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News des Tages: Höcke als Vorsitzender der Thüringer AfD wiedergewählt

Japans Küstenwache sucht nach vermisster Insel +++ Deutsche Urlauberin auf Sardinien von Blitz erschlagen +++ Mann erschießt in Florida zwei Menschen +++ Twitter löscht 10.000 gefälschte Accounts +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Björn Höcke beim Parteitag der AfD Thüringen

Björn Höcke beim Parteitag der AfD Thüringen

DPA

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Kurz-Überblick:

  • Höcke als Vorsitzender der Thüringer AfD wiedergewählt (13.30 Uhr)
  • Japans Küstenwache sucht nach vermisster Insel (11.05 Uhr)
  • Deutsche Urlauberin auf Sardinien von Blitz erschlagen (8.35 Uhr)
  • Mann erschießt in Florida zwei Menschen (8.15 Uhr)
  • Twitter löscht 10.000 gefälschte Accounts (4.43 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im Ticker: 

+++ 13.57 Uhr: Spanien zerschlägt Kreditkarten-Fälscherbande +++

In Spanien ist eine Bande zerschlagen worden, die auf die Herstellung falscher Kreditkarten spezialisiert war. Chef der Bande sei ein Algerier gewesen, der zuvor bereits wegen Finanzierung der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA im Gefängnis gesessen hatte, wie die spanische Polizei am Samstag mitteilte. Insgesamt wurden demnach 19 Verdächtige der Kreditkarten-Bande in Madrid festgenommen.    

Den Ermittlungen zufolge verschafften sich die Verdächtigen im Darknet die Kreditkarten-Nutzerdaten, etwa den Pin-Code, und übertrugen diesen auf andere Kreditkarten. Die Fälscher konnten so Geld abheben oder Einkäufe tätigen. Der 49-jährige Algerier hatte sich demnach derselben Methode bedient, um bei der Finanzierung der Anschläge vom 11. September zu helfen. Diesmal soll er aber nur zu seiner eigenen Bereicherung betrogen haben.

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+++ 13.30 Uhr: Höcke als Vorsitzender der Thüringer AfD wiedergewählt +++

Thüringens umstrittener AfD-Vorsitzender Björn Höcke ist auf einem Parteitag in seinem Amt bestätigt worden. Der 46-Jährige, der Wortführer des ultrarechten Flügels in der AfD ist, erhielt bei seiner Wiederwahl in Pfiffelbach (Kreis Weimarer Land) 81,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Höcke, der auch Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag in Erfurt ist, hatte keinen Gegenkandidaten. Er war bereits Mitte Oktober als Spitzenkandidat der AfD für die Thüringer Landtagswahl 2019 aufgestellt worden. Bei seiner Kandidatenkür hatte er 84,4 Prozent der Stimmen erhalten.

+++ 13.13 Uhr: US-Soldat bei mutmaßlichem Insider-Angriff in Afghanistan getötet +++

Ein US-Soldat in Afghanistan ist anscheinend von einem afghanischen Soldaten getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall in der Hauptstadt Kabul verletzt, wie die Sprecherin der Nato-Ausbildungsmission "Resolute Support", Debra Richardson, am Samstag mitteilte. Der Verletzte werde medizinisch behandelt, sein Zustand sei stabil. Den genauen Ort des Angriffs nannte Richardson nicht. Ersten Berichten zufolge soll der Angreifer zu den afghanischen Streitkräften gehört haben. Er sei umgehend von afghanischen Soldaten erschossen worden, hieß es in der Mitteilung.

+++ 12.43 Uhr: Menschenfressende Tigerin "Avni" in Indien erschossen +++

"Avni" soll für den Tod von bis zu 13 Menschen verantwortlich sein - nun ist die Tigerin im Westen Indiens nach einer großangelegten Jagd erschossen worden. Das bestätigte die örtliche Polizei am Samstag. In einer dreimonatigen Suche hatte die Forstbehörde im Bundesstaat Maharashtra ein Team von knapp 200 Leuten mit Kameras, Drohnen, Spürhunden sowie einem Hängegleiter auf das Tier angesetzt, wie der Sender NDTV berichtete.

Die sechs Jahre alte Tigerkatze, offiziell als T1 bekannt ist und mit dem Spitznamen "Avni" versehen, soll seit Juni 2016 Dorfbewohner in der Nähe des Ralegaon-Waldes getötet haben. Im September hatte das Oberste Gericht abgelehnt, einen Schießbefehl gegen die Mutter von zwei zehn Monate alten Tigerjungen auszusetzen. Die Entscheidung löste eine Welle von Online-Petitionen zum Schutz der Tigerin aus.

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+++ 11.05 Uhr: Japans Küstenwache sucht nach vermisster Insel +++

Dem Inselstaat Japan ist offenbar ein Stück seines Territoriums abhanden gekommen. Vermisst wird eine unbewohnte Insel im Norden des Landes: Das kleine Eiland namens Esambe Hanakita Kojima sei nicht mehr auffindbar, sagte ein Sprecher der Küstenwache. Eine genaue Untersuchung solle nun prüfen, ob die Insel im Ozean versunken ist. In diesem Fall gäbe es Auswirkungen auf die Größe von Japans Hoheitsgewässern im Pazifik.    

Die kleine Insel war erst 1987 von Japans Küstenwache offiziell erkundet und registriert worden. Ihre Fläche wurde nie genau vermessen, ihre höchste Erhebung ragte 1,40 Meer über den Meeresspiegel - zumindest war das früher so. "Es ist nicht undenkbar, dass so eine kleine Insel einfach von den Elementen zerrieben wird", sagte der Sprecher der Küstenwache. Der Verlust des Eilands könnte "Japans Hoheitsgewässer ein winziges bisschen betreffen". In wie weit das Hoheitsgebiet geschrumpft sei, müsse noch bemessen werden.

+++ 10.30 Uhr: Juso-Chef Kühnert fordert SPD-Parteitag bis spätestens Juni 2019 +++

Juso-Chef Kevin Kühnert hat in der Debatte um eine Erneuerung der SPD die Einberufung eines SPD-Bundesparteitages bis spätestens Juni 2019 gefordert. Der bislang für den Herbst des kommenden Jahres geplante Parteitag solle "mindestens in die erste Jahreshälfte" vorverlegt werden, sagte Kühnert der "Thüringer Allgemeinen" vom Samstag. Dies solle den Erneuerungsprozess der Partei beschleunigen.    

Kühnert warf der Parteispitze um die Vorsitzende Andrea Nahles vor, sich von der Stimmung an der Basis abgekoppelt zu haben. Es gebe in der SPD eine klare Stimmung für einen Ausstieg aus der großen Koalition, die sich aber "nicht in der Spitze widerspiegelt". Deshalb sei ein Parteitag "die einzige Möglichkeit für andere Teile der Partei, ihre Position zur Abstimmung zu stellen".    

Zudem solle der Parteitag vor den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg im September und Oktober 2019 stattfinden. "Wenn die 'GroKo' samt Trend nächsten Herbst noch existiert, dann kann es für die SPD zumindest in Sachsen und Thüringen in Richtung einstelliger Ergebnisse gehen", argumentierte der Juso-Chef.

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+++ 9.23 Uhr: Taucher stirbt bei Bergungsaktion nach Flugzeugabsturz in Indonesien +++

Bei den Bergungsarbeiten nach dem Absturz einer indonesischen Passagiermaschine mit 189 Menschen an Bord ist ein Taucher ums Leben gekommen. Der 48-jährige Syachrul Anto war nach Angaben der indonesischen Marine als Freiwilliger an der Bergung von Leichenteilen aus dem Meer beteiligt. Er starb demnach vermutlich an Dekompression.    

Anto hatte sich zuvor unter anderem an dem Rettungseinsatz nach dem Erdbeben und dem Tsunami im September beteiligt. Außerdem half er vor vier Jahren bei der Evakuierung eines abgestürzten Air-Asia-Fliegers.

+++ 8.35 Uhr: Deutsche Urlauberin auf Sardinien von Blitz erschlagen +++

Bei den schweren Unwettern in Italien ist eine deutsche Urlauberin ums Leben gekommen. Die 62-Jährige sowie eine 87-jährige Frau seien auf der Insel Sardinien von einem Blitz erschlagen worden, teilten die Behörden mit. Damit stieg die Zahl der Toten der seit Tagen andauernden Unwetter in Italien auf mindestens 20 an.     

Seit Wochenbeginn herrschen in weiten Teilen Italiens Unwetter mit Starkregen und Sturm. Besonders betroffen ist der Norden des Landes. In der nordöstlichen Region Venetien wurden bei einem schweren Sturm am Donnerstag hunderte Bäume entwurzelt. "Es ist wie nach einem Erdbeben", sagte der Gouverneur der Region, Luca Zaia. Teile der Dolomiten glichen einer Landschaft "wie auf dem Mond". 160.000 Menschen seien zudem ohne Strom. 

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+++ 8.15 Uhr: Mann erschießt in Yoga-Studio in Florida zwei Menschen +++

Ein Mann hat in einem Yoga-Studio im US-Bundesstaat Florida zwei Frauen erschossen und sich danach selbst getötet. Darüber hinaus habe er am frühen Freitagabend (Ortszeit) vier weitere Menschen angeschossen sowie eine Person mit seiner Pistole geschlagen, sagte der Polizeichef von Tallahassee, Michael DeLeo. Die fünf Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden, drei von ihnen seien bereits wieder entlassen worden. Der Zustand der beiden anderen sei stabil. Die beiden getöteten Frauen seien 21 und 61 Jahre alt gewesen. Der mutmaßliche Schütze sei 40 Jahre alt gewesen. 

DeLeo sagte, es gebe Hinweise, dass einige Menschen in dem Studio gekämpft und versucht hätten, nicht nur sich, sondern auch andere zu retten. Dies sei ein Beleg für ihren Mut. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt habe und für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe, sagte DeLeo. Es seien 40 Zeugen befragt worden. Über die Hintergründe der Tat könne er aber noch nichts sagen. Bei dem Studio in der Hauptstadt Floridas handelt es sich um ein sogenanntes Hot-Yoga-Studio, in dem Übungen bei hohen Temperaturen absolviert werden.

+++ 6.13 Uhr: Schuss auf Mann in Hamburg - Hintergründe unklar +++

Nach dem Schuss auf einen Mann in Hamburg sind die Hintergründe nach wie vor unklar. "Es gibt zur Stunde keine neuen Erkenntnisse", sagte ein Sprecher der Polizei. Ein 42-Jähriger hatte am Freitagabend einen Bauchschuss erlitten und war mitten auf der Wandsbeker Chaussee in Eilbek aus einem Geländewagen gestürzt. Wie die Polizei mitteilte, war das Opfer laut zwei Begleitern angeschossen worden. Eine Fahndung wurde eingeleitet, zwischenzeitlich waren mindestens drei Dutzend Streifenwagen im Einsatz. Das Opfer kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Der Geländewagen wurde von den Ermittlern beschlagnahmt.

+++ 4.43 Uhr: Twitter löschte vor US-Kongresswahlen 10.000 gefälschte Accounts +++

Vor den Kongresswahlen in den USA hat der Kurznachrichtendienst Twitter einem Bericht des Portals TechCrunch zufolge rund 10.000 gefälschte Accounts gelöscht. Diese hätten vorgegeben, von den Demokraten betrieben zu werden, berichtete das Portal am Freitagabend unter Berufung auf das Unternehmen. Es seien Tweets veröffentlicht worden, mit denen Wähler von der Wahl in der kommenden Woche hätten abgehalten werden sollen. Die Konten seien Ende September bis Anfang Oktober entfernt worden. Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte es eine regelrechte "Fake-News"-Welle gegeben. 

"Wir entfernten eine Reihe Accounts, weil sie versuchten, Desinformation in automatisierter Weise zu teilen - eine Verletzung unserer Leitlinien", teilte ein Twittersprecher Techcrunch in einer Email mit. "Wir stoppten das schnell und an seinem Ursprung." Allerdings habe das Unternehmen keine Beispiele für die Accounts angegeben, die entfernt wurden, berichtete das Portal. Auch sei nicht mitgeteilt worden, wer hinter der Aktivität stand. 

+++ 3.17 Uhr: US-Präsident Trump sagt Besuch in Kolumbien ab +++

US-Präsident Donald Trump hat einen für den 2. Dezember geplanten Besuch in Kolumbien abgesagt. Trumps Zeitplan lasse diese Reise nicht zu, erklärte das Weiße Haus in Washington. Trump freue sich auf einen Besuch zu einem späteren Zeitpunkt. Das Weiße Haus verwies auf die guten Beziehungen beider Staaten: Kolumbien sei einer der engsten Partner der USA in Lateinamerika, hieß es in der Mitteilung. 

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+++ 2.55 Uhr: Paläontologen entdecken neue Dinosaurier-Art in Argentinien +++

Eine bislang unbekannte Dinosaurier-Art haben Forscher im Süden Argentiniens entdeckt. Die Paläontologen aus Spanien und Argentinien fanden in der Nähe der Anden die Knochenreste eines zwölf Meter langen Tieres und zweier kleinerer Exemplare. Die Pflanzenfresser lebten vor 110 Millionen Jahren in einem Wüstengebiet in der heutigen Provinz Neuquén. Die neu entdeckte Art erhielt den Namen Lavocatisaurus agrioensis.     

"Wir haben den größten Teil der Schädelknochen gefunden und eine große Zahl von Zähnen, wodurch wir eine ziemlich vollständige Rekonstruktion erstellen konnten", sagte José Luis Carballido vom Museum Egidio Feruglio in der Stadt Trelew in Patagonien. Auch Knochen des Halses, des Rückens und des Schwanzes fanden die Forscher.     

Neben dem erwachsenen Tier entdeckten sie zudem die Überreste zweier jüngerer Exemplare von sechs bis sieben Metern Länge. Den Wissenschaftlern zufolge waren die Dinosaurier in Herden unterwegs. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Acta Palaeontologica Polonica" veröffentlicht. 

+++ 2.13 Uhr: SPD-Chefin Nahles geht angesichts wachsender Kritik in die Offensive +++

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles geht angesichts wachsender Kritik aus den eigenen Reihen in die Offensive. Sie führe die Partei mit all ihrer "Kraft, Leidenschaft und Zuversicht", sagte Nahles in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". "Wenn jemand meint, es schneller oder besser zu können, soll er sich melden." Vor der Klausurtagung der SPD-Spitze forderte Nahles ihre Parteikollegen zu mehr Ehrlichkeit und Offenheit auf.    

In der SPD ist nach den herben Niederlagen bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen der Streit über die große Koalition wieder voll entbrannt. Zudem mehren sich die Stimmen derer, die einen Neuanfang an der Parteispitze verlangen. Bei einer Klausurtagung am Sonntag und Montag will die SPD-Spitze über ihr weiteres Vorgehen und über einen Fahrplan für die große Koalition beraten. 

+++ 1.40 Uhr: Strafmaß im Kinderpornografie-Prozess gegen Jan Rouven erst 2019 +++

Ein weiterer Aufschub im Prozess gegen den deutschen Magier Jan Rouven (41) in Las Vegas: Das Strafmaß für den Illusionisten aus Kerpen wegen Besitzes von Kinderpornografie soll nun erst im Februar 2019 verkündet werden. Dies teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ursprünglich sollte die Strafe am 14. November bekannt gegeben werden. Dies war der neunte Aufschub. In dem langwierigen Verfahren hat Rouven jetzt erneut seine Anwälte gewechselt und neue Juristen angeheuert.

+++ 0.15 Uhr: Umfrage: Bürger trauen Merz am ehesten CDU-Aufschwung zu +++

Die Mehrheit der Bürger traut laut einer Umfrage zu den drei aussichtsreichen Kandidaten für den CDU-Vorsitz am ehesten Friedrich Merz zu, die Wahlergebnisse der CDU zu verbessern. 49 Prozent äußerten sich in der Erhebung des Instituts Civey entsprechend, wie die "Welt" als Auftraggeber mitteilte. 19 Prozent schrieben am ehesten Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer die Fähigkeit dazu zu und 6 Prozent Gesundheitsminister Jens Spahn. Etwa 22 Prozent der 5045 online Befragten trauen demnach keinem der drei zu, die Wahlergebnisse zu verbessern. Von den Unionsanhängern glauben sogar 63 Prozent, dass Merz am ehesten die CDU-Ergebnisse verbessern könnte. Bei den beiden anderen Kandidaten unterscheiden sich die Unionsanhänger nicht wesentlich von allen anderen Befragten(21 bzw. 5 Prozent).

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vit / DPA / AFP