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Indonesien: Zehn Jahre nach Tsunami finden Eltern totgeglaubte Tochter

Im Dezember 2004 wurde die damals vierjährige Raudhatul von den Wassermassen des verheerenden Tsunamis fortgerissen. Seither dachten die Eltern, ihre Tochter sei tot - doch das Kind lebt.

Die zerstörte Küstenregion zwischen Banda Aceh und Meulabohas nach dem Tsunami 2004: Allein in der Provinz Aceh starben damals rund 170.000 Menschen.

Die zerstörte Küstenregion zwischen Banda Aceh und Meulabohas nach dem Tsunami 2004: Allein in der Provinz Aceh starben damals rund 170.000 Menschen.

Fast zehn Jahre nach dem verheerenden Tsunami hat ein Elternpaar in Indonesien seine totgeglaubte Tochter wiedergefunden. Die damals vierjährige Raudhatul war Ende 2004 mit ihrem drei Jahre älteren Bruder von den gewaltigen Wassermassen weggerissen worden. Die Eltern aus der Provinz Aceh auf Sumatra hatten vergeblich versucht, ihre Kinder festzuhalten.

Nach Angaben der Mutter suchten sie rund einen Monat nach ihrer Tochter, hielten sie dann aber für tot - bis ein Onkel im Juni dieses Jahres ein Mädchen sah, das ihr ähnelte.

"Das ist ein Wunder Gottes", sagte die gerührte Mutter am Donnerstag. Sie habe sofort gewusst, dass es ihre Tochter sei, als sie das Mädchen am Mittwoch endlich wiedersah. "Mein Mann und ich sind so glücklich, dass wir sie wiedergefunden haben."

Eltern wollen nach Raudhatuls Bruder suchen

Eine ältere Frau aus der benachbarten Provinz Barat Daya hatte das Mädchen bei sich aufgenommen. Raudhatuls Angaben nach könnte auch ihr Bruder noch leben: Die beiden seien damals auf der Insel Banyak gestrandet. Die Eltern wollen nun nach dem Jungen suchen.

Der Tsunami, der am 26. Dezember 2004 auf ein heftiges Seebeben folgte, tötete 230.000 Menschen in 14 Ländern rund um den Indischen Ozean. In Aceh starben rund 170.000 Menschen.

mad/DPA / DPA
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