Unfälle In Afrika ist Fliegen besonders gefährlich


Nirgendwo auf der Welt ist Fliegen gefährlicher als in Afrika. Neben Beinah-Crashs und Unglücken mit wenigen Opfern kommt es immer wieder zu Katastrophen mit sehr vielen Toten.

Nirgendwo auf der Welt ist Fliegen gefährlicher als in Afrika. Neben Beinah-Crashs und Unglücken mit wenigen Opfern kommt es immer wieder zu Katastrophen mit sehr vielen Toten. Zuletzt gab es im Dezember 138 Opfer, als eine Boeing 727 vor der Küste von Benin in den Atlantik stürzte. Im Juli 2003 waren 116 Menschen in einer B-737 vor Port Sudan gestorben. Vier Monate zuvor kamen im Süden Algeriens 102 Menschen ums Leben. Unklar ist bis heute, wie viele Menschen am 8. Mai 2003 bei Kinshasa (Kongo) aus der offenen Ladeklappe einer Frachtmaschine gesogen wurden.

Eine Schreckensbilanz jagt die nächste

Im Mai 2002 war ein nigerianisches Flugzeug nach dem Start in Kano auf dicht besiedeltes Gebiet gestürzt: 148 Tote. Als ein kenianischer Airbus am 30. Januar 2000 vor der Elfenbeinküste verunglückte, kamen 169 Menschen ums Leben. Am 8. Januar 1996 starben in Kinshasa (Zaire) 298 Menschen, als eine Frachtmaschine über die Startbahn hinausschoss und einen Marktplatz niederwalzte. Eine entführte äthiopische Passagiermaschine stürzte wegen Treibstoffmangels am 23. November 1996 vor den Komoren-Inseln ins Meer. 127 Menschen kamen ums Leben.

Fast ein Drittel aller Flugzeugkatastrophen

In Afrika ereigneten sich im Jahr 2002 fast 27 Prozent (2001: zwölf Prozent) aller tödlichen Unfälle mit mehrmotorigen Maschinen, obwohl auf den Kontinent nur drei Prozent der zivilen Flugbewegungen entfallen. Nach einer Boeing-Studie aus dem Jahr 2000 ist die Gefahr, bei einem Flugzeugunglück ums Leben zu kommen, in Afrika 14 Mal größer als in Mittel- und Westeuropa.

Schlechte Wartung

Für die Unfälle macht der Pilotenverband mangelnde Ausrüstung der Fluglotsen und unzureichende Bodenkontrollen verantwortlich. Ferner seien die Maschinen oft überaltert.

DPA

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