HOME

Nach Explosion von "Cygnus": Die lange Suche nach der Ursache

Am Dienstagabend explodierte die Nasa-Trägerrakete "Cygnus" nur Sekunden nach dem Start. Das Unglück wird die Diskussion über private Raumfahrt neu entfachen und noch lange Fragen offen lassen.

Der Weltraumbahnhof Wallops im US-Bundesstaat Virginia

Der Weltraumbahnhof Wallops im US-Bundesstaat Virginia

Über den Weltraumbahnhof auf der Wallops-Island an der amerikanischen Atlantikküste senkt sich die Dämmerung. Nachtstarts sind für Raumfahrtfans stets ein besonderer Kick. Auch diesmal hebt die Rakete mit einem riesigen Feuerschweif ab - ein gewaltiger Anblick.

Doch plötzlich verwandelt sich der Feuerschweif an diesem warmen Abend in einen riesigen Feuerball, der alles zu verschlingen scheint.

Irgendetwas ist furchtbar schiefgelaufen. Mit der Explosion der Antares-Rakete und dem Verlust des unbemannten Raumfrachters "Cygnus" erleidet die US-Raumfahrt den schwersten Rückschlag seit Jahren. Geraten die Flüge mit privaten Betreibern ins Trudeln?

Fehlerhaftes Triebwerk?

Schockiert und schmallippig reagieren die US-Weltraumbehörde Nasa und die Betreibergesellschaft Orbital Sciences. Selbst auf Twitter herrscht am Dienstagabend minutenlang betretenes Schweigen. "Der Unfall ereignete sich kurz nach dem Abheben", lässt die Nasa kryptisch verlauten. "Ein katastrophales Versagen", meint Orbital Sciences. Doch bis die Ursachen gefunden sind, dürften Wochen und Monate vergehen - brennende Fragen bleiben ohne Antwort.

Es sind Fragen von Journalisten, die darauf hinweisen, dass das Triebwerk AJ-26 der Antares-Rakete auf ein russisches Modell zurückgeht - das bereits über 40 Jahre alt ist. Zudem gab es im Mai einen Test mit einem AJ-26-Triebwerk, der fehlschlug.

"Das war ein Triebwerk, das dafür geschaffen war, Astronauten zum Mond zu bringen", wehrt der Ex-Nasa-Astronaut Frank Culbertson und derzeitige Vizepräsident von Orbital Sciences Fragen ab. Es habe vor dem Start alle notwendigen Tests geben. "Wir haben keine Anomalitäten gefunden". Zwar wurde das Triebwerk in den USA aufwendig modernisiert und weiterentwickelt. Doch die Frage bleibt: War es ein kluger Schachzug, auf ein russisches Uralt-Triebwerk zurückzugreifen?

Private Raumfahrt im Visier

Schon kommen aus Moskau erste Schuldzuweisungen. Die Amerikaner hätten das ursprünglich sowjetische Triebwerk NK-33 modifiziert, dabei sei die Rakete wohl instabil gemacht worden, mutmaßt Raumfahrtexperte Igor Marinin öffentlich. Schimmert da die alte Konkurrenz der Raumfahrtnationen USA und Russland durch?

Das Unglück, darin sind sich so gut wie alle Experten am Mittwoch einig, wird die Diskussion über private Raumfahrt neu entfachen - auch Präsident Barack Obama wird sich kaum heraushalten können.

Das Outsourcing von Versorgungsflügen zur ISS an Private erschien der Regierung Obama seinerzeit geradezu als "Wunderwaffe", um schwindelerregende Nasa-Ausgaben in den Griff zu kriegen. Trotz massiver Kritik wurde das Shuttle-Programm 2011 eingestellt - über 30 Jahre waren die Shuttles die "Arbeitspferde" der Nasa gewesen.

Zu sehr in den Händen der Russen

Obama, so Kritiker, präsentierte sich bei seiner Streichaktion nicht gerade als Raumfahrtfan - Geldknappheit habe diese Schritte unausweichlich gemacht, beharren dagegen Befürworter der Obama-Strategie. Rächt sich jetzt das Outsourcing?

Immer wieder führen vor allem Republikaner an, die USA begäben sich allzu sehr in die Hände der Russen - seit Jahren sind amerikanische Astronauten, die zur ISS wollen, auf Mitfluggelegenheiten der Russen angewiesen. Seit 2011 hat sich das Verhältnis der beiden Großmächte empfindlich abgekühlt - seit der Ukraine-Turbulenzen herrscht sogar wieder Eiszeit.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.