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+++ Ticker +++

News des Tages: Unbekannte erpressen Mann und zwei Frauen mit Nacktfotos

UN kritisieren Trumps Umgang mit Medien +++ Nordkorea droht mit weiteren Atomtests +++ Täter muss nach tödlicher Brandattacke in Psychiatrie +++ Transgender dürfen in US-Armee bleiben +++ Die News des Tages im Überblick.

Auf einem Smartphone-Display ist eine Frau zu sehen, die in weißer Unterwäsche auf einem Bett liegt

In Thüringen werden gerade mehrere Menschen mit Nacktfotos erpresst (Symbolbild)

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Die Nachrichten des Tages im Ticker:

+++ 21.55 Uhr: Rummenigge: Renato Sanches leihweise von Bayern zu Swansea +++

Der FC Bayern München leiht Fußball-Europameister Renato Sanches für ein Jahr an Swansea City aus. "Wir wollten, dass Renato Sanches zu einem Klub geht, bei dem er auf hohem Niveau spielen kann", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge kicker.de, "und bei dem er einen Trainer hat, der auf ihn setzt." Der 20 Jahre alte Portugiese trifft bei dem Verein aus der Premier League auf Paul Clement, der bis Ende 2016 Assistent von Bayern-Trainer Carlo Ancelotti war. Sanches war vor einem Jahr von Benfica Lissabon für schätzungsweise 35 Millionen Euro nach München gekommen. Swansea leiht das Talent nach "kicker"-Angaben für 8,5 Millionen Euro ohne Kaufoption aus. Sanches soll im nächsten Jahr nach München zurückkehren. Der Mittelfeldspieler kam in der vergangenen Saison auf 25 Pflichtspiele für den deutschen Meister, spielte aber nur zwei Partien durch. 

+++ 21.25 Uhr: Pentagon: Derzeit rund 11 000 US-Soldaten in Afghanistan +++

Das US-Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass sich deutlich mehr amerikanische Soldaten in Afghanistan befinden, als bislang öffentlich bekannt war. Derzeit seien rund 11 000 Militärangehörige in dem Land am Hindukusch stationiert, sagte der Direktor des Generalstabs, Kenneth F. McKenzie, am Mittwoch in Washington. Bislang hatte das Pentagon stets von 8400 Soldaten gesprochen.

Die neuen Angaben bedeuten keine Truppenerhöhung, sie gehen lediglich auf eine andere öffentliche Zählweise zurück. Dabei werden nach Angaben McKenzies nun etwa auch Militärangehörige berücksichtigt, die nur für eine kurze Zeit in Afghanistan sind. Pentagon-Sprecherin Dana White sagte, Verteidigungsminister James Mattis habe sich dazu entschlossen, für Transparenz zu sorgen. Deshalb lege man nun die tatsächliche Zahl offen.  

+++ 19.35 Uhr: Venezuela will Hurrikan-Opfern in den USA helfen +++

Trotz des schwelenden Konflikts zwischen Caracas und Washington will die venezolanische Regierung den Hurrikan-Opfern in den USA helfen. Venezuela werde bis zu fünf Millionen US-Dollar (4,2 Millionen Euro) für betroffene Familien in Houston und Corpus Christi bereitstellen, kündigte Außenminister Jorge Arreaza am Mittwoch an. "Wir werden immer an der Seite des Volkes der USA stehen." Angesichts der autoritären Bestrebungen der venezolanischen Regierung hatten die USA zuletzt neue Wirtschaftssanktionen gegen das südamerikanische Land verhängt. Das erdölreichste Land der Welt steckt selbst in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen des niedrigen Ölpreises, Korruption und jahrelanger Misswirtschaft verfügt Venezuela kaum noch über Devisen.

+++ 19.13 Uhr: Touristensteuer auf Mallorca soll verdoppelt werden +++

Mallorca-Besucher werden ab 2018 wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Parteien der linken Regierungskoalition der Balearen hätten sich auf eine Verdoppelung der umstrittenen Touristenabgabe geeinigt, berichteten Medien unter Berufung auf das Tourismusministerium der spanischen Autonomen Gemeinschaft in Palma. "Es gibt ein Prinzipienabkommen", sagte auch der regionale Chef der Linkspartei Podemos (Wir können), Alberto Jarabo, der Nachrichtenagentur Europapress. Gäste der Inseln Mallorca, Menorca, Formentera und Ibiza würden demnach bis zu vier Euro pro Kopf und Nacht zahlen müssen. Je nach Art der Herberge müssen Besucher der Balearen derzeit pro Person und Nacht zwischen 50 Cent und zwei Euro zahlen. 

+++ 18.58 Uhr: Falsche Stipendiumssumme: Studentin in Südafrika verprasst Zehntausende

Eine irrtümliche Millionenüberweisung hat einer südafrikanischen Studentin ein Leben in Saus und Braus ermöglicht - bis die ganze Sache aufflog. Anstatt der vorgesehenen 1400 Rand (rund 90 Euro) waren der Stipendienempfängerin im Juni fälschlicherweise 14 Millionen Rand (rund 900.000 Euro) als Essensgeld überwiesen worden, wie die Walter-Sisulu-Universität mitteilte. Die Studentin griff zu und gab mehrere zehntausend Euro für Klamotten, Partys und ein neues Smartphone aus. Als der Fehler jetzt auffiel, hatte die Studentin den Angaben zufolge bereits etwa 800.000 Rand verprasst. Nun ist sie mit Rückforderungen konfrontiert. "Der Stipendien-Vereinbarung zufolge muss die Studentin für den ausgegebenen Betrag haften", erklärte eine Sprecherin der Universität in der Provinz Ostkap. Der Restbetrag des zu viel überwiesenen Geldes sei ihr wieder entzogen worden. Die Universität untersuche nun, wie es bei dem Unternehmen, das die Stipendien auszahlt, zu dem Fehler kommen konnte. 

+++ 18.25 Uhr: Terry Pratchetts letzter Wunsch: Manuskripte mit Dampfwalze zerstört +++

Für immer verloren: Zehn unvollendete Romane des 2015 gestorbenen britischen Fantasy-Schriftstellers Terry Pratchett ("Die Farben der Magie") sind vergangene Woche absichtlich zerstört worden. Das teilte der Verwalter des Nachlasses, Rob Wilkins, mit. Die Festplatte aus dem Computer des Bestseller-Autors sei von einer historischen Dampfwalze plattgemacht worden. Fotos davon waren auf Pratchetts Twitterprofil zu sehen. Wilkins erfüllte damit den letzten Wunsch des Autors, der nicht wollte, dass die unvollendeten Romane veröffentlicht werden, wie Pratchetts Freund Neil Gaiman schon 2015 erzählt hatte. Die Reste von Pratchetts Festplatte sollen von September an in einer Ausstellung über den Schriftsteller im Salisbury Museum zu sehen sein. Pratchett hatte im Laufe seiner Karriere mehr als 70 Romane veröffentlicht.


 +++ 18.21 Uhr: Untersuchung: Knapp zwei Drittel der Flüchtlinge haben Schulabschluss +++

Knapp zwei Drittel der erwachsenen Flüchtlinge haben vor ihrer Ankunft in Deutschland nach eigenen Angaben einen Schulabschluss erworben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, an der unter anderem das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beteiligt waren. Von den 4816 Flüchtlingen, die den Forschern Rede und Antwort standen, machten acht Prozent gar keine Angaben zu ihrem Schulbesuch. Elf Prozent der Geflüchteten verfügen laut Studie nur über Bildung auf Grundschulniveau. Weitere elf Prozent gaben an, in ihrem Heimatland gar keine Schule besucht zu haben.

 +++ 18.13 Uhr: Sieben Tote bei weiterem Erdrutsch in China +++

Ein Erdrutsch im Nordwesten Chinas hat sieben Menschen das Leben gekostet. Zwei weitere Verschüttete konnten in dem Dorf Guoluo in der Provinz Qinghai lebend aus den Erdmassen gezogen werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Polizei berichtete. Sie erlitten demnach unterschiedlich schwere Verletzungen. Der Erdrutsch blockierte auch einen größere Schnellstraße sowie einen Fluss. Mehr als 600 Helfer waren im Einsatz, um etwa 90 Bewohner von Bauernhöfen sowie 1200 Rinder in Sicherheit zu bringen. Bereits am Montag hatte es im Südwesten Chinas nach heftigem Regen einen Erdrutsch gegeben, dabei starben nach jüngsten Angaben in dem Dorf Bijie in der Provinz Guizhou 23 Menschen. Weitere zwölf galten noch als vermisst, wie Xinhua meldete.

+++ 17.52 Uhr: USA verlegen Kampfjets nach Litauen +++

Knapp zwei Wochen vor einem geplanten Militärmanöver Russlands an der Grenze zum Baltikum haben die USA nach Angaben Litauens sieben Kampfjets vom Typ F-15C Eagle in den Ostsee-Staat verlegt. Das Geschwader der US-Luftwaffe übernahm dem Verteidigungsministerium in Vilnius zufolge auf der Luftwaffenbasis Siauliai die Nato-Luftraumüberwachung über Estland, Lettland und Litauen. Üblicherweise patrouillieren nur vier Jets von Siauliai aus im Luftraum über den drei baltischen EU- und Nato-Mitgliedern - gemeinsam mit vier in Estland stationierten Kampfflugzeugen. 

Russland will die Übung Sapad im September gemeinsam mit Weißrussland an seiner Westgrenze zu den baltischen Staaten abhalten. Die Nato hat Moskau wegen mangelnder Transparenz kritisiert und wiederholt Zweifel an den russischen Angaben zur Teilnehmerzahl am Manöver geäußert.
Russland dagegen bezeichnete die westlichen Bedenken als haltlos.

+++ 16.55 Uhr: Basel: Lagerhaus im Rheinhafen brennt +++

Im Basler Rheinhafen ist ein Lagerhaus mit 15 000 Tonnen Sojaschrot in Brand geraten. Die war nach eigenen Angaben am Mittwoch mit mehreren Löschzügen im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei niemand verletzt worden, hieß es. Über dem Gebäude stand eine weithin sichtbare Rauchwolke.

+++ 16.52 Uhr: Thüringen: Erpressungen mit Nacktfotos +++

Die Kriminalpolizei Saalfeld ermittelt derzeit gegen Unbekannte, die einen Mann und eine Frau mit Nacktfotos erpressen. Die Opfer hätten bei Facebook und WhatsApp intime Fotos von sich mit anderen Usern ausgetauscht, teilte die mit. Der Mann sollte mehrmals Geld auf ein ausländisches Konto überweisen, damit die Fotos nicht veröffentlicht werden. Er überwies zunächst einen dreistelligen Betrag. Als sich die Täter damit nicht zufrieden gaben, wandte sich der 37-Jährige an die Polizei.

Auch eine 21-Jährige verschickte via WhatsApp Nacktbilder. Anders als im Fall des Mannes forderte ihr Erpresser jedoch Sex und drohte andernfalls mit Veröffentlichung der Fotos. Außerdem bedrohte und beleidigte der Täter die Frau, als sie den Kontakt abbrechen wollte. Die Polizei ermittelt nun in beiden Fällen wegen Nötigung und Erpressung. Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen gibt, war zunächst unklar

+++ 16.35 Uhr: US-Angriff stoppt IS-Konvoi aus dem Libanon +++

Mit Luftangriffen im Osten Syriens haben die US-Streitkräfte einen Konvoi der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus dem gestoppt. Die Kampfflieger hätten eine Straße und eine Brücke zerstört und damit dem Buskonvoi mit mehreren hundert IS-Kämpfern und ihren Angehörigen den Weg abgeschnitten, sagte ein Sprecher der US-geführten Anti-IS-Koalition, Ryan Dillon, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Die IS-Miliz hatte nach wochenlangen Gefechten im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Libanon mit der libanesischen Hisbollah-Miliz den Abzug ihrer Kämpfer vereinbart. Das umstrittene Abkommen sieht vor, dass die Dschihadisten mit ihren Familien nach Bukamal in der ostsyrischen Provinz Deir Essor gebracht werden, die als einzige Provinz noch unter Kontrolle der Extremistengruppe ist.

+++ 16.06 Uhr: 70.000 Menschen: Größte Evakuierung der Nachkriegsgeschichte in Frankfurt +++

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe steht in eine der größten Evakuierungen der deutschen Nachkriegsgeschichte bevor. Rund 70.000 Menschen müssen voraussichtlich am Sonntag ihre Wohnungen verlassen, sagte ein Polizeisprecher.


+++ 15.53 Uhr: Ryanair gibt kein Angebot für Air Berlin ab +++

Der irische Billigflieger Ryanair wird kein Angebot für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin abgeben. Wenn es ein offenes und transparentes Insolvenzverfahren geben würde, würde er für Air Berlin bieten - sowohl als Ganzes als auch für Teile der Airline, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in Berlin. Dies sei jedoch nicht der Fall, vielmehr handele es sich ein "abgekartetes Spiel" zwischen der Bundesregierung, der Lufthansa und Air Berlin.


+++ 15.35 Uhr: Stinkbombe zum Tag der Deutschen Einheit kommt teuer +++

Er ließ am Tag der Deutschen Einheit 2015 absichtlich eine Stinkbombe im Zelt der Bundesregierung hochgehen, nun muss ein 28-Jähriger dafür 900 Euro zahlen. Im Gegenzug für die Geldauflage wurde das Strafverfahren beim Amtsgericht Frankfurt wegen "geringer Schuld" eingestellt. Der Angeklagte entschuldigte sich für die Tat. Weil es sich beim Tatort um das Zelt der Regierung handelte, bestimmte das Gericht die Staatskasse zur Empfängerin des Geldes. "Protest ist gut,  beim nächsten Mal aber bitte etwas pfiffiger und intelligenter", sagte die Amtsrichterin in Richtung des Angeklagten.

Beim Fest zum 25. Jahrestag der Einheit hatte der Mann im Oktober 2015 das voll besetzte Zelt auf dem Frankfurter Rossmarkt betreten. Kurz darauf machten sich unangenehme Gerüche breit. Viele Anwesende hielten sich die Nase zu und gingen sofort ins Freie. In dem Zelt hatte die Regierung mit Ständen über ihre Arbeit informiert. Von Sicherheitskräften wurde der Mann schnell als Urheber ausgemacht. Bei der Stinkbombe handelte es sich um eine Glasampulle mit Buttersäure.  

+++ 15.10 Uhr: Mutmaßlicher Islamist begeht Suizid in Hamburger Gefängnis +++

In Hamburg hat sich ein mutmaßlicher Islamist im Gefängnis das Leben genommen. Der 40-jährige Syrer Abdullah K. wurde am Morgen leblos in seiner Zelle einer Untersuchungshaftanstalt aufgefunden, wie die Justizbehörde der Hansestadt mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen hatte er sich demnach erhängt. K. saß als mutmaßliches Mitglied der als ausländische terroristische Vereinigung eingestuften Dschabhat al-Nusra seit Juni 2017 in Untersuchungshaft. K. soll sich laut Hamburger Justizbehörde für die Miliz an Kämpfen beteiligt sowie Fahr- und Wachdienste übernommen haben. Laut der Behörde gab es bei ihm keine Anzeichen für einen Suizid.

+++ 15.08 Uhr: Salpetersäure in Berlin ausgelaufen - Verletzte +++

In Berlin sind rund 900 Liter Salpetersäure ausgelaufen. 18 Menschen wurden nach Angaben eines Feuerwehrsprechers verletzt, 13 davon kamen in ein Krankenhaus. Sie erlitten Atemwegsreizungen. Die Salpetersäure war demnach auf einem Betriebsgelände in Berlin-Lichterfelde aus einem Behälter ausgelaufen und zum Teil auf eine Straße und von dort in einen Abwasserkanal gelangt. Es handele sich aber nur um eine sehr geringe Menge, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot und mit Spezialkräften im Einsatz. Für Anwohner bestand demnach keine Gefahr.

+++ 14.41 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar kritisiert Trumps Umgang mit Medien +++

Scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump vom höchsten Aufseher der Vereinten Nationen über die Menschenrechte: Mit seiner ständigen Diffamierung der Medien richte Trump nicht nur immensen Schaden an, sondern mache sich womöglich wegen Anstachelung zur Gewalt schuldig, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Mittwoch in Genf.

+++ 14.31 Uhr: 15-Jährige erstickt Neugeborenes nach Geburt +++

Ein 15-jähriges Mädchen hat in Bochum in der elterlichen Wohnung heimlich ein Kind zur Welt gebracht und das Neugeborene danach erstickt. Innerhalb der Familie habe die Jugendliche sowohl Schwangerschaft als auch Geburt geheimhalten können, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Sie habe offensichtlich unter großer Angst gehandelt. Das Mädchen vertraute sich nach der Tat Bekannten an, die die Polizei riefen. Beamte fanden in der Nacht zum Mittwoch den toten Säugling in der Wohnung. Das Mädchen kam ins Krankenhaus. Weitere Details seien nicht bekannt. Die Obduktion der Babyleiche stehe noch aus.


+++ 14.07 Uhr: Nordkorea droht mit weiteren Raketentests +++

Ungeachtet internationaler Proteste droht Nordkorea mit weiteren Raketentests. Machthaber Kim Jong Un nannte den Abschuss einer Rakete über Japan hinweg nur den "Auftakt" für weitere Tests mit dem Ziel Pazifik. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den jüngsten Abschuss einhellig. Neue Sanktionen verabschiedete das Gremium vorerst nicht.

+++ 14.05 Uhr: Al-Jazeera-Korrespondent in Israel behält Presseausweis +++

Israel will einem Korrespondenten des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera vorerst doch nicht den Presseausweis entziehen. Elias Karam habe deutlich gemacht, dass er sich nicht als Teil des palästinensischen Widerstandes gegen Israel sehe, teilte das Regierungspressebüro mit. Man werde seine Berichte in den kommenden sechs Monaten überprüfen. Der Leiter des Büros von Al Jazeera in Jerusalem, Walid Omari, wollte die Entscheidung zunächst nicht kommentieren.

+++ 13.49 Uhr: UN werfen Sicherheitskräften in Venezuela Folter vor +++

 In Venezuela sind Regierungsgegner nach UN-Angaben gefoltert worden. Bei der Unterdrückung regierungskritischer Proteste seien zahlreiche Menschenrechte verletzt worden, sagte der für Menschenrechte zuständige UN-Hochkommissar Said Raad al-Hussein in Genf. Viele Menschen seien misshandelt worden, "was in einigen Fällen Folter gleichgekommen ist", so Said. Sein Büro stellte einen Bericht über die Lage in dem südamerikanischen Land vor. Die Demokratie werde untergraben, sagte Said.

+++ 12.49 Uhr: Maas will Aufklärung wegen Datenspeicherung durch BKA +++

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich alarmiert von einem Bericht über womöglich massenhafte, illegale Datenspeicherung beim Bundeskriminalamt (BKA) gezeigt. "Das sind sehr schwerwiegende Vorwürfe. Es muss sorgfältig aufgeklärt werden, inwiefern massenhaft rechtswidrig Daten gespeichert wurden", erklärte Maas in Berlin. Der SPD-Minister mahnte grundsätzlich zur Zurückhaltung bei der Informationsspeicherung: "Unnötig gespeicherte Daten schaffen nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Sie erschweren die Suche nach den wirklich relevanten Informationen."

Anlass ist ein ARD-Bericht, wonach das BKA möglicherweise unzulässig Daten zu mehr als einer Million angeblicher Straftaten gespeichert hat. Den Informationen des ARD-Hauptstadtstudios zufolge ergaben dies Recherchen nach der Verweigerung von Akkreditierungen für Journalisten beim G20-Gipfel in Hamburg.

+++ 12.45 Uhr: 30 Jahre nach Sexualmord: Täter nach DDR-Recht verurteilt +++

Gut 30 Jahre nach einem Sexualmord im sächsischen Vogtland ist ein 62-Jähriger zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Zwickau sah es nach 43 Verhandlungstagen als erwiesen an, dass der Mann am 9. April 1987 eine damals 18-Jährige vergewaltigt und erdrosselt hat. Wegen der Brutalität der Tat stellte die Kammer zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit wird eine vorzeitige Haftentlassung für den Mann aus dem thüringischen Gera erschwert.

Mit dem Urteil folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Verurteilt wurde der gebürtige Zwickauer nach dem zum Zeitpunkt der Tat geltenden DDR-Recht, nach dem auch eine geringere Strafe möglich war.

+++ 12.25 Uhr: Reizgas-Alarm am Flughafen Tegel +++

Bei einen Unfall am Berliner Flughafen Tegel sind vier Menschen durch ausströmendes Reizgas verletzt worden. Ein Fluggast hatte vor dem Betreten des Sicherheitsbereichs sein Pfefferspray in den vorgesehenen Spezialbehältern entsorgen wollen. Dabei löste sich vermutlich eine Kartusche und das Gas strömte in den Gates A8 und A9 aus, sagte Flughafensprecher Daniel Tolksdorf. Die Betroffenen wurden durch einen Notarzt an Ort und Stelle behandelt, zwei mussten zum zusätzlichen Gesundheitscheck ins Krankenhaus. "So etwas passiert immer mal wieder", sagte Tolksdorf. Trotzdem nehme das Unternehmen die Meldungen ernst.

Bundespolizei und Berliner Feuerwehr waren im Einsatz und sperrten den Bereich gegen 10.30 Uhr für rund eine halbe Stunde. Zu Flugausfällen oder Verspätungen sei es durch den Einsatz nicht gekommen, sagte der Sprecher. Warum das Reizgas aus der Flasche entwich, konnten sich die Behörden bislang nicht erklären. Die Bundespolizei ermittelt, geht aber ebenfalls von einem Versehen aus.

+++ 12.16 Uhr: Tödliche Brandattacke: Täter muss in Psychiatrie +++

Wegen der tödlichen Brandattacke auf seine Frau hat ein Gericht den Ehemann dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen. Der 41-Jährige habe seine Frau am 7. Dezember 2016 im Wahn mit Benzin überschüttet und angezündet, urteilte das Kieler Landgericht. Wegen seiner schweren Wahnerkrankung bleibe er gefährlich und müsse in der Psychiatrie bleiben, sagte der Vorsitzende Richter. Der aus Togo stammende Mann ist dort bereits seit der Tat vorläufig untergebracht.

Das 38-jährige Opfer - Mutter zweier kleiner Kinder - starb auf offener Straße in Kronshagen bei Kiel einen qualvollen Feuertod. Der 41-Jährige musste sich wegen heimtückischen und grausamen Mordes verantworten - begangen im Zustand der Schuldunfähigkeit.

+++ 11.59 Uhr: Motorradfahrer tötet Mutter und Sohn +++

Eine 48-jährige Mutter und ihr 14-jähriger Sohn sind bei einem schweren Verkehrsunfall bei Immenstadt im Allgäu gestorben. Ein 24-Jähriger hatte die Kontrolle über sein Motorrad verloren und war in die Familie am Straßenrand geschleudert, wie die Polizei mitteilte. Der Motorradfahrer und die 16-jährige Tochter der Familie erlitten schwere Verletzungen und wurden mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht. Der Familienvater (50) blieb unverletzt. Wie es am Dienstag genau zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.

+++ 11.39 Uhr: Mehr als 18.000 Rohingya aus Myanmar nach Bangladesh geflohen +++

Wegen neuer Kämpfe zwischen Myanmars Armee und Rebellen der Rohingya sind mehr als 18.000 Angehörige der muslimischen Minderheit ins Nachbarland Bangladesch geflohen. In den vergangenen sechs Tagen seien 18.500 Rohingya aus dem westlichen Bundesstaat Rakhine über die Grenze gekommen, sagte der zuständige Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Chris Lom, der Nachrichtenagentur AFP. In Bangladesch leben bereits etwa 400.000 Rohingya.

11.35 Uhr: Mehr als zwei Millionen Muslime beginnen Hadsch in Mekka +++

Mehr als zwei Millionen Muslime aus aller Welt haben am Mittwoch im saudiarabischen Mekka die jährliche Pilgerfahrt Hadsch begonnen. Rund 100.000 Sicherheitskräfte sollen für einen reibungslosen Ablauf des fünftägigen Großereignisses sorgen. Die Pilgerfahrt zu den heiligsten Stätten des Islam findet in diesem Jahr vor dem Hintergrund extremer regionaler Spannungen statt.

+++ 11.15 Uhr: Schildkröte angebunden - Polizei rückt aus +++

Ungewöhnlicher Einsatz für die Polizei in Bad Dürkheim: Die Beamten rückten am Dienstagabend in einen Garten nach Ellerstadt aus - um eine griechische Landschildkröte zu befreien. Das Tier war mit einer rund 60 Zentimeter langen Schnur angebunden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Das Band sei durch ein Loch im Panzer der Schildkröte gezogen worden. Nach Polizeiangaben hatte eine Mitarbeiterin des Tierschutzes das Tier entdeckt und die Polizei gerufen. Sie habe sich Sorgen gemacht, die Schildkröte könne sich verletzen.

Der Halter des Tiers ist den Angaben zufolge im Urlaub. Die Polizei befreite die Schildkröte und setze sie in ihr Gehege. Gegen den Halter wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

+++ 10.31 Uhr: BKA soll mehr als eine Million Daten illegal gespeichert haben +++

Das Bundeskriminalamt (BKA) speichert nach einem ARD-Bericht möglicherweise illegal Daten zu mehr als einer Million angeblicher Straftaten. Das ARD-Hauptstadtstudio berief sich am Mittwoch auf Ergebnisse von Recherchen nach der Verweigerung von Akkreditierungen für Journalisten beim G20-Gipfel in Hamburg. Datenschützer erkennen demnach "ein Muster" bei falschen und rechtswidrigen Einträgen.
Das Bundesinnenministerium teilte demnach dem ARD-Hauptstadtstudio auf Anfrage mit, allein in der Fallgruppe "Innere Sicherheit" seien aktuell 109.625 Menschen und 1.153.351 Datensätze zu einzelnen politisch motivierten Straftaten gespeichert. Das wäre das 27-fache der 41.549 politisch motivierten Straftaten, die laut Kriminalitätsstatistik im Jahre 2016 insgesamt begangen wurden. In der Falldatei "Rauschgift" seien sogar rund 700.000 Menschen gespeichert, meistens wegen Cannabis-Bagatelldelikten, wegen denen es nur sehr selten einen Strafbefehl oder eine Verurteilung gegeben habe.

+++ 10.17 Uhr: Drei Kinder ertrunken - Ermittlungen gegen Bürgermeister und Mutter +++

Mehr als ein Jahr nach der Tragödie um drei in einem Dorfteich in Nordhessen ertrunkene Geschwister wird gegen den Bürgermeister von Neukirchen und die Mutter der Kinder ermittelt. Beiden werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, sagte der Marburger Staatsanwalt Oliver Rust der Deutschen Presse-Agentur. Mit Ergebnissen der Ermittlungen rechnet die Behörde in etwa vier bis sechs Wochen.

Der Fall hatte über Hessen hinaus Betroffenheit ausgelöst. Am Abend des 18. Juni 2016 waren die Kinder im Alter von fünf, acht und neun Jahren im Ortsteil Seigertshausen ohne Fremdeinwirkung ertrunken. Unklar ist bislang, welchen Zweck der Dorfteich erfüllt und ob und wie er hätte gesichert werden können - oder müssen. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "Löschwasserrückhalteteich", Bürgermeister Klemens Olbrich von einem "Fischteich" oder "Freizeitteich", der keines Zaunes bedürfe.

+++ 10.05 Uhr: "Harvey" könnte Alligatoren zur Flucht verhelfen +++

Die Hochwasser-Opfer in Texas haben eigentlich schon genug Sorgen. Nun müssen sie auch noch befürchten, dass wegen des steigenden Wassers hunderte Alligatoren aus einem Tierpark ausbrechen. Denn auch der Abenteuerpark Gator Country nordöstlich von Houston wurde überschwemmt, das Wasser stieg bis kurz unter die Zäune der Alligatorengehege, wie Parkchef Gary Saurage dem Fernsehsender KFDM sagte.

++ 9.55 Uhr: Menschenrechtgerichtshof hebt Stopp für Abschiebung von Gefährder auf +++

Deutschland kann einen 18-jährigen islamistischen Gefährder nun doch aus Bremen nach Russland abschieben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hob seinen vorläufigen Stopp der Abschiebung auf, wie am Dienstagabend in Straßburg mitgeteilt wurde. Dem russischen Staatsbürger, der in Dagestan geboren wurde und in Deutschland aufgewachsen ist, wird ein Terroranschlag zugetraut. Die deutschen Behörden wollen ihn deshalb abschieben.

Ende Juli hatte der Menschenrechtsgerichtshof dies vorläufig verhindert. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob die Abschiebung mit der Menschenrechtskonvention vereinbar ist, steht weiter aus. Der 18-Jährige ist der Ansicht, dass ihm in seinem Geburtsland Folter, Überwachung oder Verhaftung drohen würden. Er befürchtet auch, dass man ihn dort "verschwinden" lassen könnte. 

+++ 9.45 Uhr: Deutsche Marine rettet 158 Flüchtlinge aus Seenot +++

 Die deutsche Marine hat im Mittelmeer 158 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Das Verteidigungsministerium in Berlin erklärte am Mittwoch, die Besatzung der Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" sei einem Schlauchboot rund hundert Kilometer nördlich der libyschen Küste zu Hilfe geeilt. Unter den Geretteten seien sechs Frauen sowie 55 Kinder und Jugendliche. Die Fregatte ist nach Angaben des Ministeriums auf dem Weg nach Sizilien. Im Hafen von Augusta sollen die Flüchtlinge den italienischen Behörden übergeben werden.

9.41 Uhr: BKA hält islamistische Terroranschläge auf Bahnverkehr für möglich +++

Nach Auswertung von jüngsten Al-Kaida-Publikationen hält das Bundeskriminalamt (BKA) Terrorattacken auf den Bahnverkehr für möglich. "Anschläge auf den Zugverkehr durch Sabotage der Eisenbahnschienen scheinen in den Gedankenspielen dschihadistischer Gruppierungen einen immer größeren Platz einzunehmen", sagte ein BKA-Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bereits im Juli sei in einem Internetforum, das dem Islamischen Staat (IS) nahestehe, erörtert worden, Züge in Europa zum Entgleisen zu bringen. "Hier wurde das schwere Zugunglück von Bad Aibling im Jahr 2016 als erstrebenswertes Ziel angeführt", erklärte das BKA. Konkrete Hinweise auf geplante Anschläge und Deutschlandbezüge lägen aber nicht vor.  

+++ 8.46 Uhr: Kleinkind stirbt nach Sturz aus dem Fenster +++

Ein 21 Monate altes Mädchen ist nach einem Sturz aus einem Fenster in Solingen gestorben. Das Kind war am Montag bei einem Sturz aus der vierten Etage eines Mehrfamilienhauses schwer verletzt worden und starb einen Tag später in einer Spezialklinik, wie die Polizei mitteilte. Wie es zu dem Unfall kam, war noch unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu den genauen Umständen des Sturzes dauerten an.

+++ 8.41 Uhr: USA klagen weitere Erdogan-Leibwächter nach Prügel-Attacke an +++

Nach einem Angriff auf Demonstranten hat das US-Justizministerium drei weitere Leibwächter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Abwesenheit angeklagt. Sie würden verdächtigt, während Erdogans Besuch in Washington im Mai gewaltsam gegen friedliche kurdische Demonstranten vorgegangen zu sein, erklärte das Ministerium am Dienstag in Washington. Insgesamt sind damit 19 Leibwächter beschuldigt, 17 von ihnen werden mit Haftbefehlen gesucht.

+++ 8.25 Uhr: Euro beendet Höhenflug +++

Der Kurs des Euro hat seinen jüngsten Höhenflug vorerst beendet. Am Mittwochmorgen stand er unter der Marke von 1,20 US-Dollar. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1970 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag noch auf 1,2048 Dollar festgesetzt. Am Dienstag war der Eurokurs noch zeitweise bis auf 1,2070 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2015 gestiegen, bevor deutliche Gewinnmitnahmen einsetzten. Im weiteren Handelsverlauf rücken neue Daten zur Preisentwicklung in der Eurozone in den Mittelpunkt des Interesses. Experten gehen davon aus, dass die Inflation im Euroraum weiter ungewöhnlich schwach bleibt.

+++ 8.10 Uhr: Pentagonchef: Transgender dürfen in US-Armee bleiben +++

Transgender dürfen in der US-Armee bleiben: Das kündigte Pentagonchef Jim Mattis am Dienstag (Ortszeit) in Washington an. Die Entscheidung des US-Verteidigungsministers gilt für alle Transgender, die bereits in den Streitkräften Dienst tun. Mit dem von Präsident Donald Trump verhängten Aufnahmestopp für neue Rekruten soll sich eine Expertenkommission befassen. Trump hatte das Verteidigungsministerium am Freitag angewiesen, künftig keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen. Der Rekrutierungsstopp soll am 23. März 2018 in Kraft treten. In einem Tweet im Juli hatte Trump zur Begründung geschrieben, die Armee dürfe nicht mit den "enormen medizinischen Kosten" belastet werden sowie mit der Unruhe, die die Aufnahme von Transgender mit sich bringe.


+++ 7.45 Uhr: Sandra Bullock spendet eine Million Dollar für Harvey-Hilfe +++

Die Schauspielerin Sandra Bullock (53) hat angekündigt, eine Million Dollar (rund 835.000 Euro) für die Opfer des Hurrikans "Harvey" im US-Bundesstaat Texas zu spenden. "Ich bin einfach nur dankbar, dass ich es tun kann. Wir müssen alle unseren Teil beitragen", sagte die Oscarpreisträgerin dem US-Magazin "People". Die Spende soll die Hilfsmaßnahmen des Roten Kreuzes in Texas unterstützen. "Das ist ein unglaubliches Geschenk", erklärte Elizabeth Penniman vom Amerikanischen Roten Kreuz.


+++ 7.15 Uhr: Griechische Fähre auf Grund gelaufen +++

Eine griechische Fähre mit 205 Passagieren an Bord ist in der Nacht zum Mittwoch im Hafen der Kykladeninsel Ios auf Grund gelaufen. Wie die Küstenwache und die Reederei Blue Star Ferries übereinstimmend mitteilten, sind alle Passagiere und die Besatzung wohlauf. Die Reisenden wurden demnach von einer anderen Fähre aufgenommen und in den Hafen von Ios gebracht. Die Besatzung versuchte am Mittwochmorgen, die Fähre wieder frei zu bekommen, wie örtliche Medien berichteten. In Nord- und Mittelgriechenland sowie in weiten Teilen der Ägäis regnete und hagelte es vielerorts, wie das Nationale Wetteramt meldete. Eine Wetterbesserung wurde für Donnerstag erwartet.

+++ 6.15 Uhr: Lichtenhagen-Mahnmal beschädigt +++

Unbekannte haben die Gedenkstele für die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen beschädigt. Das Mahnmal mit dem Namen "Selbstjustiz" war erst am vergangenen Wochenende zum 25. Jahrestag der Krawalle eingeweiht worden. Damit wurden bereits drei von fünf neuen Stelen verschandelt. Ob die Tat in der Nacht auf Mittwoch einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat, war nach Polizeiangaben zunächst unklar. Wie die Polizei berichtete, stahlen die Täter ein lose aufliegendes Betonstück von der Stele vor dem "Sonnenblumenhaus". Es war Teil einer Bodenplatte, die rechte Randalierer im August 1992 zertrümmert hatten. Die Bruchstücke nutzten sie als Wurfgeschosse. Vom 22. bis zum 26. August 1992 hatten Anwohner und Neonazis unter dem Applaus Tausender Schaulustiger die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und ein Wohnheim für vietnamesische Arbeiter angegriffen und teils in Brand gesetzt.

+++ 2.25 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest einstimmig +++

Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas am Dienstagabend einstimmig als "empörend" verurteilt. Die 15 Mitglieder des höchsten UN-Gremiums riefen Pjöngjang auf, weitere Tests zu unterlassen und im Einklang mit früheren UN-Resolutionen sein Atomprogramm einzustellen. Die jüngsten Raketentests des nordkoreanischen Militärs unterminierten "absichtlich regionalen Frieden und Stabilität und haben weltweit große Sicherheitsbedenken ausgelöst", heißt es in einer im Anschluss an die Sondersitzung verbreiteten Erklärung.


+++ 0.15 Uhr: Männer doppelt häufig von Hartz-IV-Sanktionen betroffen +++

Männlichen Hartz-IV-Empfängern wird nach einem Zeitungsbericht doppelt so oft wie Frauen das Geld wegen Pflichtverletzungen gekürzt. Das gehe aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor, schreibt die "Rheinische Post" (Mittwoch). Gegen durchschnittlich 91 000 Männer und 44 000 Frauen wurden demnach im ersten Quartal 2017 Sanktionen verhängt. "Frauen halten sich eher an die Regeln als Männer", sagte dazu ein Sprecher der Bundesagentur. Er betonte zugleich, dass sich 95 Prozent der Menschen grundsätzlich an die "Spielregeln" hielten und Meldepflichten sowie Vereinbarungen der Jobcenter beachteten.

feh/wue/tis/tkr/DPA/AFP

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