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News des Tages: Schwedisches Militär wirft Bombe über Waldbrand ab

Sergio Marchionne gestorben +++ 14-Jähriger in Stuttgart entdeckt mutmaßlich Beutel voll mit Gold  +++ Puigdemont-PK: Er will nach Belgien zurückkehren +++ Deutschland erlebte tropische Nacht +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Schwedisches Militär wirft Bombe über Waldbrand ab

Die Waldbrände in Schweden sind teils so schwer zugänglich, dass die Rettungskräfte zu ungewöhnlichen Mitteln greifen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Bamf-Affäre in Bremen: Behörde hebt 33 Asylentscheide auf (18.10 Uhr)
  • Schwedisches Militär wirft Bombe über Waldbrand ab (17.14 Uhr)
  • Nach Entführung eines Vietnamesen fast vier Jahre Haft für Helfer (16.11 Uhr)
  • "Science": Großer See mit flüssigem Wasser auf dem Mars entdeckt (16.09 Uhr) 
  • Sergio Marchionne gestorben (11.50 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.34 Uhr: Mann findet im Rhein Revolver und Bombe +++

Beim Schwimmen im Rhein im hessischen Ginsheim-Gustavsburg zwischen Wiesbaden und Mainz hat ein Mann einen Revolver gefunden - direkt neben einer Bombe. An der Stelle am Ginsheimer Ufer ist das Wasser nur etwa brusthoch. Der Mann entdeckte auf dem Grund die Waffe, hob sie auf und brachte sie ans Ufer. "Daneben lag ein für ihn undefinierbarer Gegenstand, der sich nach Eintreffen des Kampfmittelräumdienstes als eine 15 Kilogramm schwere alte britische Flüssigkeitsbrandbombe darstellte", teilte die Wasserschutzpolizei mit. Der Kampfmittelräumdienst nahm beides mit und sperrte das Ufer, bis die Gefahr gebannt war.

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+++ 20.20 Uhr: Starkregen in Coesfeld - vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume +++

Vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume: Starkregen hat in der Stadt Coesfeld im westlichen Münsterland an vielen Stellen Sachschäden angerichtet. "Es hat ein Unwetter gegeben über der Stadt Coesfeld", berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Mehrere Keller seien vollgelaufen und mehrere Bäume umgestürzt. Ein Altenheim sei zeitweise ohne Strom gewesen. Von Verletzten war der Feuerwehr zunächst nichts bekannt. Etwa 140 Einsatzstellen wurden verzeichnet. Schwerpunkt sei das Stadtzentrum von Coesfeld gewesen. Der Feuerwehrsprecher berichtete von etwa 120 Einsatzkräften vor Ort. Die ersten Meldungen seien kurz nach 17.30 Uhr eingegangen.

+++ 19.47 Uhr: Formel-1-Team Ferrari würdigt Marchionne als mutigen Anführer +++

Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Ferrari hat den verstorbenen Sergio Marchionne als mutigen Anführer gewürdigt. Der langjährige Scuderia-Chef sei ein Mann von "enormer Menschlichkeit und Klugheit" gewesen. "Wir alle bei Ferrari fühlen uns privilegiert, an der Seite eines mutigen Anführers wie Sergio Marchionne gearbeitet zu haben", schrieb das Formel-1-Team vor dem Grand Prix von Ungarn.

Marchionne hatte im Oktober 2014 den langjährigen Präsidenten Luca di Montezemolo an der Ferrari-Spitze abgelöst. Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation in Zürich hatte sich der Zustand Marchionnes so stark verschlechtert, dass er seine Arbeit als Fiat-Chef sowie als Präsident und Vorstandschef von Ferrari nicht wieder aufnehmen konnte. Marchionne wurde 66 Jahre alt.

+++ 19.36 Uhr: 14 Jahre Haft für tödliche Messerstiche in Asylbewerberunterkunft +++

Das Landgericht Fulda hat einen heute 38-Jährigen aus Eritrea wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 3. September 2017 einen damals 32 Jahre alten Mitbewohner aus Somalia in einer Asylbewerberunterkunft im hessischen Kirchheim erstochen hat. Ein heute 25-jähriger Mitbewohner, der ebenfalls aus Somalia stammt, wurde mit demselben Messer lebensgefährlich verletzt. Vor Gericht hatte der Angeklagte die Messerstiche gestanden, den Tatverlauf allerdings anders dargestellt. Er hatte gesagt, der später Getötete habe ihn zuerst angegriffen, und auch der 25-Jährige habe ihn töten wollen. Der Richter widerlegte das in der Urteilsbegründung mit zahlreichen Beweisen. Das Urteil entspricht dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft.

+++ 19.27 Uhr: Großeinsatz in der Kieler Förde - Schwimmer wird vermisst +++

Ein Schwimmer in Laboe wird vermisst, melden die "Kieler Nachrichten". Das hätte die Kieler Polizei bestätigt. Nun würden Hubschrauber, Boote der Seenotretter und ein Lotsenbot nach dem Mann suchen, der in der Kieler Förde schwimmen gegangen ist. 

+++ 19.13 Uhr: Kretschmann räumt Fehler beim Umgang mit Diesel-Fahrverboten ein +++

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Fehler beim Thema Diesel-Fahrverbote eingeräumt. Er habe sich geirrt, was die Einführung von Fahrverboten für Stuttgart angehe, sagte er laut vorab veröffentlichen Zitaten im SWR-Sommerinterview (Mittwoch). Jetzt sei die Landesregierung durch Gerichtsurteile dazu gezwungen. "Insofern habe ich mich da geirrt."

Kretschmann hatte zunächst versucht, Fahrverbote zur Luftreinhaltung abzuwenden. Die grün-schwarze Landesregierung verständigte sich unter dem Druck der Verwaltungsgerichte dann aber auf Fahrverbote für Dieselwagen der Euro-Abgasnorm 4 und schlechter von 2019 an. Ob es ab 2020 auch Fahrverbote für Diesel der Euro-Norm 5 gibt, will die Koalition von der Wirkung eines Luftreinhaltepaketes abhängig machen. Wer einen Euro-4-Diesel fahre und in Stuttgart wohne, werde nicht darum herumkommen, dieses Auto zu verkaufen, meinte Kretschmann in dem Interview. Aber außerhalb Stuttgarts dürfe man mit dem Auto ja weiterhin fahren.

+++ 18.46 Uhr: Gericht: Russland muss Filmemacher Senzow medizinisch helfen +++

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland dazu aufgefordert, dem inhaftierten ukrainischen Filmemacher Oleg Senzow Hilfe in einer medizinischen Einrichtung zukommen zu lassen. Das Straßburger Gericht verhängte dazu eine sogenannte einstweilige Maßnahme. Russland ist als Mitgliedstaat des Europarats verpflichtet, sie umzusetzen.

Der international bekannte Regisseur Senzow sitzt seit Mai 2014 in russischer Haft. 2015 war er in einem umstrittenen Verfahren wegen angeblich vorbereiteter Terroranschläge auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Seit mehr als zwei Monaten befindet er sich in einem Hungerstreik, um die Freilassung von rund 70 ebenfalls inhaftierten Ukrainern zu erreichen.

+++ 18.10 Uhr: Bamf-Affäre in Bremen: Behörde hebt 33 Asylentscheide auf +++

Im Zuge der Affäre in seiner Bremer Außenstelle hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bisher 33 Asylbescheide widerrufen, aufgehoben oder entsprechende Verfahren eingeleitet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linksfraktion hervor, über die die "Bild"-Zeitung am Mittwoch berichtete. Wie viele Bescheide bisher überprüft wurden, teilte die Zentrale in Nürnberg nicht mit. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine Zahl "im höheren dreistelligen Bereich". Ein Sprecher sagte: "Es ist noch zu früh, um ein Fazit zu ziehen."

Den Angaben zufolge wurden vier Entscheidungen widerrufen. 13 Rücknahmen wurden vollzogen. Aktuell laufen 13 Rücknahmeverfahren und drei Widerrufsverfahren. Ein Asylbescheid wird zurückgenommen, wenn sich herausstellt, dass falsche Angaben gemacht oder wichtige Informationen verschwiegen wurden. Ein Widerruf wird ausgesprochen, wenn die Voraussetzungen für den Schutz nicht vorliegen.

+++ 17.53 Uhr: Spanische Justiz fordert elf Jahre Haft für Ex-Barça-Präsident +++

Die spanische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch wegen des Vorwurfs der Geldwäsche elf Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 59 Millionen Euro für den ehemaligen Präsidenten des spanischen Meisters FC Barcelona, Sandro Rosell, gefordert. Sie wirft dem 54-Jährigen unter anderem vor, in Zusammenhang mit der Vergabe von Fernsehrechten für die brasilianische Nationalmannschaft fast 15 Millionen Euro illegaler Provisionen in die eigene Tasche gesteckt zu haben. 

Zudem soll Rosell im Rahmen eines Ausrüstervertrages der Seleção illegal fünf Millionen Euro erhalten haben. Angeklagt sind neben Rosell auch dessen Ehefrau und vier weitere Verdächtige. Gegen alle Beteiligten werde wegen der Gründung einer kriminellen Organisation ermittelt, zitierte das spanische Fernsehen die Staatsanwaltschaft. Der Unternehmer, der bis Anfang 2014 Präsident von Barça war, soll am 18. September zu den Vorwürfen von einem Richter in Barcelona angehört werden. Er sitzt seit vergangenem Jahr in Untersuchungshaft.

+++ 17.14 Uhr: Schwedisches Militär wirft Bombe über Waldbrand ab +++

Die Waldbrände in Schweden sind teils so schwer zugänglich, dass die Rettungskräfte zu ungewöhnlichen Mitteln greifen: Zwei Militärflugzeuge warfen eine Bombe über einem der Feuer ab. Die Explosion verdränge den Sauerstoff und die Druckwelle sorge dafür, dass die Flammen im Umkreis von 100 Metern ausgingen, sagte ein Sprecher schwedischen Medien. Das habe bei dem ersten Probeabwurf auch gut funktioniert. 

Der Brand in Älvdalen in der Region Dalarna ist besonders gefährlich, weil er auf einem militärischen Übungsgelände ausbrach. Hier ist nicht nur das Terrain schwer zugänglich, es gibt auch nicht-detonierte Munition. Deshalb durften die Rettungskräfte das Gebiet nicht betreten. Die Flugzeuge warfen eine GPS- und lasergesteuerte Bombe ab. Auf andere Brände werde die Methode voraussichtlich aber nicht angewandt, hieß es. 

In ganz Schweden stieg die Zahl der Waldbrände am Nachmittag wieder auf mehr als 40 an.

+++ 16.50 Uhr: Ex-Kanzler Schröder wirft Maas "dumpfe Kommentare" zu Özil vor +++

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Außenminister Heiko Maas (beide SPD) für seine Äußerungen zum Fall Mesut Özil kritisiert. Es sei "schlicht und einfach unerträglich", dass sich ein Außenminister im der Debatte über einen deutschen Fußballspieler mit türkischen Wurzeln so einlasse wie Maas, sagte der frühere SPD-Vorsitzende der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Maas' "dumpfe Kommentare" hätten mit sozialdemokratischen Vorstellungen von Integration "absolut nichts zu tun".

Özil hatte seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt und dies mit weit verbreitetem Rassismus gegen ihn als Deutschtürken begründet. Seine Entscheidung löste eine Debatte über Integration aus. Maas sagte in einer ersten Reaktion, er glaube nicht, "dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt über Integrationsfähigkeit in Deutschland".

Mo Salah steht im Ägypten-Trikot auf dem Platz, Lothar Matthäus im Anzug vor einer roten Wand und Connor Mcgregor in Shorts

+++ 16.38 Uhr: Chinas Präsident Xi warnt: Bei Handelskrieg gibt es keinen Gewinner +++

Angesichts des Handelskonfliktes mit den USA hat Chinas Präsident Xi Jinping vor Alleingängen einzelner Staaten gewarnt. Wenn es zu einem Handelskrieg komme, werde es keine Gewinner geben, da Protektionismus alle beteiligten Parteien ärmer mache, sagte Xi auf dem Gipfeltreffen der Brics-Staaten in Johannesburg. "Wer einen solchen Kurs verfolgt, wird sich letztlich nur selbst schaden", sagte Xi. "Wir stehen vor einer Wahl zwischen Konfrontation und Kooperation."

Die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump hat Strafzölle gegen chinesische Importe verhängt. Die Staats- und Regierungschefs der aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (Brics) kamen am Mittwoch in Johannesburg zu dreitägigen Beratungen zusammen.

+++ 16.27 Uhr: Neugeborenes tot auf indischer Flugzeugtoilette entdeckt +++

Auf der Toilette eines Passagierflugzeugs ist in Indien die Leiche eines Neugeborenen entdeckt worden. Die Fluggesellschaft AirAsia bestätigte entsprechende Medienberichte. Ein Arzt habe festgestellt, dass das Kind an Bord des Flugzeugs geboren wurde. Der Leichnam wurde den Angaben zufolge während der Landevorbereitungen gefunden. Nach einer Befragung aller weiblichen Passagiere habe die Polizei eine Verdächtige zur Vernehmung festgehalten. Nach Auskunft der Polizei war die Frau bei einem Zwischenstopp in der Stadt Guwahati an Bord gegangen. Weitere Details wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

+++ 16.11 Uhr: Nach Entführung eines Vietnamesen fast vier Jahre Haft für Helfer +++

Rund ein Jahr nach der spektakulären Entführung eines vietnamesischen Geschäftsmannes in Berlin ist ein Tathelfer zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Kammergericht in der Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass der 47-jährige Vietnamese das Entführungs-Auto in Prag gemietet, nach Berlin gebracht und später wieder zurückgefahren hatte. Zudem habe er Tatspuren beseitigt.

Der Angeklagte habe von den Plänen des vietnamesischen Geheimdienstes gewusst, jedoch nicht zur obersten Kommandoebene gehört, hieß es im Urteil. Er sei der Beihilfe zur Freiheitsberaubung und geheimdienstlichen Agententätigkeit schuldig. Der Mann hatte die Vorwürfe zugegeben, das Gericht hatte dafür ein vergleichsweise mildes Urteil in Aussicht gestellt. Mit dem Strafmaß entsprach das Gericht der Forderung der Bundesanwaltschaft.

Der entführte frühere Vorstandschef eines staatlichen Baukonzerns
sowie seine Geliebte waren in Berlin ausgespäht und dann am 23. Juli 2017 am helllichten Tag im Tiergarten in einen Transporter gezerrt, in die vietnamesische Botschaft gefahren und gegen ihren Willen nach Vietnam gebracht worden. Die Bundesanwaltschaft sieht darin ein "staatlich organisiertes Kidnapping" des vietnamesischen Geheimdienstes.

+++ 16.09 Uhr: "Science": Großer See mit flüssigem Wasser auf dem Mars entdeckt +++

Auf dem Mars ist erstmals ein weit ausgedehnter See mit flüssigem Wasser entdeckt worden. Wie das US-Wissenschaftsmagazin "Science" berichtete, ist das unterirdische Gewässer etwa 20 Kilometer lang und unter einer Eisschicht verborgen. Es handelt sich demnach um die größte Ansammlung von flüssigem Wasser, die jemals auf dem Planeten entdeckt wurde.

+++ 15.52 Uhr: Tunesische Justiz will Sami A. zurzeit behalten +++

Tunesien sieht zurzeit keinen Grund, den Islamisten Sami A. nach Deutschland zurückzuschicken. Tunesien ermittle selbst wegen Terrorverdachts gegen Sami A., zudem gebe es kein entsprechendes Gesuch der deutschen Behörden, sagte der Sprecher der tunesischen Anti-Terror-Behörde, Sofiane Sliti, der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt gar keinen Grund, ihn zu übergeben. Sami A.s Auslieferung widerspricht dem Prinzip der staatlichen Souveränität". Der Sprecher betonte allerdings zugleich, dass eine Rücküberstellung des Gefährders nach Deutschland noch immer nicht ausgeschlossen sei.

Der Tunesier war am 13. Juli in seine Heimat abgeschoben worden, obwohl das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Abend zuvor entschieden hatte, dass dies nicht zulässig sei. Die Richter rügten die Aktion als "grob rechtswidrig" und verlangen, Sami A. zurückzuholen. Seit seiner Rückkehr nach Tunesien prüft die Justiz des Landes, inwieweit er jurtsisch belangt werden kann.

+++ 15.41 Uhr: Hitzewelle könnte Eiskonsum auf Zehn-Jahres-Hoch treiben +++

Wegen der Hitzewelle könnte der Pro-Kopf-Verbrauch an Eis nach einer Schätzung der deutschen Süßwarenindustrie auf ein seit mehr als zehn Jahren nicht mehr erreichtes Hoch steigen. "Bei Anhalten des schönen Wetters gehen wir davon aus, dass die Acht-Liter-Marke 2018 auf jeden Fall überschritten wird", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie, Ernst Kammerinke, der "Saarbrücker Zeitung". Mit 8,1 Litern hatte der Verbrauch zuletzt im Jahr 2007 die Acht-Liter-Marke überschritten. 2003 hatte der Verbrauch sogar bei 8,7 Litern gelegen.

Die Hersteller würden Sonderschichten fahren, sodass keine Eisknappheit zu befürchten sei, sagte Kammerinke. Vanille sei immer noch die beliebteste Sorte vor Schokolade und Nuss. Rund 80 Prozent des in Deutschland hergestellten Eises wird industriell produziert, 20 Prozent entfallen auf die Eisdielen.

+++ 15.38 Uhr: Japanische Stadt nach Falschmeldungen von Möchtegern-Ninjas bestürmt +++

"Diese Stadt in Japan zahlt dir ein Gehalt von 85.000 Dollar für die Ausbildung zum Ninja!": Wegen Falschmeldungen wie dieser haben sich in der japanischen Stadt Iga mehr als hundert Menschen um eine vermeintliche Ninja-Ausbildung beworben. Auslöser war ein Bericht des US-Radiosenders NPR, der zuvor über die schrumpfende Bevölkerung und den Arbeitskräftemangel in der westjapanischen Stadt berichtet hatte. 

Auch für sein neues Kampfkunst-Museum suche Iga noch nach Mitarbeitern, unter anderem nach Ninja-Darstellern, hieß es darin. Geboten werde ein Jahresgehalt zwischen 23.000 und 85.000 Dollar (etwa 20.000 bis 72.000 Euro). Als andere Medien die Meldung leicht abgeändert aufgriffen, wurde die scheinbar lukrative Stellenausschreibung schnell zum viralen Hit. 

"Iga hat keine Informationen über einen 'Mangel von Ninjas in Iga' oder über ein 'jährliches Einkommen von Ninjas' in Umlauf gebracht", erklärte die Stadt daraufhin auf ihrer Internetseite. "Wir sind einfach nur fassungslos", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. 

+++ 14.57 Uhr: Flughafenchef: Hitzeschaden war nicht vorhersehbar +++

Nach der hitzebedingten Sperrung des Flughafens Hannover hat sich Airport-Chef Raoul Hille bei den gestrandeten Passagieren entschuldigt. "Das war ein großes Ärgernis, ganz großer Mist", sagte Hille in Hannover. Es sei aber nicht vorhersehbar gewesen, dass die extrem hohen Temperaturen zu einem "Blow-Up" der Start- und Landebahn führen könnten. "Dafür gibt es keine Sensoren." Drei mehr als 50 Jahre alte Betonplatten hatten der anhaltenden Hitze nicht standgehalten und waren durchgebrochen. Der Schaden war am Dienstagabend bei einer Routinekontrolle entdeckt und in der Nacht repariert worden. Ab 6.00 Uhr lief der Betrieb wieder an. Zur Vorbeugung einer erneuten Überhitzung wird die Bahn jetzt mit Löschfahrzeugen bewässert.

+++ 14.53 Uhr: Verwandte bedrohen nach mutmaßlichem Suizid Polizisten und vernichten Spuren +++

Nach einem mutmaßlichen Suizid in einem Bremer Kleingarten haben Angehörige Spuren vernichtet und Polizisten bedroht. Die Lage sei derart aufgeheizt gewesen, dass Beamte den Einsatz von Schusswaffen androhten und Spezialkräfte sowie Beamte mit Diensthunden als Verstärkung anrücken mussten, berichtete die Polizei. Demnach versammelten sich zeitweise bis zu 70 Mitglieder der Familie des Toten sowie aus deren Umfeld. Die Eskalation ereignete sich den Angaben der Beamten zufolge am Dienstagnachmittag, nachdem Angehörige einen ihrer Verwandten nach einem offensichtlichen Suizid in der Parzelle gefunden und die Polizei verständigt hatten. Die Besatzung eines Streifenwagens wollte den Leichenfundort für kriminalpolizeiliche Ermittlungen absperren. Es versammelten sich aber binnen kurzer Zeit immer mehr Angehörige, die die Polizisten aggressiv angingen und beleidigten. 

Mehrere Verwandte drängten sich durch die Absperrung und drangen zum Fundort vor. "Dabei vernichteten sie Spuren und Beweismittel", erklärten die Ermittler. Ein Mann zeigte außerdem ein Messer und drohte den Beamten. Erst als diese den Einsatz ihrer Schusswaffen androhten, sei der 28-Jährige zurückgewichen. Sie fordert umgehend Verstärkung an, darunter unter anderem auch Spezialeinsatzkräfte. Nur so sei es gelungen, die Lage unter Kontrolle zu bekommen, hieß es. Der 28-Jährige wurde festgenommen. Gegen ihn und weitere "Störer" werde wegen Bedrohung und anderer Delikte ermittelt.

+++ 14.38 Uhr: Erben jüdischer Familie erhalten Raubkunst-Gemälde zurück +++ 

Die Erben einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Augsburg haben ein Bild aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zurückerhalten. Das Werk des Malers Ernst Immanuel Müller (1844-1915) mit dem Titel "Bauernstube" stammt aus dem Besitz des Ehepaares Friedmann, das sich 1943 das Leben genommen hatte - einen Tag bevor es deportiert werden sollte. Der Nazi-Staat hatte sich dann das Eigentum der Familie angeeignet. Enkelin Miriam Friedmann nahm stellvertretend für die Erbengemeinschaft das Ölgemälde entgegen, wie eine Sprecherin der Pinakotheken in München mitteilte.

+++ 14.35 Uhr: Gericht wandelt Untersuchungshaft von US-Pastor in Hausarrest um +++

Ein türkisches Gericht hat die Untersuchungshaft des US-Pastors Andrew Brunson in Hausarrest umgewandelt. Brunson werde aus dem Gefängnis entlassen, dürfe aber sein Haus im westtürkischen Izmir nicht verlassen, berichtete der Sender CNN Türk unter Berufung auf die Gerichtsentscheidung. Brunson sollen demnach elektronische Fußfesseln angelegt werden oder er soll durch eine ähnliche technische Vorrichtung kontrolliert werden. Brunson sitzt seit mehr als anderthalb Jahren in Untersuchungshaft. Ihm werden Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und zur Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert dafür bis zu 35 Jahre Haft. Die nächste Gerichtsverhandlung ist am 12. Oktober.

+++ 14.29 Uhr: Obdachloser getötet - Drei weitere Obdachlose werden verdächtigt +++

In Dortmund ist ein 55 Jahre alter Obdachloser umgebracht worden. Tatverdächtig sind drei ebenfalls obdachlose Männer. Die Leiche des 55-Jährigen wurde am Dienstagmorgen auf einem ehemaligen Tankstellengelände gefunden, wie die Staatsanwaltschaft in Dortmund mitteilte. Der Pole hatte demnach regelmäßig dort übernachtet. Laut Obduktion starb er durch einen spitzen Gegenstand. Zwei 46-Jährige aus Polen und ein 42 Jahre alter Serbe wurden vorläufig festgenommen.

+++ 14.15 Uhr: Polizei sprengt Blumen mit Wasserwerfer +++

Wasser für Blumen statt für Randalierer: Mit zwei Wasserwerfern der Polizei sind im Hamburger Statdpark die Pflanzen gegossen worden. Die beiden Fahrzeuge mit ihren jeweils 10.000 Liter großen Tanks wurden  eingesetzt. "Das Wasser in den Tanks muss regelmäßig ausgetauscht werden und das war jetzt wieder fällig. Das macht doch Sinn, das kostbare Trinkwasser sinnvoll und zugunsten der Umwelt einzusetzen", sagte Polizeisprecherin Heike Uhde zu der Aktion. Am Mittag herrschte in Hamburg mit Temperaturen um die 33 Grad tropische Hitze.

+++ 13.53 Uhr: Künstlerinnen prangern sexuelle Übergriffe bei Festspielen in Erl an +++

Fünf Künstlerinnen haben in einem offenen Brief schwere Vorwürfe gegen den Dirigenten und Leiter der Tiroler Festspiele Erl, Gustav Kuhn, erhoben. "Wir sind direkt Betroffene, Zeuginnen oder Mitwissende davon, dass es zu unserer Zeit anhaltenden Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe von Seiten des künstlerischen Leiters gegeben hat", schrieben sie in dem veröffentlichten Brief. 

Unterzeichnerinnen sind die Sopranistin Bettine Kampp und der Mezzosopranistin Julia Oesch aus Deutschland, die Violinistinnen Aliona Dargel aus Weißrussland und Ninela Lamaj aus Albanien und die Schweizer Sopranistin Mona Somm. Das Tiroler Passionsspieldorf Erl bei Kufstein am Inn gilt als Österreichs "grüner Hügel".

Kuhn wies die Vorwürfe zurück. Sein Mandant werde sich gegen diese "Menschenjagd" mit den Mitteln des Rechtsstaates zu wehren wissen, teilte sein Anwalt, Ex-Justizminister Michael Krüger, in einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur APA mit. Kulturminister Gernot Blümel und die Tiroler Kulturlandesrätin Beate Palfrader (beide ÖVP) forderten die Geschäftsführung zu voller Transparenz und Aufklärung auf. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck prüft einen Anfangsverdacht, wie ein Sprecher mitteilte. 

+++ 13.34 Uhr: Steinmeier in Bremen am Auge operiert +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Dienstag in einer Bremer Klinik am Auge operieren lassen. Nach dem kleineren Eingriff wollte der 62-Jährige bereits wieder nach Berlin zurückkehren, wie eine Sprecherin des Präsidialamtes mitteilte. Dem Staatsoberhaupt gehe es gut, berichtete die "Bild"-Zeitung in ihrer Internetausgabe unter Berufung auf Steinmeiers Umfeld. 

Dem Bericht zufolge waren Steinmeier wegen eines Augenleidens bereits vor langer Zeit Hornhäute eines Spenders transplantiert worden. In jüngster Zeit habe Steinmeiers Sehkraft offenbar wieder nachgelassen, deshalb sei eine neuerliche Operation nötig geworden. Steinmeier geht kommende Woche in den Urlaub, seine Amtsgeschäft führt dann der Bundesratspräsident, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). 

+++ 13.13 Uhr: Bundesregierung hat Erdogans Äußerungen zu Özil "zur Kenntnis genommen" +++

Die Bundesregierung hat die Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft zur Kenntnis genommen. "Ich möchte das nicht weiter kommentieren", sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Es sei bekannt, dass Erdogan sich für die Belange der in Deutschland lebenden türkischstämmigen Menschen einsetze.

Erdogan hatte den Rücktritt Özils aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft begrüßt und den Umgang der Deutschen mit ihm als "rassistisch" verurteilt. Auch der in Gelsenkirchen geborene Fußballer hatte einen weit verbreiteten Rassismus gegen ihn als Deutschtürken kritisiert.

Demmer betonte, die in Deutschland lebenden Menschen mit Wurzeln in anderen Ländern sollten keine Zweifel daran haben müssen, ob sie hierzulande zu Hause seien. "Denn zur Integration gehört natürlich auch, sich unserem Land zugehörig zu fühlen", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin.

Kritik an Grindel und DFB: Özils Rückritt und Rassismus-Vorwürfe lösen Integrationsdebatte aus

+++ 13.07 Uhr: Medien: Spur von Frankreichs "Helikopter-Ausbrecher" entdeckt +++

Gut drei Wochen nach einer spektakulären Helikopter-Flucht aus einem französischen Gefängnis soll es nach Medienberichten eine Spur zu dem Ausbrecher geben. Ermittler hätten Redoine Faïd auf Bildern der Videoüberwachung eines Einkaufszentrums bei Paris identifiziert, berichteten der Radionachrichtensender Franceinfo und andere Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Auf dem Parkplatz des Shopping-Centers in Sarcelles sei am Dienstagabend ein Auto mit Explosivstoffen gefunden worden. Auf Organisierte Kriminalität spezialisierte Ermittler übernahmen nach dem Fund des verdächtigen Autos die Untersuchung, bestätigten Kreise der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Dabei gehe es unter anderem um die Explosivstoffe. Zu Faïd und dessen Verbleib äußerten sich die Kreise zunächst nicht. 

Anfang des Monats war ein bewaffnetes Kommando per Helikopter in der Haftanstalt Réau südöstlich von Paris gelandet und hatte den landesweit bekannten Verbrecher befreit. Er war schon mehrfach zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Der Ausbruch hatte in Frankreich für erhebliches Aufsehen gesorgt.

+++ 12.59 Uhr: Vor falschem Gericht geklagt - Niederlage für deutsche Stahlwerke +++

Im Rechtsstreit um die Rückzahlung von Ökostromrabatten haben vier Stahlunternehmen der Gruppe Georgsmarienhütte eine Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof erlitten. Die Unternehmen hätten sich an das falsche Gericht gewandt, entschieden die Luxemburger Richter. 

In dem Verfahren ging es um Entlastungen bei der EEG-Umlage für Betriebe mit besonders hohem Stromverbrauch. Die EU-Kommission hatte dies als unzulässige staatliche Beihilfe gewertet. Die vier Unternehmen sollen deshalb für die Jahre 2013 und 2014 einen Teil der Vergünstigungen zurückzahlen. 

Dagegen waren die Unternehmen vor das Verwaltungsgericht Frankfurt/Main gezogen. Das Gericht wiederum wandte sich mit einem sogenannten Vorabentscheidungsersuchen an den EU-Gerichtshof, um zu klären, ob der Beschluss der Kommission gegen EU-Recht verstößt. Das Ersuchen sei unzulässig, entschieden die Luxemburger Richter. Die klagendenden Firmen könnten sich in dem Frankfurter Verfahren nicht auf eine Ungültigkeit des Beschlusses der EU-Kommission berufen.

+++ 12.42 Uhr: Staubsauger-Urteil: Hersteller nicht in der Pflicht zu mehr Auskunft +++

Hersteller von Staubsaugern müssen nicht angeben, unter welchen Bedingungen der Stromverbrauch ihrer Geräte ermittelt wird. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied, dass die entsprechende EU-Verordnung dies nicht vorsieht. Hintergrund des EuGH-Urteils ist eine Klage der britischen Firma Dyson, die beutellose Staubsauger herstellt. Sie hatte der Münchner BSH Hausgeräte - dem Hersteller von Bosch- und Siemens-Staubsaugern - vorgeworfen, beim Siemens-Staubsauger "VSQ8POWER4" und jedem anderen Modell mit denselben technischen Merkmalen mangelhafte Angaben zum Stromverbrauch zu machen.

+++ 12.03 Uhr: IS reklamiert tödlichen Angriff von Toronto für sich +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den tödlichen Angriff in Toronto für sich reklamiert. Über sein Propaganda-Sprachrohr Amaq ließ der IS verbreiten, "einer der Soldaten des Islamischen Staates" habe den Angriff am Sonntag in der kanadischen Metropole verübt. Bei der Schießerei waren zwei Passanten und schließlich der Angreifer selbst getötet worden, zwölf weitere Menschen wurden verletzt.

+++ 11.50 Uhr: Ex-Fiat-Chef Sergio Marchionne ist tot +++

Der langjährige Chef der Autobauer Fiat Chrysler und Ferrari, Sergio Marchionne, ist tot. Das teilte Fiat mit. Fiat und Ferrari hatten erst am Samstag bekannt gegeben, dass der 66-Jährige die Posten des Vorstandschefs beim italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und bei der Tochter Ferrari aus gesundheitlichen Gründen abgeben müsse. Fiat- und Ferrari-Präsident John Elkann sagte laut Mitteilung: "Leider ist das, was wir befürchtet haben, eingetreten. Sergio Marchionne, ein Mann und Freund, ist fort." Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation in Zürich hatte sich der Zustand des Managers so stark verschlechtert, dass er seine Arbeit als Fiat-Chef sowie als Präsident und Vorstandschef von Ferrari nicht wieder aufnehmen konnte.

+++ 11.24 Uhr: Neue Gentechnik-Verfahren unterliegen Auflagen nach EU-Recht +++

Neue Gentechnik-Verfahren unterliegen grundsätzlich Auflagen nach der Gentechnik-Richtlinie der Europäischen Union. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in einem am Mittwoch verkündeten Urteil. Die mit dem Einsatz von Verfahren wie der sogenannten Genschere verbundenen Risiken seien "vergleichbar" mit denen älterer Verfahren, die bereits unter strengen Auflagen stehen, begründete das Gericht die Entscheidung.

+++ 10.55 Uhr: Erneut Hunderte Flüchtlinge vor Südküste Spaniens gerettet +++

Noch immer kommen zahlreiche Flüchtlinge in Spanien an. Am Mittwochmorgen habe man vor der Südwestküste des Landes insgesamt 72 Migranten aus sechs Booten gerettet, teilte der spanische Seerettungsdienst auf Twitter mit. Am Dienstag waren im Alborán-Meer und in der Straße von Gibraltar im westlichen Mittelmeer bereits 484 Menschen aus insgesamt 30 Booten geborgen worden. Alle Geretteten seien in verschiedene Krankenhäuser der südspanischen Region Andalusien gebracht worden, hieß es.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitgeteilt, dass Spanien zum neuen Haupt-Zufluchtsort illegaler Migranten geworden sei. Bis Mitte Juli kamen demnach rund 18 000 Männer, Frauen und Kinder über die westliche Mittelmeer-Route in Europa an. Die Zahl der Flüchtlinge auf dieser Route habe sich 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifacht und übertreffe bereits die Ankünfte in Italien und Griechenland.

+++ 10.14 Uhr: Puigdemont will nach Belgien zurückkehren +++

Der im Exil lebende katalanische Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont verlässt Deutschland und kehrt nach Belgien zurück. "Ich werde an diesem Wochenende nach Belgien zurückkehren", sagte Puigdemont am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Er kündigte an, dass er künftig von Brüssel aus weiter für die katalanische Unabhängigkeit kämpfen wolle.

Den internationalen Haftbefehl gegen Puigdemont hatte die spanische Justiz kürzlich aufgehoben, so dass der Katalane sich außerhalb Spaniens nun wieder frei in Europa bewegen kann. Er war vor vier Monaten auf der Grundlage des spanischen Haftbefehls in Deutschland festgenommen worden, kurz danach aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Deutschland durfte er zunächst aber nicht verlassen.

+++ 10.12 Uhr: Mindestens 26 Tote bei Dammbruch in Laos +++

Wassermassen aus einem geborstenen Staudamm haben in Laos Tausende Häuser weggeschwemmt. Mindestens 26 Menschen kamenums Leben, wie örtliche Medien meldeten. Hunderte Menschen wurden noch vermisst. 

Der Xepian-Xe Nam Noy-Staudamm in der südöstlichen Provinz Attapqeu war am Montagabend eingestürzt, 5 Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Staubecken überschwemmten sechs Dörfer. Das ist ungefähr soviel Wasser, wie der Chiemsee und der Starnberger See zusammen fassen. 

Über die Ursache des Dammbruchs gibt es noch keine gesicherten Angaben. In einer ersten Reaktion nannte eine der an dem Projekt
beteiligten Firmen starken Regen als Grund für Risse im Damm. Mehr als 6600 Menschen verloren ihr Zuhause, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Lao News Agency.

+++ 9.51 Uhr: Ryanair will Flotte reduzieren +++

Die irische Billigfluglinie Ryanair reduziert ihre Flotte in Dublin um 20 Prozent. Damit seien 300 Stellen gefährdet, teilte das Unternehmen mit. Für die Entscheidung machte die Airline unter anderem die Pilotenstreiks in Irland verantwortlich.

+++ 8.13 Uhr: Beobachter: 32 Tote bei Selbstmordanschlägen in Syrien +++

Bei Selbstmordanschlägen in einer von der syrischen Regierung kontrollierten Stadt sind nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 32 Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London berichtete, wurden bei den drei Anschlägen in der südsyrischen Stadt Al-Suweida auch 30 Menschen verletzt. Bei den Opfern handelt es sich demnach um Sicherheitskräfte, ihre Verbündeten und Zivilisten.

Die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, ein Attentäter habe sich in einem Markt in die Luft gesprengt. Dabei habe es Opfer gegeben, hieß es, ohne dass die Agentur genauere Angaben machte. Die Sicherheitskräfte verfolgten mindestens zwei weitere Attentäter. Diese hätten sich selbst und ihre Verfolger getötet.

+++ 7.23 Uhr: FDP-Chef Lindner laut Bericht neu liiert +++

FDP-Chef Christian Lindner hat eine neue Partnerin an seiner Seite. "Ja, es gibt mit Franca wieder eine Frau in meinem Leben", sagte der 39-Jährige dem Magazin "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Dem Magazin zufolge hat seine neue Freundin Betriebswirtschaftslehre und Hotel- und Marketingmanagement studiert. Bis vor kurzem habe die 28-Jährige beim Fernsehsender RTL gearbeitet.

Lindner und seine Frau Dagmar Rosenfeld hatten sich im April getrennt. Die beiden waren seit 2009 ein Paar und hatten 2011 geheiratet. 

+++ 6.12 Uhr: Flugbetrieb in Hannover läuft wieder an +++

Nach der Sperrung des Flughafens wegen Hitzeschäden ist der Betrieb am Mittwochmorgen wieder aufgenommen worden. Das sagte ein Airport-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Es sei davon auszugehen, dass sich der Flugbetrieb im Laufe des Vormittags wieder normalisiere.

Wegen Hitzeschäden auf der Start- und Landebahn war der Flughafen am Dienstag gesperrt worden. Von der Sperrung betroffen waren 41 Abflüge und 44 Ankünfte. Für gestrandete Passagiere waren insgesamt 200 Feldbetten aufgebaut worden.

+++ 5.30 Uhr: Parlamentswahl in Pakistan begonnen +++

In Pakistan hat am Mittwoch die Parlamentswahl begonnen. Journalisten der berichteten von der Öffnung der Wahllokale in der Hauptstadt Islamabad und in Lahore. Als erstes betrat in Lahore eine Wählerin ein Wahllokal. Zu der Wahl in dem stark patriarchal geprägten Land hatten sich mehr als neun Millionen neue Wählerinnen registriert. Insgesamt sind mehr als hundert Millionen Stimmberechtigte zur Wahl des Parlaments aufgerufen.

Das Rennen um den Posten des Regierungschefs läuft auf einen Zweikampf zwischen der Partei des ehemaligen Premierministers Nawaz Sharif und derjenigen des einstigen Cricket-Stars Imran Khan hinaus. Der Geschäftsmann Sharif wurde vor knapp zwei Wochen bei der Rückkehr nach unter Korruptionsverdacht festgenommen. Er ist Spitzenkandidat der regierenden Pakistanischen Muslimliga-Nawaz (PML-N). Khan tritt für die Oppositionspartei Tehreek-e-Insaf (PTI) an. Er biederte sich auf Stimmensuche zuletzt islamistischen Hardlinern an.

+++ 5.19 Uhr: Flugbegleiter-Streik bei Ryanair - 300 Flüge abgesagt +++

Wegen eines Flugbegleiterstreiks  in mehreren Ländern hat der Billigflieger für diesen Mittwoch europaweit 300 Flüge abgesagt. Betroffen sind auch mehrere Verbindungen von und nach Deutschland, wie eine Flughafen-Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hat. Gestreikt wird bis einschließlich Donnerstag an den Ryanair-Basen in Spanien, Portugal und Belgien. 

In sind am Flughafen Köln/Bonn für Mittwoch und Donnerstag je acht Starts und Landungen gestrichen. In Berlin-Schönefeld wurden für die beiden Tage zusammen sieben Verbindungen abgesagt, weitere könnten noch folgen. An anderen Flughäfen wie Memmingen, Nürnberg, Hamburg, Bremen Dortmund oder Weeze hat Ryanair einzelne Flüge gestrichen. Immer sollte es zu Zielen in Spanien oder Portugal gehen. Keine Flugabsagen gab es bis Dienstagabend in München, Stuttgart und Frankfurt am Main.

+++ 4.45 Uhr: Deutschland erlebt tropische Nacht +++

Deutschland hat eine tropische Nacht erlebt. "Es hat sich heute Nacht etwas abgekühlt. Wobei "abgekühlt" eine kleine Übertreibung ist", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am frühen Mittwochmorgen. In Hamburg zeigte des Thermometer in der Nacht 23 Grad, im Saarland 22 Grad und in Berlin 20 Grad. "Das ist wirklich viel, wirklich warm", betonte der Sprecher. Dabei war der Himmel vielerorts wolkenlos und sternenklar. Tagsüber geht das Schwitzen weiter: Die Höchsttemperaturen liegen dann bei 30 bis 36 Grad. Die Waldbrandgefahr bleibt bei der Hitze unverändert hoch.

+++ 3.56 Uhr: Juncker vor Treffen mit Trump: "Brauchen uns nicht zu verteidigen" +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will selbstbewusst in das Treffen mit Donald Trump zum Handelsstreit gehen und hofft auf ein Angebot des US-Präsidenten. "Wir sitzen hier nicht auf der Anklagebank. Insofern brauchen wir uns auch nicht zu verteidigen", sagte Juncker in einem ZDF-Interview vor dem Besuch im Weißen Haus am Mittwoch. "Es kann ja auch sein, dass Herr Trump uns auch etwas anzubieten hat."

Juncker plädierte für einen Verzicht auf weitere Zollerhöhungen und eine "Beruhigung der Gesamtlage", richtete aber auch eine Warnung an Trump: "Wenn es zu Autozöllen kommt, dann muss die EU Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu sind wir bereit. Das haben wir nicht im Gepäck, aber im Kopf. Wir sind in der Lage, dass wir sofort adäquat antworten können."

+++ 3.38 Uhr: Yosemite-Nationalpark wegen Waldbrands teilweise geschlossen +++

Der berühmte Yosemite-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien wird wegen eines sich ausbreitenden Waldbrands teilweise geschlossen. Das kündigte die Parkverwaltung am Dienstag an. Betroffen sind demnach das Yosemite-Tal sowie die Ortschaft Wawona, die ab Mittwochmittag gesperrt würden.

Die Schließung umfasse alle Hotels, Campingplätze und Besuchereinrichtungen in den beiden betroffenen Gebieten, teilte die Parkverwaltung mit. Besucher wurden aufgefordert, die Gegenden bis Mittwochmittag zu verlassen. Voraussichtlich am Sonntag sollen die Gebiete wieder zugänglich sein.

Das sogenannte Ferguson-Feuer im Wald der Sierra Nevada war am 13. Juli ausgebrochen. Seither wurden nach Angaben der Forstverwaltung 14.800 Hektar Vegetation zerstört. Häuser wurden bislang nicht beschädigt. Ein Feuerwehrmann kam ums Leben, sechs weitere wurden verletzt.

+++ 3.02 Uhr: Demi Lovato offenbar mit Überdosis im Krankenhaus +++

Die US-Sängerin und -Schauspielerin Demi Lovato ist Medienberichten zufolge wegen einer möglichen Überdosis Drogen am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Sprecherin der Rettungskräfte bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass eine 25-Jährige von einer Wohnanschrift, die Lovatos entspricht, ins Krankenhaus gebracht worden sei. Ihren Namen und Details zu ihrem Zustand nannte die Sprecherin aber nicht.

Das Promiportal "TMZ" hatte zuvor die Audiodatei eines Notrufs veröffentlicht, aus der hervorzugehen schien, dass Lovato bewusstlos war und wiederbelebt wurde. Das "People"-Magazin zitierte eine Lovato nahe stehende anonyme Quelle, wonach der Zustand der Sängerin stabil sei. Es handle sich um eine Überdosis Drogen, nicht aber durch Heroin, wie "TMZ" zunächst berichtet hatte. Vertreter Lovatos waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

+++ 2.30 Uhr: Macron übernimmt Verantwortung in Benalla-Affäre +++

In der Affäre um die Prügelattacke seines Ex-Sicherheitsmitarbeiters hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron die volle Verantwortung übernommen - allerdings nicht öffentlich. "Der Verantwortliche, der einzig Verantwortliche, bin ich und ich allein", sagte Macron am Dienstag nach Angaben von Abgeordneten seiner Partei La République en Marche (LREM) bei einem Treffen mit den Parlamentariern. Das Vorgehen seines Ex-Mitarbeiters bezeichnete er demnach als "Verrat".

 "Ich bin derjenige, der Alexandre Benalla vertraut hat", sagte Macron demnach mit Blick auf seinen Ex-Sicherheitsmitarbeiter weiter. Benalla habe ihn im Wahlkampf unterstützt, "die Vorfälle vom 1. Mai" empfinde er aber als "eine Enttäuschung oder einen Verrat", sagte der Präsident. Er versicherte zugleich, dass "niemand davor geschützt" worden sei, mit den Gesetzen des Landes konfrontiert zu werden. Öffentlich äußerte sich Macrons zunächst weiterhin nicht.

+++ 1.20 Uhr: Maas sieht mögliche Aufnahmezentren in Nordafrika skeptisch +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat erhebliche Zweifel an möglichen Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Nordafrika geäußert. Er sei skeptisch, "wie solche nordafrikanischen Zentren funktionieren können", sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er sehe dabei "ein ganz praktisches Problem", sagte Maas. "Warum sollten die Leute in diese Zentren gehen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung extrem hoch ist?" Es sei unrealistisch, dass gerade diejenigen Menschen in diesen Zentren ausharren würden, "die wissen, dass ihre Chancen auf legale Aufnahme in der EU gen null gehen". Diese Menschen würden nach neuen illegalen Wegen nach Europa suchen, sagte der Außenminister.

Zur harten Haltung Italiens in der Flüchtlingspolitik sagte Maas: "Wir haben die Italiener in Flüchtlingsfragen zu lange allein gelassen." Auch die Regeln zur Seenotrettung seien "ursprünglich nur für einige wenige Notfälle konzipiert" gewesen. Mit Blick auf die EU-Marinemission "Sophia" sagte Maas, es müsse geklärt werden, ob mehr Schiffe und mehr Personal im Mittelmeer gebraucht würden und wie viel in Nordafrika an Land getan werden könne. Die libysche Küstenwache brauche mehr Unterstützung.

+++ 0.49 Uhr: Zwei Schwerverletzte nach Brand auf Touristenboot in Spanien +++

Bei einem Brand auf einem Touristenboot sind in Spanien zwei Menschen schwer verletzt worden. Das Feuer sei am Nachmittag auf dem Katamaran nahe Pontevedra in der nordwestspanischen Region Galicien ausgebrochen, teilte der Katastrophenschutz am Dienstag mit. An Bord waren mehr als 50 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Die zwei Verletzten erlitten den Angaben zufolge schwere Verbrennungen. Die gesamte Zahl der Verletzten war zunächst unklar; sie wurden per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Medienberichten zufolge könnte das Boot ein Tragwerk zur Muschelzucht gerammt haben. Die Behörden bestätigten dies jedoch zunächst nicht.

mod/wue/fs / DPA / AFP