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Virus-Epidemie außer Kontrolle 121 Ebola-Tote an nur einem Tag in Sierra Leone


In Sierra Leone steigt die Zahl der Ebola-Toten sprunghaft an. An nur einem Tag starben 121 Menschen an der Viruskrankheit. Der erste Patient in den USA schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Die Ebola-Epidemie gerät in Sierra Leone immer stärker außer Kontrolle. Der offiziellen Statistik der Gesundheitsbehörden zufolge starben allein im Laufe des Samstags in dem Land 121 Menschen an Ebola, so viele wie nie zuvor seit Ausbruch der Epidemie. Zugleich seien 81 neue Fälle bekanntgeworden, berichtete die Behörde. Damit stieg die Zahl der Ebola-Toten in dem westafrikanischen Land auf 678 an. Helfer gehen aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

Im gesamten Westafrika geht die Weltgesundheitsorganisation mittlerweile von rund 3500 Toten aus. Insgesamt waren bis Freitag 7492 Krankheitsfälle gemeldet. Betroffen sind vor allem Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Ebola-Verdacht bei US-Arzt nicht bestätigt

Ein neuer Ebola-Verdacht bei einem zuvor von dem Virus geheilten US-Arzt hat sich unterdessen nicht bestätigt. Die Laborergebnisse seien negativ gewesen, teilte die zuständige US-Gesundheitsbehörde mit. Der Arzt und christliche Missionar Rick Sacra, der sich in Liberia mit Ebola infiziert hatte, war Ende September zunächst geheilt aus der behandelnden Klinik in den USA entlassen worden. Allerdings wurde er am Samstag erneut mit Symptomen eingeliefert und unter Quarantäne gestellt. Diese sei nun aufgehoben worden, hieß es.

Der US-Kameramann des Nachrichtensenders NBC News, der sich ebenfalls im westafrikanischen Liberia mit Ebola infizierte, war am Montag auf dem Weg zur Behandlung in den USA. Dort soll er ins Nebraska Medical Center eingeliefert werden, wo auch Sacra behandelt wurde.

Patient in Texas weiter in Lebensgefahr

Erstmals war zuletzt auch ein Mensch in den USA selbst mit Ebola diagnostiziert worden. Der Patient schwebt weiter in Lebensgefahr. Sein Zustand habe sich nicht verbessert, teilte das Texas Health Presbyterian Krankenhaus in Dallas mit. Der Mann werde derzeit nicht mit experimentellen Medikamenten wie "ZMapp" behandelt, sagte der Direktor der US-Gesundheitsbehörde CDC, Thomas Frieden, bei einer Pressekonferenz.

"Es gibt davon nur sehr wenig auf der Welt und soweit ich das richtig verstehe, ist das alles aufgebraucht. Es dauert sehr lange, mehr davon herzustellen, also wird es noch eine ganze Weile lang nicht vorhanden sein."

mka/AFP/DPA/Reuters DPA Reuters

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