mittwoch im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Wohnräume und das Dienstzimmer eines Berliner Staatsanwalts durchsucht. Gegen ihn besteht unter anderem der Verdacht der Geldwäsche, der Verletzung von Dienstgeheimnissen und verschiedener Steuerstraftaten, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Zeitgleich mit den Durchsuchungen wurde dem beschuldigten Staatsanwalt demnach die Führung der Dienstgeschäfte vorläufig verboten.

Die Straftaten, derer der Jurist verdächtig ist, stehen den Angaben zufolge überwiegend nicht im Zusammenhang mit seiner dienstlichen Tätigkeit als Staatsanwalt, sondern beziehen sich auf seinen privaten Lebensbereich. Allerdings besteht laut Generalstaatsanwaltschaft der Verdacht, dass er unbefugt Daten aus dem staatsanwaltschaftlichen Informationssystem abgefragt und an Dritte weitergab.

Quelle: AFP

Glashütten: Anklage gegen Ex-Mitarbeiter einer Kirchengemeinde

Fast 90.000 Euro soll ein ehemaliger Mitarbeiter einer evangelischen Kirchengemeinde in Bayern abgezweigt haben. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Untreue in 26 Fällen, wie ein Justizsprecher am Mittwoch bestätigte. Zuerst hatte der "Kurier" darüber berichtet. Der damalige Kirchenpfleger steht unter Verdacht, von 2013 bis 2019 Gelder von den Konten der Kirchengemeinde Glashütten überwiesen und abgehoben zu haben. Die Kirchengemeinde hatte Anzeige erstattet, die Kirchenleitung informiert und eine außerordentliche Rechnungsprüfung durch die Landeskirchenstelle Ansbach in Auftrag gegeben. Die Interessen der Kirche vertritt nun ein Anwalt.

Quelle: DPA

Dortmund: Fahndung nach Mehrfachmörder – 25.000 Euro Belohnung

Die Staatsanwaltschaft Dortmund sowie das LKA NRW und das Bundeskriminalamt fahnden nach einem Mehrfachmörder. Norman Volker Franz war wegen Doppelmordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Im März 1997 gelang ihm jedoch die Flucht aus der JVA Hagen. Der heute 51-Jährige ist zudem dringend verdächtig, im Anschluss an seine Flucht am 26. März 1997 in Weimar und am 21.Juli 1997 in Halle Raubüberfälle begangen und dabei drei Menschen erschossen zu haben. 1998 wurde er in Albufeira, Portugal, festgenommen, wo er in der Immobilienbranche tätigt war und mit seiner Frau und dem gemeinsamen Kind unter dem Namen Carsten Müller, beziehungsweise Michael Stuever gelebt hat. Am 28. Juli 1999 gelang ihm erneut die Flucht aus dem Zentralgefängnis von Lissabon. Er wird seitdem wegen fünffachen Mordes gesucht. Für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, ist eine Belohnung von bis zu 25.000 Euro ausgesetzt. Die Polizei warnt jedoch: Der Mann ist gewalttätig und bewaffnet und macht rücksichtlos von der Schusswaffe Gebrauch. 

Quellen:  Bundeskriminalamt, Polizei NRW

Zoo Berlin: Erstes Gorillababy seit 16 Jahren geboren

Das gut eine Woche alte Berliner Gorillababy entwickelt sich nach Angaben des Zoos gut. "Drei- bis viermal in der Stunde bedient sich das Jungtier an der Muttermilch, und die Tierpfleger hören hin und wieder nur ein zufriedenes Schmatzen", berichtete der Zoo am Dienstag. Ansonsten verschläft der noch namenlose Affe - Berlins erster Gorilla-Nachwuchs sei 16 Jahren - "satt und zufrieden" einen Großteil des Tages.

Mutter Bibi (24) achte vorbildlich auf die Ernährung. Es gibt demnach Fenchel, Paprika, Auberginen, Rote Beete und Pastinake, Salat und hin und wieder ein gekochtes Ei. Der Vater, Silberrücken Sango (16), suche immer wieder die Nähe zu beiden und tätschele seinen Spross behutsam.

Gorilla-Mutter Bibi mit ihrem Nachwuchs
Gorilla-Mutter Bibi mit ihrem Nachwuchs im Berliner Zoo
© Zoo Berlin / DPA

Kleine Gorillas können sich von Beginn an am Fell der Mutter festhalten - die innige Verbindung der beiden ist auf einem Video des Zoos zu sehen. Die Äffchen werden überall hin mitgetragen. Weil sich bisher weder Pfleger noch Ärzte dem Nachwuchs nähern, weiß noch niemand, wie schwer das Junge ist und welches Geschlecht es hat. Wann Besucher den kleinen Gorilla sehen können, ist noch unklar, wahrscheinlich dauert das noch ein paar Wochen. Das hängt laut Zoo auch vom Wetter und dem Verhalten der Gorilla-Gruppe ab. Das Gelände hat zwar geöffnet, aber die Tierhäuser sind wegen Corona noch geschlossen.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Dienstag, den 23. Februar 2021

Neustadt-Glewe: Zwei Polizisten bei Verkehrsunfall verletzt

Im mecklenburg-vorpommerischen Neustadt-Glewe hat sich am Dienstagnachmittag ein folgenschwerer Verkehrsunfall zugetragen. Wie die Polizei berichtet, wurden dabei eine Polizistin schwer und ein Polizist leicht verletzt. Der Streifenwagen war demnach auf einer Einsatzfahrt. Eine 33-jährige Autofahrerin scherte zum Überholen aus und übersah den von hinten kommenden Streifenwagen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der Polizeibeamte den Angaben zufolge nach links aus und fuhr gegen eine Hausecke. Der Streifenwagen wurde erheblich beschädigt und musste abgeschleppt werden. Ein Gutachter soll den Zustand des betroffenen Hauses prüfen. Die Verursacherin des Unfalls blieb unverletzt. 

Quelle: Polizeiinspektion Ludwigslust

Rüsselsheim: Seniorin übergibt Geld und Schmuck im Wert von über 150.000 Euro an falsche Polizisten

In Rüsselsheim ist eine 80 Jahre alte Seniorin am Montag auf einer Polizeiwache in Rüsselsheim erschienen und wollte sich nach dem Verbleib ihrer am 3. Februar an die Polizei übergebenen Wertgegenstände erkundigen. Schnell war klar, dass die Frau von falschen Polizisten betrogen wurde. Wie sich herausstellte, wurde die Seniorin bereits am 2. Februar von einem Kriminalbeamten Wagner angerufen, der im Telefonat vorgaukelte, eine festgenommene Diebesbande wolle auch an das Ersparte der Seniorin. Sie solle daher alles sicherheitshalber der Polizei übergeben. Wie die Beamten am Dienstag berichteten, erschien dann ein großer, dunkelhaariger Mann mit Mund-Nasen-Bedeckung am nächsten Tag das in einer Tasche vor der Haustür verstaute Bargeld samt Schmuck und Goldmünzen im Gesamtwert von mehr als 150.000 Euro ab und verschwand mit der Beute. Die Beamten warnen daher erneut eindringlich, am Telefon keine Auskunft zu finanziellen oder persönlichen Verhältnissen zu machen. Die Polizei verlange niemals die Herausgabe von Wertgegenständen.

Quelle:  Polizei Südhessen

Landkreis Göppingen: 81-Jährige stirbt nach Attacke durch 34 Jahre alte Enkelin

Einen Tag nach einer Messerattacke durch eine 34 Jahre alte Frau auf drei Menschen im Landkreis Göppingen ist eines der Tatopfer gestorben. Wie die Polizei in Ulm am Dienstag mitteilte, handelt es sich um die 81 Jahre alte Großmutter der Angreiferin. Sie sei im Verlauf einer Notoperation noch am Montag gestorben, ihre genaue Todesursache solle eine Obduktion klären. Die 34-Jährige verweigerte laut Polizei zunächst die Aussage zu ihrer Attacke. Ihr sei der Haftbefehl eröffnet worden, sie befinde sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Der Polizei zufolge meldete Montagnachmittag ein 57 Jahre alter Mann, von seiner Stieftochter mit einem Messer angegriffen worden zu sein. Rettungskräfte fanden den schwer verletzten Mann vor seiner Wohnung, die Großmutter lag schwer verletzt in ihrer Wohnung im selben Haus. Kurz nach dieser Tat soll die 34-Jährige auch die Mutter eines Bekannten mit einem Messer angegriffen haben, die 56-Jährige blieb dabei aber nahezu unverletzt. Auf der Bundesstraße 10 in Richtung Stuttgart konnten Polizisten die Angreiferin schließlich stellen und festnehmen.

Quelle: AFP

Malsfeld: Polizei zieht Lastwagenfahrer mit 4,7 Promille aus dem Verkehr

Die Polizei in Nordhessen hat am Dienstag einen Lastwagenfahrer mit 4,7 Promille aus dem Verkehr gezogen. Der 49-Jährige war am Morgen auf der Autobahn 7 in Schlangenlinien unterwegs, als er von den Beamten an der Anschlussstelle Malsfeld gestoppt wurde, wie die Polizei Kassel mitteilte. Ein anderer Lastwagenfahrer hatte die Einsatzkräfte gerufen, nachdem er den Sattelzug des 49-Jährigen bei Melsungen überholt hatte. Die weitere Fahrt führte in Schlangenlinien in Richtung Süden, bis der Mann aus Niedersachsen von der Autobahnpolizei gestoppt wurde. Der Atemalkoholtest ergab über 4,7 Promille. Trotz seiner Fahrweise kam es zu keinem Unfall. Der 49-Jährige muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Quelle: AFP

Mainz: Mann trennt sich Penis im Drogenrausch ab

In Mainz hat sich ein 47-jähriger Mann offenbar im Drogenrausch den Penis abgetrennt. Wie die Polizei berichtete, ging am Montagabend gegen 23 Uhr der Notruf ein. Der Mann erklärte, sich selbst das Glied abgetrennt zu haben. Als die Einsatzkräfte eintrafen, trafen sie tatsächlich auf den unter Einfluss von Betäubungsmitteln stehenden Mann. In der Wohnung entdeckten sie schließlich neben dem abgetrennten Körperteil auch Marihuana. Der Mann wurde nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo er sofort notoperiert wurde.

Quelle:Polizei Mainz

Salzgitter: 75-Jähriger stirbt bei Rettungsversuch für in Eis eingebrochenen Hund

Ein 75-Jähriger ist in Salzgitter bei einem Rettungsversuch für seinen ins Eis eines Sees eingebrochenen Hund ums Leben gekommen. Wie die Polizei in der niedersächsischen Stadt am Dienstag mitteilte, ereignete sich das Unglück bei einem gemeinsamen Spaziergang des Manns mit seiner Frau. Taucher der Feuerwehr fanden dem Mann nach einer Stunde in dem See. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb er. Nach Angaben der Beamten war der Hund des Ehepaars am Montag auf das Eis des Sees gelaufen und eingebrochen. Der Mann wollte ihn retten und brach ebenfalls ein. Seine 78-jährige Frau alarmierte die Rettungskräfte. Eine erste Suche an der Einbruchstelle blieb erfolglos. Erst Taucher fanden den Mann später. Er wurde noch in eine Klinik gebracht, starb aber. Der Hund rettete sich selbst.

Quelle: DPA

Kaiserslautern: Vermisster 13-Jähriger tot an Flussufer gefunden

In Rheinland-Pfalz hat die Polizei einen seit mehr als drei Wochen vermissten 13-Jährigen tot am Ufer eines Flusses gefunden. Die Umstände ließen keinen Zweifel daran, dass es sich bei der am Ufer der Glan in Odernheim entdeckten Leiche um den Jungen, teilte die Polizei in Kaiserslautern am Dienstag mit.

Der Junge aus Meisenheim wurde am Montagnachmittag bei Aufräumarbeiten am Ufer gefunden. Er galt seit dem 31. Januar als vermisst. Ersten Ermittlungen zufolge gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Eine Obduktion soll die Todesursache klären.

Quelle: AFP

Rostock: Mädchen stirbt in Kita

In einer Kita in Rostock ist laut Medienberichten ein zweijähriges Mädchen ums Leben gekommen. Wie unter anderem der "Nordkurier" berichtet, soll das Kind bereits am vergangenem Freitag in einer Einrichtung im Stadtteil Lütten Klein an seinem Mittagessen erstickt sein. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Ein Sprecher bestätigte gegenüber der Zeitung den Vorfall:  "Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, derzeit gibt es keine Anzeichen, die auf ein Fremdverschulden hindeuten", erklärte Nowack. Den Angaben der Behörde zufolge würde nun in einer angeordneten Obduktion die genaue Todesursache ermittelt werden. Mehrere Angestellte sollen noch versucht haben, das Mädchen zu reanimieren. Es wurde in eine Kinderklinik gebracht. "Dort starb es wenig später", so Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Mitte dieser Woche soll das Obduktionsergebnis vorliegen.

Quelle: "Nordkurier"

Allershausen: Polizei entdeckt falsche Pfandetiketten im Wert von 6500 Euro

Gefälschte Pfandetiketten im Wert von etwa 6500 Euro hat die Polizei in Oberbayern in einem Laster gefunden. Beamte kontrollierten den Lieferwagen an der Autobahn 9 bei Freising und fanden darin etwa 26.000 Plastikflaschen mit den falschen Etiketten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Nach dem ungewöhnlichen Fund nahmen die Einsatzkräfte am Sonntag den 45-jährigen Fahrer fest. Er sitzt nun in Untersuchungshaft - unter anderem wegen Verdachts auf Urkundenfälschung. Nach Polizeiangaben war der Mann bereits früher wegen einer ähnlichen Tat zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.  

Quelle: DPA

Köln/Frankfurt a.M.: 60-Jähriger soll drei Raubüberfälle begangen haben – Festnahme

Die Polizei in den Niederlanden hat einen Haftbefehl gegen einen 60-jährigen Deutschen vollstreckt, der an drei Raubüberfällen auf Geldtransporter in Köln und Frankfurt am Main beteiligt gewesen sein soll. Dem Mann werde gemeinschaftlicher schwerer Raub in drei Fällen und ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Köln am Dienstag mit. In welcher Stadt in den Niederlanden die Polizei den 60-Jährigen am Dienstagmorgen festnahm, teilte sie zunächst nicht mit. Die Überfälle wurden demnach im März 2018 und im März 2019 in Köln und im November 2019 in Frankfurt am Main verübt. Bei dem Überfall am Flughafen in Köln-Bonn im Jahr 2019 habe der 60-Jährige ein Maschinengewehr benutzt. Bei dem Überfall in Frankfurt seien zudem zwei Geldboten durch Schüsse schwer verletzt worden.

In allen drei Fällen seien die Täter mit in den Niederlanden gestohlenen Autos und falschen Kennzeichen geflüchtet, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Die Autos seien unweit des Tatortes angezündet und die Flucht mit einem bereitstehenden zweiten Fahrzeug fortgesetzt worden. Vermutungen, dass Mitglieder der ehemaligen Rote Armee Fraktion an den Taten beteiligt gewesen sein könnten, bestätigten sich laut Mitteilung in den Ermittlungen nicht. Gegen den 60-jährigen Deutschen hatte die Staatsanwaltschaft Köln einen europäischen Haftbefehl erlassen. Die Auslieferung des Mannes nach Deutschland sei bereits beantragt.

Quelle: DPA

Freiburg: Auffahrunfall in der Waschstraße

Blechschaden zwischen Bürsten: Ein Autofahrer hat in einer Waschstraße in Freiburg einen Auffahrunfall verursacht. Der Mann bremste auf dem Förderband mehrmals ab, so dass der nachfolgende Wagen immer näher aufrückte und schließlich aufprallte. Als der Hintermann deswegen erschrocken ebenfalls bremste, prallte auch ihm ein Auto ins Heck. Der ungewöhnliche Unfall ereignete sich bereits am Samstag, wie die Polizei am Montag unter der Überschrift "Nicht ganz sauber" berichtete. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden. Die Polizei berichtete weiter: "Der Unfallverursacher fuhr unbehelligt mit seinem nun sauberen Pkw aus der Waschstraße und entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern." Die Verkehrspolizei Freiburg ermittelt, muss aber nach eigenen Angaben zuerst eine wichtige Rechtsfrage prüfen: Nämlich, "ob es sich beim Verkehrsweg in der Waschstraße um öffentlichen Verkehrsraum handelt".

Quelle: DPA

 Nachrichten von Montag, den 22. Februar

Köln: 53-Jähriger wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch verhaftet

Ein 53 Jahre alter Mann aus Köln soll Kinder sexuell missbraucht haben und sitzt deshalb in Untersuchungshaft. Die Polizei sei durch Ermittlungen im Kindesmissbrauchskomplex Bergisch Gladbach auf den Fall aufmerksam geworden, teilte die Polizei in Köln am Montag mit. Ausgangspunkt war demnach, dass der 53-Jährige unter falschen Angaben zu seiner Person Kinder auf Social-Media-Plattformen veranlasst haben soll, auch gegen Geld kinderpornografische Fotos und Videos anzufertigen und ihm zu übersenden. Vorige Woche war die Wohnung des Mannes durchsucht worden. Bei der Auswertung der Daten des geständigen Mannes fanden die Ermittler auch Dateien, die auf aktive sexuelle Missbrauchstaten hindeuteten. "Kurze Zeit später identifizierten Ermittler ein elfjähriges Mädchen im Kölner Umland sowie einen 13-jährigen Jungen aus Bayern", erklärte die Polizei. Die Kinder hätten die Tatvorwürfe bestätigt und umfangreiche Angaben gemacht. Das Amtsgericht in Köln erließ am vergangenen Donnerstag einen Haftbefehl.

Die Polizei erklärte, 16 Monate nach Einrichtung der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) "Berg" richteten sich die Ermittlungen damit erstmals gegen einen Tatverdächtigen, der Kontakt zu fremden Kindern über Social-Media-Plattformen aufgenommen habe. Die BAO ermittelt seit Oktober 2019. Im Haus eines Mannes aus Bergisch Gladbach bei Köln waren damals Unmengen kinderpornografischer Daten gefunden worden. Über ihn stießen die Ermittler auf Hunderte weitere Verdächtige.

Quelle: DPA

Frankfurt: Mutmaßlicher Mörder am Flughafen gefasst

Am Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei einen mutmaßlichen Mörder abgefangen. Er werde einem Haftrichter vorgeführt, teilten die Beamten am Montag mit. Sie hatten den 22-jährigen Schweden am Sonntag nach der Einreise aus Katar festgenommen, weil die schwedischen Behörden international nach dem Mann fahndeten. Er soll im November 2020 in Stockholm einen Mann ermordet haben. Ein Auslieferungsersuchen der Schweden liege vor.

Quelle: DPA

Minden: Polizei findet verbrannte Leiche

Im ostwestfälischen Minden ist am Montagmorgen eine verbrannte Leiche in der Nähe einer Sportanlage gefunden worden. Aufgrund der unklaren Todesumstände habe eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Leichnam war gefunden worden, nachdem der Polizei am Morgen ein Brand an der Grünfläche gemeldet worden war. An diesem Dienstag soll die Leiche obduziert werden.

Quelle: DPA

Nürnberg: 15-Jähriger will Wodka kaufen und greift Tankstellenmitarbeiter an

Am frühen Sonntagmorgen hat ein Jugendlicher in Nürnberg einen Tankstellenmitarbeiter angegriffen. Demnach wollte der 15-Jährige um etwa 0.30 Uhr eine Flasche Wodka kaufen, was der Angestellte dem Minderjährigen untersagte. Daraufhin verlor dieser seine Fassung und griff Waren aus den Regalen, die er dann auf den Mitarbeiter warf. Weiterhin drohte er diesem laut Polizeibericht damit, ihn mit einem Messer zu verletzen. Schließlich stahl der Jugendliche eine Flasche Wodka und flüchtete aus der Tankstelle. Die bereits alarmierte Polizei konnte den Minderjährigen kurz darauf in der Nähe des Tatorts festnehmen. Auch die Beamten griff der 15-Jährige verbal an und spuckte auf dem Weg zur Wache in einem solchen Maß in den Streifenwagen, dass den Beamten zufolge eine Innenreinigung des Autos notwendig sei. Der Jugendliche muss sich nun wegen des Verdachts auf Bedrohung, Diebstahl, Beleidigung und Sachbeschädigung verantworten.

Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken

Schmalkalden: Hungriger Dieb klaut Knackwürste aus Kühlschrank

In der thüringischen Stadt Schmalkalden hat sich ein Dieb an den Lebensmitteln von Anwohnern bedient. Offenbar entwendete der hungrige Kriminelle aus einem Kühlschrank im Keller eines Hauses Knackwürste im Wert von etwa 160 Euro. Die Tat soll zwischen dem 1. Februar und dem 21. Februar stattgefunden haben. Die Landespolizeiinspektion Suhl bittet um mögliche Hinweise auf den Täter.

Quelle:Landespolizeiinspektion Suhl

Bad Segeberg: 15-Jähriger streamt eigene Autofahrt live im Netz

Durch einen Livestream hat sich ein 15-jähriger Autofahrer aus Norderstedt in Schleswig-Holstein quasi selbst überführt. Wie die Polizei am Montag in Bad Segeberg mitteilte, übertrug der Jugendliche seine illegale Fahrt am Freitag in einem sozialen Netzwerk in Echtzeit. Zeugen, die seinen Stream zufällig sahen, alarmierten die Polizei.

Mehrere Streifenwagenbesatzungen machten sich auf die Suche und fingen das Auto mit dem 15-Jährigen am Steuer ab. Dieser war im Wagen seines Vaters unterwegs. Die Beamten beschlagnahmten das Auto und die Zündschlüssel. Der Jugendliche muss sich nun wegen Fahrens ohne Führerschein verantworten. Ermittelt wird aber auch gegen den Vater – wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Quelle: AFP

Köln: Unbekannte zerstören Gedenkort für Opfer von Hanau

Unbekannte haben einen Gedenkort für Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau in Köln zerstört. Sie hätten Folien mit Namen und Bildern der Opfer abgerissen und in die Böschung am Rhein geworfen. Die Polizei bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Vorfall in Köln-Rodenkirchen, über den zunächst die Kölner Jusos berichtet hatten. Die Täter hatten den Gedenkort nach Angaben der Jugendorganisation der SPD in der Nacht von Samstag auf Sonntag zerstört. Der Vorfall wurde als Sachbeschädigung angezeigt. Bei den Ermittlungen werde der Staatsschutz hinzugezogen, hieß es.

Am Abend des 19. Februar 2020 hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. neun Menschen an mehreren Orten in der hessischen Stadt Hanau erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter tötete und anschließend sich selbst. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Quelle: DPA

Frankfurt: 500 Kilo schwerer Blindgänger entschärft

Der hessische Kampfmittelräumdienst hat am Sonntagnachmittag eine Weltkriegsbombe in Frankfurt am Main entschärft. 4500 Anwohner mussten zwischenzeitlich die Gefahrenzone verlassen, teilte die Feuerwehr mit. Der 500 Kilo schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstag bei Arbeiten in einer Baugrube gefunden worden.

Nachrichten aus Deutschland – Frankfurt
Die 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Frankfurter Stadtteil Niederrad konnte am Sonntagnachmittag vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen entschärft werden.
© Feuerwehr Frankfurt am Main

Die Entschärfung musste einige Male unterbrochen werden, weil Menschen den Evakuierungsbereich oder die Schutzzone betraten. In diesem Gebiet, das an die Evakuierungszone angrenzte, durfte sich niemand draußen aufhalten, Fenster mussten geschlossen bleiben. Daran hielten sich aber zunächst nicht alle, hieß es, weswegen die Polizei mehrfach kontrollierte. Gegen 14.00 Uhr war die Bombe entschärft, die Sperrungen wurden aufgehoben.

Quelle: DPA

Kühlungsborn: Polizei löst Line Dance-Aufführung in der Innenstadt auf

Im Ostseebad Kühlungsborn hat die Polizei am Sonntag wegen der Corona-Einschränkungen eine Line Dance-Vorführung gestoppt. Etwa 50 Aktive einer solchen Tanzgruppe hatten sich in der Innenstadt getroffen und getanzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Durch großen Andrang im Zuge des sonnigen Wetters blieben mehrere hundert Zuschauer auf dem Boulevard stehen, so dass sich eine größere Ansammlung bildete. Dabei seien die Kontaktabstände nicht mehr eingehalten worden. So mussten die "Line Dancer" ihre Aktivitäten abbrechen und die Besucher sich entsprechend der Vorgaben wieder anders verteilen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es wegen der Wochen-Inzidenz von landesweit rund 67 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weiter strenge Beschränkungen, auch für öffentliche Kulturveranstaltungen. Im Landkreis Rostock, in dem Kühlungsborn liegt, betrug der Wert zuletzt 43,6.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland in der Woche vom 15. bis zum 21. Februar lesen Sie hier.

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