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Hubschrauberunglück in Glasgow: Rettungskräfte bergen neuntes Todesopfer

Nach dem Absturz eines Hubschraubers sind die Bergungsarbeiten in vollem Gange. Rettungskräfte haben erneut eine Leiche gefunden. Es werden weitere Todesopfer befürchtet.

Nachdem ein Polizeihubschrauber im schottischen Glasgow in einen Pub gestürzt ist, wurde ein neuntes Todesopfer geborgen. Man könne nicht ausschließen, dass unter dem Wrack des Helikopters noch weitere Leichen liegen, hieß es von den Rettungskräften. Am Montag sollten die Überreste des Hubschraubers mit einem Kran aus dem Haus gehoben werden. Um mögliches Beweismaterial zur Ursache des Unglücks zu sichern, dürfe die Maschine dabei möglichst wenig beschädigt werden, sagte ein Polizeisprecher dem Rundfunksender BBC.

Bei dem Unglück war am Freitagabend aus noch unbekannter Ursache ein Polizeihubschrauber auf ein gut besuchtes Pub in der schottischen Stadt gestürzt. Manche Augenzeugen berichteten, der Helikopter sei "wie ein Stein" in das Flachdach des Gebäudes gestürzt. Andere sprachen dagegen von einem Absturz "wie in Zeitlupe". Zur Unglückszeit hatte eine Band gespielt. Rund 120 Menschen befanden sich in der Kneipe. Zwölf Verletzte wurden am Sonntag noch in Krankenhäusern behandelt.

Staatstrauer am Feiertag

Am Sonntag versammelten sich überall in Schottland Trauernde zu Gedenkgottesdiensten für die Todesopfer und ihre Hinterbliebenen. Bereits am Samstag hatte es bei Fußballspielen in ganz Schottland Gedenkminuten gegeben. Nahe der Absturzstelle wurden Blumen niedergelegt. Großbritanniens Premierminister David Cameron lobte die Einsatzbereitschaft vieler freiwilliger Helfer.

Ministerpräsident Alex Salmond ordnete für das Wochenende - wegen des traditionellen Gedenkens an den Schutzheiligen St. Andrew eigentlich ein Freudenfest in Schottland - Trauerbeflaggung an. Die blaue Fahne mit weißem Andreaskreuz wehte auf öffentlichen Gebäuden auf halbmast. "Es ist ein schwarzer Tag für Glasgow und Schottland", sagte Salmond.

ono/DPA / DPA