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News des Tages: Italiens Regierungschef Renzi ist zurückgetreten

CDU will Doppelpass kippen +++ 17-Jähriger rast in den Tod +++ Syrische Armee nimmt Altstadt von Aleppo ein +++ Mehr als 90 Tote nach Beben in Indonesien +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Matteo Renzi ist offiziell zurückgetreten

Matteo Renzi ist offiziell zurückgetreten

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 23.17 Uhr: Moody's senkt Ausblick für Italien auf "negativ" +++

Nach der gescheiterten Verfassungsreform in Italien und dem Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi hat die Ratingagentur Moody's den Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Landes gesenkt. Wie Moody's am späten Mittwochabend mitteilte, sinkt der Ausblick auf "negativ" von zuvor "stabil". Die Bonität Italiens wird aber weiterhin mit "Baa2" bewertet.

Ökonomische und fiskalpolitische Reformen kämen in Italien ohnehin nur langsam voran. Nach der Ablehnung der Verfassungsreform hätten sich die Aussichten dafür weiter eingetrübt, begründetet die Agentur ihre Abstufung. Auch der notwendige Schuldenabbau des Landes dürfte sich weiter verzögern.

+++ 22.27 Uhr: Ein Toter nach Kleinflugzeugabsturz am Flughafen Basel +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf dem Flughafen Basel-Mülhausen-Freiburg ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der Betrieb auf dem EuroAiport wurde nach dem Unfall zunächst eingestellt. Zahlreiche Flüge waren verspätet. Maschinen, die in Basel hätten landen sollen, wurden umgeleitet, manche von ihnen nach Zürich. Nach Auskunft einer Flughafen-Sprecherin herrschte zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Flughafen Nebel. Der Pilot steuerte die zweimotorige Maschine bei schlechten Bedingungen im Sichtflug an.
Das in der Schweiz gemeldete Flugzeug mit sechs Sitzen gehörte einer Flugschule. Es soll in Deutschland gestartet sein.

Die Privatmaschine des Typs Piper PA-34 stürzte bei der Landung um 17.41 Uhr auf der Hauptpiste Nord-Süd ab und fing Feuer. Die Feuerwehr war laut Mitteilung sofort an der Unfallstelle und löschte die Flammen. Dem Flughafen zufolge ist ein Todesopfer zu beklagen. Ob es sich dabei um den Piloten oder einen Passagier handelt, blieb zunächst unklar. Auch wie viele Menschen sich an Bord des verunglückten Flugzeugs befanden, blieb zunächst unklar. Die für den französisch-schweizerischen Flughafen zuständigen Behörden in Frankreich leiteten eine Untersuchung ein.

+++ 21.35 Uhr: Assad: Aleppo beendet den Bürgerkrieg noch nicht  +++

Ein Sieg der Regierungstruppen im Kampf um die Stadt Aleppo wäre für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad nicht gleichbedeutend mit einem Ende des Bürgerkriegs. "Aber es wäre ein großer Schritt in Richtung Beendigung des Terrorismus", sagte er in einem Interview der regierungstreuen Zeitung "Al Watan". Schon zu Beginn des Bürgerkriegs sei beschlossen worden, das ganze Land "zu befreien". Dazu gehöre auch Aleppo. "Wir haben nicht daran gedacht, eines Tages einen Teil des Landes unbefreit zu lassen", kündigte Assad weitere Kämpfe gegen die Rebellen an.

Nach wochenlangen erbitterten Gefechten hatten syrische Regierungstruppen bis Mittwoch die gesamte Altstadt Aleppos erobert. Im Ostteil der Stadt verloren die Rebellen damit seit Mitte November rund 80 Prozent ihres bisherigen Gebiets, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Die Regimegegner mussten sich demnach aus der Altstadt zurückziehen, weil sie Gefahr liefen, eingekesselt zu werden. Zusätzlich eroberten die Regierungstruppen demnach auch die beiden Viertel Al-Maadi und Al-Mardschi.

+++ 20.46 Uhr: Kerry und Lawrow in Hamburg zusammengekommen +++

Die Außenminister der USA und Russlands, John Kerry und Sergej Lawrow, haben sich in Hamburg zu einem Gespräch getroffen. Die Begegnung findet am Vorabend eines OSZE-Ministertreffens statt, zu dem annähernd 50 Außenminister erwartet werden. Wichtigste Themen sind die Konflikte in Syrien sowie in der Ukraine. Für Kerry und Lawrow dürfte dies eine der letzten Zweierbegegnungen gewesen sein. Der US-Politiker scheidet nach dem Erfolg von Donald Trump bei der Präsidentenwahl im Januar aus dem Amt.

+++ 20.05 Uhr: Italiens Regierungschef Renzi zurückgetreten +++

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi ist drei Tage nach der Niederlage bei dem Verfassungsreferendum zurückgetreten. Staatspräsident Sergio Mattarella nahm das Rücktrittsgesuch unter Vorbehalt an, teilte der Sekretär des Präsidentenpalasts, Ugo Zampetti, am Abend in Rom mit.

+++ 19.37 Uhr: Zschäpe will in NSU-Prozess Fragen zu Mordfall Peggy beantworten +++

Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München will die Hauptangeklagte Beate Zschäpe am Donnerstag Fragen des Gerichts zum Mordfall Peggy beantworten. Nach dem Fund von DNA-Spuren des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt in der Nähe des im Juli gefundenen Skeletts der Neunjährigen fragte das Gericht Zschäpe unter anderem, ob sie über Informationen zu dem Kind verfüge, die sie nicht aus den Medien habe. Zuletzt gab es allerdings Vermutungen, die DNA-Spur Böhnhardts könnte durch eine Ermittlungspanne an den Leichenfundort gekommen sein. Peggy war 2001 in Oberfranken verschwunden, ihr Fall gilt als einer der rätselhaftesten Kriminalfälle in Deutschland.


+++ 19.17 Uhr: Unfall mit mehreren Sattelzügen auf Autobahn 7 bei Kassel +++

Mehrere Sattelzüge und weitere Fahrzeuge sind auf der Autobahn 7 bei Kassel ineinander gerast. Mindestens zwei Menschen seien bei dem Unfall verletzt worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. Die Karambolage habe sich an der Auffahrt Kassel Nord am Beschleunigungsstreifen ereignet. Die Autobahn wurde in Richtung Norden vollständig gesperrt. An dem Unfall waren laut Polizei sechs bis acht Fahrzeuge beteiligt, darunter drei bis vier Lastwagen.

+++ 19.08 Uhr: Angezündete Frau erliegt ihren Verletzungen +++

Nach dem Brandanschlag vor einer Klinik in Kronshagen bei Kiel ist die Frau am frühen Abend gestorben. Sie sei ihren schweren Verbrennungen erlegen, teilte die Polizei in Kiel mit.


+++ 18.58 Uhr: Punkte in Flensburg ab Donnerstag online einzusehen +++

Autofahrer können ihre Strafpunkte in Flensburg jetzt im Internet abrufen. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Nach den Plänen des Bundesverkehrsministeriums und wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt den Zeitungen bestätigte, sind die Daten demnach ab zehn Uhr an diesem Donnerstag zugänglich. "Wir digitalisieren die Verwaltung", sagte Dobrindt. "Das spart Zeit und Geld." Autofahrer brauchen dafür einen Personalausweis im Scheckkartenformat mit Online-Ausweisfunktion, ein Kartenlesegerät sowie eine AusweisApp auf dem Computer. Die Auskunft auf der Homepage des Kraftfahrt-Bundesamtes "kba.de" sei kostenfrei.

+++ 18.28 Uhr: Polizei deckt Betrug mit gefälschten Tüv- und Dekra-Stempeln auf +++

Einem groß angelegten Betrug mit gefälschten Tüv- und Dekra-Stempeln ist die Polizei in Pirmasens auf die Schliche gekommen. Unter Verdacht stehen die Inhaber mehrerer kleiner Kfz-Werkstätten, wie die Beamten in Rheinland-Pfalz mitteilten. Sie sollen mehr als 200 Autos von Haltern aus Pirmasens und Umgebung mit Tüv- oder Dekra-Plaketten ausgestattet haben, die sie zuvor bei anderen Autos gestohlen hatten. Die Hauptuntersuchungen, die nie stattfanden, wurden mit gefälschten Stempeln im Kfz-Schein dokumentiert. In den Werkstätten habe die Polizei neben illegalen Waffen und rechtsradikalen Tonträgern auch Beweismaterial gefunden. Ein erster Verdacht war den Beamten vor einem Jahr gekommen, als in Pirmasens serienweise Autokennzeichen gestohlen wurden.

+++ 17.34 Uhr: Polizist stirbt nach Schüssen vor Polizeiwache in Dänemark +++

Ein Polizist ist am Mittwoch gestorben, nachdem ein Mann vor einer Polizeiwache in der Nähe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen auf ihn geschossen hatte. Die Tat hatte sich am Dienstag ereignet, als der 43-Jährige auf dem Weg zur Arbeit gewesen war. Kurz darauf hatte die Polizei einen 26-Jährigen festgenommen. Seit Mittwoch sitzt der junge Mann in Untersuchungshaft. Seine Mutter habe den Ermittlern erzählt, dass er seit Jahren eine starke Abneigung gegen Polizisten habe, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau. Demnach soll er 2012 einen Polizisten mit einer Pistolen-Nachbildung bedroht und dafür acht Monate im Gefängnis gesessen haben.

+++ 17.04 Uhr: Münster auf der Suche: Vier Kängurus entlaufen +++

Aus einem Freigehege in Münster sind vier Kängurus entlaufen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde eines der Tiere am Dienstagabend gegen 23 Uhr nochmals gesehen. Seitdem ist das Quartett aber spurlos verschwunden. Nach Informationen der "Westfälischen Nachrichten" soll ein Fuchs ein Loch in den Zaun in einer Bauernschaft gegraben haben. Unter den Flüchtenden ist auch Rocky. Das Känguru aus dem Stadtteil Roxel war schon einmal im April 2015 ausgebüxt und elf Tage verschwunden. Nach einem Schuss aus einem Betäubungsgewehr kam das Tier zurück ins Gehege.

+++ 16.54 Uhr: Muslimische Schülerin scheitert mit Klage gegen Schwimmunterricht in Burkini +++

Muslimische Mädchen können am Schwimmunterricht in der Schule in einem sogenannten Burkini teilnehmen, ohne gegen islamische Bekleidungsvorschriften zu verstoßen. Dies geht aus einem am Mittwoch in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgericht hervor. Im Ausgangsfall klagte eine muslimische Schülerin durch alle Instanzen erfolglos, weil die Elfjährige an ihrer Schule nicht am Schwimmunterricht mit Jungen teilnehmen wollte und deshalb im Halbjahreszeugnis die Note "ungenügend" bekam. (Az. 1 BvR 3237/13)

Den Verfassungshütern zufolge konnte das Mädchen nicht nachvollziehbar begründen, warum ein Burkini nicht zur Wahrung der islamischen Bekleidungsvorschriften genügen soll. Die Gymnasiastin hatte den Richtern zufolge selbst angegeben, es gebe dazu "keine verbindlichen Regeln im Islam".

+++ 16.49 Uhr: Zwei junge Männer in Rostock tot aufgefunden +++

Zwei junge Männer im Alter von 16 und 25 Jahren sind in Rostock in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch tot in ihren Wohnungen aufgefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, waren die Todesursachen in beiden Fällen unklar. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen, die Staatsanwaltschaft habe die Obduktionen der Leichname beantragt.

Der 16-Jährige wurde den Angaben zufolge im Stadtteil Brinckmansdorf von seiner Mutter am Morgen tot in seinem Bett entdeckt. Auch der 25-Jährige wurde im Stadtteil Lichtenhagen demnach von seiner Mutter leblos in seiner Wohnung gefunden. In beiden Fällen hätten alarmierte Notärzte nur noch den Tod feststellen können.


+++ 16.05 Uhr: Merkel gegen CDU-Parteitags-Beschluss zum Doppelpass +++ 

Die CSU hat sich hinter den CDU-Parteitagsbeschluss gestellt, den sogenannten Doppelpass zu kippen. "Es ist eine gute Entscheidung des CDU-Parteitags, die Optionspflicht im Staatsbürgerschaftsrecht wieder einführen zu wollen. Es ist richtig, im Wahljahr das Profil zu schärfen", erklärte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer in München. Die CSU habe sich bereits für die Wiedereinführung der Optionspflicht ausgesprochen.

"Die Ausweitung der doppelten Staatsbürgerschaft war ein bitterer Kompromiss, der sich nicht bewährt hat", sagte Scheuer. "Der deutsche Pass ist kein Ramschartikel, den man eben so mal mitnimmt." Wer als Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen wolle, solle klar zeigen, "dass er sich zu unseren Werten und Prinzipien bekennt - und wer dazu bereit ist, braucht auch keine weitere Staatsbürgerschaft", betonte der CSU-Generalsekretär. Kanzlerin Angela Merkel sagte dazu später, sie halte den Beschluss persönlich für falsch. Sie schloss auch aus, die Regelung in dieser Wahlperiode noch zu ändern. 


+++ 15.29 Uhr: Renzi kündigt Rücktrittserklärung für 19.00 Uhr an +++

Italiens Regierungschef Matteo Renzi will seinen Rücktritt am Mittwochabend erklären. Er werde um 19.00 Uhr bei Präsident Sergio Mattarella vorstellig werden und diesem sein Rücktrittsschreiben übergeben, kündigte Renzi im Kurznachrichtendienst Twitter an. Zuvor hatte der Senat in Rom dem Haushaltsplan für das kommende Jahr zugestimmt und damit den Weg für einen Rücktritt Renzis freigemacht.

+++ 15.12 Uhr: Polizei und Feuerwehr befreien junges Kätzchen aus Altkleidercontainer +++

Einen tierischen Einsatz haben Polizei und Feuerwehr im schleswig-holsteinischen Lübeck bewältigt: Wie die örtliche Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde ein Streifenwagen am Samstag zu einem Altkleidercontainer gerufen, aus dem "Katzenwimmern und Kratzen" zu hören waren. Als die Beamten eintrafen, war demnach zwar nichts mehr zu hören, trotzdem schritten sie zur Tat.

Den Angaben zufolge wurde die Feuerwehr angefordert, die das stabile Vorhängeschloss öffnete und eine kleine Katze zu Tage förderte. Währenddessen sei der Besitzer des Tiers erschienen, der das Kätzchen bereits seit 45 Minuten gesucht und "dankbar wieder in seine Obhut" genommen habe. "Was die kleine Katze in dem Container gesucht hatte, ließ sich vor Ort nicht ermitteln", erklärte die Polizei.

+++ 14.15 Uhr: Über Pakistan verschwundenes Flugzeug mit 47 Menschen an Bord ist abgestürzt +++

Ein über Pakistan von den Radarschirmen verschwundenes Flugzeug mit 47 Menschen an Bord ist abgestürzt. Die Maschine sei im Nordwesten des Landes abgestürzt, sagte ein Vertreter der Luftfahrtbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Die Fluggesellschaft Pakistan International Airlines hatte zuvor lediglich mitgeteilt, dass das Flugzeug von den Radarschirmen verschwunden sei und gesucht werde. An Bord von Flug PK-661 waren demnach 42 Passagiere, fünf Crewmitglieder und ein Bodentechniker. Unter den Opfern seien neun Frauen und zwei Kleinkinder. Auch drei Ausländer waren demnach unter den Passagieren. Deren Nationalität sei nicht bekannt. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, nach bisher vorliegenden Informationen sei nicht davon auszugehen, dass sich Deutsche an Bord der Unglücksmaschine befunden hatten. Es könne aber zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ganz ausgeschlossen werden.

+++ 14.15 Uhr: Großrazzia gegen Taxibetreiber in Cuxhaven wegen Schwarzarbeit +++

Mit einer Großrazzia hat die Polizei im niedersächsischen Cuxhaven hat zwei Taxiunternehmen wegen des Verdachts der Schwarzarbeit durchsucht. Die Razzia richtete sich gegen insgesamt 51 Beschuldigte - unter ihnen die jeweils 36 Jahre alten Geschäftsführer der beiden Funkzentralen sowie Taxi- und Mietwagenunternehmen, wie die Staatsanwaltschaft in Stade mitteilte. Bei der Razzia in 58 Immobilien in und um Cuxhaven waren demnach rund 390 Beamte sowie zwei Bargeldspürhunde des Zolls im Einsatz. Es wurde umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt, zudem eine erhebliche Menge Bargeld, Drogen und Waffen.

+++ 13.47 Uhr: "Time"-Magazin kürt Trump zur "Persönlichkeit des Jahres" +++

Donald Trump ist für das New Yorker "Time"-Magazin die Person des Jahres" 2016, teilt das Magazin mit. Zum Porträt Trumps schreibt "Time" auf das Cover: "Präsident der gespaltenen Staaten von Amerika". Die "Time"-Redaktion würdigt seit 1927 die einflussreichsten Persönlichkeiten des Weltgeschehens. Vergangenes Jahr war es Kanzlerin Angela Merkel als erste Frau seit fast 30 Jahren. Unter den in der Vergangenheit gewürdigten Personen waren auch Adolf Hitler, Königin Elizabeth II. oder Nelson Mandela.


+++ 13.05 Uhr: Arktis-Eis weiter auf Rekordminimum +++

Die Eisfläche der Arktis war im November so klein wie nie zuvor in diesem Monat seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren. Die Ausdehnung betrug 9,08 Millionen Quadratkilometer und war damit fast 2 Millionen Quadratkilometer kleiner als im November-Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Das berichtete das Nationale Schnee- und Eisdatenzentrum (NSIDC) der USA in Boulder. Grund für den Negativrekord seien ungewöhnlich hohe Temperaturen über dem arktischen Ozean, hohe Wassertemperaturen und anhaltender Südwind. Der November sei der siebte Monat in diesem Jahr mit einem Minimum-Rekord der Eisfläche. Die geringe Neubildung von Meereis im arktischen Ozean könnte im Winter nach Forscheransicht zu arktischen Kälteeinbrüchen in Mitteleuropa führen. Arktis-Eis und Winterwetter sind nach jüngsten Daten über einen Luftwirbel in 10 bis 50 Kilometern Höhe verbunden.

+++ 12.50 Uhr: Syriens Regime lehnt neue Waffenruhe für Aleppo ab +++

Syriens Führung lehnt eine neue Feuerpause für die schwer umkämpfte Stadt Aleppo ab. "Wir werden keine Waffenruhe akzeptieren", sagte der syrische Parlamentsabgeordnete aus Aleppo, Fares Schehabi. "Sie (die Rebellen) müssen zuerst abziehen. Wenn sie nicht abziehen, werden wir unsere Angriffe fortsetzen." Die oppositionellen Milizen in Aleppo hatten zuvor eine neue fünftägige Waffenruhe vorgeschlagen. Sie solle dazu dienen, unter Aufsicht der Vereinten Nationen Verletzte und Zivilisten aus der Stadt zu bringen, hieß es in einer Erklärung. Anschließend könne über die Zukunft Aleppos gesprochen werden. Schehabi bezeichnete die Rebellen als einen "Haufen Lügner", die die Waffenruhe nutzen wollten, um ihre Stellungen zu verstärken. Syriens Regierungstruppen haben seit Beginn einer Offensive im November rund zwei Drittel des bisherigen Rebellengebietes in Aleppo erobert.

+++ 12.13 Uhr: Silvestermord an Elfjähriger - Angeklagter gesteht +++

Zum Auftakt des Prozesses um den Silvestermord an der elf Jahre alten Janina hat der Angeklagte Roland E. vor dem Landgericht Bamberg ein Geständnis abgelegt. Sein Mandant räume ein, drei oder vier Mal geschossen zu haben, bestreite aber jede Tötungsabsicht, erklärte der Verteidiger des 54-Jährigen. Zum Motiv machte der ehemalige Justizangestellte trotz Insistierens von Gericht und Staatsanwaltschaft aber keine Angaben. Der Fall hatte zum Jahreswechsel bundesweit für Entsetzen gesorgt. Laut Anklage hatte E. in der Silvesternacht im fränkischen Unterschleichach wahllos geschossen. Einer der Schüsse traf die aus einem Nachbarort stammende und bei einer Freundin feiernde Janina in den Hinterkopf und verletzte ihr Gehirn so massiv, dass sie am Neujahrsmorgen im Krankenhaus starb. Laut schoss E. aus Wut über die Silvester-Böllerei, die ihn gestört habe. In Aussagen soll E. gesagt haben, er habe aus "Blödsinn" geschossen.

+++ 11.45 Uhr: Frau von Ehemann in Brand gesteckt +++

Eine Frau ist auf einem Gehweg vor einer Klinik in Kronshagen bei Kiel angezündet worden. Das Opfer habe am ganzen Körper gebrannt und schwebe in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher. "Man konnte nicht mehr erkennen, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt." Zeugen hatten den Vorfall beobachtet, die Polizei alarmiert und anschließend versucht, das Feuer zu löschen. Der Tatverdächtige, nach bisherigen Erkenntnissen der Ehemann des Opfers, wurde festgenommen.


+++ 11.25 Uhr: Mann gerät in Müllpresse und stirbt +++

Bei Reinigungsarbeiten an einem Müllfahrzeug ist ein Mann in Schweinfurt in Bayern ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei war der Arbeiter aus zunächst ungeklärter Ursache auf dem Gelände des städtischen Bauhofs in die noch laufende Müllpresse geraten. Der 57-Jährige erlitt dabei derart schwere Verletzungen, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ 11.16 Uhr: Nur jeder Vierte hält Deutschland für gerecht +++

Nur jeder Vierte Deutsche beurteilt die Verhältnisse hierzulande alles in allem als gerecht. Dagegen finden 29 Prozent der Bundesbürger, dass es weitgehend ungerecht zugeht, 11 Prozent sogar "ganz und gar ungerecht", wie eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Befragung für den stern ergab. Für viele Ungerechtigkeiten machen die Befragten überwiegend den Staat und seine Steuerpolitik verantwortlich.


+++ 11.10 Uhr: Amazon-Beschäftigte streiken mitten im Weihnachtsgeschäft +++

Mitten im Weihnachtsgeschäft haben Amazon-Beschäftigte in Leipzig für höhere Löhne und mehr Weihnachtsgeld gestreikt. Statt der im Versandhandel üblichen rund 1000 Euro Weihnachtsgeld zahle Amazon nur 400 Euro, kritisierte die Gewerkschaft Verdi. Sie ringt mit Amazon seit mehreren Jahren um die Einführung eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels - bislang ohne Erfolg. Amazon betont im Tarifstreit immer wieder, ein guter Arbeitgeber zu sein und vergleichsweise hohe Löhne zu zahlen.

Reisepässe

Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag dafür ausgesprochen, den Kompromiss zur doppelten Staatsbürgerschaft zu kippen


+++ 10.54 Uhr: CDU kippt Doppelpass-Kompromiss mit der SPD +++

Das verspricht Zoff mit Koalitionspartner SPD: Die CDU will die geltende Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft rückgängig machen. Der Parteitag in Essen stimmte mit knapper Mehrheit für die Abschaffung der sogenannten Optionspflicht für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern, die es unter bestimmten Bedingungen ermöglicht, dass diese beide Staatsangehörigkeiten haben können. Bundesinnenminister Thomas de Maizière warb vergeblich für eine Beibehaltung der Regelung. Eine Änderung würde Betroffene "vor den Kopf stoßen", außerdem gebe es dafür keine politische Mehrheit. Die Basis stellt sich mit ihrem Beschluss somit eindeutig gegen die Parteispitze.

+++ 10.34 Uhr: CDU-Parteitag für klares Verbot von Kinderehen +++

Die CDU will ein grundsätzliches Verbot von Kinderehen. Um die Rechte von Mädchen in Deutschland durchzusetzen, müsse es "ein klares Verbot von Kinder- und Minderjährigenehen" geben, heißt es in einem Beschluss des CDU-Parteitags in Essen. Demnach soll die Ehemündigkeit für alle, die dauerhaft in Deutschland leben, auf 18 Jahre heraufgesetzt werden. Nach derzeitiger Rechtslage sollen Ehen in Deutschland nicht vor der Volljährigkeit geschlossen werden. Ausnahmen sind aber möglich, wenn ein Partner volljährig und der andere mindestens 16 Jahre alt ist. "Kinderehen sind künftig grundsätzlich aufzuheben", heißt es in dem Parteitagsbeschluss. Mit Blick auf die möglichen Folgeprobleme vor allem für junge Mütter ergänzt die CDU: Bei den Aufhebungsverfahren sollen "damit zusammenhängende Rechtsfragen" geklärt und "unzumutbare Härten" vermieden werden. Derzeit arbeitet die Koalition an einer Gestzesänderung. Die SPD sorgt sich dabei um Unterhalts- und Erbansprüche, die bei einer pauschalen Aufhebung von Minderjährigenehen erlöschen könnten.

+++ 9.06 Uhr: 17-Jähriger rast ohne Begleitperson in den Tod +++

Bei einem schweren Unfall nahe Buxtehude in Niedersachsen ist ein 17-jähriger Autofahrer ums Leben gekommen. Der Jugendliche hatte auf gerader Strecke die Gewalt über seinen Wagen verloren, war in den Gegenverkehr geraten und schließlich mit voller Wucht gegen einen Baum geprallt. Dabei wurde der Motorblock von dem Fahrzeug weggerissen. Der junge Fahrer wurde in dem Wrack eingeklemmt, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Grund des Unfalls war offenbar weit überhöhte Geschwindigkeit. Der 17-Jährige war allein unterwegs, obwohl er in seinem Alter ohne eine Begleitperson gar nicht fahren darf. 

+++ 9.01 Uhr: Mehr als 40 Vermisste nach Bootsunglück im Jemen +++

Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Jemens werden mehr als 40 Menschen vermisst. Bislang seien 17 Passagiere gerettet worden, teilte der jemenitische Fischereiminister Fahd Kafajin auf Facebook mit. Die Suche nach den Vermissten gehe weiter. Seit den Morgenstunden durchkämmten Schiffe die Unglücksregion.

Kafajin zufolge war das Schiff mit rund 60 Menschen an Bord westlich der jemenitischen Inselgruppe Sokotra verunglückt. Es habe seit fünf Tagen keinen Kontakt mehr zu dem Schiff gegeben. Die Inselgruppe liegt ungefähr 350 Kilometer vor der Arabischen Halbinsel.

+++ 8.36 Uhr: Keine Nachrichten in Griechenland - Journalisten streiken +++

Wegen eines Journalistenstreiks gibt es im Radio und Fernsehen in Griechenland keine Nachrichten. Der Streik soll am Donnerstagmorgen um 5 Uhr MEZ enden. Auch die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA wird bestreikt. Die Redakteure wehren sich gegen die geplante Fusion ihrer finanziell relativ gesunden Renten- und Krankenkasse mit defizitären Kassen anderer Berufsverbände sowie gegen die hohe Arbeitslosigkeit (in diesem Bereich mehr als 50 Prozent), wie ihre Verbände (Poesy und Esiea) mitteilten. Die Regierung des hochverschuldeten Landes muss harte Sparvorgaben umsetzen, um weitere Finanzhilfen internationaler Geldgeber zu bekommen.

Alle griechischen Sender zeigten heute bislang Spiel- und Dokumentarfilme. Nachrichtensendungen fielen aus. Wer sich in Griechenland informieren wollte, war auf die griechisch-zyprischen Medien oder einige kleinere Nachrichtenportale angewiesen, die der Journalistenverband als Streikbrecher kritisierte.

Pro-Regierungstruppen in Aleppo

Pro-Regierungstruppen in Aleppo: Bei ihrer Großoffensive auf den Osten der syrischen Stadt haben die Soldaten des Assad-Regimes und ihre Verbündeten mehr als 75 Prozent der von Rebellen besetzten Gebiete zurückerobert.


+++ 8.32 Uhr: Syrische Armee nimmt offenbar gesamte Altstadt von Aleppo ein +++

Der Widerstand der Rebellen in der heftig umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo bricht immer mehr zusammen. Regierungstruppen hätten die gesamte Altstadt Aleppos unter ihre Kontrolle gebracht, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Rebellen waren demnach zu einem Rückzug aus dem Gebiet gezwungen, weil sie Gefahr liefen, eingekesselt zu werden.

Bereits am Dienstag hatten die Armee und ihre Verbündeten das strategisch wichtige Viertel Al-Schaar eingenommen. Seit dem Beginn der Offensive der Truppen des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad und ihrer Verbündeten im November haben die Rebellen mehr als 75 Prozent ihres bislang kontrollierten Gebiets in Ost-Aleppo verloren.

+++ 8.30 Uhr: Teenager wegen geplanter Terrorattacke in Australien verurteilt +++

Ein geplanter Terroranschlag am Muttertag hat einen Teenager in Australien nun hinter Gitter gebracht. Der 18-Jährige wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Mann hätte womöglich Menschen ermordet, wenn er nicht festgenommen worden wäre, sagte Richter Lex Lasry nach Medienberichten aus dem Gerichtssaal.

Der junge Mann war im Mai 2015 gefasst worden, als er Rohrbomben bastelte. Er plante nach Angaben der Ankläger einen Anschlag auf einen Zug oder eine Polizeiwache. Die Polizei fand in seinem Besitz Propagandamaterial der Terrormiliz Islamischer Staat sowie Bombenbauanleitungen.

++ 7.51 Uhr: Schon mehr als 90 Tote nach Erdbeben in Indonesien +++

Die Zahl der Todesopfer nach dem heftigen Erdbeben in Indonesien steigt weiter an. Mindestens 92 Menschen seien ums Leben gekommen, berichtete das Militär. Hunderte wurden nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz verletzt, davon mindestens 26 schwer. Die Behörden fürchten, dass noch Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sind.

Das Minarett dieser Moschee in Pidie hat den Erschütterungen nicht standgehalten

Erdbeben in Indonesien: Das Minarett dieser Moschee in Pidie hat den Erschütterungen nicht standgehalten

Gemessen an früheren Katastrophen in der Region war der Erdstoß mit einer Stärke von 6,4 eher leicht. Aber der Erdbebenherd lag nur acht Kilometer unter der Erdoberfläche. Solche Beben können erhebliche Schäden verursachen.

Betroffen ist die Provinz Aceh, die bei dem verheerenden Erdbeben Weihnachten 2004 mehr als 180.000 Einwohner verlor. Das Epizentrum dieses Bebens lag aber nicht wie damals vor der Westküste Sumatras, sondern in einer Bucht an der Nordküste.

+++ 7.15 Uhr: Trump entlässt Mitarbeiter wegen Verbreitung von Clinton-Gerüchten +++

Wegen der Verbreitung einer Verschwörungstheorie hat Donald Trump ein Mitglied seines Übergangsteams entlassen. Michael G. Flynn junior sei nicht mehr Teil des Teams, berichteten US-Medien unter Berufung auf Trumps Sprecher Jason Miller. Flynn hatte über soziale Medien Gerüchte verbreitet, wonach die Demokratin Hillary Clinton und ihr Wahlkampfchef John Podesta aus einer Pizzeria in Washington heraus einen Kinderpornoring betrieben. Aufgrund der falschen Behauptung, die unter dem Schlagwort "Pizzagate" auf rechten Seiten und in sozialen Netzwerken kursierte, hatte ein Mann am Sonntag in dem Restaurant "Comet Ping Pong" das Feuer eröffnet und mindestens einen Schuss abgegeben. Flynn hatte noch nach dem Vorfall auf Twitter geschrieben: "Bis sich #Pizzagate als falsch herausstellt, bleibt es eine Geschichte." 

Der 33-Jährige Flynn junior ist der Sohn von Trumps designiertem Sicherheitsberater Michael T. Flynn (57), der ebenfalls für kontroverse Aussagen in sozialen Medien bekannt ist.

+++ 7.00 Uhr: Soundcloud startet Abo-Dienst auch in Deutschland +++

Der Berliner Musikdienst Soundcloud bringt sein Abo-Angebot auch nach Deutschland. Die Firma will gegen die Marktführer Spotify und Apple Music mit einem breiteren Angebot punkten: Neben den üblichen rund 30 Millionen Songs aus den Katalogen der Musikindustrie sind auf der Plattform viele Titel weniger bekannter Künstler sowie einige exklusive Aufnahmen von Stars zu finden. Insgesamt seien es 135 Millionen Titel. "Wir haben damit ein einzigartiges Angebot, das keiner sonst hat", sagte Mitgründer und Chef Alexander Ljung.

Gleichzeitig kommt damit auch in Deutschland Werbung in die kostenlose Soundcloud-Version. Soundcloud Go ist dagegen für 9,99 Euro im Monat werbefrei und bietet auch die Möglichkeit, Titel herunterzuladen. Soundcloud hatte den Abo-Service zunächst im März in den USA an den Start gebracht, nachdem umfassende Deals mit der Musikindustrie abgeschlossen wurden. Das Unternehmen ist eines der bekanntesten Berliner Start-ups und hat nach eigenen Angaben 175 Millionen Nutzer. Immer wieder wurde über einen Börsengang spekuliert, zuletzt gab es aber auch Berichte über das Interesse des Marktführers Spotify an einer Übernahme.

+++ 5.28 Uhr: Mindestens 25 Tote nach Erdbeben in Indonesien +++

Nach dem heftigen Erdbeben in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 25 gestiegen. Dutzende Menschen wurden verletzt und zahlreiche Häuser am Nordende der Insel Sumatra zerstört, wie die Lokalbehörden berichteten. Möglicherweise seien noch viele Menschen unter den Trümmern eingeschlossen, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde der Provinz Aceh. "Wir haben drei Bagger in die zerstörten Stadtteile geschickt, die Betonwände heben können."

Der Erdstoß war mit einer Stärke von 6,4 gemessen an früheren Katastrophen in der Region leicht. Aber der Erdbebenherd lag laut der US-Erdbebenwarte USGS nur acht Kilometer unter der Erdoberfläche. Solche Beben können erhebliche Schäden verursachen. In Sigli 20 Kilometer nordwestlich des Epizentrums leben mehr als 17.000 Menschen.

Der Erdstoß passierte um kurz nach 5 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag ganz nah an der Küste in einer Bucht. Eine Tsunamiwarnung wurde nicht herausgegeben. Anwohner luden auf Facebook und Twitter aus dem Distrikt Pidie Jaya Fotos von eingestürzten Gebäuden und meterhohen Schuttbergen hoch. Auch lokale Fernsehsender zeigten weitreichende Zerstörung.

+++ 5.08 Uhr: Opfer von Oakland schickten in Todesangst Textnachrichten an Angehörige +++

Nach dem Großbrand während einer Party im kalifornischen Oakland haben die Ermittler erschütternde Details der Tragödie bekanntgegeben. "Die jungen Leute haben Textnachrichten an ihre Eltern geschickt und geschrieben, dass sie sie lieben und dass sie sterben", sagte Sheriff-Sprecher Ray Kelly. "Mama, ich sterbe", schrieb laut Sheriff Greg Ahern eine Frau an ihre Mutter. Zwei Opfer hätten sich anscheinend in den Armen gelegen, als sie von den Feuerwehrleuten tot aufgefunden wurden. Als mögliche Brandursache wurde nach Angaben der Ermittler ein kaputter Kühlschrank oder ein anderes defektes Elektrogerät vermutet.

Das in ein Künstlerhaus umgewandelte ehemalige Lagerhaus war am Freitagabend während einer Techno-Party in Brand geraten. 36 Menschen kamen ums Leben. Weitere Opfer wurden nach Angaben der Behörden nicht mehr in dem ausgebrannten Gebäude vermutet. Bis auf eine wurden alle Leichen identifiziert. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein und prüfte zunächst, ob eine Straftat vorliegt und wer dafür verantwortlich sein könnte. Vertreter der Stadt Oakland erhielten nach eigenen Angaben bereits drei Beschwerden wegen Sicherheitsmängeln in dem Gebäude.

+++ 4.34 Uhr: Clintons Vorsprung auf Trump wächst auf 2,7 Millionen Stimmen +++

Die Demokratin Hillary Clinton liegt trotz ihrer Niederlage bei der US-Präsidentenwahl nun fast 2,7 Millionen Stimmen vor dem Republikaner Donald Trump. Das geht aus inoffiziellen Zahlen des Cook-Reports hervor, auf den sich auch mehrere US-Medien berufen. Für Clinton stimmten nach derzeitigem Stand der Auszählung demnach 65,47 Millionen Menschen und für Trump 62,81 Millionen. Damit ist Clinton nicht mehr weit von den 65,9 Millionen Menschen entfernt, die 2012 für Barack Obama gestimmt hatten.

Diese Zahlen sind für den Wahlausgang allerdings unerheblich: Das Wahlsystem der USA ermöglicht eine Niederlage trotz einer Mehrheit der Stimmen. Trump gewann, weil er im entscheidenden Gremium der Wahlleute die Mehrheit errang. Der gewählte Präsident hatte über Tage ohne Beweis behauptet, ohne massiven Wahlbetrug hätte er auch die Mehrheit aller Stimmen gewonnen. Nach einhelliger Meinung von Wahlexperten und der Wahlkommissionen der US-Bundesstaaten ist die Behauptung von Wahlbetrug im großen Stil eine Verschwörungstheorie, die jeder sachlichen Grundlage entbehrt.

+++ 4.20 Uhr: CDU-Innenpolitiker wollen Asylrecht auf Parteitag weiter verschärfen +++

Eine Gruppe von CDU-Innenexperten setzt sich auf dem Parteitag in Essen für eine weitere Verschärfung des Asylrechts ein. In einem Initiativantrag des baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten Armin Schuster heißt es, zur weiteren Reduzierung der Flüchtlingszahlen in Deutschland sollten "Transitzonen mit Entscheidungszentren in Grenznähe" eingerichtet werden. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Mit dem Vorstoß wollen Schuster und mindestens 40 Unterstützer erreichen, dass eine Formulierung im vorliegenden Leitantrag geändert wird. Darin heißt es bisher, die Zahl der ankommenden Flüchtlinge sei drastisch zurückgegangen. Ändere sich dies, wolle man falls erforderlich weitere Maßnahmen wie etwa Transitzonen beschließen.

In der Begründung für den Initiativantrag verlangen Schuster und seine Unterstützer, "die Einrichtung von Transitzonen mit Entscheidungszentren sollte jetzt unmittelbar erfolgen und nicht nur als künftige Option gesehen werden". Die Flüchtlingszahlen seien aktuell "auf einem Niveau, das die administrative Einrichtung der Transitzonen weiterhin erfordert".

+++ 4.04 Uhr: Jedem zweiten Arbeitnehmer ist gute Bezahlung wichtiger als Freizeit +++

Die Bezahlung ist jedem zweiten Arbeitnehmer in Deutschland wichtiger als Flexibilität im Job oder eine geringere Arbeitszeit. Könnten die Beschäftigten die Rahmenbedingungen neu verhandeln, würden sich fast die Hälfte (47 Prozent) am ehesten für mehr Geld entscheiden. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Mehr Flexibilität zum Beispiel durch Home Office würden 17 Prozent wählen, eine niedrigere Wochenarbeitszeit hingegen 14 Prozent und mehr Urlaubstage 9 Prozent.

Die Bahngewerkschaft EVG hatte sich in der laufenden Tarifauseinandersetzung dafür eingesetzt, dass Bahn-Mitarbeiter entscheiden können, ob sie sechs Tage mehr Urlaub im Jahr, eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit oder weitere 2,5 Prozent mehr Geld haben wollen. Die Bahn erklärte sich grundsätzlich bereit, sich auf ein solches Wahlmodell einzulassen.

+++ 3.37 Uhr: Mindestens 18 Tote bei Erdbeben in Indonesien +++

Bei dem schweren Erdbeben in Indonesien sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen, darunter Kinder. Wie ein Behördenverteter weiter mitteilte, wurden zudem dutzende Menschen unter Trümmern vermutet. Das Beben der Stärke 6,5 hatte sich am frühen Morgen vor der Küste der Provinz Aceh auf der Insel Sumatra ereignet, zahlreiche Häuser wurden zerstört. 

+++ 3.28 Uhr: Trump will nur noch bei US-Interesse militärisch eingreifen +++

Donald Trump hat sein Versprechen bekräftigt, das militärische Engagement der USA begrenzen zu wollen. "Dieser zerstörerische Kreislauf von Interventionen und Chaos muss endlich ein Ende haben", sagte der designierte Präsident in Fayetteville. Man werde sich nur noch einmischen, wenn es den eigenen nationalen Sicherheitsinteressen diene. Die USA müssten sich auf den Kampf gegen Terroristen konzentrieren und davon ablassen, Regimewechsel in anderen Ländern voranzutreiben. Gleichzeitig versprach er, Stabilität in der Welt zu fördern. Wie so oft ließ er offen, wie das geschehen soll.

Die Großkundgebung in North Carolina war Teil seiner Dankeschön-Tour an die Wähler. Begleitet wurde er dabei von Ex-General James Mattis, der Verteidigungsminister in seiner Regierung werden soll. Der 66-Jährige bedankte sich bei Trump für die Nominierung, sprach aber nur sehr kurz. Er freue sich auf die Aufgabe, erklärte er.

+++ 2.41 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Erdbeben in Indonesien +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 sind in der indonesischen Provinz Aceh mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Darüber hinaus wurden viele Gebäude beschädigt, wie der Zivilschutz im Bezirk Pidie Jaya mitteilte. Nach Angaben der Nationalen Erdbebenwarte lag das Epizentrum 18 Kilometer nordöstlich des Bezirks Pidie Jaya. Es gab keine Tsunam-Warnung.

In Indonesien bebt die Erde häufig. Der südostasiatische Inselstaat liegt in einer seismologisch aktiven Zone, wo es immer wieder zu Erschütterungen und Vulkanausbrüchen kommt. Am 26. Dezember 2004 starben mehr als 200.000 Menschen bei einem gewaltigen Erdbeben und Tsunami im Indischen Ozean mit der Stärke 9,1.

+++ 1.45 Uhr: Chef von Unglücks-Airline LaMia festgenommen +++

Der Chef der für den Flugzeugabsturz in Kolumbien verantwortlichen Chartergesellschaft LaMia ist festgenommen worden. Zudem wurden im bolivianischen Santa Cruz zwei weitere LaMia-Angestellte festgenommen, wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte. Zuvor waren Büros durchsucht worden.

Der Charterfluggesellschaft wird vorgeworfen, zu wenig Treibstoff für den Flug von Santa Cruz in die kolumbianische Stadt Medellín an Bord gehabt zu haben. Sie stürzte am 28. November ab, 71 Menschen starben. Das brasilianische Fußballteam Chapecoense war auf dem Weg zum Finalhinspiel um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional.

+++ 0.48 Uhr: US-Richter weist Abgas-Klage gegen Daimler ab +++

Daimler hat in den USA einen Etappensieg im Rechtsstreit über angeblichen Abgasschwindel bei Dieselwagen erreicht. Das zuständige Gericht in Newark im Bundesstaat New Jersey wies eine Sammelklage von Autobesitzern ab, die dem deutschen Hersteller und seiner US-Tochter Mercedes-Benz manipulierte Werte des Schadstoffs Stickoxid und irreführende Werbung vorgeworfen hatten. Der Richter hielt die im Februar eingereichte Klage in entscheidenden Punkten für unzureichend. Er gab den Klägern jedoch die Chance, ihre Vorwürfe in überarbeiteter Form neu einzureichen. Klägeranwalt Steve Berman kündigte auf Nachfrage an, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Es sei ein Leichtes, die vom Richter beanstandeten Mängel zu beheben. Zudem sei bislang nur eine von zwei Sammelklagen seiner Kanzlei abgewiesen worden. 

Bei den Anschuldigungen geht es um die Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen mit BlueTec-Dieselmotoren. Daimler steht im Verdacht, die Messwerte - ähnlich wie Volkswagen im Abgas-Skandal - mit einer illegalen Abschalteinrichtung ("defeat device") manipuliert zu haben.

+++ 0.43 Uhr: Razzia bei Unglücks-Fluggesellschaft LaMia +++

Staatsanwälte haben Büros der Fluggesellschaft LaMia am Flughafen der Stadt Santa Cruz in Bolivien durchsucht. Die Airline wird für den Absturz ihrer Maschine letzte Woche in Kolumbien verantwortlich gemacht. Gegen sechs Personen werde ermittelt, wie ein Staatsanwalt mitteilte. Der Gesellschaft wird vorgeworfen, zu wenig Treibstoff für den von Flug von Santa Cruz in die kolumbianische Stadt Medellín an Bord gehabt zu haben. Sie stürzte am 28. November kurz vor dem Flughafen ab, 71 Menschen starben. Das brasilianische Fußballteam Chapecoense war auf dem Weg zum Finalhinspiel um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional.

Die bolivianische Regierung hat LaMia bereits die Lizenz entzogen. Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, warum es zu dem Absturz kommen konnte, ob zum Beispiel ein notwendiger Tankstopp einfach nicht eingelegt wurde. Die Flugzeit wurde mit rund 4:20 Stunden berechnet, was in etwa genau der Reichweite der Maschine vom Typ Avro RJ85 bis Medellín entspricht. Vorgeschrieben ist aber, dass Treibstoffmengen deutlich über der berechneten Flugzeit an Bord sein müssen, um zum Beispiel Landungen an anderen Flughäfen zu schaffen.

+++ 0.39 Uhr: Trump kündigt Milliardeninvestition von japanischem Konzern in den USA an +++

Der japanische Konzern Softbank will nach Angaben des designierten US-Präsidenten Donald Trump dutzende Milliarden Dollar in US-Unternehmen investieren und zehntausende Arbeitsplätze in den USA schaffen. Softbank-Chef Masayoshi Son habe sich "gerade bereit erklärt, 50 Milliarden Dollar (rund 47 Milliarden Euro) in den USA zu investieren und 50.000 Arbeitsplätze" zu schaffen, sagte Trump im New Yorker Trump Tower an der Seite Sons.

Trump hatte die Nachricht zunächst über den Kurzbotschaftendienst Twitter verkündet. In einer Mitteilung schrieb er außerdem, Son habe gesagt, "er hätte das nie gemacht, wenn wir nicht die Wahl gewonnen hätten". Anschließend trat Trump in der Lobby seines Wolkenkratzers mit Son vor die Presse, dabei legte er seinen Arm um den Konzernchef.

Son sagte, er sei nach New York gekommen, um mit Trump dessen "neuen Job" zu feiern. Der 59-jährige japanische Milliardär hielt ein Papier hoch, auf dem die Namen von Softbank und des taiwanischen Technologiekonzerns Foxconn standen sowie die Zusage der Milliardeninvestitionen in den USA.

Einzelheiten zu den Plänen wurden zunächst nicht bekannt. Softbank hat bereits in den USA investiert. 2013 übernahm der Konzern 80 Prozent des US-Mobilfunkanbieters Sprint. Pläne zur Übernahme von T-Mobile USA ließ Sprint fallen - offenbar wegen eines abzusehenden Stopps durch die US-Kartellbehörden

mad/dho/amt / DPA / AFP