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News des Tages: Ex-Playboy-Model auf der Flucht vor dem Gefängnis

Wegen Beihilfe zum Mordversuch ist ein Ex-"Playboy"-Model auf der Flucht +++ Der erste Bierbrunnen Europas steht in Slowenien +++ Korsisches Burkini-Verbot kann bleiben +++ Nachrichten des Tages im Newsticker.

Das Ex-Playboy-Model Slobodanka Tosic ist auf der Flucht

Slobodanka Tosic soll als Lockvogel für einen Mafiaboss gedient haben

Die Nachrichten des Tages - im stern-Newsticker.

+++ 20.48 Uhr: Ex-Playboy-Model wird wegen Beihilfe zum Mordversuch gesucht +++

Ein wegen Beihilfe zu einem Mordversuch verurteiltes früheres "Playboy"-Model ist auf der Flucht vor den Justizbehörden in Bosnien. Die frühere Miss Bosnien Slobodanka Tosic war schuldig gesprochen worden, als Lockvogel für einen bosnischen Mafiaboss gedient zu haben. Das Opfer überlebte den Mordversuch, Tosic wurde jedoch zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die 30-Jährige habe sich nicht zum Haftantritt gemeldet, sagte ein Gerichtssprecher. Nach ihr werde jetzt mit internationalem Haftbefehl gefahndet. Tosic war als 19-Jährige zur Miss Bosnien gewählt worden. 2008 war sie Titel-Model des serbischen "Playboy".

+++ 19.35 Uhr: Europas erster Bierbrunnen sprudelt in Slowenien +++

Europas erster Bierbrunnen steht seit Dienstag in einer kleinen Stadt in Slowenien. Mehrere hundert Schaulustige versammelten sich zur Einweihung der neuen Sehenswürdigkeit von Zalec. Aus ihr können Durstige allerdings nicht nach Herzenslust Bier zapfen - vielmehr geht es nach Angaben von Bürgermeister Janko Kos darum, "die Kultur des Biertrinkens zu verbreiten". Und natürlich hofft die Stadt auf mehr Touristen.

"Es geht nicht darum, dass die Menschen betrunken werden sollen", betonte Kos. Deshalb haben er und seine Mitstreiter sich folgendes Prozedere ausgedacht: Bierliebhaber müssen sich für sechs Euro ein spezielles, mit einem Mikrochip versehenes Glas kaufen. Mit ihm können sie aus den fünf Brunnenarmen fünf verschiedene Biersorten zapfen, wobei es pro Hahn aber nur einen Deziliter Bier gibt. 

+++ 18.42 Uhr: Schneeschuh aus Zeit vor Ötzi entdeckt +++

Ein Schneeschuh, der aus der Zeit vor Ötzi stammen soll, ist in Südtirol entdeckt worden. Der Fund sei am Gletscher am Gurgler Eisjoch im Pfossental gemacht worden, teilte das Land am Dienstag in Bozen mit. Es handle sich um den "ältesten bisher bekannte Schneeschuh". Ein Kartograph habe bei Vermessungsarbeiten den Schuh entdeckt. Radiokarbon-Datierungen hätten ergeben, dass der Schneeschuh aus der späten Jungsteinzeit stammt, zwischen 3800 und 3700 vor Christus.

Ötzi hingegen lebte zwischen 3350 und 3100 vor Christus. Er wurde am 19. September vor 25 Jahren in der italienisch-österreichischen Grenzregion - nicht weit von der Schneeschuh-Fundstelle - entdeckt. Die Gletschermumie lagert im Archäologischen Museum in Bozen. Der Schneeschuh soll am 12. September vorgestellt werden.

+++ 17.52 Uhr: Korsisches Burkini-Verbot kann bleiben +++

Ein Gericht hat das Verbot von Ganzkörper-Badeanzügen für Musliminnen in der nordkorsischen Gemeinde Sisco bestätigt. Der Fall ist ungewöhnlich, denn bisher waren entsprechende Burkini-Verbote in den Riviera-Metropolen Cannes oder Nizza nach einer Grundsatzentscheidung des französischen Staatsrates von Ende August nicht mehr haltbar gewesen.

Das Verwaltungsgericht in Bastia wies laut Nachrichtenagentur AFP am Dienstag den Einspruch der Menschenrechtsliga gegen den Erlass in Sisco zurück. Dieser war Mitte August nach Ausschreitungen zwischen Einwanderern und Dorfbewohnern an einer Badestelle am Meer verhängt worden. Fünf Männer werden deswegen Mitte des Monats vor Gericht stehen. Dann dürften auch die genauen Umstände der Vorfälle deutlicher werden.

Das Gericht argumentierte, die Aufregung habe sich seit den Ausschreitungen nicht gelegt. Der Bürgermeister könne deshalb einer möglichen Störung der öffentlichen Ordnung vorbeugen.

Frankreichs Staatsrat, also das oberste Verwaltungsgericht, hatte Ende vergangenen Monats das Burkini-Verbot einer Riviera-Gemeinde in der Nähe von Nizza gekippt. Etwa 30 Kommunen hatten solche Verbote ausgesprochen. Im August spaltete die hitzige Debatte über Sinn und Unsinn solcher Bekleidungsregeln das Land bis in die Pariser Regierung hinein.

Hans-Ulrich Jörges' Klartext: Respekt für den Burkini!


+++ 17.12 Uhr: Nordrhein-Westfalen will Hygiene-Ampel für Gastronomie einführen +++

Gaststätten in Nordrhein-Westfalen sollen künftig mit einer sogenannten Hygiene-Ampel zeigen, wie sie bei den amtlichen Kontrollen abgeschnitten haben. Das Landeskabinett hat am Dienstag den Gesetzentwurf zur Einführung dieses Kontroll-Barometers verabschiedet.

In den Ampel-Farben Rot, Grün und Gelb soll über die Sauberkeit etwa in Restaurants, Cafés und Bäckereien informiert werden. "Die Informationen gehören den Bürgern, weil sie amtlich erhoben sind", sagte der Verbraucherschutzminister des Landes, Johannes Remmel (Grüne).

Nach der Verabschiedung des Gesetzes im Landtag soll es eine Übergangsfrist von 36 Monaten geben, in der die betroffenen 150 000 Betriebe freiwillig mitmachen können. Ab 2020 müssen die Ergebnisse der Kontrollen dann ausgehängt werden. Betriebe ohne Schaufenster sollten sie im Internet veröffentlichen, meinte Remmel.

+++ 17.07 Uhr: Nach Flugzeugunfall auf Usedom zweite Leiche entdeckt +++

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs über dem Stettiner Haff nahe der Insel Usedom hat die Polizei eine zweite Leiche gefunden. Dabei handele es sich um eine Frau, deren Identität noch geklärt werden müsse, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern). Zuvor war bereits eine männliche Leiche entdeckt worden. Ein weiterer Mann wird noch vermisst.

Taucher hätten auch weitere Wrackteile des Flugzeugs vom Typ TB 20 in dem Gewässer südlich der Insel Usedom entdeckt. Die Suche soll an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. Die Maschine war mit zwei 61 und 52 Jahre alten Männern und der 51 Jahre alten Frau des jüngeren Mannes unterwegs. Das Flugzeug war am Sonntagmorgen am Flughafen Heringsdorf gestartet. Alle drei Vermissten stammen aus Hessen. 

+++ 17.04 Uhr: Terrorwarnung gegen Leipziger Hotel wohl "übler Scherz" von Jugendlichen +++

Bei der Terrordrohung gegen ein Leipziger Fünf-Sterne-Hotel handelte es sich nach Polizeiangaben um einen "üblen Scherz". Der Drohanruf in der Nacht zum Dienstag kam demnach von Jugendlichen aus Österreich per Mobiltelefon, wie die Polizei über den Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Die Anrufer seien ermittelt worden. Der Anruf hatte einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

Mehr als hundert Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamts Sachsen (LKA) sowie Sprengstoffspürhunde durchsuchten das Gebäude. Am Dienstagmorgen wurden die Zugänge von bewaffneten Polizeikräften gesperrt und kontrolliert. Der Hotelbetrieb ging währenddessen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen weiter. Das Luxushotel war nach dem Drohanruf nicht geräumt worden.

+++ 16.24 Uhr: Patientin von erster Gesichtstransplantation der Welt gestorben +++

Die Französin Isabelle Dinoire, die 2005 die weltweit erste erfolgreiche Gesichtstransplantation erhalten hatte, ist tot. Dinoire starb bereits im April an den Folgen einer "langen Krankheit", wie das Universitätsklinikum der nordfranzösischen Stadt Amiens am Dienstag mitteilte.

Dinoire hatte im Mai 2005 durch einen Biss ihrer Hündin ihre Lippen, ihre Nase und das Kinn verloren. Mit ihrem entstellten Gesicht konnte sie weder sprechen noch normal essen. Im November 2005 verpflanzten Ärzte in Amiens der damals 38-Jährigen in einer Weltpremiere die fehlenden Gesichtspartien, die von einer hirntoten Spenderin stammten.

Die Tageszeitung "Figaro" berichtete am Dienstag, Dinoire habe im Winter eine erneute Abstoßungsreaktion gegen das Transplantat erlitten. Sie habe seither  einen Teil ihrer Lippen nicht mehr bewegen können.

+++ 16.08 Uhr: Luftfahrt-Profis verlangen scharfe EU-Regeln für Drohnen +++

Aus Sorge vor möglichen Unfällen mit Flugzeugen haben zehn internationale Luftverkehrsverbände europaweite Regeln für Drohnen und ihre Betreiber verlangt. Die Luftsicherheit sei ernsthaft bedroht, wie Zwischenfälle in der Nähe europäischer Flughäfen und Annäherungen an niedrig fliegende Helikopter zeigten. In der am Dienstag auch von der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit veröffentlichten Erklärung verlangen die Verbände eine verbindliche Registrierung sämtlicher Drohnen für den professionellen wie auch für den privaten Einsatz.

Die Fluggeräte sollten zudem technisch so ausgerüstet werden, dass sie Kollisionen vermeiden und in bestimmte Gebiete wie zum Beispiel Flughäfen erst gar nicht einfliegen können. Technisch ist das mit Hilfe von Geo-Daten ohne weiteres möglich. Auch ein Drohnen-Führerschein sollte zwingend vorgeschrieben werden, schlagen die Luftfahrt-Profis vor. Ausnahmen wollen sie nur bei harmlosen Fluggeräten mit einem Höchstgewicht von 250 Gramm und einem Aktionsradius von bis zu 50 Metern zulassen.

+++ 15.21 Uhr: Zwangsprostitution: Menschenhändlerring auf Ibiza zerschlagen +++

Die spanische Polizei hat auf Ibiza einen kriminellen Ring zerschlagen, der Frauen aus Rumänien zur Prostitution auf den Straßen und in den Nachtclubs der Urlaubsinsel gezwungen haben soll. Zehn Frauen seien bei der Aktion am Dienstag befreit worden, eine von ihnen sei im sechsten Monat schwanger gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf die Ermittler. Neun Verdächtige seien festgenommen worden, sechs auf Ibiza, einer in Tarragona in der Region Katalonien und zwei in Rumänien.

Der Ring soll die Frauen auf sozialen Netzwerken kontaktiert und unter falschen Versprechungen nach Spanien gelockt haben. Dort seien sie unter Gewaltanwendung gezwungen worden, sich zu prostituieren. Die Frauen seien misshandelt worden und hätten teilweise gegen ihren Willen abtreiben müssen, wenn sie schwanger wurden, hieß es. Den Festgenommenen werden Menschenschmuggel und sexuelle Ausbeutung von Frauen vorgeworfen.

+++ 15.01 Uhr: Größter Elfenbeinfund in Deutschland - Millionenwert +++

Ermittler haben rund 1,2 Tonnen Elfenbein mit einem Marktwert von über einer Million Euro in Brandenburg und Rheinland-Pfalz sichergestellt. Es handele sich um den bislang größten Elfenbeinfund in Deutschland, teilte die ermittelnde Staatsanwaltschaft Cottbus am Dienstag mit. Unklar ist, woher das Elfenbein stammt, das vermutlich illegal nach Deutschland gelangte. Gegen zwei Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen. Laut Artenschutzabkommen ist der Handel verboten.

Im Mai waren vom Hauptzollamt Potsdam zunächst 625 Kilogramm Elfenbein entdeckt worden. Sie sollten - falsch deklariert und verpackt in elf Kisten - über den Flughafen Berlin-Schönefeld nach Hanoi geschickt werden.

In Zusammenhang mit weiteren Ermittlungen stießen die Zollbeamten Ende August auf ein Industriegebäude in einem kleineren Ort nahe Koblenz in Rheinland-Pfalz. Die beiden Tatverdächtigen waren gerade dabei, Rohelfenbein zu verarbeiten, unter anderem zu Figuren oder Perlen. Weitere 570 Kilogramm der illegalen Ware konnten sichergestellt werden. Außerdem wurden Schleif- und Drehmaschinen sowie Fräsen und Bohrer gefunden. Gegen die beiden Männer wird wegen gewerbsmäßigen Handels mit Elfenbein ermittelt. Eine Strafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren Haft droht.

+++ 14.44 Uhr: Toter nach Flugzeugunfall bei Usedom entdeckt +++

Zwei Tage nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs über dem Stettiner Haff nahe der Insel Usedom ist ein Toter gefunden worden. Dabei handele es sich um einen Mann, dessen Identität noch geklärt werden müsse, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern). Taucher hätten auch weitere Wrackteile des Flugzeugs vom Typ TB 20 in dem Gewässer südlich der Insel Usedom entdeckt.

Die Maschine war nach Polizei-Angaben mit zwei Männern und einer Frau an Bord am Sonntagmorgen nach dem Start am Flughafen Heringsdorf ins Stettiner Haff gestürzt. Alle drei Vermissten stammen aus Hessen.

+++ 14.31 Uhr: Polizei zerschlägt Schleppernetzwerk in Italien +++

Die Polizei hat in Italien ein Schleppernetzwerk zerschlagen, das mindestens 200 illegale Einwanderer von Ungarn in andere EU-Mitgliedstaaten transportiert haben soll. 16 Verdächtige wurden festgenommen, wie die italienische Polizei und die europäische Polizeibehörde Europol mitteilten. Nach fünf weiteren Verdächtigen wird noch gefahndet. Den Angaben zufolge verfügte das Netzwerk über einen Fuhrpark von dutzenden Fahrzeugen, die für 500 Euro pro Kopf Flüchtlinge von Ungarn oder Italien nach Deutschland, Österreich oder Frankreich transportierten.     Zwischen Ende 2014 und Mai 2016 seien so mindestens 200 Einwanderer in andere Länder gebracht worden. Ins Rollen kamen die Ermittlungen im September 2015 mit der Festnahme eines Italieners in Ungarn, der mehrere Flüchtlinge in seinem Fahrzeug transportierte.    

+++ 14.11 Uhr: 13-Jährige vergewaltigt? - Staatsanwaltschaft geht Vorwürfen nach +++

Wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer 13-Jährigen ermittelt die Staatsanwaltschaft in Halberstadt in Sachsen-Anhalt gegen drei Jugendliche. Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck sagte, die Ermittlungen liefen. Weil die Beteiligten so jung seien, bestehe eine besonderere Schutzbedürftigkeit. Er werde deshalb keine Details zum möglichen Tathergang oder den Beteiligten preisgeben. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" über den Fall berichtet. Die Evangelische Stiftung Neinstedt teilte als Einrichtungsbetreiber mit, erstmals am 1. September von entsprechenden Vorwürfen gehört zu haben. Die drei Jugendlichen sollen zeitweise in der Einrichtung gewohnt haben.

+++ 14.04 Uhr: Staatsanwaltschaft stellt Missbrauchsverfahren gegen Priester ein +++

In einem Missbrauchsfall im Bistum Würzburg muss ein ehemaliger Gemeindepfarrer für die Vorwürfe keine Verurteilung mehr fürchten. Die Schweinfurter Staatsanwaltschaft stelle das Verfahren gegen ihn wegen Verjährung ein, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ursula Haderlein. Zuerst hatte die "Main-Post" über die Einstellung berichtet. Nach einer Mitteilung des Bistums hat der Geistliche die Vorwürfe "weitgehend" eingeräumt und sich für sein Verhalten entschuldigt. Er habe sich zudem selbst bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Der 80 Jahre alte Mann soll Anfang der 1970er-Jahre in Polen über mehrere Jahre ein damals minderjähriges Mädchen missbraucht haben. Pfarrer im unterfränkischen Dekanat Bad Kissingen wurde er erst danach.

+++ 13.56 Uhr: In Hamburg-Altona regnet es Abwasser +++

Im Hamburger Stadtteil Altona regnet es Abwasser durch die Decke der S-Bahn-Station. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, sickert seit dem Morgen Abwasser in die S-Bahnstation, offenbar aufgrund einer verstopften Leitung. Wo genau das Wasser herkommt, konnte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis nicht sagen, aber "Regenwasser ist das keins", wird er zitiert. Laut der "Morgenpost" war die stinkende Flüssigkeit zunächst mit Eimern aufgefangen worden, die jedoch schon bald nicht mehr ausreichten: Bereits am Vormittag stand der komplette Bahnsteig unter Wasser, es stank bestialisch und ein Gleis musste gesperrt werden.

+++ 13.49 Uhr: Infantino bekräftigt Wunsch nach Ausweitung der WM auf 40 Teams +++

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich erneut für die Ausweitung der Fußball-WM auf 40 Mannschaften ausgesprochen. "Meine Meinung zu 40 Teams hat sich nicht geändert", sagte der Schweizer am Rande der Generalversammlung der European Club Association ECA. Das Thema werde genauso wie die WM-Vergabe an eine ganze Region bei der Sitzung des FIFA-Councils am 13./14. Oktober in Zürich auf die Tagesordnung kommen. Alles sei offen, sagte Infantino, der mit diesem Thema bereits seinen Wahlkampf zur FIFA-Präsidentschaft forciert hatte. DFB-Präsident Reinhard Grindel lehnt indes eine weitere Aufstockung der WM ab.

+++ 13.07 Uhr: Angeklagter schwänzt Gerichtstermin und geht auf Klautour +++

Statt zu seiner Gerichtsverhandlung wegen Diebstahls zu erscheinen, ist ein Angeklagter lieber wieder auf Beutezug gegangen. Polizisten sollten den Mann am Montag zur Vorführung vor dem Amtsgericht Waldshut-Tiengen festnehmen und entdeckten den 40-Jährigen in Begleitung einer Frau am Bahnhof im baden-württembergischen Bad Säckingen. Die 48-Jährige habe freiwillig ein T-Shirt rausgerückt, an dem noch das Preisschild hing, teilte die Polizei am Dienstag mit. Das Kleidungsstück habe er als Liebesbeweis für seine Freundin gestohlen, beteuerte der Mann demnach.

+++ 12.31 Uhr: Mann bietet Frau Hilfe beim Einparken an und klaut ihr Auto +++

Unter dem Vorwand ihr beim Einparken helfen zu wollen, hat ein Mann einer Frau in Berlin das Auto gestohlen. Die 54-Jährige habe vergeblich versucht, ihren Wagen auf der Kurfürstenstraße in Schöneberg einzuparken, teilte die Polizei mit. Deshalb habe ihr der Mann Hilfe angeboten. Statt das Auto zu parken, gab er jedoch Gas und verschwand zunächst - aber nur bis zur nächsten Kreuzung. Dort fuhr er gegen einen Poller. Er flüchtete zu Fuß, zwei Polizisten verfolgten ihn und fassten ihn schließlich. Der 30-Jährige hatte keinen Führerschein, aber 1,5 Promille Alkohol im Blut. Er hatte außerdem eine EC-Karte bei sich, die ihm nicht gehörte - und gab an, er habe sie gefunden. 

+++ 12.25 Uhr: 60 Tote und 44.000 Obdachlose durch Flut in Nordkorea +++ 

Nordkorea wird von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht: Bei Überschwemmungen im Nordosten des Landes kamen nach UN-Angaben 60 Menschen ums Leben, zehntausende weitere wurden obdachlos. Durch das bislang beispiellose Hochwasser des Flusses Tumen hätten fünf Prozent der dortigen Bevölkerung und damit 44.000 Menschen ihr Dach über dem Kopf verloren. Der Tumen, der teils die Grenze Nordkoreas zu Russland und China markiert, war am Freitag über seine Ufer getreten. Durch das Hochwasser seien fast 9000 Gebäude zerstört oder beschädigt worden, teilte Ocha weiter mit. Wegen der schlechten Infrastruktur in dem abgeschotteten Land haben Naturkatastrophen dort besonders gravierende Folgen. Wegen der starken Abholzung von Wäldern kommt es häufiger zu Überschwemmungen.

+++ 11.59 Uhr: Medienwächter überprüfen RTL-Drogentrip auf Jugendgefährdung +++

Drogenkonsum im TV - Nach dem Selbstversuch von RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff vom Montagabend wird die deutsche Medienaufsicht aktiv. "Wir prüfen, ob es einen Anfangsverdacht gibt, dass die Ausstrahlung jugendgefährdend gewesen ist", sagte eine Sprecherin der für den Kölner Sender zuständigen Niedersächsischen Landesmedienanstalt in Hannover der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. "Wir dokumentieren das Thema, anstatt es zu tabuisieren", entgegnete eine RTL-Sprecherin. "Drogenkonsum wird nicht verherrlicht, sondern eingeordnet, um vor den zerstörerischen Konsequenzen zu warnen." Der 50-jährige RTL-Reporter hatte in einer Reportage Drogen genommen, um ihre Wirkung zu testen.


+++ 11.34 Uhr: Hai tötet Kitesurfer in Neukaledonien +++

In Neukaledonien im Südpazifik hat ein Hai einen australischen Kitesurfer getötet. Das Tier biss dem 50-Jährigen in den Oberschenkel, als der Mann von seinem Kiteboard ins Meer fiel, wie der Leiter der Meeresrettung, Nicolas, sagte. Die von Augenzeugen alarmierten Rettungskräfte schickten zwar ein Rettungsboot zum Ort des Unglücks. Der Australier erlag aber seinen schweren Verletzungen. "Wir wissen derzeit nicht, um was für eine Haiart es sich gehandelt hat", so Renaud. Zuletzt hatte im April ein Hai in Neukaledonien einen Menschen getötet: Eine Frau erlitt tödliche Bissverletzungen, als sie an einem Strand badete.

+++ 11.28 Uhr: Ausgebüxtes Känguru Fritz ist wieder da +++

Das ausgebüxte Känguru Fritz aus Hessen ist wohlbehalten wieder aufgetaucht. Das Tier wurde in Nentershausen-Weißenhasel entdeckt, in der Nähe des Hofes, von dem es Ende August ausgerissen war, so die Polizei. Eine Tierärztin konnte das Zwergkänguru betäuben, nun ist es wieder bei seinem Besitzer. Dieser will künftig besser auf das Tier aufpassen. Der Freiheitsdrang von Fritz bereite immer wieder Probleme, teilte die Polizei mit. Deshalb solle das Känguru vermutlich bei Artgenossen in einem Zoo untergebracht werden. Fritz war den Angaben zufolge ausgerissen, weil ein herabgestürzter Ast auf dem Hof eine Umzäunung heruntergedrückt hatte. Die Aufgabe des Kängurus sei es, sich dort als "Rasenmäher" zu betätigen, hieß es.

+++ 11.12 Uhr: Leipzig - Terrordrohung gegen Luxushotel Fürstenhof +++

Bei einem Luxushotel in Leipzig ist eine Warnung vor einem Terroranschlag eingegangen. In der Nacht gegen 2.50 Uhr habe sich ein Anrufer gemeldet und eine Drohung ausgesprochen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Die Polizei sperrte die Umgebung um das Hotel Fürstenhof ab.

Rings um das Hotel im Stadtzentrum waren Polizisten mit Maschinenpistolen postiert. Alle Eingänge zu dem Komplex wurden gesperrt. Hotelgäste konnten das Haus verlassen. Das Hotel wurde aber zunächst nicht evakuiert. Ein Polizeisprecher sagte, derzeit werde noch die Ernsthaftigkeit des Anrufs geprüft.

In der Nähe des Hotels geparkte Fahrzeuge wurden untersucht. Der Verkehr auf dem Innenstadtring vor dem Gebäude rollte weiter. Allerdings wurden Radfahrer und Fußgänger nicht mehr vorbeigelassen.

+++ 11.02 Uhr: Mindestens sieben Tote bei IS-Anschlag in irakischer Hauptstadt Bagdad +++

Bei einem Bombenanschlag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind in der Nacht zum Dienstag mindestens sieben Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden 15 weitere Menschen verletzt, als kurz vor Mitternacht ein mit Sprengstoff beladener Kleintransporter im zentralen Viertel Karrada explodierte. Mehrere umliegende Geschäfte gerieten in Brand.

Der IS bekannte sich zu dem Attentat und erklärte, es habe sich gegen Schiiten gerichtet. Die sunnitische Extremistenmiliz kündigte weitere Anschläge auf die schiitische Gemeinde an, wie das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte Unternehmen Site berichtete.

+++ 10.23 Uhr: Flugzeug wirft Fäkalien auf Grundstück ab +++

Eine nicht gerade appetitliche Entdeckung hat ein Anwohner auf seinem rheinland-pfälzischen Grundstück gemacht: In Peterslahr fand er am Montag "einen ungewöhnlich großen Fäkalienhaufen", wie die Polizei in Straßenhaus am Dienstag mitteilte. Polizeibeamte untersuchten den Haufen und kamen zu dem Schluss, dass er aus einem Flugzeug stammen müsse. Dafür spreche das "höhentypische Spritzmuster" und die Tatsache, dass das Haus in der Einflugschneise des Kölner Flughafens steht.

+++ 10.10 Uhr: Waldbrand verwüstet 390 Hektar bei Marseille +++

Hunderte Feuerwehrleute haben die Ausbreitung eines heftigen Waldbrands bei Marseille gestoppt. Das Feuer habe 390 Hektar im Calanques-Gebiet südöstlich der Mittelmeermetropole zerstört, teilte die Präfektur des Verwaltungsbezirks Bouches-du-Rhône am Dienstag mit. Das sind fast vier Quadratkilometer. Zum Höhepunkt des Einsatzes hätten 860 Feuerwehrleute mit 250 Fahrzeugen gegen die Flammen gekämpft.

Man habe in der Nacht zum Dienstag verhindern können, dass der Brand das benachbarte Cassis erreicht oder sich in Richtung Meer ausbreitet, sagte Präfekt Stéphane Bouillon im Sender France Bleu Provence. Verletzt wurde niemand, und es gingen auch keine Häuser in Flammen auf. Das Feuer sei vermutlich kriminellen Ursprungs.

Bouillon äußerte sich optimistisch, den Brand nun schnell zum Ende zu bringen. Am Morgen waren zwei Löschflugzeuge und zwei Helikopter im Einsatz. Der französische Wetterdienst hatte für Montag und Dienstag wegen starken Winds und großer Trockenheit vor einer hohen Waldbrandgefahr im Süden des Landes gewarnt. Auch nordwestlich von Perpignan war am Montag ein Feuer ausgebrochen, das bis zum Abend 600 Hektar verwüstete.

+++ 8.54 Uhr: Deutscher Kletterer in den Alpen tödlich verunglückt +++

Ein Kölner Physiotherapeut soll der "Bild"-Zeitung zufolge in Südtirol 500 Meter in die Tiefe gestürzt sein. Das Drama habe sich am Sonntagmorgen ereignet: Wie das Blatt berichtet, ist der 35-Jährige am Berg Ortler tödlich verunglückt. Bei einer anspruchsvollen Klettertour soll der Mann, der laut dem Bericht seit mehreren Jahren in Österreich lebte, den Halt verloren haben und in die Tiefe gestürzt sein. Seine Frau sei ebenfalls bei der Tour dabei gewesen Es wurden Ermittlungen eingeleitet, die klären sollen, wie es zu dem Unglück kam. 

+++ 8.43 Uhr: Polizei glaubt, Feuer an der Costa Blanca wurde mutwillig gelegt +++

Feuer Costa Blanca

Nur ein kleiner Teil des Feuers, das seit einigen Tagen an der Costa Blanca brennt


Rund 1400 Menschen sind vor dem verheerenden Brand an der spanischen Costa Blanca in Sicherheit gebracht worden. Spanische Medien berichteten, dass rund 20 Wohnsiedlungen in der Urlaubsregion geräumt werden mussten. Demnach brannte eine mehr als 800 Hektar große Fläche ab, vor allem in den Orten Jávea (valencianisch: Xàbia) und Benitatxell. Beim Großteil der Menschen, die in Notunterkünften untergebracht werden mussten, handelte es sich um Ausländer. Das Feuer, das sich seit Sonntag durch ein ausgetrocknetes Waldgebiet frisst, sei vermutlich gelegt worden, sagte der Vertreter der spanischen Regierung in der Region. Rund 20 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 370 Feuerwehrleute und mehr als 220 Soldaten waren im Einsatz. Hohe Temperaturen und Veränderungen der Windrichtung erschwerten ihnen die Arbeit.

+++ 8.32 Uhr: Vierjährige bei Bombenanschlag in Thailand getötet +++

Bei einem Bombenanschlag auf eine Schule im Süden Thailands sind zwei Menschen getötet worden, darunter ein vierjähriges Mädchen. Wie die Behörden mitteilten, detonierte der im Tank eines Motorrads versteckte Sprengsatz vor dem Gebäude in Tak Bai in der Provinz Narathiwat, als die Kinder gerade ihren Schultag beginnen wollten. Außer den beiden Toten gab es Ärzten zufolge zehn Verletzte, darunter auch Polizisten.

+++ 8.21 Uhr: Bundeswehr investiert 58 Millionen Euro in Incirlik +++

Das Verteidigungsministerium hat ein Investitionspaket von 58 Millionen Euro für den deutschen Einsatz auf dem türkischen Stützpunkt in Incirlik freigegeben. Das sagte der Sprecher des Ministeriums, Jens Flosdorff, dem "Spiegel". Ob das zugleich bedeutet, dass die Bundeswehr sich nach dem Streit über ein Besuchsverbot für deutsche Abgeordnete auf eine Fortsetzung der Mission einstellt, sagte er nicht. Am Wochenende hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Streit um das Besuchsverbot mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Rande des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou so gut wie beigelegt. In Incirlik sind mehr als 200 deutsche Soldaten stationiert, die sich am internationalen Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat beteiligen.

+++ 8.10 Uhr: Angriff auf Hilfsorganisation Care in Kabul beendet +++

Afghanische Sicherheitskräfte haben einen Angriff auf die Hilfsorganisation Care International in Kabul nach elf Stunden beendet. Der Sprecher des Innenministeriums Sedik Sedikki schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter, alle drei Angreifer seien getötet worden. Außerdem seien ein Zivilist ums Leben gekommen und sechs weitere Menschen verletzt worden. 42 Menschen, unter ihnen zehn Ausländer, seien gerettet worden. Care konzentriert sich vor allem auf Bildungsprogramme für Mädchen. 

+++ 6.58 Uhr: Greenpeace-Chef: "Klimaschutzplan ist nur noch Luftnummer" +++

Der neue Chef der Umweltorganisation Greenpeace, Roland Hipp, hält den aktuellen Entwurf der Klimaschutzplans 2050 der schwarz-roten Bundesregierung für eine "reine Luftnummer", die nicht weiterführen werde, wie er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur DPA sagte. "Viele klare Sätze wurden einfach rausgestrichen, wesentliche Punkte fehlen in der derzeitigen Version. Das Wesentliche am Klimaschutzplan 2050 sollte sein, dass man sich Zwischenziele setzt und Zahlen festlegt: Doch alles, was in der Ursprungsversion konkret war, ist weg." Der Klimaschutzplan 2050 soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

+++ 6.27 Uhr: Toter bei Angriff auf Kabuls Zentrum

Bewaffnete Angreifer haben in der Kabuler Innenstadt ein oder mehrere Gebäude der internationalen Nichtregierungsorganisation Care angegriffen. Es handele sich wohl um zwei Angreifer. Sicherheitskräfte versuchten, "die Gegend zu befreien". Bei den Gefechten sei ein Zivilist getötet worden, sechs Menschen wurden demnach verwundet. Man habe bisher 31 Menschen gerettet, sagte ein Sprecher des Innenministeriums, Sedik Sedikki.  Care arbeitet - mit Unterbrechungen - seit 1961 vor allem an Bildungsprogrammen für Mädchen.  Ein Polizeioffizier sagte, die Angreifer hätten Geiseln genommen.

+++ 5.38 Uhr: 16 Tote bei Unfall auf Weg zu Beerdigung +++

Mindestens 16 Menschen sind auf dem Weg zur Beerdigung eines Verwandten auf der indonesischen Insel Java bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihr Pritschenwagen war

wegen eines Reifenplatzers von der Straße im Bezirk Batang abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Anschließend rollte das Auto einen Hügel hinunter und krachte in einen Wald hinein. Neben den Toten gab es auch mehrere Verletzte.

+++ 5.33 Uhr: Islamist Sven Lau vor Gericht +++

Der Salafistenprediger Sven Lau kommt vom späten Dienstagmittag an in Düsseldorf vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft hat den 35-Jährigen wegen Unterstützung einer in Syrien aktiven islamistischen Terrorgruppe angeklagt. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat bereits den Hinweis erteilt, dass Lau sogar selbst als Terrorist verurteilt werden könnte. Lau gilt auch als Initiator der "Scharia-Polizei" in Wuppertal. Seit neun Monaten sitzt er in Untersuchungshaft. Das Gericht hat für den Prozess bis 18. Januar 2017 zunächst 30 Verhandlungstage angesetzt.

+++ 3.22 Uhr: Mindestens neun Tote bei Bombenanschlag in Bagdad +++

Bei einem Autobombenanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens neun Menschen getötet worden. Demnach explodierte der Sprengsatz im Stadtbezirk Karrada und verletzte weitere 20 Menschen. Verantwortlich dafür ist mutmaßlich die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS): Sie habe sich zu dem Anschlag bekannt, berichtete das IS-Sprachrohr Amak. Bagdad war in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel von Bombenattentaten des IS.

+++ 1.56 Uhr: UN-Kommissar ruft zu Widerspruch gegen Rechts auf +++

Der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen hat zum weltweiten Eintreten gegen rechtspopulistische Demagogen aufgerufen. In einer Rede in Den Haag kritisierte der Jordanier Zeid Raad al Hussein namentlich den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und die Vorsitzenden der Rechtsaußen-Parteien in den Niederlanden und Frankreich, Geert Wilders und Marine Le Pen, die "mit Halbwahrheiten und Vereinfachungen" um die Stimmen verunsicherter Wähler kämpften. "Sie alle versuchen, eine reine und glückliche Vergangenheit wiederzubeleben, in der Völker lebten, die durch Religion oder Volkszugehörigkeit geeint sind", sagte der Menschenrechtskommissar. "Es ist eine Vergangenheit, die es in Wirklichkeit so nirgendwo gegeben hat."

+++ 0.36 Uhr: Cyber-Attacken auf Bundesregierung und Wirtschaft nehmen zu +++

Die Zahl der Angriffe auf deutsche Behörden und Unternehmen über das Internet steigt stark an. Davor hat der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, in einem "Bild"-Interview hingewiesen. Allein der Volkswagen-Konzern gebe die Zahl der Attacken auf sein IT-Netz mit 6000 Fällen pro Tag an. "Und wir stellen jeden Tag allein mehr als 20 hochspezialisierte Angriffe auf das Regierungsnetz fest", sagte Schönbohm. Die Cyber-Attacken hätten sich aber im Laufe der Zeit stark verändert: "Bis vor wenigen Jahren glichen Cyber-Angriffe einem elektronischen Flächen-Bombardement, dadurch hatten Angreifer große Streuverluste." Heute seien Cyber-Attacken "sehr viel präziser und auf einzelne Ziele, wie den Bundestag, angelegt". Das sei "leider auch viel erfolgreicher".

+++ 0.24 Uhr: Flüchtlinge hält es nicht in Lettland +++

Fast alle der zwei Dutzend bislang nach Lettland umgesiedelten Flüchtlinge haben einem Medienbericht zufolge den Baltenstaat bereits wieder verlassen. Von 23 überführten Migranten, die als Flüchtlinge anerkannt wurden oder einen alternativen Schutzstatus erhalten haben, seien 21 auf eigene Faust nach Deutschland weitergezogen, berichtete das lettische Fernsehen.

Grund dafür sei, dass es für Flüchtlinge in Lettland nahezu unmöglich ist, eine Arbeit oder Wohnung zu finden. Den lettischen Behörden sagten, es rechtlich bestehe nach Angaben der Migrationsbehörde auch keine Möglichkeit, sie aufzuhalten - nach Anerkennung gelte die Reisefreiheit innerhalb Europas.

+++ 0.12 Uhr: Philippinischer Präsident beleidigt Obama +++

Präsident der Philippinen Rodrigo Duterte

Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte (l.), interpretiert die hohe Kunst der Diplomatie auf eigene Weise und nennt Barack Obama einen "Hurensohn"


Nach einer üblen Beleidigung hat US-Präsident Barack Obama sein geplantes Treffen mit dem umstrittenen philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte abgesagt. Duterte hatte Obama zuvor als "Hurensohn" bezeichnet und damit gedroht, ihn bei dem bevorstehenden Treffen am Dienstag in Laos weiter zu beschimpfen. Er warnte Obama davor, sein rigoroses Vorgehen gegen Drogenkriminalität auf den Philippinen in Frage zu stellen. Der Präsident müsse sich respektvoll verhalten, forderte Duterte. Der im Mai gewählte Duterte hatte in den vergangenen Monaten immer wieder außergerichtliche Tötungen von mutmaßlichen Straftätern und Drogenverbrechern propagiert. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni wurden in dem Land mehr als 2400 Menschen getötet - teils von der Polizei, teils von Bürgerwehren. 

nik/DPA/AFP