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Südafrika sorgt sich um Ex-Präsidenten: Nelson Mandela ins Krankenhaus eingeliefert

Nelson Mandela ist das Symbol des Anti-Apartheidkampfes und führte sein Land in die ersten freien Wahlen. Nun sorgt sich Südafrika um den 93-jährigen Ex-Präsidenten. Seit Samstag wird er von Spezialisten in einer Klinik behandelt.

Der frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela ist am Samstag ins Krankenhaus gebracht worden. Grund seien Beschwerden im Unterleib, unter denen der 93-Jährige bereits seit geraumer Zeit gelitten habe, teilte das Präsidialamt in Johannesburg mit. Mandela solle nun von Spezialisten untersucht werden. Er leide seit geraumer Zeit unter Beschwerden im Unterleib und müsse nun von Spezialisten behandelt werden, teilte das Büro von Südafrikas Präsident Jacob Zuma mit. Es sei ein geplanter Aufenthalt gewesen und kein Notfall, fügte ein Sprecher Zumas hinzu.

Weitere Details sollten aus Respekt vor Mandelas Privatsphäre vorerst nicht veröffentlicht werden, hieß es. Mandela sei "guten Mutes und wohlauf", sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Berichte über eine Operation in der vergangenen Nacht wurden zunächst nicht bestätigt.

"Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung", teilte Präsident Jacob Zuma mit. "Wir versichern ihm die Liebe und die besten Wünsche aller Südafrikaner und Menschen weltweit."

Die Gesundheit des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Das Land hatte sich bereits Anfang 2011 um die Ikone der Antiapartheidbewegung gesorgt, als Mandela über mehrere Tage in einer Klinik behandelt werden musste. Seither hat sich der Friedensnobelpreisträger größtenteils aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt in seinen Heimatort Qunu im Südosten des Landes.

Angehörige veröffentlichten im Mai Fotos von Mandela, wie er von Zuhause aus seine Stimme bei einer Kommunalwahl abgab und einen Monat später US-First Lady Michelle Obama und ihre Kinder traf.

Mandela hatte für seine Rolle im Kampf gegen das rassistische Apartheid-System 27 Jahre lang in Haft gesessen. Als Führer der Schwarzen wies er einer tief gespaltenen Gesellschaft den Weg zu Demokratie und Versöhnung.

Im Februar 1990 verließ Mandela das Gefängnis als freier Mann, das Ende der Apartheid war gekommen. 1994 gewann Mandelas ANC mit überwältigender Mehrheit die ersten freien Wahlen in Südafrika. Mandela wurde Staatspräsident und blieb bis 1999 im Amt.

tmm/DPA/AFP / DPA