HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Rügen: Leipzigerin auf dem Weg zum Strand vergewaltigt

Mann 50 Meter von Berliner S-Bahn mitgeschleift +++ Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen gegen terrorverdächtigen Bundeswehr-Offizier +++ Entgleister ICE: Tagelange Störungen erwartet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker

Im Ostseebad Göhren auf Rügen sucht die Polizei nach einem Vergewaltiger

Im Ostseebad Göhren auf Rügen sucht die Polizei nach einem Vergewaltiger

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 22 Uhr: Trump und Putin wollen sich in der Terrorbekämpfung abstimmen +++

US-Präsident Donald Trump und sein russischer Kollege Wladimir Putin haben sich in einem Telefonat darauf verständigt, ihr Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus auch künftig miteinander abzustimmen. "Der Fokus lag darauf, wie das Vorgehen der USA und Russlands bei der Terrorbekämpfung abgestimmt werden kann", teilte der Kreml nach dem Telefongespräch der Präsidenten mit. Das Weiße Haus bezeichnete das Telefonat in einer Erklärung als "sehr gut".

+++ 20.30 Uhr: Vater überrollt zweijährigen Sohn mit Transporter +++

Beim Rangieren mit einem Kleintransporter hat ein 39-Jähriger in Gütersloh seinen zwei Jahre alten Sohn überrollt und getötet. Das Kind wurde so schwer verletzt, dass es noch im Rettungswagen starb, wie die Polizei mitteilte. Demnach war der Junge vor der Einfahrt des Familienhauses aus zunächst ungeklärter Ursache unter den Wagen geraten. Zur weiteren Untersuchung des Unglücks sei der Kleintransporter sichergestellt worden. Seelsorger betreuten die Angehörigen.

+++ 19.22 Uhr: Gewaltwelle in Rio: Busse und Lastwagen brennen +++

Nach einem Polizeieinsatz gegen Drogenhändler in Favelas haben maskierte Männer in Rio de Janeiro mindestens acht Busse und zwei Lastwagen angezündet. Bilder zeigten eine große Rauchentwicklung. Informationen des Portals "O Globo" zufolge gerieten Passagiere in anderen Bussen in Panik, der Verkehr auf zwei großen Straßen im Norden der Stadt kam zum Erliegen. Dienstagmorgen war es zuvor zu Schusswechseln im Stadtteil Cidade Alta gekommen. Rund 40 Personen wurden festgenommen und etwa 30 Gewehre sichergestellt. Seit den Olympischen Spielen hat die Gewalt gerade im Norden Rios stark zugenommen, auch durch Sparzwänge bei der Polizei. Kriminelle Banden kämpfen dort um die Kontrolle des Drogengeschäfts.

+++ 18.35 Uhr: Leipzigerin auf dem Weg zum Strand vergewaltigt +++

Eine Urlauberin aus Sachsen ist in der Nacht zum 1. Mai im Ostseebad Göhren auf Rügen vergewaltigt worden. Die 56-jährige Frau war nach Angaben der Polizei gegen 23 Uhr in dem Ort unterwegs, als sie von hinten gepackt und mit einem Messer bedroht wurde. Daraufhin wurde sie in ein nahgelegenes Gebüsch gezerrt, wo der Täter sie vergewaltigte. Danach flüchtete dieser in Richtung Strand. Die Polizei fahndet nun nach einem 20 bis 25 Jahre alten Mann. Nach Angaben des Opfers ist er schlank, dunkelhaarig, ca. 175-180 cm groß und trägt einen leichten Oberlippenbart. 

Wer zum möglichen Täter oder zum Tatablauf sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, seine Wahrnehmungen im Polizeihauptrevier Bergen (Tel.: 03838/8100), in jeder anderen Polizeidienststelle oder über die Internetwache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de mitzuteilen.

+++ 18.19 Uhr: "Scherz" unter Polizisten endet mit Schuss ins Bein +++

Ein Schuss aus der eigenen Waffe hat am Wochenende einen Polizisten in Recklinghausen verletzt - nun scheint die Ursache geklärt zu sein. Beteiligt war nach Polizeiangaben vom Dienstag ein 28 Jahre alter Kollege. Der 28-Jährige habe sich vermutlich "im Rahmen eines unangemessenen Scherzes" unbemerkt von hinten seinem Kollegen genähert und nach dessen Waffe gegriffen, sagte eine Sprecherin der Polizei Recklinghausen. "Dabei löste sich der Schuss und verletzte den 24-Jährigen schwer."

Für eine gewollte Schussabgabe gebe es bislang keine Anhaltspunkte. Gegen den 28-Jährigen werde nun wegen fahrlässiger, gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Außerdem prüfe die Polizeipräsidentin die Einleitung eines Disziplinarverfahrens. Der 24-Jährige war am Samstagmorgen mit dem Kollegen zu Fuß in einem Park unterwegs gewesen, als der Schuss fiel. Er werde weiterhin im Krankenhaus behandelt, sei aber auf dem Wege der Besserung, hieß es.

+++ 17.50 Uhr: Möglicher Nachfolger von Drogenboss "El Chapo" in Mexiko gefasst +++

In Mexiko ist einer der Anführer des Drogenkartells von Sinaloa gefasst worden. Soldaten hätten Dámaso López Núñez alias "El Licenciado" festgenommen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. López Núñez war einer der meistgesuchten Verbrecher des lateinamerikanischen Landes. Er galt als ein möglicher Nachfolger des Anfang des Jahres in die USA ausgelieferten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán. Er soll zuletzt mit den Söhnen von "El Chapo" um die Macht im Sinaloa-Kartell gekämpft haben.

+++ 17.40 Uhr: Mann 50 Meter von Berliner S-Bahn mitgeschleift +++

Ein Mann ist in Berlin etwa 50 Meter von einer S-Bahn mitgeschleift worden, nachdem er trotz Abfahrtsignal noch in den Wagen hineinspringen wollte. Wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte, wurde dabei die Hand des angetrunkenen 23-Jährigen am Montagabend eingeklemmt. Dadurch fiel er am S-Bahnhof Brandenburger Tor vom Bahnsteig in das Gleisbett. Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn konnten den jungen Mann zügig von den Gleisen holen. Durch den Unfall erlitt er nur leichte Verletzungen an Hand und Hüfte, wie die Bundespolizei mitteilte. Weil er trotz des ertönten Signals und sich schließenden Türen in die S-Bahn einsteigen wollte, leitete die Behörde ein Bußgeldverfahren ein.

+++ 16.47 Uhr: Tot in Wald entdeckte Frau - Ermittler gehen von Suizid aus +++

Nach dem Fund einer toten Frau in einem Wald bei Offenburg in Baden-Württemberg gehen die Ermittler von einem Suizid aus. Die Anhaltspunkte dafür verdichteten sich, teilte die Polizei in Offenburg mit. Gewissheit darüber, ob ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden kann, soll demnach die für Mittwoch geplante Obduktion bringen. Die Frau Mitte 40 war am Montag von einem Wanderer in einem Wald bei Zell-Weierbach gefunden worden, nachdem dieser Schreie gehört hatte. Sie war verletzt und bewusstlos, als der Mann sie entdeckte. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte konnten nur noch ihren Tod feststellen.

+++ 16.05 Uhr: Hilfloser Mann in Bankfiliale - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage +++

Nach dem Zusammenbruch eines 83-Jährigen im Vorraum einer Essener Bankfiliale im Herbst vergangenen Jahres ist Anklage gegen vier Menschen wegen unterlassener Hilfeleistung erhoben worden. Es handelt sich um drei Männer und eine Frau im Alter von 39 bis 62 Jahren aus Essen und Oberhausen, erklärte Oberstaatsanwältin Birgit Jürgens von der Staatsanwaltschaft Essen am Dienstag. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zuerst berichtet.

Die vier sollen den am Boden liegenden hilflosen Mann ignoriert und ihre Bankgeschäfte erledigt haben, ohne sich um ihn zu kümmern. Der Senior erlangte das Bewusstsein nicht wieder und starb einige Tage später. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst und eine Debatte über eine Verrohung der Gesellschaft angefacht. Das Amtsgericht muss nun entscheiden, ob es zum Prozess kommt.

+++ 16.01 Uhr: Franco A. hatte auch Joachim Gauck und Heiko Maas im Visier +++

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen gegen den terrorverdächtigen Bundeswehr-Offizier Franco A. übernommen. Es bestehe der Anfangsverdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Franco A. war Anfang Februar in Österreich aufgefallen, weil er auf dem Flughafen Wien eine Pistole in einer Toilette versteckt hatte. Ermittlungen ergaben, dass er sich in Deutschland unter falschem Namen als syrischer Flüchtling ausgab. Daraufhin wurde er vergangenen Mittwoch festgenommen.

Inzwischen wurden weitere Details zum Fall bekannt:

- Nach Informationen des "Tagesspiegel" hatte Franco A. auch den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck und Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) im Visier. Beide Namen stünden auf der Liste potenzieller Anschlagsopfer des Offiziers, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Existenz der Liste war am Wochenende bekannt geworden. Auf ihr steht auch die Politikerin Anne Helm, die für die Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. Franco A. habe mehr als fünf Personen auf der Liste eingetragen, hieß es. 

- Möglicherweise hatte der Verdächtige auch Munition aus Bundeswehr-Beständen gestohlen. "Wir haben Unstimmigkeiten festgestellt", sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr der Nachrichtenagentur dpa. Dabei geht es seinen Angaben zufolge um Munition, die angeblich bei einer Schießübung verwendet worden sein soll, die Franco A. geleitet hatte. 

- Franco A. war zuletzt in einer Kaserne stationiert, in der rechtsextremes Gedankengut zumindest in Teilen akzeptiert gewesen sein muss. Nach Informationen des Verteidigungsministeriums fanden die Inspekteure des Heeres und der Streitkräftebasis bei einem Besuch an dem Standort in Illkirch Hakenkreuz-Kritzeleien auf Wänden und auf einem Sturmgewehr. An den Wänden hingen Landser-Bilder und andere "Wehrmachts-Souvenirs". 


+++ 14.59 Uhr: Koblenzer Neonazi-Mammutprozess spektakulär geplatzt +++

Einer der umfangreichsten Neonazi-Prozesse in Deutschland ist nach mehr als 300 Verhandlungstagen in Koblenz spektakulär geplatzt. Die Hauptverhandlung werde ausgesetzt, weil der Vorsitzende Richter Hans-Georg Göttgen mit Erreichen der Altersgrenze Ende Juni zwingend aus dem Dienst scheide und ein Prozessende bis dahin auszuschließen sei, teilte das Landgericht Koblenz am Dienstag mit. Die noch terminierten Verhandlungstermine bis Ende Juni seien aufgehoben worden. "Der weitere Verlauf des Verfahrens ist derzeit ungewiss", hieß es weiter.

Prozessauftakt war im Sommer 2012. Mutmaßliche Neonazis mussten verantworten. Die Vorwürfe reichten von Gewalt gegen Linke über aufgesprühte Hakenkreuze bis hin zu versuchten Brandanschlägen auf Autos. Die Anklageschrift umfasst fast 1000 Seiten.

+++ 14.27 Uhr: Bericht: Rechtsextremes Netzwerk in der Bundeswehr +++

Das Verteidigungsministerium hat im Fall des terrorverdächtigen Offiziers Franco A. einem Medienbericht zufolge Hinweise auf ein kleines rechtsextremistisches Netzwerk in der Truppe gefunden. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) wird von einer Gruppe von bis zu fünf Personen ausgegangen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat unterdessen eine für Mittwoch angesetzte Reise in die USA mit Stationen in New York und Washington abgesagt, um die weitere Aufklärung im Fall des Oberleutnants zu koordinieren, sagte ein Sprecher ihres Ministeriums.

+++ 14.18 Uhr: Erdogan: Beitrittsverhandlungen fortsetzen oder "Auf Wiedersehen" +++

Ohne die Eröffnung neuer Kapitel im EU-Beitrittsprozess wird die Türkei der Europäischen Union laut Präsident Recep Tayyip Erdogan den Rücken kehren. "Ihr habe keine andere Wahl, als Kapitel zu eröffnen, die ihr noch nicht eröffnet habt", sagte Erdogan in einer Rede nach seiner offiziellen Rückkehr in die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP). Andernfalls heiße es "Auf Wiedersehen".

Die Türkei sei nicht "der Lakai" Europas, sagte Erdogan. Die Beziehungen zu den EU-Staaten waren im Wahlkampf für das umstrittene Verfassungsreferendum vom 16. April auf einen Tiefpunkt gesunken. Erdogan wirft dem Staatenbund regelmäßig vor, die Türkei seit einem halben Jahrhundert an seiner Tür warten zu lassen, und dringt auf Fortschritte im Beitrittsprozess.
Die EU verlangt dafür aber eine Rückkehr zum Reformkurs. Zuletzt mehrten sich bei den EU-Staaten zudem Forderungen nach einem Abbruch der Beitrittsgespräche, da diese angesichts der Aushöhlung von Demokratie, Bürgerrechten und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei nicht länger zu rechtfertigen seien.

+++ 13.46 Uhr: AfD fordert OSZE-Wahlbeobachter für die Bundestagswahl +++

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gebeten, zur Bundestagswahl im September Wahlbeobachter nach Deutschland zu schicken. "Wir haben Anlass zur Sorge, dass uns eine Teilnahme am Wahlkampf nicht in uneingeschränkter fairer Weise gewährleistet wird", heißt es in einem Schreiben der Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und Frauke Petry an die OSZE.

Der AfD geht es den Angaben zufolge nicht darum, etwaigen Wahlbetrug zu verhindern, sondern um Schikanen im Wahlkampf. Bedrängt werde die AfD nicht von den Staatsorganen, sondern von der sogenannten "Zivilgesellschaft", heißt es in dem Schreiben weiter. "Viele unserer Funktionäre und Mitglieder haben gewalttätige Angriffe hinnehmen müssen, sowohl auf ihre Person als auch auf Häuser und Autos", schrieben Meuthen und Petry. Gastwirte, die der Alternative für Deutschland Räume für Veranstaltung vermieten wollten, würden bedroht. Einige bekannte AfD-Politiker erhielten wegen der Gefahr von Angriffen inzwischen staatlichen Personenschutz. "Tätliche Angriffe auf unsere Wahlstände in Fußgängerzonen sind für uns Alltag", erklärten die Parteivorsitzenden.

Die OSZE hatte 2009 erstmalig Beobachter zu einer Bundestagswahl geschickt. Damals ging es um die Nicht-Zulasssung mehrerer Kleinstparteien für die Wahl.

Alternative für Deutschland: Neun überraschende Fakten

+++ 13.39 Uhr: Sven Lau soll 16-Jährige mit IS-Terroristen verheiratet haben +++

Der angeklagte Islamistenführer Sven Lau soll ein 16-jähriges Mädchen mit einem Glaubensbruder und späteren IS-Terroristen verheiratet haben. Dieser sagte am Dienstag im Prozess gegen Lau vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht aus. Lau habe ihm die minderjährige Salafistin aus einem österreichischen Kinderheim als Zweitfrau vermittelt und auch die Ehe besiegelt, sagte der geständige IS-Terrorist. Als die Ehe nach wenigen Wochen scheiterte und das Mädchen damit drohte, zur Polizei zu gehen, sei dies Lau unangenehm gewesen. "Er hatte Angst, dass es publik wird, dass er Minderjährige verheiratet", sagte der 23-Jährige aus. Deswegen habe er darauf gedrungen, die Ehe rasch und geräuschlos aufzulösen.

+++ 12.49 Uhr: Mindestens 37 Tote bei IS-Anschlag nahe Flüchtlingslager in Syrien +++

Bei einem Angriff der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf kurdische Truppen im Nordosten Syriens sind Aktivsten zufolge mindestens 37 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien Flüchtlinge aus dem Irak, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Dutzende Menschen seien verletzt worden. 

Die Extremisten griffen demnach in der Region um den Ort Al-Schadadi die von der Kurdenmiliz YPG angeführten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) an. Mindestens fünf Selbstmordattentäter hätten sich in die Luft gesprengt, erklärten die Menschenrechtler. In der Region gebe es viele Flüchtlinge. Die heftigen Kämpfe gingen weiter. Die Kurden sind in Syrien der wichtigste Partner der US-geführten internationalen Koalition im Kampf gegen den IS. 

+++ 11.54 Uhr: Surfer im Bodden vor Halbinsel Darß tot aufgefunden +++

Nach einer mehrstündigen Suche ist ein Surfer im Saaler Bodden vor der Halbinsel Darß in Mecklenburg-Vorpommern tot aufgefunden worden. Der 64-jährige Hamburger war am Montag bei Windböen von bis zu 60 Stundenkilometern aufs Surfbrett gestiegen und als vermisst gemeldet worden, wie die Polizei in Neubrandenburg am Dienstag mitteilte.

Bei einer groß angelegten Suche mit zwei Hubschraubern und mehreren Booten wurde zunächst nur das Surfbrett des Manns im Wasser gefunden. Am Montagabend schließlich entdeckten Feuerwehrleute die Leiche des Manns im Schilf vor Born. Anhand von Personaldokumenten konnte er zweifelsfrei identifiziert werden. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf

+++ 11.50 Uhr: Istanbuler Verwaltung zieht Einladung von Wikipedia-Gründer zurück +++

Nach der Sperrung des Online-Lexikons Wikipedia in der Türkei hat die Istanbuler Stadtverwaltung den Gründer, Jimmy Wales, von einer Expo-Veranstaltung ausgeladen. Wales sei von der Einladungsliste gestrichen worden, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag auf ihrer Website ohne Angaben von Gründen mit. An der Veranstaltung vom 15. bis 18. Mai mit dem Titel "Weltstädte Expo Istanbul 2017" nehmen mehr als 50 Experten aus aller Welt teil.

Wikipedia war am Samstag gesperrt worden und ist seitdem von der Türkei aus nicht mehr erreichbar. Als Grund für die Sperrung gab die Telekommunikationsbehörde an, auf der Website würde "fälschlicherweise behauptet, die Türkei unterstütze Terrororganisationen". 

+++ 11.17 Uhr: Mit dem Auto in Menschenmenge - 85-Jähriger legt Geständnis ab +++

Im Prozess um die Irrfahrt eines Rentners mit zwei Toten und 27 Verletzten in der Fußgängerzone des baden-württembergischen Bad Säckingen hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Er habe anderen Menschen schweres Leid zugefügt, ließ der heute 85-Jährige über seinen Anwalt zum Prozessauftakt am Dienstag vor dem Amtsgericht Bad Säckingen erklären. Er könne nur hoffen, dass die Opfer und deren Angehörige ihm verzeihen. An das Unglück könne er sich nicht erinnern. Offenbar sei er beim Wenden auf Parkplatzsuche vom Bremspedal seines Automatikautos abgerutscht und auf das Gaspedal getreten. Zuvor war er der Anklage zufolge mit einem Fahrradfahrer zusammengestoßen.

Das Unglück hatte sich Anfang Mai vergangenen Jahres in der historischen Altstadt von Bad Säckingen ereignet. Das Auto des Mannes war in einer Fußgängerzone in die Menschenmenge gerast. Der Unfall hatte bundesweit eine Debatte über die Kompetenz von Senioren im Straßenverkehr ausgelöst.

+++ 10.40 Uhr: Obduktion soll Klarheit nach Fund von toter Frau in Baden-Württemberg bringen +++

Nach dem Fund einer toten Frau in einem Wald bei Offenburg in Baden-Württemberg erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion der Leiche Erkenntnisse über die Todesursache. Unklar war zunächst noch, wann diese genau stattfindet, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte. Die Identität der Frau Mitte 40 ist demnach bekannt. Genauere Angaben wollte die Sprecherin aber zunächst nicht machen.

Die Frau war am Montag von einem Wanderer in einem Wald bei Zell-Weierbach gefunden worden, nachdem dieser Schreie gehört hatte. Sie war verletzt und bewusstlos, als der Mann sie entdeckte. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte konnten nur noch ihren Tod feststellen. Laut Polizei ist es möglich, dass sich die Frau selbst Verletzungen zufügte. Ein Fremdverschulden kann demnach aber nicht ausgeschlossen werden.

+++ 8.30 Uhr: Bedenken wegen Todesdroge: Ohio schiebt Hinrichtungen auf +++

Wegen wachsender Bedenken gegen die Todesdroge Midazolam hat der US-Bundesstaat Ohio neun geplante Hinrichtungen verschoben. Gouverneur John Kasich wolle eine Entscheidung eines Bundesgerichts abwarten, ob dem Bundesstaat der Einsatz des Wirkstoffes erlaubt sei, berichtete der Sender NBC. Nach Angaben des Senders WKSU soll eine für kommende Woche angesetzte Hinrichtung nun Ende Juli durchgeführt werden, die weiteren von September an.

Midazolam ist Teil des bei vielen Hinrichtungen in den USA verwendeten Giftcocktails. Der umstrittene Wirkstoff wird für Komplikationen verantwortlich gemacht - wie etwa vergangene Woche bei einer Exekution in Arkansas. In Ohio war die Todesstrafe zum letzten Mal vor drei Jahren vollstreckt worden. Damals dauerte es 25 Minuten, bis der Tod des Verurteilten eintrat und Ohio nahm Midazolam aus dem Giftcocktail. Weil kein passender Ersatz gefunden wurde, wollte der Staat die Substanz wieder einsetzen. Ein Gericht stoppte dies jedoch im Januar.


+++ 7.03 Uhr: Griechenland einigt sich mit Gläubigern +++

Griechenland hat nach Angaben von Finanzminister Euklid Tsakalotos eine vorläufige Einigung mit seinen Gläubigern erzielt, die den Weg für Verhandlungen über eine Reduzierung seiner Schulden ebne. "Die Verhandlungen sind abgeschlossen", wurde Tsakalotos von der Nachrichtenagentur ANA zitiert. Nach den nächtlichen Verhandlungen sprach der Minister von einer "vorläufigen technischen Vereinbarung", die beim Treffen der Euro-Finanzminister am 22. Mai abgesegnet werden solle. Er sei sich "sicher", dass die Einigung eine Schuldenerleichterung für Griechenland ermöglichen werde, sagte Tsakalotos.

Die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und ihren Gläubigern - EU-Kommission, EU und Internationaler Währungsfonds (IWF) - waren am 29. April wieder aufgenommen worden. Nach Einschätzung von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kann Griechenland im Mai mit der Auszahlung weiterer Hilfsgelder rechnen. Athen braucht vor dem Sommer wieder frisches Geld, weil dann Rückzahlungen in Höhe von sieben Milliarden Euro anstehen, die es aus eigener Kraft nicht leisten kann. Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. 2015 vereinbarte Athen mit den Euro-Partnern ein drittes Hilfspaket über bis zu 86 Milliarden Euro.

+++ 6.40 US-Regierung spricht Reisewarnung für Europa aus +++

Die US-Regierung hat erneut für ihre Bürger eine Warnung für Reisen nach Europa ausgegeben. Grund sei die anhaltende Terrorgefahr, teilte das US-Außenministerium in Washington mit.

Terroranschläge in Frankreich, Russland, Schweden und Großbritannien würden zeigen, dass Gruppen wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und Al-Kaida weiterhin zur Planung und Durchführung von Anschlägen fähig seien, hieß es in der Mitteilung. Vor allem die bevorstehende Hochsaison im Sommer stelle eine Gefahr dar, US-Bürger sollten vor allem bei größeren Veranstaltungen aufmerksam sein. 

+++ 5.14 Uhr: Entgleister ICE: Ursachenforschung läuft, tagelange Störungen erwartet +++

Nach dem ICE-Unfall im Dortmunder Hauptbahnhof müssen Bahnreisende noch tagelang Einschränkungen in Kauf nehmen.
"Pendler müssen mit Beeinträchtigungen durch Umwege, Ersatzverkehr und längeren Fahrzeiten rechnen", sagte ein Bahnsprecher. Darüber hinaus sollen am Morgen die Bergungs- und Reparaturarbeiten beginnen. Die beiden hinteren Wagen des Fernzugs waren aus bisher ungeklärter Ursache aus dem Gleis gesprungen, als die Bahn am Bahnsteig  einfuhr. Zwei der 152 Reisenden im Zug wurden leicht verletzt.

Der Bahnsprecher ging von erheblichen Schäden nicht nur am Zug, sondern auch an den Gleisen aus. Während der Fernverkehr weitgehend umgeleitet wird, sind vor allem Nahverkehrstrecken betroffen. Wie schwer beschädigt die Schienen sind, könne aber erst eine Begutachtung zeigen, sagte der Sprecher. 


+++ 3.09 Uhr: Sexuelle Belästigung bei "Fox News": Auch Co-Präsident tritt zurück +++

Im Skandal um sexuelle Belästigung beim rechtskonservativen US-Sender "Fox News" hat auch Co-Präsident Bill Shine seinen Hut nehmen müssen. Shine trat von seinem Posten zurück. Nach Informationen des "Wall Street Journal" werfen ihm ehemalige Mitarbeiter vor, die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den ehemaligen "Fox News"-Chef Roger Ailes übergangen und dazu beigetragen zu haben, im Sender eine frauenfeindliche Atmosphäre zu schaffen.

Shine war ein Vertrauter von Ailes und zum Co-Präsidenten des Senders aufgestiegen, als dieser im Juli 2016 unter dem Druck der Vorwürfe zurücktreten musste. Eine Moderatorin hatte Ailes verklagt. Erst im April hatte sich der Sender von seinem Starmoderator Bill O'Reilly getrennt, dem ebenfalls sexuelle Belästigung von Frauen vorgeworfen wurde. 

+++ 3.00 Uhr: US-Raketenabwehr in Südkorea einsatzbereit +++

Das umstrittene amerikanische Raketenabwehrsystem THAAD in Südkorea ist US-Angaben zufolge schon einsatzbereit. Das teilten die US-Streitkräfte Korea (USFK) mit. Es habe die Leistungsfähigkeit, nordkoreanische Raketen abzufangen und Südkorea zu verteidigen, erklärte Sprecher Rob Manning. Durch das in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsang installierte System soll Südkorea besser gegen die wachsende Bedrohung durch Nordkorea geschützt werden.

Die USA hatten vergangene Woche ungeachtet der Kritik aus China und Russland mit dem Aufbau begonnen und Container mit Bauteilen geliefert. Beide Länder sehen ihre Sicherheitsinteressen durch THAAD bedroht. Darüber hinaus hatten Hunderte von Anwohnern und Mitglieder von Bürgergruppen gegen das System protestiert. Vor einer Woche noch hatte es südkoreanischen Angaben zufolge geheißen, THAAD solle bis Ende des Jahres einsatzbereit sein. Nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt.

+++ 2.04 Uhr: 1. Mai: Ausschreitungen in Hamburg und Berlin +++

Bei den Demonstrationen in Berlin zum 1. Mai hat es am Montagabend gewaltsame Ausschreitungen und mehrere Festnahmen gegeben. Am Rande der sogenannten Revolutionären 1. Mai Demonstration in Berlin-Kreuzberg wurden mehrere Polizeibeamte verletzt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Zur genauen Zahl der Festnahmen und der Verletzten wollte sie sich zunächst nicht äußern. Rund 5400 Beamte waren in Berlin im Einsatz, um Ausschreitungen bei den Demos zu verhindern. 

Gewaltsame Proteste wurden auch aus Hamburg gemeldet. Ein Sprecher der Hamburger Polizei sagte, nachdem die Demonstrationen tagsüber "sehr ruhig" verlaufen seien, hätten sich am späten Abend 200 bis 300 Menschen im Schanzenviertel versammelt. Diese hätten die versammelten Polizisten mit Glasflaschen und Feuerwerkskörpern attackiert. 

+++ 0.20 Uhr: Tausende EU-Befürworter demonstrieren in Ungarn +++

 In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben tausende EU-Befürworter gegen eine engere Bindung ihres Landes an Russland demonstriert. Die Teilnehmer schwenkten EU-Flaggen und riefen Russland-kritische Parolen wie "Europa, nicht Moskau", während sie an der russischen Botschaft vorbeizogen. Örtliche Medien schätzten die Zahl der Teilnehmer auf etwa 10.000.

Kritiker von Ungarns Regierungschef Victor Orban werfen dem rechtsnationalen Politiker vor, sich trotz der EU-Mitgliedschaft seines Landes an Russlands Staatschef Wladimir Putin anzubiedern. 2014 hatte Orban einen umstrittenen Darlehensvertrag mit Putin unterzeichnet, um das einzige Atomkraftwerk seines Landes auszubauen. Zudem hatte er Russland als Vorbild für Ungarn gelobt.

Menschenrechtsgruppen werfen Orban vor, sich einige Methoden von Putin abgeschaut zu haben, um unliebsame Nichtregierungsorganisationen auszuschalten und die Pressefreiheit in Ungarn einzudämmen. "In Ungarn wird ein System der Angst nach russischem Modell aufgebaut", erklärte die von jungen Aktivisten gegründete Partei Momentum, die den Proztestmarsch organisierte.


+++ 0.09 Uhr: Zwei Deutsche sterben bei Busunfall im Iran +++

Zwei deutsche Touristen sind bei einem Busunfall im Südiran ums Leben gekommen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA gab es bei dem Unglück in der Provinz Fars 18 weitere Verletzte. Zwei von ihnen sollen in Lebensgefahr schweben und wurden mit einem Hubschrauber in ein nahelegendes Krankenhaus transportiert. Ob es sich bei den Verletzten auch um Deutsche handelt, war unklar. Laut ISNA waren hauptsächlich Deutsche in dem Minibus. Der Minibusfahrer war einem Polizeisprecher zufolge auf einer glatten Straße zu schnell gefahren und konnte in einer Kurve das Auto nicht mehr kontrollieren. 

+++ 0.06 Uhr: Neue Verfassung in Venezuela? +++

Als Ausweg aus der Staatskrise im sozialistischen Venezuela schlägt Präsident Nicolás Maduro eine Verfassunggebende Versammlung vor. Gemäß Artikel 347 der Verfassung wolle er unter Einbezug des Volkes und der Arbeiterklasse eine solche Versammlung einberufen, sagte er auf einer Kundgebung zum Tag der Arbeit in der Hauptstadt Caracas. Damit soll die Verfassung reformiert werden, die von 1999 stammt. Der Versammlung solle "eine des Volkes, nicht der Parteien" sein. Maduro sagte, Ziel sei es, einen "Staatsstreich" der Opposition abzuwenden. Seit Anfang April gibt es massive Proteste in dem Land, seine Gegner sehen den Vorschlag als weiteren Winkelzug, um Neuwahlen zu entgehen. Papst Franziskus schlug zuletzt eine internationale Vermittlungsoffensive vor.

+++ 0.02 Uhr: Zahlungen an "Ditib" laufen wieder +++

Die Bundesregierung hat die seit Januar wegen der Spitzel- und Spionageaffäre unterbrochene staatliche Förderung für den türkisch-islamischen Dachverband "Ditib" wieder aufgenommen. "Unter Abwägung aller relevanten Aspekte wurde entschieden, dass die Mittelauszahlung für bereits bewilligte Projekte wieder fortgesetzt wird", teilte das Ministerium mit. Es gehe um Mittel in Höhe von fast einer Million Euro bis Jahresende. Die "Ditib" ist der größte Islam-Dachverband in Deutschland, sie ist wegen ihrer Nähe zur türkischen Führung aber politisch umstritten.

+++ 0.00 Uhr: Rechtsextreme greifen in Thüringen Polizisten an +++

Im thüringischen Apolda haben etwa hundert rechtsextreme Demonstranten Polizisten angegriffen. Die Randalierer seien mit dem Zug von einer Kundgebung der rechtsextremen Partei Der III. Weg in Halle gekommen, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der thüringischen Polizei in Erfurt. Sofort nach ihrer Ankunft in Apolda hätten sie sich vermummt, Pyrotechnik gezündet und die Polizeibeamten vor Ort mit Flaschen und Steinen beworfen. Dabei sei ein Beamter leicht verletzt worden. Alle etwa hundert Teilnehmer seien vorläufig festgenommen worden, sagte der Sprecher.

wue/car / DPA / AFP