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News des Tages: Verdacht auf Kindesmissbrauch: Polizei nimmt Olympiasieger fest

Polizei nimmt österreichischen Judo-Olympiasieger in Kiew fest +++ Hamburg: Messerstecher angeblich in Besitz einer IS-Fahne +++ Hessen: 200 Bäume stürzen um - Kinder in Ferienlager eingeschlossen +++ Schüsse in Moskauer Gericht mit drei Toten +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Peter Seisenbacher

Peter Seisenbacher

Die Nachrichten des Tages:

+++ 23.47 Uhr: Verdacht auf Kindesmissbrauch: Polizei nimmt Olympiasieger fest +++

Der österreichische Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher ist wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch festgenommen worden. Der 57-Jährige wurde in der Ukraine gefasst, wie die Ermittler in Wien mitteilten. Seisenbacher wurde sieben Monate lang mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Dem Mittelgewichts-Champion der Olympischen Spiele von 1984 und 1988 wird vorgeworfen, als Trainer zwei Mädchen missbraucht zu haben. In einem dritten Fall wird ihm versuchter Missbrauch zur Last gelegt. Die Übergriffe sollen ab Ende der 1990er Jahre erfolgt sein. Eines der Opfer war damals elf Jahre alt und soll über drei Jahre hinweg von ihm sexuell belästigt worden sein.

Seisenbacher wurde in seiner Wohnung in Kiew gefasst, wie die ukrainische Polizei bestätigte. Er war im Dezember nicht zu einem Gerichtstermin in Wien erschienen und war seitdem zur Fahndung ausgeschrieben. Zu den Vorwürfen hat er sich nie geäußert.

+++ 23.39 Uhr: Hamburger Messerangreifer war angeblich im Besitz von IS-Fahne +++

Der Messerangreifer von Hamburg hat einem Medienbericht zufolge eine kleine Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) besessen. Diese sei im Flüchtlingsheim-Zimmer des 26-Jährigen gefunden worden, berichtete die "Bild"-Zeitung ohne nähere Angaben von Quellen. Das Fähnchen sei an der Innenseite einer Spindtür angebracht gewesen.

Bei der Messerattacke vergangenen Freitag in einem Supermarkt in Hamburg und der Verfolgung des mutmaßlichen Täters waren sieben Menschen verletzt und ein Mensch getötet worden.

Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geborene Palästinenser hatte einem "Spiegel"-Bericht zufolge in Norwegen einen Asylantrag gestellt, er war dann aber 2015 nach Deutschland gekommen. Den Sicherheitsbehörden war er als Islamist bekannt, er wurde aber nicht als als "Gefährder" eingestuft - also als jemand, dem ein Terrorakt zuzutrauen ist. Es gab auch Hinweise, dass er psychisch labil war.

+++ 23.05 Uhr: Raser in Frankreich zu einem Jahr Gefängnis verurteilt +++

In Frankreich ist ein Raser zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft in Dijon teilte mit, das Urteil sei nach einer beispiellosen Verfolgungsjagd des 21-Jährigen mit der Polizei ergangen. Der Belgier war demnach am Sonntag im Osten Frankreichs mit 163 Stundenkilometern geblitzt worden. Aufforderungen der Polizei zum Anhalten leistete er keine Folge. Stattdessen raste er den Beamten davon und kam erst mehr als 100 Kilometer weiter zum Stehen - und das auch nur wegen eines Staus.

Zwischenzeitlich erreichte der Verkehrsrowdy den Ermittlern zufolge Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern. Den Vater des Rasers, der als Beifahrer im Wagen saß, verurteilte das Gericht in Mâcon im Departement Saône-et-Loire zu einer siebenmonatigen Haftstrafe. Nach Überzeugung des Gerichts stiftete er seinen Sohn zu der Kamikaze-Fahrt an. Die Mutter und Nichte des Fahrers, die ebenfalls im Auto saßen, kamen ohne Strafen davon.

+++ 23.01 Uhr: Jazz-Musiker Chuck Loeb gestorben +++

Der Jazz-Musiker Chuck Loeb ist tot. Loeb sei in der Nacht zum Dienstag im Alter von 61 Jahren "friedlich von uns gegangen", wie seine Familie auf Facebook mitteilte.

Jazz-Musiker Chuck Loeb ist tot

Jazz-Musiker Chuck Loeb ist tot

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Loeb war 1955 in der Nähe von New York geboren worden und hatte schon früh gelernt, Gitarre zu spielen. Später wurde er Jazz-Musiker und war sowohl mit Bands als auch solo erfolgreich. Unter anderem spielte er auch mit den deutschen Musikern Thomas Quasthoff und Till Brönner.

Loeb war verheiratet und hatte zwei Töchter. Eine Todesursache wurde zunächst nicht genannt.

+++ 22.03 Uhr: Juncker warnt in Diesel-Affäre vor Imageschaden für Deutschland +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat wegen des Abgas-Skandals vor einem Imageschaden für Deutschland gewarnt. Durch das Fehlverhalten Weniger habe die Bundesrepublik bereits einen Ansehensverlust erlitten, sagte Juncker dem ARD-Europastudio Brüssel. Er riet der Bundesregierung, das Thema beim Diesel-Gipfel am Mittwoch offensiv anzugehen. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich dieser Schatten, der jetzt über der Automobilbranche liegt, auch auf andere Branchen übertragen könnte", fügte er hinzu.
Junker schloss ein Einschreiten der Brüsseler Behörde nicht aus. "Je nachdem, wie die Dinge sich entfalten, wird die EU-Kommission auch in Sachen Kartellrecht zu Schritten bereit sein", sagte Juncker. Einzelheiten nannte er nicht.

+++ 21.06 Uhr: Erstmals hitzefrei für Wiener Fiakerpferde +++

Die Pferde der weltberühmten Wiener Fiaker haben bei Temperaturen über 35 Grad erstmals hitzefrei bekommen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, rief sie die Kutscher in der österreichischen Hauptstadt auf, ihre Standplätze aufzusuchen und die Tiere im Schatten ausruhen zu lassen.

Kühle Dusche für Kutschpferde: Die Fiakerpferde in Wien haben hitzefrei

Kühle Dusche für Kutschpferde: Die Fiakerpferde in Wien haben hitzefrei

Der Wiener Landtag hatte im Juni 2016 ein neues Gesetz verabschiedet. Danach sollen die Kutschpferde bei Temperaturen ab 35 Grad Celsius nicht im Einsatz sein. Ihre tägliche Arbeitszeit wurde außerdem um eine Stunde verringert. Die Fiaker zählen zu Wiens größten Touristenattraktionen.

+++ 20.29 Uhr: Falschfahrer muss wegen Mordes vor Gericht +++ 

Ein Falschfahrer, der in Suizid-Absicht den Unfalltod eines Ehepaares verursacht haben soll, steht im September wegen Mordes in Aachen vor Gericht. Der 47-Jährige ist nach Angaben des Landgerichts wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in sechs Fällen angeklagt.

Der Mann soll im Januar in Düren-Merzenich als Falschfahrer auf die Autobahn 4 aufgefahren sein und einen Unfall mit zwei Toten und drei Verletzten verursacht haben. Er habe sich rücksichtslos über das Lebensrecht der entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer gestellt, heißt es demnach in der Anklage.

Der Niederländer überlebte lebensgefährlich verletzt und ist den Angaben zufolge in einem Justizkrankenhaus in Untersuchungshaft.

+++ 20.18 Uhr: US-Botschaftspersonal räumt Gebäude in Moskau +++

Im Streit um die von Washington gegen Russland verhängten Sanktionen hat das US-Botschaftspersonal zwei Gebäude am Rande von Moskau geräumt. Eine Botschaftssprecherin sagte, aus einem Sommerhaus und einem Lager der diplomatischen Vertretung seien Möbel und andere Gegenstände entfernt worden. Das russische Außenministerium hatte am Freitag angekündigt, der US-Botschaft sei die Nutzung der beiden Einrichtungen ab dem 1. August untersagt.

Ab dem 1. September müssen die USA außerdem ihr diplomatisches Personal verringern, und zwar von 755 auf 455 Mitarbeiter - exakt so viel wie Russlands diplomatisches Personal in den USA. Zur Begründung hieß es, Moskau reagiere auf die "Russlandfeindlichkeit", die sich in dem US-Sanktionsbeschluss zeige.

+++ 19.18 Uhr: Über 20 Tote bei Anschlag auf Moschee in Afghanistan +++ 

Bei einem Anschlag auf eine Moschee in Westafghanistan sind mehr als 20 Menschen getötet worden. Rund 30 weitere wurden verletzt, wie ein Krankenhaus in der Stadt Herat mitteilte. Zuvor hatte das Innenministerium von mindestens zehn Verletzten durch eine Explosion in der schiitischen Dschawadija-Moschee gesprochen.

+++ 18.59 Uhr: Kinder nach Unwetter in Ferienlager eingeschlossen - Straße wieder frei +++

In der Nähe von Wiesbaden im Rheingau-Taunus-Kreis sind in der Nacht etwa ein Dutzend Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren gemeinsam mit ihren Betreuern in einem Feriencamp eingeschlossen worden. Dies berichtete die Polizei. Verletzt wurde niemand. 

Weil rund um das Gebiet etwa 200 Bäume umstürzten, gab es bis Dienstagmittag kein Durchkommen. Am Nachmittag teilte die Polizei mit: "Mittlerweile wurde ein Weg dorthin wieder freigeräumt und ist befahrbar."

In der Nacht hatten Unwetter in Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen zahlreiche Feuerwehr-Einsätze verursacht. Betroffen war etwa die Gegend um die Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden. In vielen Fällen mussten nach Angaben der Einsatzkräfte umgestürzte Bäume und Äste weggeräumt werden. In Mittelhessen sprach die Polizei von zwei Blitzeinschlägen in Wohnhäuser. Es kam zu Bränden, verletzt wurde niemand.

+++ 16.29 Uhr: Diebe klauen eingeschlafenen Zugreisenden 25.000 Euro +++

Fette Beute haben Diebe bei einem schlafenden Zugreisenden zwischen den Bahnhöfen Frankfurt am Main und Offenburg gemacht: Sie stahlen dem eingenickten 43-Jährigen seinen Rucksack - mitsamt 25.000 Euro in bar, wie die Bundespolizei in Weil am Rhein mitteilte. Dem Opfer zufolge sollte das in einem Kuvert steckende Geld der Ausrichtung seiner geplanten Hochzeit in Freiburg dienen.

Als das Opfer kurz hinter Offenburg den Diebstahl bemerkte, waren neben seinem Rucksack auch zwei Mitreisende aus dem ICE verschwunden. Nach den Männern im Alter von etwa 20 bis 25 Jahren sucht nun die Bundespolizei.

+++ 15.28 Uhr: Verdächtiger nach Einbruch in Kölner Dom festgenommen +++

Einer der beiden mutmaßlichen Einbrecher in den Kölner Dom ist der Polizei ins Netz gegangen. Ein 29-Jähriger wurde am Dienstag auf dem Flughafen Köln/Bonn festgenommen, wie die Bundespolizei mitteilte. Er kam aus London, wohin er sich unmittelbar nach dem Einbruch abgesetzt hatte. Er wurde mit Haftbefehl gesucht.

Zusammen mit einem noch flüchtigen Komplizen soll er am 17. Juli in den Kölner Dom eingebrochen sein, um hochwertige Elektrowerkzeuge und Funkgeräte zu stehlen. Ihn erwarte nun ein Prozess, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 15.16 Uhr: 91-Jähriger rast mit Tempo 160 in Autobahn-Baustelle +++

Weder Streifenwagen noch Tempolimits haben einen rasenden Rentner auf der Autobahn 9 in Oberfranken beeindruckt. Der 91-Jährige überholte in seinem Porsche nach Polizeiangaben mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit zwischen Trockau und Bayreuth einen Streifenwagen. Mit 160 Kilometern pro Stunde fuhr er durch eine Baustelle, an der maximal Tempo 80 erlaubt ist. Die Polizei nahm die Verfolgung auf und hielt den Rentner an. Der Senior zahlte noch vor Ort ein Bußgeld von 320 Euro.

+++ 14.50 Uhr: Über die Hälfte der Studenten in Australien wird sexuell belästigt +++

Mehr als die Hälfte der Studenten an australischen Universitäten ist im vergangenen Jahr sexuell belästigt worden und sieben Prozent waren schon einmal Opfer sexueller Gewalt. Die geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Bericht der Australischen Menschenrechtskommission (AHRC) hervor, die im Auftrag der 39 Universitäten des Landes mehr als 30.000 Studenten zu dem Thema befragt hatte. Bei Frauen war die Wahrscheinlichkeit, auf dem Campus, dem Weg zur Universität oder bei Universitätsveranstaltungen sexuell belästigt zu werden, demnach dreimal so hoch wie bei Männern. Nach den Worten der Gleichstellungsbeauftragten der Kommission, Kate Jenkins, ist das Ausmaß an sexueller Belästigung und Gewalt an Australiens Universitäten "untragbar". 

+++ 14:28 Uhr: Schüsse in Moskauer Gericht - Tote und Verletzte +++

In einem Moskauer Gericht sind laut Agenturberichten Schüsse gefallen und drei Angreifer getötet worden. Zwei weitere Angreifer, die auf Justizwachleute geschossen hätten, seien festgenommen worden, meldete die Agentur Interfax am Dienstag unter Berufung auf Vertreter der Sicherheitsbehörden. Die genauen Vorgänge waren unklar. Bei den Angreifern soll es sich um die Angeklagten in einem spektakulären Mordprozess vor dem Gericht des Gebiets Moskau handeln. Die Bande soll seit 2012 im Umland der russischen Hauptstadt 19 Autofahrer getötet haben. Eine Anwältin, die sich aus dem Gebäude rettete, sprach von zwei Verletzten, darunter einer Frau vom Wachpersonal. Es seien etwa 20 Schüsse gefallen.

+++ 14:13 Uhr: Vergewaltiger in Jordanien sollen Opfer nicht mehr heiraten dürfen +++

Jordaniens Unterhaus hat am Dienstag ein Gesetz aufgehoben, das Vergewaltigern eine Strafe ersparte, wenn diese ihr Opfer heirateten. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte am Dienstag für die Änderung, wie die staatliche Nachrichtenagentur Petra berichtete. Ein vom Königshaus geformter Ausschuss zur Modernisierung des Strafgesetzbuches hatte im Februar vorgeschlagen, den umstrittenen Artikel 308 abzuschaffen. Die Entscheidung des Unterhauses muss nun auch noch vom Oberhaus bestätigt werden.

+++ 13.10 Uhr: Von Papagei gebissen: Zoogeschäft-Kunde bekommt 4100 Euro +++

Für den schmerzhaften Biss eines Papageis hat ein Kunde eines Zoogeschäfts 4100 Euro zugesprochen bekommen. Der 45-Jährige hatte einen Hamster kaufen wollen, als der Papagei über ihn herfiel. Das Düsseldorfer Landgericht sprach dem Mann 500 Euro Schmerzensgeld und 3600 Euro für den Verdienstausfall zu.
Der Gebissene war sieben Wochen lang krankgeschrieben.

Gemeinsam mit seiner Freundin hatte der 45-Jährige den Düsseldorfer Laden im Oktober 2009 betreten. Aus scheinbar heiterem Himmel stürzte sich der Grau-Papagei den Angaben zufolge auf den Mann und verbiss sich erst in seiner rechten Hand und dann im Arm. Ein klarer Fall für die Halterhaftpflicht, entschied der Richter. Den Hamster kaufte das Paar trotz der Schmerzen.

Der verletzte Versicherungskaufmann hatte den Händler auf mehr als 6000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt. Der Händler gab dem 45-Jährigen die Schuld: Er müsse das Tier angefasst haben. Nach Aussage des Kunden griff der Papagei ihn aber grundlos an.

+++ 12.43 Uhr: Gaffer ermutigten Suizidgefährdeten in Baden-Baden zum Sprung in die Tiefe +++

Ein beschämendes Verhalten haben Schaulustige laut Polizei bei einem Rettungseinsatz wegen eines offenbar suizidgefährdeten Hotelgastes in Baden-Baden an den Tag gelegt. Der Mann hatte am Montagabend damit gedroht, sich vom Vordach des Gebäudes am Baden-Badener Goetheplatz zu stürzen, wie die Ordnungshüter am Dienstag in Offenburg mitteilten.

"Hierbei wurde er nicht nur von den Mobiltelefonen der zahlreich erschienenen Schaulustigen gefilmt, sondern zum Entsetzen der Einsatzkräfte durch Rufe aus den Reihen der Gaffer zum Sprung in die Tiefe ermutigt", hieß es im Polizeibericht. Dieses Verhalten der Passanten habe "selbst erfahrene Polizeibeamte erschaudern lassen".

Den herbeigerufenen Polizisten gelang es, den Mann in Gewahrsam zu nehmen und in eine Fachklinik zu bringen.

+++ 12.30 Uhr: In 41 Prozent aller Haushalte in Deutschland lebt nur eine Person +++

In rund 41 Prozent der Haushalte in Deutschland lebt nur eine Person - damit ist dieser Haushaltstyp der häufigste hierzulande. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden weiter mitteilte, liegt der Anteil der Einpersonenhaushalte in Deutschland deutlich über dem EU-Durchschnitt von 33 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2016.

EU-weit ist demnach das Alleinleben am stärksten in Nordeuropa verbreitet. Laut EU-Statistikbehörde Eurostat wohnte in Schweden 2016 bereits in mehr als der Hälfte der Haushalte (52 Prozent) nur eine Person. Einen höheren Anteil als in Deutschland gab es auch in Litauen und Dänemark mit jeweils 43 Prozent.

+++ 12.05 Uhr: Neuer Mammutprozess zu Putschversuch in der Türkei begonnen +++

 In der Türkei hat ein neuer Mammutprozess zu dem gescheiterten Militärputsch vor einem Jahr begonnen. Fast 500 mutmaßliche Putschisten sind vor einem Gericht bei Ankara des versuchten Sturzes von Präsident Recep Tayyip Erdogan angeklagt. Die Beschuldigten müssen sich speziell wegen der Ereignisse auf dem Luftwaffenstützpunkt Akinci verantworten, von dem aus der Putschversuch koordiniert worden sein soll.

+++ 11.45 Uhr: Schießerei an Disco - Obduktion soll möglichen Drogeneinfluss klären +++

Nach der tödlichen Schießerei an einer Konstanzer Diskothek soll eine Obduktion klären, ob der Täter unter Drogen stand. Die Untersuchung werde voraussichtlich noch im Laufe des Tages durchgeführt, sagte ein Polizeisprecher. Neben einem möglichen Drogeneinfluss würden auch die Todesursache des 34-Jährigen sowie weitere Verletzungen geklärt. Auch der Leichnam eines bei der Schießerei getöteten Türstehers werde obduziert.

+++ 11.10 Uhr: Millionen Eier in den Niederlanden zurückgerufen +++

Die niederländischen Behörden haben Millionen mit einem Insektizid verseuchte Eier aus Supermärkten zurückrufen lassen. Der Verzehr der Eier mit dem Aufdruck X-NL-40155XX könne gesundheitsschädlich sein, warnte die Lebensmittelaufsichtsbehörde. Die Eier enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil. Fipronil kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen, sagte eine Sprecherin der Lebensmittelbehörde. Der Stoff sei auch in anderen Eiern gefunden worden, allerdings in einer niedrigeren Konzentration.

+++ 10.34 Uhr: Frau aus Thüringen stirbt in den Salzburger Bergen - Enkel lebensbedrohlich verletzt +++

Eine 64-jährige Deutsche ist nach einem 100-Meter-Sturz in den Salzburger Bergen gestorben. Ihr sechsjähriger Enkelsohn, der sie begleitete, wurde bei dem Fall lebensbedrohlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Beiden gehörten zu einer Wandergruppe, die am Montag auf dem Tauernhöhenweg unterwegs war. Die Großmutter aus dem Süden Thürigens trennte sich mit ihrem Enkel am Nachmittag von ihren Kameraden und wollte auf eigene Faust zur Rudolfshütte auf über 2300 Metern zurückkehren. Bei der Rückkehr der Gruppe am Abend fiel die Abwesenheit der beiden auf und eine Suchaktion lief an. Die Retter fanden die 64-Jährige und ihren Enkel etwa eine halbe Stunde von der Hütte entfernt, abgestürzt in steilem Gelände. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, der Junge wurde ins Landeskrankenhaus Salzburg geflogen. Der genaue Unfallhergang war zunächst noch nicht klar.

+++ 8.50 Uhr: Zwei führende Oppositionelle in Venezuela angeblich festgenommen +++

In Venezuela sind zwei führende Oppositionelle nach Angaben ihrer Angehörigen festgenommen worden. Agenten des Inlandsgeheimdienstes hätten Leopoldo López und Antonio Ledezma festgenommen, teilten ihre Familien mit. Beide befanden sich zuletzt unter Hausarrest.

+++ 7.40 Uhr: Autobahn 5: Lastwagen prallt an Stau-Ende gegen Gefahrguttransporter +++

Nach einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter ist die Autobahn 5 bei Gießen in Richtung Norden gesperrt worden. Ein Lkw-Fahrer war am frühen Morgen in Höhe des Gambacher Kreuzes mit seinem Laster auf einen Gefahrgut-Lkw aufgefahren, wie die Polizei mitteilte. Dort staute es sich wegen einer Baustelle. Bei dem Unfall gelangten unter anderem Kühlmittel und Beize in den Boden.

Weil die Bergung der gefährdenden Materialien sehr aufwendig ist, könnte die Sperrung noch bis in die Nachmittagsstunden andauern, wie ein Sprecher des Katstrophenschutzes Gießen mitteilte. Der Fahrer, der den Unfall verursacht hat, wurde leicht verletzt. Der Fahrer des Gefahrguttransporters blieb unverletzt.

Die A5 ist eine wichtige Verbindung vom Rhein-Main-Gebiet zur A7 nach Hannover und Hamburg sowie zur A4 nach Erfurt und Dresden.

+++ 7 Uhr: Gefängnisrevolte in England +++

Bei einer Gefängnisrevolte in Großbritannien haben die Vollzugsbehörden Medienberichten zufolge die Kontrolle über zwei Flügel einer Haftanstalt verloren. Das Innenministerium bestätigte am Montagabend, dass Spezialeinheiten in dem Gefängnis nordwestlich von London, in dem etwa 1000 Männer einsitzen, im Einsatz seien. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht.

Dem Gefängnis-Experten Alex Cavendish zufolge sind in den betroffenen Gebäudeflügeln mehr als 200 Häftlinge untergebracht. Sie seien "in Aufruhr", sagte Cavendish der britischen Nachrichtenagentur PA. Schuld daran sei ein Mangel an Vollzugsbeamten.

In Großbritannien gibt es immer wieder gewaltsame Aufstände in Gefängnissen. Die Zustände in den Haftanstalten sind Dauerthema in der Politik: Viele gelten als überbelegt und haben Personalmangel.

+++ 5.43 Uhr: Vietnam lässt Ex-Führungskader verhaften +++

In Vietnam ist ein ehemaliger Führungskader der Kommunistischen Partei nach fast einem Jahr internationaler Suche verhaftet worden. Der Ex-Funktionär Trinh Xuan Thanh, der sich längere Zeit in Deutschland aufgehalten haben soll, stellte sich nach Angaben der Polizei selbst den Behörden. Dem 51-Jährigen wird zur Last gelegt, als Chef einer Tochterfirma des staatlichen Öl- und Gaskonzerns PetroVietnam für Verluste von umgerechnet etwa 125 Millionen Euro verantwortlich zu sein.

+++ 3.04 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Venezuelas Staatschef +++

Die US-Regierung hat Venezuelas sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro als Diktator bezeichnet und erstmals Finanzsanktionen direkt gegen ihn verhängt. Mögliche Vermögenswerte und Konten von Maduro in den USA würden eingefroren und US-Bürgern alle Geschäfte mit ihm verboten, sagte Finanzminister Steven Mnuchin. "Die illegitimen Wahlen bestätigen, dass Maduro ein Diktator ist, der den Willen des venezolanischen Volkes missachtet." Maduro kam als erster Präsident in Lateinamerika auf diese US-Sanktionsliste.

ivi / DPA / AFP