HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Landtag hebt Immunität von AfD-Politiker Arppe auf

Mecklenburg-Vorpommern: Landtag hebt Immunität von AfD-Politiker auf +++ Italien: Stein löst sich in Kirche und erschlägt Tourist +++ Nach Festnahme in Spanien: Kölner Schriftsteller Akhanli wieder in Deutschland +++ Diese und weitere Nachrichten im stern-Ticker.

AfD-Politiker Holger Arppe: Der Landtag hat seine Immunität aufgehoben

AfD-Politiker Holger Arppe: Der Landtag hat seine Immunität aufgehoben

Die News des Tages im Überblick: 

+++ 23.03 Uhr: Hoffenheim beendet Sieglos-Serie in Europa League: 3:1 gegen Istanbul +++

1899 Hoffenheim hat den ersten Sieg eines deutschen Teams in der Europa-League-Saison gefeiert. Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga bezwang Istanbul Basaksehir mit 3:1 (0:0) und landete damit den ersten Vereinserfolg überhaupt auf internationaler Bühne. Abwehrspieler Benjamin Hübner (52. Minute), U21-Europameister Nadiem Amiri (59.) und Nico Schulz (75.) trafen vor 21 167 Zuschauern gegen den türkischen Vizemeister. Stefano Napoleoni (90.+3) erzielte den einzigen Treffer für die Gäste. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann wahrte ihre Chancen auf ein Weiterkommen.

Durch den Triumph zog 1899 in Gruppe C an Istanbul vorbei. Die TSG rettete zudem einen aus deutscher Sicht zuvor erneut enttäuschenden Europapokal-Abend. Der 1. FC Köln (0:1 bei BATE Borissow) und Hertha BSC (1:2 bei Sorja Luhansk) hatten ihre Duelle verloren und sind weiter sieglos.

+++ 23.08 Uhr: Wahlergebnis in Österreich steht fest +++

Nach Auszählung der letzten Briefwahlkarten steht in Österreich das vorläufige Endergebnis der Parlamentswahl fest: Die ÖVP mit Spitzenkandidat Sebastian Kurz gewann mit 31,5 Prozent der Stimmen, wie das Innenministerium in Wien mitteilte. Auf Platz zwei kam bei der Wahl am Sonntag die sozialdemokratische SPÖ mit 26,9 Prozent vor der rechten FPÖ mit 26 Prozent. Die Zahlen decken sich mit den Hochrechnungen der vergangenen Tage. Die Wahlbeteiligung lag bei 80 Prozent.

Die liberalen Neos erzielten 5,3 Prozent. Die Liste des Grünen-Abtrünnigen Peter Pilz schaffte 4,4 Prozent. Offiziell wurde das Wahldebakel für die Grünen: 31 Jahre nach ihrer Gründung verpasst die Partei den Einzug in das Parlament. Sie erhielten nur 3,8 Prozent der Stimmen. In Österreich gilt die Vier-Prozent-Hürde.

+++ 22.16 Uhr: Jamaika - Grüne und FDP entdecken Gemeinsamkeiten +++

Einen Tag nach ersten, separaten Gesprächen der Union mit FDP und den Grünen sind erstmals Grüne und Freidemokraten offiziell zusammengesessen, um über ein Jamaika-Bündnis zu reden. Im Anschluss betonte der Parteimanager der Grünen, Michael Kellner, ein gemeinsames Interesse der beiden Parteien: "Dass wir nicht einfach den ausgetretenen Pfaden der Union folgen wollen." Am Freitag wollen sich alle erstmals in großer Runde treffen.

+++ 22.00 Uhr: Landtag hebt Immunität von AfD-Politiker Arppe auf +++

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat die Immunität des früheren AfD-Abgeordneten Holger Arppe aufgehoben. Der ehemalige stellvertretende Fraktionsvorsitzende war nach Bekanntwerden gewaltverherrlichender Äußerungen in Internet-Chats aus der AfD-Fraktion ausgeschieden. Sein Landtagsmandat hat er aber nicht zurückgegeben.

Das Parlament erteilte die Genehmigung zur Fortführung der Strafverfolgung auf Empfehlung des Rechtsausschusses des Landtags einstimmig. Um die Genehmigung hat das Landgericht Rostock gebeten.
Arppe, der noch Mitglied der AfD sein soll, war auf der Landtagssitzung nicht anwesend.

+++ 21.14 Uhr: Mann tankt für 1600 Euro - und bezahlt keinen Cent +++

Einmal volltanken und rund 1600 Euro sparen: An einer Tankstelle in Nettetal (Nordrhein-Westfalen) hat der Fahrer eines "eigentlich normal aussehenden" Autos etwa 1000 Liter Benzin gezapft und ist dann davongefahren ohne zu bezahlen. Allerdings konnte er wegen des Gewichts nur noch langsam fahren. "Er hatte nur noch eine Bodenfreiheit von zwei Zentimetern", sagte ein Polizeisprecher.

Die Angestellten der Tankstelle nahmen die Verfolgung auf. Die Polizei konnte das Auto stoppen. Auf der Ladefläche des kleinen Lieferwagens entdeckten die Beamten einen Tank, in den mindestens 1000 Liter passten. Die Autokennzeichen waren gestohlen worden. Der Fahrer wurde festgenommen. Details zu seiner Identität waren zunächst noch unklar.

+++ 20.00 Uhr: Kölner Schriftsteller Akhanli nach Deutschland zurückgekehrt +++

Zwei Monate nach seiner vorübergehenden Festnahme in Spanien ist der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli nach Deutschland zurückgekehrt. Der 60-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln landete am Abend in einer Maschine aus Madrid auf dem Düsseldorfer Flughafen, wie Akhanlis Anwalt Ilias Uyar mitteilte. Dort wurde er von seiner Familie in Empfang genommen.

Akhanli sei am Flughafen von einem mutmaßlichen Anhänger des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als "Landesverräter" beschimpft und bedroht worden, sagte der Anwalt. "Du bist hier nicht sicher", rief der Mann demnach.

Der Schriftsteller, der die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, war am 19. August aufgrund eines über Interpol weitergeleiteten türkischen Haftbefehls während eines Urlaubs in Spanien festgenommen worden. Er kam kurz darauf wieder frei, durfte aber Spanien wochenlang nicht verlassen. Am vergangenen Freitag entschied die Regierung in Madrid jedoch, dass Akhanli nicht an die Türkei ausgeliefert wird. Damit wurde der Weg für die Rückkehr des 60-Jährigen nach Deutschland frei.

+++ 18.47 Uhr: Stein löst sich in Kirche in Florenz und erschlägt Tourist +++

In einer der bedeutendsten Kirchen von Florenz hat sich ein Deckenelement gelöst und einen spanischen Touristen erschlagen. Herbeigerufene Rettungskräfte hätten nichts mehr für den 52-Jährigen tun können, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Ein Sprecher der Stadt bestätigte den Vorfall. Der Stein, der den Spanier am Kopf getroffen habe, sei etwa 30 Zentimeter groß gewesen, berichtete Ansa. Der Mann seit mit seiner Frau in der Kirche gewesen, als das Unglück passierte.

Die Franziskanerkirche sollte zunächst bis Freitag für Überprüfungen geschlossen bleiben, wie die Zeitung "La Repubblica" berichtete.

+++ 16.58 Uhr: Krematorium für thailändischen König nach zehn Monaten fertig +++

Das riesige Krematorium für den vor einem Jahr gestorbenen thailändischen König Bhumibol Adulyadej ist vollendet. Sein Sohn und Nachfolger Maha Vajiralongkorn hisste in Bangkok einen fünf Meter hohen und 80 Kilogramm schweren goldenen Sonnenschirm. Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen, um den Leichnam des langjährigen Königs vom kommenden Mittwoch an in einer fünftägigen Zeremonie öffentlich zu verbrennen. Der Sonnenschirm gilt in Thailand als wichtigste königliche Insigne.

Der Bau des 53 Meter hohen offenen Krematoriums um einen goldenen Scheiterhaufen dauerte bis zur Fertigstellung am Mittwoch zehn Monate. Schätzungen zufolge kostete das ebenfalls komplett goldene Gebäude auf einem Feld in der Nähe des Großen Palasts in Bangkok umgerechnet mindestens 25 Millionen Euro.

+++ 16.40 Uhr: Drei Leichen in Tiefgarage entdeckt - Polizei vermutet Beziehungstat +++

In einer Tiefgarage in Eislingen sind drei Leichen in einem Auto gefunden worden. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt, wie das Polizeipräsidium Ulm mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge geht es um eine Beziehungstat. Dabei werde auch die Möglichkeit eines sogenannten erweiterten Suizids geprüft - davon ist die Rede, wenn ein Mensch sich töten will und zuvor auch andere umbringt. Bei den Toten handelt es sich den Angaben zufolge um eine 56-jährige Frau und ihren gleichaltrigen Mann sowie einen 26-Jährigen. Zeugen waren zur Mittagszeit auf das Auto aufmerksam geworden.

+++ 16.35 Uhr: Umfrage: 72 Prozent der US-Amerikaner fürchten großen Krieg +++

Fast drei Viertel der US-Amerikaner fürchten laut einer Umfrage einen großen Krieg ihres Landes binnen der nächsten vier Jahre. In der Erhebung (NBC News und Survey Monkey) sagten insgesamt 72 Prozent, sie seien sehr oder ziemlich besorgt. 54 Prozent der Befragten nannten Nordkorea als größte Bedrohung. Dahinter folgen mit großem Abstand die Terrororganisation Islamischer Staat (19 Prozent), Russland (14), China (6) und der Iran (4).

+++ 16.31 Uhr: Jungfernflug des Airbus A330neo +++

Der neue Airbus-Langstreckenflieger A330neo hat seinen Jungfernflug absolviert. Er landete nach gut vierstündigem Testflug auf dem Flughafen Toulouse im Südwesten Frankreichs. Damit will Airbus dem US-Hersteller Boeing Konkurrenz machen, der den Markt mit seinen Flugzeugen der Reihen 777 und 787 Dreamliner beherrscht.

Airbus-Generaldirektor Fabrice Brégier sprach von einem "Meilenstein". Der A330neo ist mit neuen Motoren von Rolls Royce ausgestattet, die seinen Kerosinverbrauch um zehn Prozent verringern. Er kann 200 bis 440 Passagiere transportieren.

Derzeit liegen 212 Bestellungen vor. Das erste Flugzeug soll im Sommer kommenden Jahres an die portugiesische Gesellschaft TAP ausgeliefert werden.

+++ 16.28 Uhr: Mindestens 43 Soldaten bei Taliban-Angriff in Afghanistan getötet +++

Bei einem neuerlichen Taliban-Angriff sind heute im Süden Afghanistans mindestens 43 Soldaten getötet worden. Neun Soldaten seien bei der Attacke auf einen Militärstützpunkt in der Unruhe-Provinz Kandahar verletzt worden, sechs weitere würden vermisst, erklärte das afghanische Verteidigungsministerium. In der Provinz Ghasni wurden bei einem Angriff auf ein Polizeiposten zwei Polizisten getötet.

Zur Zahl der Opfer des Angriffs auf den Militärstützpunkt im Bezirk Maiwand gab es verschiedene Angaben. Aus Sicherheitskreisen in Kandahar hieß es, bei dem Angriff seien 50 Menschen getötet und 20 verletzt worden. Laut einem Ministeriumssprecher sprengten die Angreifer mit einem sprengstoffbeladenen Militärfahrzeug das Tor zum Stützpunkt auf. Bei der Attacke sei der Stützpunkt komplett zerstört worden. 

+++ 16.06 Uhr: Emirate richten Ministerium für künstliche Intelligenz ein +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ein Ministerium für künstliche Intelligenz einrichten. "Die nächste globale Welle ist die künstliche Intelligenz. Wir wollen das Land sein, das darauf am besten vorbereitet ist", schrieb Ministerpräsident Mohammed bin Raschid Al Maktum am Donnerstag auf Twitter. Der erst 27-Jährige Omar bin Sultan al-Olama soll demnach das neue Ressort leiten.

+++ 15.22 Uhr: Japanische Behörden geben in Manga Verhaltenstipps bei möglichem Atomangriff +++

Mit einem neuen Manga-Comic geben die japanischen Behörden Verhaltenstipps für den Fall eines nordkoreanischen Atomangriffs. In dem diesen Monat von den Behörden der Insel Hokkaido veröffentlichten vierseitigen Comic wird die Bevölkerung unter anderem aufgefordert, bei einem Angriff den Kopf mit Armen oder Kissen zu schützen.

Die farbenfrohen Bilder des Manga-Zeichners Manabu Yamamoto zeigen unter anderem Schüler, die unter Schulbänken Schutz suchen, Bauern, die sich in einem Graben zusammenkauern, und Fischer, die ihre Bootskabine als Schutzschild nutzen.

+++ 15.06 Uhr: Süßwarenhersteller Ferrero kauft Ferrara +++

Der italienische Süßwarenhersteller Ferrero mit Marken wie Kinderschokolade, Nutella und Tic Tac, kauft den Naschwaren-Produzenten Ferrara in den USA. Ferrero vergrößere damit sein Angebot und seine Präsenz auf dem wichtigen US-Markt, erklärte Unternehmenschef Giovanni Ferrero. Ferrara stellt Kaugummi und Süßigkeiten her, etwa die auch in Deutschland bekannte Marke Trolli, und hat eine starke Position auf dem US-Markt. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. 

+++ 14.49 Uhr: CSU in Bayern-Umfrage ohne absolute Mehrheit +++

Die CSU steht in Bayern ein Jahr vor der Landtagswahl ohne absolute Mehrheit da. Nach einer von Sat.1 veröffentlichten GMS-Umfrage kämen die Christsozialen auf nur noch 41 Prozent, wenn bereits am kommenden Sonntag gewählt würde. Die AfD käme demnach auf 13 Prozent, dies ist ihr höchster je in Bayern bei einer Umfrage für Landtagswahlen gemessener Wert. Bayern wählt im Herbst kommenden Jahres einen neuen Landtag. 2013 hatte die CSU mit 47,7 Prozent die 2008 nach Jahrzehnten verlorene absolute Mehrheit zurückerobert. Der GMS-Umfrage zufolge wären die Christsozialen mit ihren 41 Prozent zwar mit großem Abstand stärkste Kraft, hätten aber nicht mehr die absolute Mehrheit.

+++ 14.44 Uhr: Carsten Maschmeyer dreht für Sat.1 +++

Auf dem Fernsehbildschirm ist Carsten Maschmeyer derzeit bei Vox in der Unternehmensgründershow "Die Höhle der Löwen" zu sehen. Jetzt steht der Ehemann von Schauspielerin Veronica Ferres seit dieser Woche in Berlin zusätzlich für Sat.1 vor der Kamera, wie der Münchner Privatsender mitteilte. Dort produziert Maschmeyer die neue Show "Start Up!" - auch ein TV-Format rund um Unternehmensgründungen. 35 Bewerber sollen dabei mit ihren Ideen vor Maschmeyer und seinem Expertenteam mit der Kunst-Onlineshop-Betreiberin Lea Lange und Klaus Schieble, Geschäftsführer aus der Maschmeyer Group, bestehen. Wer das Trio von seinem Konzept am meisten überzeugt, darf von Maschmeyer ein Investment von einer Million Euro einstreichen und mit ihm zusammen eine Firma gründen. "Start Up!" soll im Frühjahr 2018 zu sehen sein.

+++ 14.32 Uhr: Regierungschefs fordern Nachbesserungen bei Rundfunk-Reformplänen +++

Die Ministerpräsidenten der Länder sehen parteiübergreifend Nachbesserungsbedarf bei den Plänen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Einsparungen und Strukturreformen. Dies wurde zu Beginn eines zweitägigen Treffens der Regierungschefs in Saarbrücken deutlich. "Die Diskussion beginnt heute, und sie wird auf jeden Fall nicht abgeschlossen", sagte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). "Klar ist, dass bei den Einsparangeboten noch nicht das Ende des Tunnels erreicht ist", meinte Bodo Ramelow (Linke) aus Thüringen. Die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), betonte die Notwendigkeit von Qualitätsjournalismus im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, doch solle der Rundfunkbeitrag möglichst nicht weiter steigen: "Das müssen wir gemeinsam zusammen hinbekommen." Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) aus Rheinland-Pfalz sagte: "Das Einsparvolumen, das wir jetzt schätzen, wird perspektivisch nicht ausreichen." 

Das ZDF hat den Ländern Einsparungen in Höhe von rund 270 Millionen Euro für die Zeit von 2021 bis 2028 vorgeschlagen. Die ARD geht bis 2028 von knapp einer Milliarde Euro aus der Strukturreform und Programmverbreitung aus sowie von Entlastungen bei der Altersversorgung in etwa gleicher Höhe. Jährlich haben ARD, ZDF und Deutschlandradio rund 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung, überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag von derzeit 17,50 Euro pro Monat und Haushalt.

+++ 14.29 Uhr: Nordirland-Coach O'Neill wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt +++

Der Trainer des nordirischen Fußball-Nationalteams Michael O'Neill muss wegen Trunkenheit am Steuer seinen Führerschein für 16 Monate abgeben. O'Neill räumte vor einem Gericht in Edinburgh ein, am 10. September alkoholisiert Auto gefahren zu sein. Der 48-Jährige war in der Nähe der schottischen Hauptstadt von der Polizei angehalten worden. Neben dem Führerscheinentzug verurteilte das Gericht den Coach zu einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 1500 Euro. O'Neills Anwalt sprach von "einer groben Fehleinschätzung" seines Mandanten. Unter Michael O'Neill, der in Edinburgh lebt, kann sich Nordirland erstmals seit 1986 für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren. Um im nächsten Jahr an der WM in Russland teilzunehmen, müssen sich die Nordiren am 9. und 12. November in Playoff-Spielen gegen die Schweiz durchsetzen.

+++ 14.04 Uhr: Umstrittene Spende an Klitschko-Stiftung zur Hälfte wieder bei EWE +++

Die Klitschko-Stiftung hat 125.000 Euro einer umstrittenen Spende wieder an den Energieversorger EWE zurückzahlen lassen. "Wir haben uns an einen Tisch gesetzt und uns auf diese Summe geeinigt", sagte ein EWE-Sprecher. Der Betrag ist etwa die Hälfte einer von Ex-EWE-Chef Matthias Brückmann in Auftrag gegebenen Spende an die Stiftung des Ex-Boxweltmeisters Wladimir Klitschko. Die andere Hälfte des Geldes fordert EWE von Brückmann selbst, wie der Unternehmenssprecher sagte. Der Konzern wolle die Summe einklagen. Zuvor hatte die Oldenburger "Nordwest-Zeitung" berichtet. EWE wirft Brückmann vor, das Geld überwiesen zu haben, ohne den Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates zu informieren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Untreue. Brückmanns Anwalt hatte Vorwürfe gegen seinen Mandanten Anfang des Jahres als haltlos bezeichnet.

+++ 13.20 Uhr: Söhne von getöteter Journalistin fordern Maltas Regierungschef zum Rücktritt auf +++

Die Söhne der ermordeten Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia haben den maltesischen Regierungschef Joseph Muscat zum Rücktritt aufgefordert. Sie lehnten zudem einen Vorschlag Muscats ab, mit einer hohen Belohnung die Fahndung nach den mutmaßlichen Attentätern zu forcieren. Gestern hatte der Sozialdemokrat im Parlament vorgeschlagen, eine "substanzielle und beispiellose Belohnung" aussetzen zu lassen, um die Mörder Caruana Galizias zu finden.

Die 53-jährige Journalistin war am Montag durch eine Autobombe getötet worden. Caruana Galizia hatte mehrere Korruptionsaffären aufgedeckt. Die Vorwürfe im Zusammenhang mit den "Panama Papers" hatten sich auch gegen Vertraute von Muscat gerichtet.

+++ 13.15 Uhr: Zwölf Menschen wegen Homosexualität in Tansania festgenommen +++

In Tansania sind zwölf Menschen unter dem Vorwurf der Homosexualität festgenommen worden. Die neun Tansanier, zwei Südafrikaner und ein Ugander hätten ein "Treffen über Homosexualität" in einem Hotel in der Küstenstadt Daressalam abgehalten, teilte Polizeichef Lazaro Mambosasa mit. Um welche Art von Treffen es sich genau handelte, sagte er nicht.

Auch der Manager des Hotels sei festgenommen worden, weil er "illegale Aktivitäten gebilligt und Beihilfe zu einer Straftat geleistet hat". Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, werden die zwölf Festgenommenen demnach vor Gericht gestellt. Homosexualität ist in Tansania illegal, wird jedoch in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt. 

+++ 13.11 Uhr: Weinproduktion in der EU auf niedrigstem Stand seit 1945 +++

Die Weinproduktion in der Europäischen Union dürfte in diesem Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1945 fallen, wie die französische Agrarbehörde FranceAgriMer aufgrund des Ernteberichts der EU-Kommission mitteilte. In den drei größten weinproduzierenden Ländern bricht die Produktion demnach regelrecht ein: In Italien wird mit einem Rückgang um 21 Prozent gerechnet, in Frankreich um 19 Prozent und in Spanien mit einem Minus von 15 Prozent.

Italien bleibt mit 40 Millionen Hektolitern Wein dennoch größter Hersteller in der EU. In Deutschland werden acht Millionen Hektoliter Wein erwartet, das wäre ein leichter Rückgang. In Portugal und Österreich soll die Produktion dagegen leicht ansteigen.

+++ 13.09 Uhr: Sieben Tote bei Explosion in illegaler Feuerwerksfabrik in Indien +++

Bei einer Explosion in einer illegalen Feuerwerksfabrik in Ostindien sind in der Nacht zu heute sieben Arbeiter getötet worden. Wie die Behörden weiter mitteilten, wurden neun weitere Menschen verletzt, einige davon lebensgefährlich. Das Unglück ereignete sich kurz vor dem traditionellen indischen Lichterfest Diwali.

Die behelfsmäßige Fabrik im Bundesstaat Odisha wurde durch die Explosion am vollständig zerstört, wie ein Sprecher der Bezirksverwaltung mitteilte. Die schwere Explosion sei durch in Brand geratene Chemikalien und Schießpulver ausgelöst worden. Dem Sprecher zufolge schweben mehrere der verletzten Fabrikarbeiter in Lebensgefahr. 

+++ 12.52 Uhr: Wagner ruft Mini-Pizza wegen möglicher Glassplitter zurück +++

Wagner ruft Mini-Pizza wegen möglicher Glassplitter zurück

Glassplitter in der Pizza: Wagner ruft seine Tomate-Mozzarella-Piccolinis zurück

Wegen möglicher Glassplitter hat der Pizza-Hersteller Wagner seine "Original Wagner Piccolinis" zurückgerufen. Betroffen seien Produkte der Sorte Tomate-Mozzarella mit der Chargennummer 72297017L2, teilte die Nestlé Deutschland AG in Frankfurt mit. Kunden, die die Mini-Pizza gekauft hätten, könnten das Produkt im Handel zurückgeben. Das Unternehmen bedauerte den Vorfall. Alle anderen Wagner-Produkte seien von der Rückrufaktion nicht betroffen und uneingeschränkt zum Verzehr geeignet, hieß es in der Mitteilung.

+++ 12.48 Uhr: Erfurt wird Straße nach Helmut Kohl benennen +++

Thüringens Landeshauptstadt Erfurt wird eine Straße nach dem verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl benennen. Einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion habe der Erfurter Stadtrat zugestimmt, sagte eine Stadtsprecherin. Die Straße liegt in der Nähe des Erfurter Domplatzes, wo Kohl am 20. Februar 1990 vor mehr als 100.000 Menschen eine Rede gehalten hatte. Der MDR hatte zuvor darüber berichtet. Die Straße soll voraussichtlich im nächsten Jahr neu benannt werden. Kohl, der vielen als "Kanzler der deutschen Einheit" gilt, war am 16. Juni im Alter von 87 Jahren gestorben.

+++ 12.18 Uhr: Vergewaltigung einer Camperin: Mehr als elf Jahre Haft für 31-Jährigen +++

Für die Vergewaltigung einer Camperin in Troisdorf bei Bonn ist ein 31-Jähriger zu einer Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Bonner Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im April in der Siegaue ein junges Paar aus Baden-Württemberg beim Zelten überfallen hatte. Er bedrohte seine Opfer mit einer Astsäge und vergewaltigte die 23 Jahre alte Frau. Die Tat hatte überregional für Aufsehen gesorgt. Der Angeklagte, ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana, hatte die Vorwürfe bis zuletzt bestritten. Im Prozess war er mehrfach durch aufbrausendes Verhalten negativ aufgefallen. Unter anderem hatte er die junge Frau als Prostituierte bezeichnet. Die Ermittler hatten zahlreiche DNS-Spuren des 31-Jährigen am Tatort und am Opfer gefunden. Ein psychiatrisches Gutachten stufte ihn als schuldfähig ein. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 13 Jahren gefordert.

+++ 11.49 Uhr: Ramelow: Einsparpotenzial bei ARD und ZDF noch nicht ausgereizt +++

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow rechnet bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Saarbrücken nicht mit einem Durchbruch bei der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. "Klar ist, dass bei den Einsparangeboten noch nicht das Ende des Tunnels erreicht ist", sagte Ramelow. Es müsse eine weitere Kostenreduzierung geben. Darüber würden die Ministerpräsidenten in Saarbrücken reden. "Man kann die Gebühren nicht immer weiter erhöhen", sagte Ramelow. Für ihn sei fraglich, ob es beispielsweise in der ARD 13 verschiedene Wetterberichte geben müsse oder ob ein Sender nicht die Federführung für bestimmte Themen übernehmen könne. Den Vorschlag von Sachsen-Anhalts Medienminister Rainer Robra, als nationaler Sender reiche das ZDF aus, während sich die ARD auf die Berichterstattung aus den Bundesländern konzentrieren solle, lehnt Ramelow ab. Der Vorschlag sei kontraproduktiv. "Ja, das Kostenniveau muss gesenkt werden, aber nicht durch Abschaffung der ARD als nationaler Sender."


+++ 10.56 Uhr: Französische Schauspielerin Danielle Darrieux gestorben +++

Die französische Schauspielerin Danielle Darrieux ist tot. Sie starb bereits am Dienstag im Alter von 100 Jahren, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf ihren Lebensgefährten berichtete.

+++ 10.22 Uhr: Türkei erlaubt zivile Eheschließungen durch islamische Rechtsgelehrte +++

Islamische Rechtsgelehrte dürfen in der Türkei künftig zivile Ehen schließen. Eine Mehrheit der Abgeordneten in der Hauptstadt Ankara stimmte für einen entsprechenden Gesetzentwurf, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Bisher hatten diese Befugnis nur bestimmte Staatsbeamte. Das Gesetz muss noch im Amtsblatt veröffentlicht werden, bevor es in Kraft tritt. Der von der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Recep Tayyip Erdogan eingebrachte Entwurf stieß auf scharfe Kritik der Opposition. Die stellvertretende Vorsitzende der Mitte-Links-Partei CHP, Lale Karabiyik, teilte mit, das Gesetz untergrabe den laizistischen Staat und sei verfassungswidrig. Es werde zudem Kinderheirat Tür und Tor öffnen.

+++ 10.07 Uhr: Kataloniens Regierung droht erneut mit Ausrufung von Unabhängigkeit +++

Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hat die ultimative Forderung der spanischen Zentralregierung zur Beendigung aller Abspaltungsbestrebungen nicht befolgt. In einem von katalanischen Medien veröffentlichten Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy erneuerte Puigdemont stattdessen sein Dialogangebot, droht aber im Falle härterer Maßnahmen mit der Unabhängigkeit.


+++ 10.04 Uhr: Schwarzenegger bekommt in Berlin einen Lebenswerk-Preis +++

Arnold Schwarzenegger (70) wird als "Legend of the Century" von der deutschen Ausgabe des Magazins "GQ" für sein Lebenswerk geehrt. Am 9. November werde der aus Österreich stammende Filmstar die Auszeichnung in Berlin entgegennehmen, teilte in München der Condé-Nast-Verlag mit. "Niemand sonst hat es geschafft, weltweit gleich in vier Kategorien Karriere zu machen und als Sportler, Kinostar, Politiker und Umweltschützer so viel zu erreichen wie er", sagte "GQ"-Chefredakteur Tom Junkersdorf laut Mitteilung. Der Star aus Filmen wie "Terminator" und "Kindergarten Cop" war von 2003 bis 2011 Gouverneur von Kalifornien. Die "GQ Men of the Year"-Awards 2017 werden in der Komischen Oper Berlin verliehen. Moderiert wird die Gala von Barbara Schöneberger.

+++ 9.58 Uhr: UN-Bericht: Täglich sterben 15.000 kleine Kinder an vermeidbaren Krankheiten +++

Weltweit sterben laut einem UN-Bericht jeden Tag 15.000 Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten. Dies bedeute bis zum Jahr 2030 mehr als 60 Millionen Todesfälle bei kleinen Kindern, heißt es in einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef, der Weltgesundheitsorganisation und der Weltbank. Zwar ging die Zahl der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren dank besserer Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahrzehnten zurück - von 12,6 Millionen im Jahr 1990 auf geschätzt 5,6 Millionen im vergangenen Jahr. Die Zahl von 15.000 toten Kleinkindern pro Tag sei jedoch weiterhin "nicht hinnehmbar hoch", erklärten die Organisationen. Außerdem stieg dem Bericht zufolge die Säuglingssterblichkeit an. Häufigste vermeidbare Todesursachen sind dem Bericht zufolge Lungenentzündungen, Durchfallerkrankungen und Malaria.

++++ 8.49 Uhr: Kommunen begrüßen überarbeitete EU-Pläne zu Terrorabwehr +++

Der Deutsche Städtetag hat das überarbeitete Konzept der Europäischen Union zur Terrorabwehr im öffentlichen Raum begrüßt. Der EU-Aktionsplan berücksichtige, dass die Gestaltung der Städte nicht von der Terrorgefahr bestimmt werden dürfe, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Heilbronner Stimme" . "Er setzt genau dort an, nämlich innovative und diskrete Barrieren zu schaffen, um Städte zu schützen ohne ihren offenen Charakter zu ändern." Wenn die EU nun innovative Sicherheitskonzepte in den Städten finanziell unterstützen und den Austausch untereinander fördern wolle, könne das die Städte in ihrem Bestreben weiter stärken, ihre Bürger vor terroristischen Anschlägen bestmöglich zu schützen. Die EU-Kommission stellt nach dem am Mittwoch vorgelegten Plan bis zum kommenden Jahr 118 Millionen Euro für die Entwicklung von Konzepten zum besseren Schutz von Städten und Kommunen vor Anschlägen bereit.

+++ 8.32 Uhr: Hugh Hefner kommt auf Cover der neuen Playboy-Ausgabe +++

Der verstorbene "Playboy"-Gründer Hugh Hefner wird auf der Titelseite der neuen November/Dezember-US-Ausgabe geehrt. Wie das Magazin mitteilte, entstand das Schwarz-Weiß-Foto im Jahr 1965. Hefner war Ende September im Alter von 91 Jahren in Los Angeles gestorben. Das US-Promiportal "People.com" schreibt, Hefner sei damit der erste Mann überhaupt, der alleine - also ohne weibliche Begleitung - auf dem "Playboy"-Titel abgedruckt wird. Auf den ersten sechs Seiten der Ausgabe wird nach Verlagsangaben Hefners Leben gefeiert. Eine mehr als 100 Seiten starke Sonderausgabe soll demnächst erscheinen. Hugh Hefner hatte den "Playboy" im Jahr 1953 gegründet. Die Mischung aus Nacktaufnahmen, Artikeln, Interviews, deftigen Herrenwitzen und Tipps für den Umgang mit Frauen veränderte in den folgenden Jahrzehnten nach und nach die Moralvorstellungen der prüden US-amerikanischen Gesellschaft.

+++ 7.51 Uhr: Pärchen in Tunesien nach Umarmung im Auto wegen "Unzucht" verurteilt +++

Nach einer Umarmung im Auto ist ein französisch-tunesisches Pärchen in Tunesien wegen "öffentlicher Unzucht" verurteilt worden. Ein Gericht in Tunis verurteilte den aus Frankreich stammenden Mann wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und Unzucht zu vier Monaten Gefängnis, die Frau wurde wegen Unzucht zu zwei Monaten Haft verurteilt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft verteidigte die Entscheidung und betonte, das Pärchen sei nicht wie von Medien berichtet wegen eines Kusses festgenommen worden, sondern sei vollständig nackt gewesen. Die beiden Verurteilten bestreiten dies. Die Frau sagte vor Gericht aus, ihr Freund habe sie lediglich in den Arm genommen. Die Anwälte des Paares hatten Freispruch gefordert und auf zahlreiche Verfahrensfehler hingewiesen. So hatten Anhörungen in dem Fall auf Arabisch stattgefunden, obwohl der Franzose die Sprache nicht versteht. Der Fall löste in Tunesien eine Debatte über Moral-Kampagnen und Polizeiwillkür aus.

+++ 6.10 Uhr: Mutmaßlicher Schütze nach Schießerei im US-Bundesstaat Maryland gefasst +++

Nach einer Schießerei im US-Bundesstaat Maryland mit drei Toten und zwei Schwerverletzten hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen gefasst. Der 37 Jahre alte Radee Prince sei am Abend festgenommen worden, teilte die Polizei in Wilmington im benachbarten Bundesstaat Delaware am Mittwoch mit. Der Mann war nach der ersten Schießerei in einem Gewerbegebiet in einem Auto nach Delaware geflohen, wo es laut Polizei eine zweite Schießerei gab, bei der ein weiterer Mensch verletzt wurde. Bei der ersten Schießerei in Edgewood im Nordosten habe es sich offenbar um einen gezielten Angriff auf eine Küchenplanungsfirma gehandelt, sagte der Sheriff des Bezirks Harford, Jeffrey Gahler. Der Mann habe seit vier Monaten in dem Unternehmen gearbeitet, auf dessen Gelände sich die Schießerei ereignete. Die Opfer waren demzufolge Angestellte des Unternehmens "Advanced Granite Solutions". 

+++ 5.13 Uhr: Im Prozess um Vergewaltigung einer Camperin: Urteil erwartet +++

Im Prozess um die einer Camperin will das Bonner Landgericht heute sein Urteil verkünden. Der 31 Jahre alte Angeklagte soll Anfang April ein junges Paar beim Zelten in der Bonner Siegaue überfallen und sich an der Frau vergangen haben. Die Staatsanwältin fordert für den abgelehnten Asylbewerber aus Ghana eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung. Die Staatsanwaltschaft sieht den Angeklagten durch DNS-Spuren überführt. Ein psychiatrisches Gutachten stuft ihn als schuldfähig ein.

+++ 4.34 Uhr: Ministerpräsidentin Dreyer: Bei Rundfunk-Reform noch "Luft nach oben" +++

Die bisher geplanten Einsparungen und Strukturreformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehen nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin noch nicht weit genug. "Das sind sehr brauchbare Vorschläge. Und das ist ein sehr wichtiger erster Schritt. Es bleibt aber ein erster Schritt", sagte sie. In manchen Bereichen gebe es "noch Luft nach oben". "Und daran muss gearbeitet werden", sagte Dreyer, die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Verwaltungsrates ist. Die Ministerpräsidenten der Länder kommen heute in Saarbrücken zu ihrer Jahrestagung zusammen, um unter anderem über die Ende September von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorgelegten Reformvorschläge zu beraten. Das ZDF schlägt den Ländern Einsparungen in Höhe von rund 270 Millionen Euro für die Zeit von 2021 bis 2028 vor. Die ARD geht insgesamt von einem geschätzten Einsparpotenziel von rund zwei Milliarden Euro bis 2028 aus. Jährlich haben ARD, ZDF und Deutschlandradio rund 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung, überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag.

jen/tyr/DPA/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren