HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: "Grauenhaftes" Verhalten gegenüber Frauen: Britische Ministerin tadelt Juncker

Angriffe auf Bahn-Personal nehmen zu +++ Söder: Keine Ambitionen auf Kanzlerkandidatur +++ Assange scheitert mit Klage vor Gericht in Ecuador +++ Gatwick soll normalen Betrieb aufnehmen +++  Die News des Tages im stern-Ticker.

Amber Rudd tadelt EU-Kommissionschef Juncker

Amber Rudd tadelt EU-Kommissionschef Juncker

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Britische Ministerin tadelt EU-Kommissionschef Juncker (14.45 Uhr)
  • Angriffe auf Bahn-Personal nehmen zu (10.18 Uhr)
  • Söder: Keine Ambitionen auf Kanzlerkandidatur (9.28 Uhr)
  • Assange scheitert mit Klage vor Gericht in Ecuador (7.14 Uhr)
  • Gatwick soll normalen Betrieb aufnehmen (6.26 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:   

+++ 15.20 Uhr: Weihnachtsmarkt-Attentäter von Straßburg schwor IS die Treue +++

Der Attentäter von Straßburg hatte der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen. Ermittler entdeckten laut Justizangaben vom Samstag auf einem USB-Stick ein Video mit einem IS-Treueschwur des Attentäters Chérif Chekatt.     

Bereits kurz nach dem Anschlag hatte der IS behauptet, der 29-Jährige sei einer ihrer "Soldaten" gewesen und dem Aufruf gefolgt, Bürger aus Mitgliedstaaten der Anti-IS-Koalition in Syrien und im Irak anzugreifen. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner hatte dies jedoch angezweifelt. 

+++ 14.45 Uhr: Haarewuscheln: Britische Ministerin tadelt EU-Kommissionschef Juncker +++

Die britische Arbeitsministerin Amber Rudd hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker "groteskes" und "grauenhaftes" Verhalten gegenüber Frauen vorgeworfen. "Wenn so etwas in unserem Parlament passieren würde, hoffe ich, dass das eine formale Beschwerde zur Folge hat", sagte die frühere Frauenministerin in einem Interview mit der Zeitung "The Telegraph". 

Konkret ging es um einen Vorfall vor einigen Tagen beim EU-Gipfel in Brüssel. Juncker wuschelte der stellvertretenden Protokollchefin der EU-Kommission, Pernilla Sjölin, zur Begrüßung kräftig durch die blonden Haare. Die auf Video festgehaltene Szene löste im Kurznachrichtendienst Twitter viele Diskussionen aus. Junckers Sprecher Margaritis Schinas wollte die Vorwürfe damals nicht kommentieren. Er erklärte nur: "Wir freuen uns sehr, für einen Präsidenten zu arbeiten, der uns als Freunde und Partner sieht."

Rudd sagte in dem Interview weiter, dass sie es auch nicht möge, wie Juncker Premierministerin Theresa May bei einem Treffen am Arm festgehalten habe. Die beiden sollen dabei eine heftige Diskussion im Zusammenhang mit dem Brexit gehabt haben. Auf Fotos zu sehen ist auch,  wie Juncker Mays Kopf an sich heranzog. Bei ihren eigenen Besuchen in Brüssel hatte Rudd oft Erkältungen angegeben, um Distanz wahren zu können: "Alle EU-Kommissare lieben es, große Umarmungen zu machen."

EU-Gipfeltreffen: Ungewöhnliche Begrüßung: Jean-Claude Juncker zerzaust die Haare seiner EU-Kollegin

+++ 14.40 Uhr: Wiener Todesschütze weiter auf der Flucht - Tat wohl im Mafia-Milieu +++

Die Bluttat in der Wiener Innenstadt ist nach Erkenntnissen der Polizei wohl eine Abrechnung im Milieu der Organisierten Kriminalität gewesen. Wie die Behörden weiter mitteilten, wird nach dem unbekannten Täter weiter intensiv gefahndet.

Der Mann hatte einen 32-jährigen am Freitagmittag in einer Passage unweit des Stephansdoms erschossen. Dessen 23-jähriger Begleiter wurde durch Schüsse lebensgefährlich verletzt. Ein weiterer Begleiter im Alter von 29 Jahren blieb unversehrt. Das Trio war laut Polizei unmittelbar vor der Attacke gemeinsam in einem Lokal essen. Beim Verlassen des für seine Wiener Schnitzel bekannten Restaurants fielen die Schüsse.

+++ 14.03 Uhr: Hessische CDU stimmt Koalitionsvertrag mit den Grünen zu +++

Die hessische CDU hat dem Koalitionsvertrag mit den Grünen zugestimmt. Der Landesausschuss sprach sich in Nidda einstimmig für das Vertragswerk aus, wie die Partei mitteilte. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) begrüßte das Votum. Es sei gelungen, mit den Grünen "ein zukunftsweisendes Programm" für das Land auszuhandeln. Zugleich fänden sich "die zentralen Positionen" der CDU im Koalitionsvertrag wieder.    

Bouffier steht bereits seit fünf Jahren an der Spitze einer schwarz-grünen Koalition. Bei der Landtagswahl Ende Oktober hatte das Bündnis erneut die Mehrheit errungen, allerdings nur knapp: Der Vorsprung im Landtag beträgt lediglich eine Stimme.

+++ 14.00 Uhr: Feuer in russischem Bergwerk - Neun Arbeiter eingeschlossen +++

In einem Bergwerk in Russland westlich des Urals ist ein Feuer ausgebrochen. Neun Bergleute saßen unter Tage fest, wie russische Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Retter hätten sie wegen hoher Temperaturen und starken Rauchs bis zum Nachmittag nicht erreichen können. Die Bergleute seien mit Sauerstoffgeräten ausgestattet. Acht Arbeiter retteten sich demnach unverletzt ins Freie.

Zunächst war in den örtlichen Medien über einen Methan-Austritt als mögliche Ursache spekuliert worden. Die Behörden wiesen das zurück und berichteten von geplanten Arbeiten mit Beton in der Grube. Unklar war aber, ob sie tatsächlich mit dem Brand in 340 Metern Tiefe im Zusammenhang standen. Die Feuerwehr stellte sich auf einen langen Einsatz in dem Kalibergwerk bei Solikamsk in der Region Perm ein.

+++ 13.13 Uhr: Turkmenischer Präsident beglückt Bürger mit selbst geschriebenem Weihnachtslied +++

Der zum Personenkult neigende turkmenische Präsident Gurbanguly Berdimuchamedow hat seine Bürger rechtzeitig zum Fest mit einem selbst geschriebenen Weihnachtslied beglückt. Das Staatsfernsehen präsentierte den Song exklusiv: in einem Video sitzt Berdimuchamedow an einem weißen Flügel und singt das Lied "Traum" auf Englisch, Turkmenisch und Deutsch, während sein 14 Jahre alter Enkel ihn am Synthesizer begleitet. Im Hintergrund rieseln Schneeflocken über einen Bildschirm.    

Mit seiner "schönen Melodie und den aus tiefstem Herzen kommenden Worten" sei das Weihnachtslied "allen Zuhörern zu Herzen gegangen" und habe "starken Eindruck hinterlassen", kommentierte ein Moderator des Fernsehsenders Turkmen Owasy. Staatschef Berdimuchamedow regiert Turkmenistan mit harter Hand und betreibt einen beträchtlichen Personenkult. Opposition wird nicht geduldet, freie Medien gibt es nicht.

+++ 12.10 Uhr: U-Boot nach Mord an schwedischer Journalistin Kim Wall zerstört +++

Das U-Boot, auf dem 2017 ein Aufsehen erregender Mord an einer schwedischen Journalistin geschah, ist demontiert worden. Das Boot sei in Stücke zerlegt und dann zerstört worden, zitierte die Zeitung "Ekstra Bladet" Brian Belling von der Kopenhagener Polizei. Der Erbauer des Bootes, der dänische Erfinder Peter Madsen, war im September wegen des Mordes an der Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In dem Urteil hatte das Gericht zugleich angeordnet, dass das 18 Meter lange U-Boot zerstört werden müsse. 

Wall hatte über Madsen eine Reportage schreiben wollen und war im August 2017 von Kopenhagen aus mit ihm auf dem U-Boot in See gestochen. Danach kehrte die 30-Jährige nicht zurück, später wurden in der Koge-Bucht nahe Kopenhagen nach und nach Leichenteile gefunden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Madsen die Frau aus sexuellem Motiv in dem U-Boot folterte und nach ihrem Tod zerstückelt über Bord warf. Der Mordfall hatte auch international die Öffentlichkeit und die Medien monatelang beschäftigt.

+++ 10.18 Uhr: Gewaltsame Angriffe auf Bahnpersonal nehmen zu +++

Mitarbeiter von Bahnunternehmen werden immer häufiger Opfer von gewalttätigen Angriffen. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres wurden bereits 1981 Angriffe auf Bahnmitarbeiter gemeldet - mehr als im Gesamtjahr 2015, schrieb das Bundesinnenministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag, aus der die "Passauer Neue Presse" zitierte. 2015 wurden demnach 1876 Körperverletzungen auf Bahnmitarbeiter registriert, 2016 waren es 2374 und 2017 dann bereits 2550.     

Bei der Bundespolizei fielen die registrierten Übergriffe dem Bericht zufolge etwas geringer aus. Dort wurden auch Gewaltdelikte gegen Mitarbeiter anderer Eisenbahnunternehmen aufgenommen. Demnach lag die Zahl der angezeigten Übergriffe 2017 mit 1593 etwas niedriger als 2016 mit 1666, wenngleich immer noch deutlich höher als 2015 mit 1453.    

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann sprach von einer "beunruhigenden Tendenz" angesichts der Entwicklung. "Die Beschäftigten erfahren täglich den angestauten Frust über schlechte Leistungen ihres Unternehmens, im schlimmsten Fall bis hin zur Gewalt", erklärte Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, gegenüber der Zeitung. Gleiches gelte für Post und Paketzusteller wie DHL. Nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien für schlechten Service verantwortlich, sondern die Unternehmensführungen, erklärte Zimmermann.

+++ 10.05 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident unterstützt Sarrazin-Ausschluss +++

Der niedersächsische Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzende Stephan Weil unterstützt das erneute Ausschlussverfahren der Partei gegen den umstrittenen Autor Thilo Sarrazin. Er gehe davon aus, dass der Parteivorstand gute Erfolgsaussichten für das Verfahren sehe, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. "Sarrazin hat durch seine im Kern rassistisch geprägten Einstellungen den Eindruck vermittelt, dass innerhalb der SPD alles und jedes vertreten werden kann. Das ist nicht der Fall." Die Partei habe klare Linien, die nicht überschritten werden dürften. 

Am Montag hatte die SPD-Spitze bekannt gegeben, dass sie erneut versuchen will, den früheren Berliner Finanzsenator aus der Partei zu werfen. Grund sind seine Thesen, die nicht mit den Grundsätzen der SPD vereinbar seien. Zwei vorangegangene Versuche waren gescheitert, da die Hürden für einen Parteiausschluss sehr hoch sind.

+++ 9.28 Uhr: Söder: Keine Ambitionen auf Kanzlerkandidatur +++

Der designierte CSU-Chef Markus Söder will nach eigenen Angaben nicht Kanzlerkandidat der Union werden. "Die CSU hat da keine Ambitionen", sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Meine Kernaufgabe liegt in Bayern." Er habe auch "nicht geplant", CSU-Vorsitzender zu werden, betonte Söder. "Ich habe mich in den Dienst der Partei gestellt, nachdem Horst Seehofer seinen Rückzug angekündigt hat - und andere mögliche Kandidaten erklärt haben, dass sie nicht zur Verfügung stehen." 

Söder will sich auf dem Sonderparteitag der CSU am 19. Januar als Parteichef zur Wahl stellen und auch dort die Nachfolge Horst Seehofers antreten, den er bereits als Ministerpräsident beerbt hat. Söder gilt als Seehofers ewiger Rivale.

+++ 8.46 Uhr: Viele Tote bei zwei Terroranschlägen in Mogadischu +++

Somalias Hauptstadt Mogadischu ist von zwei schweren Bombenanschlägen erschüttert worden. Ersten Polizeiberichten zufolge kamen mindestens 15 Menschen ums Leben. Bei den Explosionen in der Nähe des Präsidentenpalastes handelte sich offensichtlich um zwei Autobomben, die von islamistischen Selbstmordattentätern gezündet worden waren, wie die Polizei mitteilte. Das Donnern der Explosionen war im ganzen Stadtgebiet zu hören gewesen. Die Zahl der Todesopfer könne weiter ansteigen, sagte der Polizeibeamte Ahmed Bashane. 

+++ 7.14 Uhr: Wikileaks-Gründer Assange scheitert mit Klage vor Gericht in Ecuador +++

Wikileaks-Gründer Julian Assange ist vor einem ecuadorianischen Gericht mit einer Klage gegen die Bedingungen seiner Unterbringung im Londoner Botschaftsasyl gescheitert. Das Berufungsgericht in Pichincha wies die Klage mit dem Argument zurück, dass keine Verstöße gegen Assanges Rechte erkennbar seien, sagte dessen Anwalt Carlos Poveda der Nachrichtenagentur AFP in Quito. Assange lebt seit 2012 in der Botschaft, um einer Auslieferung zu entgehen. "Wir haben verloren", sagte der Anwalt. Damit seien die Rechtsmittel in dem Berufungsverfahren für seinen Mandanten ausgeschöpft. Das Gericht habe die Unzulässigkeit der Klage festgestellt.

+++ 6.26 Uhr: Londoner Airport Gatwick soll normalen Flugbetrieb aufnehmen +++

Der seit Tagen wegen umherfliegender Drohnen behinderte Flugverkehr des Londoner Airports Gatwick soll am Samstag wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. "Unsere Start- und Landebahn ist offen", stand am Samstagmorgen auf der Webseite des Flughafens. Wenige Stunden zuvor hatten die Ermittlungen zu den gezielten Drohnen-Störaktionen zur Festnahme zweier Verdächtiger geführt.

+++ 6.04 Uhr: Schwertransporter mit Airbus A320 bleibt in Kreisverkehr liegen +++

Flugzeug im Kreisverkehr: Eine technische Panne an einem Schwertransporter hat Autofahrern im baden-württembergischen Althengstett einen höchst ungewöhnlichen Anblick beschert. Das mit dem flügellosen Rumpf eines Airbus A320 beladene Fahrzeug blieb in einem Kreisverkehr liegen. Ein dpa-Fotograf hatte den Sattelschlepper begleitet. Der Geschäftsführer des Transportunternehmens, Rainer Schmidt, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Panne gehe auf einen geplatzten Hydraulikschlauch am Lkw zurück. "Das ist einfach Pech. Aber bei Transporten in dieser Größenordnung kann das immer passieren."

+++ 5.15 Uhr: Verhaftungen in Nordbaden: Motiv der Terrorverdächtigen weiter unklar +++

Nach der Verhaftung von drei Terrorverdächtigen in Nordbaden gehen die Ermittler am Wochenende weiter offenen Fragen nach. Die 39-jährige Frau und die beiden 33 und 49 Jahre alten Männer waren bereits am Mittwochabend bei vier Wohnungsdurchsuchungen in Mannheim und im Rhein-Neckar-Kreis festgenommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilten, stehen die drei im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Außerdem wird gegen sie wegen illegalen Waffenbesitzes ermittelt. Neue Angaben machte die Polizei in der Nacht zum Samstag nicht.

+++ 3.37 Uhr: Stardesigner Raf Simons verlässt Calvin Klein +++

Der belgische Stardesigner Raf Simons verlässt Calvin Klein nach knapp zweieinhalb Jahren als Kreativdirektor. Das teilte das US-Bekleidungsunternehmen PVH mit, dem die bekannte Modemarke gehört. Demnach gehen beide Seiten "freundschaftlich auseinander" wegen der neuen Markenausrichtung von Calvin Klein, mit der Simons nicht einverstanden sei.

Simons hatte zunächst sein eigenes Modelabel gestartet und dann einige Jahre für Dior gearbeitet. Dort wurde er im Juli 2016 von Maria Grazia Chiuri ersetzt, die zuvor bei Valentino gewesen war. Im Monat darauf übernahm er die Federführung bei Calvin Klein.

+++ 1.23 Uhr: Kanada verurteilt "willkürliche Festnahme" seiner Bürger in China +++

Kanada hat gegen die "willkürliche Festnahme" zweier Bürger in China protestiert. Außenministerin Chrystia Freeland forderte von Peking die sofortige Freilassung der beiden Kanadier, die nach Meinung von Beobachtern als Druckmittel im Auslieferungsverfahren der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou an die USA missbraucht werden.

"Kanada ist ein Land, das von den Regeln des Gesetzes regiert wird", sagte Freeland an die Adresse Pekings. Entsprechend verlaufe das Verfahren gegen Meng Wanzhou "fair, unvoreingenommen und transparent". Die Ministerin betonte, dass das Rechtsstaatsprinzip "fundamental" für alle freien Gesellschaften sei, "und wir werden dieses Prinzip verteidigen und aufrechterhalten". Die Rechtsstaatlichkeit sei "das Urgestein der Demokratie". Auch das US-Außenministerium zeigte sich in einer Stellungnahme "tief besorgt" über das Vorgehen Chinas und forderte die sofortige Freilassung der beiden Kanadier.

+++ 0.44 Uhr: Kuba nimmt Streben nach Kommunismus doch in neue Verfassung auf +++

Kuba wird das Streben nach einer kommunistischen Gesellschaft entgegen eines ersten Entwurfs doch in die Erneuerung seiner Verfassung aufnehmen. Dass die Formulierung aus dem Entwurf für die Verfassungsnovelle gestrichen worden sei, habe zu öffentlicher Kritik geführt, berichtete das staatliche Fernsehen der sozialistischen Karibikinsel. Das Streben nach dem Kommunismus müsse aufrechterhalten und ausdrücklich in das Verfassungsprojekt eingebracht werden, sagte der Abgeordnete Yusuam Palacios während einer Sitzung des Parlaments, bevor es über den Verfassungsentwurf abstimmen sollte.

vit / DPA / AFP