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Bandenkrieg in Mexiko Blutbad hinter Gittern: 28 Tote in Gefängnis in Acapulco

In einem Gefängnis in Acapulco starben 28 Menschen. Ihre Familien legten sich außerhalb der Haftanstalt mit der Polizei an
In einem Gefängnis in Acapulco starben 28 Menschen. Vor der Haftanstalt kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen ihren Familien und der Polizei.
Lange galt Acapulco als glamouröser Badeort, jetzt als gefährlichste Stadt Mexikos. Die Stadt wird von Bandenkriegen heimgesucht. Zuletzt verloren die Sicherheitskräfte zeitweise die Kontrolle über eine Haftanstalt. 28 Menschen starben.

Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Banden in einem Gefängnis in Mexiko sind 28 Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere seien bei der Auseinandersetzung in der Haftanstalt im Badeort Acapulco verletzt worden, teilten die Sicherheitsbehörden des Bundesstaats Guerrero am Donnerstag mit.  Zahlreiche Sicherheitskräfte seien in das Gebiet verlegt worden. In dem Gefängnis sitzen zahlreiche Schwerverbrecher ein. 

Zu Tode geprügelt oder niedergestochen

Die Kämpfe waren bereits am frühen Morgen ausgebrochen. Zunächst war von fünf Toten die Rede gewesen. Die Polizei habe vier Häftlinge im Hochsicherheitstrakt mit durchgeschnittenen Kehlen aufgefunden, hieß es damals, auch Schüsse seien zu hören gewesen. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" mit Verweis auf mexikanische Behörden online berichtet, hätten die Sicherheitkräfte phasenweise die Kontrolle über den Hochsicherheitstrakt der Haftanstalt verloren. Die Häftlinge hätten sich zu Tode geprügelt oder niedergestochen. Schusswaffen wurden angeblich nicht verwendet.

Später teilten die Behörden mit, die Sicherheitskräfte hätten das Gefängnis wieder unter Kontrolle. Soldaten sicherten die Umgebung der Haftanstalt.

Gefängnisse chronisch überfüllt, immer wieder Gewalt

In Mexikos chronisch überlasteten Gefängnissen kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Ausbrüchen. Erst Anfang Juni wurden bei einem Polizeieinsatz in einer Haftanstalt im Bundesstaats Tamaulipas sieben Menschen getötet. Anfang vergangenen Jahres kamen bei Kämpfen zwischen zwei Fraktionen des Verbrechersyndikats Los Zetas in einem Gefängnis in Monterrey 49 Menschen ums Leben.

Acapulco, einst ein glamouröser Badeort, wird seit Jahren von Gewalt zwischen rivalisierenden Drogenbanden erschüttert. Mehrere Verbrechersyndikate kämpfen um die Vorherrschaft. Acapulco gilt als gefährlichste Stadt Mexikos. 

Überhaupt nimmt die Gewalt in Mexiko seit einiger Zeit deutlich zu. Im Mai wurden 2186 Menschen getötet - der höchste Wert seit Beginn der systematischen Erhebung vor 20 Jahren. Seit Jahresbeginn wurden 9916 Menschen getötet, 29,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2016. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im gesamten vergangenen Jahr 876 Menschen Opfer von Mord und Totschlag.

pg DPA AFP

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