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Sexueller Missbrauch "Ich war seine Sklavin" - Epstein-Opfer machen erschütternde Aussagen vor Gericht

"Ich habe die nächsten zwei Wochen danach im Krankenhaus verbracht und mich übergeben bis ich fast tot war."


Manhattan, New York:
Zahlreiche Opfer des verstorbenen mutmaßlichen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein haben vor Gericht über ihr Leid berichtet.


Auch Virginia Giuffre nimmt an der Anhörung teil. Sie bekräftigt, dass Prinz Andrew sie missbraucht habe.


"Er weiß genau, was er getan hat. Und ich hoffe darauf, dass er die Wahrheit sagt."


Epstein habe sie zwischen 1999 und 2001 dreimal zum Sex mit dem Royal gezwungen.


"Ich wurde im jungen Alter bei Mar-A-Largo rekrutiert und in einer Welt eingeschlossen, die ich nicht verstanden habe. Und seitdem kämpfe ich gegen diese Welt. Ich werde den Kampf nicht aufgeben. Ich werde nicht schweigen, bis diese Menschen zur Rechenschaft gezogen werden."
Insgesamt 16 Missbrauchsopfer sagen an diesem Tag gegen Epstein und mögliche Mittäter aus.
Zu einem Prozess gegen Epstein wird es aufgrund seines mutmaßlichen Suizids nicht kommen.
Der Herzog von York hat die Anschuldigungen vehement dementiert.
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Auch nach seinem Tod beschäftigt Jeffrey Epstein die Gerichte. In New York haben nun 16 Frauen, die Epstein Missbrauch und Vergewaltigung vorwerfen, berichtet, was der verstorbene Millionär ihnen angetan haben soll.

Zahlreiche mutmaßliche Missbrauchsopfer des verstorbenen US-Millionärs Jeffrey Epstein haben bei einer emotionalen Gerichtsanhörung über ihr Leid berichtet. Vor einem Bundesgericht in Manhattan sagten am Dienstag 16 Frauen aus, sieben weitere Frauen ließen sich von Anwälten vertreten. "Heute stehen wir zusammen", sagte die Schauspielerin Anouska De Georgiou, die nach eigenen Angaben von Epstein sexuell missbraucht wurde. "Ich werde nicht weiter ein Opfer sein und nicht einen Tag länger schweigen."

Chauntae Davies schilderte vor Gericht, sie habe sich in einem Krankenhaus zwei Wochen lang übergeben müssen, nachdem sie von Epstein vergewaltigt worden sei. Der Investment-Millionär habe "krankhaft" junge Frauen missbraucht. Eine andere Frau sagte, sie sei Epsteins "Sklavin" gewesen. "Ich habe mich machtlos und beschämt gefühlt." Epstein habe gedroht, sie zu töten, sollte sie nicht mehr Jungfrau sein.

Minderjährige zur Prostitution angestiftet?

Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der Investmentbanker war bereits 2008 wegen der Prostitution junger Frauen zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt worden und wurde seitdem als Sexualverbrecher geführt.

Nach einer erneuten Festnahme wurde der 66-Jährige am 10. August tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm er sich das Leben. Bei einer Verurteilung hätten dem US-Multimillionär, der gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht.

Opfer sollten auch ohne Prozess aussagen dürfen

Mit der Gerichtsanhörung von Dienstag wollte Richter Richard Berman den mutmaßlichen Missbrauchsopfern Gelegenheit geben, über ihr Leid zu sprechen, weil es nun nie zu einem Prozess gegen Epstein kommen wird. Er würdigte den "Mut" der Frauen, von denen sich viele nie zuvor öffentlich geäußert hatten.

Die meisten der Frauen zeigten sich wütend darüber, dass Epstein nicht mehr vor Gericht gestellt werden kann. "Ich bin sehr wütend und traurig, weil der Gerechtigkeit in diesem Fall nie Genüge getan wurde", sagte Courtney Wild. Epstein sei ein "Feigling". Jennifer Araoz sagte, Epstein wolle ihr selbst nach seinem Tod Leid zufügen. Dass sie dem Sexualverbrecher nicht vor Gericht entgegentreten könne, "zerfrisst meine Seele".

"Er hat nicht allein gehandelt"

Die Frauen riefen zudem die Justiz auf, mögliche Mittäter zu verfolgen. "Bitte, bitte, bitte, bringen Sie zu Ende, was sie begonnen haben", sagte Sarah Ransome. "Er hat nicht allein gehandelt." Epstein habe vielmehr einen internationalen Ring von Frauenhändlern geführt.

In dem Fall sind unter anderem Vorwürfe gegen den britische Prinzen Andrew und gegen Epsteins frühere Freundin Ghislaine Maxwell laut geworden. Beide haben die Vorwürfe bestritten.

tkr/Peter Hutchinson AFP

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