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Landeanflug in Hamburg: Fragen rund um die Beinahe-Katastrophe

131 Passagiere eines Lufthansa-Fluges sind in Hamburg nur knapp einer Katastrophe entkommen. Doch warum hat die Co-Pilotin den Landeanflug vorgenommen? Und wie werden Piloten auf diese Situationen vorbereitet? stern.de beantwortet wichtige Fragen rund um das Beinahe-Unglück.

Der Hamburger Flughafen ist während des "Emma"-Orkans nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Kurz vor dem Aufsetzen auf der Landebahn erfasste eine starke Windböe die rechte Tragfläche der aus München kommenden Lufthansa-Maschine "Suhl". Der Airbus A 320 geriet in Schräglage, und der linke Flügel touchierte den Asphaltboden. Der Flieger geriet dadurch ins Schlingern, die 131 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord wurden kräftig durchgeschüttelt. Es wurde niemand verletzt.

Bei dem Beinahe-Crash hat zunächst die 24-jährige Co-Pilotin und nicht der 39 Jahre alte Flugkapitän die Lufthansa-Maschine gesteuert. Das anschließende Durchstart-Manöver, mit dem ein Unglück verhindert wurde, nahm allerdings der Flugkapitän vor. Für ihn gab es in diesem Augenblick keine andere Wahl, als die Maschine durchzustarten.

Bei einer Landung wäre der Flieger von der Rollbahn abgekommen. So wurde lediglich ein Winglet - ein senkrechter Anbau am äußeren Ende der Tragfläche - beschädigt. Gleich mehrere Maschinen waren wegen der Orkanböen durchgestartet, ähnlich brenzlige Situationen wie bei der Lufthansa-Maschine gab es aber nicht. 19 Flüge mussten unter anderem wegen hoher Windgeschwindigkeiten gestrichen werden, 118 Flüge verspäteten sich.

Warum hat die Co-Pilotin und nicht der Flugkapitän die Maschine gesteuert?

Bei dem Beinahe-Crash hat zunächst die 24-jährige Co-Pilotin und nicht der 39 Jahre alte Flugkapitän die Lufthansa-Maschine gesteuert. Das erklärte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig und bestätigte damit einen entsprechenden Vorabbericht der "Bild"-Zeitung. Das anschließende Durchstart-Manöver, mit dem ein Unglück verhindert wurde, nahm einem Behördensprecher zufolge allerdings der Flugkapitän vor. Warum der wesentlich erfahrenere Oliver A. seiner Kollegin Maxi J. den Anflug während des Orkans erlaubt hatte, war zunächst unklar. "Der Anflug war eine Teamkooperation unter Leitung des Kapitäns", sagte ein Sprecher der Lufthansa in Frankfurt am Main. Derzeit liefen die Analysen. Weitere Angaben zu dem Unfall wollte er zunächst nicht machen. Der Rollentausch zwischen Piloten ist in Flugzeugen laut Experten nicht ungewöhnlich.

Warum war die Feuerwehr nicht auf dem Rollfeld?

Den Alarm dazu darf im Notfall nur der Pilot auslösen. Im vorliegenden Fall hatte sich der Pilot dagegen entschieden, deswegen war auch keine Feuerwehr auf dem Rollfeld.

Was wäre im Falle eines Katastrophenalarms geschehen?

Hätte der Pilot einen Alarm ausgelöst, wäre im Tower ein Notfallprogramm in Gang gesetzt worden. "Je nach Vorfall greift ein entsprechender Notfallplan", sagt Katja Tempel von Hamburg Airport. Am Hamburger Flughafen beispielsweise können die Einsatzkräfte der Feuerwehr innerhalb von zwei Minuten jeden Winkel des Geländes erreichen, so Tempel. Die Flughafen-Feuerwehr, insgesamt 80 Mann stark, ist rund um die Uhr besetzt.

Wer entscheidet, ob und wo ein Flugzeug landet?

"Der Pilot entscheidet selbst, auf welcher Landebahn er landet", sagt Axel Raab, Sprecher der Deutschen Flugsicherung. Die Flugsicherung darf eine Landung nicht verweigern, es sei denn, es liegen beispielsweise auf der Bahn Gegenstände herum. Im vorliegenden Fall hat sich der Pilot in Hamburg beim ersten - missglückten - Anflug für die Landebahn 23 entschieden. Die Flugsicherung hatte ihm aber nach eigenen Angaben beide, die Landebahnen 23 und 33, zur Verfügung gestellt. Beim zweiten - geglückten - Versuch landete der Pilot auf der Bahn 33.

Was passiert, wenn nur eine Landebahn zur Verfügung gestellt wird?

"Selbst wenn nur eine Landebahn vorgeschlagen worden wäre, hätte der Pilot die Entscheidungsfreiheit gehabt, auf einer anderen zu landen", sagt Axel Raab von der Deutschen Flugsicherung.

Warum hat sich der Pilot zuerst für die Landebahn 23 entschieden?

"Der normale Flugverkehr in Hamburg wird auf der 23 abgewickelt", sagt Axel Raab von der Deutschen Flugsicherung. Diese Bahn sei auch besser ausgestattet, sie verfügt über einen elektronischen Landeanflugsender.

War die Landebahn 33, für die sich der Pilot beim zweiten Landeanflug entschieden hat, sicherer?

Beide Landebahnen waren durch die Seitenwinde gleichermaßen betroffen, sagt Axel Raab von der Deutschen Flugsicherung. "Hätte der Pilot die 33 zuerst angeflogen, hätte ihn auch dort eine unerwartete Böe erwischen können", ist Raab überzeugt. Dem widerspricht Lothar Müller von der BFU: "Die 23 war die ungünstigere Landebahn, gleich die 33 anzufliegen, wäre besser gewesen."

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ermittelt nun. Warum?

Die BFU wird bei Schäden oder Unfällen tätig. "Das ist ein ganz normales Prozedere", sagt Lothar Müller von der BFU. Neue Erkenntnisse erhoffe man sich aus den Daten des Flugschreibers.

Wie verläuft eine Berufspilotenausbildung?

Beispiel Lufthansa: Nach einer 12-monatigen Theorieschulung geht es für die angehenden Piloten etwa vier Monate in die USA, wo der erste Teil der fliegerischen Schulung stattfindet. Zurück in Deutschland gibt es weitere Flugschulungen in Simulationsgeräten und im Schulflugzeug. Die fertigen Berufspiloten bewegen sich in einem komplexen System aus Elektronik und Computern, aus Information und Kommunikation. Daher sind Mehrfachbelastbarkeit, räumliche Orientierung und Teamfähigkeit zentrale Voraussetzungen. Technisches Verständnis, gute Kenntnisse in Englisch und Grundkenntnisse in Mathe und Physik werden ebenfalls gefordert.

Wie werden die Piloten auf turbulente Situationen wie diese in Hamburg vorbereitet?

Renate Hocke von der Deutschen Lufthansa AG: "Die Piloten gehen vier Mal im Jahr in den Simulator, davon sind zwei Simulatorchecks vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die anderen Simulatortermine werden als Trainingseingheiten genutzt, um spezifische Situationen nachzufliegen, die sich aus der Beobachtung der Linienfliegerei ergeben."

zen
18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus