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+++ Ticker +++

News des Tages: Behörden sollen Warnungen vor Manchester-Attentäter ignoriert haben

Merkel droht Erdogan mit Bundeswehrabzug aus Incirlik +++ Attentäter reiste über Düsseldorf nach Manchester +++ Modeschöpferin Laura Biagiotti erleidet Herzstillstand +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Ein Soldat und ein Polizist vor dem Verteidigungsministerium in London

Ein Soldat und ein Polizist vor dem Verteidigungsministerium in London: Ein Muslimivertreter hat nach dem Anschlag in Manchester schwere Vorwürfe gegen die britischen Sicherheitsbehörden erhoben.

Die Nachrichten des Tages im  -Newsticker.

+++ 20.48 Uhr: Offenbar Menschenrechtsverletzungen bei WM-Stadionbau in Russland +++

Der Fußball-Weltverband Fifa hat offenbar Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Bau des WM-Stadions in St. Petersburg eingeräumt. Fifa-Chef Gianni Infantino bestätigte demnach, dass einige nordkoreanische Arbeiter unter "oft entsetzlichen" Arbeitsbedingungen in der Arena eingesetzt wurden. Dies geht aus einem Schreiben an die Verbandschefs von Schweden, Dänemark, Norwegen und Island, das der englischen Zeitung "Guardian"
vorliegt, hervor.

Die nordischen Verbandspräsidenten hatten nach einem Bericht des norwegischen Magazins "Josimar" ihre Besorgnis über die Zustände gegenüber der Fifa geäußert. Gemäß der Investigativrecherche mussten die nordkoreanischen Arbeiter, die auf Befehl des heimischen Regimes nach Russland geschickt wurden, unter miserablen Bedingungen auf der Baustelle arbeiten. Sie sollen in eisigen, überfüllten Containern geschlafen haben. Ihre Pässe seien konfisziert worden, der Großteil ihres Lohns sei an die nordkoreanische Regierung geflossen. Ein nordkoreanischer Arbeiter soll in einem Container an einem Herzinfarkt gestorben sein.

+++ 19.57 Uhr: Obama nimmt Deutschen Medienpreis entgegen +++

Bei einer Gala hat der frühere US-Präsident Barack Obama in Baden-Baden unter tosendem Applaus den Deutschen Medienpreis entgegengenommen. Er sei froh, dass die Jury - anders als die des Friedensnobelpreises - gewartet habe, bis er nicht mehr im Amt ist, sagte Obama am Donnerstagabend im Kongresshaus der Kurstadt.
Altbundespräsident Joachim Gauck lobte Obama als mutigen Politiker in einer Laudatio. "Nein, Sie sind kein weltfremder Idealist", sagte Gauck über den 55-Jährigen. Preisstifter Karlheinz Kögel nannte Obama einen begnadeten politischen Kommunikator und Weltbürger, der die Menschen in einen Traum von einer besseren Welt mitgenommen habe.

+++ 18.50 Uhr: Neues Hauptquartier an Nato übergeben +++

Belgien hat das neue Nato-Hauptquartier an die Verteidigungsallianz übergeben. Das weitläufige Areal ging bei einer feierlichen Zeremonie am Rande des Nato-Gipfels an das Bündnis über. Neben den Staats- und Regierungschefs der 28 Nato-Staaten war auch der belgische König Philippe anwesend. 

Bezugsfertig ist das neue Gebäude mit der Glasfassade aber noch nicht. Probleme mit der Computertechnik verzögern den Umzug aus dem alten Hauptquartier auf der anderen Straßenseite auf bislang ungewisse Zeit. Die Kosten für das Projekt wurden zuletzt auf rund 1,12 Milliarden Euro beziffert. Deutschland trägt davon rund 12 Prozent.

+++ 18.16 Uhr: Griechischer Ex-Regierungschef Papademos offenbar durch Briefbombe verletzt +++

Der frühere griechische Ministerpräsident Lucas Papademos und einer seiner Sicherheitsleute sind nach einer Explosion im Zentrum Athens verletzt worden. Allem Anschein nach sei eine Briefbombe oder ein kleines Päckchen in den Händen des Ex-Premiers explodiert, als er den Umschlag in seinem Wagen öffnete. "Er ist nicht schwer verletzt. Auch sein Fahrer wurde leichter verletzt", sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes im griechischen Radio. Eine offizielle Erklärung dazu liegt noch nicht vor. Papademos sei am Bauch und an den Beinen und Händen verletzt worden. Er wurde sofort operiert, hieß es in übereinstimmenden Medienberichten.

Die Polizei vermutet, dass eine linke Untergrundorganisation Namens "Verschwörung der Feuerzellen" hinter dem Anschlag steckt. Zuletzt hatte die Gruppe im März ein Päckchen mit einem  explosiven Gemisch und scharfem Zünder an das Finanzministerium in Berlin geschickt und wenige Tage später die Verantwortung dafür übernommen. In Berlin wurde die Briefbombe in der Poststelle entdeckt, bevor sie größeren Schaden anrichten konnte.

+++ 18.03 Uhr: Mehr als 100 Zivilisten bei US-Angriff im März auf Mossul getötet +++

Bei einem US-Luftangriff auf den Westteil der irakischen Stadt Mossul sind im März mindestens 105 Zivilisten getötet worden. Das teilte das US-Verteidigungsministerium nach einer Untersuchung mit. Demnach explodierten bei dem Angriff auf einen Unterschlupf des sogenannten Islamischen Staats größere Mengen Sprengstoff und brachten das Gebäude, in dem sich auch viele Zivilisten aufhielten, zum Einsturz.

+++ 17.49 Uhr: Manchester-Attentäter soll von Rache angetrieben worden sein +++

Der libyschstämmige Attentäter von Manchester wurde angeblich von "Rache" angetrieben. Das Rachemotiv gehe auf die Ermordung eines ebenfalls libyschstämmigen Freundes durch britische Jugendliche letztes Jahr zurück, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld der Familie des Attentäters. Abdul Wahab Hafidah, ein Freund des 22-jährigen Attentäters Salman Abedi, war britischen Medien zufolge im Mai 2016 in Manchester von Jugendlichen verfolgt und schließlich erstochen worden. Die mutmaßlichen Mörder stehen derzeit vor Gericht. Wie aus Abedis Umfeld verlautete, löste die Tat Wut unter jungen Libyern in Manchester und insbesondere bei Salman Abedi aus.

"Er äußerte ganz deutlich seinen Wunsch nach Rache", zitiert AFP die Quelle, die anonym bleiben wollte. "Wir konnten die jungen Leute in der Gegend beruhigen, die das Gefühl hatten, sie seien als Muslime angegriffen worden", so die Quelle. "Aber es schien so, als hätte Salman den Vorfall nicht vergessen. Ich habe persönlich mit ihm gesprochen und versucht, ihm klarzumachen, dass es nur eine Straftat war."

+++ 17.29 Uhr: Museum in Boston verdoppelt Belohnung nach Kunstraub von 1990 +++

Bald 30 Jahre nach einem spektakulären Kunstraub in Boston bemüht sich das betroffene Museum mit einer höheren Belohnung darum, die berühmten Gemälde endlich wiederzufinden. Das Isabella Stewart Gardner Museum bietet für Hinweise, die zur Rückgabe der 13 gestohlenen Gemälde niederländischer und französischer Meister führten, nun 10 Millionen Dollar (8,9 Mio Euro). Diese von zuvor fünf Millionen Dollar verdoppelte Belohnung gelte allerdings nur bis Ende des laufenden Jahres, teilte das Museum mit.

Die Räuber hatten bei einem der größten Kunstdiebstähle in der US-Geschichte im März 1990 unter anderem Werke von Rembrandt, Manet, Vermeer und Degas entwendet. Sie waren als Polizisten verkleidet in das Museum eingedrungen und hatten das Sicherheitspersonal überwältigt. 2013 hatte das FBI mitgeteilt, die zu einer kriminellen Organisation im Nordosten der USA gehörenden Täter identifiziert zu haben. Seitdem machten die Ermittler einige Fortschritte - dingfest machen konnten sie die Diebe aber nicht. Die Bilder sind schätzungsweise mehr als 500 Millionen Dollar (446 Mio Euro) wert.

+++ 17.00 Uhr: Deutlich mehr Menschen bei Manchester-Attacke verletzt als bekannt +++

Bei dem Terroranschlag von Manchester sind deutlich mehr Menschen verletzt worden als bisher bekannt. Wie die staatliche britische Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) mitteilte, wurden nach der Attacke vom Montag insgesamt 116 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert. Zurzeit werden demnach noch 75 Verletzte stationär in den Kliniken behandelt. Bei dem Anschlag nach einem Popkonzert hatte ein Selbstmordattentäter 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

+++ 16.33 Uhr: Muslimvertreter erheben schwere Vorwürfe gegen britische Sicherheitsbehörden +++

Die britischen Sicherheitsbehörden sollen laut einer muslimischen Stiftung seit zwei Jahren von den extremistischen Tendenzen des Manchester-Attentäters gewusst haben. Ein Aktivist der muslimischen Gemeinde habe die Anti-Terror-Behörde zweimal über extremistische Äußerungen von Salman Abedi informiert, sagte der Vorsitzende der Ramadhan Foundation, Mohammed Shafiq, dem australischen Sender ABC. Abedi hatte demnach auch den Islamischen Staat verherrlicht. "Außerdem berichteten eine Reihe von Familienmitgliedern von seiner Radikalisierung und seinem Extremismus und meldeten dies den Behörden", sagte Shafiq weiter. "Er war auf dem Radar der Sicherheitsbehörden", so der Stiftungsvorsitzende. Das werfe Fragen darüber auf, was diese mit den Informationen gemacht hätten. 

Die Anti-Terror-Behörde wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht zu den Vorwürfen äußern. Auch die Polizei in Manchester konnte die Aussagen Shafiqs nicht bestätigen. Innenministerin Amber Rudd hatte zuvor eingeräumt, dass Abedi den britischen Sicherheitsbehörden bekannt gewesen sei.

+++ 15.50 Uhr: Feuerwehr befreit eingeklemmten Einjährigen aus Europalette +++

Acht Feuerwehrleute haben in Bremerhaven einen eingeklemmten einjährigen Jungen aus einer Europalette befreit. Das Kind war beim Spielen mit einem Bein in einen Spalt zwischen den Brettern geraten und blieb dort stecken, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Eltern konnten den Jungen demnach beruhigen, aber nicht befreien. Mit einem Kuhfuß drückten Ersthelfer zur Entlastung des Beins zunächst die Bretter auseinander, bis die Feuerwehr eintraf. Diese zersägte eines der Bretter und befreite den Jungen. Zur Sicherheit wurde er zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 15.36 Uhr: Vettel brilliert mit Trainingsbestzeit in Monaco +++

Mit einer Fabelrunde hat sich WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel die Tagesbestzeit beim Formel-1-Training in Monaco gesichert. Der Ferrari-Pilot verwies in Monte Carlo den australischen Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo mit fast einer halben Sekunde Vorsprung auf den zweiten Platz. Schneller als Vettel war noch niemand auf dem legendären Kurs im Fürstentum. Dritter wurde sein finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen. Der WM-Zweite Lewis Hamilton, im ersten Training noch Schnellster vor Vettel, musste sich am Nachmittag mit Rang acht begnügen. Der britische Vorjahressieger liegt in der Gesamtwertung sechs Punkte hinter Vettel.

+++ 15.28 Uhr: Russische Ermittler vereiteln womöglich Anschläge in Moskau +++

Russische Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben eine mutmaßliche Terroristengruppe mit Verbindungen zum sogenannten Islamischen Staat zerschlagen. In Moskau seien vier Verdächtige festgenommen und ein Labor zur Herstellung von Sprengstoff entdeckt worden, teilte der Inlandsgeheimdienst FSB mit. In dem Labor seien einsatzbereite Sprengsätze sowie Bombenbauteile entdeckt worden. Außerdem beschlagnahmten die Beamten automatische Waffen samt Munition und Granaten.

Die Beschuldigten hätten Anschläge auf die Verkehrsinfrastruktur der Stadt vorbereitet, hieß es weiter. Sie sollen nach Angaben der Ermittler von IS-Führern aus Syrien gelenkt worden sein. Es handelt sich demnach um russische Staatsbürger sowie Bürger zentralasiatischer Länder, die früher zur Sowjetunion gehörten.

+++ 15.19 Uhr: Merkel droht Erdogan mit Abzug der Bundeswehr aus Incirlik +++

Wegen der Besuchsverbote für Bundestagsabgeordnete auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der Türkei mit dem Abzug der deutschen Soldaten gedroht. Sie werde im Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Rande des Nato-Gipfels "sehr deutlich machen", dass die Besuche "unabdingbar" seien, sagte Merkel in Brüssel. "Ansonsten müssen wir Incirlik verlassen."

+++ 14.34 Uhr: Karaoke-Sänger tötet Hochzeitsgast in Vietnam +++

Karaoke mit Todesfolge in Vietnam: Auf einer Hochzeitsfeier ist ein Mann auf einen Gast losgegangen, der ihn wegen seiner Gesangsdarbietung verspottet und ihm das Mikrofon entrissen hatte, wie staatliche Medien berichteten. Der 44-jährige Täter stach demnach auf seinen Kritiker ein und verletzte ihn schwer. Als ein dritter Mann dem Opfer zu Hilfe kommen wollte, wurde auch er niedergestochen und starb später im Krankenhaus.

Der Täter wurde festgenommen, sein schwer verletztes Opfer befindet sich weiter im Krankenhaus in der südlichen Provinz Tien Giang. Karaoke erfreut sich in Vietnam großer Beliebtheit. Bei den entsprechenden Partys geht es gerne feucht-fröhlich zu. Der Alkohol fließt häufig in Strömen. 

+++ 14.29 Uhr: Queen besucht verletzte Kinder in Manchester +++

Die britische Königin Elizabeth II. hat junge Opfer des Terroranschlags von Manchester in einem Kinderkrankenhaus besucht. Dort werden mehrere Mädchen und Jungen behandelt, die bei der Attacke nach einem Popkonzert am Montagabend zum Teil schwere Verletzungen erlitten hatten.

"Das ist furchtbar, sehr böse", sagte die Queen (91), die einen orangefarbenen Hut trug, im Gespräch mit der 14-jährigen Evie Mills. Sie wünschte dem Mädchen eine schnelle Genesung. Die Königin fragte die 15-jährige Millie Robson, die mit schweren Beinverletzungen in der Klinik liegt, ob sie das Konzert der US-Sängerin Ariana Grande vor dem Attentat genießen konnte. Das Mädchen berichtete ihr, dass sie die Eintrittskarten gewonnen hatte und den Star sogar im Backstage-Bereich treffen durfte.

+++ 14.19 Uhr: Polizei sperrt Autobahn wegen sechs Entenküken +++

Sechs Entenkinder haben an der Mosel die Sperrung einer vielbefahrenen Autobahn verursacht. Die Tiere hatten in Trier die Überholspur der A 602 für einen Ausflug ausgewählt, wie die Autobahnpolizei in Schweich mitteilte. Weil dies zu gefährlichen Bremsmanövern bei Autofahrern führte, sperrte die Polizei den Abschnitt und fing die scheuen Küken ein. Die Beamten setzten sie am naheliegenden Moselufer wieder wohlbehalten aus. "Es wird davon ausgegangen, dass die Enteneltern ihre laut quakenden Küken wieder gefunden haben", hieß es im Polizeibericht.

+++ 13.20 Uhr: Polizei in Manchester stellt bei Razzien Gegenstände sicher +++

Die Polizei in Manchester hat bei Razzien in den vergangenen Tagen "mehrere Gegenstände" sichergestellt, die für die Ermittlungen wichtig sind. Das teilte der Polizeichef des Großraums Manchester, Ian Hopkins, Reportern mit. Weitere Details, um welche Gegenstände es sich handelt, nannte er nicht.

+++ 13.12 Uhr: Manchester-Attentäter in Düsseldorf umgestiegen +++

Der Attentäter von Manchester, Salman Abedi, ist nach Erkenntnissen der Polizei über den Flughafen Düsseldorf nach Großbritannien geflogen. Allerdings sei er auf seinem Reiseweg nach Manchester in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt nur umgestiegen und habe sich dafür kurzzeitig im Transit- beziehungsweise Sicherheitsbereich aufgehalten, teilte die Polizei mit. Bisher hätten die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen zu keinen weiteren Erkenntnissen über Kontakte des Mannes in das Bundesland geführt. Nähere Angaben wollte ein Sprecher nicht machen. Die Polizei in Düsseldorf und die NRW-Sicherheitsbehörden unterstützten die Ermittlungen der britischen Behörden zum Anschlag in Manchester, hieß es.

+++ 12.55 Uhr: Modeschöpferin Laura Biagiotti erleidet Herzstillstand +++

Die italienische Modedesignerin Laura Biagiotti ist nach einem Herzstillstand in ein römisches Krankenhaus gebracht worden. Die 73-Jährige liege seit Mittwochabend auf der Intensivstation der Klinik, wo es den Ärzten gelungen sei, sie zunächst wiederzubeleben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Krankenhaus. Ihr Zustand sei kritisch.

Die gebürtige Römerin war bereits in den 1970er-Jahren dank ihrer elegant-femininen Kaschmirkollektionen international bekannt geworden und wird seither auch als "Queen of Cashmere" betitelt. Zudem hat Biagiotti, die mittlerweile einen Weltkonzern führt, zahlreiche Parfüms auf den Markt gebracht, darunter das weltbekannte "Roma". Seit den 1990er-Jahren wird sie von ihrer Tochter Lavinia unterstützt, die designierte Nachfolgerin an der Spitze des Labels.

+++ 12:41 Uhr: Polizei in Manchester gibt Entwarnung +++

Kurz nachdem die Manchester Polizei einen Armee-Einsatz im Stadtteil Hulme via Twitter gemeldet hat, gibt sie auch schon wieder Entwarnung: Der Grund für den Einsatz sei ein "verdächtiges Päckchen" gewesen, das sich jedoch als harmlos erwiesen habe. Die Absperrung sei mittlerweile aufgehoben worden. 

Verwirrung hatte es zuvor um den Ort des Einsatzes gegeben. Die Polizei hatte zunächst erklärt, der Einsatz finde in einem College statt und diese Information kurze Zeit später widerrufen. "Wir bitten, die Verwirrung zu entschuldigen", heißt es auf Twitter.

+++ 12:03 Uhr: Terrorgefahr: Armee rückt zu Einsatz im Stadtteil Hulme aus +++

Drei Tage nach dem Terroranschlag von Manchester ist die britische Armee zu einem Einsatz in der nordenglischen Stadt beordert worden.

Via Twitter meldet die Polizei, der Einsatz finde in der Linby Street im Stadtteil Hulme, Manchester, statt. Ein Bombenräumdienst sei vor Ort. Mit dem Einsatz reagiere die Polizei auf einen Anruf, heißt es auf Twitter.

Anwohner sollten umgehend die Gegend verlassen, teilte die Polizei mit.

+++ 11.30 Uhr: Gefahr durch Terrorismus: Theresa May verkürzt Teilnahme an G7-Gipfel +++

Wegen der erhöhten Terrorgefahr in Großbritannien will Premierministerin Theresa May den G7-Gipfel auf Sizilien früher als geplant verlassen. Sie werde bereits am frühen Freitagabend nach Großbritannien zurückkehren, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Damit wird sie das Programm am Samstag verpassen. Nach dem Anschlag von Manchester, bei dem ein Attentäter am Montag mindestens 22 Menschen in den Tod riss, hat Großbritannien erstmals seit zehn Jahren die Terrorwarnstufe auf das höchste Niveau ("critical threat level") angehoben.

+++ 08.45 Uhr: Attentäter reiste von Düsseldorf nach Manchester +++

Der Manchester-Attentäter Salman Abedi ist nach einem Bericht von "Focus Online" vier Tage vor dem Anschlag von Düsseldorf aus in die britische Stadt geflogen. Das hätten Berliner Sicherheitskreise bestätigt. Zudem sei der Mann bereits 2015 von Frankfurt am Main aus nach Großbritannien gereist. Offenbar sei er damals zuvor bei einer paramilitärischen Ausbildung in Syrien gewesen, habe Scotland Yard dem (BKA) mitgeteilt.

Dem Bericht zufolge war namentlich nicht in internationalen Fahndungssystemen erfasst. Er habe auch auf keiner Beobachtungsliste gestanden, mit denen Reisebewegungen verdächtiger Islamisten erfasst werden.

"Die Szene ist international eng verflochten", sagte ein BKA-Experte dem "Focus". "Wir müssen klären, ob Abedi in Leute kennengelernt hat, die er jetzt in NRW oder Hessen getroffen hat." 


+++ 06.29 Uhr: Fünf Killerwale in Neuseeland gestrandet +++

An einem Strand in  sind fünf Killerwale verendet. Die Tiere - auch Orcas oder Schwertwale genannt - waren aus ungeklärter Ursache am Strand von Cape Runaway auf der Nordinsel des Pazifikstaats ins seichte Wasser geschwommen, wie die Naturschutzbehörde DOC am Donnerstag mitteilte. Dort starben sie dann. Ein einziger Wal aus der Gruppe von insgesamt sechs Tieren konnte von Helfern zurück ins Meer befördert werden.

Die toten Orcas sollen nun mit Unterstützung von Maori, der neuseeländischen Ureinwohner, beerdigt werden. Killerwale gehören - trotz des Namens - zur Familie der Delfine. Ihr Bestand vor den Küsten Neuseelands gilt als gefährdet. Nach Angaben des Department of Conservation (DOC) gibt es davon nur noch etwa 150 bis 200.

Im Februar waren einem Strand von Neuseelands Südinsel mehr als 300 andere Wale gestrandet, eines der schlimmsten Walsterben der vergangenen Jahrzehnte. Über die Ursache wird immer noch gerätselt. 

+++ 04.04 Uhr: Facebook reagiert auf Vorwürfe und ändert Angebot zu Top-Themen +++

Nach Kritik an den angebotenen Top-Themen bei Facebook hat das soziale Netzwerk sein System überarbeitet. Es würden nun im Wechsel verschiedene Websites angeboten, teilte Facebook am Mittwoch mit. Dem sozialen Netzwerk war vorgeworfen worden, seine Milliarden Nutzer einseitig zu informieren beziehungsweise sie nur in ihren eigenen Meinungen zu bestärken.
Das neue Design bei Facebook wird die ausgewählten Top-Themen (trending topics), die den Nutzern angeboten werden, nicht ändern. Allerdings werden den Nutzern nun mehr und unterschiedlichere Medien-Websites zur Information angeboten. "Wir haben die Seite neu gestaltet, um es einfacher zu machen, andere Publikationen zu entdecken, die über die Geschichte berichten", erklärte Facebook. Ziel sei es, dass sich die Menschen besser informiert fühlten.

+++ 02.55 Uhr: Drei Tote in Wohnheim in Wuppertal - Festnahmen am Tatort +++

In einem Wohnheim in Wuppertal-Elberfeld hat ein Spezialkommando der Polizei drei Leichen gefunden. "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus", sagte eine Sprecherin der Polizei am frühen Donnerstagmorgen. Zwei Tatverdächtige wurden am Mittwochabend noch am Tatort - einer sozialtherapeutischen Einrichtung - festgenommen. "Die beiden Männer wurden bisher noch nicht verhört", sagte die Sprecherin weiter. Zu den Hintergründen hieß es: Der Bluttat sei vermutlich ein heftiger Streit vorangegangen. "Die Lage ist noch unübersichtlich", betonte die Sprecherin. Deswegen gebe es zunächst keine weiteren Details. Eine Mordkommission übernahm in der Nacht die Ermittlungen.


mad/ikr / AFP / DPA