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Nachrichten aus Deutschland Unbekannte werfen Pflastersteine auf fahrenden Zug und treffen Frontscheibe

Nachrichten aus Deutschland – Bochum
Ein Regionalexpress war am Freitagnachmittag von Essen in Richtung Hagen unterwegs, als seine Frontscheibe von mehreren Ziegelsteinen getroffen wurde (Archivbild)
© Christoph Schmidt / Picture Alliance
Hamburg: Polizei beendet illegales Glücksspiel – 252.000 Euro in bar gefunden +++ Pforzheim: Gase aus Tümpel führten womöglich zu Vergiftung von Ehepaar +++ Gelsenkirchen: Polizei löst Weihnachtsfeier auf +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Bochum: Unbekannte werfen Pflastersteine von Brücke auf fahrenden Zug

Unbekannte haben mindestens zwei Pflastersteine von einer Bahnbrücke in Bochum geworfen und damit die Frontscheibe eines fahrenden Zuges getroffen. Diese hielt den Steinen stand, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Regionalexpress (RE 4) sei am Freitagnachmittag von Essen in Richtung Hagen unterwegs gewesen, als der Vorfall passierte. Der Zug wurde gestoppt und in ein Instandsetzungswerk gefahren. Die Scheibe sei mit Einschlägen versehen gewesen und hätte im Laufe der Fahrt komplett kaputtgehen können, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der Zugführer blieb unverletzt. Da es keine Leerfahrt war, seien auch Fahrgäste an Bord gewesen. Diese sollten vom Wurf aber nichts mitbekommen haben, wie der Sprecher weiter sagte. Einsatzkräfte fahndeten nach Verdächtigen – den Angaben zufolge bislang ohne Erfolg. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und sucht nach Zeugen.

Quelle: DPA

Hamburg: Polizei beendet illegales Glücksspiel – 252.000 Euro in bar gefunden

Die Polizei in Hamburg hat ein illegales Glücksspiel enttarnt und ermittelt nun gegen 24 Männer. Bei Durchsuchungen in einem Gebäude im Stadtteil Wandsbek in der Nacht zu Samstag stellten die Beamten vier Glücksspielautomaten, drei Spieltische mit Karten und Würfeln, diverse Jetons sowie 252.000 Euro Bargeld sicher, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. In dem durchsuchten Gebäude trafen die Beamten auch die 24 Männer im Alter von 23 bis 66 Jahren an. Die Polizei hatte zuvor Hinweise auf das illegale Glücksspiel erhalten und daraufhin einen Durchsuchungsbefehl beantragt.

Quelle: DPA

Pforzheim: Gase aus Tümpel führten womöglich zu Vergiftung von Ehepaar

Aus einem Tümpel aufgestiegene Gase sind vermutlich für die Vergiftung eines Ehepaars im Enzkreis in Baden-Württemberg verantwortlich. Der 55 Jahre alte Mann starb, seine 52 Jahre alte Frau befinde sich in akuter Lebensgefahr im Krankenhaus, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim am Sonntag. Es liege offensichtlich ein Unglücksfall vor. Spaziergänger entdeckten demnach am Samstag das leblose Paar in einem Waldstück bei Ölbronn-Dürrn. Der Mann sei wohl an den Folgen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben, sagte der Polizeisprecher. Hinweise auf eine Straftat oder einen Suizid gebe es keine.

Quelle: AFP

Filderstadt: Party trotz Corona – Jugendliche verstecken sich in Abstellraum 

Wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln hat die Polizei bei Stuttgart eine Feier mit 18 Gästen aufgelöst. Einzelne Gäste der Party in Filderstadt versteckten sich vor den Beamten in einem Abstellraum, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Streifenpolizisten hatten am Samstagabend in einem Industriegebiet bemerkt, dass Licht, Musik und Stimmen aus einem Gebäude kamen. Die Beamten riefen Verstärkung, öffneten die Tür und durchsuchten das Gebäude. Die Partygäste im Alter zwischen 16 und 20 Jahren und auch der Gastgeber wurden nach draußen begleitet, wo die Minderjährigen auf ihre Eltern warten mussten. Laut Polizei müssen alle Beteiligten mit einem Bußgeld rechnen.

Quelle: DPA

Apolda: Mann mit Corona-Gesichtsmaske überfällt Tankstelle

Unter dem Schutz einer Corona-Gesichtsmaske hat ein Mann in Apolda (Thüringen) eine Tankstelle überfallen. Nach Polizeiangaben vom Sonntag hatte der Täter am Samstag in den frühen Morgenstunden den Verkaufsraum der Tankstelle betreten und gewartet, bis Kunden diesen verließen. Dann habe er ein Messer gezückt und Bargeld von der Verkäuferin gefordert. Laut Polizei verschwand der Mann mit 300 Euro.

Quelle: DPA

Gelsenkirchen: Polizei löst Weihnachtsfeier auf 

Die Polizei hat im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen eine Weihnachtsfeier wegen der Corona-Auflagen vorzeitig beendet und zwei Teilnehmer in Gewahrsam genommen. Ein 49-Jähriger und seine 37 Jahre alte Partnerin hätten bei den polizeilichen Maßnahmen Widerstand geleistet, wobei eine Beamtin leicht verletzt worden sei, teilte die Polizei mit. Zuvor waren die Beamten zu einer Ruhestörung gerufen worden. Sie hatten am späten Freitagabend mehrere Feiernde aus mehr als zwei Haushalten in einer als Büro genutzten Wohnung angetroffen. Wegen der Corona-Bestimmungen habe die Party beendet werden müssen – zum Missfallen der Teilnehmer. Gegen das Paar wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Allen Beteiligten droht ein Bußgeld.

Quelle: DPA

Berlin: Drohne kracht in Glockenturm der Gedächtniskirche

Eine Drohne ist gegen den Glockenturm der Berliner Gedächtniskirche geflogen und hat sich in der Fassade verkeilt. Sie musste von der Feuerwehr entfernt werden – niemand wurde verletzt. Zwei Männer hätten das Fluggerät am Sonntagmorgen ferngesteuert, um Filmaufnahmen von der berühmten Kirche am Breitscheidplatz zu machen, wie ein Sprecher des polizeilichen Lagedienstes mitteilte. Es habe sich um keinen Anschlag gehandelt, niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten "B.Z." und die "Bild"-Zeitung berichtet. "Die Drohne hatte anscheinend einen schwachen Akku und blieb gegen 1.00 Uhr in einer Wabe der Eiermann-Fassade hängen." Vermutlich habe eine Windböe die Drohne gegen den Glockenturm gedrückt. Rund um die Gedächtniskirche herrscht eine Flugverbotszone. Dies hätten die beiden 27 und 31-jährigen offenbar nicht gewusst, sagte der Sprecher. Sie müssten sich nun wegen Verstoßes gegen die Luftfahrtregeln verantworten. Das Fluggerät wurde beschlagnahmt. Wegen der großen Höhe des Turms setzte die Feuerwehr zur Bergung einen großen LKW-Hubsteiger mit Gelenkmast ein. "Das war recht aufwendig, der Einsatz dauerte über zwei Stunden", sagte ein Feuerwehrsprecher. Zehn Kräfte waren demnach im Einsatz. 

Quelle: DPA

Frankenthal: 26-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

Ein 26 Jahre alter Autofahrer ist der Polizei auf einer Bundesstraße in Rheinland-Pfalz mit mehr als 180 Stundenkilometern davongerast. Erlaubt waren 80 km/h. Er wurde nach einer Verfolgungsjagd gestoppt und festgenommen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Beamten hätten bei ihm einen "deutlichen Alkoholgeruch" wahrgenommen und im Wagen eine halb volle Bierflasche sowie einen Schlagring und eine Schreckschusspistole gefunden. Einen gültigen Führerschein hatte der 26-Jährige nicht. Gegen ihn wird nun auch wegen Verstöße gegen das Waffengesetz ermittelt. Der hochmotorisierte schwarze Wagen war einer Streife am Samstagnachmittag aufgefallen, wie es hieß. Beim Erblicken des von hinten herannahenden Streifenwagens sei der Fahrer auf die linke Fahrspur gewechselt und habe stark beschleunigt. Die Polizei konnte ihn schließlich einholen.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 19. Dezember: 

Schmallenberg: 23-Jährige stirbt bei Unfall in Sägewerk

Bei einem Arbeitsunfall in einem Sägewerk ist eine Mitarbeiterin ums Leben gekommen. Die 23-Jährige bediente am Samstagmorgen in dem Werk in Schmallenberg in Nordrhein-Westfalen eine große Kreissäge, teilte ein Polizeisprecher mit. Dabei sei sie zwischen Maschinenteile geraten und eingeklemmt worden. Die junge Frau starb noch an der Unfallstelle. Es handelt sich dabei um eine sogenannte "Besäum- und Nachschnitt-Kreissäge", hieß es weiter. Die moderne Maschine ziehe Baumstämme über ein Förderband in sich hinein und verarbeite sie weiter. "Die Verarbeitung geschieht autonom, eine Person steuert die Maschine über ein Bedienpult." Die junge Frau sei nach ersten Erkenntnissen für das Bedienpult zuständig gewesen, als sie zwischen hydraulische Teile der Säge geriet und eingeklemmt wurde. Wie sie in die Maschine geriet, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei und die Arbeitsschutzstelle der Bezirksregierung hätten Ermittlungen aufgenommen, hieß es.

Quelle: DPA

Gummersbach: Frau gerät unter Auto der Schwester und wird schwer verletzt

Eine 82 Jahre alte Frau ist schwer verletzt worden, als sie ihre Schwester (84) beim Parken einweisen wollte. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, stand die Seniorin am Vormittag in Gummersbach (Nordrhein-Westfalen) vor dem Wagen, als dieser aus ungeklärter Ursache vorwärts fuhr und die Frau überrollte. Die 82-jährige kam in eine Klinik.

Quelle: DPA

Leipzig: Fahrer schläft auf der Autobahn

Auf der Autobahn 4 in Ostsachsen hat die Polizei in der Nacht zum Samstag einen schlafenden Fahrer geweckt. Der 26-Jährige habe sein Auto zwischen den Abfahrten Pulsnitz und Ohorn auf dem Standstreifen gestoppt und ein Nickerchen eingelegt, teilte die Polizei mit. Eine Streife der Autobahnpolizei wurde auf das stehende Auto aufmerksam. Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld rechnen.

Quelle: DPA

Meitingen: Unbekannte schütten Nudeln mit Soße in die Lüftung eines Autos

Gekochte Nudeln mit Soße haben Unbekannte in den vergangenen Wochen drei Mal in den Lüftungsschlitz eines Autos im bayerischen Landkreis Augsburg geschüttet. "Vielleicht steckt dahinter ein Nachbarschaftsstreit, oder der Fahrer des Wagens parkt in den Augen der Unbekannten schlecht", sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Wer für die Tat verantwortlich ist und warum Nudeln verwendet wurden, war der Polizei zunächst völlig unklar.  Die Nudeln - teilweise mit Soße - verstopften die Lüftung des in Meitingen geparkten Autos. Jedes Mal musste nach Angaben der Beamten die Lüftung aufwendig gereinigt werden. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. 

Quelle: DPA

Berlin: Verschwundene Rebecca – Frauen sahen damals verdächtigen Mann im Wald

Im Fall der vor knapp zwei Jahren verschwundenen Rebecca aus Berlin hat erstmals eine Zeugin, die eine große Suchaktion der Polizei in einem Brandenburger Wald mitauslöste, öffentlich über ihre Beobachtungen gesprochen. Die Frau berichtete zwei Journalistinnen für einen Podcast, wie sie und zwei Freundinnen am Tag des Verschwindens des 15-jährigen Mädchens einen auffälligen Mann im Wald nahe dem Dorf Kummersdorf sahen. Diesen Wald durchkämmte die Polizei später, weil ein Zeuge sich erinnerte, am 18. Februar dort ein Auto gesehen zu haben, das aussah wie der himbeerrote Renault Twingo des Schwagers von Rebecca. Den damals 27-jährigen Schwager hatte die Polizei schnell im Verdacht und hält ihn bis heute für den Täter, kann es aber nicht beweisen. Er beteuerte stets seine Unschuld.

Quelle: DPA

Heilsbronn: 27-Jähriger stirbt bei Sturz in Brunnenschacht

Im bayerischen Dietenhofen ist ein Mann beim Sturz in einen Brunnenschacht gestorben. Der 27-Jährige habe am Freitagnachmittag eine Wasserprobe aus dem Brunnen entnehmen wollen, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Dabei sei er aus noch ungeklärter Ursache in den Schacht gefallen. Angehörige fanden den jungen Mann leblos in dem Brunnen. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des 27-Jährigen feststellen. Die Polizei nahm Ermittlungen zu den Umständen des tödlichen Unfalls auf.

Quelle: AFP

Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 18. Dezember: 

Berlin: Mitarbeiter von Autowerkstatt findet Kinderpornografie unterm Sitz 

Ein Mitarbeiter einer Kfz-Werkstatt in Berlin hat bei der Reinigung eines Autos einen Ordner mit kinderpornografischen Bildern gefunden. Der Ordner soll sich am Donnerstagmittag unter dem Fahrzeugsitz befunden haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Ermittler durchsuchten daraufhin die Wohnung eines 60-Jährigen ebenfalls in Berlin-Spandau und beschlagnahmten dort weitere Beweismittel. Der Verdächtigte müsse sich nun wegen Besitzes von Kinderpornografie verantworten.

Quelle: DPA

Gütersloh: 42-jähriger Arzt unter Vergewaltigungsverdacht

Ein 42-jähriger Arzt soll sich in einem Krankenhaus im nordrhein-westfälischen Gütersloh an einer 36 Jahre alten Patientin vergangen haben. Der Mediziner sitzt wegen Verdachts der Vergewaltigung in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Polizei Gütersloh am Freitag mitteilten. Die Polizei hatte demnach am späten Dienstagabend von dem mutmaßlichen Sexualdelikt erfahren und den 42-Jährigen noch in der Nacht zum Mittwoch festgenommen. "Die intensiv geführten Ermittlungen in diesem Strafverfahren dauern weiterhin an", teilten die Behörden mit. Weitere Einzelheiten nannten die Ermittler zunächst nicht.

Quelle: AFP

Frankfurt (Main): Bundespolizei stoppt falschen General am Flughafen

Die Bundespolizei hat einen 74-jährigen Mann in falscher Generalsuniform und mit Bajonett im Koffer an der Ausreise in die Türkei gehindert. Die Beamten versagten ihm am Donnerstag die Ausreise, weil die Gefahr bestand, das Ansehen der Bundesrepublik im erheblichen Maße zu schädigen, wie die Bundespolizei am Freitag erklärte. Zuvor war der offensichtlich verwirrte Mann aufgefallen, weil er ohne Mund-Nasen-Schutz in einer Sitzreihe geschlafen habe. Der wegen Waffen- und Gewaltdelikten polizeibekannte Mann gab an, nach Istanbul reisen und dort einen türkischen General treffen zu wollen. Das 35 Zentimeter lange Bajonett in seinem Koffer sei ein Geschenk für seinen Gastgeber. Die falsche Generalsuniform der Bundeswehr, das Bajonett und die Ausweispapiere des Mannes wurden beschlagnahmt und die entsprechenden Strafverfahren eingeleitet, wie die Polizei erklärte.

Quelle: AFP

Chemnitz: Frau soll Ehemann heimtückisch getötet haben

Mehr als 17 Jahre nach dem Tod ihres Ehemanns muss sich seit Freitag eine 67-Jährige vor dem Landgericht Chemnitz wegen Mordes verantworten. Laut Anklage hat sie ihrem alkoholkranken Mann im Mai 2003 ein Hypnotikum ins Pfefferminzeis geträufelt. Als er daraufhin hilflos an einem Schreibtisch kauerte, habe sie ihm mit den Worten "Ich helfe dir" Alkohol und Desinfektionsmittel zu trinken gegeben, sagte Staatsanwalt Stephan Butzkies. Daraufhin sei er noch am selben Abend gestorben. Hintergrund soll sein, dass sie sich seit längerem von ihrem Mann trennen wollte. Sie habe jedoch befürchtet, ihn dann wegen des Hauses auszahlen zu müssen. Die Anklage wirft ihr daher vor, heimtückisch und aus Habgier gehandelt zu haben. 

Die gelernte Sekretärin sitzt seit Ende Juni in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt am Freitag äußerte sie sich nicht zu den Vorwürfen, ihr Anwalt stellte dies aber für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht. Für Mord sieht das Strafgesetzbuch eine lebenslange Freiheitsstrafe vor. Der Prozess soll am 8. Januar mit Zeugenaussagen fortgesetzt werden.

Quelle: DPA

Bremen: Einbrecher-Pärchen bleibt vor Polizeiwache liegen 

Ein Einbrecher-Pärchen in Bremen hat gleich doppeltes Pech gehabt: Mit einem Getriebeschaden blieben der 43-jährige Mann und seine 33-jährige Freundin am Donnerstag zunächst auf der Flucht vom Tatort liegen – und dies dann ausgerechnet vor einem Bremer Polizeirevier. Zuvor soll das Pärchen zwei Gasflaschen aus den Räumlichkeiten einer Firma gestohlen haben. Eine Zeugin merkte sich das Nummernschild und meldete sich bei der Polizei, wie die Ermittler am Freitag erklärten. Die Beamten erkannten das Fahrzeug, als der Mann wegen der Autopanne im Polizeirevier um Hilfe bat. Der Fahrer stand zudem offensichtlich unter Drogeneinfluss, wie die Polizei erklärte. Der Mann wurde festgenommen, seine Lebensgefährtin flüchtete zunächst, konnte später aber in einem Hotelzimmer gestellt werden. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Ermittler fünf Gasflaschen und Einbruchswerkzeug. Als Tatmotiv gab die 33-Jährige akute Geldnot an.

Quelle: AFP

Celle: Kekspaket löst Alarm im Gericht aus

Ein Päckchen mit Weihnachtskeksen hat am Oberlandesgericht in Celle (Niedersachsen) für großen Aufruhr gesorgt. In der Poststelle sei am Anfang der Woche ein an die Präsidentin des Gerichts adressiertes Paket ohne Absender eingetroffen, sagte ein Sprecher am Freitag. Bei einer Sicherheitskontrolle habe ein Scanner allerdings nicht den Inhalt erkennen können und schlug Alarm. Weil zunächst ein gefährlicher Inhalt vermutet wurde, sei der Eingangsbereich evakuiert worden. Zunächst hatte die "Bild" über den Vorfall berichtet.

Nach einer Untersuchung durch Spürhunde der Polizei konnte allerdings schnell Entwarnung gegeben werden. In dem Päckchen befanden sich nur Kekse und ein Weihnachtsgruß der Evangelischen Kirche. Die habe sich laut einem Sprecher des Gerichts sofort dafür entschuldigt, dass man den Absender vergessen hatte.

Quelle: DPA

Dresden: Zehn Verletzte bei Wohnhausbrand – davon drei Kinder

Nach einem Wohnhausbrand in Dresden sind in der Nacht auf Freitag zehn Menschen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das Feuer sei in einer Erdgeschosswohnung ausgebrochen und hätte sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits auf das erste Obergeschoss ausgebreitet, teilte die Polizei am Freitagmorgen mit. Unter den Verletzten sind demnach auch drei Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren. Die Brandursache sei bisher unklar, die Beamten gingen jedoch von schwerer Brandstiftung aus, weil ein 57-jähriger Bewohner des Hauses behauptete das Feuer gelegt zu haben. Wie schwer die Menschen verletzt wurden, war zunächst unklar. Der Sachschaden wurde zunächst auf rund 500.000 Euro beziffert.

Quelle: DPA

Berlin: Unbekannte überfallen Geldboten in Einkaufszentrum

Zwei Tage nach einem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Schöneberg haben Unbekannte in Treptow nach ähnlichem Muster zugeschlagen. Am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr seien im Einkaufszentrum Park Center Treptow zwei Geldboten überfallen worden, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei. Dabei sei Reizgas zum Einsatz gekommen. Vermutlich sei ein Geldkoffer erbeutet worden. Um wie viel Geld es geht, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei geht von maximal drei Tatverdächtigen aus. Sie sind den Angaben zufolge weiter auf der Flucht. 

Die Polizei sei am Nachmittag zunächst mit rund 70 Einsatzkräften, am frühen Abend dann seien 250 Polizisten am Ort gewesen, so die Sprecherin. Darunter seien neben SEK-Kräften auch Beamte der GSG 9, gewesen, einer Spezialeinheit der Bundespolizei. Die Polizisten hätten das Gebäude Etage für Etage durchsucht und dabei jeden Winkel überprüft. 

Quelle: DPA

Reutlingen: Flusssäure ausgetreten – mehrere Arbeiter verletzt

Nach einem Säureaustritt in einer Halle auf einem Firmengelände in Reutlingen sind mehrere Menschen ins Krankenhaus gekommen. Entsprechende Detektoren meldeten am Donnerstagabend den Austritt von Flusssäure, wie die Polizei mitteilte. Die Mitarbeiter wurden zum Verlassen der Halle aufgefordert. Zwei von ihnen kamen in Kontakt mit der Säure und wurden vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Acht weitere kamen ebenfalls zur Beobachtung in eine Klinik, weil der Verdacht bestand, dass sie Dämpfe eingeatmet hatten. Lebensgefahr bestand den Angaben zufolge bei keinem der Arbeiter. Auch eine Gefahr für die Bevölkerung könne ausgeschlossen werden.

Ein Sprecher der betroffenen Firma Bosch sagte der "Südwest Presse", es seien keine Dämpfe nach außen ausgetreten. "Wir gehen davon aus, dass menschliches Versagen die vermutliche Ursache ist", wurde der Unternehmenssprecher zitiert. "Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um rasch die endgültige Unfallursache zu klären."

Ob und in welcher Höhe Sachschaden entstand, war zunächst unklar. Nach Angaben eines Polizeisprechers wollte die Werkfeuerwehr die Halle über Nacht durchlüften.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 17. Dezember: 

Isselburg: Familienvater soll Frau und Tochter getötet haben

Im nordrhein-westfälischen Isselburg soll ein 51-jähriger Familienvater seine Frau, seine Tochter und danach sich selbst getötet haben. Einsatzkräfte fanden die 46 Jahre alte Ehefrau und die 17-jährige Tochter tot in der Wohnung, wie die Staatsanwaltschaft und Polizei Münster mitteilten. Ein Trennungsstreit könne das Motiv für die Tat gewesen sein. Eine 14-jährige Tochter blieb demnach unverletzt. Nach einem Hinweis auf ein "Tötungsdelikt im familiären Umfeld" habe die Polizei die Wohnung der Familie überprüft und dabei die drei Toten entdeckt. "Ersten Erkenntnissen zufolge wollte der 51-jährige Mann seine Frau und die zwei gemeinsamen Kinder töten",  erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Von der Tat soll der Mann einer Bekannten erzählt haben, die sich daraufhin bei der Polizei gemeldet habe. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befand sich das Ehepaar in einer "schon länger andauernden Trennungsphase". Als mögliches Motiv für die Bluttat kämen Streitigkeiten in Betracht.

Die 14-jährige Tochter sei stabil und habe bereits zum Tatgeschehen ausgesagt. Als die Polizei am Tatort eintraf, habe sie sich in einem von außen verschlossenen Zimmer aufgehalten. "Obwohl ihr Vater auch ihr mit dem Tod gedroht haben soll, setzte er sein Vorhaben nicht um", erklärte der Oberstaatsanwalt. Das Mädchen werde nun von Verwandten und dem Jugendamt betreut. Die Leichname sollen am Freitag im Universitätsklinikum Münster obduziert werden.

Erneut Überfall auf Geldtransporter in Berlin 

In Berlin-Treptow hat es am Donnerstagnachmittag einen Überfall auf einen Geldtransporter gegeben. Der Wagen habe sich in der Nähe eines Einkaufszentrums m Südosten der Stadt befunden, teilte die Berliner Polizei am Donnerstag mit. Der oder die Täter seien auf der Flucht. Nähere Details zu den Tatumständen seien noch nicht bekannt. Zuvor hatte die "B.Z." darüber berichtet. Erst am Dienstag hatten drei Räuber einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Berlin-Schöneberg überfallen und einen Geldboten mit Schusswaffen bedroht, der die Filiale durch einen Hintereingang verließ.

Quelle: DPA

Regensburg: Frau beim Sex getötet – Ex-Partner zu Haftstrafe verurteilt

Für die Tötung seiner Ex-Partnerin soll ein 54 Jahre alter Mann für zehn Jahre in Haft. Vor dem Landgericht Regensburg wurde er am Mittwoch wegen Totschlags verurteilt. Das Gericht erkannte zudem den von der Staatsanwaltschaft geforderten Vorbehalt der Sicherungsverwahrung an. Das heißt, dass über eine Sicherungsverwahrung später entschieden wird. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Ankläger hatte für den Mann eine Haftstrafe von elf Jahren und einem Monat gefordert. Der Verteidiger ging von einem Unfall bei einem Sexspiel aus und plädierte wegen Körperverletzung mit Todesfolge auf viereinhalb Jahre Haft. Der Angeklagte nahm das Urteil regungslos zur Kenntnis. Selbst geäußert hat er sich im Laufe des Prozesses nicht, lediglich über seinen Anwalt machte er Angaben. 

Der angeklagte Deutsche tötete die acht Jahre jüngere Frau im Dezember 2019 in deren Wohnung. Die Frau hatte sich eigentlich bereits von dem Handwerker getrennt - laut Anklage wegen dessen Eifersucht. Der Mann stellte ihr jedoch nach, überfiel sie demnach auch einmal in ihrer Wohnung und versuchte sie zu vergewaltigen - weil er nach der Trennung seiner Aussage nach "nichts mehr zu verlieren" gehabt habe. Bei dem Vorfall konnte die Frau über das Handy eine Freundin zur Hilfe rufen, so dass der Mann von ihr abließ. Als er sie am nächsten Tag erneut aufsuchte, kam es zwischen den beiden - den Erkenntnissen zufolge einvernehmlich - nochmals zum Geschlechtsverkehr. Dabei oder danach drückte der Mann der Frau laut Anklage auf den Hals, bis diese starb. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der Mann die Frau, wenn er sie schon selber nicht mehr zur Partnerin haben konnte, auch keinem anderen Mann habe überlassen wollen. Nach der Tat versuchte der 54-Jährige, der stark betrunken war, sich mit mehreren Schnitten in den Unterarm das Leben zu nehmen.

Quelle: DPA

Voerde: Ein Toter bei Wohnungsbrand am Niederrhein

Bei einem Wohnungsbrand im niederrheinischen Voerde ist ein 58 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. In der Nacht zu Donnerstag brach aus bisher ungeklärten Gründen ein Feuer in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses aus, wie die Polizei in Wesel mitteilte. Der 58-Jährige sei bewusstlos aus seiner Wohnung im ersten Stock geborgen worden und trotz Wiederbelebungsmaßnahmen vor Ort gestorben. Bei dem Feuer entstand den Angaben zufolge ein Sachschaden in Höhe von etwa 20.000 Euro.

Quelle: AFP

Darmstadt: Fahrlehrer gibt unter Drogeneinfluss Fahrstunde

Ein Fahrschullehrer ist bei einer Fahrstunde mit Drogen im Blut von der Polizei angehalten worden. Bei einer Kontrolle schlug ein Drogentest positiv auf den Konsum von Cannabis an, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Anonyme Zeugen hatten die Polizei demnach zuvor darauf hingewiesen, dass der Fahrschullehrer unter Drogeneinfluss arbeite. Für Lehrer und Schüler war die Fahrt am Mittwochnachmittag den Angaben zufolge nach der Kontrolle zuende. Es werde nun geprüft, ob der Fahrlehrer seiner Tätigkeit weiter nachgehen dürfe.

Quelle: DPA

Kiel: Tod auf der Ostsee vorgetäuscht – Angeklagter wohl hochverschuldet 

Im Prozess um einen vorgetäuschten Tod in der Ostsee und einen versuchten Millionen-Versicherungsbetrug haben am Mittwoch Ermittlungsbeamte vor dem Kieler Landgericht Erkenntnisse zu Tatmotiv und Tatplanung geliefert. Demnach war der Angeklagte stark verschuldet und ohne eigenes Einkommen, als er einen Bootsunfall und sein angebliches Ertrinken in der Ostsee vortäuschte.

Die Anklage wirft dem 53-Jährigen, seiner gleichaltrigen Frau und der 87-jährigen Mutter vor, sie hätten mit dem vorgetäuschten Todesfall rund 4,1 Millionen Euro aus 14 Risiko-, Lebens- und Unfallversicherungen kassieren wollen. Den Aussagen der Ermittler zufolge, fanden die Beamten bei Hausdurchsuchungen Unterlagen und Briefe, in denen "der Tatplan von ihm relativ detailliert geschildert wird".

Der Angeklagte versuchte demnach durch die Tat "seiner finanziell stark angespannten Lage zu entfliehen". Er hatte kein eigenes Einkommen und wurde von seiner 87-jährigen Mutter monatlich mit 1000 Euro und weiteren Zahlungen unterstützt. In Ihrem Haus in Schwarmstedt versteckte er sich nach seinem Verschwinden am 7. Oktober 2019 monatelang. Seine Frau soll der 53-Jährige im Juni 2019 in seine Pläne eingeweiht haben, sagte der Vernehmungsbeamte aus. "Er sagte, er müsse eine Menge Geld zurückzahlen", habe die 53-Jährige dem Beamten bei ihrer Vernehmung erzählt. Sie habe ihrem Mann demnach abgeraten. Damals sei sein erstes Boot gekentert. Sie habe vermutet, dass er vielleicht deswegen auf die Idee gekommen sei, schilderte der Beamte.

Quelle: DPA

Bergisch Gladbach: Einbrecher schaffen Tresor offenbar in Biotonne weg

Einbrecher haben einen in Bergisch Gladbach gestohlenen Tresor offenbar in einer erst kurz zuvor geleerten Biomülltonne abtransportiert. Die Tonne hatte nach Polizeiangaben vom Mittwoch vor der Tür des betroffenen Mehrfamilienhauses gestanden und war mit dem Tresor, in dem Dokumente, ein Sparbuch und Bargeld im dreistelligen Bereich deponiert waren, verschwunden. Demnach waren die Täter am Dienstagabend über den Balkon in die Wohnung eines 58-Jährigen eingestiegen. Er sei erst später nach Hause gekommen, erklärte die Polizei. Die Unbekannten hätten sämtliche Räume durchwühlt und den Tresor mitgenommen.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 16. Dezember: 

Köln: Missbrauchsfälle Bergisch Gladbach – Chatgruppen-Administrator gesteht

In einem Prozess zum Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat der mutmaßliche Administrator einer Pädophilen-Chatgruppe ein Geständnis abgelegt. "Es stimmt leider, ich muss es zugeben", sagte der 38-Jährige aus dem Westschwarzwald vor dem Kölner Landgericht. Im Dezember 2018 habe er die Chatgruppe auf einem anonymen Messangerdienst eingerichtet. Mitglied werden konnte nur, wer sich durch das Teilen von Kinderpornografie als Pädophiler auswies. So habe verhindert werden sollen, dass sich Ermittler in die Gruppe einschleichen, erklärte der Angeklagte.

Der Deutsche war im Mai 2020 kurzzeitig festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in elf Fällen Chatpartnern Bildmaterial von Missbrauchshandlungen verschafft zu haben. Zudem wird ihm der Besitz rund 2400 kinderpornografischer Bilder zur Last gelegt. Die Chatgruppe spielt eine zentrale Rolle im sogenannten Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Zeitweise sollen 76 Nutzer aktiv gewesen sein, gegen viele wird ermittelt. Einer der Teilnehmer war Jörg L. aus Bergisch Gladbach (NRW), der als eine zentrale Figur in dem Geflecht gilt. Er wurde bereits verurteilt.

Ansbach: Mädchen auf Heimweg abgefangen und missbraucht

Im fränkischen Ansbach soll ein Mädchen auf dem Heimweg von der Schule von einem Mann abgefangen, in eine Wohnung gelockt und dort schwer sexuell missbraucht worden sein. Durch die Mithilfe des Kindes habe die Polizei die Wohnung identifizieren und einen 21 Jahre alten Mann als dringend tatverdächtig festnehmen können, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwoch mit. Der Polizei zufolge meldete die Mutter das Kind als vermisst, nachdem es nicht von der Schule zurückgekehrt war. Eine Freundin der Mutter habe das Mädchen später weinend auf der Straße angetroffen. Die Schülerin habe sich der Frau anvertraut und kurz danach der eingetroffenen Polizei die Tatwohnung gezeigt. In der Wohnung hätten sich konkrete Anhaltspunkte ergeben, die die Schilderung des Kindes bestätigten. Der Tatverdächtige schweigt laut Polizei zu den Vorwürfen. Gegen ihn sei Haftantrag gestellt worden. Das Kind habe nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen können. Um das Opfer zu schützen, machte die Polizei zum Alter des Mädchens keine Angaben.

Quelle: AFP

Kiel: Ermittlungen gegen vier Polizisten wegen Rechtextremismusverdachts

In Schleswig-Holstein laufen straf-, dienst- und disziplinarrechtliche Ermittlungen gegen vier Beamte der schleswig-holsteinischen Landespolizei. Darüber informierte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) am Mittwoch dem Innen- und Rechtsausschuss des Landtags. Die Beamten hätten sich nach bisherigen Erkenntnissen in unterschiedlicher Konstellation in Whats-App-Chats in zum Teil rechtsextremistischer, rassistischer und menschenverachtender Weise geschrieben. In zwei dieser Fälle sei im Rahmen von Durchsuchungen Munition sichergestellt worden, in einem eine unbrauchbar gemachte Sammlerwaffe. Hinweise auf ein rechtsextremes Netzwerk gebe es nicht, sagte die Ministerin. Alle vier Beamten sind mittlerweile nicht mehr im Dienst. Sie kamen aus den Polizeidirektionen Kiel und Neumünster. Es handle sich weder um Angehörige der Spezialkräfte noch um Auszubildende, sagte Sütterlin-Waack.

Quelle: DPA

Berlin: Polizei stellt bei Razzia gefälschte Münzen und Bargeld sicher

Bei Durchsuchungen von mehr als einem Dutzend Juweliergeschäften und Wohnungen in Berlin hat die Polizei unter anderem mutmaßlich gefälschte Münzen, Fälscherwerkzeug sowie einen fünfstelligen Bargeldbetrag sichergestellt. Das teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Berlin mit. Die Auswertung der Beweismittel dauere noch an. Unter anderem würden mögliche Verbindungen zum Diebstahl im Berliner Bode-Museum im März 2017 geprüft. Dabei wurde die Goldmünze "Big Maple Leaf" mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro entwendet. Sie wurde bis heute nicht gefunden.

Quelle: DPA

Berlin:  51-Jähriger wird auf Straße geschubst und von Auto überrollt

In Berlin ist ein Mann offenbar von einem Bekannten auf die Straße geschubst und dann von einem Auto überrollt worden. Der 51-Jährige soll am Dienstagabend im Stadtteil Steglitz-Zehlendorf mit zwei Bekannten in Streit geraten sein, wie die Polizei am Mittwoch erklärte. Ein 54-jähriger Bekannter habe ihn dann auf die Straße geschubst. Trotz Vollbremsung erfasste eine Autofahrerin demnach die Beine des Mannes und schleifte ihn ein Stück mit. Rettungskräfte befreiten den Mann, der sich bei dem Unfall schwere Verletzungen an den Beinen zuzog. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, auch die 45-jährige Autofahrerin musste ambulant behandelt werden. Laut Berliner Polizei sollen die an dem Streit beteiligten Männer unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Der 54-jährige Tatverdächtige wurde nach einer Blutentnahme wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen, das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte übernahm die Ermittlungen.

Quelle: AFP

Oberhausen: 1,80 Meter tiefes Loch auf Spielplatz

Auf einem Spielplatz in Oberhausen hat ein Mitarbeiter der Stadt ein 1,80 Meter tiefes Loch entdeckt und zuschütten lassen. Die Verwaltung geht davon aus, dass Kinder es gegraben haben. "Welches Werkzeug verwendet wurde, um ein so stattliches Loch zu buddeln, ist unbekannt", hieß es am Mittwoch aus dem Rathaus. Die "WAZ" hatte darüber berichtet.

Wie die Verwaltung mitteilte, war das Loch bereits am 10. Dezember bei einer Routinekontrolle auf dem Kinderspielplatz entdeckt worden: "Umgehend rückten Mitarbeiter des Betriebshofes mit einem Radlader an, um das Loch zu schließen, damit die Kinder wieder gefahrenlos spielen können." Das städtische Kinderbüro hatte nach eigenen Angaben Sorge "vor einem möglichen Szenario, wie es sich im Sommer 2012 auf der Nordseeinsel Amrum zugetragen hat. Ein 10 Jahre alter Junge war dort in seinem selbst gegrabenen Loch verschüttet worden und erstickt." Das Kinderbüro appellierte an alle Eltern, ihre Kinder auf solche Gefahren hinzuweisen.

Quelle: DPA

Untermaßfeld: Mehrere Verletzte bei Unruhen in Thüringer Gefängnis 

Bei Unruhen in einer Justizvollzugsanstalt im Süden Thüringens sind mehrere Insassen verletzt worden. Sowohl in einer Zelle als auch im Innenhof des Gefängnisses in der Gemeinde Untermaßfeld im Landkreis Schmalkalden-Meiningen hätten mehrere Gefangene am späten Dienstagabend die Aufforderungen der Wärter missachtet, teilte die Polizei mit, die von einer "Meuterei" schrieb. In der Zelle kam es demnach zu Rauchentwicklung, zwei Männer erlitten dabei eine Rauchgasvergiftung. Ein weiterer Gefangener sei leicht verletzt worden, als er von Beamten festgesetzt wurde.

Auch im Innenhof des Gefängnisses missachteten den Polizeiangaben zufolge zehn Männer die Weisungen der Beamten. Gegen sie sei Pfefferspray eingesetzt worden, zwei der Männer hätten leichte Augenreizungen erlitten. Ein weiterer Insasse bekam demnach Kreislaufprobleme und musste ärztlich untersucht werden. Die Lage sei "innerhalb kürzester Zeit" unter Kontrolle gewesen, teilte die Polizei mit. Es habe zu keiner Zeit die Gefahr eines Ausbruchs bestanden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Gefangenenmeuterei. Zu den Gründen der Unruhen konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) dankte den Einsatzkräften "für das besonnene und schnelle Eingreifen". Das Gefängnis hat nach Angaben des Justizministeriums 345 Haftplätze für männliche Gefangene und ist für Haftdauern von bis zu zweieinhalb Jahren ausgelegt.

Quelle: DPA

Bad Heilbrunn: Hubschrauberbesatzung findet Verirrten bei eisigen Temperaturen 

Bei eisigen Temperaturen haben Rettungskräfte eines Hubschraubers in Bayern einen verirrten 77-Jährigen entdeckt – zehn Kilometer vom angegebenen Suchgebiet entfernt. Nach Polizeiangaben vom Dienstag hatte der Senior am Montagabend den Notruf gewählt, weil er sich in einem Waldgelände bei Benediktbeuern mit seinem Wagen festgefahren und sich auf der Suche nach Hilfe verirrt hatte. 

Eine großangelegte Suchaktion blieb über Stunden erfolglos. Erst gegen ein Uhr morgens orteten Rettungskräfte vom Hubschrauber aus das schwache Handysignal des Mannes. Sie fanden den erschöpften 77-Jährigen schließlich stark unterkühlt in einem abgelegenen Waldstück bei Bad Heilbrunn und flogen ihn in ein Krankenhaus. 

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 15. Dezember: 

Konstanz: Internetliebhaber entpuppt sich als Betrüger

Er nannte sich "Mario Dante", gab sich als Fußball-Agent aus und sprach vom großen Reichtum und der noch größeren Liebe: In Konstanz ist eine Frau einem Betrüger auf den Leim gegangen, den sie auf einer Social-Media-Plattform kennenlernte. Mit mehreren gefälschten Dokumenten überzeugte er die 51-Jährige von seinem Reichtum, auf den er wegen eines Scheidungsverfahrens gerade nicht zugreifen könne. Um ihrem Verehrer aus der Bredouille zu helfen, nahm sie einen Kleinkredit auf und überwies ihm mehrere Hundert Euro. Nach abgeschlossener Transaktion brach der Kontakt ab. Die enttäuschte Konstanzerin hörte nie wieder was von "Mario Dante" und blieb auf den Bankschulden sitzen. Die Polizei warnt immer wieder vor sogenannten "Love-Scammers", die mit Schmeicheleien übers Internet die Börsen ihrer Opfer leeren. Die Polizei empfiehlt, bei solchen Bekanntschaften aus dem Internet vorsichtig zu sein und nicht auf Geldforderungen des sogenannten "Love-Scammers" einzugehen.

Quelle: Polizeipräsidium Konstanz

Hagen: Balkongeländer löst sich – 21-Jähriger stirbt nach Sturz

Weil sich ein Balkongeländer gelöst hat, ist in Hagen ein 21-Jähriger in die Tiefe gestürzt und gestorben. Den Angaben der Polizei zufolge war er am Dienstagvormittag vom Balkon aus dem vierten Stock gefallen. Rettungskräfte brachten den Mann in ein Krankenhaus, wo vergeblich versucht wurde, ihn zu reanimieren. Die Kriminalpolizei prüfe, ob ein Fremdverschulden vorliege. Es gebe den bisherigen Erkenntnissen nach aber bislang keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen, sagte ein Sprecher.

Quelle: DPA

Bremerhaven: 15-Jähriger handelt sich sechs Anzeigen ein 

Gleich sechs Anzeigen hat sich ein aggressiver Jugendlicher in Bremerhaven eingehandelt. Nach Angaben der Polizei vom Dienstag fing der Ärger an, als Sicherheitsleute in einem Linienbus dem 15-Jährigen vorwarfen, er trage seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht korrekt. Er hatte auch keinen gültigen Fahrschein. Bei der Kontrolle griff der 15-Jährige einen Wachmann an. Als Polizisten dazukamen, schlug er auch nach ihnen und verletzte einen Beamten leicht. Schließlich wurden ihm Handschellen angelegt. Eine Durchsuchung zeigte, dass der Jugendliche ein Küchenmesser und mehrere Schraubenzieher bei sich trug, dazu Substanzen, bei denen es sich vermutlich um Drogen handelt. Außerdem wurde bei ihm Kleidung gefunden, die mutmaßlich aus einem Ladendiebstahl stammte. Der Vater konnte seinen Sohn schließlich auf der Polizeiwache abholen. Aber den 15-Jährigen erwarten Anzeigen wegen Körperverletzung, Widerstands, Schwarzfahrens, Betäubungsmittelbesitzes, Ladendiebstahls und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Quelle: DPA

Stuttgart: Lebenslange Haft wegen Dreifachmordes von Holzgerlingen

Im Prozess um den Dreifachmord von Holzgerlingen ist der Beschuldigte zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Der zur Tatzeit 30-jährige Informatiker hatte nach Überzeugung des Gerichts im März in der baden-württembergischen Gemeinde seinen Vermieter sowie dessen Frau und dessen Vater heimtückisch erstochen. Er lebte damals in einer Dachgeschosswohnung im Haus seiner Opfer. Nach dem Verbrechen flüchtete der Mann vor der Polizei ins Ausland, wo er mit Hilfe von Datenspuren ausgespürt wurde. Im Prozess gestand der Angeklagte und erklärte, er habe die Tat nicht geplant, sondern im Affekt gehandelt. Als Motiv gab er Wut über das abgeschaltete WLAN an. Zudem führte der Verteidiger an, sein Mandant leide an Depressionen. Mit dem Urteil folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Quelle: AFP

Essen: Heldenhafter Spaziergänger rettet Vierjährigen aus der Ruhr 

Mit heldenhaftem Einsatz hat ein Spaziergänger in Mülheim einen kleinen Jungen aus der Ruhr gerettet. Der Vierjährige war am Sonntag auf seinem Laufrad vom Fußgängerweg abgekommen und über eine Böschung in den Fluss gestürzt, wie die Essener Polizei am Dienstag mitteilte. Ein 27-jähriger Spaziergänger hörte demnach die Schreie des Kindes, zog Schuhe und Jacke aus und sprang ohne zu zögern ins eiskalte Wasser. Innerhalb weniger Sekunden habe er den Jungen aus der Ruhr gezogen und zu seinen Eltern gebracht. Ein zeitgleich hinzugerufener Rettungswagen versorgte den Vierjährigen und brachte ihn in ein Krankenhaus. Der durchnässte Lebensretter und seine Begleitung seien nach Hause geeilt, um einer Unterkühlung zu entgehen, berichtete die Polizei.

Quelle: AFP

Berlin: Überfall auf Geldtransporter – Verdächtige flüchten mit Beute

Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Schöneberg haben drei Räuber am Dienstagvormittag Bargeld erbeutet. Die Verdächtigen seien in einem weißen Audi geflüchtet, sagte ein Polizeisprecher. Es werde auch mit einem Hubschrauber nach den Tätern gesucht. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Die Unbekannten hatten laut Polizei kurz nach 9.30 Uhr an einem Hintereingang der Ikea-Filiale am Sachsendamm einen Sicherheitsmitarbeiter abgepasst. Er sei mit einer Schusswaffe bedroht worden. Äußerlich verletzt sei er nicht, hieß es. Nach "Bild"-Informationen sollen mehrere Männer auf den Transporter zugestürmt sein. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Die Fahndung nach den Geflüchteten sei eingeleitet. Einsatzkräfte sicherten Spuren.

Quelle: DPA

Rheinland-Pfalz: Fünf falsche Polizeibeamte festgenommen

Ermittler haben in Rheinland-Pfalz fünf sogenannte falsche Polizisten festgenommen. Sie sollen zu einer Bande gehören, die ältere Menschen um ihr Vermögen brachte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Koblenz am Dienstag mitteilten. Dienstagfrüh wurden demnach in Bad Hönningen, Rheinbrohl, Linz/Rhein und Neuwied insgesamt sieben Wohnungen durchsucht. Dabei erfolgten die Festnahmen. Die Beschuldigten sollten noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen die Tatverdächtigen wird wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges zum Nachteil älterer Menschen ermittelt. Das Strafverfahren richtet sich gegen eine Tätergruppe aus dem Landkreis Neuwied, die im September 2017 eine damals 77-jährige Witwe aus Koblenz um ihr Vermögen in Höhe von 350.000 bis 500.000 Euro gebracht haben soll. Die Seniorin hatte damals einem Abholer ihr Vermögen in Form von Bargeld, Schmuck und Goldbarren in einer Plastiktüte vor der Haustür übergeben. An der Tat selbst waren den Angaben zufolge mehrere Personen beteiligt, die für ihren Tatbeitrag entlohnt wurden, bevor das erbeutete Vermögen vermutlich zu den in der Türkei sitzenden Hintermännern gebracht wurde. An dem Einsatz am Dienstag waren insgesamt 75 Polizisten beteiligt.

Quelle: DPA

Koblenz: Rentnerin um Vermögen betrogen – fünf Haftbefehle

Die Polizei in Koblenz hat fünf Männer festgenommen, die eine Rentnerin um mehrere Hunderttausend Euro betrogen haben sollen. Sie hatten sich nach Angaben der Ermittler bei ihrer Tat als Polizisten ausgegeben. Am Dienstag seien mehrere Wohnungen durchsucht und Beweismittel sichergestellt worden. Die Männer sollen noch am Dienstag dem Haftrichter des Amtsgerichts Koblenz vorgeführt werden. Ihnen werde banden- und gewerbsmäßiger Betrug zum Nachteil älterer Menschen vorgeworfen. Insgesamt gehe es um einen Komplex von acht Fällen, sagte ein Polizeisprecher.

Quelle: DPA

Hamburg: Mann pinkelt an Straßenrand und wird angeschossen

Ein Mann ist in Hamburg beim Pinkeln am Straßenrand aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen worden. Der 26-Jährige habe am Montagabend gegen eine Hauswand oder einen Garten im Stadtteil Altona uriniert, als es zur Schussabgabe kam, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Schütze konnte fliehen. Er habe mit mindestens einer weiteren Person in dem Auto gesessen.

Im Stadtteil St. Pauli sei später ein Wagen angehalten und eine Person in Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen worden, sagte der Sprecher. Der 26-Jährige wurde durch einen oder mehrere Schüsse im Beinbereich verletzt. Laut Polizei besteht für ihn keine Lebensgefahr. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Quelle: DPA

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen: Organisierte Kriminalität – Durchsuchungen in rund 40 Wohnungen 

In Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen durchsucht die Polizei seit den frühen Morgenstunden mehrere Wohnungen. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. Insgesamt sollen knapp 40 Wohnungen durchsucht werden. Zu den genauen Hintergründen konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

Quelle: DPA

Sontra: Zwei Tote und vier Verletzte bei Unfall in Hessen

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge in Hessen sind am Dienstagmorgen zwei Menschen gestorben. Bei dem Unfall auf einer Bundesstraße nahe Sontra wurden vier weitere Menschen zum Teil schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Identität der Unfallbeteiligten stehe noch nicht fest. Die Bundesstraße war laut Polizei voll gesperrt. Ein Gutachter sei eingeschaltet, um den Unfallhergang zu klären.

Quelle: DPA

Berlin: Prozess um tödliche Kollision mit Polizeiauto – Plädoyers erwartet

Im Prozess um den tödlichen Zusammenstoß eines Funkstreifenwagens mit dem Auto einer jungen Frau in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes wird heute fortgesetzt. Es wird mit dem Beginn der Plädoyers gerechnet. Angeklagt ist ein 53-jähriger Hauptkommissar. Der Beamte am Steuer des Fahrzeugs soll im Januar 2018 auf dem Weg zu einem Einsatz mit überhöhter Geschwindigkeit in den Wagen der 21-Jährigen gekracht sein, die einparken wollte. Laut Anklage wurde bei der Kollision noch ein Tempo von 93 Stundenkilometern festgestellt, bei der Tunnelausfahrt kurz davor seien es noch 130 gewesen.

Quelle: DPA

Zwickau: Spielende Katzen verursachen vermutlich Wohnungsbrand

Zwei spielende Katzen haben beim Herumtollen in der Küche ihres Besitzers vermutlich ein Cerankochfeld aktiviert und dadurch einen Wohnungsbrand ausgelöst. Der 33-jährige Katzenbesitzer hatte seine Wohnung in Zwickau für Besorgungen verlassen und die Tiere in der Küche eingesperrt, wie die Polizei mitteilte. Wahrscheinlich hätten die Katzen das Kochfeld dann versehentlich angestellt. Ein Plastikkorb und Zeitungen auf dem Herd fingen Feuer. Für die beiden Katzen endete das Feuer tragisch: Sie konnten nur noch tot geborgen werden.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Dienstag, 15. Dezember

Düsseldorf: Auto fährt gegen Luxusuhrenladen – Diebe entkommen

Bei einem Überfall auf einen Luxusuhrenladen an der Düsseldorfer Einkaufsmeile Königsallee sind die Räuber mit einem Auto gegen eine Scheibe des Geschäfts gefahren. Dann seien sie am Montagvormittag in den Laden gelaufen und hätten Beute gemacht, sagte ein Polizeisprecher. Angaben zur Menge und den Gegenständen machte er zunächst nicht. Er sprach von einem professionellen Vorgehen und einem "Blitzüberfall". Möglicherweise hätten sie Waffen genutzt, so der Sprecher. Da es nach Gas gerochen habe, habe es sich möglicherweise um Schreckschusswaffen gehandelt. Es seien mindestens zwei Räuber am Werk gewesen. Die Unbekannten entkamen - wie, war zunächst unklar. Das Auto ließen sie stehen. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Der Bereich um den Uhrenladen wurde abgesperrt. Ermittler untersuchten unter anderem das Tatauto, das in einer Gasse vor dem Laden stand.

Quelle: DPA

Hürth: Polizei stellt mutmaßlichen Weihnachtsdeko-Dieb

Immer wieder soll er Sterne, Lichterketten und Weihnachtsbäume gestohlen haben - nun ist ein mutmaßlicher Weihnachtsdeko-Dieb im Rhein-Erft-Kreis gefasst worden. Nach einem Zeugenhinweis stellte die Kreispolizei am Montag einen 37-Jährigen, der laut Polizeibericht für eine Diebstahlserie in Kerpen in Nordrhein-Westfalen verantwortlich sein soll. Demnach bemerkten die Polizisten bei dem Verdächtigen eine "starke Ähnlichkeit" zu einem Weihnachtsdeko-Dieb, der in der vergangenen Woche von einer Videokamera aufgezeichnet wurde. Zudem habe der Mann einen silbernen Weihnachtsstern und zwei Lichterketten bei sich getragen. In der Wohnung des 37-Jährigen entdeckten die Beamten schließlich mehrere Kisten Weihnachtsdekoration. Gegen den Mann werde ermittelt.

Quelle: AFP

Dortmund: Fußgänger auf Autobahn angefahren und schwer verletzt

Ein Fußgänger ist auf der Autobahn 44 bei Soest in Nordrhein-Westfalen angefahren und schwer verletzt worden. Ein Lkw-Fahrer aus Dortmund erfasste den 62-Jährigen in der Nacht zu Samstag in Höhe eines Rastplatzes, wie die Dortmunder Polizei am Montag mitteilte. Demnach war der dunkel gekleidete Mann offenbar zwischen dem Seitenstreifen und der Fahrbahn unterwegs. Bei dem Zusammenstoß wurde der 62-Jährige schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Wieso der Mann aus Kamen zu Fuß über die Autobahn lief, war zunächst unklar.

Quelle: AFP

Langenfeld: Party mit Hasch-Muffins endet im Krankenhaus

Gebäck mit Nebenwirkungen: Nachdem ein 37-Jähriger im Rheinland Hasch-Muffins für seine Gäste gebacken hatte, mussten Rettungskräfte ausrücken. Wie die Polizei mitteilte, alarmierte einer der Gäste am frühen Montagmorgen den Notruf und berichtete davon, dass er und seine Freunde nach dem Verzehr von "Cannabis-Kuchen" ärztliche Hilfe bräuchten. Als wenig später Feuerwehr-Sanitäter und Polizeibeamte in der Wohnung in Langenfeld ankamen, ging es drei Männern und drei Frauen im Alter zwischen 28 und 64 Jahren schlecht. Einige schrien laut Polizei, oder lagen benommen auf einem Sofa. Auf dem Fußboden lag Erbrochenes.

Die sechs Menschen kamen in Krankenhäuser. Zwei von ihnen konnten nach ambulanter Behandlung wieder gehen, vier wurden wegen einer starken Drogenvergiftung stationär aufgenommen. Der Wohnungsinhaber hingegen musste nicht mit in die Klinik, obgleich er ebenfalls von dem selbst gemachten Gebäck gegessen hatte. Die Polizei leitete gegen ihn ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Drogen fanden die Beamten in seiner Wohnung nicht.

Quelle: DPA

Hillgroven: Ferienhaus von Oliver Geissen abgebrannt 

Großer Schreck für den Hamburger Fernsehmoderator Oliver Geissen: Am späten Sonntagabend ist sein reetgedecktes Ferienhaus in Hillgroven (Schleswig-Holstein) in Brand geraten und komplett ausgebrannt. Wie die Feuerwehr am Montagmorgen mitteilte, war das Feuer gegen 20.30 Uhr von einem Anwohner gemeldet worden. Oliver Geissens Management bestätigte am Montag der Deutschen Presse-Agentur, dass der Moderator und seine Familie zum Zeitpunkt des Feuers nicht im Haus waren. Der Hamburger habe nun für diese Woche alle seine Termine abgesagt. Hillgroven liegt etwa 25 Kilometer südöstlich von Sankt Peter-Ording.

Nachrichten aus Deutschland: Ferienhaus von Oliver Geissen abgebrannt.
Rund 70 Einsatzkräfte und mehr als vier Stunden waren nötig, um die Reetdachkate von Oliver Geissen zu löschen. Der entstandene Schaden ist erheblich.
© Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen

Im Zuge der Löscharbeiten kam ein Bagger zum Einsatz, der Teile des Hauses vorsichtig abtrug. Durch den Sauerstoffeintrag habe sich der Schwelbrand im Reetdach schnell zu einem Feuer entwickelt und sich schlagartig auf die gesamte Dachfläche ausgebreitet. Ein am Haus abgestellter Geländewagen habe noch rechtzeitig weggeschleppt werden können, so dass das Fahrzeug unversehrt blieb. Insgesamt waren fünf Freiwillige Feuerwehren mit rund 70 Einsatzkräften mehr als vier Stunden lang am Brandort.

Warum das Feuer in dem Haus in der kleinen Gemeinde ausgebrochen ist, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Durch das Feuer ist Polizeiangaben zufolge ein Schaden von rund 750.000 Euro entstanden.

Quelle: DPA

München: Autofahrer rast mit 197 km/h durch 80er-Zone

Mit bis zu 197 Kilometern pro Stunde ist ein Autofahrer durch eine 80er-Zone auf der Autobahn 995 bei München-Giesing gerast. Der 25-Jährige sei am späten Sonntagabend über die fast leere Autobahn stadteinwärts gefahren, teilte die Polizei mit. Dabei überschritt er die wegen Lärmschutz zulässige Geschwindigkeit von 80 km/h deutlich. Eine Zivilstreife mit Videoanlage verfolgte ihn, im Durchschnitt war er laut Polizei mit 170 km/h unterwegs. Kurz vor der Stadtgrenze beschleunigte er noch einmal, letztlich landete er bei einer Höchstgeschwindigkeit von 197 km/h. Ihn erwartet laut Polizei nun ein Bußgeld von 1200 Euro plus Gebühren, sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.

Quelle: DPA

Halle: Verdächtiger im Fall "Elsa" schweigt 

Der Tatverdächtige im Fall der aus der Saale geretteten Sechsjährigen schweigt zu den Vorwürfen. Der 24-Jährige habe sich bisher weder gegenüber der Polizei noch dem Ermittlungsrichter geäußert, sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann der Deutschen Presse-Agentur am Montagmorgen. Die Ermittlungen würden nun fortgeführt. Die Polizei stellte den Verdächtigen am Freitag, seit Samstag sitzt er in Untersuchungshaft. Zwei Jogger hatten das Mädchen am 6. Dezember in der Saale entdeckt. Zuvor waren Hilferufe zu hören gewesen. Den Ermittlungen zufolge war der Verdächtige gesehen worden, wie er das Kind wohl überwiegend auf dem Arm durch Halles Innenstadt getragen hatte. Das Mädchen war bei den kühlen Temperaturen nur mit einem Schlafanzug bekleidet.

Quelle: DPA

Tausende zusätzliche Kameras für deutsche Bahnhöfe

Die Bahnhöfe in Deutschland werden mit Tausenden zusätzlichen Überwachungskameras ausgestattet. In den kommenden vier Jahren soll die Anzahl der Videokameras an Bahnsteigen um rund ein Drittel auf ungefähr 11.000 erhöht werden, wie das Bundesinnenministerium und die Deutsche Bahn am Sonntag mitteilten. Die neuen Geräte lieferten zudem hochauflösende und damit bessere Bilder. Derzeit seien rund 8000 Kameras installiert. "Mit den nun vereinbarten Maßnahmen erhöhen wir die Sicherheit in Bahnhöfen und Zügen. Denn die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität", erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte zu den Zielen der Neuerungen: "besserer Schutz der Fahrgäste beim Aufenthalt, Ein- und Aussteigen sowie beim Warten auf den Zug."

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 7. bis 13. Dezember lesen Sie hier.

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