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Unwetter in den USA und Mexiko: "Autos auf den Häusern, Tote auf den Straßen"

Mehrere Tornados haben in Nord- und Mittelamerika schwere Verwüstungen angerichtet. In Texas kam es außerdem zu Überschwemmungen. Mindestens 12 Menschen werden noch vermisst.

Land unter: Zwei Kinder am Rand einer überschwemmten Straße in der texanischen Hauptstadt Austin

Land unter: Zwei Kinder am Rand einer überschwemmten Straße in der texanischen Hauptstadt Austin

Bei einem Tornado im Norden Mexikos sowie bei Unwettern in den US-Bundesstaaten Texas und Oklahoma sind seit dem Wochenende mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. In Mexiko wurden am Montag bei dem Wirbelsturm in Ciudad Acuña im nördlichen Bundesstaat Coahuila nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen getötet und 229 weitere verletzt. Der Sturm zerstörte zudem rund 750 Gebäude und zahlreiche Fahrzeuge. Das Innenministerium rief den Notstand aus.

"Autos liegen auf den Häusern, tote Menschen auf den Straßen", sagte eine Anwohnerin der mexikanischen Zeitung "La Jornada". "Es ist das totale Chaos." Rund 80 Gebäude wurden nach Behördenangaben komplett zerstört.

Die Rettungsarbeiten dauerten noch an, schreibt Acuñas Bürgermeister Evaristo Lenin Pérez auf Twitter. Mexikos Präsident Enrique Peña will mit Vertretern seines Kabinetts in das Katastrophengebiet an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas zu reisen, um sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Schäden zu machen.

In Texas und Oklahoma wurden bei Tornados am Samstag und Sonntag mindestens fünf Menschen getötet, berichtet die Zeitung "USA Today". Nach massiven Überschwemmungen im Bezirk Hays County südlich von Austin wurden mindestens 12 Menschen vermisst. Dort trat der Blanco-Fluss über die Ufer und riss Autos und Häuser mit. Gouverneur Gregg Abbott sagte vor Journalisten, das Wasser habe die Wucht eines Tsunamis gehabt. "Man kann das nicht mit Zuckerguss zukleistern: Es ist wirklich gewaltig." Er rief für 37 Bezirke den Notstand aus. Rund 2000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

tim/DPA / DPA