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+++ Ticker +++

News von heute: US-Börsenaufsicht untersucht Verkaufspraktiken von BMW

Boeing-Chef Muilenburg tritt zurück +++ Fünf Todesurteile im Mordfall Khashoggi +++ Nach Vulkanausbruch in Neuseeland stirbt weiteres Opfer +++ Erdogan warnt vor Flüchtlingsandrang aus Syrien +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

BMW München Vorarbeiter verbietet Türkisch

Im Visier der US-Börsenaufsicht: Der deutsche Autobauer BMW

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • US-Börsenaufsicht nimmt BMW ins Visier (21.43 Uhr)
  • Zoll findet 373 Kilo Cannabis zwischen Salaten (19.55 Uhr)
  • Rekord: Tannenbaum aus 5038 Kornflaschen (16.44 Uhr)
  • Tod von Feuerwehrmann: Sechs Verdächtige frei (15.34 Uhr)
  • Boeing-Chef Muilenburg tritt zurück (15.28 Uhr)
  • Lotto: 11,3 Millionen Euro warten auf Gewinner (13.23 Uhr)
  • Mordfall Khashoggi: Todesstrafen verhängt (10.41 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages:    

+++ 23.55 Uhr: Suspendierung von regierungskritischem Richter in Polen aufgehoben +++

Die polnische Justiz hat die Suspendierung eines Richters aufgehoben, der die umstrittenen Justizreformen der nationalkonservativen Regierung in Frage gestellt hatte. Die Disziplinarkammer des obersten polnischen Gerichts verwarf die Suspendierung von Pawel Juszczyszyn. Für ihn waren zu Monatsbeginn landesweit tausende Menschen auf die Straße gegangen. Juszczyszyn hatte bei der Prüfung einer Berufung in der ostpolnischen Stadt Allenstein (Olsztyn) die Unabhängigkeit des Richters in Frage gestellt, der das Urteil gefällt hatte. Dieser Richter war vom neu gegründeten Nationalen Justizrat ernannt worden. Kritiker werfen dem Gremium mangelnde Unabhängigkeit vor. Juszczyszyn wurde nach einem Disziplinarverfahren Ende November vom Dienst suspendiert.

Ein vergangenen Freitag vom polnischen Parlament verabschiedetes Gesetz sieht Sanktionen gegen Richter vor, die der umstrittenen Justizreform kritisch gegenüberstehen. In bestimmten Fällen können Richter sogar ihres Amtes enthoben werden.

+++ 23.11 Uhr: Flugzeug kommt auf Flughafen Nürnberg von Landebahn ab +++

Ein Passagierflugzeug ist am Nürnberger Flughafen nach der Landung vom Rollfeld abgekommen und auf eine Grünfläche gefahren. Die mehr als 140 Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder blieben bei dem Vorfall am späten Nachmittag unverletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie wurden mit Bussen zum Terminal gebracht. Warum die Maschine der türkischen Fluggesellschaft Onur Air von der Landebahn abkam, ist unklar. Auch die Schadenshöhe ist nicht bekannt.

+++ 23 Uhr: Migranten sterben bei Überquerung der Donau in Serbien +++

Mindestens zwei Migranten sind bei der Überquerung der Donau von Serbien nach Kroatien ums Leben gekommen. Sie befanden sich mit mehreren weiteren Migranten auf einem Boot, das am frühen Morgen auf dem Fluss kenterte, wie das serbische Innenministerium mitteilte. Rettungskräfte suchten den Angaben zufolge nach möglichen weiteren Opfern. Die Nationalität der Toten ist noch unklar. Wie der öffentliche serbische Fernsehsender RTS berichtete, waren etwa ein Dutzend Menschen auf dem Boot, als dieses bei heftigem Regen umkippte. Etwa sechs Migranten, darunter zwei Kinder, würden weiterhin vermisst.

Serbien ist eine Durchgangsstation für viele Migranten auf dem Weg in die EU. Von Serbien aus versuchen viele in den EU-Mitgliedsstaat Kroatien und dann weiter nach Westeuropa zu gelangen.

+++ 21.43 Uhr: US-Börsenaufsicht untersucht Verkaufspraktiken von BMW +++

Die US-Börsenaufsicht SEC untersucht die Verkaufspraktiken des deutschen Autobauers BMW. Einen entsprechenden Bericht des "Wall Street Journals" bestätigte ein Sprecher des Unternehmens. BMW kooperiere bei den Ermittlungen der Behörde, mehr wolle er dazu nicht sagen. Ein SEC-Sprecher äußerte sich auf Nachfrage nicht zu den Hintergründen und griff zur Standardformulierung der Aufsicht, dass die Behörde die Untersuchungen weder bestätigen noch verneinen werde.

BMW ist nicht der erste Autohersteller, der wegen seiner Vertriebsmethoden ins Visier der US-Börsenaufsicht gerät. Im September erst hatte die SEC dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler nach jahrelangen Ermittlungen eine Strafe von 40 Millionen Dollar wegen Irreführung von Investoren durch angeblich frisierte Verkaufszahlen aufgebrummt. Ob der Fall bei BMW ähnlich liegt, ist unklar. Es ist auch möglich, dass die Behörde ihre Untersuchung ergebnislos wieder einstellt.

+++ 21.28 Uhr: USA nennen Todesurteile im Mordfall Khashoggi "wichtigen Schritt" +++

Die USA haben die fünf Todesurteile im Fall des ermordeten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi begrüßt. Es handle sich um einen "wichtigen Schritt", um die Verantwortlichen für dieses "schreckliche Verbrechen" zur Rechenschaft zu ziehen, hieß es aus dem US-Außenministerium. Die USA würden von Saudi-Arabien aber "mehr Transparenz" verlangen. Auch müssten alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Staatsanwaltschaft in Riad hatte die Todesurteile heute publik gemacht. Das direkte Umfeld von Kronprinz Mohammed bin Salman, den viele für den wahren Auftraggeber halten, wurde dagegen entlastet. Die Urteile stießen deswegen international auf Kritik. Der für die "Washington Post" tätige Khashoggi war im Oktober 2018 im saudiarabischen Konsulat in Istanbul ermordet worden. Der in den USA im Exil lebende Journalist hatte wiederholt Kritik an der Königsfamilie geäußert.

Jamal Khashoggi

+++ 20.37 Uhr: Zwei Häftlinge nach Ausbruch in Belgien immer noch flüchtig +++

Vier Tage nach einem Gefängnisausbruch in Belgien sind zwei der fünf Häftlinge immer noch auf der Flucht. Einer von ihnen ist der Bruder des belgischen "Ausbrecherkönigs" Ashraf Sakkaki, der 2009 mit einem Hubschrauber aus einer Haftanstalt im nordbelgischen Brügge geflohen war, wie die Polizei heute bekanntgab. Nun wird auch nach seinem 26-jährigen Bruder Oualid und dem 38-jährigen Abderrahim Baghat gefahndet. Ashraf Sekkaki, der mittlerweile in Marokko im Gefängnis sitzt, soll belgischen Medienberichten zufolge einen Drogenhändlerring geleitet haben, an dem auch sein Bruder beteiligt war.

Den fünf Männern war Donnerstagabend die Flucht aus dem Gefängnis der Stadt Turnhout nahe der niederländischen Grenze gelungen. Sie waren nach Angaben der Gefängnisverwaltung bei einem "Abendspaziergang" über eine Mauer geklettert. Drei von ihnen wurden nach Polizeiangaben in der Nacht zum Freitag wieder gefasst. Die Polizei hatte unter anderem mit einem Hubschrauber nach ihnen gesucht.

+++ 19.55 Uhr: Französischer Zoll findet knapp 400 Kilo Cannabis zwischen Salaten +++

Der französische Zoll hat bei einer Fahrzeugkontrolle 373 Kilo Cannabis beschlagnahmt. Die Drogen im Wert von geschätzt 3,7 Millionen Euro wurden nach Angaben des Zolls zwischen Salaten in einem Kühllastwagen entdeckt, dessen zwei Fahrer heute vor Gericht erschienen. Die Fahnder hatten den Lkw vergangene Woche auf einer Autobahn in der Nähe von Poitiers kontrolliert und die Drogen beschlagnahmt. Die beiden Fahrer aus Spanien und Rumänien gaben vor dem Gericht in Poitiers an, nichts von ihrer Fracht gewusst zu haben. Ihr Prozess wurde auf Februar vertagt. Die Verdächtigen bleiben zunächst in Untersuchungshaft.

+++ 19.36 Uhr: Schulen in Teheran wegen massiver Luftverschmutzung vorerst geschlossen +++

Die iranischen Behörden haben wegen massiver Luftverschmutzung die Schulen in der Provinz Teheran vorerst geschlossen. Alle Schulen der Provinz mit Ausnahme der Bezirke Firusku und Damawand blieben bis Freitag geschlossen, sagte Gouverneur Mohsen Bandpei. Wegen der gleichbleibenden Wetteraussichten werde in Ballungsgebieten sogar eine "steigende Schadstoffdichte" erwartet. Auch die Schulen in der nördlichen Provinz Albors wurden nach Behördenangaben für eine Woche geschlossen. Teheran war am Montag den dritten Tag in Folge in dichten giftigen Smog gehüllt. In den 24 Stunden bis Montagmittag lag die durchschnittliche Konzentration von PM2,5-Feinstaubpartikeln bei 147 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, wie die Regierungswebsite "air.tehran.ir" mitteilte. Damit lag der Wert fast sechs Mal höher als der Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Quadratmeter, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgibt.

Video: Lang und umstritten: Eisenbahnbrücke eröffnet

+++ 19.30 Uhr: Nelson Mandelas schlagzeilenträchtiger Neffe von Präsident Ramaphosa begnadigt +++

Der wegen Gewaltdelikten zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilte Xhosa-König Buyelekhaya Dalindyebo, ein Neffe Nelson Mandelas, ist vom südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa begnadigt worden. Das 55-Jährige Oberhaupt der Thembu-Volksgruppe zählt zu den mehr als 14.600 Häftlingen, die nach Angaben des südafrikanischen Justizministeriums von einem umfassenden Gnadenerlass profitieren. Mandelas Neffe Dalindyebo geriet schon mehrfach in die Schlagzeilen. 2009 wurde er unter anderem wegen Totschlags und Brandstiftung zu 15 Jahren Haft verurteilt. Im Oktober 2015 wurde der Vorwurf des Totschlags jedoch vom Obersten Gerichtshof fallengelassen und seine Haftstrafe auf zwölf Jahre reduziert.

+++ 19.25 Uhr: Helfer stoppt rollenden Laster +++

Das beherzte und mutige Eingreifen eines Unfallzeugen hat in Hachenburg im Westerwald möglicherweise Schlimmeres verhindert. Ein Lasterfahrer habe während der Fahrt einen epileptischen Anfall erlitten und sei auf die Gegenfahrspur geraten, teilte die Polizei mit. Der Laster touchierte ein Auto und rollte weiter. Der Zeuge sei geistesgegenwärtig auf den fahrenden Lkw gesprungen und habe das Gespann zum Stehen gebracht. Der Lasterfahrer sei bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von Zeugen versorgt worden. Verletzt wurde niemand.

+++ 18.40 Uhr: Zwei Frauen in Hessen von Zug erfasst und getötet +++

Zwei Frauen sind beim hessischen Münster nahe Darmstadt von einem Zug erfasst und getötet worden. Eines der beiden Opfer sei aller Wahrscheinlichkeit nach mit Suizidabsicht auf die Gleise gegangen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die andere Frau habe sie möglicherweise zurückziehen wollen und sei dann ebenfalls von dem Zug mitgerissen worden. Nähere Angaben konnte die Bundespolizei zunächst nicht machen. Die Bahnstrecke zwischen Darmstadt und Aschaffenburg wurde nach dem Unglück ab 13.30 Uhr für rund drei Stunden gesperrt.

+++ 18.36 Uhr: Frankreich setzt erstmals bewaffnete Drohne in Mali ein +++

Frankreich hat im westafrikanischen Mali nach Angaben des Verteidigungsministeriums erstmals eine bewaffnete Drohne eingesetzt und dabei sieben Terroristen außer Gefecht gesetzt. Dazu sei es am Samstag im Zuge eines Militäreinsatzes in der Region Mopti im Zentrum des Landes gekommen, hieß es in einer Mitteilung. Das Verteidigungsministerium benutzte den militärischen Ausdruck "neutralisieren", dabei war aber nicht klar, ob die Menschen getötet wurden. Im Rahmen desselben Einsatzes seien auch 33 Terroristen außer Gefecht gesetzt worden, dies hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits am Samstag erklärt. Frankreich hat im riesigen Sahelgebiet bei seiner Anti-Terror-Mission "Barkhane" rund 4500 Soldaten im Einsatz. In Mali bemüht sich zudem eine UN-Mission um Stabilität. Bis zu 1100 Bundeswehr-Soldaten nehmen an dem Einsatz teil.

Video: Nasse Weihnacht in Venedig

+++ 18.20 Uhr: Acht Tote bei Bombenanschlag in Nordsyrien +++

Bei einem Bombenanschlag in einem von der Türkei kontrollierten Dorf im Norden Syriens sind nach türkischen Angaben acht Zivilisten getötet worden. Unter den Toten in der Ortschaft Suluk rund 20 Kilometer südöstlich der Grenzstadt Tal Abjad seien eine Frau und ein Kind, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Es habe zudem zahlreiche Verletzte gegeben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von fünf Toten und 21 Verletzten. Der Vorfall ereignete sich in dem 30 Kilometer langen und 120 Kilometer breiten Grenzstreifen in Nordsyrien, den türkische Truppen und verbündete syrische Rebellenmilizen nach einer Offensive im Oktober besetzt hatten. Dort kam es bereits mehrfach zu Anschlägen mit Autobomben. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

+++ 18.15 Uhr: Ukrainische Regierung und pro-russische Rebellen vereinbaren Gefangenenaustausch

Die ukrainische Regierung und pro-russische Rebellen im Osten des Landes haben sich auf einen Gefangenenaustausch geeinigt. Der Austausch solle bis zum Jahresende vollzogen werden, erklärte eine Sprecherin Kiews, Darka Olifer auf Facebook. Der Schritt erfolge entsprechend den Vereinbarungen des Ukraine-Gipfels in Paris vor rund zwei Wochen. Die Einigung wurde gegenüber russischen Nachrichtenagenturen von einem Vertreter der Regierung in Moskau, Boris Grislow, und Rebellenvertretern bestätigt. Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Beobachter in den Osten der Ukraine entsandt hat, bestätigte die Einigung.

+++ 17.29 Uhr: Dutzende Migranten auf Zypern angekommen +++

Der Migrantenzustrom aus der Türkei nach Zypern dauert an: Die Polizei und die Küstenwache haben in den vergangenen zwei Tagen 56 Migranten aufgegriffen. 33 Migranten seien vor der Küste im Nordwesten der Insel entdeckt worden. Ein mutmaßlicher Schleuser hatte sie aus der Türkei an Bord eines Bootes gebracht und wurde festgenommen. Sie bezahlten nach eigenen Angaben 3000 Euro pro Kopf für die Überfahrt. Weitere 23 Migranten seien zu Fuß aus dem türkisch besetzten Nordteil der Insel in den Süden gekommen, berichtete das Staatsradio (RIK) .

+++ 17.22 Uhr: Irans Atomchef bietet schriftlichen Verzicht auf Atomwaffen an +++

Der Iran ist nach Angaben von Atomchef und Vizepräsident Ali Akbar Salehi bereit, schriftlich zu versichern, dass das Land kein Atomwaffenprogramm verfolge und seine Nuklearprojekte alle friedlich seien. Das gab der Chef der iranischen Atomenergieorganisation bei einer Pressekonferenz in der Atomanlage Arak bekannt. Es gebe schon seit Jahren ein Dekret von Irans oberstem Führer Ali Chamenei, dass der Bau und die Nutzung atomarer Waffen gegen islamische Vorschriften verstießen und daher im Iran auch verboten seien. "Dieses Dekret könnte vom Präsidenten (Hassan Ruhani) und den sechs Vertragspartnern des Atomdeals unterzeichnet werden", sagte Salehi. Die USA wollten Garantien, dass der Iran keine Atomwaffen baut, und der Iran fordere die Umsetzung des Wiener Atomabkommens von 2015 sowie die Aufhebung der US-Sanktionen. Mit dieser Initiative könnten beide Forderungen erfüllt werden, sagte Salehi nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr.

+++ 17.20 Uhr: Ex-Finanzminister Eichel: Schwarze Null ist kein Dogma +++

Der frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat sich dagegen gewandt, die schwarze Null im Haushalt zu einem Dogma zu erklären. "Es kommt auf die Umstände an", sagte Eichel dem MDR. Klar sei beispielsweise: "Wenn es wirtschaftlich schlechter läuft, dann muss ich Defizite machen, damit es nicht noch wesentlich schlechter wird." Wenn man der nächsten Generation einen weitgehend schuldenfreien Staat hinterlasse, sie aber schlecht ausgebildet sei und die öffentliche Infrastruktur nicht in Ordnung, "dann sind das Schulden, die wir auf die nächste Generation schieben und dann machen wir ihre Lebensmöglichkeiten schlechter", warnte Eichel weiter. Es mache nur Sinn, über einen ausgeglichenen Haushalt zu reden, "wenn ich vorneweg die Bedürfnisse, die es heute gibt, um die Zukunft zu sichern, Wohlfahrt zu sichern, insbesondere aber um gegen den Klimawandel anzukämpfen, erfülle."

+++ 16.51 Uhr: Uwe Seeler empfiehlt HSV Verstärkungen +++

Fußball-Idol Uwe Seeler empfiehlt dem Hamburger SV,  sich in der Zweitliga-Winterpause noch einmal zu verstärken. "Ich würde mir wünschen, dass es dem HSV gelingt, dass er noch ein paar Mark zusammenkratzt und noch jetzt in der Pause einen, zwei oder auch drei Spieler kauft", sagte der 83 Jahre alte ehemalige HSV-Profi und -Präsident dem "Hamburger Abendblatt" im Podcast. Es müsse bei den im Umbruch steckenden Hanseaten "noch viel getan werden", damit der Aufstieg gelinge, betonte der DFB-Ehrenspielführer. "Ich glaube, wir brauchen hinten noch eine Verstärkung und vor allem vorne mal einen, der knipsen kann. Dann wäre ich mir sicherer, dass sie aufsteigen, was ich mir natürlich von Herzen wünsche", sagte Seeler.

+++ 16.44 Uhr: Rekord mit "Schnapsidee": ein Tannenbaum aus 5038 Kornflaschen +++

Tannenbaum aus 5038 Kornflaschen

Darauf einen Korn: In Bendorf-Oersdorf haben Enthusiasten aus 5037 leeren Kornflaschen, die sie in den Gaststätten der Umgegend gesammelt haben, einen Tannenbaum errichtet.

DPA

Ein aus 5038 Kornflaschen gebauter Weihnachtsbaum ist nach Angaben des Rekord-Instituts Deutschland (RID) der "weltweit größte Weihnachtsbaum aus Glasflaschen". Er habe in der RID-Datenbank und im Internet keine andere Skulptur mit mehr Glasflaschen gefunden, sagte Rekordrichter Olaf Kuchenbecker. Am Wochenende des dritten Advents hatten gut zwei Dutzend Männer in Bendorf in Schleswig-Holstein die fast 6,50 Meter hohe Tannenbaum-Pyramide aufgebaut. Das beleuchtete Werk hat einen Durchmesser von vier Metern und besteht aus 20 Etagen. Für den Tannenbaum hat das Team aus Freunden, Nachbarn, Kollegen und Familien 0,7-Liter-Kornflaschen eines norddeutschen Unternehmens benutzt. Die Flaschen hatten sie vorher bei Gastwirtschaften und Zeltfesten in der Region eingesammelt. Die Spitze der Pyramide bildet eine Drei-Liter-Kornflasche und soll nach Silvester für Wohltätigkeitsprojekte versteigert werden.

+++ 16.17 Uhr: "Konkret"-Chef Hermann L. Gremliza gestorben +++

Der Herausgeber des Hamburger Monatsmagazins "Konkret", Hermann L. Gremliza, ist tot. Er sei am 20. Dezember im Alter von 79 Jahren in der Hansestadt gestorben, teilte Verlagsgeschäftsführerin Katrin Gremliza per E-Mail mit. Der Tod des Journalisten und Publizisten wurde der Deutschen Presse-Agentur auch aus dem Umfeld Gremlizas bestätigt.

Der Verleger begann seine journalistische Laufbahn als Redakteur beim Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Auf Grund einer Auseinandersetzung um Mitbestimmungsfragen im Verlag gab er Ende 1971 dort seine leitende Funktion für deutsche Politik auf und wechselte zum alten "Konkret"-Verlag. Als dieser 1973 in Konkurs ging, kaufte Gremliza den Titel und gründete den Verlag 1974 neu. Als Autoren führt der Verlag Namen wie Theodor W. Adorno, Heinrich Böll, Hans Magnus Enzensberger und Jan Philipp Reemtsma auf.

Das Heft war nach früheren Verlagsangaben bereits 1955 von jungen westdeutschen Kommunisten mit Unterstützung durch die DDR als "Studentenkurier" gegründet und 1957 in "Konkret" umbenannt worden. In den 60er Jahren entwickelte sich die Zeitschrift unter dem Publizisten Klaus-Rainer Röhl und seiner Ehefrau, der späteren Terroristin Ulrike Meinhof, zu einem führenden Blatt der linken Szene und der Studentenbewegung. Die Auflage erreichte zeitweise mehr als 130.000 Exemplare.

+++ 15.50 Uhr: -Störung verhindert Kartenzahlungen im Weihnachtsgeschäft +++

Wegen einer IT-Panne konnten Verbraucher auf der Zielgeraden des Weihnachtsgeschäfts zeitweise nicht per Karte an den Ladenkassen zahlen. Am Mittag habe es bundesweit Einschränkungen bei der Autorisierung von Zahlungsverkehrs-Transaktionen gegeben, teilte der Zahldienstleister BS Payone in Frankfurt mit. Teilweise wurden demnach Giro- und Kreditkartentransaktionen abgelehnt. Die Störung habe zu Problemen bei rund 120.000 Händlern geführt. Wie viele Verbraucher zeitweise nicht per Karte zahlen konnten, konnte eine Sprecherin nicht sagen. 

Die Störung habe rund eine Dreiviertelstunde gedauert und Bankkunden vieler Institute getroffen. Da Payone Teil der Sparkassen-Finanzgruppe ist, hatten vor allem Sparkassenkunden Schwierigkeiten beim Bezahlen, sagte die Sprecherin. Das Problem sei inzwischen aber behoben. "Die Systeme haben jederzeit die Transaktionen sicher verarbeitet und laufen wieder reibungslos."

+++ 15.34 Uhr: Nach Tod von 49-Jährigem in Augsburg: Sechs Verdächtige aus U-Haft entlassen +++

Nach dem gewaltsamen Tod eines 49-Jährigen in Augsburg sind sechs der sieben Verdächtigen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Jugendkammer sah für sie keinen dringenden Tatverdacht, teilte das Landgericht Augsburg mit.

Die Verteidiger der sechs Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen hatten zuvor Haftbeschwerde eingelegt. Ihre Mandanten saßen wegen Beihilfe zum Totschlag in Untersuchungshaft. Sie waren am Nikolaustag auf dem Augsburger Königsplatz in einen Streit mit dem 49-Jährigen involviert gewesen, in dessen Verlauf ein siebter aus der Gruppe das Opfer mit einem einzigen Schlag getötet haben soll.

Der 17-Jährige, der die deutsche, türkische und libanesische Staatsbürgerschaft hat, sitzt weiterhin wegen Totschlags in U-Haft. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, auch weil das Opfer im Berufsleben Feuerwehrmann war. Auch ein Bekannter des Mannes wurde geschlagen und erheblich verletzt.

Hunderte Menschen nehmen von dem bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung in Augsburg getöteten 49-Jährigen Abschied.

+++ 15:28 Boeing-Chef Muilenburg tritt zurück +++

Der Vorstandschef des US-Luftfahrtriesen Boeing, Dennis Muilenburg, tritt im Zuge der Krise um den Flugzeugtyp 737 Max zurück. Das teilte der Konzern in Chicago mit. Zum Nachfolger ernannte der Airbus-Rivale den bisherigen Verwaltungsratschef David Calhoun, er soll den Vorstandsvorsitz ab 13. Januar übernehmen.

Muilenburg stand wegen seines Krisenmanagements nach den zwei Abstürzen, bei denen insgesamt 346 Menschen starben, heftig in der Kritik und war bereits länger mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Die 737-Max-Abstürze in Indonesien und Äthiopien haben Boeing in eine tiefe Krise gestürzt.

Der Konzern steht im Verdacht, die Unglücksflieger überstürzt auf dem Markt gebracht und dabei die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Boeing weist dies zwar zurück, hat aber verschiedene Fehler und Pannen eingeräumt.

+++ 14.48 Uhr: Österreichischer Bildhauer Bertoni im Alter von 94 Jahren gestorben +++

Der österreichische Bildhauer Wander Bertoni ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilte seine Familie mit. In sieben Jahrzehnten hat Bertoni Werke geschaffen, die an öffentlichen Plätzen sowie in Museen und Galerien zu finden sind. Der gebürtige Italiener war im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter nach Österreich gekommen. Er studierte beim Bildhauer Fritz Wotruba. Rund 30 Jahre lang leitete er die Meisterklasse für Bildhauerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Auf einem sechs Hektar großen Gelände legte Bertoni in seiner Heimatgemeinde Winden am See ein Freilichtmuseum mit einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Skulpturenpark mit vielen Großplastiken an. 

+++ 14.40 Uhr: Bahnverkehr in Frankreich auch über Weihnachten massiv gestört +++

Keine Entspannung bei den Streiks: Der Bahnverkehr in Frankreich wird auch über Weihnachten massiv gestört sein. Es sei keine grundlegende Änderung zu erwarten, hieß es bei der Staatsbahn SNCF. Proteste und Streiks gegen die geplante Rentenreform der Mitte-Regierung dauern seit rund zweieinhalb Wochen an. 

Am Montag fuhren im Schnitt 40 Prozent der Hochgeschwindigkeitszüge TGV. Auch der Verkehr von und nach Deutschland war betroffen. Im Nah- und Regionalverkehr der SNCF und bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP gab es ebenfalls erhebliche Behinderungen. Demonstranten blockierten in der Nähe des Pariser Fernbahnhof Gare de Lyon kurzzeitig den Verkehr auf der Metrolinie 1, wie der Nachrichtensender BFMTV berichtete. Diese Metrolinie ist eine der wenigen in der Hauptstadt, wo noch Züge fahren.

+++ 14.28 Uhr: Prinz Philip weiter im Krankenhaus +++

Der 98-jährige Prinz Philip ist auch am heutigen Montag noch in einem Krankenhaus in London behandelt worden. "Er wird in der Klinik sehr gut versorgt", sagte Philips ältester Sohn Charles, 71, am Montag bei einem Besuch im englischen South Yorkshire. "Im Moment wissen wir nicht mehr." Der Thronfolger besuchte Regionen, die nach viel Regen überschwemmt worden waren.

Der Buckingham-Palast äußert sich nach wie vor nicht dazu, woran der Ehemann von Königin Elizabeth II., 93, eigentlich erkrankt ist. Die Chancen schwinden zunehmend, dass der für seine bissigen Sprüche berüchtigte Prinz Philip doch noch - wie üblich - mit seiner Familie Weihnachten auf dem Landsitz Sandringham in Ostengland feiern kann.

Video: Prinz Philip im Krankenhaus

+++ 14.11 Uhr: Mehr als 1200 Straftaten dieses Jahr gegen Amts- und Mandatsträger +++

Die Behörden in Deutschland haben 2019 mehr als 1200 politisch motivierte Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger verzeichnet. Die meisten der politisch zuordbaren Übergriffe seien von Rechtsextremen verübt worden, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, die der Nachrichtenagentur AFP in Berlin vorlag. Insgesamt 440 der 1241 Übergriffe seien dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet worden. 

Weitere 246 Angriffe gingen auf das Konto von Linksextremisten, sechs seien religiös und elf durch "ausländische Ideologie" motiviert gewesen, heißt in der Regierungsantwort, über die zuerst die Zeitung "Die Welt" berichtet hatte. In 538 Fällen hätten die Angriffe keiner der Kategorien zugeordnet werden können.

+++ 14.06 Uhr: Bundesregierung: Werden US-Gesetz gegen Nord Stream 2 genau prüfen +++

Die Bundesregierung will die Auswirkungen des US-Gesetzes, das Sanktionen gegen die russische Gaspipeline Nord Stream 2 enthält, prüfen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte in Berlin: "Wir gucken uns das genau an und werden dann über alles Weitere entscheiden." 

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bekräftigte die deutsche Position, wonach exterritoriale Sanktionen abgelehnt werden. Die Bundesregierung hatte Gegenmaßnahmen in Form von Sanktionen bereits ausgeschlossen. 

Man sei über die Botschaft vor Ort im Austausch mit der US-Regierung, sagte die Sprecherin weiter. Man müsse prüfen, welche Auswirkungen und Spielräume das Gesetz zulasse. Auf die Frage, ob sie von einem endgültigen Stopp ausgehe, sagte die Sprecherin, das sei zu früh zu bewerten. Das hänge von den gesetzlichen Spielräumen ab. 

+++ 13.48 Uhr: Mann beleuchtet sein Haus nur mit Kerzen - und stirbt bei Brand +++

Bei einem Feuer in einem Oldenburger Reihenhaus ist ein 72-Jähriger gestorben, der sein Haus nur mit Kerzen beleuchtetet hat. Sie seien überall im Haus verteilt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann habe allein gelebt - und vermutlich habe er das Herabbrennen der Kerzen nicht bemerkt. Ein Fremdverschulden an dem Brand vom Samstagabend sei ausgeschlossen. Während die Feuerwehr den Brand löschte, mussten die Nachbarn ihre Häuser verlassen. Sie sagten nach Polizeiangaben aus, der Mann habe sehr abgeschottet gelebt.

+++ 13.47 Uhr: Drei Studenten in überfluteter Höhle in Indonesien ums Leben gekommen +++

Nach der plötzlichen Flutung einer Höhle in Indonesien haben Rettungsteams drei Studenten nur noch tot bergen können. Sie seien Teil einer Gruppe von Studenten gewesen, die am Wochenende an einem Grundlagentraining für Höhlenexpeditionen in der Provinz West Java teilnahmen, sagte eine Sprecherin des örtlichen Bergungsdienstes am Montag. Dabei seien sie von einem Sturzregen überrascht worden, der die in 30 Metern Tiefe liegende Lele-Höhle geflutet habe.    

"Das Wasser stürzte wie ein Wasserfall in die Höhle", berichtete ein Vertreter des Studentenclubs der Nachrichtenagentur AFP. Insgesamt waren nach seinen Angaben acht Studenten in der Höhle eingeschlossen, und die Bergungsteams hatten Mühe, zu ihnen vorzudringen. Sie hätten nur noch fünf der Eingeschlossenen retten können. 

+++ 13.23 Uhr: 11,3 Millionen Euro warten seit zwei Jahren auf Lotto-Gewinner +++

Mehr als zwei Jahre nach seinem Millionengewinn hat ein Lotto-Spieler aus dem Raum Reutlingen sein Geld immer noch nicht abgeholt. Seit der Ziehung am 1. April 2017 warten 11,3 Millionen Euro auf den Unbekannten. Wie ein Sprecher der Staatlichen Toto-Lotto GmbH in Stuttgart mitteilte, bleiben dem Mehrfachmillionär noch zwölf Monate, um sich zu melden. Am 31. Dezember 2020 endet die Frist. Lottogewinne verjähren jeweils drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem gespielt wurde. Nicht abgeholte Gewinnsummen fließen in den Topf für Sonderauslosungen.

+++ 13.03 Uhr: Thüringen erwägt Alleingang bei Aufnahme geflüchteter Kinder +++

Thüringen will minderjährige Flüchtlinge ohne Angehörige aus überfüllten griechischen Aufnahmelagern notfalls auch im Alleingang aufnehmen. Die von Thüringen bevorzugte Lösung sei zwar eine Hilfsaktion in der Regie des Bundesinnenministeriums, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums in Erfurt. Wenn es dazu aber nicht komme, wolle Thüringen selbst helfen. Derzeit liefen Absprachen zwischen dem Bildungs- und Migrationsministerium, hieß es.

+++ 11.54 Uhr: Weihnachtsmarkt in Nizza nach schlechtem Scherz geräumt +++

Ein schlechter Scherz hat zur Räumung des Weihnachtsmarktes in Nizza geführt. Ein Mann flüsterte einem Sicherheitsbeamten zu, er werde sich eine Bombe besorgen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in der französischen Mittelmeerstadt mitteilte. Daraufhin ließ die Polizei die rund 3500 Besucher des Weihnachtsmarktes in Sicherheit bringen.

Der Mann wurde anhand von Aufnahmen einer Überwachungskamera identifiziert und festgenommen, als er ein nahe gelegenes Kaufhaus betreten wollte. Er räumte gegenüber der Polizei ein, dass er nur einen Witz habe machen wollen. Ihm droht nun eine Strafanzeige wegen des Fehlalarms.

+++ 11.45 Uhr: In diesem Jahr gut 1240 Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger +++

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist nur die Spitze des Eisbergs: Die Polizei hat nach einem Medienbericht im laufenden Jahr 1241 politisch motivierte Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger verzeichnet. Dies geht laut "Welt" aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle hervor.

Im laufenden Jahr wurden demnach die meisten Straftaten von Rechtsextremen verübt, insgesamt 440. Weiter hieß es, 246 Taten seien von Linksextremen verübt worden, 6 seien religiös und 11 durch "ausländische Ideologie" motiviert gewesen. In 538 Fällen konnten die Angriffe keiner der Kategorien zugeordnet werden.

Aus der Antwort auf die FDP-Anfrage geht dem Bericht zufolge außerdem hervor, dass im laufenden Jahr CDU-Politiker am häufigsten angegriffen wurden. Hier verzeichnete das Bundesinnenministerium 161 Taten. Vertreter der AfD waren danach 143 Mal betroffen, SPD-Politiker 118 Mal, die Grünen 97, die Linke 45, die CSU 13 und die FDP 12 Mal.

+++ 11.39 Uhr: Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche IS-Frau in München an +++

Die Bundesanwaltschaft hat eine Frau wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München angeklagt. Außerdem soll sie Kriegsverbrechen begangen und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Sie habe Zugriff auf Sturmgewehre gehabt.

Die Frau sei im Frühjahr 2016 mit ihrem Ehemann in das IS-Herrschaftsgebiet zunächst in Syrien und später im Irak gereist. Sie hätten an verschiedenen Orten in Wohnungen gelebt, die der IS unter seine Verwaltung gestellt hatte, nachdem die Bewohner geflüchtet waren. Die Frau habe sich um den Haushalt und den im November 2016 geborenen gemeinsamen Sohn gekümmert.

+++ 11.35 Uhr: Mehr Menschen als erwartet mit 63 in Rente +++

Mehr Menschen als gedacht gehen abschlagsfrei mit 63 in Rente. Ende November erhielten rund 1,34 Millionen Senioren die Rente für langjährig Versicherte mit mindestens 45 Versicherungsjahren. Das berichtete die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin. Somit nehmen mehr Menschen die abschlagsfreie Rente mit 63 in Anspruch als vom Gesetzgeber ursprünglich gedacht. "Es wird von etwa 200.000 Fällen je Jahr ausgegangen", stand im Gesetzentwurf. Das wären fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des Gesetzes im Juli 2014 rund 1 Million gewesen.

+++ 11.34 Uhr: Venedigs Altstadt wieder unter Wasser +++

Wieder Hochwasser in Venedig: Weite Teile des historischen Zentrums der Lagunenstadt standen am Vormittag unter Wasser. Der Pegel erreichte um 09.45 Uhr nach offiziellen Angaben einen Höchststand von 144 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel. Er blieb damit leicht niedriger als befürchtet. Über mögliche Schäden war zunächst noch nichts bekannt.

Die italienische Weltkulturerbestadt leidet noch immer unter den Folgen des außergewöhnlichen Hochwassers vom vorigen Monat. Am 12. November war der Pegel auf 187 Zentimeter gestiegen, den höchsten Stand seit 33 Jahren. Der Markusdom wurde seinerzeit überflutet und vom salzigen Wasser beschädigt. Die Hoteliers beklagten einen nie da gewesenen Rückgang der Buchungen.

+++ 11.27 Uhr: Tödliche Gleisattacke: Tatverdächtiger soll dauerhaft in Psychiatrie +++

Der Mann, der einen kleinen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen ICE gestoßen haben soll, soll dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Die Staatsanwaltschaft habe beim Landgericht die Durchführung eines sogenannten Sicherungsverfahrens beantragt, teilte Sprecherin Nadja Niesen mit.

Der 40-Jährige soll zur Tatzeit unter einer schizophrenen Psychose gelitten haben. "Aufgrund dieser krankhaften seelischen Störung soll seine Steuerungsfähigkeit aufgehoben und er bei Tatbegehung schuldunfähig gewesen sein", teilte Niesen mit.

+++ 11.22 Uhr: In Frankreich weiter Tausende Haushalte ohne Strom +++

Nach dem Durchzug des Wintersturms "Fabien" sind in Südfrankreich weiter Tausende Haushalte ohne Strom. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika, wo am Wochenende starke Regenfälle niedergegangen waren, blieb der Flughafen von Ajaccio wegen Überflutung geschlossen, wie die Behörden berichteten.

"Fabien" hatte am Wochenende in Südwestfrankreich Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern erreicht. Laut einer vorläufigen Bilanz wurde ein Mensch schwer verletzt, drei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

+++ 11.17 Uhr: Laut Aktivisten haben israelische Raketen drei Menschen in Syrien getötet +++

Bei einem Raketenangriff Israels sind nach Angaben von Aktivisten in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus mindestens drei Menschen getötet worden. Bei den Todesopfern soll es sich um iranische Staatsbürger handeln, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei der Attacke am späten Sonntagabend seien auch mehrere Menschen verletzt worden.

+++ 10.41 Uhr: Todesstrafen im Mordfall Khashoggi in Saudi-Arabien verhängt +++

Ein Gericht in Saudi-Arabien hat fünf Menschen wegen des Mordes an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi zum Tode verurteilt. Khashoggi war im Oktober 2018 im saudischen Konsulat im türkischen Istanbul von einem saudischen Spezialkommando getötet worden.

Jamal Khashoggi

+++ 10.40 Uhr: Junge im Schrank - Tatverdächtiger wegen Kinderpornografie verurteilt +++

Im Fall des nach zwei Jahren wiederaufgetauchten Jugendlichen ist der verhaftete Mann schon im Jahr 2018 wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Bochum mit. Der heute 44-Jährige habe damals eine Freiheitsstrafe auf Bewährung erhalten, sagte Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert. Der 15-Jährige war am vergangenen Freitag bei einer Durchsuchung zufällig in Recklinghausen in der Wohnung eines 44-Jährigen in einem Schrank gefunden worden.

+++ 9.48 Uhr: Drogenbeauftragte Ludwig fordert Berlin zu härterem Kurs in Drogenpolitik auf +++

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), hat die Berliner Landesregierung zu einer schärferen Drogenpolitik aufgerufen. Der Staat müsse dafür sorgen, dass Bürger nicht vor Klubs oder in Parks von Drogendealern bedrängt würden, sagte die CSU-Politikerin der "Welt" vom Montag. In Berlin werde "hemmungslos gedealt", kritisierte sie. "Die Polizei ist dazu verdonnert, einfach zuzusehen. Da wird Gift unter die Leute gebracht. Das laufen zu lassen, ist eine Kapitulation des Rechtsstaats."

+++ 9.34 Uhr: Frau stirbt nach Schönheits-OP +++

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen einen Arzt aus Sachsen-Anhalt wegen fahrlässiger Tötung. Der Mediziner soll Ende November in einer Hausarztpraxis in Frankfurt alleine und ohne ausreichende Überwachung eine Frau operiert haben. Es habe sich dabei um zwei ästhetische Eingriffe gehandelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Bei der Narkose sei es zu einem Herzstillstand gekommen, die aus Mainz stammende Frau habe reanimiert werden müssen. Sie sei mit schweren Hirnschäden in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie am 13. Dezember gestorben sei.

Der 57-jährige Frauenarzt wohnt und praktiziert nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Aschersleben (Sachsen-Anhalt). Warum er in der Praxis in Frankfurt Eingriffe vornahm, ist nicht bekannt. In  Aschersleben seien Ende vergangener Woche Wohnungs- und Praxisräume durchsucht worden.

+++ 9.04 Uhr: Nach Fund in Schrank bleibt 15-Jähriger in ärztlicher Betreuung +++

Nach dem Fund eines vermissten Jugendlichen in der Wohnung eines Kinderpornografie-Verdächtigen in Recklinghausen ist unklar, wann der 15-Jährige wieder zurück zu seiner Mutter kann. "Die Entscheidung, was mit dem Jungen passiert, wird eine ärztliche sein und keine polizeiliche", sagte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen.

+++ 8.28 Uhr: Beckham-Doppeltaufe mit prominenten Paten +++

Das britische Promipaar David und Victoria Beckham hat am Wochenende die Taufe von Sohn Cruz (14) und Tochter Harper (8) gefeiert. Als Paten fungierten dabei unter anderem US-Schauspielerin Eva Longoria (44) und Sänger Marc Anthony (51). "Ich könnte nicht stolzer auf meine Kinder und dankbarer für meine Familie und die wundervollsten Taufpaten sein", schrieb Sängerin und Modedesignerin Victoria Beckham (45) auf Instagram.

+++ 6.39 Uhr: US-Soldat in Afghanistan getötet +++

Ein US-Soldat ist im Norden Afghanistans bei einem Kampfeinsatz ums Leben gekommen. Das teilten die US-Streitkräfte in Afghanistan mit. Ein Sprecher der militant-islamistischen Taliban erklärte, die US- und afghanischen Kräfte seien in der Provinz Kundus von einem Sprengkörper getroffen worden, als sie am Sonntagabend einen Angriff vorbereitet hätten. Seit Anfang 2019 kamen damit 20 Angehörige der US-Streitkräfte bei kampfbezogenen Einsätzen ums Leben. Derzeit sind rund 12.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. 

+++ 6. 24 Uhr: UFO droht mit Streiks bei Lufthansa +++

Im Tarifkonflikt mit der Lufthansa hat die Flugbegleitergewerkschaft UFO mit neuen Streiks nach den Weihnachtstagen gedroht. Einen gestrigen erneuten Schlichtungsversuch bezeichnete ein UFO-Sprecher als gescheitert. Dies bedeute, dass die Arbeitskämpfe weitergingen. Die Lufthansa erklärte ihrerseits, über die Gespräche sei Stillschweigen vereinbart worden. In den aktuellen Tarifstreit zwischen UFO und der Lufthansa sind der der frühere Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, und der ehemaligen SPD-Vorsitzende Platzeck als Schlichter eingeschaltet. 

Lufthansa-Flugzeug auf dem Landefeld

+++ 6.09 Uhr: Richterbund fordert mehr Staatsanwälte im Kampf gegen Rechts +++

Der Deutsche Richterbund dringt darauf, die Bundesanwaltschaft im Kampf gegen Rechtsterrorismus personell zu verstärken. Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt bekämen jeweils Hunderte neue Stellen, der Generalbundesanwalt sei aber im Bereich Rechtsextremismus eher dünn besetzt, sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der Deutschen Presse-Agentur. "Bisher behilft sich die Behörde damit, Staatsanwälte intern umzuschichten, was aber keine Dauerlösung sein kann." Die Fälle Lübcke und Halle hätten gezeigt, wie groß die Bedrohung durch Rechtsextremismus sei. Die zuständigen Behörden müssten deshalb bestmöglich aufgestellt sein, um die Szene im Blick zu haben. 

+++ 6.00 Uhr: Nach Vulkanausbruch in Neuseeland stirbt weiteres Opfer in Klinik +++

 Zwei Wochen nach dem Ausbruch eines neuseeländischen Vulkans ist ein weiterer Mensch seinen Verletzungen erlegen. Damit stieg die Zahl der Toten offiziell auf 17, wie die Polizei am Montag (Ortszeit) mitteilte. Zwei weitere Menschen - ein neuseeländischer Reiseführer und eine australische Jugendliche - gelten noch immer als vermisst. Örtliche Behörden gehen aber davon aus, dass auch die beiden ums Leben gekommen und ihre Leichen ins Meer gespült worden sind. Die Suche nach ihnen war in der vergangenen Woche zurückgeschraubt worden. 

+++ 4.21 Uhr: Weitere 18 Tote bei Kämpfen zwischen Häftlingen in Honduras +++

Bei erneuten Kämpfen zwischen rivalisierenden Gruppen in einem Gefängnis von Honduras sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Die Häftlinge hätten sich am Sonntag in dem Gefängnis der Stadt El Porvenir im Zentrum des Landes mit Schusswaffen, Messern und Macheten gegenseitig attackiert, teilte ein Armeesprecher mit. 

+++ 4.18 Uhr: Laut Religionsexperte ist Syriens christliche Gemeinschaft dauerhaft zerstört +++

Der fast neunjährige Bürgerkrieg in Syrien hat die christlichen Gemeinschaften in dem Land nach Ansicht des Religionsexperten Otmar Oehring massiv und nachhaltig zerstört. Man könne davon ausgehen, dass mehr als 700.000 der einst bis zu 1,2 Millionen syrischen Christen ins Ausland geflohen seien, sagte der Koordinator für Internationalen Religionsdialog der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) der Deutschen Presse-Agentur. "Die sind praktisch für Syrien verloren, sie werden nicht zurückkehren."

+++ 3.18 Uhr: Erdogan warnt, dass Türkei neuen Flüchtlingsandrang aus Syrien nicht allein meistern kann +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die EU gewarnt, dass sein Land nicht alleine mit einem neuen deutlichen Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Syrien zurechtkommen könne. Wenn die Flüchtlingszahlen weiter zunähmen, könne die Türkei "die Last nicht allein tragen", sagte Erdogan am Sonntag bei einer Veranstaltung in Istanbul. Die Auswirkungen wären dann nach seinen Worten "in allen europäischen Ländern zu spüren, beginnend mit Griechenland". Erdogan warnte vor Zuständen wie in der Flüchtlingskrise des Jahres 2015. Seit einer Verstärkung der Offensive der syrischen Armee und der mit ihnen verbündeten russischen Luftstreitkräfte in der Region Maaret al-Numan in der Provinz Idlib haben sich von dort zehntausende Menschen auf den Weg nach Norden zur türkischen Grenze gemacht. Erdogan bezifferte die Zahl der aus Idlib in Richtung Türkei fliehenden Menschen mit etwa 80.000.

+++ 2:30 Uhr: Weber warnt große Koalition vor Abrücken von Schwarzer Null +++

Der Fraktionschef der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber, hat die große Koalition eindringlich davor gewarnt, vom Prinzip der Schwarzen Null abzurücken. Er sei "geschockt" über die Debatte, ob das Ziel des ausgeglichenen Bundeshaushalts aufgegeben werden solle, sagte Weber, der auch stellvertretender CSU-Chef ist, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zwar habe Deutschland Steuereinnahmen wie nie zuvor. Doch wenn die Bundesregierung die Schwarze Null aufgebe, "dann brechen in Europa alle Dämme", warnte Weber. Italien werde dann sagen: "Wenn die Deutschen Schulden machen, dürfen wir das auch.".

+++ 2.08 Uhr: Syrische Armee schießt angeblich israelische Rakete ab +++

Die syrischen Streitkräfte haben nach offiziellen Angaben des Landes eine israelische Rakete abgeschossen. Die syrische Luftabwehr habe am Sonntagabend auf mehrere israelische Raketen gefeuert, eine davon sei getroffen worden, berichtete die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die Rakete sei in Akraba, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, abgestürzt. Die israelische Armee wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu den syrischen Angaben äußern.

+++ 0.52 Uhr: Bankräuber gruben 60 Meter langen Tunnel in Brasilien +++

In Brasilien haben Polizisten nach eigenen Angaben einen Bankraub vereitelt und dabei einen mehr als 60 Meter langen Tunnel entdeckt. Eine kriminelle Organisation habe am Sonntagmorgen die Verwaltungszentrale der Staatsbank Banco do Brasil in Campo Grande, der Hauptstadt von Mato Grosso do Sul, ausrauben wollen, teilte die Zivilpolizei des südlichen Bundesstaates mit. Dafür habe die Bande, die auf Banküberfälle im ganzen Land spezialisiert sei, den Tunnel gegraben. Mehrere Mitglieder der Gruppe seien festgenommen worden.

+++ 0.06 Uhr: Union und FDP gegen Habecks Vorstoß zur Aufnahme von Flüchtlingskindern +++

In Union und FDP wird der Forderung von Grünen-Chef Robert Habeck heftig widersprochen, Kinder aus den überfüllten griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland zu holen. Der Koordinator der SPD-Innenminister, Boris Pistorius, zeigt sich da offener. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries mahnte in der "Welt", unter keinen Umständen zuzulassen, "dass erneut Fehlanreize geschaffen werden, die neue Migrationswellen nach Deutschland auslösen". FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg sagte der Zeitung, eine "PR-Aktion kurz vor Weihnachten hilft nicht, das Fluchtproblem verantwortungsvoll zu lösen". Parteivize Wolfgang Kubicki stellte in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" die rhetorische Frage: "Was ist mit den Kindern in türkischen, jordanischen oder libyschen Lagern?"

mad / tis / ivi / fs / DPA / AFP