HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Vorentscheid in Berlin: "Sister" ist der deutsche Beitrag für den ESC in Israel

Schlagersänger Gus Backus ist im Alter von 81 Jahren gestorben +++ Wolf in Niedersachsen kann getötet werden +++ BGH stärkt im Dieselskandal Position der VW-Kunden +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Laura Kästel und Carlotta Truman sind gar keine Schwestern

Das Duo "S!sters" tritt mit dem Song "Sister" für Deutschland beim ESC an

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • "Sister" ist der deutsche Beitrag für den ESC in Israel (22.41 Uhr)
  • Urteil: Wolf in Niedersachsen kann getötet werden (14.05 Uhr)
  • BGH stärkt im Dieselskandal Position der VW-Kunden (12.01 Uhr)
  • Viereinhalb Jahre Haft für Kronjuwelen-Dieb in Schweden (11.55 Uhr)
  • 150.000 Kinder gehen aus Angst vor Angriffen nicht zur Schule (11.36 Uhr)
  • 200 US-Soldaten sollen nach Truppenabzug in Syrien bleiben (11. 28 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.42 Uhr: Duo S!sters gewinnt deutschen ESC-Vorentscheid +++

Das Duo S!sters hat den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Die beiden jungen Frauen setzten in der Show "Unser Lied für Israel" gegen sechs andere Wettbewerber durch. Mit ihrem Lied "Sister" vertreten die beiden nun am 18. Mai Deutschland im Finale des weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerbs in Tel Aviv.

 

+++ 17.28 Uhr: Fall Lügde: Leitender Polizeibeamter von Aufgaben entbunden +++

Im Skandal um verschwundenes Beweismaterial zum Missbrauchsfall Lügde hat der Polizeichef des Kreises Lippe einen führenden Beamten von seinen Aufgaben entbunden. Der Leiter der zuständigen "Direktion K" habe ihn zu spät über die verschwundenen Beweismittel in dem Fall informiert, sagte der Behördenchef und Landrat Axel Lehmann (SPD) am Freitag in Detmold bei einer Pressekonferenz.

NRW-Innenminister Herbert Reul hatte am Donnerstag über verschwundene Beweisstücke im Gebäude der Polizei in Detmold berichtet. Ende Januar war der Verlust aufgefallen, erst Tage später wurde die Behördenleitung informiert. "So geht es nicht", kritisierte Lehmann. Er bezeichnete auch den Einsatz eines Polizeianwärters bei der Sichtung der Beweismittel als schweren handwerklichen Fehler. Zu der Frage, wie die Beweismittel verschwinden konnten, gab es keine neuen Informationen.

+++ 17.01 Uhr: SPD-Europapolitiker fordert: Internetgiganten besteuern +++

Der SPD-Europapolitiker Achim Post nennt die Besteuerung großer Internetunternehmen als eine Kernforderung vor der Europawahl Ende Mai. Die "milliardenschwere Steuervermeidung der Internetgiganten um Google, Facebook und Co" müsse endlich ein Ende haben, forderte Post, Generalsekretär der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE), in Madrid. "Auch wird sich die europäische Sozialdemokratie für faire Löhne, mehr Investitionen statt einseitiger Sparpolitik, einen Pakt für nachhaltige Entwicklung und ein Europa des Friedens und der Abrüstung stark machen."

Die europäischen Sozialdemokraten berieten über ihr Wahl-Manifest, das am Samstag bei einem Kongress in der spanischen Hauptstadt verabschiedet werden soll. SPE-Spitzenkandidat ist Frans Timmermans aus den Niederlanden.

+++ 15.49 Uhr: Medienbericht: Neuer Polizei-Einsatz auf Campingplatz in Lügde +++

Nach dem Verschwinden von Beweismitteln im Fall des mehr als tausendfachen Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen hat die ermittelnde Staatsanwaltschaft Detmold derzeit keine Hinweise auf einen Diebstahl. Zeitgleich führten Beamte aber auf dem Platz am Mittag eine Razzia durch. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Beamte hätten das Auto des Hauptverdächtigen abschleppen lassen und seine Barracke mit Gittern abgesperrt.

Die nicht auffindbaren Datenträger hatten Ermittler im Fall der jahrelangen Kindesmissbrauchsserie auf dem Campingplatz "Eichwald" in Lügde-Elbrinxen bei dem 56-jährigen Hauptverdächtigen beschlagnahmt. Der Fall des Kindesmissbrauchs in Lügde im Kreis Lippe hat sich zu einem Polizeiskandal entwickelt. Reul hatte am Donnerstag eingeräumt, dass 155 Datenträger, die als Beweismaterial gelten, seit Wochen verschwunden seien. Ein Sonderermittler mit vier Mitarbeitern des Landeskriminalamts soll den Verbleib der Datenträger klären.

+++ 15.24 Uhr: Schlagersänger Gus Backus ist im Alter von 81 Jahren gestorben +++

Schlagersänger Gus Backus ist tot. Er starb am Donnerstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren bei sich zu Hause in Germering in der Nähe von München, wie seine Kinder der dpa mitteilten. Eine große Trauerfeier ist nicht geplant. Backus werde im engsten Familienkreis beigesetzt, sagte seine Tochter. "Das war sein Wunsch."

Geboren in New York unter dem Namen Donald Edgar Backus wurde er in Deutschland in den 1960er und 1970er Jahren unter anderem mit Hits wie "Brauner Bär und weiße Taube", "Da sprach der alte Häuptling der Indianer" und "Der Mann im Mond" berühmt und auch wegen seines amerikanischen Akzents.

Auch als Schauspieler stand Backus für mehr als 30 Filme vor der Kamera. Seinen berühmtesten Auftritt hatte er in der österreichischen Filmkomödie "Unsere tollen Tanten" (1961) mit seiner "Sauerkraut Polka".

Zu seinem 80. Geburtstag im September 2017 hatte er sich im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur noch gewünscht, 90 Jahre alt zu werden. Hintergründe zu seiner Krankheit nannte die Familie nicht. Backus war mehrfach verheiratet und hinterlässt mehrere Kinder.

+++ 15.18 Uhr: Französische Streitkräfte töten Al-Kaida-Anführer in Mali +++

Die französischen Streitkräfte haben nach Regierungsangaben einen führenden Al-Kaida-Kämpfer in Mali getötet. Der Algerier Jahja Abu Al Hamame sei nördlich von Timbuktu zusammen mit anderen "Terroristen" von französischen Luft- und Bodenkräften getötet worden, teilte Verteidigungsministerin Florence Parly am Freitag in Paris mit.  

Al Hamame wird unter anderem für die Entführung westlicher Staatsbürger im Norden und Westen Afrikas verantwortlich gemacht. Das Verteidigungsministerium nennt ihn "Kopf und Finanzier" mehrerer Angriffe.

Er leitete demnach das "Emirat Sahara" im Terrornetzwerk Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI). Zudem soll er Stellvertreter von Tuareg-Anführer Ijad Ag Ghali gewesen sein.

Frankreich, die ehemalige Kolonialmacht in der Sahelzone, hat in der Region im Zuge der "Operation Barkhane" etwa 4000 Soldaten stationiert. Es unterstützt außerdem eine gemeinsame Militäreinheit der Sahelstaaten Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten. Dazu kommt der UN-Einsatz Minusma mit rund 12.000 Soldaten. An dem 2013 gestarteten Einsatz ist auch die Bundeswehr beteiligt.

+++ 15.03 Uhr: Schlagersänger Gus Backus stirbt mit 81 Jahren +++

Schlagersänger Gus Backus ("Da sprach der alte Häuptling der Indianer") ist tot. Er starb am Donnerstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren zu Hause in Germering nahe München, wie seine Kinder am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mitteilten.

+++ 14.05 Uhr: Gerichtsentscheidung: Wolf in Niedersachsen kann getötet werden +++

Der als gefährlich geltende Rodewalder Wolf in Niedersachsen kann abgeschossen werden. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg wies eine Beschwerde des Freundeskreises freilebender Wölfe gegen die Tötung des Tieres zurück. Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung der Vorinstanz, das Urteil ist nicht mehr anfechtbar. Die Abschussgenehmigung für den Leitrüden des Rodewalder Rudels gilt zunächst bis zum kommenden Donnerstag (28. Februar). "Zumutbare Alternativen zur Tötung sind nicht ersichtlich", hieß es in einer Mitteilung des Gerichts. Der Tod des Tieres sei zur Abwendung eines erheblichen Schadens erforderlich. Dem Wolf werden mehr als 40 Risse von Nutztieren zugeschrieben, darunter Ponys und Rinder.

+++ 13.30 Uhr: Zwei starke Beben erschüttern Ecuador - Keine größeren Schäden +++

Zwei schwere Erdbeben haben Ecuador erschüttert. Ein Beben der Stärke 7,6 wurde vom Seismologischen Institut Ecuadors 320 Kilometer westlich von Guayaquil in einer Tiefe von 107 Kilometern verzeichnet. Nur 13 Minuten später ereignete sich ein zweites Erdbeben 18 Kilometer südlich von Guayaquil mit einer Stärke von 5,9 in 34 Kilometern Tiefe. Nach Angaben von Staatschef Lenin Moreno über Twitter wurden zunächst keine größeren Schäden verzeichnet. In Folge des ersten Bebens wurden zwei Menschen leicht verletzt, wie der Katastrophendienst mitteilte.

+++ 13.03 Uhr: Justizministerin will IS-Rückkehrer "konsequent" überwachen +++ 

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) will verhindern, dass sich Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach ihrer Rückkehr unbehelligt in Deutschland bewegen können. "Nicht wenige werden längst per Haftbefehl gesucht", sagte Barley dem "Spiegel". "Andere müssen konsequent überwacht werden, sobald sie Deutschland betreten."

Die Bundesregierung prüft derzeit, wie nach Syrien und in den Irak ausgereiste Dschihadisten in Deutschland vor Gericht gestellt werden können. US-Präsident Donald Trump hatte die EU-Staaten aufgerufen, in Syrien gefangene IS-Kämpfer wieder bei sich aufzunehmen und ihnen den Prozess zu machen. Allerdings lassen sich in den Kampfgebieten begangene Verbrechen nur schwer nachweisen.

  

+++ 12.56 Uhr: 30 Lastwagen mit Zivilisten verlassen letzte IS-Bastion in Ostsyrien +++

30 Lastwagen haben Frauen, Kinder und Männer aus der letzten Bastion der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens geholt. AFP-Reporter sahen, wie ein langer Konvoi von Lastwagen das Dorf Baghus an der irakischen Grenze verließ. Die Kolonne wurde begleitet von Kämpfern der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die die Ortschaft im Euphrattal seit Wochen belagern.

In den Lastwagen waren vermummte Männer, Frauen in schwarzen Nikabs und Kinder zu sehen. Zuletzt hatten die SDF-Kämpfer am Mittwoch rund 3000 Menschen in Lastwagen aus dem Dorf geholt, darunter Kämpfer, aber auch Frauen und Kinder. Der SDF-Sprecher Mustefa Bali hatte angekündigt, sie wollten versuchen, am Freitag die verbleibenden Zivilisten herauszuholen. Die SDF schätzten, dass sich noch mehrere tausend Zivilisten in Baghus aufhielten.

IS-Kämpfer Martin Lemke: "Ich habe niemanden geköpft"

+++ 12.27 Uhr: BGH stuft illegale Abschalteinrichtung als Sachmangel ein +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Position der VW-Kunden in den Klageverfahren im Dieselskandal gestärkt. In einem am Freitag veröffentlichten Hinweisbeschluss erklärte der BGH, dass nach seiner "vorläufigen Rechtsauffassung" bei einer unzulässigen Abschalteinrichtung in einem Wagen von einem "Sachmangel auszugehen sein dürfte". Ein für kommende Woche angesetzter Verhandlungstermin wurde derweil aufgehoben, weil der Kläger nach einem außergerichtlichen Vergleich seine Revision zurücknahm.

Der Bundesgerichtshof als oberstes deutsches Zivilgericht positionierte sich dennoch erstmals in dem Rechtsstreit um den Dieselskandal. Die Bundesrichter fällten aufgrund der Rücknahme der Revision zwar kein Urteil, veröffentlichten aber dennoch ihre derzeitige Einschätzung in dem vorliegenden Fall. Bereits im Januar war aufgrund einer außergerichtlichen Einigung eine Verhandlung geplatzt. Der Hinweis des BGH dürfte erhebliche Auswirkungen auf die laufenden Verfahren in Deutschland haben.

In dem konkreten Fall hatte ein VW-Kunde gegen einen Händler geklagt. Er verlangte wegen der eingebauten Software, die nach Auffassung des Kraftfahrtbundesamt eine unzulässige Abschalteinrichtung darstellt, einen Neuwagen. In den Vorinstanzen war seine Klage erfolglos.

Der BGH stellte nun erstmals klar, dass er die Abschalteinrichtung derzeit als "Sachmangel" einstuft. Die Bundesrichter begründeten dies damit, dass die "Gefahr einer Betriebsuntersagung" durch die zuständigen Behörde bestehe.

Die Bundesrichter wiesen zudem darauf hin, dass die Auffassung des Berufungsgerichts in dem konkreten Fall "rechtsfehlerhaft" sein könnte. Das Oberlandesgericht Bamberg hatte die Ersatzlieferung eines Neuwagens als "unmöglich" eingestuft, weil der von dem Käufer erworbene VW Tiguan der ersten Generation nicht mehr hergestellt werde.

+++ 12.01 Uhr: BGH stärkt im Dieselskandal Position der VW-Kunden +++

Bei vom Abgasskandal betroffenen Dieselautos ist die illegale Abschalteinrichtung als Sachmangel einzustufen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe zum ersten Mal höchstrichterlich in einem Beschluss klargestellt, obwohl eine für den 27. Februar angesetzte Verhandlung wegen eines Vergleichs mit dem klagenden Autokäufer ausfällt.

+++ 11.55 Uhr: Viereinhalb Jahre Haft für Kronjuwelen-Dieb in Schweden +++

Im Prozess um den aufsehenerregenden Diebstahl jahrhundertealter Kronjuwelen in Schweden ist ein Angeklagter zu vier Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das teilte das Bezirksgericht von Eskilstuna am Freitag mit.

Der 22-jährige Schwede werde wegen schweren Diebstahls und versuchten Diebstahls weiterer Kronjuwelen aus dem Dom zu Strängnäs bei Stockholm belangt. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Fall sechs Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hielt bis zu drei Jahre für angemessen.

Die Kronjuwelen waren Ende Juli 2018 aus dem Dom etwa 70 Kilometer westlich von Stockholm gestohlen worden. Es handelt sich um die Begräbniskrone und den Reichsapfel des 1611 gestorbenen Königs Karl IX. von Schweden sowie die Krone seiner 1625 gestorbenen Frau, Königin Christine von Holstein-Gottorf. Sie haben einen Schätzwert von umgerechnet mehr als sechs Millionen Euro, für die Kirche haben sie aber einen nicht in Geld zu bemessenden Wert.

+++ 11.36 Uhr: 150.000 Kinder gehen aus Angst vor Angriffen nicht zur Schule +++

Dschihadisten gefährden in Burkina Faso die Bildung einer Generation: Mehr als 150.000 Kinder gehen nach Angaben des Bildungsministeriums aus Angst vor dschihadistischen Angriffen nicht zur Schule. Mehr als 1100 Schulen mussten nach Drohungen und Angriffen von Islamisten ganz oder vorübergehend schließen, wie Bildungsminister Stanislas Ouaro am Donnerstagabend im Staatsfernsehen sagte.

Nach Angaben des Ministers konnten wegen der Bedrohung rund 5000 Lehrer seit Beginn des Schuljahrs im Oktober nicht zur Arbeit kommen.

+++ 11. 28 Uhr: 200 US-Soldaten sollen nach Truppenabzug in Syrien bleiben +++

Die USA wollen auch nach dem geplanten Truppenabzug aus Syrien rund 200 Soldaten in dem Bürgerkriegsland stationiert lassen. Eine kleine Gruppe von "etwa 200" Soldaten solle für eine gewisse Zeit zur "Friedenssicherung" in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders. Die Abzugsankündigung von US-Präsident Donald Trump war von internationalen Verbündeten, aber auch in der eigenen Partei kritisiert worden.

Trump hatte im Dezember überraschend einen vollständigen Abzug der rund 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten angekündigt. Er begründete den Schritt damals damit, dass der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) "gewonnen" sei. Die US-Truppen sollen bis zum 30. April abgezogen werden.

+++ 10.13 Uhr: Staat erzielt 2018 Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro +++

Der Staat hat im vergangenen Jahr dank hoher Steuereinnahmen einen Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro erzielt. Das teilte das  Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit und korrigierte damit frühere Angaben leicht nach unten. Demnach nahm der Staat 1,543 Billionen Euro ein und gab 1,485 Billionen Euro aus.

Die Einnahmen legten im Vergleich zu 2017 mit 4,7 Prozent "deutlich" zu, wie die Statistiker mitteilten. Zu verdanken war das zum großen Teil den Einkommen- und Vermögensteuerzahlungen, sie wuchsen um 5,7 Prozent. Die gute Arbeitsmarktlage führte auch zu einem kräftigen Anstieg von 4,3 Prozent bei den Sozialbeiträgen. Die Einnahmen stiegen stärker als die Ausgaben, die um 3,2 Prozent zunahmen.

Den höchsten Überschuss erzielte laut Statistik der Bund mit 17,9 Milliarden Euro. Die Sozialversicherungen schlossen das Jahr mit einem Plus von 14,9 Milliarden Euro ab. Den Kommunen blieb ein Überschuss von 14,0 Milliarden Euro, den Ländern 11,1 Milliarden Euro.

Das Statistische Bundesamt hatte Mitte Januar die Zahlen zur Wirtschaftsleistung veröffentlicht und damals den Rekordüberschuss mit 59,2 Milliarden Euro angegeben. Doch auch die 58 Milliarden Euro sind laut Statistik absolut gesehen der höchste Überschuss, den der Staat seit der Wiedervereinigung erzielte. Die Überschussquote betrug damit 1,7 Prozent.

+++ 9.59 Uhr: NRW-Chef der Polizeigewerkschaft: "Im Fall Lügde nichts unter den Tisch kehren" +++ 

Nach dem Verschwinden von Beweismitteln im Fall des mehr als tausendfachen Kindesmissbrauchs auf einem nordrhein-westfälischen Campingplatz hat die Deutsche Polizeigewerkschaft eine lückenlose Aufklärung gefordert. "In keinem Strafverfahren dürfen Beweismittel verschwinden - das geht überhaupt nicht", sagte der NRW-Chef der Gewerkschaft, Erich Rettinghaus, der "Rheinischen Post". "Aber zunächst gilt die Unschuldsvermutung."

Nun müsse gründlich ermittelt werden, betonte Rettinghaus. "Nichts darf unter den Tisch gekehrt werden, man muss transparent mit dem Fall umgehen."

Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass bei der Kreispolizei Lippe 155 Datenträger abhanden gekommen waren. Die CDs und DVDs hatten Ermittler im Fall des jahrelangen Kindesmissbrauchs auf dem Campingplatz von Lügde bei dem 56-jährigen Hauptverdächtigen beschlagnahmt.

+++ 8.55 Uhr: Kenianisches Gericht verschiebt Urteil zu Homosexualität +++

Der Oberste Gerichtshof in Kenia hat ein mit Spannung erwartetes Urteil über die Kriminalisierung von Homosexualität verschoben und damit Enttäuschung bei den Betroffenen ausgelöst. "Die Aktenstapel sind höher als ich selbst", sagte einer der drei zuständigen Richter, Chacha Mwita, zur Begründung. Zudem sei einer seiner Kollegen im Urlaub und sie hätten zahlreiche weitere Fälle auf dem Tisch. Mwita legte nun den 24. Mai als Tag der Urteilsverkündung fest. Ursprünglich hätte die Entscheidung am Freitag verkündet werden sollen.    

Homosexuellenorganisationen hatten das Oberste Gericht vor drei Jahren angerufen und aufgefordert, zwei noch aus der Kolonialzeit stammende Artikel des Strafgesetzbuches zu streichen, die Homosexualität unter Strafe stellen. Der eine Artikel sieht Gefängnisstrafen von bis zu 14 Jahren für "gegen die natürliche Ordnung" verstoßende sexuelle Kontakte vor. Der zweite sieht fünf Jahre Haft für "unanständige Praktiken zwischen Männern" vor.

+++ 8.15 Uhr: Deutscher Staat mit Rekordüberschuss +++

Der deutsche Staat hat 2018 das fünfte Jahr in Folge mehr Geld eingenommen als ausgegeben. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung erzielten einen Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Vorläufige Berechnungen hatten zunächst sogar ein Plus von 59,2 Milliarden Euro ergeben.

+++ 7.45 Uhr: Kraft Heinz muss Milliarden auf Markenwerte abschreiben +++

Der Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz ist 2018 wegen einer 16 Milliarden US-Dollar hohen Abschreibung auf den Wert vieler Marken tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand 2018 ein Minus von 10,3 Milliarden Dollar (9,1 Mrd Euro) nach einem Gewinn von knapp 11 Milliarden Dollar im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) in Pittsburgh und Chicago mitteilte.

Zudem wurde bekannt, dass die US-Börsenaufsicht die Bilanzierungspraxis untersucht. Die Aktie des 2015 fusionierten Unternehmens rauschte nachbörslich um 20 Prozent nach unten. Sollte das Papier auch im regulären Handel so stark sinken, würde der Börsenwert des Unternehmens um knapp 12 Milliarden Dollar sinken.

+++ 6.10 Uhr: US-Schauspieler Smollett gegen Kaution freigelassen +++

Der wegen mutmaßlicher Falschaussagen gegenüber der Polizei festgenommene US-Schauspieler Jussie Smollett ist gegen Zahlung einer Kaution von 100.000 Dollar freigekommen. Der Star aus der TV-Serie "Empire" wurde in Chicago aus dem Gewahrsam entlassen. Ihm drohen drei Jahre Haft, weil er eine homophobe und rassistische Attacke gegen sich vorgetäuscht haben soll. Der offen homosexuelle Afroamerikaner hatte Ende Januar berichtet, er sei nachts in Chicago auf offener Straße von zwei Maskierten angegriffen und rassistisch und schwulenfeindlich beleidigt worden.

+++ 5.57 Uhr: Todesfahrer von Melbourne zu lebenslanger Haft verurteilt +++

Mehr als zwei Jahre nach einer Todesfahrt durch die Innenstadt von Melbourne ist ein 29-jähriger Australier zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Eine Geschworenen-Jury hatte den Mann bereits im November wegen sechsfachen Mordes schuldig gesprochen. Am Freitag wurde das Strafmaß bekannt gegeben. Demnach muss der Todesfahrer für mindestens 46 Jahre ins Gefängnis, erst 2065 kann er Bewährung beantragen.

Die Tat beschrieb Richter Mark Weinberg als eines der "schlimmsten Beispiele für einen Massenmord" in Australien. Die Verteidiger hätten argumentiert, der Mann habe zur Tatzeit unter einer durch Drogen ausgelösten Psychose gelitten, berichtete der australische Nachrichtensender ABC News. Weinberg habe dies zurückgewiesen. Er habe gewusst, was er tue, sagte der Richter ABC News zufolge zu dem Todesfahrer.

+++ 4.45 Uhr: Bandscheibenvorfall: Kleiner Tiger Seri hat sich noch nicht erholt +++

Nach einer Art Bandscheibenvorfall hat sich das rund sieben Monate alte Tigermädchen Seri im Berliner Tierpark noch nicht wieder erholt. Ihr Zustand habe sich bisher "noch nicht zu unserer Zufriedenheit entwickelt", sagte eine Sprecherin der Einrichtung auf Anfrage. Geplant sei eine weitere Untersuchung im CT, um Seris Skelett und insbesondere die Wirbel zu prüfen. Auch die Werte von Kalzium, Phosphat und Vitamin D im Blut wollen Experten nochmals in den Blick nehmen. Ein Termin dafür stand zunächst nicht fest.

+++ 3.10 Uhr: Rakete mit erster israelischer Mondsonde "Beresheet" gestartet +++

Am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ist eine Rakete mit der ersten israelischen Mondsonde gestartet. Die Falcon-9-Rakete des Weltraumunternehmens SpaceX hob am Donnerstagabend (Ortszeit) ab. Sie sollte die israelischen Sonde "Beresheet" in eine Erdumlaufbahn bringen. Die Sonde wird sich dann auf ihre siebenwöchige Reise zum Mond machen und soll dort am 11. April landen.    

"Beresheet" (deutsch etwa: Schöpfungsgeschichte) ist ein privates Projekt und wird von der Organisation SpaceIL vorangetrieben. "Beresheet" wäre damit nicht nur die erste israelische Sonde, sondern das erste private Weltraumgefährt überhaupt, das auf dem Mond landet. Die Mission kostet rund 100 Millionen Dollar.

+++ 2.33 Uhr: US-Justiz klagt zwei Söhne von "El Chapo" wegen Drogenschmuggels an +++

Die US-Justiz hat zwei Söhne des verurteilten mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán wegen Drogenschmuggels angeklagt. Die Anklageschrift wurde anderthalb Wochen nach dem Schuldspruch gegen "El Chapo" in New York veröffentlicht. Darin wird Joaquín Guzmán López alias "El Güero" (der Blonde) und Ovidio Guzmán López alias "El Ratón" (die Maus) vorgeworfen, zwischen 2008 und 2018 Kokain, Cannabis und Crystal Meth in die USA geschmuggelt zu haben.    

Die Anklageschrift war bereits im April 2018 vorbereitet worden. Sie wurde aber unter Verschluss bewahrt, um "die Sicherheit von Zeugen zu schützen" und die Ermittlungen nicht zu behindern, wie die US-Behörden erklärten. Die beiden Angeklagten gelten als Mitglieder des von ihrem Vater mitbegründeten Sinaloa-Kartells und halten sich derzeit in Mexiko auf.

+++ 1.13 Uhr: Japanische Raumsonde "Hayabusa2" landet auf Asteroiden +++

Die japanische Raumsonde "Hayabusa2" ist in rund 300 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Die unbemannte Sonde habe Daten gesendet, teilte die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa mit. "Hayabusa2" soll Material von der Oberfläche einsammeln. Ende des nächsten Jahres soll die Sonde dann zur Erde zurückkehren. Ihr Vorgänger-Modell hatte bereits 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen.

+++ 0.35 Uhr: Michael Jacksons Nachlassverwalter verklagen TV-Sender HBO +++

Im Streit um eine Dokumentation über alte Missbrauchsvorwürfe gegen den verstorbenen Popstar Michael Jackson haben dessen Nachlassverwalter den TV-Sender HBO verklagt. Die Doku "Leaving Neverland" soll bei dem Bezahlsender, der zum Konzern Time Warner gehört, am 3. und 4. März ausgestrahlt werden. Jacksons Nachlassverwalter wollen die Ausstrahlung verhindern und fordern in der Klage nun ein Schlichtungsverfahren, berichtete die Website "Variety". Sie hätten Anspruch auf Schadenersatz von mehr als 100 Millionen Dollar (88 Mio Euro), heißt es in der Klage.

"Leaving Neverland" hatte beim Sundance Filmfestival in Utah Premiere gefeiert. Darin erzählen zwei heute über 30 Jahre alte Männer und deren Familien, wie Jackson die beiden im Kindesalter angeblich sexuell missbrauchte. Der Musiker war 2009 im Alter von 50 Jahren gestorben.

"Leaving Neverland": Das ist der Trailer zur Doku über die Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson
vit/sos / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(