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News des Tages 25-Jährige stirbt bei Messerangriff - Tatverdächtiger nach Flucht gefasst

Messerangriff München
Ermittler der Polizei sind am Tatort in München-Neuhausen, wo eine Frau ist Opfer eines Messerangriff wurde
© Matthias Balk / DPA
Bamf-Chefin Cordt muss gehen +++ 25-Jährige stirbt bei Messerangriff in München +++ Siebenjährige stirbt in Hüpfburg - Betreiber verurteilt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Frau bei Messerangriff in München getötet (18.56 Uhr)
  • Kind stirbt in Hüfburg - Haftstrafe für Betreiber (15.48 Uhr)
  • Dirigent Enoch zu Guttenberg gestorben (11.42 Uhr)
  • Bundestag billigt mehr Geld für Parteien (10.39 Uhr)
  • Giftlabor in Hochhaus: Polizei plant Durchsuchung  (9.39 Uhr)

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 22.04 Uhr: 90-Millionen-Eurojackpot wieder nicht geknackt - 28 Großgewinner +++ 

Lottospieler können nächste Woche erneut darauf hoffen, den deutschen Gewinnrekord einzustellen. Der mit 90 Millionen Euro gefüllte und bei dieser Summe gedeckelte Eurojackpot wurde am Freitag auch in der zwölften Ziehung hintereinander in Helsinki nicht geknackt, wie Westlotto am Abend in Münster mitteilte. Gezogen wurden diesmal die Gewinnzahlen 1-5-7-9-21 plus die Zusatzzahlen 3 und 10. Bei der nächsten Ziehung stehe der Eurojackpot zum fünften Mal in Folge bei der Höchstsumme von 90 Millionen Euro. Jeder darüber hinaus eingesetzte Euro fließt seit drei Wochen in die 2. Gewinnklasse und bildet dort einen neuen Jackpot - der ist mit weiteren 23 Millionen
Euro ausgestattet.

+++ 21.52 Uhr: Zweijähriger Junge im Frankfurter Zoo ertrunken +++

Ein zweijähriger Junge ist im Frankfurter Zoo in einem Wassergraben ertrunken. Das Unglück ereignete sich in der Nähe eines Streichelzoos, wie ein Sprecher der Polizei am Abend mitteilte. Rettungskräften gelang es nicht mehr, den Jungen zu reanimieren, er starb im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Zweijährige war mit Familienangehörigen in den Zoo gekommen. Wie es genau zu dem Unglück kam, war am Abend noch unklar. Zuvor hatten mehrere hessische Medien darüber berichtet.

+++ 21.19 Uhr: Usain Bolts Olympia-Spikes in London gestohlen +++

Ein signiertes Paar Laufschuhe vom achtmaligen Sprint-Olympiasieger Usain Bolt sind im britischen Linton gestohlen worden. Die Laufschuhe waren vom Jamaikaner bei den Olympischen Spielen 2012 in London getragen worden, hieß es am Freitag von der Polizei in Derbyshire. Diese Spikes sind Teil einer umfangreichen Sammlung, die ich in den letzten zehn Jahren aufgebaut habe", sagte der Geschädigte, der nicht genannt werden wollte. "Es gibt nur vier oder fünf Paar Spikes von den Olympischen Spielen 2012 in London, die signiert wurden. Sie sind absolut unersetzbar", bedauerte das Opfer. Ein 35-jähriger Mann ist inzwischen im Zusammenhang mit dem Diebstahl angeklagt worden. Die Bolt-Schuhe müssen aber noch gefunden werden.

+++ 18.56 Uhr: 25-Jährige stirbt bei Messerangriff - Tatverdächtiger auf der Flucht gefasst +++

Bei einem Angriff mit einem Messer in einer Münchner Wohnung ist am Freitag eine 25-jährige Frau tödlich verletzt worden.  Ihre 53-jährige Mutter und ihr 15-jähriger Bruder erlitten ebenfalls schwere Stichverletzungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die beiden kamen in ein Krankenhaus. 

Die Beamten fahndeten nach der Tat nach einem Deutschen im Alter von 19 Jahren. Der Tatverdächtige wurde wenig später gefasst. Auf Twitter schrieben die Beamten: "Der 19-jährige Tatverdächtige konnte nach intensiven Fahndungsmaßnahmen durch uns festgenommen werden." 

+++ 18.12 Uhr: Ukraine: Zwei Soldaten im Kampf mit Separatisten gefallen +++

Im Osten der Ukraine sind bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten zwei Soldaten getötet worden. Sechs weitere Soldaten wurden nach Angaben des ukrainischen Militärs verletzt. "Die Situation an der Front hat sich in den vergangenen 24 Stunden dramatisch verschlechtert", sagte ein  Armeesprecher. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) rief die Ukraine sowie die Separatisten erneut dazu auf, sich an die unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs vereinbarte Waffenruhe zu halten.

Erst am Montag hatten Deutschland, Russland, die Ukraine und Frankreich einen neuen Anlauf für die Beilegung der Krise genommen. Eine Einigung in der Frage kam nicht zustande, allerdings zeigten sich laut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei dem Treffen in Berlin alle Seiten offen für eine Einbeziehung der UNO. In dem Konflikt sind seit 2014 nach UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Die Krise begann nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim. Russischsprachige Regionen im Osten der Ukraine wollten sich daraufhin von Kiew abspalten.

+++ 18.11 Uhr: Fall Susanna: Polizei ging zunächst nicht von Verbrechen aus +++

Die Mainzer Polizei hat eingeräumt, im Fall Susanna anfangs nicht von einem Verbrechen ausgegangen zu sein. So habe das Mädchen am 22. Mai seiner Mutter gesagt, dass es den letzten Zug verpasst habe und bei einer Freundin übernachte. Polizeipräsident Reiner Hamm berichtete, Susannas Mutter habe die
14-Jährige zwar am 23. Mai vermisst gemeldet, aber auch gesagt, dass sie keine Angst habe und dass die 14-Jährige schon häufiger nachts weg gewesen sei. Eine Gefahr für Leib und Leben habe man damals nicht gesehen und daher zunächst auch keine Handy-Ortung oder Öffentlichkeitsfahndung in die Wege geleitet.

Die 14-jährige Susanna aus Mainz war den Ermittlungen zufolge am Abend des 22. Mai oder in der folgenden Nacht in Wiesbaden vergewaltigt und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde am 6. Juni nahe einem Bahngleis im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim gefunden. Als Verdächtiger sitzt der Iraker Ali B. in Untersuchungshaft.

+++ 17.31 Uhr: Vier Flüchtlinge ertrinken auf dem Weg nach Spanien +++

Erneut sind mehrere Flüchtlinge bei der Überfahrt von Marokko nach Spanien im Meer ums Leben gekommen. Vier Leichen seien im Alborán-Meer im westlichen Teil des Mittelmeers "in den vergangenen Stunden" aus dem Wasser geborgen worden, teilten Sprecher der spanischen Rettungsdienste der Deutschen Presse-Agentur mit. Aus insgesamt 38 Booten seien 307 Migranten lebend geborgen worden. Die Suchaktionen würden mit sieben Schiffen und einem Hubschrauber fortgesetzt, hieß es.

Erst am Sonntag waren im Alborán-Meer vier Flüchtlinge ums Leben gekommen. Der Flüchtlingszustrom von Marokko nach Spanien hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verstärkt. Dennoch hat sich die neue sozialistische Regierung des Landes in Madrid bereit erklärt, die 629 Flüchtlinge des von Italien abgewiesenen Rettungsschiffes "Aquarius" aufzunehmen.

+++ 17.27 Uhr: Florida: Sechs Verletzte bei Achterbahn-Unglück +++

Nach einem Achterbahnunglück in Florida sind nach Angaben der Feuerwehr sechs Menschen ins Krankenhaus gebracht worden. Wie der Sender NBC berichtete, stürzten auf der Anlage in Daytona Beach zwei Menschen aus mehr als zehn Metern in die Tiefe. Das Ausmaß ihrer Verletzungen war zunächst nicht klar, gleiches galt für die Ursache des Unglücks. Ein Augenzeuge berichtete dem Sender, die Gondel habe sich plötzlich umgedreht und habe in die Tiefe gebaumelt. Insgesamt seien aus dem Gefährt zehn Menschen gerettet worden.

+++ 16.49 Uhr: Zweijähriger verhungert - Mutter muss in Haft +++

 Im Prozess um den Hungertod des zweijährigen Anakin ist die Mutter zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Sie sei der vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, hieß es. Die Mutter von zehn Kindern habe sich nicht ausreichend um ihren Sohn gekümmert und ihn verhungern lassen, zeigten sich die Richter am Landgericht im westfälischen Arnsberg überzeugt. Anakin und seine Schwester waren am Ende ihres Martyriums bis auf die Knochen abgemagert. Anakin war dann im Krankenhaus gestorben. Seine Schwester überlebte nur knapp.

Das Gericht lag damit geringfügig unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die vier Jahre Gefängnis gefordert hatte. Der Verteidiger der Frau aus dem Raum Winterberg hatte sich für eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung ausgesprochen. Er kündigt an, gegen das aus seiner Sicht zu harte Urteil in Revision zu gehen. Die Entscheidung des Gerichts ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 15.48 Uhr: Siebenjährige stirbt in Hüpfburg - Betreiber verurteilt +++

Zwei Jahre nach dem Tod einer Siebenjährigen in einer Hüpfburg hat ein Gericht im britischen Chelmsford ein Schausteller-Ehepaar zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Sie wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Im März 2016 war in Harlow in der Grafschaft Essex die kleine Summer in einem Unwetter gestorben, als sich eine Hüpfburg aus der Verankerung löste und 300 Meter weit "wie ein Wagenrad" einen Hügel hinunterstürzte.

Das Paar habe "ein kolossales Risiko für das Leben der Kinder" in Kauf genommen, als sie bei Sturm zwar eine Riesenrutsche schlossen, aber die Kinder weiter auf der Hüpfburg spielen ließen, betonte der Richter. "Dieses Risiko kostete Summer das Leben." Der 29 Jahre alte Angeklagte und seine 26 Jahre alte Ehefrau wurden jeweils zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht ermahnte die Aufsichtsbehörden zugleich, die nötigen Schritte einzuleiten, bei Kirmesattraktionen künftig Messgeräte für Windstärke vorzuschreiben.

+++ 15.29 Uhr: China kontert Trumps Strafzölle +++

Unmittelbar nach der Mitteilung von US-Präsident Donald Trump zu Strafzöllen auf chinesische Waren hat Peking Gegenmaßnahmen angekündigt. China werde Zölle im gleichen Umfang auf US-Importe verhängen, teilte das Handelsministerium mit. Gleichzeitig rief die chinesische Regierung andere Länder zu einer "gemeinsamen Aktion" gegen die US-Handelspolitik auf.

+++ 14.20 Uhr: Trump kündigt Strafzölle von 25 Prozent auf Import chinesischer Produkte an +++

US-Präsident Donald Trump hat wie angedroht Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf eine Reihe chinesischer Produkte angekündigt. Betroffen sind Importprodukte im Wert von 50 Milliarden Dollar (42 Milliarden Euro), erklärte Trump am Freitag. Zugleich drohte er China mit zusätzlichen Maßnahmen, sollte Peking Gegenzölle erheben.

+++ 13.59 Uhr: Deutsche Umwelthilfe fordert Abgabe von 22 Cent auf jede Plastiktüte +++

Der Plastiktütenverbrauch der Deutschen ist zwar kräftig gesunken - das geht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) aber nicht weit genug. Sie fordert eine Abgabe in Höhe von 22 Cent auf jede Einweg-Plastiktüte. Die Selbstverpflichtung des Handels zur Verringerung des Verbrauchs reiche nicht aus, erklärte die DUH am Freitag. "Erst wenn alle Plastiktüten verbindlich und spürbar verteuert werden, werden diese endgültig der Vergangenheit angehören."

+++ 13.10 Uhr: Polizist schießt nach mutmaßlichem Messerstich in Koblenz auf 27-jährigen Syrer +++

Bei einem Einsatz wegen einer Ruhestörung soll ein Mann in Koblenz in Rheinland-Pfalz nach ersten Erkenntnissen mit einem Messer in Richtung eines Polizisten gestochen haben. Der 27-Jährige sei daraufhin von dem Beamten angeschossen und schwer verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittlungen zu dem Geschehen liefen, weitere Einzelheiten seien zunächst unklar. Nach Angaben der Koblenzer Ermittlungsbehörde soll der 27-jährige Syrer am Donnerstagabend in einer Asylbewerberunterkunft zunächst Beamte des Ordnungsamts mit einem Messer bedroht haben, als diese ihn wegen des Verdachts einer Ruhestörung aufsuchten. Sie setzten sich mit Pfefferspray zur Wehr, daraufhin flüchtete der Bewohner.

Zwei inzwischen eingetroffene Polizisten verfolgten diesen, dabei soll der Flüchtende nach den bislang bei der Staatsanwaltschaft vorliegenden Informationen plötzlich angehalten und "in Richtung des Kopfbereichs eines Polizeibeamten" gestochen haben. Dieser schoss zweimal auf die Beine des Manns. Ein Schuss ging daneben, der andere traf den Angreifer demnach im Bereich des Unterbauchs.

+++ 13.08 Uhr: OECD: Sozialer Aufstieg kann in Deutschland sechs Generationen dauern +++

In Deutschland sind die Aufstiegschancen für Kinder aus armen Familien immer noch geringer als in vielen anderen Industrieländern. In Deutschland könne es sechs Generationen oder 180 Jahre dauern, bis Nachkommen einer einkommensschwachen Familie das Durchschnittseinkommen erreichen, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag. Der Durchschnitt in 24 untersuchten Mitgliedsländern der OECD liegt demnach bei fünf Generationen.

+++ 13 Uhr: Wartezeitquote für Medizinstudium wird abgeschafft +++

Die bislang geltende Wartezeitquote für Medizinstudienplätze soll abgeschafft werden. Die Kultusministerkonferenz (KMK) einigte sich auf ihrer Plenarsitzung in Erfurt außerdem darauf, die 20-Prozent-Quote für die Vergabe der Studienplätze an die Bewerber mit den besten Abiturnoten beizubehalten. Das sehen die Eckpunkte für ein neues Zulassungsverfahren zum Medizinstudium vor, das nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nötig wurde.

+++ 11.42 Uhr: Karl-Theodor zu Guttenberg trauert um seinen Vater +++

Der Dirigent Enoch zu Guttenberg ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das meldete die Münchner "Abendzeitung" und bezog sich auf Informationen aus dem Büro des Künstlers. Laut DPA verstarb er am Freitagmorgen in der bayerischen Landeshauptstadt. Der Münchner gehörte zu den bekanntesten und angesehensten deutschen Dirigenten. Geboren wurde Enoch zu Guttenberg im kleinen Dorf Guttenberg im oberfränkischen Landkreis Kulmbach, dem Stammsitz seiner Familie. Enoch zu Guttenberg leitete die beiden Ensembles "KlangVerwaltung" und die Chorgemeinschaft Neubeuern, zudem hatte er 1999 die Festspiele Herrenchiemsee gegründet. Er ist der Vater des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg.

Enoch zu Guttenberg: Der  Dirigent und Vater des ehemaligen Verteidigungsministers starb am Freitagmorgen im Alter von 71 Jahren.
Enoch zu Guttenberg: Der  Dirigent und Vater des ehemaligen Verteidigungsministers starb am Freitagmorgen im Alter von 71 Jahren.
© David Ebener / DPA

+++ 11.06 Uhr: Erster Verdächtiger stellt sich nach Lynchjustiztat in Bremen der Polizei +++

Im Bremer Fall von Lynchjustiz nach Ausstrahlung eines Fernsehbeitrags über einen angeblichen Pädophilen hat sich ein erster Verdächtiger gestellt. Er habe eingeräumt, an der Tat "beteiligt" gewesen zu sein, teilte die Polizei am Freitag mit. Staatsanwaltschaft und Polizei gingen nun den Hinweisen nach, die sich aus den Aussagen des Manns zu dem Geschehen ergäben.

Mehrere Männer waren am Dienstagmittag nach Ausstrahlung eines Beitrags in einem Mittagsmagazin des Senders RTL in die Wohnung eines 50-Jährigen eingedrungen und hatten ihn zusammengeschlagen, weil sie der Meinung waren, dass es sich bei ihm um den darin gezeigten Mann handelt. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt.

+++ 11.15 Uhr: Ministerpräsident Daniel Günther wird zum zweiten Mal Vater +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wird zum zweiten Mal Vater. "Das Kind soll im Herbst zur Welt kommen", sagte ein Regierungssprecher am Freitag. Günther und seine Frau Anke seien glücklich, dass die Familie im Herbst größer werde. Sie freuten sich sehr darauf. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet. Günther ist bereits seit gut zwei Jahren Vater einer Tochter.  

+++ 11 Uhr: Parteien bekommen 25 Millionen Euro mehr vom Staat +++

Immerhin ein Erfolg für Angela Merkel: Bei allem Streit in der Großen Koalition haben die großen Parteien durchgesetzt, dass sie künftig deutlich mehr Geld vom Staat bekommen. Heftigen Widerstand gab es von der Opposition - die allerdings auch profitiert.
Immerhin ein Erfolg für Angela Merkel: Bei allem Streit in der Großen Koalition haben die großen Parteien durchgesetzt, dass sie künftig deutlich mehr Geld vom Staat bekommen. Heftigen Widerstand gab es von der Opposition - die allerdings auch profitiert.

Die deutschen Parteien bekommen vom kommenden Jahr an zusammen 25 Millionen Euro mehr vom Staat. Trotz heftigen Widerspruchs der Opposition verabschiedete die Koalition von CDU, CSU und SPD am Freitag im Bundestag eine Änderung des Parteiengesetzes, die einen Anstieg der staatlichen Zuschüsse von 165 auf 190 Millionen Euro ab 2019 vorsieht.

Die Regierungsfraktionen begründeten das unter anderem mit der Kommunikation im Internet, die Parteien fast rund um die Uhr fordere, und neuen Datenschutz-Anforderungen im Netz. Der Bundesrat muss dem Gesetz nicht zustimmen. Linke und Grüne kündigten nach der Abstimmung gemeinsam an, eine Klage zu prüfen.

FDP, Linke, AfD und Grüne kritisierten den Vorstoß heftig - unter anderem, weil der gesamte Gesetzgebungsprozess keine zwei Wochen dauerte und die Koalitionsfraktionen keine gemeinsame Linie mit der Opposition gesucht hatten.

+++ 10:26 Uhr: Python verschlingt Frau in Indonesien +++

Eine vermisste Frau ist in Indonesien tot aus einer Python herausgeschnitten worden. Der Körper der 54-Jährigen sei noch intakt gewesen, zitierte die Nachrichtenseite Detik.com am Freitag einen örtlichen Polizeichef auf der Insel Sulawesi. Dorfbewohner und Ermittler entdeckten dem Bericht zufolge Habseligkeiten der seit Donnerstag vermissten Frau neben der Schlange und vermuteten, dass das Tier sie verschlungen haben könnte.

Sie brachten die Python in ihr Dorf, wo sie sie aufschnitten und die vermisste Frau im Inneren des Tieres fanden, hieß es weiter. Bereits vor gut einem Jahr hatte eine Schlange einen Erntehelfer in Sulawesi verschlungen. Der Mann war - samt Gummistiefeln - tot aus der Python herausgeschnitten worden.

+++ 9.45 Uhr: US-Militär fliegt Luftangriff auf ranghohen Rebellenführer in Afghanistan +++

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff in Afghanistan einen ranghohen Rebellenführer ins Visier genommen. Der Angriff in der östlichen Provinz Kunar an der Grenze zu Pakistan habe einem Führungsmitglied einer "Terrororganisation" gegolten, teilte ein Militärsprecher in Washington mit. In Kunar soll sich der Anführer der pakistanischen Talibangruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), Maulana Fazlullah, versteckt halten.

Der Militärsprecher nannte zunächst keine Einzelheiten. Er sagte aber, das US-Militär halte sich weiterhin an eine Waffenruhe im Konflikt mit den afghanischen Taliban, die Präsident Aschraf Ghani zum Ende des muslimischen Ramadan-Festes ausgerufen hatte. Daher ist davon auszugehen, dass sich der Angriff nicht gegen die afghanischen Taliban richtete. In US-Medienberichten war ebenfalls von einem Angriff auf Fazlullah die Rede.

Die USA hatten im März ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) auf Fazlullah ausgesetzt. Seine Gruppierung wird für blutige Anschläge in Pakistan sowie für den versuchten Autobomben-Anschlag auf den New Yorker Times Square 2010 verantwortlich gemacht.

+++ 9.39 Uhr: Giftlabor in Hochhaus: Polizei will weitere Wohnungen durchsuchen +++

Nach dem Fund von hochgiftigem Rizin in einem Hochhaus in Köln will die Polizei am Freitagmorgen mehrere leerstehende Wohnungen in dem Gebäude durchsuchen. Polizei und Bundeskriminalamt sowie Experten des Robert Koch-Instituts sind nach dpa-Informationen vor Ort. Der Einsatz soll im Zusammenhang stehen mit dem Fund einer größeren Menge des tödlichen Giftes Rizin im selben Haus. Das Haus wird nicht evakuiert, berichtete eine dpa-Reporterin.

Ein verhafteter 29-Jähriger soll bereits seit mehreren Wochen biologische Waffen in seiner Wohnung im Kölner Stadtteil Chorweiler hergestellt haben und bei der Produktion seines tödlichen Gifts weit fortgeschritten sein. Das Material zur Herstellung von Rizin hatte der Mann sich nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft im Internet gekauft und seit Anfang Juni zusammengemischt.

Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Wohnhaus Osloerstr. 3. Ein festgenommener Tunesier soll hier biologische Waffen in seiner Wohnung hergestellt haben.
Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Wohnhaus Osloerstr. 3. Ein festgenommener Tunesier soll hier biologische Waffen in seiner Wohnung hergestellt haben.
© Oliver Berg / DPA

+++ 9.24 Uhr: China kündigt umgehende Reaktion auf mögliche US-Zölle an +++

China will auf mögliche US-Strafzölle mit sofortigen Gegenmaßnahmen antworten. Sollten die USA Zölle gegen China umsetzen, "werden wir umgehend reagieren und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um unsere legitimen Rechte und Interessen entschlossen zu schützen", sagte Geng Shuang, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums, am Freitag.

+++ 9.01 Uhr: Deutsche gründen weniger Firmen +++

Die gute Konjunktur dämpft die Risikofreude der Bundesbürger, sich in die Selbstständigkeit zu wagen. Im ersten Quartal sank die Zahl der Gewerbeanmeldungen gemessen am Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent auf 186.700. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

+++ 5.45 Uhr: Facebooks Kommunikationschef tritt zurück +++

Facebooks Kommunikationschef Elliot Schrage hat seinen Rücktritt bei dem von einem Datenskandal erschütterten Online-Netzwerk eingereicht. "Nach mehr als einem Jahrzehnt bei Facebook habe ich entschieden, ein neues Kapitel in meinem Leben zu beginnen", verkündete der 57-Jährige am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite.  

+++ 5.19 Uhr: Bayern will mit neuem Autopakt Dieselfahrverbote verhindern +++

Mit einem millionenschweren Maßnahmenpaket will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Dieselfahrverbote im Freistaat verhindern. "Eines ist ganz klar: Bayern ist Autoland und daher sind wir gegen Fahrverbote. Die bringen wenig und belasten nur den Verkehr und die Bürger", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Staatsregierung sei zwar für die Einhaltung von Grenzwerten, "aber wir sollten auch wieder mehr gesunden Menschenverstand zeigen".

+++ 5.06 Uhr: Freiburger Polizei kauft Segways +++

Die Polizei in Freiburg wird künftig dauerhaft mit Segways unterwegs sein. Ein vor zehn Monaten begonnener Praxistest der Beamten mit den elektrisch angetriebenen Stehrollern sei erfolgreich gelaufen, sagte ein Sprecher. Die Polizei habe daher mehrere Roller gekauft. Erstmals eingesetzt werden sie am Freitag. Die bisherigen Segways hatte die Polizei geleast. Die Polizisten waren mit ihnen in der Innenstadt unterwegs, nun ist den Angaben zufolge geplant, sie auch andernorts einzusetzen. In anderen Ländern setzt die Polizei schon länger auf Segways.

Segways - hier in Kassel - werden als Fortbewegungsmittel für Polizisten beliebter
Segways - hier in Kassel - werden als Fortbewegungsmittel für Polizisten beliebter
© Bernd Schoelzchen / DPA

+++4.46 Uhr: US-Regierung will offenbar angedrohte Strafzölle gegen China umsetzen +++

Die US-Regierung will offenbar auch ihre angedrohten Strafzölle gegen China umsetzen: Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise berichtete, genehmigte die US-Regierung am Donnerstagabend eine Liste mit chinesischen Gütern im Wert von 50 Milliarden Dollar (etwa 42 Milliarden Euro), die mit Strafzöllen belegt werden sollen. Chinas Außenminister Wang Yi forderte Washington auf, eine Situation zu verhindern, in der beide Seiten nur verlieren würden.

+++ 3.30 Uhr: Argentinischer Pesos setzt Sinkflug trotz IWF-Krediten fort +++

Trotz massiver Dollar-Verkäufe zur Stützung des argentinischen Pesos und einer Kreditzusage des Internationalen Währungsfonds (IWF) setzt die Währung des zweitgrößten südamerikanischen Landes ihre Talfahrt fort. Allein am Donnerstag gab die Landeswährung um 6,4 Prozent nach und sank auf einen historischen Tiefstand: Ein US-Dollar kostete 28,2 Pesos.

Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten trat der argentinische Zentralbankchef Federico Sturzenegger zurück. Es war ihm nicht gelungen, die anhaltende Abwertung des Peso und die starke Inflation zu stoppen. Nun soll Finanzminister Luis Caputo an die Spitze der Notenbank rücken.

 +++ 2.41 Uhr: Mann steuert Kleinbus in Wohnzimmer und greift Frau an +++

Mit seinem Kleinbus ist ein Mann in Oberbayern durch die Terrassentür in eine fremde Wohnung gerast und hat danach eine Bewohnerin angegriffen. Das Motiv des 32-Jährigen, der die Frau leicht verletzte, war nach Polizeiangaben zunächst unklar. Er hatte das Fahrzeug über einen Fußweg und durch einen Zaun ins Wohnzimmer des Anwesens in Indersdorf gesteuert. Danach stieg er aus und attackierte die Frau. Ein 32-Jähriger, der auch in der Wohnung war, kam ihr zur Hilfe und hielt den Mann fest, bis die Polizei kam.

+++ 0.10 Uhr: Tote bei Zusammenstoß im Wahlkampf in der Türkei +++

Während des Wahlkampfs in der Türkei sind bei einem gewaltsamen Zusammenstoß im Südosten des Landes mehrere Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Donnerstagabend, Vertreter der Regierungspartei AKP seien im Distrikt Suruc in der Provinz Sanliurfa angegriffen worden. Vier Menschen seien ums Leben gekommen, acht weitere verletzt worden.

anb DPA AFP

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