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Malaysia Airlines: MH17-Passagier scherzt vor Abflug über Absturz

Vor dem Abflug stellte ein Passagier von Malaysian Airlines einen lustig gemeinten Kommentar und ein Bild der Maschine ins Netz. Was als Witz gedacht war, bekommt nach dem Absturz eine tragische Note.

Tragischer Post von MH17-Passagier "Cor Pan": "Fall es verschwindet, so sieht es aus."

Tragischer Post von MH17-Passagier "Cor Pan": "Fall es verschwindet, so sieht es aus."

Ein kurzer Schnappschuss vor dem Start in den Urlaub hat einem niederländischen Passagier des in der Ostukraine abgestürzten Flugzeugs MH17 zu trauriger Berühmtheit verholfen. Auf dem Weg zum Gate postete Facebook-Nutzer Cor Pan ein Foto der Maschine, die wenige Stunden später auf dem Weg nach Kuala Lumpur abstürzte. Unter dem Bild schrieb er: "Falls es verschwindet, so sieht es aus" - eine Anspielung auf Flug MH370, der seit März als verschollen gilt. Beide Flugzeuge gehörten zur Flotte von Malaysia Airlines.

Trauer von Freunden und Bekannten

Die ersten Kommentare unter dem Post wünschen Cor Pan und seiner Lebensgefährtin, die offensichtlich auch an Bord der Maschine war, noch einen schönen Urlaub. Nach Bekanntwerden des Absturzes mischt sich Sorge um die beiden unter die Beiträge, die schließlich zur traurigen Gewissheit wird: Bei dem abgestürzten Flugzeug in der Ukraine handelt es sich um den Flug von Cor Pan. Bild und Kommentar sind inzwischen mehr als 20.000 Mal geteilt worden. Für Freunde und Bekannte wird der Eintrag in dem Profil des Niederländers zur Anlaufstelle, um ihre Trauer und Bestürzung zum Ausdruck zu bringen. "Einfach sprachlos" ist der überwiegende Tenor dieser Einträge, die versuchen das Unfassbare zu begreifen.

Laut Malaysia-Airlines befanden sich insgesamt 298 Passagiere an Bord von Flug MH17, darunter 154 Niederländer, 27 Australier, 23 Malaysier, elf Indonesier, sechs Briten, vier Belgier, drei Philippiner sowie ein Kanadier. Auch vier Deutsche sollen sich an Bord der Maschine befunden haben. Die Nationalität der übrigen Passagiere ist bisher unklar.

db/AFP/AFP