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News des Tages: Unbeliebter Präsident: Hollande tritt nicht für zweite Amtszeit an

ICE fährt wieder an Wolfsburg vorbei +++ Hai beißt Surfer vor Australien +++ Laut UN 400.000 neue HIV-Infektionen bei Jugendlichen pro Jahr ab 2030 +++ Norweger Carlsen wieder Schachweltmeister +++ Erfinder des Big Mac mit 98 gestorben +++ Die Nachrichten des Tages.

François Hollande

François Hollande hat bekanntgegeben, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 23.30 Uhr: Starbucks-Chef tritt zurück +++

Die Kaffeerestaurant-Kette Starbucks bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Chef Howard Schultz werde kommendes Jahr von seinem Posten zurücktreten, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss mit. Sein Nachfolger wird demnach Kevin Johnson, der das Amt am 3. April übernehmen soll. Als "COO" leitet Johnson bislang das operative Geschäft und ist auch schon seit sieben Jahren Mitglied im Verwaltungsrat.

Schultz ist seit 1982 für Starbucks tätig und gilt als Schlüsselfigur der rapiden Expansion der vergangenen Jahre. Er soll sich künftig als Chairman um die Entwicklung eines neuen Premium-Geschäftsbereichs und soziale Initiativen kümmern. Schultz war bereits von 1987 bis 2000 Konzernchef gewesen, hatte das Spitzenamt dann abgegeben und 2008 wieder übernommen. Bei Anlegern kam sein Rücktritt nicht gut an - die Starbucks-Aktie verlor nachbörslich zunächst mehr als vier Prozent.

+++ 22.45 Uhr: Sozialleistungen für EU-Bürger erst nach fünf Jahren +++

Der Bundestag hat die Sozialleistungen für EU-Ausländer in Deutschland eingeschränkt. Sie erhalten künftig frühestens nach fünf Jahren Hartz IV oder Sozialhilfe, wenn sie nicht hier arbeiten, selbstständig sind oder einen Leistungsanspruch mit vorheriger Arbeit erworben haben. Das Parlament verabschiedete am Donnerstagabend ein entsprechendes Gesetz, das aber noch der Zustimmung des Bundesrats bedarf.

Das Bundessozialgericht hatte im vergangenen Jahr geurteilt, dass EU-Bürger schon nach einem sechsmonatigen Aufenthalt in Deutschland Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen können. Daraufhin hat die große Koalition eine Änderung der bisherigen Rechtslage vereinbart, um Städte und Gemeinden vor hohen Kosten zu schützen. Nach der jetzt beschlossenen Reform erhalten die Betroffenen nur für maximal einen Monat Überbrückungsleistungen - bis zur Ausreise in ihr Heimatland.

+++ 21.16 Uhr. Pick-up kracht in Warenhaus in den USA - Drei Tote +++

Ein Kleintransporter ist im Mittleren Westen der USA durch die Eingangstüren eines Warenhauses gekracht - drei Menschen kamen nach Angaben örtlicher Medien ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Wie die Zeitung "Des Moines Register" unter Berufung auf die Behörden berichtete, war der Pick-up am Donnerstagmorgen (Ortszeit) mitten durch die Lebensmittelabteilung des Wal-Mart-Geschäfts gefahren.

Die Ursache des Unglücks in Pella im Bundesstaat Iowa war zunächst unklar. Nach Angaben der Behörden soll der Fahrer, ein älterer Mann, jedoch offenbar nicht absichtlich in den Laden gefahren sein. Er ist einer der beiden Verletzten.

+++ 20.45 Uhr: Niederlande wollen gegen deutsche Maut klagen +++

Die Niederlande wollen gegen die Einführung der Pkw-Maut in Deutschland klagen. Das sagte Verkehrsministerin Melanie Schultz van Haegen am Donnerstagabend in Brüssel der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Auch wenn die EU-Kommission den Plänen zustimme, würden die Nachbarländer Deutschlands vor Gericht ziehen. Nach ihren Worten ist auch Österreich mit dabei. Belgien und Dänemark würden sich möglicherweise der Klage ebenso anschließen, sagte die Ministerin der Agentur.

Die Maut-Pläne nannte Schultz besorgniserregend. "Diese Sorgen können nur ausgeräumt werden, wenn die Maut nicht eingeführt wird."

+++ 20.16 Uhr: Französischer Präsident Hollande tritt nicht für zweite Amtszeit an +++

Es ist ein gewaltiger Paukenschlag: Frankreichs Staatschef François Hollande verzichtet auf eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr. "Ich habe mich entschieden, nicht Kandidat bei der Präsidentschaftswahl zu sein", sagte der Sozialist am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache im Pariser Elysée-Palast. Zugleich verteidigte er die Bilanz seiner Amtszeit.

Der 62-Jährige ist so unbeliebt wie kein Präsident vor ihm in Frankreichs jüngerer Geschichte. Seine Zustimmungswerte sind verheerend. Umfragen zufolge wäre er bei einer Kandidatur im Frühjahr 2017 auf weniger als zehn Prozent der Stimmen gekommen und damit schon in der ersten Wahlrunde ausgeschieden. Zuletzt wuchs der Druck aus den eigenen Reihen, auf eine Kandidatur zu verzichten.

+++ 19.09 Berlin und Brüssel einigen sich auf geänderte Pkw-Maut +++

Nach langem Streit haben sich Berlin und Brüssel auf einen Kompromiss zur Pkw-Maut in Deutschland verständigt. Nach "intensiven Verhandlungen" sei eine Lösung gefunden worden, sagte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc am Donnerstag in Brüssel. Nun sei klar, "dass die Maut kommt", ergänzte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). 

+++ 19.01 Uhr: "Breitbart" ruft zum Boykott von Kellogg's auf +++

Der Kellogg's-Konzern sieht sich mit einem Boykottaufruf der ultrarechten US-Website "Breitbart News" konfrontiert, die bislang von einem Spitzenberater des designierten US-Präsidenten Donald Trump geleitet wird. Anlass für die Protestaktion ist die Entscheidung des Frühstücksflocken-Herstellers nicht weiter Werbung auf der Website zu platzieren.

"Breitbart" sprach von einem "Akt der Diskriminierung und starken Voreingenommenheit" und rief seine Leser auf, keine Kellogg's-Produkte mehr zu kaufen. Die Website lancierte eine Petition gegen den Konzern im Internet, die nach Angaben der Publikation bis zum Donnerstag von mehr als 125.000 Menschen unterzeichnet wurde. Kellogg's begründete den Anzeigenstopp damit, dass "Breitbart" nicht mit den "Werten" des Unternehmens auf einer Linie liege.

+++ 18.54 Uhr: Russische Weltraumbehörde verliert Kontakt zu unbemanntem Raumtransporter +++

Die russische Weltraumbehörde Roskosmos hat kurz nach dem Start den Kontakt zu einem unbemannten Raumtransporter verloren, der zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollte. Exakt 383 Sekunden nach dem Start einer Sojus-Trägerrakete mit der Transportkapsel vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan sei die Verbindung abgebrochen, teilten die russischen Experten mit. Der Transporter Progress MS-04 hatte 2,4 Tonnen Treibstoff, Nahrungsmittel und Ausrüstungsgegenstände für die ISS geladen. 

+++ 18.32 Uhr: Belgierin des Menschenhandels mit Adoptivkindern verdächtigt +++

Nach einem Adoptionsskandal um afrikanische Waisenkinder ist eine Belgierin wegen Verdachts auf Geiselnahme und Menschenhandel verhaftet worden. Sie soll für die Übergabe der Kinder aus der Demokratischen Republik Kongo an belgische Adoptivfamilien Geld verlangt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Drei von elf Adoptionen sollen zudem illegal gewesen sein.

Der Fall beschäftigt die Justiz den Angaben zufolge schon seit einem Jahr. Die Kinder aus dem Waisenhaus der Verdächtigen in Kinshasa sollten im November 2015 nach Belgien zu ihren Adoptivfamilien kommen. Kurz vor der geplanten Ausreise habe die Frau sie aber versteckt und eine erhebliche Summe Geldes verlangt, sagte ein Sprecher. Erst nach einigen Tagen seien die Kinder an die belgischen Familien übergeben worden.

+++ 17.33 Uhr: Zwei Seeadler sterben an Vogelgrippe - Kein Ende der Epidemie in Sicht +++

Zwei Seeadler sind in Schleswig-Holstein an der Vogelgrippe gestorben. Bei einem dritten Kadaver besteht der Verdacht auf den Erreger. Zurzeit werde noch untersucht, ob auch dieser Seeadler wie die beiden anderen dem unter Wildvögeln grassierenden Geflügelpestvirus H5N8 erlegen ist, sagte Landesagrarminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag in Kiel. Der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Thomas Mettenleiter, sagte, bundesweit sei inzwischen bei 450 verendeten Wildvögeln das Virus H5N8 nachgewiesen worden - in 13 von 16 Bundesländern. Bundesweit seien bisher 16 Betriebe mit Geflügel betroffen gewesen: Vier Zoos, zwei große Geflügelhaltungen und zehn kleinere.

"Im Moment deutet nichts darauf hin, dass sich die Epidemie derzeit abschwächt", so Mettenleiter. In den vergangenen drei Wochen sei die Zahl der toten Vögel pro Woche in etwa gleich hoch geblieben.

+++ 16.23 Uhr: Maha Vajiralongkorn offiziell neuer König von Thailand +++

Anderthalb Monate nach dem Tod von Thailands langjährigem König Bhumibol Adulyadej ist sein Sohn, Kronprinz Maha Vajiralongkorn, offiziell zum König ausgerufen worden. Das wurde im thailändischen Fernsehen auf allen Kanälen berichtet. Der neue König erklärte dabei, mit der Thronbesteigung erfülle er den Wunsch seines Vaters "zum Wohle des gesamten thailändischen Volkes". 

+++ 15.54 Uhr: Sechs Tote bei Familiendrama in Österreich +++

In einem Haus in Österreich sind nach Polizeiangaben mehrere Tote gefunden worden. Der Tatort befindet sich im niederösterreichischen Schildberg bei Böheimkirchen im Bezirk St. Pölten im ehemaligen Gasthaus "Auerhahn", heißt es. Medienberichten zufolge handelt es sich um ein Familiendrama. Den Berichten zufolge soll eine Frau ihre Mutter, ihren Bruder und drei ihrer Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren erschossen haben. Danach soll sie die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben. Bestätigt wurden diese Einzelheiten offiziell bisher nicht. Polizei und Stattsanwaltschaft verweisen auf laufende Ermittlungen, darunter eine Obduktion der Leichen. Die Tat soll sich bereits vor drei Tagen ereignet haben, die Kinder wurden in der Schule vermisst.

+++ 14.48 Uhr: Wien bringt Zusatztafeln für historisch belastete Straßennamen an +++

Die Stadt Wien bringt Zusatztafeln an den Straßen und Plätzen an, deren Namensgeber historisch belastet sind. Ziel sei es, die Geschichte der österreichischen Hauptstadt sichtbar zu machen statt sie zuzudecken, hieß es vonseiten der Stadt. 14 der 28 Zusatztafeln wurden am Donnerstag vorgestellt. Im Fall des Autobauers Ferdinand Porsche (1875-1951) wird nun auf "seine Mitgliedschaft bei NSDAP und SS, die Beschäftigung von ZwangsarbeiterInnen sowie seine Tätigkeit in der NS-Rüstungsindustrie" hingewiesen. Beim Wiener Bürgermeister Karl Lueger (1844-1910), den einst Adolf Hitler bewunderte, wird dessen "populistischer Antisemitismus" auf der Tafel kritisiert. Eine Historikerkommission hatte die Auswahl getroffen. Eine Umbenennung der Straßen soll die Ausnahme bleiben.

+++ 14.27 Uhr: Erdogan warnt EU vor Ausgrenzung - bereit für Vollmitgliedschaft +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die EU vor einer Ausgrenzung seines Landes gewarnt und seine Bereitschaft für eine Vollmitgliedschaft unterstrichen. "Wir sind seit mehr als 650 Jahren ohne Unterbrechung mit unserem Staat, unserer Kultur und unserer Zivilisation in Europa präsent und werden auch weiterhin präsent sein", sagte Erdogan am Donnerstag in Ankara.
Angesichts von fünf Millionen Türken in EU-Ländern hätten weder die EU-Institutionen noch die Mitgliedstaaten die Macht, die Türkei auszugrenzen. "In Europa sind wir nicht Gast, sondern Gastgeber." Die Türkei sei bereit, "gleich morgen Vollmitglied in der Europäischen Union zu werden", sagte Erdogan vor Ortsvorstehern in seinem Palast. Voraussetzung sei aber, dass die EU "die sinnlose Feindschaft und Doppelmoral gegenüber unserem Land" ablege. Wenn die EU auf die Türkei zugehe, "dann werden sicherlich auch wir unseren guten Willen zeigen. Aber die Zeit der einseitigen Schritte ist nun vorbei." Der Präsident warf der EU vor, Visumfreiheit "zwar versprochen, aber absichtlich nicht gehalten" zu haben. Er warnte, die EU laufe Gefahr, "der rassistischen Krankheit" zu verfallen.

+++ 14.25 Uhr: Nokia kehrt zurück und will Smartphone-Markt erobern +++

Nokia strebt ein Comeback an und will den einst verpassten Sprung in den Smartphone-Markt nachholen. Smartphones und Tablets unter dem Namen des einstigen Handy-Weltmarktführers werden in der ersten Hälfte des kommenden Jahres auf den Markt kommen, kündigte die finnische HMD Global am Donnerstag an. HMD Global habe dafür das exklusive Markenrecht für die nächsten zehn Jahre erworben, teilte die erst im Mai gegründete Firma mit. "Nokia ist seit Jahrzehnten eine der ikonischsten und sichtbarsten Handy-Marken weltweit", sagte Arto Nummela, Chef von HMD Global. In Kooperation mit Google setzen die Partner diesmal auf das Android-Betriebssystem. Produzieren soll die Geräte künftig der zu Foxconn gehörende Hersteller FIH.

Weltaidstag: Erstmals zwei Millionen HIV-Infizierte in Europa

+++ 13.38 Uhr: Maut-Kompromiss steht: Entlastung für saubere Autos +++

Deutsche Autofahrer mit besonders schadstoffarmen Wagen (Euro 6) sollen eine stärkere Entlastung bei der Kfz-Steuer bekommen als sie künftig an Pkw-Maut zahlen müssen. Das sieht nach Informationen der DPA der Maut-Kompromiss mit der EU-Kommission vor. Trotz der nun geplanten Änderungen sollen die bisher prognostizierten Maut-Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Euro pro Jahr trotzdem erreicht werden, heißt es.

+++ 13.15 Uhr: Anrüchige Ware: Zoll stellt 100.000 gefälschte Parfüms sicher +++

Der Hamburger Zoll hat den Schmuggel von mehr als 100.000 gefälschten Parfüms verhindert. Drei Container mit nachgeahmten Flakons namhafter Hersteller wurden im Hamburger Hafen aus dem Verkehr gezogen. Die stark duftende Ware sollte aus China über die Hansestadt nach Ungarn gelangen. Ein Röntgenbild im Zollamt zeigte: Hinter einer Tarnladung von Uhren und Lampen versuchten die Täter die imitierte Ware am Zoll vorbeizuschmuggeln. "Schüttet man das gesamte gefälschte Parfüm zusammen, kann man rund 1000 übliche 10-Liter-Eimer damit befüllen", so der Sprecher des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen, Udo Storch. Der verhinderte wirtschaftliche Schaden belaufe sich auf rund 8,5 Millionen Euro. Die Fälschungen sollen vernichtet werden.

+++ 12.54 Uhr: Mutmaßlicher NSU-Helfer Wohlleben beantragt Haftentlassung +++

Der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben hat im NSU-Prozess die Entlassung aus der Untersuchungshaft beantragt. Seine Anwälte begründeten dies am Donnerstag damit, dass er über "gefestigte soziale Bindungen" und einen festen Wohnsitz in Deutschland verfüge. Auch nach mehr als fünf Jahren U-Haft habe Wohlleben "engen Kontakt" zu seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Außerdem habe er eine Zusage für eine Arbeitsstelle. Flucht- oder Verdunkelungsgefahr bestehe nicht. Dem Gericht warfen die Verteidiger vor, den Prozess unnötig in die Länge zu ziehen und damit auch die Untersuchungshaft Wohllebens unzulässig auszudehnen. Wohlleben ist vor dem Münchner Oberlandesgericht wegen Beihilfe zum neunfachen Mord angeklagt.  

+++ 12.43 Uhr: Erste deutsche Ausgabe von "Charlie Hebdo" am Kiosk +++

Die erste deutschsprachige Ausgabe des französischen Satireblatts "Charlie Hebdo" ist mit einer Startauflage von 200.000 Exemplaren in die Kioske gekommen. Die 16 Seiten starke Satire-Zeitung, deren Zentrale in Paris 2015 Ziel eines Terroranschlags war, setzt dabei besonders auf Karikaturen zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). So nimmt "Charlie Hebdo" auf der Titelseite die angekündigte erneute Kanzlerkandidatur der CDU-Chefin aufs Korn: Eine erschöpft wirkende Merkel liegt wie ein reparaturbedürftiges Auto auf einer Hebebühne. Ein VW-Arbeiter mit einem Auspuff in der Hand sagt: "Ein neuer Auspuff, und es geht noch vier Jahre weiter." Dazu die Überschrift: "VW steht hinter Merkel."

+++ 12.11 Uhr: Nach Bombenfund in Manila - Philippinen erhöhen Terror-Warnstufe +++

Nach einem vereitelten Anschlag auf die US-Botschaft in Manila hat die philippinische Regierung die Terror-Warnstufe für den südostasiatischen Inselstaat erhöht. Dies erlaube der Polizei vermehrte Kontrollen und Durchsuchungen von Verstecken mutmaßlicher Terrorgruppen, sagte Polizeichef Ronald Dela Rosa. Die Polizei sei damit in "äußerste Alarmbereitschaft" versetzt worden, sagte ein Sprecher von Präsident Rodrigo Duterte.

Am Montag hatte die Polizei in der Nähe der US-Botschaft eine Bombe entschärft. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, so der Polizeichef. Es handele sich um mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Maute. Diese seien früher im Süden der Philippinen als kriminelle Bande in Erscheinung getreten, berichteten örtliche Medien.

ICE

Erneut hat ein ICE den fahrplanmäßigen Halt in Wolfsburg verpasst

+++ 12.06 Uhr: ICE verpasst schon wieder Halt in Wolfsburg +++

Erneut hat ein ICE den fahrplanmäßigen Halt im Bahnhof Wolfsburg verpasst. Auf dem Weg von Berlin nach Interlaken in der Schweiz rauschte der Zug am Morgen bis nach Braunschweig durch. Der Grund für das Versäumnis sei noch unklar, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Donnerstag mit. Der ICE 275 hätte eigentlich um 5.40 Uhr in Wolfsburg halten sollen. Reisende und Pendler mussten in Braunschweig aussteigen und die Rückfahrt antreten. Mit etwa 45-minütiger Verspätung kamen die Fahrgäste wieder in Wolfsburg an, sagte die Bahn-Sprecherin. Über den Vorfall berichteten zuvor die "Wolfsburger Nachrichten".

Die Deutsche Bahn bezeichnet den Vorfall als "eine Ausnahme". Wie der Fehler passieren konnte, werde aktuell ausgewertet. Dass es sich allerdings um keinen Einzelfall handelt, bestätigen vergangene Versäumnisse. Etwa 2011 verpasste die Deutsche Bahn gleich dreimal binnen kurzer Zeit den Halt in Wolfsburg und verärgerte damit Fahrgäste und Stadtväter. Damals versicherte ein ranghoher DB-Vertreter, dass die Deutsche Bahn den Stopp nun wirklich nicht mehr vergessen wolle.

+++ 10.54 Uhr: Mehr Gewalt gegen Homosexuelle: Beck pocht auf schnellen Aktionsplan +++

Angesichts gestiegener Zahlen von Übergriffen auf Homo- und Transsexuelle mahnt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck mehr Tempo bei der Umsetzung eines Aktionsplans an. Bund und Länder müssten zum einen dafür sorgen, dass mehr Straftaten angezeigt werden, forderte Beck. Zum anderen sei merkwürdig, dass die Hälfte der bundesweit erfassten Übergriffe allein in Berlin stattgefunden haben soll. 

+++ 10.52 Uhr: Lawrow: Obama hat Beziehung zu Russland "willentlich zerstört" +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama vorgeworfen, die Beziehungen zwischen den beiden Staaten "willentlich zerstört" zu haben. "Wir vertrauen darauf, dass die neue Regierung nicht die Fehler der bisherigen wiederholen will, die willentlich die russisch-amerikanischen Beziehungen zerstört hat", sagte Lawrow der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera".

Um die "zerstörerischen Folgen" der "antirussischen Politik der Obama-Regierung" zu überwinden, brauche es ernsthafte Anstrengungen beider Seiten, sagte Lawrow. Russland erwarte von Obamas Nachfolger Donald Trump, dass er mit seiner außenpolitischen Mannschaft konkrete Schritte in diese Richtung mache. 

+++ 10.46 Uhr: Frau stirbt bei Explosion in Athener Imbiss +++

Eine starke Detonation hat das Stadtzentrum Athens erschüttert. Wie der griechische Staatsrundfunk (ERT) berichtete, explodierte nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr eine große Haushalts-Gasflasche im Untergeschoss eines Imbisses am zentralen Viktoria-Platz. Die Feuerwehr teilte per Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass eine tote Frau gefunden worden sei. Mindestens sechs weitere Menschen wurden verletzt, wie Reporter am Ort des Geschehens übereinstimmend berichteten. "Es war offenbar ein Arbeitsunfall", sagte ein Feuerwehrmann im griechischen Rundfunk. 

+++ 7.31 Uhr: Straßenbahn überrollt Fußgänger in Köln +++

Ein Fußgänger ist in Köln von einer Straßenbahn überfahren worden und ums Leben gekommen. Die Bahn erfasste den Mann am frühen Donnerstagmorgen am Zülpicher Platz in der Altstadt, wie die Polizei in Köln mitteilte. Warum es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Die Beamten ermitteln zur Zeit die Hintergründe. Während der Ermittlungen ist die Straßenbahnlinie am Zülpicher Platz gesperrt. 

+++ 5.04 Uhr: Erfinder des Big Mac mit 98 gestorben +++

Der Erfinder des Big Mac, des wohl bekanntesten Burgers der Welt, ist tot. Michael "Jim" Delligatti starb im hohen Alter von 98 Jahren in seinem Wohnort Pittsburgh, wie die Kette McDonald's twitterte. "Jim, wir danken dir und werden ewig an dich denken", hieß es. Delligatti hatte den Big Mac 1965 erfunden. Damals leitete er eine Filiale in Pittsburgh und wollte lediglich etwas Neues testen. McDonald's nahm das Produkt schließlich 1968 in die Angebotspalette auf. "Ich hätte nie gedacht, dass meine Kreation zu einem Stück Amerika wird", sagte Delligatti später einmal über seinen Erfolg.


+++ 4.59 Uhr: US-Polizist muss sich für Tod eines Schwarzen nicht verantworten +++

Ein Polizist in der US-Stadt Charlotte muss sich für die tödlichen Schüsse auf einen Schwarzen auf einem Parkplatz nicht verantworten. Der Beamte handelte nach Angaben der Staatsanwaltschaft rechtmäßig und wird nicht bestraft werden. Der Beamte hatte im September auf einem Parkplatz in Charlotte (North Carolina) den Schwarzen Keith Lamont Scott erschossen, als dieser trotz mehrfacher Warnungen aus seinem Auto ausgestiegen war. Anwälte der Familie sagten, Scott habe die Rufe möglicherweise nicht verstanden, weil er sich im vergangenen Jahr eine schwere Hirnverletzung zugezogen und Medikamente genommen habe. Neben dem auf dem Boden liegenden Scott wurde eine Waffe gefunden.

+++ 4.49 Uhr: Hai beißt Surfer vor Australien +++

Ein 65 Jahre alter Surfer ist vor einem Strand an der Ostküste Australiens von einem Hai gebissen worden. Er erlitt Verletzungen an Arm und Fuß, wie die Polizei berichtete. Er habe selbst an Land schwimmen können und dort Alarm geschlagen. Sanitäter hätten ihn versorgt und dann per Hubschrauber ins Krankenhaus befördert. Der Mann sei dort in stabilem Zustand eingetroffen. Die Behörden schlossen den Strand bei Forster, etwa 300 Kilometer nördlich von Sydney. 

+++ 4.19: 20 US-Stahlarbeiter knacken 421-Millionen-Dollar Jackpot +++

Eine 20-köpfige Tippgemeinschaft von Stahlarbeitern aus Tennessee hat einen Jackpot von stolzen 421 Millionen US-Dollar (rund 406 Mio Euro) geknackt. Die Spieler, die seit längerem wöchentlich 120 Dollar in die "Powerball"-Lotterie investieren, stammen aus 13 verschiedenen Städten des US-Bundesstaates, berichtete die Zeitung "The Tennessean". Sie nennen sich die "Tennessee 20". Bei Sofortauszahlung hat der Jackpot nach Angaben der Lotterie einen Wert von 254 Millionen Dollar. Das bringt jedem Spieler 12,7 Millionen, abzüglich Steuern.

+++ 3.24 Uhr: Dieb nimmt sich Goldbehälter im Millionenwert im Vorbeigehen +++

Der Topf mit Gold ist eigentlich am Ende eines Regenbogens zu finden - für einen New Yorker stand er in einem offenen Lieferwagen am Straßenrand. Die Polizei der US-Metropole sucht nach Medienberichten vom Mittwoch jetzt mit Videobildern nach einem Unbekannten, der bereits Ende September in Manhattan völlig unbehindert am helllichten Tag einen mit Goldflocken im Wert von 1,6 Millionen Dollar (1,5 Mio Euro) gefüllten Eimer von der Ladefläche hebt und damit einfach davongeht. Fahrer und Wachmann waren kurzfristig abgelenkt, der Moment war für den Unbekannten "goldrichtig".

+++ 3.12 Uhr: Friedensvertrag für Kolumbien beschlossen +++

Nach über 50 Jahren Konflikt ist der historische Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc-Guerilla endgültig beschlossen. Nach dem Senat billigte auch das Parlament am Mittwochabend (Ortszeit) das Abkommen, das damit nun in Kraft treten kann und den blutigen Konflikt beendet. Das Ergebnis lautete: 130 Ja-Stimmen, bei keiner Gegenstimme, allerdings hatten Gegner des Abkommens bewusst nicht an der Abstimmung teilgenommen. 

+++ 2.08 Uhr: Bob Dylan schlägt Einladung ins Weiße Haus zu Nobel-Feier aus +++

Bob Dylan hat eine Einladung ins Weiße Haus zur Feier seines Nobelpreises ausgeschlagen. Der Künstler, der als erster Sänger überhaupt den Literaturnobelpreis zugesprochen bekam, habe "leider" nicht zum Empfang von Präsident Barack Obama für die diesjährigen US-Nobelpreisgewinner kommen können, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Dylan hatte zuvor auch schon seine Teilnahme an der Verleihungszeremonie im Dezember in Stockholm abgesagt.

+++ 1.05 Uhr: UN: 400 000 neue HIV-Infektionen bei Jugendlichen pro Jahr ab 2030 +++

Die Zahl der jährlich neuen HIV-Infektionen unter Jugendlichen könnte nach Schätzungen der Vereinten Nationen im Jahr 2030 bis zu 400.000 betragen. Das geht aus einem veröffentlichten Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef hervor. Angesichts demografischer Veränderungen, darunter auch eine starke Zunahme junger Menschen in der Weltbevölkerung, könne die Zahl neuer Infektionen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren sich fast verdoppeln.

+++ 0.51 Uhr: Norweger Carlsen wieder Schachweltmeister - Sieg gegen Karjakin +++

Magnus Carlsen ist wieder Schach-Weltmeister. Der Norweger verteidigte seinen Titel am Mittwochabend (Ortszeit) in New York im Tiebreak mit 3:1 gegen den Russen Sergej Karjakin. Nach zwölf Partien mit normaler Bedenkzeit hatte es 6:6 gestanden.


fin/amt / DPA / AFP