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Fukushima: AKW-Betreiber will radioaktives Meerwasser entseuchen

Schon Ende Mai soll das Gerät einsatzbereit sein: Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima will das radioaktiv verseuchte Meerwasser vor der zerstörten Anlage mit einem neu entwickelten Apparat dekontaminieren.

Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima will einen Apparat zur Dekontaminierung des radioaktiv verseuchten Meereswassers entwickeln. Tepco (Tokyo Electric Power Co.) hoffe, das Gerät Ende Mai im Pazifik in der Nähe von Fukushima einsetzen zu können, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. Durch den Container mit Zeolith soll Wasser gepumpt werden. Unerwünschte Ionen wie das radioaktive Cäsium-137 sollen so entzogen und im Zeolith gebunden werden.

Die Radioaktivität im Meeresgrund vor dem Atomkraftwerk Fukushima Eins liege 100- bis 1000-fach höher als im Normalfall, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag unter Berufung auf Tepco. Das Unternehmen hatte demnach am Freitag Proben aus einer Tiefe von 20 bis 30 Metern entnommen und später untersucht. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März waren große Mengen radioaktiv belasteten Wassers aus dem unmittelbar am Pazifik gelegenen Kraftwerk ins Meer gelaufen.

mad/DPA / DPA