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News des Tages: Begräbnisort für Helmut Kohl steht offenbar fest

Mann mit Sprengstüffgürtel in Brüssel niedergeschossen +++ Löschflugzeug in Portugal abgestürzt +++ RB Leipzig darf in Champions-League antreten +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Altkanzler Helmut Kohl ist am 16. Jnui 2017 87-jährig verstorben.

Altkanzler Helmut Kohl ist am 16. Jnui 2017 87-jährig verstorben.

Die aktuellsten Nachrichten für Sie im Überblick.

+++ 21.17 Uhr: Brüssels Hauptbahnhof evakuiert - Mann mit Sprengstoffgürtel niedergeschossen +++

Nach einer, wie es heißt, kleineren Explosion ist der Brüsseler Bahnhof Centraal in der Innenstadt geräumt worden. Das teilte ein Polizist am Einsatzort der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor sei nach der Detonation Panik im Bahnhof und an den Gleisen ausgebrochen, heißt es. Die Bahngesellschaft SNCB teilte via Twitter mit, dass der Bahnverkehr auf Anweisung der Polizei unterbrochen wurde.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde ein Mann mit einem Sprengstoffgürtel "neutralisiert"; die Situation sei unter Kontrolle. Laut Staatsanwaltschaft wurde der Mann von Soldaten niedergeschossen; in welchem Zustand sich der Verdächtige befindet, wurde bisher nicht mitgeteilt. Belgischen Medien berichten, er habe vor der Explosion "Allahu akbar" gerufen. Das wurde bisher nicht bestätigt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand hat es weder größere Schäden noch Verletzte oder gar Tote gegeben. Auch der Grand Place vor dem Bahnhof wurde evakuiert. Die Aktion Der Sicherheitskräfte dauert offenbar noch an.


+++ 18.45 Uhr: Abschiedsbrief gefunden: Paris-Angreifer war IS-Anhänger +++

Der Angreifer von den Pariser Champs-Elysées war ein Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Wie Ermittler in Paris mitteilten, wurde ein Abschiedsbrief gefunden, in dem sich der 31-Jährige zum Chef der IS-Miliz, Abu Bakr al-Baghdadi, bekennt. Der Mann hatte am Montag einen Mannschaftswagen der Polizei gerammt und starb noch am Tatort. Andere Menschen kamen nicht zu Schaden.

+++ 18.38 Uhr: Löschflugzeug in Portugal abgestürzt +++

Bei der Bekämpfung der schweren Waldbrände in Portugal ist ein Löschflugzeug abgestürzt. Das Unglück habe sich in der Region um die Ortschaft Pedrógão Grande ereignet, teilte ein Sprecher des Katastrophenschutzes mit. Zu möglichen Opfern ist noch nichts bekannt. In der Region sind elf Löschflugzeuge aus Spanien, Frankreich und Italien im Einsatz.

+++ 18.24 Uhr: Airberlin will keine Staatsbürgschaft beantragen +++

Die angeschlagene Fluggesellschaft Airberlin will keinen Antrag auf Staatsbürgschaft stellen. Airberlin habe eine Voranfrage auf eine Bürgschaft, jedoch keinen verbindlichen Antrag gestellt und werde das auch nicht tun, erklärte Airberlin-Chef Thomas Winkelmann. Das Unternehmen mache "gute Fortschritte bei der Restrukturierung", hieß es zur Begründung.

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+++ 17.47 Uhr: Entscheidung: RB Leipzig darf in Champions League antreten +++

Fußball-Bundesligist RB Leipzig darf in der kommenden Saison in der Champions League antreten. Das hat die europäische Fußballunion Uefa einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge entschieden.

Offenbar konnten die Club-Verantwortlich widerlegen, dass RB Leipzig mit dem österreichischen Meister Red Bull Salzburg verflochten ist. Die UEFA-Regularien zur "Integrität des Wettbewerbs" fordern eine strikte Trennung auf allen Ebenen aller an der Champions League teilnehmenden Vereine. In Leipzig hält der Red-Bull-Konzern 99 Prozent der Anteile am Club, in Salzburg ist er inzwischen nur noch Sponsor.

+++ 17.28 Uhr Ort für Kohl-Begräbnis steht offenbar fest +++

Der verstorbene Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) wird in Speyer begraben. Kohl werde auf dem Alten Speyrer Friedhof beigesetzt, berichtete die "Bild"-Zeitung. Das Datum für das Begräbnis und einen geplanten europäischen Staatsakt sind noch nicht bekannt. Kohl war am Freitag im Alter von 87 Jahren gestorben.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte am Wochenende ins Gespräch gebracht, Kohl als ersten Politiker überhaupt mit einem europäischen Staatsakt zu ehren. Die Zeremonie könnte innerhalb der nächsten beiden Wochen im Europaparlament im französischen Straßburg stattfinden. Kohl gilt als Architekt der deutschen Einheit sowie des Zusammenwachsens Europas.

Einen Staatsakt der Bundesrepublik wird es unterdessen nicht geben. Auf Wunsch der Witwe des Verstorbenen werde es nach dem geplanten Europäischen Trauerakt lediglich ein "staatliches Trauerzeremoniell" in Deutschland geben, teilten das Bundespräsidialamt und das Bundesinnenministerium mit.

+++ 16.53 Uhr: Fünfjähriges Mädchen stirbt bei Autounfall in Mecklenburg-Vorpommern +++

Bei einem schweren Autounfall in Mecklenburg-Vorpommern ist ein fünfjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Ein mit drei Menschen besetztes Auto kam am Nachmittag aus ungeklärter Ursache von einer Kreisstraße zwischen Bengerstorf und Bennin ab und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei in Ludwigslust mitteilte. Das Kind starb noch an der Unfallstelle.

In dem Unfallauto wurde zudem eine Frau schwer verletzt. Sie musste durch die Feuerwehr aus dem Wagen geholt werden, weil sie darin eingeklemmt war. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

+++ 16.22 Uhr: Ermittler - Germanwings-Copilot Lubitz am Tattag nicht gesund +++

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ist dem Eindruck entgegengetreten, Germanwings-Copilot Andreas Lubitz sei am Tag des Absturzes gesund gewesen. Das Portal "BuzzFeed" hatte unter Berufung auf das Gutachten eines Luftfahrtexperten behauptet, Lubitz sei am Tag des Absturzes nicht mehr krankgeschrieben gewesen. Lubitz' Vater hatte das Gutachten beim Experten Tim van Beveren in Auftrag gegeben. 

"Es geht um unterschiedliche Diagnosen unterschiedlicher Fachärzte. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", sagte Staatsanwalt Christoph Kumpa auf dpa-Anfrage. Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Absturz bekanntgegeben, dass in Lubitz' Wohnung eine zerrissene Krankschreibung gefunden wurde, die dieser seinem Arbeitgeber verheimlicht habe.

Lubitz habe die Krankschreibung durch einen Psychiater, auf der dieser als Neurologe genannt ist, seinem Arbeitgeber bewusst vorenthalten - vermutlich, weil er Nachfragen befürchtet habe, erläuterte Kumpa. Stattdessen habe er das Attest einer anderen Ärztin vorgelegt. Damit sei aber die Krankschreibung des Psychiaters und Neurologen in anderer Sache keineswegs überholt gewesen.

+++ 15.48 Uhr: Polizei in Baden-Württemberg fahndet nach gestohlener Schildkrötenfamilie +++

Eine vierköpfige Familie wertvoller Schildkröten haben Unbekannte im baden-württembergischen Huttingen in ihre Gewalt gebracht. Wie die Polizei in Freiburg mitteilte, wurden einer Frau in der vergangenen Woche das Elternpaar und zwei Junge gestohlen. Die Eltern sind demnach beide bereits über 90 Jahre alt.
Den Angaben zufolge hält die Bestohlene insgesamt 13 griechische Landschildkröten, von denen nun vier fehlen. Ein Ausbüxen der wertvollen Tiere sei unwahrscheinlich. Die Schildkrötengattung ist laut Polizei in ihren angestammten Heimländern bedroht. Die Beamten hoffen nun auf sachdienliche Hinweise.

+++ 15.43 Uhr: Nach Hochhaus-Brand in London: Adele besucht Feuerwehrleute +++

Sängerin Adele hat knapp eine Woche nach dem katastrophalen Hochhaus-Brand überraschend Feuerwehrleute in London besucht. "Nicht jeden Tag schaut die wunderbar geerdete und fürsorgliche Adele in der Feuerwache in Chelsea zu einer Tasse Tee und einer Umarmung vorbei", schreibt Feuerwehrmann Rob Petty auf Facebook. Die 29-jährige Britin ("Hello"), die ein langes Sommerkleid trug, besuchte die Wache bereits am Montagmittag mit ihrem Ehemann.


+++ 15.33 Uhr: Feuerattacke gegen Obdachlosen - Revision gegen Urteil eingelegt +++

Nach der Verurteilung eines 21-Jährigen wegen der Feuerattacke auf einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof solle das Urteil rechtlich überprüfen, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner der Deutschen Presse-Agentur.

Das Berliner Landgericht hatte den Haupttäter vergangene Woche wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wollte hingegen ein Urteil wegen versuchten Mordes erreichen und verlangte eine Haftstrafe von vier Jahren. Dem folgte das Gericht nicht. Die Attacke am Weihnachtsabend 2016 hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. 


+++ 15.01 Uhr: Italienische Polizei findet flüchtigen Kriminellen in Kleiderschrank +++

Nach fünf Jahren auf der Flucht ist ein italienischer Krimineller unvorsichtig geworden und doch noch der Polizei ins Netz gegangen. Der 49-jährige Sizilianer musste einen zweijährigen Hausarrest wegen illegalen Waffentragens in der Öffentlichkeit verbüßen, floh aber 2012 außer Landes, bevor er in einem Versteck bei Rom Unterschlupf fand, wie die Polizei mitteilte. Er wurde in einem Kleiderschrank aufgegriffen.

Der zuvor bereits wegen Raubes und Drogenbesitzes Verurteilte habe "vielleicht gedacht, dass die Polizei ihn vergessen hat, dass sie keine Lust mehr auf die Jagd nach einem Mann hat, der nur noch ein Jahr abzusitzen hat", hieß es in der Erklärung. "Dumm für ihn, dass das nicht der Fall war."  

+++ 14.44 Uhr: Frau in Haft - Prozess um Kinder und mehr als 100 Haustiere +++

Eine inhaftierte Tierbesitzerin und mehrfache Mutter klagt vor dem Verwaltungsgericht Regensburg gegen die Stadt Landshut, unter anderem wegen verschiedener tierschutzrechtlicher Anordnungen. Die Frau ist wegen Betrugs zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden und sitzt in der Justizvollzugsanstalt Aichach ein.
Nach ihrer Festnahme kümmerte sich das Jugendamt um ihre Kinder, und auch die etwa 100 Haustiere wurden untergebracht. Die frühere Steuerberaterin will nun geklärt haben, wie es mit den Kindern und den Tieren weitergeht.

+++ 13.26 Uhr: Tempolimit auf Autobahnen wegen anhaltender Hitze +++

Auf der Autobahn 5 und der Autobahn 6 dürfen Autofahrer aktuell in Abschnitten um das Autobahnkreuz Walldorf nur mit 80 Kilometern pro Stunde fahren. Das hat das Regierungspräsidium Karlsruhe mitgeteilt. Das Tempolimit ist eine Reaktion auf die anhaltende Hitzewelle in Deutschland. Die Beschränkungen gelten immer zwischen zehn Uhr und 20 Uhr. Die Tempolimits werden aufgehoben, sobald die Tageshöchstwerte der Temperaturen wieder unterhalb der 30 Grad liegen.

+++ 13.13 Uhr: Ronaldo soll Ende Juli zum mutmaßlichen Steuerbetrug aussagen +++

Der des Steuerbetrugs verdächtige Weltfußballer Cristiano Ronaldo muss Medienberichten zufolge am 31. Juli vor einem Richter in Madrid zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Der Torjäger von Rekordmeister Real Madrid soll laut einer Anzeige der für Wirtschaftsdelikte zuständigen Staatsanwaltschaft zwischen 2011 und 2014 gut 14,7 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Selbst wenn der Portugiese mit seinem Nationalteam beim Confederations Cup in Russland das Finale erreichen sollte, das am 2. Juli ausgetragen wird, habe er somit noch mehr als vier Wochen Zeit zur Vorbereitung auf seine Aussage, berichtete die spanische Zeitung "El Confidencial".


+++ 12.48 Uhr: Ermittler: Tesla-Unglücksfahrer ignorierte Warnhinweise +++

Der Fahrer bei dem aufsehenerregenden tödlichen Unfall mit einem vom Computer gesteuerten Tesla-Elektroauto im vergangenen Jahr hat mehrere Warnhinweise der Software ignoriert. Daten des Fahrzeugs zeigten, dass der 40-jährige mehrfach aufgefordert worden sei, die Hände wieder auf das Lenkrad zu legen, heißt es in neu veröffentlichten Unterlagen der US-Untersuchungsbehörde NTSB.

Der Mann war Anfang Mai 2016 ums Leben gekommen, als sein von Teslas Fahrassistenzsystem "Autopilot" gesteuertes Auto unter einen querenden Lastwagen-Anhänger raste. Nach Tesla-Angaben hielt die Software die weiße Seitenwand des Anhängers für ein hochhängendes Autobahnschild. Der Konzern betont stets, "Autopilot" sei nur ein Fahrassistenzsystem und mache die Teslas nicht zu komplett selbstfahrenden Autos. Deshalb müssten die Fahrer stets den Überblick und die Hände am Steuer behalten. Einige Tesla-Besitzer ignorierten das jedoch und veröffentlichten sogar Videos, in denen sie die Steuerung ihrer Autos komplett der Software überlassen.


+++ 12.31 Uhr: Unfall mit drei Toten: Zweieinhalb Jahre Haft für Lastwagenfahrer +++

Nach einem Unfall mit drei Toten auf einer Bundesstraße im Münsterland ist ein Lastwagenfahrer zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Der 24-Jährige hatte nach Feststellungen des Amtsgerichts Rheine übermüdet am Steuer gesessen. "In einem Bereich, wo man Bewährung geben kann, kann man unserer Ansicht nach in diesem Fall nicht kommen. Dafür ist der Sorgfaltspflichtverstoß zu groß", sagte die Richterin. Der Lastwagenfahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen verurteilt.

+++ 12.25 Uhr: Leichenwagen für Spritztour gestohlen +++

Diebe haben in Neuseeland einen leeren Leichenwagen gestohlen und damit eine Spritztour gemacht. Wie die neuseeländische Tageszeitung "NZ Herold" berichtet, stahlen die Täter im Alter von 13 und 31 Jahren den Leichenwagen und krachten danach in einen Strommast und einen Zaun. Der Mitinhaber des Bestattungsunternehmens in der Kleinstadt Rotorua auf der Nordinsel konnte nicht glauben, dass jemand etwas aus einer Leichenhalle stehlen würde: "Wir nutzen die Wagen, um Familien in schweren Zeiten zu helfen", sagte er der Tageszeitung. Die Polizei zeigte den älteren Dieb an und meldete den 13-Jährigen dem Jugendamt.

+++ 11.59 Uhr: Urteil gegen Russland wegen Gesetz zu "Homosexuellen-Propaganda" +++

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland wegen des im Land geltenden Gesetzes zur "Homosexuellen-Propaganda" verurteilt. Dieses Gesetz habe Schwulenfeindlichkeit in Russland gefördert und sei "unvereinbar mit den Werten einer demokratischen Gesellschaft", urteilten die Straßburger Richter. Das seit 2013 in Russland geltende Gesetz stellt sogenannte homosexuelle Propaganda unter Strafe.

+++ 11.43 Uhr: Polizist soll Bruder und sich selbst getötet haben +++

Bei einem mutmaßlichen Familiendrama in Baden-Württemberg soll ein 44-jähriger Polizist mit seiner Dienstwaffe erst seinen 50 Jahre alten Bruder und danach sich selbst getötet haben. Als Motiv kämen Streitigkeiten in der Familie in Betracht, erklärten die Polizei Mannheim und die Staatsanwaltschaft Heidelberg. Die Tat ereignete sich demnach bereits am Montagnachmittag auf dem Parkplatz vor einem Campingplatz.

Zeugen hatten beobachtet, wie die zwei Männer aus dem Auto stiegen und einer von ihnen erst auf den anderen schoss und danach die Waffe gegen sich selbst richtete. Beide Männer starben noch am Tatort.

+++ 10.55 Uhr: Rentner vergisst in Salzburg 20.000 Euro im Taxi +++

Ein 79 Jahre alter Rentner hat in Salzburg einen Umschlag mit 20.000 Euro im Taxi vergessen. Die Fahrerin fand das Kuvert und ging zur Polizei. Die Beamten konnten den Besitzer ausfindig machen. Finder können in Österreich Finderlohn bekommen. Wenn eine Sache richtig verloren wurde, sind es zehn Prozent des Wertes, wenn etwas vergessen wurde, fünf Prozent - das wären in diesem Fall 1000 Euro. Es liegt an der Taxifahrerin, ob sie den Anspruch anmelden will.

+++ 10.44 Uhr: Prozess um Missbrauch von 13-Jähriger - Öffentlichkeit ausgeschlossen +++

Der Prozess um den Missbrauch eines russlanddeutschen Mädchens aus Berlin, das eine Vergewaltigung erfunden und damit Aufsehen über Deutschland hinaus ausgelöst hatte, findet hinter verschlossenen Türen statt. Das Amtsgericht Tiergarten schloss vor Verlesung der Anklage die Öffentlichkeit aus - zum Schutz der damals 13-Jährigen, wie der Vorsitzende Richter begründete. 

+++ 10.03 Uhr: Französische Verteidigungsministerin Goulard tritt zurück +++

Die französische Verteidigungsministerin Sylvie Goulard tritt zurück. Sie habe Staatschef Emmanuel Macron gebeten, der neuen Regierung nicht mehr anzugehören, erklärte Goulard. Die Ministerin begründete dies mit einer Scheinbeschäftigungsaffäre, in der ihre Partei MoDem in Verdacht geraten sind.

+++ 9.42 Uhr: Zahl der Toten bei Waldbrand in Portugal steigt auf 64 +++

Bei einem der schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Portugals ist die Zahl der Todesopfer auf 64 gestiegen. Das teilte die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa mit. Noch immer seien Hunderte Rettungskräfte in der Region Pedrógão Grande im Einsatz, wie es weiter hieß.

+++ 8.55 Uhr: Tödlicher Unfall nach Straßen-Blockade durch Migranten bei Calais +++

Ein von Migranten errichtetes Hindernis auf einer Autobahn bei Calais hat nach Angaben der französischen Behörden einen tödlichen Unfall verursacht. Der Fahrer eines Kleintransporters mit polnischem Kennzeichen sei gestorben, teilte die zuständige Präfektur mit. Migranten hätten in der Nacht Baumstämme auf die A16 gelegt, der Lieferwagen sei dann gegen einen der drei dadurch blockierten Lastwagen geprallt und in Flammen aufgegangen. In einem der blockierten Lastwagen wurden neun Migranten festgenommen. 

+++ 8 Uhr: Vier Verwandte des Angreifers nach Attacke auf Champs-Elysées festgenommen +++

Nach der Attacke gegen Polizisten auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées sind vier Verwandte des Angreifers festgenommen worden. Der Vater, der Bruder, die Ex-Frau und die Schwägerin des 31-Jährigen seien am Montagabend in Gewahrsam genommen worden, verlautete am Dienstag aus Justizkreisen. Der bewaffnete Mann, der den Behörden als radikaler Islamist bekannt war, war am Montagnachmittag ums Leben gekommen, als er auf den Champs-Elysées ein Polizeifahrzeug rammte.

+++ 7.26 Uhr: Französischer Journalist in Mossul getötet +++

Der französische Journalist Stephan Villeneuve ist in der umkämpften irakischen Stadt Mossul getötet worden. Bei der Explosion einer Mine sei auch der kurdische Reporter Bachtijar Addad ums Leben gekommen, teilten die öffentlich-rechtliche Sendergruppe France Télévisions und die Organisation Reporter ohne Grenzen mit. Zwei weitere französische Journalisten wurden demnach verletzt.

+++ 5.53 Uhr: Tiger Woods geht in Entzugsklinik +++

Der ehemalige Golf-Superstar will seine Probleme mit Schmerzmitteln in den Griff bekommen. "Ich erhalte derzeit professionelle Hilfe, um mit meinen Medikamenten zurechtzukommen. Ich habe Rückenschmerzen und eine Schlafstörung", schrieb Woods auf Twitter.

Ende Mai war Woods in Florida kurzzeitig wegen des Verdachts auf Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss festgenommen worden. Ein von der Polizei veröffentlichtes Video zeigte den verwirrten Sportler, der zuvor von den Beamten schlafend hinter dem Steuer seines Wagens entdeckt worden war. Woods machte damals eine "unerwartete Reaktion" auf verschriebene für seinen Zustand verantwortlich. Der einstige Spitzensportler hatte sich im April einer Rücken-OP unterzogen, die vierte innerhalb von drei Jahren.

+++ 4.02 Uhr: Niederländische Journalisten in Kolumbien entführt  +++

Zwei niederländische Journalisten sind von einer bewaffneten Gruppe im kolumbianischen Grenzgebiet zu Venezuela entführt worden. Wie die Behörden mitteilten, ereignete sich die Tat im Departament Norte de Santander. Laut der Zeitung "El Tiempo" wird vermutet, dass die Guerillagruppe ELN dahinter stecken könnte, die in der Region aktiv ist und sich auch über Entführungs-Lösegelder finanziert. Anders als mit der größeren Farc-Guerilla konnte die Regierung von Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos mit der ELN noch keinen Waffenstillstand erreichen. Die Journalisten recherchierten dort über die leibliche Mutter einer Kolumbianerin, die von einem niederländischen Paar adoptiert worden war.

+++ 00.07 Uhr: Macron ernennt Philippe erneut zum Premierminister +++

Nach der Parlamentswahl ist die französische Regierung am Montagabend erwartungsgemäß zurückgetreten. Präsident Emmanuel Macron beauftragte Premierminister mit der Bildung einer neuen Regierung. Regierungssprecher Christophe Castaner sagte, die Umbildung werde keine großen Veränderungen bringen. Der Rücktritt der Regierung nach einer Parlamentswahl ist in Frankreich üblich. Philippe soll das neue Kabinett am Mittwoch um 18 Uhr vorstellen, wie aus dem Präsidentenbüro verlautete. 

ivi/wue / AFP / DPA