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Nachrichten aus Deutschland Feuer in Stall – bis zu zehn Millionen Heuschrecken gestorben

Feuer in Crailsheim
In dem früheren Kuhstall in Crailsheim starben durch das Feuer bis zu zehn Millionen Heuschrecken
© Marvin Koss / Ostalb Network / DPA
Emden: 60-Jähriger mit fast drei Promille auf Aufsitzmäher unterwegs +++ Crailsheim: Feuer in Stall tötet Millionen Heuschrecken – 400.000 Euro Schaden +++ Düren: Mann löst mit Drogen-Experiment in seiner Wohnung Explosion aus +++ Nachrichten aus Deutschland.

Hinweis: Aktuelle Nachrichten zum Corona-Virus in Deutschland finden Sie hier. 

Emden: 60-Jähriger mit fast drei Promille auf Aufsitzmäher unterwegs

In Emden ist ein schwer betrunkener Mann mit einem Aufsitzmäher auf öffentlicher Straße unterwegs gewesen. Beamten war der 60-Jährige am Samstagnachmittag aufgefallen, wie die Polizei mitteilte. Ein erster Alkoholtest ergab einen Wert von 2,87 Promille. Auf der Dienststelle wurde dem Mann noch Blut für einen genaueren Test abgenommen. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein. 

Quelle: AFP

Crailsheim: Feuer in Stall tötet Millionen Heuschrecken – 400.000 Euro Schaden

Bei einem Brand in einem ehemaligen Kuhstall in Crailsheim in Baden-Württemberg sind bis zu zehn Millionen Heuschrecken gestorben. Die Insekten wurden dort als Futtertiere gezüchtet, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer brach demnach am Samstagabend aus. Ursache des Brandes sei vermutlich ein technischer Defekt gewesen, hieß es. Den Schaden schätzen die Beamten auf etwa 400.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden.

Quellen: DPA, Polizei Aalen

Düren: Mann löst mit Drogen-Experiment in seiner Wohnung Explosion aus

Bei einem Drogen-Experiment in seiner Dachgeschosswohnung hat ein 42-jähriger Mann im nordrhein-westfälischen Düren eine Explosion ausgelöst. Dadurch sei am Freitagabend das Dach des Haus teilweise abgehoben, teilte die Polizei mit. Es entstand ein größerer Sachschaden, verletzt wurde aber niemand. Der 42-Jährige wollte den Ermittlern zufolge ein Cannabiskonzentrat herstellen.     

Er habe nach derzeitigem Ermittlungsstand im Badezimmer mit Hanf, einem Metallrohr und einer größeren Menge Feuerzeuggas hantiert, erklärte die Polizei. Möglicherweise habe er Butan-Haschischöl herstellen wollen. Bei der Explosion wurden teilweise Dachziegel bis auf die andere Straßenseite geschleudert. 

Einzelne Brände in der Wohnung konnte der 42-Jährige noch vor Eintreffen der Feuerwehr zusammen mit anderen Menschen aus dem Haus größtenteils selbst löschen. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

Quelle: AFP

Berlin: Kleines Mädchen fällt aus Fenster – Lebensgefahr

Ein Kleinkind ist in Berlin-Prenzlauer Berg aus einem Fenster in der ersten Etage gefallen und lebensgefährlich verletzt worden. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll der Vater des knapp zweijährigen Mädchens am Samstagvormittag im selben Raum geschlafen haben, das Kleinkind soll mit seiner dreijährigen Schwester gespielt haben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Das Kind fiel demnach aus einer Höhe von knapp sieben Metern. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Sturz in der Storkower Straße kam.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 23. Mai

Wolfsburg: Der Tod eines Krippenkindes wird erneut verhandelt

Der Tod eines 16 Monate alten Krippenkindes in Wolfsburg wird erneut vor Gericht verhandelt. Anklage und Verteidigung haben gegen das Urteil Berufung eingelegt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Der Junge war im April 2019 gestorben, nachdem er mehrere Minuten im Wasser eines Regenrückhaltebeckens gelegen hatte. 

Drei Betreuerinnen wurden nach einem emotionalen Verfahren im Februar wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Der Richter am Amtsgericht Wolfsburg verwarnte die drei Frauen und verurteilte sie zu Geldstrafen von je 4500 Euro auf Bewährung. Eine vierte Angeklagte wurde freigesprochen, weil sie als Praktikantin am Tag des Geschehens freiwillig und eher zufällig in der Kita im Stadtteil Nordsteimke war.

Nach Ansicht des Gerichts bemerkten die Beschuldigten bei einem Ausflug zu einem nahegelegen Spielplatz nicht, dass das jüngste Kind einer zwölfköpfigen Gruppe weggelaufen war. Der Junge fiel in ein etwa 30 Meter entferntes Regenrückhaltebecken. Dort soll er mehrere Minuten im Wasser gelegen haben, bevor die Beschuldigten ihn fanden und Rettungsmaßnahmen einleiteten. Der Junge wurde in eine Klinik gebracht, wo er zwölf Tage später an Hirnschäden durch Ertrinken starb. Über den nun anstehenden erneuten Prozess hatten zunächst die "Wolfsburger Nachrichten" berichtet.


Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 22. Mai

Tönisvorst: Polizei stoppt 12-Jährigem auf aufgemotztem Kettcar

Im niederrheinischen Tönisvorst ist ein 12-Jähriger aus Krefeld gestoppt worden, der mit einem aufgemotzten Kettcar mitten durch den Stadtverkehr raste. "Macht 35 Sachen", ließ der Knirps die Polizisten wissen, nachdem diese ihn gestoppt hatten. Dies nicht nur wegen der halsbrecherischen Fahrt, sondern auch, weil der 12-Jährige zu allem Überfluss einen ebenfalls sehr jungen Inline-Skater hinter sich herzog. Der Junge beteuerte, dass sein Vater den Zusatzmotor zusammengebaut und den flotten Ausflug erlaubt habe.

Der 53-Jährige bestritt laut Mitteilung der Kreispolizei Viersen auf der Wache zwar die Angaben seines Sohnes, dennoch muss er sich einem Strafverfahren stellen. Denn durch den Zusatzmotor wurde das Kettcar zu einem zulassungspflichtigen Kraftfahrzeug, so dass gegen den Mann nun wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt wird. Um ein so aufgemotztes Kettcar fahren zu dürfen, wäre zudem ein Führerschein nötig, den der 12-Jährige aufgrund seines Alters natürlich nicht hat. Erschwerend kommt laut Polizei hinzu, dass eine zusätzliche Bremse nötig gewesen wäre, um das Kettcar in einer brenzligen Situation beherrschen zu können. Die war aber nicht eingebaut. Da der 12-Jährige noch nicht strafmündig ist, kommt der Ärger auf den Vater zu. Den Kettcar zog die Polizei aus dem Verkehr.

Köln: Kneipengäste halten Desinfektionsmittel für Schnaps

In Köln haben am Vatertag in einer Gaststätte offenbar mehrere Gäste Desinfektionsmittel getrunken, weil sie dachten, es wäre Schnaps. Wie die Betreiber in einem Facebook-Post schrieben, hatten sie das Mittel in kleine Glasflaschen abgefüllt und auf die Tische verteilt, damit sich ihre Gäste die Hände damit desinfizieren können. "Aber dass es dann mehrfach auf Ex getrunken wird und anscheinend für Grappa oder Obstler gehalten wird, damit hatten wir dann doch nicht gerechnet", heißt es weiter. Allerdings wird auch selbstkritisch eingeräumt, dass eine Beschriftung gefehlt hätte. Was aus den betroffenen Gästen geworden ist, ist nicht nicht bekannt. 

Quelle: Facebook


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 21. Mai

Hagen: Frau sollte wohl einbetoniert werden - Verdächtiger vor Haftrichter 

Nach dem Fund einer toten Frau im Keller eines Mehrfamilienhauses in Hagen ermittelt eine Mordkommission wegen eines möglichen Gewaltverbrechens. Der als Tatverdächtiger festgenommene Nachbar der Getöteten sollte am Donnerstag einen Haftrichter vorgeführt werden, wie die Staatsanwaltschaft in Hagen auf Anfrage mitteilte. Der verdächtige 75-Jährige hatte selbst die Polizei gerufen. Die Beamten fanden die Leiche der 59-Jährigen den Angaben zufolge in einem Loch im Keller, bedeckt mit mehreren Zementsäcken. Auch Werkzeug soll am Fundort in dem Mehrfamilienshaus in der Großstadt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets gelegen haben. Die Ermittler vermuten daher, dass die Frau einbetoniert werden sollte.

Nachrichten Deutschland
Polizisten stehen vor einem Mehrfamilienhaus in Hagen. Nach dem Fund einer toten Frau in einem  sich darin befindlichen Keller ermittelt eine Mordkommission wegen des Verdachts eines Gewaltverbrechens
© Kai-Uwe Hagemann / Picture Alliance

Der festgenommene Nachbar habe in einer ersten Vernehmung angegeben, er sei mit der Toten am Dienstag in Streit geraten, hieß es von der Polizei am Mittwochabend. Dabei sei die Frau unter nicht näher beschriebenen Umständen zu Tode gekommen. Wie genau die Frau starb, blieb auch am Donnerstag unklar. Die genauen Umstände der mutmaßlichen Tat würden noch ermittelt, hieß es. Zur Klärung der Todesursache wurde eine Obduktion der Leiche angeordnet. Wann mit Ergebnissen zu rechnen sei, blieb zunächst offen.

Quelle: DPA

Mainz: Kneipenfeier von Polizisten an Beförderungstag

Ein Treffen einer Gruppe Mainzer Polizisten in einer Kneipe trotz Corona-Beschränkungen hat vermutlich mehrere Anlässe gehabt. Zum einen sei am Montag der Beförderungstag der rheinland-pfälzischen Polizei gewesen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Mainz am Donnerstag mit Blick auf den Vorfall in der Altstadt. Zum anderen habe an diesem Tag die Beerdigung eines unerwartet gestorbenen Kollegen stattgefunden, an der die Polizisten aufgrund der Pandemie-Auflagen nicht hätten teilnehmen können. 

Bei dem Treffen hatten dem Sprecher zufolge zunächst zehn bis zwölf Beamte ordnungsgemäß Plätze in dem Lokal reserviert. Im Verlauf des Abends soll die Zahl der Gäste - unter ihnen Polizisten - Zeugen zufolge auf bis zu 40 gestiegen sein. Nun werden disziplinarrechtliche Konsequenzen geprüft.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 20. Mai

Grafrath: Hand und Fuß von Affen in Wald gefunden 

Der Fund von mutmaßlichen Gliedmaßen eines Affen in einem Wald westlich von München gibt Ermittlern Rätsel auf. Der Jagdhund eines Försters hatte im Dickicht zunächst eine Affenhand entdeckt. "Mit Haut, Haaren und Fingernägeln, alles dran. Knapp über dem Handgelenk sauber abgeschnitten", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Auf Bitten der Ermittler ließ der Förster seinen Hund noch einmal suchen, woraufhin das Tier einen Affenfuß mitbrachte. Die Polizei geht davon aus, dass die Gliedmaßen von einem Schimpansen oder Bonobo stammen. Mehrere Medien hatten über den Fund in Grafrath berichtet.

"Bis jetzt stehen wir vor einem vollkommenen Rätsel", sagte der Polizeisprecher. Seit dem Fund am Dienstag seien noch keine konkreten Hinweise eingegangen. Das Veterinäramt vom Landratsamt Fürstenfeldbruck hat die Fundstücke inzwischen an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zur Untersuchung gegeben. Ergebnisse werden im Laufe der kommenden Woche erwartet.

Quelle: DPA

Düsseldorf: Schornsteinfeger brachte Unglück 

Ein Schornsteinfeger hat zwei mutmaßlichen Drogendealern in Düsseldorf Unglück gebracht. Weil die 21 und 24 Jahre alten Männer den "Glücksbringer" immer wieder abwimmelten und partout nicht in die Wohnung lassen wollten, rief der das Ordnungsamt, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. 

Den Mitarbeitern schlug schon im Hausflur ein verdächtiger Geruch entgegen. Sie verständigten die Polizei. Den zwei immer aggressiver werdenden jungen Männern wurden schließlich Handschellen angelegt. 

In der Wohnung stießen die Beamten auf eine Schreckschusswaffe und eine größere Menge Drogen: Insgesamt konnten 14 Kilogramm Amphetaminpaste, ein Liter Amphetaminöl, 100 Gramm Haschisch und 1,4 Kilogramm Ecstasy-Pillen sichergestellt werden.

Der Polizei habe der Schornsteinfeger immerhin Glück gebracht, bilanzierte ein Sprecher: "Man sollte ihn halt nicht zweimal klingeln

Quelle: DPA

Gelsenkirchen: Schalke bestraft Talente für Teilnahme an illegalem Fußballturnier 

Wegen ihrer Teilnahme an einem illegalen  Fußball-Turnier mit mehr als 100 Jugendlichen bekommen einige Talente des FC Schalke 04 vom Verein eine Strafe aufgebrummt. Das sagte eine Clubsprecherin der "WAZ" (Mittwoch). Mit den betreffenden Jugendlichen aus der so genannten Knappenschmiede, der Schalker Jugendabteilung, sei bereits gesprochen worden, hieß es von Vereinsseite. Diese müssten mit erheblichen Sanktionen rechnen. Zudem drohen den Organisatoren, wenn sie von den Behörden ausfindig gemacht werden können, Bußgelder.

Polizei und Ordnungsamt hatten das offenbar von Jugendlichen aus verschiedenen Ruhrgebietsstädten selbst über die Sozialen Netzwerke organisierte Turnier am Samstag auf der Anlage des Oberhausener Amateurclub Post SV gestoppt. Der ansässige Sportverein hatte von dem Ganzen keine Ahnung und bemerkte das Treiben nur, weil Mitglieder zu Renovierungsarbeiten auf das Vereinsgelände gekommen waren.

Quelle: DPA

Duisburg: Rund 200 Personen mit "Clan-Bezug" stören Festnahme

Rund 200 Menschen haben die Polizei bei der Festnahme eines 18-Jährigen in Duisburg gestört. Eine „unbestimmte Anzahl der Personen“ habe einen „Clan-Bezug“ gehabt, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Die Polizei musste Verstärkung anfordern. Demnach brauchte es 36 Einsatzkräfte, um den 18-Jährigen festzunehmen.

Laut Polizei war der mit Haftbefehl gesuchte 18-Jährige am Dienstagabend einer Streife im Duisburger Stadtteil Marxloh aufgefallen. Als der Mann die Polizisten entdeckt habe, sei er zunächst in ein Haus geflüchtet. Bei der Festnahme im Flur habe er sich körperlich gewehrt. Mehrere Menschen seien daraufhin in den Flur gekommen und hätten die Maßnahmen der Polizei gestört. Laut Polizeisprecher drohten die Beamten damit, Pfefferspray einzusetzen. Warum gegen den jungen Mann ein Haftbefehl vorlag, konnte die Polizei nicht sagen.

Als die Beamten das Haus gemeinsam mit dem 18-Jährigen verlassen wollten, standen laut Polizei vor der Tür bereits rund 200 Menschen. Die herbeigerufene Verstärkung habe einen Korridor gebildet, durch den die Beamten den 18-Jährigen zum Auto gebracht hätten. Dabei seien zwei weitere Menschen in Gewahrsam genommen worden, da sie versucht haben sollen, an der Absperrung vorbeizukommen. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Quelle: DPA

Passau: Rentnerin übergibt Betrügern Goldmünzen 

Goldmünzen im Wert eines sechsstelligen Eurobetrags hat eine 75 Jahre alte Rentnerin aus Niederbayern an Betrüger übergeben. Nach gemeinsamen Ermittlungen mit der Polizei in Niederösterreich sei es gelungen, die beiden mutmaßlichen Abholer der Münzen festzunehmen, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Mittwoch mit. Von den Münzen fehle aber jede Spur, die Hintermänner werden in der Türkei vermutet.    

Die Seniorin erhielt demnach Ende Juli Anrufe falscher Polizeibeamte, in deren Verlauf sie von den Goldmünzen erzählte. Die Betrüger hätten der Frau eingeredet, dass kriminelle Bankmitarbeiter die Münzen gegen wertlose Imitate ausgetauscht hätten. Sie brachten die Frau demnach dazu, ihnen die Münzen für eine angebliche Untersuchung in einem Polizeilabor zu übergeben. Erst danach seien der Rentnerin Zweifel gekommen und sie habe sich an die richtige Polizei gewandt.    

Auf die Spur der beiden in Wien lebenden Tatverdächtigen im Alter von 23 und 27 Jahren kamen die Ermittler durch einen anonymen Hinweis.

Quelle: AFP


Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 19. Mai:

Pfatter: Rettungsaktion für Küken geht schief

Eine schiefgelaufene Rettungsaktion für ein vermeintliches Storchenküken in der Oberpfalz geht nach neuen Erkenntnissen auf eine Verwechslung zurück: Bei dem Tier handelte es sich in Wirklichkeit um eine Taube, wie eine örtliche Tierschützerin und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) am Dienstag mitteilten. Die Frau korrigierte damit Angaben vom Vortag. Sie hatte angenommen, das Vogelbaby sei aus einem Storchennest gefallen, und es zurückgesetzt – woraufhin ein Altvogel das Tier aus dem Horst in den Tod warf.

Wie die Tierschützerin nun sagte, hatte ein Passant am Sonntag im Dorf Pfatter das verwaiste Küken am Boden entdeckt - in unmittelbarer Nähe eines Storchennestes. Der Finder habe den Bürgermeister angerufen, der die Polizei alarmiert habe, die wiederum das Küken zu einem Tierarzt gebracht habe. Weil sie einen Tierschutzhof betreibt, habe sich der Veterinärmediziner an sie gewandt, sagte die Frau. Alle Beteiligten hätten das Vogelbaby für einen Storchen gehalten, beteuerte sie.

Nach telefonischer Rücksprache mit einem LBV-Experten habe sie den Vogel ins Storchennest zurücksetzen wollen und dafür die Feuerwehr alarmiert, so die Tierschützerin. Per Drehleiter sei sie zum Horst gebracht worden. Sie habe noch gedacht, dass das Küken ungewöhnlich leicht sei und habe sich daher noch einmal bei einem anderen Vogelexperten rückversichert, sagte die Frau. Der habe ihr gesagt, dass Nachzügler kleiner sein könnten. Auch die Feuerwehr habe bestätigt, dass sie an jenem Ort seien, wo der Passant das Vogelwaise entdeckt hatte. "Es ist eine unglückliche Verkettung, die mir schrecklich leid tut", sagte die Frau. Im Internet werde sie schon als Taubenmörderin diffamiert. Dabei sei sie keine Vogelexpertin und suche sich bei Vögeln extra Rat von Fachleuten.

Quelle: DPA

Nattheim: Frau fährt angetrunken zur Polizei

In Nattheim im Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg ist eine 48-Jährige angetrunken mit ihrem Auto zu einem Termin beim örtlichen Polizeiposten gefahren. Eine Polizistin habe nach dem Erscheinen der Frau deutlichen Alkoholgeruch festgestellt. "Ein Test ergab einen Wert deutlich über dem Erlaubten. Daraufhin musste sie eine Blutprobe abgeben", heißt es in der Polizeimitteilung. Ihren Führerschein konnte die Frau gleich da lassen. 

Quelle: Polizeipräsidium Ulm

München: Radfahrer stirbt nach Unfall

In München ist ein 37-Jähriger bei einem Radunfall am Sonntagabend tödlich verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, war der Mann nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem Fahrrad unterwegs, als ein noch unbekannter weiterer Radfahrer mit einem E-Bike aufschloss und ihn schließlich rechts überholte. Die beiden seien kurzzeitig nebeneinander gefahren. Laut Polizei kam es zunächst zu einem Wortwechsel, dann zu einer Kollision der Räder. "Der 37-Jährige stürzte nach links auf die Fahrbahn und zog sich dabei schwerste Kopfverletzungen zu, an dessen Folgen er noch in der Nacht in einem Münchner Klinikum verstarb", heißt es weiter. Der andere Fahrer hätte sich nach seinem Sturz aufgesetzt, hätte sein Rad bestiegen und wäre vom Unfallort geflüchtet. Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise auf den Mann geben können. Weitere Informationen und eine Personenbeschreibung finden Sie an dieser Stelle. 

Quelle: Polizeipräsidium München

Hagen: Hundert Euro Schaden für zwei Euro Beute

Zwei Euro Beute, mehr als hundert Euro Schaden: Wegen ein bisschen Kleingelds hat ein Unbekannter nach Polizeiangaben im nordrhein-westfälischen Hagen ein Auto aufgebrochen. Der Täter schlug an dem Firmenwagen eine Seitenscheibe ein, stahl zwei Euro aus dem Auto und machte sich unerkannt aus dem Staub, wie die Ordnungshüter am Dienstag mitteilten. Der Autoknacker richtete den Ermittlern zufolge einen Schaden von mehr als hundert Euro an. Die Polizei riet angesichts des Vorfalls dazu, auch kleine Geldbeträge nicht sichtbar im Auto zu deponieren. Selbst Kleingeld könne ein Anreiz für Straftäter sein.

Quelle: AFP

Cottbus: Jugendliche greifen Flüchtlinge an

Bis zu 20 Jugendliche haben in Brandenburg eine Gruppe von vier Asylbewerbern angegriffen. Die Flüchtlinge saßen im Gubener Stadtpark, als 15 bis 20 Jugendliche sie nach Polizeiangaben vom Montag umkreisten und beschimpften. Einige Angreifer seien bei der Tat am Samstagabend vermummt gewesen. Zwei der Bewohner eines Asylbewerberheims konnten demnach flüchten. Die beiden anderen jedoch wurden geschlagen, getreten und rassistisch beleidigt, wie die Polizei mitteilte.    

Demnach handelte es sich bei den beiden Opfern um einen 16-Jährigen aus Guinea und einen 19-jährigen Marokkaner. Beide wurden den Polizeiangaben zufolge verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt. Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: AFP

München: Nach Diebstahl neue Deutsch-Abituraufgaben in Bayern

Nach dem Diebstahl von Prüfungsunterlagen aus einem Gymnasium in Bamberg müssen in ganz Bayern neue Prüfungen für das Deutsch-Abitur verschickt werden. Die unerkannt geflohenen Diebe stahlen zwischen Donnerstag und Sonntag aus dem Bamberger Kaiser-Heinrich-Gymnasien die Unterlagen, wie das Polizeipräsidium Oberfranken am Montag mitteilte.    

Nach den Worten eines Sprechers des bayerischen Kultusministeriums bekommen nun alle bayerischen Gymnasien für das am Mittwoch anstehende Deutsch-Abitur neue Prüfungsunterlagen. Der Diebstahl sei ärgerlich, im Grunde sei aber nichts passiert. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf 500 Euro.

Quelle: AFP


Nachrichten aus Deutschland von Montag, 18. Mai:

Berlin: Wildschweine machen Ausflug – mit Polizei-Eskorte

Stade: Rettungswagen-Besatzung und Polizisten mit Schusswaffe bedroht

Im niedersächsischen Stade hat ein 23-Jähriger die Besatzungen zweier Polizeiautos und eines Rettungswagens am frühen Sonntagmorgen mit einer Schusswaffe bedroht. Wie die Polizei berichtet, wurde ihr zuvor eine Schlägerei gemeldet. An der angegeben Adresse trafen die Einsatzkräfte dann auf den jungen Mann, der hinter einer Terrassenbrüstung saß und mit einer Pistole auf sie zielte. Aus der Deckung forderten die Beamten ihn dazu auf, die Waffe niederzulegen. Schließlich warf der junge Mann sie über die Brüstung und die Beamten überwältigten ihn. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Schreckschusspistole handelte, was jedoch aus der Dunkelheit nicht zu erkennen gewesen wäre, so die Polizei. Auf der Terrasse des Mannes lagen noch eine Armbrust, ein Schlagstock, Messer und weitere nicht scharfe Waffen. Darüber hinaus heißt es: "Die von dem Stader gemeldete Schlägerei mit Verletzungen war ausgedacht und hatte nicht stattgefunden". Die Polizei gehe daher davon aus, "dass der möglicherweise unter Drogeneinfluss stehende und sich in einem psychischen Ausnahmezustand befindende Mann die Einsatzkräfte absichtlich in diese Situation gebracht hatte". Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, gegen ihn wurden Ermittlungen aufgenommen. 

Quelle: Polizei Stade 

Berlin: 38-Jähriger auf offener Straße erstochen

In Berlin ist ein 38-Jähriger im Stadtteil Lankwitz am Sonntagabend bei einem Streit so schwer durch Messerstiche verletzt worden, dass er verstarb. Wie die Polizei berichtet, geriet das Opfer, das in Begleitung zweier Männer gewesen sein soll, an mehreren Orten, unter anderem vor einer Kirche, in Streit mit einer anderen Gruppe. Diese Streitereien mündeten in körperlichen Auseinandersetzungen. Zeugen alarmierten die Polizei, nach dem der 38-Jährige zusammengebrochen war. Rettungskräfte brachten ihn noch in ein Krankenhaus, wo er schließlich verstarb. Nun suchen die Ermittler nach Zeugen des Vorfalls. Informationen finden Sie hier. 

Quelle: Polizei Berlin

Dissen: 92 Mitarbeiter in Schlachthof positiv getestet

Erneut hat es in einem deutschen Schlachthof einen massiven Ausbruch von Coronavirus-Infektionen gegeben. 92 Mitarbeiter eines Betriebs im niedersächsischen Dissen wurden positiv getestet, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntag mitteilte. Für die Infizierten und ihre Kontaktpersonen wurde den Angaben zufolge Quarantäne angeordnet. Die Produktion in dem Schlachthof wird ab Montag ausgesetzt.    

Viele der Infizierten wohnten in Sammelunterkünften und würden von Subunternehmen beschäftigt, teilte der Landkreis ferner mit. Bereits zuvor waren in mehreren anderen deutschen Schlachthöfen zahlreiche Coronavirus-Infektionsfälle aufgetreten. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) appellierte angesichts der Coronavirus-Ausbrüche an die Bundesregierung, eine "grundlegende Reform" der Fleischindustrie auf den Weg zu bringen. Es müsse neue Gesetze und "glasklare Regeln" für die Branche geben, sagte NGG-Vizechef Freddy Adjan den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). Dazu gehöre vor allem das Verbot von Werkverträgen im Kernbereich der Unternehmen.

Quelle: AFP

Oberhausen: Illegales Fußballturnier von der Polizei beendet

In Oberhausen in NRW hat die Polizei am Samstag ein illegales Fußballturnier beendet. Wie der WDR berichtet, sollen sich rund 200 bis 300 Personen auf dem frei zugänglichen Gelände eines Sportvereins versammelt haben. Zwei Mitglieder hätten dies beobachtet und die Behörden verständigt. Das Ordnungsamt räumte den Platz mit Unterstützung von vier Polizeistreifenwagen. Dem Bericht zufolge wurde das Turnier offenbar über soziale Netzwerke organisiert. Es hätte ein Startgeld, Preisgelder und feste Teams gegeben, heißt es. Die – offenbar vereinsfremden – Teilnehmer seien den Kennzeichen der abgestellten Autos zufolge aus dem Ruhrgebiet, aber auch aus Wuppertal und Hannover angereist. Mit der Veranstaltung verstießen sie gegen die geltenden Corona-Auflagen, der Platz würde mittlerweile bis auf weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt.

Quelle:WDR

Kiel: Tod vorgetäuscht – Mann schweigt zu Vorwürfen

Nach seiner Festnahme in Niedersaschen wegen mehrfachen versuchten Versicherungsbetrugs hat ein Kieler bislang keine Aussage gemacht. "Wir waren relativ schnell der Auffassung, dass hier lediglich der Tod vorgetäuscht worden ist, um die Versicherungssumme zu kassieren", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann soll im Oktober 2019 seinen Tod nach einer Havarie seines Motorboots in der Ostsee vor Schönberg in Schleswig-Holstein vorgetäuscht haben.

Am 7. Mai nahmen Polizisten den Mann auf dem Dachboden im Haus seiner Mutter im niedersächsischen Schwarmstedt fest. Dort hatte er sich hinter Kisten versteckt. Der 52-Jährige hatte 2018 mehr als ein Dutzend Lebens- und Unfallversicherungen mit einer Gesamtsumme von gut 4,1 Millionen Euro abgeschlossen. Sie sollten im Todesfall an seine ebenfalls in Untersuchungshaft sitzende Frau und an seine Mutter ausgezahlt werden. Ein entsprechender Antrag war bereits gestellt worden.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 11. Mai bis 17. Mai 2020 lesen Sie hier.

rös / deb dpa AFP

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