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+++ Ticker +++

News an Weihnachten: Streik bei der Lufthansa noch in diesem Jahr

Gewaltige Lawine auf einer Skipiste in der Schweiz +++ Polizei stoppt E-Scooter auf Autobahn +++ Kreml-Kritiker Nawalny erneut festgenommen +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Passagiermaschinen der Fluggesellschaft Lufthansa: Die Kabinengewerkschaft Ufo bereitet Streiks in den nächsten Tagen vor

Passagiermaschinen der Fluggesellschaft Lufthansa: Die Kabinengewerkschaft Ufo bereitet Streiks in den nächsten Tagen vor

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Streik bei der Lufthansa noch in diesem Jahr (17.04 Uhr)
  • Lawine auf Skipiste in der Schweiz - Rettungskräfte suchen nach Verschütteten (14.04 Uhr)
  • China, Russland und Iran halten gemeinsames Marine-Manöver ab (12.58 Uhr)
  • Nürnberger U-Bahn-Schubser sitzt in Untersuchungshaft (11.55 Uhr)
  • Kreml-Kritiker Nawalny erneut festgenommen (11.41 Uhr)


Die Nachrichten des Tages: 

+++ 18.04 Uhr: Über 60 Migranten bei Ärmelkanal-Überquerung aufgegriffen +++

Mehr als 60 Migranten sind am zweiten Weihnachtstag bei der Überquerung des Ärmelkanals von Frankreich nach Großbritannien aufgegriffen worden. 49 Personen wurden in vier kleinen Booten entdeckt und nach England gebracht. "Sie haben angegeben, aus dem Iran, Irak und aus Afghanistan zu kommen", teilte das Innenministerium in London mit. Die französischen Behörden retteten 14 Migranten in zwei anderen Booten und brachten sie nach Frankreich. Einige von ihnen litten an Unterkühlung, wie der Sender BBC berichtete.

+++ 17.04 Uhr: Streik bei der Lufthansa noch in diesem Jahr +++

Die Kabinengewerkschaft Ufo bereitet Streiks in den nächsten Tagen bei der Lufthansa vor. Das geht aus einer Information an die Mitglieder hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Streik solle noch in diesem Jahr stattfinden, bestätigte ein Ufo-Sprecher. Die genauen Zeiten will Ufo am Freitagabend mitteilen.

+++ 16.35 Uhr: Sechs Skiläufer überleben Lawinenabgang in der Schweiz +++

Sechs Skiläufer haben einen spektakulären Lawinenabgang in den Schweizer Alpen überlebt. Zwei von ihnen seien bei einer großangelegten Suchaktion mit leichten Verletzungen aus den Schneemassen gezogen worden, erklärte die Polizei in dem Skiort Andermatt. Vier unverletzte Verschüttete hätten sich selbst befreien können oder seien ebenfalls von Rettern aus dem Schnee gezogen worden.

+++ 14.04 Uhr: Lawine auf Skipiste in der Schweiz - Rettungskräfte suchen nach Verschütteten +++ 

Nachdem bei Andermatt in der Schweiz eine Lawine an einer Skipiste niedergegangen ist, sind zwei Leichtverletzte geborgen worden. Das teilte die Kantonspolizei Uri am Donnerstagmittag mit. Sie seien von der Alpinen Rettung Zentralschweiz (Rega) in ein Krankenhaus geflogen worden. Die Lawine ist am Donnerstagvormittag an einer Skipiste niedergegangen. Die Polizei vermutet, dass noch mehr Personen verschüttet wurden. 

"Es handelt sich um eine relativ große Lawine, 20 auf 50 Meter." Mehr wurde zunächst nicht bekannt. Lawinen können schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden und gefährlich groß werden. Laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung gilt für die Region Andermatt eine hohe Gefahrenstufe. In den vergangenen Tagen hatte es viel Neuschnee in dem Gebiet gegeben.

+++ 13.56 Uhr: Zwischen den Jahren wird es kälter +++

Nach vergleichsweise milden Temperaturen an Weihnachten kehrt die Kälte zumindest zeitweise zurück. Am Freitag verabschiede sich das Hoch "Vanessa" und kältere Luft ströme vor allem in die Osthälfte Deutschlands, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Donnerstag. Im Süden regne es noch zeitweise. An den Alpen liege die Schneefallgrenze bei 600 bis 800 Metern. Ansonsten seien nur wenige Schauer unterwegs.

Die einströmende Festlandsluft macht sich bei den Tiefstwerten bemerkbar. In der Nacht zum Samstag werden laut Prognose frostige Werte von 3 bis minus 5 Grad erwartet, im Bergland bis minus 8 Grad. Örtlich könne Glätte auftreten. 

Silvester sollen die Temperaturen wieder steigen. Am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch werden tagsüber 4 bis 12 Grad erwartet, nachts 6 bis minus 4 Grad. Es bleibe weitgehend trocken.

+++ 12.58 Uhr: China, Russland und Iran halten gemeinsames Marine-Manöver ab +++

China, Russland und der Iran beginnen am Freitag ein gemeinsames Marine-Manöver im Golf von Oman. Die viertägige Übung diene dazu, den "Austausch und die Zusammenarbeit" zwischen den Seestreitkräften der drei Länder zu vertiefen, sagte ein Sprecher des chinesische Verteidigungsministeriums am Donnerstag. China beteilige sich unter anderem mit dem Zerstörer "Xining" an dem Manöver. Angaben dazu, wie viele Soldaten und Schiffe insgesamt beteiligt sind, machte er nicht.

+++ 12.28 Uhr: Kölner Polizei stoppt Betrunkenen mit E-Scooter auf Autobahn +++

Einen 27-Jährigen mit reichlich Promille hat die Kölner Polizei mitsamt seinem geliehenen E-Scooter von der Autobahn 4 geholt. Wie die Beamten in der Domstadt am Donnerstag mitteilten, gingen gegen 02.20 mehrere Notrufe ein, weil der Mann nahe der Anschlussstelle Holweide auf dem E-Scooter unterwegs war. Wenige Minuten später waren Polizisten bei dem Mann und holten ihn von der Autobahn.    

Ein vorläufiger Alkoholtest ergab demnach mehr als 1,3 Promille. Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr verantworten. Er selbst gab laut Polizei an, versehentlich auf die Autobahn aufgefahren zu sein.     

+++ 11.55 Uhr: Nürnberger U-Bahn-Schubser sitzt in Untersuchungshaft +++

Gegen den U-Bahn-Schubser von Nürnberg ist Haftbefehl erlassen worden. Der 32-Jährige sei einem Haftrichter vorgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Gegen den Mann wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Er soll nach einem Streit in der Nacht zum Mittwoch einen 33-Jährigen auf einem Bahnsteig am Nürnberger Hauptbahnhof vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen. Das Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Die Feuerwehr musste den 33-Jährigen befreien, anschließend wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Zum genauen Gesundheitszustand konnte der Sprecher am Donnerstag nichts sagen. Aber der Mann lebe.

+++ 11.41 Uhr: Kreml-Kritiker Nawalny erneut festgenommen +++

Die russische Polizei hat den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny erneut festgenommen. Zuvor wurde das Büro seiner Anti-Korruptions-Stiftung in Moskau durchsucht, wie Nawalnys Sprecherin Kira Jarmisch mitteilte. "Alexej wurde gewaltsam festgenommen und mitgenommen. Er hat sich nicht gewehrt", schrieb Jarmisch im Onlinedienst Twitter.

Nawalny hatte zuvor selbst ein Video vom Beginn der Durchsuchung veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie die Tür seiner Stiftung mit einer Bohrmaschine und einer Säge aufgebrochen wird. Die russischen Behörden äußerten sich zunächst nicht dazu.



Das waren die Nachrichten vom 25. Dezember:  

+++ 20.32 Uhr: 26-Jährige getötet - Verdächtiger Ehemann festgenommen +++

Eine 26-Jährige ist in Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) tödlich verletzt worden, mutmaßlich mit einem Messer. Der dringend verdächtige Ehemann wurde festgenommen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Der 31-Jährige soll am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine Nachbarin hatte am Mittwochnachmittag die Polizei gerufen, weil sie eine Auseinandersetzung zwischen dem Paar mit afghanischer Staatsbürgerschaft mitbekommen hatte. Als die Beamten am Wohnort der beiden eintrafen, fanden sie zunächst niemanden vor. Nach kurzer Suche entdeckten sie die Frau einige Meter entfernt leblos im Innenhof eines Wohnhauses liegend. Eine halbe Stunde nach dem Notruf trafen die Ermittler den Mann in der Wohnung an. Zu den Hintergründen der Tat machten Polizei und Staatsanwaltschaft unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst keine Angaben.

+++ 19.24 Uhr: Vergiftung bei Weihnachtsmesse - 21 Menschen im Krankenhaus +++

Während einer Weihnachtsmesse in Nordfrankreich haben sich zahlreiche Gemeindemitglieder eine Kohlenmonoxidvergiftung zugezogen. 21 Menschen kamen zur Behandlung in Krankenhäuser, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die örtliche Feuerwehr. Die Retter wurden während des Gottesdienstes in die Kirche von Carlepont nordöstlich von Compiègne gerufen, weil mehrere Gemeindemitglieder über Kopfschmerzen klagten. Rund 150 Menschen mussten das Gotteshaus verlassen. Die Ursache für die Vergiftung blieb zunächst unklar, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Kohlenmonoxid ist ein sehr gefährliches Atemgift.

+++ 17.34 Uhr: Brände zerstören 150 Häuser in chilenischer Hafenstadt +++

Schwere Brände haben in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso nach Regierungsangaben 150 Häuser zerstört. Zwölf Feuerwehrleute seien bei den Löscharbeiten verletzt worden, teilte die chilenische Notfallbehörde am Mittwoch mit. 1715 Haushalte in der Region seien von der Stromversorgung abgeschnitten. Das Feuer war an Heiligabend auf zwei Hügeln der auch bei Touristen beliebten Stadt entstanden.

+++ 15.58 Uhr: Seniorin in Hennef von Zug erfasst und getötet +++

In Hennef nahe Bonn ist am ersten Weihnachtstag eine 78-jährige Fußgängerin von einem Zug erfasst und getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall am Vormittag an einem beschrankten Bahnübergang. Der Lokführer des mit 31 Passagieren besetzten Zuges versuchte demnach vergeblich, mit Warnsignalen und einer Notbremsung den Unfall zu verhindern. Trotz unverzüglich eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb die Seniorin noch an der Unfallstelle. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war zunächst unklar. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Der Lokführer und die 31 Passagiere im Zug wurden von der Feuerwehr und einem Notfallseelsorger betreut.

+++ 14.15 Uhr: Vater, Sohn und Tochter ertrinken bei Spanien-Urlaub im Hotelpool +++

Während ihres Spanien-Urlaubs sind drei Mitglieder einer fünfköpfigen britisch-amerikanischen Familie an Heiligabend im Pool einer Hotelanlage ertrunken. Das Unglück ereignete sich am Dienstagnachmittag im andalusischen Mijas an der Costa del Sol im Süden des Landes, wie spanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden berichteten. Die Ursache sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Familie hatte sich bereits seit einigen Tagen in Mijas unweit von Málaga aufgehalten. Zunächst sei ein neunjähriges Mädchen beim Schwimmen in einem der Pools des Resorts in Not geraten, berichteten die Regionalzeitung "Sur" und andere Medien unter Berufung auf Augenzeugen. Der Vater (52) und der 16-jährige Bruder seien der Kleinen zur Hilfe geeilt, aber schließlich seien alle drei ums Leben gekommen. Urlauber und Hotelangestellte hätten den Notruf alarmiert.

+++ 13.47 Uhr: Iranischer Kampfjet nahe inaktivem Vulkan abgestürzt +++ 

Im Nordwesten des Iran ist ein Kampfjet abgestürzt. Die Maschine vom Typ MiG-29 sei auf einem Testflug unterwegs gewesen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Flugzeug und Pilot würden noch gesucht. Laut der Nachrichtenagentur Fars wurde die Maschine gefunden, der erfahrene Pilot habe sich möglicherweise mit dem Schleudersitz gerettet. Laut Irna ereignete sich das Unglück gegen 9 Uhr Ortszeit in der Nähe des inaktiven Vulkans Sabalan im Kleinen Kaukasus. In den sozialen Medien kursierten Videoaufnahmen, die aufsteigenden Rauch über schneebedeckten Berggipfeln zeigten. 

+++ 13.17 Uhr: Ehrlicher Finder entdeckt an Heiligabend Rucksack mit Geschenken und 16.000 Euro +++

Happy End an Heiligabend: Dank eines ehrlichen Finders hat ein 63-jähriger Mann in Krefeld seinen Rucksack wiederbekommen - inklusive mehrerer Geschenke und einer stattlichen Summe Bargeld. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, entdeckte ein 51-Jähriger den Rucksack kurz vor Mitternacht auf der Straße. Als er in der Tasche nach Hinweisen auf den Eigentümer suchte, stellte er fest, dass sich darin neben den Geschenken auch 16.000 Euro in bar befanden.

+++ 13.06 Uhr: Krankenkassen verzeichnen im Jahr 2019 Milliarden-Minus +++

Die gesetzlichen Krankenkassen schließen das Jahr einem Medienbericht zufolge mit einem Verlust ab. "Das Defizit für 2019 wird über eine Milliarde Euro betragen", sagte die Vorstandschefin des Verbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die meisten Krankenkassen würden ihren Zusatzbeitrag 2020 noch nicht erhöhen müssen. Erst ab 2021 werde es wohl zu höheren Beiträgen kommen, kündigte sie an. Als ein Grund werden stark steigende Ausgaben genannt. 

+++ 11.19 Uhr: Taifun "Phanfone" hinterlässt Zerstörung auf den Philippinen +++ 

Der Taifun "Phanfone" hat auf den Philippinen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Millionen Menschen waren von dem Tropensturm betroffen, der am Mittwoch über die kleinen Inseln im Zentrum des Archipels in Richtung Westen zog. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, Bäume wurden entwurzelt. In mehreren Orten gab es Stromausfälle. Über Todesfälle wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 11 Uhr: Berauschter "Weihnachtsmann" baut Verkehrsunfall +++

Hoffentlich nicht zum Geschenkeausliefern war ein "Weihnachtsmann" an Heiligabend in Thüringen unterwegs: Der 45-Jährige geriet am Dienstagnachmittag auf einer Landstraße in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und überschlug sich, wie die Polizei in Eisenach am Mittwoch mitteilte. Bekleidet war er bei seiner Unfallfahrt demnach mit einem Weihnachtsmannkostüm. 

+++ 10.44 Uhr: Mann vor U-Bahn gestoßen - lebensgefährlich verletzt +++

Bei einem Streit auf einem Bahnsteig ist ein 33 Jahre alter Mann am Nürnberger Hauptbahnhof vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen worden. Der Mann wurde bei der Tat in der Nacht zu Mittwoch lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. 

Das Opfer war zuvor mit einem 32-Jährigen in Streit geraten. Infolge der Rangelei fiel der 33-Jährige ins Gleisbett. Dabei wurde er unter einem Triebwagen eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn befreien, anschließend wurde er in ein Krankenhaus gebracht. 

+++ 9.48 Uhr: Umfrage: Trump gefährlicher als Putin, Kim, Xi und Chamenei +++

US-Präsident Donald Trump wird in Deutschland als größere Gefahr für den Weltfrieden wahrgenommen als Russlands Staatschef Wladimir Putin oder der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wird Trump auch für gefährlicher gehalten als das politische und religiöse Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, und Chinas Präsident Xi Jinping.


Das Waren die Nachrichten vom 24. Dezember

+++ 15.37 Uhr: Urteil im Fall Khashoggi: EU lehnt Todesstrafe ab +++

Im Fall des Mords am regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die EU das in Saudi-Arabien gefällte Todesurteil gegen fünf Angeklagte scharf verurteilt. "Die Europäische Union lehnt die Todesstrafe immer und ohne Ausnahme ab", sagte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Dienstag in Brüssel. Dies sei eine grausame und unmenschliche Strafe, die nicht abschreckend wirke und eine inakzeptable Verleumdung menschlicher Würde sei. 

Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad brutal getötet worden, als er Papiere für die geplante Hochzeit mit seiner Lebensgefährtin abholen wollte. Die saudische Regierung hat den Mord eingeräumt. Am Montag waren fünf Männer von einem saudischen Strafgericht zur Todesstrafe verurteilt worden.

+++ 15.28 Uhr: Moskau wirft Nato zunehmend antirussische Tendenzen vor +++

Moskau hat der Nato ein zunehmend antirussisches Vorgehen vorgeworfen. Das westliche Bündnis habe seine Luftaufklärung an den Grenzen Russlands in diesem Jahr im Vergleich zu 2018 um ein Drittel erhöht, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Auch die Seeaufklärung habe um 24 Prozent zugenommen. "Jedes Jahr führt der Block Nato in Europa auch 40 große Manöver durch, die eine klare antirussische Ausrichtung haben", sagte Schoigu bei einer Sitzung mit Kremlchef Wladimir Putin. 

Mit Blick auf die Nato-Bereitschaftsinitiative "4x30" sprach Schoigu von klaren antirussischen Tendenzen. Die Nato hat sich demnach zum Ziel gesetzt, 30 Bataillone, 30 Luftgeschwader und 30 Kampfschiffe innerhalb von höchstens 30 Tagen einsatzbereit zu haben. Auch Russland hat seine militärische Aufklärung verstärkt.

+++ 15.11 Uhr: Brasiliens Präsident nach häuslichem Unfall wieder aus Krankenhaus entlassen +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat nach einem häuslichen Unfall eine Nacht im Krankenhaus verbracht. Am Dienstag sei er unter der Maßgabe, sich zu schonen, wieder entlassen worden, teilte sein Büro mit. Demnach war der 64-Jährige am Montagabend in einem Badezimmer im Präsidentenpalast in Brasília gestürzt und in das Hospital der Streitkräfte gebracht worden.    

Bolsonaro rutschte den Angaben zufolge im Bad aus und schlug mit dem Kopf auf. Im Krankenhaus sei er einer Computertomografie des Kopfes unterzogen worden, bei der keine Gehirnschäden festgestellt worden seien.

+++ 15.01 Uhr: Wegen Tierseuche: Kutschpferde auf Inseln vor Istanbul getötet +++

Auf den Prinzeninseln vor der türkischen Metropole Istanbul sind nach dem Ausbruch einer Tierseuche weitere Kutschpferde getötet worden. Ein Mitarbeiter des für die Inseln zuständigen Bezirks-Gouverneursamts bestätigte am Dienstag Medienberichte über den Tod von weiteren 24 Pferden. Sie seien auf Büyükada, der bekanntesten der Inseln, getötet worden. Damit stieg die Gesamtzahl der toten Tiere auf 105. Zudem habe man Strafanzeige erstattet gegen 64 Besitzer wegen der Gefährdung von menschlichem Leben, Tiergesundheit und Umwelt.

Der für die Inseln zuständige Landrat hatte am Donnerstag gesagt,  bei einer tierärztlichen Kontrolle sei festgestellt worden, dass einige Pferde unter der Infektionskrankheit "Rotz" litten. Da es weder Impfungen noch Behandlungsmöglichkeiten gebe, seien zunächst 81 Pferde getötet worden. Zudem sei eine Quarantäne über die Inseln verhängt worden.

+++ 14.48 Uhr: Tausende Menschen kommen in Bethlehem für Weihnachtsfeiern zusammen +++

In Bethlehem sind am Dienstag Christen aus aller Welt zu den alljährlichen Weihnachtsfeiern zusammengekommen. Auf dem Manger-Platz vor der Geburtskirche versammelten sich tausende Menschen. An der Mitternachtsmesse in der Kirche wollte auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teilnehmen. Bethlehem liegt nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt, wird aber durch den israelischen Sperrwall von der Stadt getrennt. Es sei eine schwierige Zeit, dennoch gebe es Grund zur "Hoffnung", sagte Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, nachdem er den Sperrwall passiert hatte. Trotz der "Schwäche der Politik, den enormen wirtschaftlichen Problemen, Arbeitslosigkeit" sehe er "jede Menge Engagement für die Zukunft".

+++ 14.04 Uhr: Lawinengefahr in Tirol - Warnung vor Skitouren abseits der Pisten +++

Abseits der Pisten besteht für Wintersportler in weiten Teilen Tirols große Lawinengefahr. Der Lawinenwarndienst des österreichischen Bundeslandes rief am Dienstag die Warnstufe vier auf der fünfteiligen Skala oberhalb von 2400 Metern aus. Fahrten im freien Gelände seien während der Weihnachtsfeiertage praktisch unmöglich. Hohes Risiko bestand besonders auf dem Arlberg sowie im Silvrettagebirge und in der Region Außerfern. Nach den jüngsten Schneefällen von über einem halben Meter sollten hier laut Wetterprognosen vom Dienstag weitere 30 bis 70 Zentimeter dazukommen.

+++ 13.57 Uhr: BDI: Bürger sollen für Forschung ihre Gesundheitsdaten "spenden" +++

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat dafür geworben, dass Bürger ihre Gesundheitsdaten freiwillig für Forschungszwecke zur Verfügung stellen. "Ähnlich der Blut- oder Organspende ließen sich durch eine Datenspende eine Vielzahl von Menschenleben retten", sagte die BDI-Funktionärin Iris Plöger dem Düsseldorfer "Handelsblatt". Dafür wäre allerdings eine Gesetzesänderung erforderlich.    

"Die Datenspende muss ein Bestandteil des zweiten Digitale-Versorgung-Gesetzes sein, welches das Bundesgesundheitsministerium Anfang 2020 vorlegen will", verlangte daher Plöger. Ziel sei, dass Patienten der Forschung freiwillig Daten aus ihrer elektronischen Patientenakte zur Verfügung stellen können, in der ab 2021 Gesundheitsdaten gesetzlich Versicherter erfasst werden sollen. Forscher könnten anhand dieser Daten neue Medikamente entwickeln oder Künstliche Intelligenzen (KI) trainieren, begründete der BDI seinen Vorstoß.

+++ 12.42 Uhr: Russland sucht Ersatzlösung nach Baustopp für Nord Stream 2 +++

Russland sucht nach dem Stopp der Bauarbeiten an der Ostseepipeline Nord Stream 2 zur Fertigstellung der letzten 160 Kilometer nach einem Spezialschiff für die Verlegung der Röhren. Am ehesten sei es wohl möglich, die "Akademik Tscherski" aus dem äußersten Osten Russlands in die Ostsee zu bringen, berichtete die Staatszeitung "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag. Das Schiff könne erst in einem Monat dort sein. US-Sanktionen hatten zu einem Stopp der Bauarbeiten geführt. Die Leitung kostet fast zehn Milliarden Euro. 

Die Schweizer Firma Allseas, die im Auftrag des Konsortiums Nord Stream 2 mit Spezialschiffen die Röhren in der Ostsee verlegte, hatte die Arbeiten wegen der Sanktionen eingestellt. Rund 2300 Kilometer sind bereits verlegt. 

+++ 12.32 Uhr: Streik kostet französische Bahn 400 Millionen Euro Umsatz  +++

Streikende Mitarbeiter bescheren dem französischen Bahnkonzern SNCF eine Umsatzeinbuße von bisher rund 400 Millionen Euro. "Das ist bereits eine beachtliche Summe", sagte SNCF-Chef Jean-Pierre Farandou der Online-Ausgabe der französischen Tageszeitung "Le Monde" vom Dienstag. 

Der Topmanager gab zu bedenken, dass der seit knapp drei Wochen andauernde Konflikt um die Rentenreform der Regierung nicht beendet sei. Deshalb sei es für eine endgültige Bilanz zu früh. Der Zugverkehr in Frankreich war auch Heiligabend massiv gestört, wie die SNCF mitteilte. Es waren im Schnitt nur zwei Fünftel der Hochgeschwindigkeitszüge TGV unterwegs. Der Verkehr von und nach Deutschland ist von dem Ausstand ebenfalls betroffen.

+++ 12.17 Uhr: Ermittlungspanne bei Suche nach verschwundenem Jungen im Ruhrgebiet? +++

Bei der Suche nach einem verschwundenen Jungen im Ruhrgebiet, der vergangene Woche gefunden worden war, hat es möglicherweise eine gravierende Ermittlungspanne gegeben. Nachdem Ende Juli 2019 in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" nach dem 15-Jährigen gesucht worden war, habe es bereits einen Hinweis gegeben, dass er sich in der Wohnung eines 44-Jährigen in Recklinghausen aufhalte, teilte die Polizei am Dienstag mit. Derzeit werde polizeiintern geprüft, ob das Polizeipräsidium Duisburg diesem Hinweis mit der gebotenen Konsequenz nachgegangen sei. Dabei sei auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, sagte ein Polizeisprecher in Recklinghausen. 

Der gut zweieinhalb Jahre vermisste Jugendliche war am vergangenen Freitag zufällig bei einer polizeilichen Durchsuchung in der Wohnung des 44-jährigen Mannes entdeckt worden. Der heute 15-Jährige war in einem Schrank versteckt. Der 44-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Der Junge war im Juni 2017 im Alter von 13 Jahren aus einer Wohngruppe in Oer-Erkenschwick verschwunden.

+++ 12.04 Uhr: Buschbrände in Australien: Weihnachten bringt erhoffte Abkühlung +++

Milde Temperaturen über Weihnachten bescheren der Feuerwehr in Australien eine dringend benötigte Abkühlung im Kampf gegen die seit Wochen wütenden Buschbrände. An Heiligabend waren dennoch rund 2000 Feuerwehrleute im Einsatz, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete. Sie nutzten das kühlere Wetter, um Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Feuer zu treffen. Denn die Brandgefahr droht sich bald wieder zu verschärfen: Meteorologen erwarten, dass die Temperaturen nach den Weihnachtstagen wieder auf über 40 Grad steigen werden. Wind werde die Löscharbeiten erschweren.

+++ 11.28 Uhr: Haus von AfD-Landtagsabgeordneten in Hessen mit Farbe beschmiert +++

Das Haus des AfD-Abgeordneten im hessischen Landtag, Frank Grobe, ist in der Nacht zum Dienstag mit Farbe beschmiert worden. Unbekannte schrieben mit roter Farbe "Grobe = Nazi" und "Nazis enttarnen" auf die Fassade des Hauses des Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Fraktion, wie die Partei mitteilte. Die Polizei in Wiesbaden bestätigte den Fall, der durch die Staatsschutzabteilung bearbeitet werde. Hinweise auf die Täter lagen am Dienstag zunächst nicht vor. Grobe habe Anzeige erstattet. Der Staatsschutz müsse die Täter ausfindig machen und alle Mittel des Rechtsstaates ausschöpfen, sagte der Politiker laut Mitteilung.

+++ 11.08 Uhr: Umfrage: Deutsche vertrauen Macron eher als Merkel +++

Die Deutschen vertrauen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron einer Umfrage zufolge mehr als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag unter Berufung auf eine Befragung des Instituts Kantar. Demnach gaben 53 Prozent der Befragten an, ihr Vertrauen in Merkel sei "eher groß". Bei Macron betrug der Wert 57 Prozent.

Den höchsten Vertrauenswert erreicht Merkel demnach mit 72 Prozent in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen, bei Frauen ist der Wert mit 59 Prozent höher als bei Männern mit 48 Prozent. Macron erreicht die besten Werte in der Altersgruppe der über 60-Jährigen mit 66 Prozent.    

Klar im Negativbereich ist der russische Präsident Wladimir Putin, zu dem 26 Prozent eher großes Vertrauen haben und 67 Prozent eher geringes. Noch deutlich schlechter schneiden allerdings der britische Premierminister Boris Johnson mit zwölf zu 71 Prozent, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit sechs zu 86 Prozent und als Schlusslicht US-Präsident Donald Trump mit sechs zu 89 Prozent ab. Kantar befragte 1014 repräsentativ ausgewählte Bürger im Zeitraum vom 12. bis 19. Dezember.

+++ 10.53 Uhr: Bericht: Strompreise steigen auf neues Rekordniveau +++

Die Strompreise in Deutschland dürften laut einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblatts" für die Verbraucher im kommenden Jahr einen neuen Rekordstand erreichen. Bereits 2019 habe sich der durchschnittliche Strompreis um rund drei Prozent erhöht, hieß es am Dienstag unter Berufung auf eine Auswertung des Verbraucherportals Verivox. Zum Jahreswechsel sei aufgrund des Anstiegs von Netzentgelten und EEG-Umlage ein weiterer Schub zu erwarten.

+++ 10.43 Uhr: Pistorius fordert vom Bund Erlaubnis zur Aufnahme von Flüchtlingskindern +++

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat von der Bundesregierung die Erlaubnis für die Länder gefordert, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus den überfüllten Lagern in Griechenland aufzunehmen. "Ich appelliere nun noch einmal dringend an den Bundesinnenminister, den willigen Bundesländern die Erlaubnis zur Aufnahme dieser jungen Geflüchteten zu geben. Wir dürfen ihrem Elend nicht länger tatenlos zusehen", sagte Pistorius dem Berliner "Tagesspiegel" vom Dienstag.

Pistorius wies darauf hin, dass viele Minderjährige etwa in der Umgebung des Lagers Moria auf Lesbos der Gefahr von Missbrauch und Übergriffen ausgesetzt seien. "Wir müssen diese jungen Menschen so schnell wie möglich dort rausholen", verlangte der SPD-Politiker weiter. Es gehe um eine einmalige humanitäre Maßnahme, "die wir auch uns selbst und unseren Werten schuldig sind".

+++ 10.04 Uhr: Hochwasserpegel in Venedig weiterhin hoch +++

In Venedig sind auch zu Heiligabend Gummistiefel angesagt. Der Hochwasserpegel in der Lagunenstadt erreichte am Dienstag um 08.45 Uhr nach offiziellen Angaben einen Höchststand von 139 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel. Das waren fünf Zentimeter weniger als am Montag. Damit stehen weiter bedeutende Teile des Zentrums unter Wasser. Am frühen Morgen tönten noch einmal die Alarmsirenen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete.

Im vergangenen Monat hatte ein außergewöhnliches Hochwasser die italienische Weltkulturerbestadt heimgesucht. Am 12. November war der Pegel auf 187 Zentimeter gestiegen, den höchsten Stand seit 33 Jahren. Der Markusdom wurde überflutet und vom Salzwasser beschädigt. Die Hoteliers beklagten danach einen nie da gewesenen Rückgang der Buchungen.

+++ 9.56 Uhr: Haus von Linken-Politiker und alevitischem Gemeindevertreter beschossen +++

Das Haus des früheren Linken-Bundestagskandidaten und alevitischen Gemeindevertreters Ecevit Emre im baden-württembergischen Wiesloch ist mutmaßlich am Wochenende mit Stahlkugeln beschossen worden. Wie die Polizei am Montagabend mitteilte, nahm wegen des Verdachts auf einen politischen Hintergrund der Staatsschutz Ermittlungen auf. Emre selbst verwies gegenüber den Zeitungen des Ippen-Redaktionsnetzwerks darauf, dass er wiederholt von radikalen türkischstämmigen Nationalisten bedroht worden sei.    

Medienberichten zufolge waren Emre und seine Familie zur Zeit des Angriffs unterwegs. Bei ihrer Rückkehr fanden sie eine Beschädigung an der Haustür vor, der sie zunächst keine größere Beachtung schenkten. Am Montagmorgen sei dann ein Einschussloch an der Haustür entdeckt worden, woraufhin Emre die Polizei verständigte. Diese fand zwei Stahlkugeln, die den Beamten zufolge vermutlich mit einer Art Schleuder oder Zwille abgeschossen worden seien.

+++ 8.54 Uhr: Flugzeug kommt auf Flughafen Nürnberg nach Landung von Rollweg ab +++

Ein Passagierflugzeug ist am Nürnberger Flughafen nach der Landung vom Rollfeld abgekommen und auf eine Grünfläche gefahren. Die mehr als 140 Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder blieben bei dem Vorfall am späten Montagnachmittag unverletzt, wie ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage sagte. Sie wurden mit Bussen zum Terminal gebracht. Warum die Maschine der türkischen Fluggesellschaft Onur Air von der Landebahn abkam, war zunächst unklar. Auch die Schadenshöhe war vorerst nicht bekannt.

+++ 7.56 Uhr: Bundeskriminalamt: Rund 11.800 Menschen vermisst +++

In einigen Familien sind Feiertage eine besonders schmerzliche Zeit - wenn jemand aus ihrer Mitte plötzlich verschwunden ist. 11.776 Männer, Frauen und Kinder galten Anfang Dezember als vermisst, darunter 9772 in Deutschland, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden auf dpa-Anfrage mitteilte. Bei den übrigen rund 2000 Menschen handelt es sich um Fälle, bei denen das BKA bei Vermisstenfahndungen aus dem Ausland miteingebunden wurde. In der Summe werden Vermisste, unbekannte Tote und hilflose Menschen, deren Identität unbekannt ist, zusammengefasst.

Darin enthalten sind Vermisstenfälle, die innerhalb von einigen Tagen geklärt werden, erläuterte das BKA. Pro Tag gebe es zwischen 200 und 300 neue Fälle, etwa die gleiche Zahl werde pro Tag gelöscht. Nach den Erfahrungen der Ermittler erledigt sich etwa die Hälfte aller Vermisstensachen innerhalb der ersten Woche. Der Anteil von Menschen, die länger als ein Jahr vermisst werden, liegt bei drei Prozent. Eine Personenfahndung kann laut BKA bis zu 30 Jahren bestehen bleiben. 

+++ 7.30 Uhr: Beginn von Gasförderung Israels in letzter Minute verschoben +++

Der geplante Beginn der Förderung von Erdgas auf Israels größtem Gasfeld im Mittelmeer ist am Dienstag in letzter Minute verschoben worden. Eine Sprecherin des israelischen Unternehmens Delek sagte, das Leviathan-Feld solle nun erst in einigen Tagen in Betrieb genommen werden. Das Umweltministerium hatte den Aufschub nach Medienberichten angeordnet, weil die Betreiber des Gasfelds zunächst sicherstellen müssten, dass durch die Produktion keine Gesundheitsschäden für Bewohner der israelischen Küste zu befürchten seien.

+++ 6.53 Uhr: Atomkonflikt mit Nordkorea: China, Südkorea und Japan rücken zusammen +++

Bei den Bemühungen um eine atomare Abrüstung Nordkoreas wollen die Staats- und Regierungschefs aus China, Südkorea und Japan enger zusammenarbeiten. Vor dem Hintergrund der Sorgen über einen möglicherweise bevorstehenden neuen Raketentest ihres unberechenbaren Nachbarn sprachen sich Chinas Premier Li Keqiang, Südkoreas Präsident Moon Jae In und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe am Dienstag bei einem Dreier-Treffen in der südwestchinesischen Metropole Chengdu für eine politische Lösung des Atomkonflikts aus. 

+++ 6.20 Uhr: Neuer Tropensturm nähert sich den Philippinen +++

Wenige Wochen nach dem Durchzug eines Taifuns mit 17 Toten hat erneut ein Sturm Kurs auf die Philippinen genommen. "Phanfone" sollte noch am Dienstag in der Provinz Eastern Samar knapp 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila auf Land treffen. Die Wetterbehörde warnte vor zerstörerischen Winden und heftigem Regen. Die Behörden hatten zuvor bereits den Fährverkehr wegen zu rauer See untersagt, mehr als 16.000 Passagiere saßen in den Häfen im Osten des Inselstaates fest. Zudem fielen Dutzende Flüge aus. 

"Phanfone", von den Einheimischen auch "Ursula" genannt, ist nach Angaben der Wetterbehörde bereits der 21. Zyklon in diesem Jahr. Seine Windgeschwindigkeiten erreichten bis zu 100 Kilometer pro Stunde mit Böen von bis zu 125 km/h. Er bewege sich mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde westwärts, hieß es weiter. 

Einer der stärksten Stürme, der in jüngerer Vergangenheit auf den Philippinen wütete, war Taifun "Haiyan" im November 2013. Mehr als 6300 Menschen wurden damals getötet, mehr als 4 Millionen Menschen verloren ihre Häuser.

+++ 6.12 Uhr: "Ocean Viking" erreicht Tarent mit 159 Migranten +++

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" mit 159 Migranten an Bord hat am Montagabend den süditalienischen Hafen Tarent (Taranto) erreicht. Das teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée am Dienstagmorgen mit. Das Schiff, das von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben wird, hatte die Menschen vor der libyschen Küste geborgen. Die Migranten gingen noch am Abend von Bord.

+++ 5.34 Uhr: Folge des Zinstiefs? Große Nachfrage nach Schließfächern bei Banken +++

iele Bankkunden interessieren sich derzeit für ein Schließfach - womöglich auch, um Negativzinsen auf dem Konto zu vermeiden. Sowohl der Bankenverband BdB als auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) berichten von einer großen Nachfrage nach Schließfächern in manchen Regionen und Ballungsräumen. Teilweise gebe es Wartelisten. Ob Sparer die Tresore nutzen, um in großem Stil Bargeld zu lagern, wissen die Geldhäuser allerdings nicht. Denn den Inhalt der Schließfächer kennen nur die Kunden. Nach Erkenntnissen der Deutschen Bundesbank lässt sich nicht eindeutig belegen, dass Verbraucher oder Kreditinstitute in großem Stil Bargeld horten, um den Negativzinsen aus dem Weg zu gehen, die als Folge der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) immer mehr um sich greifen.

+++ 5.18 Uhr: Italienischer Haushalt vom Parlament endgültig gebilligt +++

Nach wochenlangem Streit hat das italienische Parlament den Staatshaushalt für 2020 verabschiedet. Bei der abschließenden Abstimmung im Abgeordnetenhaus gab es am Dienstagmorgen 312 Ja-Stimmen bei 153 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Anfang voriger Woche (16. Dezember) hatte bereits der Senat den Etat gebilligt. Am Montag gewann die Regierung im Abgeordnetenhaus eine Vertrauensabstimmung zum Etat. Es war dort aber eine weitere Abstimmung nötig, damit der Haushalt definitiv in Kraft treten kann. Dieser ging noch einmal eine stundenlange Debatte voraus. 

Über den Haushaltsentwurf war zuvor zwischen den vier Parteien der Regierung von Premierminister Giuseppe Conte erbittert gestritten worden. Geplant sind unter anderem eine Plastiksteuer auf Einwegplastik und eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke. Insbesondere soll aber ein stärkerer Kampf gegen Steuerhinterziehung dem Staat mehr Geld einbringen. Dazu will die Regierung auch den Gebrauch des Bargelds zurückdrängen und mehr Anreize für elektronische, also nachverfolgbare Zahlungen schaffen.

+++ 5.13 Uhr: Bericht: Bolsonaro nach häuslichem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist laut einem Medienbericht nach einem häuslichen Unfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 64-Jährige sei im Präsidentenpalast in Brasília gestürzt und in das Hospital der Streitkräfte gebracht worden, zitierte am Montag das Nachrichtenportal "G1" eine Mitteilung der Regierung. Der Sturz soll sich im Badezimmer ereignet haben, hieß es. Bolsonaro sei im Krankenhaus einer Computertomographie des Kopfes unterzogen worden, bei der keine Gehirnschäden festgestellt worden seien. Der Staatschef solle sechs bis zwölf Stunden im Krankenhaus bleiben, um beobachtet zu werden, so "G1" weiter. Nähere Angaben zu der Art des mutmaßlichen Unfalls machte das Portal nicht. 

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro: Sein Gesundheitszustand sorgt immer wieder für Schlagzeilen

DPA

Bolsonaro hatte sein Amt am 1. Januar 2019 angetreten. Sein Gesundheitszustand ist immer wieder ein Thema. Im Wahlkampf war der rechtsextreme Politiker niedergestochen worden. Seitdem musste er mehrmals operiert werden. Mitte Dezember teilte der Präsident mit, dass er wegen des Verdachts auf Hautkrebs untersucht worden sei. Zu den Ergebnissen dieser Untersuchung äußerten sich Bolsonaro  sowie die Regierung aber seither nicht.

+++ 5.10 Uhr: Mindestens 25 Tote bei Busunglück in Indonesien +++

Bei einem schweren Busunglück auf der indonesischen Insel Sumatra sind am Dienstag mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Nach örtlichen Medienberichten war der Bus bei Perahu Dipo im Bezirk Pagaralam in einer Haarnadelkurve von der Straße abgekommen und in eine Schlucht gestürzt und dort in einen Fluss gefallen. 13 Insassen des Busses konnten gerettet werden. Nach ungenauen Schätzungen waren zum Zeitpunkt des Unfalls bis zu 50 Menschen an Bord.

+++ 4.18 Uhr: EU-Kommission fordert Aufnahme minderjähriger Schutzsuchender +++

Die EU-Kommission fordert Deutschland und andere EU-Staaten auf, unbegleitete minderjährige Migranten aus den überfüllten griechischen Aufnahmelagern aufzunehmen - auch wenn die allermeisten von ihnen keine Kinder, sondern Jugendliche sind.

"Die Kommission ist besorgt über die schwierige Lage vor Ort (...)", sagte eine Sprecherin der von Ursula von der Leyen geführten Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Man habe die anderen Mitgliedstaaten bereits mehrfach aufgefordert, weiter auf freiwilliger Basis unbegleitete Minderjährige umzusiedeln. Bislang sei die Resonanz allerdings verhalten gewesen.

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hatte sich dafür stark gemacht, bis zu 4000 Kinder von den griechischen Inseln zu holen.

+++ 3.34 Uhr: Vulkanausbruch in Neuseeland - Suche nach Vermissten eingestellt  +++

 Zwei Wochen nach dem Ausbruch eines Vulkans auf der neuseeländischen Insel White Island ist die Suche nach zwei Vermissten offiziell eingestellt worden. Das teilte Polizeichef Andy McGregor am Dienstag mit. Die bisherige intensive Suche sowohl unter Wasser als auch aus der Luft sei ohne Erfolg geblieben. 

Durch den Vulkanausbruch starben bisher 17 Menschen. Örtliche Behörden gehen aber davon aus, dass auch die beiden Vermissten - eine australische Jugendliche und ein einheimischer Reiseleiter - ums Leben gekommen und ihre Leichen ins Meer gespült worden sind. Dutzende Menschen befanden sich am 9. Dezember auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel White Island, als es zu dem Ausbruch kam. Noch immer werden 13 Verletzte wegen teils schlimmer Verbrennungen in Krankenhäusern in Neuseeland behandelt, wie das dortige Gesundheitsministerium mitteilte.

+++ 2.38 Uhr: Johnson fordert seine Landsleute zu möglichst friedlichem Weihnachten auf +++

Der britische Premierminister Boris Johnson hat an seine Landsleute appelliert, sich an den Weihnachtstagen möglichst wenig zu streiten. "Ich hoffe, Sie genießen die nächsten paar Tage. Versuchen Sie, nicht zu viel Streit mit den Schwiegereltern oder irgendjemand Anderem zu haben", sagte Johnson in einer am Montag ausgestrahlten Videobotschaft. 

Den Brexit, der die britische Gesellschaft tief spaltet, sprach der Regierungschef in der Botschaft aber nicht explizit an. Er lobte stattdessen diese "besondere Zeit des Jahres", in der die Menschen die Gelegenheit hätten, "all das Gute in der Welt zu feiern" - "unabhängig davon, was zuvor geschehen ist". In dem Video ist Johnson vor einem Weihnachtsbaum mit Kugeln und funkelnden Lichtern zu sehen. 

+++ 2.05 Uhr: Foodwatch verlangt Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für Ungesundes +++

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat ein Verbot von gezielt an Kinder gerichteter Werbung für ungesunde Nahrungsmittel gefordert. Nach dem geplanten Verbot der Tabakwerbung müsse sich die Bundesregierung auch die "übergriffige, massiv gesundheitsschädliche Werbung vorknöpfen, mit der die Lebensmittelindustrie schon kleine Kinder gezielt für ungesunde Produkte ködert", sagte Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

+++ 1.30 Uhr: Justiz in Elfenbeinküste erlässt Haftbefehl gegen Präsidentschaftskandidaten +++

Die Justiz in der Elfenbeinküste hat Haftbefehl gegen den Präsidentschaftskandidaten und früheren Rebellenführer Guillaume Soro erlassen, der sich seit einem halben Jahr im Ausland aufhält. Soro habe einen "Anschlag auf die Autorität des Staates und die Integrität des nationalen Territoriums" geplant, sagte Generalstaatsanwalt Richard Adou am Montag im nationalen Fernsehen. Die Geheimdienste seien im Besitz klarer Informationen, wonach Soro diese Pläne "in Kürze" habe ausführen wollen.    

Soro, der im vergangenen Februar als Präsident des nationalen Parlaments der Elfenbeinküste zurückgetreten war, wird laut Adou auch die Zweckentfremdung öffentlicher Gelder sowie Geldwäsche im Volumen von umgerechnet rund 2,2 Millionen Euro vorgeworfen. Der 47-Jährige war früher eng mit Präsident Alassane Ouattara verbündet, hat sich mit diesem aber überworfen.

+++ 1.08 Uhr: Richter: Fahndung mit kinderpornografischen Fakes nur unter Vorbehalt +++

Das Bundesjustizministerium will verdeckten Fahndern zur Aufklärung von Sexualstraftaten den Einsatz computergenerierter kinderpornografischer Fake-Bilder erlauben – der Deutsche Richterbund hält das aber nur unter sehr strengen Voraussetzungen für vertretbar. Klar sei, "dass das nur das letzte Mittel sein darf und ein Richter die Maßnahme anordnen muss", sagte Verbandsgeschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es braucht strikte rechtsstaatliche Auflagen, weil der Staat sich hier rechtlich in einen Grenzbereich vorwagt."

+++ 1.07 Uhr: Schäuble stimmt auf Verzicht ein: Klimaschutz nicht zum Nulltarif +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Notwendigkeit des Verzichts betont, wenn die Erderwärmung gebremst werden soll. "Der Umstieg in ein klimabewusstes Leben ist zu meistern, wir haben in der Geschichte viel größere Herausforderungen bewältigt. Falsch wäre aber, das Klimapaket der Bundesregierung den Menschen als soziale Wohltat zu verkaufen. Es gibt Klimaschutz nicht zum Nulltarif", sagte der Christdemokrat der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Heizen und Tanken würden teurer, auch wenn eine höhere Pendlerpauschale, niedrigere Strompreise und billigere Bahntickets bestimmte Härten abfedern sollten.

"Wir werden unser Leben verändern müssen", stellte Schäuble klar. Als Beispiel nannte er den Massentourismus. "Sicher ist es ein großes Glück, einfach mal auf die Malediven zu fliegen oder Venedig zu besuchen. Aber künftig sollten wir von diesem Glück sparsameren Gebrauch machen."

+++ 0.58 Uhr: BMW im Visier von Ermittlern der US-Börsenaufsicht +++

Der deutsche Autobauer BMW ist wegen seiner Verkaufspraktiken in den USA ins Visier der dortigen Börsenaufsicht (SEC) geraten. Einen entsprechenden Bericht des "Wall Street Journal" bestätigte am Montag ein BMW-Sprecher. "Wir können bestätigen, dass wir von der SEC kontaktiert wurden und dass wir bei deren Ermittlungen vollständig kooperieren." Nähere Angaben machte der Sprecher nicht. Ein Sprecher der Börsenaufsicht wollte den Bericht nicht kommentieren.    

Laut dem "Wall Street Journal" besteht der Verdacht, dass Verkaufszahlen künstlich in die Höhe getrieben wurden, indem Händler Neuwagen auf ihren Namen registrierten und dann als kaum genutzte Gebrauchtwagen verkauften. Ziel eines solchen Vorgehens wäre es, bessere Verkaufszahlen vorweisen zu können als die Konkurrenz.

+++ 0.27 Uhr: Khashoggi-Urteil: Washington spricht von "wichtigem Schritt" +++

Ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums hat die Urteile im Zusammenhang mit dem Mord an dem saudischen Journalisten und Regierungskritiker Jamal Khashoggi als "wichtigen Schritt" bezeichnet. Eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses gab es am Montag allerdings zunächst nicht. "Die heutigen Urteile waren ein wichtiger Schritt, um die Verantwortlichen für das schreckliche Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen", sagte der Regierungsbeamte am Montag (Ortszeit) vor Journalisten in Washington. Ein saudisches Gericht hatte am Montag fünf Männer zum Tode verurteilt. Drei weitere Angeklagte wurden wegen "Verschleierung des Verbrechens" zu Haftstrafen von insgesamt 24 Jahren verurteilt.

+++ 0.22 Uhr: Chef der Wirtschaftsweisen für Abschaffung der Pendlerpauschale +++

Der Chef der sogenannten Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat die Abschaffung der Pendlerpauschale gefordert. Dass die Bundesregierung stattdessen die Pauschale erhöhe, sei der "falsche Weg", kritisierte Schmidt in einem Interview der "Rheinischen Post". Klimapolitisch werde damit "das falsche Signal" ausgesendet. Pendler mit langen Distanzen und höherem Einkommen würden damit sogar belohnt. Die Pendlerpauschale befördere die "Zersiedlung der Landschaft", betonte Schmidt, der Chef des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ist. "Sie belohnt Menschen dafür, dass sie freiwillig mitunter sehr weit entfernt von ihrem Arbeitsort leben. Aus ökonomischer Sicht müsste man die Pendlerpauschale abschaffen."

+++ 0.06 Uhr: Britisches Kriegsschiff bringt Drogenschmuggler auf +++

Ein Kriegsschiff der britischen Marine hat im Arabischen Meer ein Schiff mit Drogenschmugglern aufgebracht und Rauschgift im Millionenwert beschlagnahmt. Der Besatzung des Zerstörers "HMS Defender" sei bei einer Patrouillenfahrt ein Fischerboot ohne Flagge aufgefallen, das auch keine Fangnetze ausgebracht hatte, berichteten britische Medien am Montagabend. An Bord der Dau wurden dann elf Säcke mit insgesamt 131 Kilogramm Methamphetamin - auch bekannt als Crystal Meth - mit einem Straßenverkaufswert von rund 3,9 Millionen Euro entdeckt. Die Navy machte keine Angaben zu Herkunft odder Zielland der Drogen.

+++ 0.04 Uhr:Chef der Wirtschaftsweisen lehnt Kauf grüner Anleihen durch EZB ab +++

Der Vorsitzende der sogenannten Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, fordert die Europäische Zentralbank (EZB) auf, vom geplanten Kauf von klimafreundlichen Anleihen abzusehen. "Ich rate der EZB, sich zurückzuhalten und sich auf ihr Mandat zu besinnen: Ihr primärer Auftrag ist es, die Preisniveaustabilität zu wahren. Die EZB sollte jetzt nicht versuchen, den mangelnden Eifer der Regierungen in der Klimapolitik wettzumachen", sagte Schmidt der "Rheinischen Post" (Dienstag). "Für Klima- und Fiskalpolitik sind und bleiben die Regierungen der Mitgliedstaaten zuständig."

mik / DPA / AFP