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Fall in Angarsk: Wie aus einem Polizisten der grausamste Serienmörder Russlands wurde

20 Jahre lang verschwanden in Angarsk Frauen: Schulmädchen, Lehrerinnen, Hausfrauen. Sie alle fielen einem Mann zum Opfer: Michail Popkow. Wegen 22 Morden ist er bereits verurteilt worden, wegen 59 weiteren steht er jetzt erneut vor Gericht.

Russland: Michail Popkow demonstriert der Polizei, wie er eins seiner Opfer getötet hat.

Russland: Michail Popkow demonstriert der Polizei, wie er eins seiner Opfer getötet hat. 

Jeden Abend, wenn Michail Popkow nach Hause kam und seinen Wagen in der Garage abstellte, reinigte er fein säuberlich die Fußmatten. Jeden Morgen bevor er wieder in seinen Wagen stieg, wischte er gründlich die Armaturen ab. Popkow liebte die Sauberkeit, fast noch mehr als sein Auto. Und wenn er nach Hause kam, warteten seine schöne Frau und seine liebreizende Tochter auf ihn. Sie hatten das große Los gezogen, dachten sich die neidischen Nachbarn.

Popkow kam fast wie ein Prinz auf einem weißen Pferd daher. "Er war athletisch, klug, nüchtern, mit einem guten Sinn für Humor. Ein ausgezeichneter Liebhaber", erinnerte sich eine frühere Geliebte. Und er war Polizist. In den wilden, bettelarmen 90er Jahren war er ein Hauptgewinn. Denn der Offiziersrang eines Unterleutnants bedeutete nicht nur Prestige, sondern war auch ausgesprochen einträglich.

Was sich hinter der Uniform verbarg, wusste in Popkows Heimatstadt Angarsk jedoch niemand. Lediglich die Frauen, deren grausam zugerichteten Leichen in den umliegenden Wäldern lagen, hätten davon berichten können. Aber die Toten schweigen bekanntlich.

Die Morde

Mitte der 90er Jahre fingen in der südrussischen Stadt die Leichenfunde an. Frauen unterschiedlichster sozialer Schichten und unterschiedlichsten Alters verschwanden von den Straßen und tauchten leblos in der umliegenden Gegend wieder auf: vergewaltigt, erstochen oder erschlagen. Einen Zusammenhang zwischen den Morden sah lange niemand. Erst 2002, nachdem die russischen Presse vom "Angarsker Serienkiller" zu schreiben begann, wurde eine Sonderermittlungskommission eingerichtet. Doch auch sie tappte lange im Dunkeln - während der Täter direkt vor ihrer Nase saß.

Zehn Jahre lang mordete er weiter. Er wusste wie. "Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, meine Spuren zu verwischen. Ich hinterließ erst keine", sollte er später einmal erzählen. 

"Es gab nichts, woran wir uns hätten festbeißen können", erklärte nun der Ermittler Sergei Samoilow das Versagen der Polizei. Er gehörte damals der ermittelnden Kommission an. "In einem Fall führte eine Stichverletzung zum Tod, im anderen ein Schnitt, im dritten wurde auf das Opfer eingehackt. Außerdem wurden auch unterschiedliche Messer als Tatwaffe benutzt", sagte er der russischen Nachrichtenseite "Lenta.ru". "Natürlich hätte man auch damals schon den Modus Operandi erkennen können: Der Mörder benutzte in allen Fällen Tatwaffen mit scharfen Kanten, er zielte immer auf den Kopf des Opfers und benutzte immer ein Auto, um die Frauen aus der Stadt zu bringen. Aber in den späten 90er Jahren fehlte dieses Wissen noch."

Die Überführung

Dem Täter unterliefen aber schließlich doch Fehler: Er hinterließ Spermaspuren und sein Wagen Reifenspuren im Matsch. Die Ermittler wussten nun, welche Blutgruppe der Mann hatte und welches Auto er fuhr. Die männliche Bevölkerung von Angarsk wurde zu Massentests gebeten. Über 4000 Männer gaben ihre Proben ab. Im März 2012 blieb ein Kreis von 354 Verdächtigen übrig. Unter ihnen auch Michail Popkow.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Unterleutnant nicht mehr im Polizeidienst. Er war frühzeitig in Rente gegangen und verdiente seitdem sein Geld mit Autoreparaturen. Als er zum DNA-Test vorbeischaute, war er die Gelassenheit in Person, erinnerten sich später die Beamten, berichtet "Lenta.ru". Niemand schöpfte Verdacht.

Doch kaum war er aus dem Polizeibüro raus, suchte er einen Anwalt auf. Es bestehe die Möglichkeit, dass man ihn wegen einer Reihe an Morden anklagen könnte, berichtete er. Am nächsten Tag verließ er mit seiner Familie die Stadt. Man fuhr angeblich in den Urlaub. Zunächst führte der Weg nach Zentralrussland, dann nach Wladiwostok, im fernen Osten des Landes. 

Zu diesem Zeitpunkt saß die Polizei Popkow bereits im Nacken. Im Zug nach Wladiwostok wurde er festgenommen.

Das Geständnis

Schnell war der Massenmörder geständig. 2015 wurde er wegen der Vergewaltigung und Ermordung von 22 Frauen und versuchten Mordes in zwei Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch die Ermittlungen gegen ihn wurden fortgesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er mindestens 59 weitere Morde begangen hat. Seit vergangenem Mittwoch steht Popkow nun wieder vor Gericht. 

Und gesteht weiter. Mehr hat er nicht zu verlieren. Nur zu gewinnen: Den traurigen Sieg über den Serienmörder Andrej Tschikatilo, der zu Sowjetzeiten 53 Menschen umgebracht hatte.

Die Rache

Seinen ersten Mord hat Popkow eigener Aussage zufolge 1992 begangen. Der Betrug seiner Frau soll der Auslöser gewesen sein. Eines Tages soll er zwei gebrauchte Kondome in der Mülltonne in der gemeinsamen Wohnung gefunden haben. "Ich habe ihr vergeben. Aber jeder Mensch verdaut das auf eigene Art und Weise. Alles, was danach kam, waren die Folgen davon", sagte er im Gespräch mit der Zeitung "Komsomolskaja Prawda"

Jeden Morgen sei er noch in den folgenden Monaten in ihr Zimmer gerannt und habe nachgesehen, ob er sie nicht umgebracht habe. "Deswegen habe ich auch fast nie Alkohol getrunken. Ich habe befürchtet, ich könnte etwas Schreckliches tun."

Seine Frau ließ er am Leben, doch andere mussten für ihren vermeintlichen Fehler bezahlen. Beseelt von seinem Hass auf Frauen begann er seinen "Rachefeldzug". Er fuhr durch die Stadt, hielt nach Tramperinnen Ausschau. 

"Zu Opfern wurden diejenigen, die nachts ohne männliche Begleitung und bestimmtes Ziel unterwegs waren. Die betrunken auf der Straße torkelten, sich unbedacht verhielten, keine Angst hatten, mit mir ins Gespräch zu kommen und sich in mein Auto auf der Suche nach Abenteuern setzten", gab er bei der Polizei zu Protokoll, das der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" vorliegt. 

Zeigten sich die Opfer seinen Avancen zugänglich, so kaufte Popkow Alkohol und brachte sie aus der Stadt. "Nicht alle Frauen wurden zu Opfern, nur diejenigen, die eine bestimmte negative Verhaltensweise an den Tag legten. Ich hatte den Wunsch ihnen eine Lehre zu erteilen und sie zu betrafen. Damit andere sich nicht genauso benehmen, Angst haben."

Bei Untersuchungsexperimenten hat Popkow Wissen demonstriert, das nur der Mörder haben kann

Bei Untersuchungsexperimenten hat Popkow Wissen demonstriert, das nur der Mörder haben kann

Das doppelte Leben in Russland

Bei seinen Morden trug Popkow meistens seine Uniform. Die Wahl der Tatwaffe war immer zufällig. "Ich konnte jeden Gegenstand benutzen, der bei mir im Auto lag: ein Messer, eine Axt, einen Schlagstock", sagte er aus. Sogar Nägel wurden in seinen Händen zu Waffen. Die Messer nahm er oft von der Polizeiwache mit. Dort lagerten sie, nachdem sie Verbrechern bei ihren Festnahmen abgenommen worden waren. Nach seinen Morden brachte er sie dann wieder zurück. So lenkte er geschickt den Verdacht auf bereits verhaftete Personen.

"Ich führte zwei Leben. In einem war ich ein gewöhnlicher Mensch, arbeitete fleißig bei der Polizei. Ich hatte eine Familie. Meine Frau und meine Tochter hielten mich für einen guten Ehemann und Vater, was auch der Realität entsprach. In meinem anderen Leben beging ich jedoch Morde, die ich sorgfältig vertuscht habe", erzählte Popkow bei einer seiner Befragungen den Ermittlern.

Das Wissen eines Mörders 

Sollte Popkow in dem neuen Prozess schuldig gesprochen werden, würden seine Taten als grausamste Mordserie in die russische Kriminalgeschichte eingehen. Zweifel daran, dass der 53-Jährige tatsächlich die Morde begangen hat, gibt es kaum. Er hat schließlich schon viele gestanden und zu viele Details hat er bereits preisgegeben, die niemand außer dem Mörder wissen kann. So verwies er unter anderem ganz genau auf die Orte, wo er zehn seiner Opfer verscharrt hatte. Diese galten bis dahin lediglich als vermisst.

Und die Ermittler schließen nicht aus, dass Popkow noch mehr Morde begangen hat. In den benachbarten Provinzen rund um Angarsk sind zu viele ähnliche Fälle in den Akten verzeichnet. Popkow selbst gibt sich bislang geheimnisvoll. "Unter Umständen werden wir uns wiedersehen", verabschiedete er sich vieldeutig von den Ermittlern bei seiner letzten Befragung.

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Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg