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Golf von Mexiko: BP kann Öl wieder absaugen

Aufatmen bei BP: Die schwere Panne mit dem Absaugtrichter über dem lecken Bohrloch im Golf von Mexiko ist dem Energiekonzern zufolge behoben. Den Experten sei es gelungen, die Vorrichtung wieder zum Laufen zu bringen.

Nach stundenlanger Unterbrechung wegen technischer Probleme wird an dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko wieder austretendes Öl aufgefangen. Das teilte der Energiekonzern BP nach einem Bericht des US-Senders CNN am späten Mittwochabend (Ortszeit) mit. Demnach gelang es den Experten, eine Kappe wieder anzubringen, die das Rohöl über dem Bohrloch sammelt. Das Gerät, das am Meeresboden in 1500 Meter Tiefe austretendes Gas und Rohöl auffangen und an ein Tankschiff an der Oberfläche leiten soll, hatte am Vormittag nach einem Zusammenstoß mit einem Unterwasserroboter entfernt werden müssen.

Die Kappe sei wieder an ihrem Platz und funktioniere, teilte BP dem Bericht zufolge mit. Nach der Kollision mit dem Roboter hatte es Probleme mit einer Abzugsöffnung an dem Gerät gegeben. Dadurch habe die Gefahr bestanden, dass sich Eiskristalle bilden und die Auffangvorrichtung ganz verstopfen, erklärte der Einsatzleiter der US-Regierung. Die Kappe war daraufhin entfernt worden.

Ein zweites, kleineres Auffangsystem am Bohrloch war nach BP-Angaben von der Störung nicht betroffen. Der größte Teil des austretenden Öls wird jedoch von der nun wieder installierten Kappe über dem Sicherheitsventil, dem sogenannten Blowout Preventer, aufgefangen. Allein am Dienstag hatte dieses System nach Angaben des Energiekonzerns 25.830 Barrel aufgefangen, die größte bisher an einem Tag gesammelte Menge.

Nach Schätzungen des US-Regierung strömen aus dem Bohrloch seit der Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April täglich bis zu 60.000 Barrel Rohöl ins Meer. Ein Barrel Öl entspricht 159 Litern.

DPA/AFP / DPA
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