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Flasche Wodka "auf Ex": 14-Jähriger nach Alkoholwette auf der Intensivstation

Für ein Handy trank er eine Flasche Wodka "auf Ex" - nach diesem Wetttrinken ist ein 14-Jähriger in Coburg bewusstlos zusammengebrochen. Ein 19-Jähriger hatte am Samstag mehreren Jugendlichen ein Preisgeld von 250 Euro angeboten, sollten sie eine Flasche Wodka auf einen Zug leeren.

Nach einer Alkohol-Wette ist ein 14-jähriger Junge aus Coburg am Samstag bewusstlos auf die Intensivstation eingeliefert worden. Sein Zustand war am Sonntag noch kritisch, wie die Polizei in Bayreuth mitteilte. Jugendliche hatten den Notarzt gerufen und einen Polizeiwagen angehalten.

In einer Coburger Parkanlage hatte ein 19-Jähriger mehrere Jugendliche herausgefordert, eine Flasche Wodka in einem Zug auszutrinken. Als Belohnung bot er laut Polizei erst 50 Euro, dann 250 Euro und schließlich sein Handy an.

Der 14-Jährige ließ sich darauf ein, wenn er das Handy bekäme. Als die beiden kurz um die Ecke gingen, goss ein um die Gesundheit des Jungen besorgter 20-Jähriger die Hälfte Wodka aus der Flasche und füllte Wasser aus einem Trinkbrunnen hinein. Der 14-Jährige trank die Flasche aus und brach kurz danach zusammen. Der 19-Jährige erhält eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Normalerweise wehrt sich der Körper durch Übergeben gegen eine Alkoholvergiftung. Diese Schutzreaktion wird ausgeschaltet, wenn man in kurzer Zeit Hochprozentiges trinkt. Das Atemzentrum im Gehirn kann lahmgelegt werden, so dass eine Erstickung droht. Lebensgefahr entsteht auch durch Unterzuckerung nach einem Alkoholexzess.

Im März dieses Jahres wurde das Urteil gegen einen Berliner Gastwirt rechtskräftig, der mit einem Wetttrinken die tödliche Alkoholvergiftung eines Jugendlichen verursachte. Er wurde zu drei Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte einen 16-jährigen Schüler im Februar 2007 zu einem "Wettstreit" herausgefordert, wer von beiden der "Trinkfestere" sei. Der Gastwirt trank jedoch 20 Gläser Wasser statt Tequila, während der 16-Jährige mindestens 44 Gläser Tequila herunterkippte.

APN/DPA / DPA