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News des Tages: Seniorin wirft falschen Polizisten Schmuck vom Balkon zu

Aldi geht nach China +++ Laut Medienberichten soll Heiko Maas Außenminister werden +++ Gabriel und Hendricks werden neuer Bundesregierung nicht angehören +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Nachrichten aus Deutschland - Polizei Blaulicht

In Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) wurde eine 15-Jährige schwer verletzt: Ein Auto hat das Mädchen erfasst - der Fahrer ist flüchtig

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Seniroin wift falschen Polizisten Schmuck vom Balkon zu (16.47 Uhr)
  • Türkische Gemeinde begrüßt Rücktritt von Poggenburg (15.37 Uhr)
  • Medienberichte: Heiko Maas soll Außenminister werden (14.10 Uhr)
  • Giffey soll überraschend Familienministerin werden (12.34 Uhr)
  • U-Boot-Bauer Madsen bestreitet Mord vor Gericht (9.56 Uhr)

Die wichtigsten Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.39 Uhr: Nachtbürgermeisterin für New York ernannt +++

Für das reibungslose Zusammenspiel von städtischen Behörden und Clubs, Bars und Cafés ist in New York künftig die neue Nachtbürgermeisterin Ariel Palitz zuständig. Die 47 Jahre alte New Yorkerin "versteht die Bedürfnisse von Live-Musikern, Künstlern, Unternehmensinhabern und Anwohnern", sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Der Posten wurde neu geschaffen, um Gesetze zur Clubszene zu verbessern und etwa zwischen Betreibern und Anwohnern zu vermitteln. Die Idee des Nachtbürgermeisters stammt aus Amsterdam, wo es den Posten des "nachtburgemeester" seit 2012 gibt. Auch in Paris und London gibt es einen "Conseil de la Nuit" beziehungsweise einen "Night Czar", die als Schnittstelle zwischen Politik und Clubszene agieren. Auch in Berlin wurde der Vorschlag diskutiert.

 +++ 20.00 Uhr: Nach Hühnchen-Notstand: KFC entzieht DHL teilweise Lieferauftrag +++

Die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) in Großbritannien hat dem Logistik-Unternehmen DHL einen Teil des Lieferauftrags entzogen. Grund sind Lieferprobleme bei DHL und seinem Partner QSL, die KFC im Februar gezwungen hatten, Hunderte Restaurants in Großbritannien und Irland vorübergehend zu schließen. Es hatten ausreichend Hühnchen gefehlt. DHL hatte den Lieferauftrag erst Mitte des Monats vom südafrikanischen Anbieter Bidvest Logistics übernommen. Das machte KFC nun für etwa 350 seiner Filialen rückgängig.

 +++ 19.55 Uhr: Ohne USA: Elf Länder schließen Pazifik-Handelsabkommen +++

Nach der Absage der USA an das geplante Pazifik-Handelsabkommen TPP machen die verbliebenen Länder nun Ernst. Regierungsvertreter aus Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Mexiko, Chile, Peru, Vietnam, Malaysia, Brunei und Singapur unterzeichneten in Santiago de Chile das Nachfolgeabkommen CPTPP (Comprehensive and Progressive Trans Pacific Partnership/Umfassende und Fortschrittliche Transpazifische Partnerschaft). "Der Vertrag setzt ein wichtiges Zeichen gegen den protektionistischen Druck", sagte Chiles Außenminister Heraldo Muñoz. Gemäß seiner "Amerika zuerst"-Politik hatte sich US-Präsident Donald Trump aus dem bereits fertig ausgehandelten Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (TPP) zurückgezogen. Die übrigen Staaten stehen für 13,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft - insgesamt rund zehn Billionen US-Dollar.

+++ 19.43 Uhr: Erneut Beben in Papua-Neuguinea +++

Im Pazifikstaat Papua-Neuguinea hat erneut die Erde gebebt. Die Erdstöße vor einer Insel im Osten des Landes erreichten eine Stärke von 6,8 auf der Richter-Skala, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Über mögliche Schäden und Opfer war zunächst nichts bekannt. Nach Angaben der Geologen war das Beben vor der Insel Neuirland. Sie liegt im Bismarck-Archipel nordöstlich der Hauptinsel. Bei zwei vorangegangenen Erdbeben waren am Mittwoch und in der Vorwoche insgesamt mindestens 100 Menschen getötet worden.

+++ 19.23 Uhr: Meldung über möglichen O2-Verkauf lässt Aktienkurs steigen +++

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica erwägt laut Bericht der "Wirtschaftswoche" den Verkauf seiner deutschen Tochter O2. Über mögliche Käufer ist jedoch bisher nichts benannt, deutsche Konkurrenten ohne eigenes Mobilfunknetz hätten demzufolge wenig Interesse gezeigt. Ein Sprecher des Telefónica-Konzerns habe die Meldung über den Verkauf bislang nicht kommentieren wollen. Ungeachtet dessen stieg der Aktienkurs von Telefónica Deutschlands zeitweise um bis zu sieben Prozent. Das Unternehmen ist der nach Kundenzahl größte Mobilfunkanbieter Deutschlands.

+++ 18.08 Uhr: Syrien: Mehr als 1000 Tote bei Offensive auf Ost-Ghuta +++

Seit Beginn der massiven syrischen Militäroffensive auf die Rebellenhochburg Ost-Ghuta bei Damaskus sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mindestens 1005 Menschen getötet worden. Zudem seien 4829 Menschen seit etwa Mitte Februar verletzt worden. "Jeden Tag hören wir von mehr Hoffnungslosigkeit, während unsere medizinischen Kollegen die Grenzen dessen erreichen, was eine Person ertragen kann", sagte die Generaldirektorin von MSF, Meinie Nicolai. 15 der 20 von MSF unterstützten Krankenhäuser und Kliniken seien im Zuge der Offensive beschossen oder bombardiert worden.

+++ 17.48 Uhr: WM-Baustellen-Arbeiter arbeiten bis zu 148 Tage am Stück +++

Gastarbeiter in Katar haben im vergangenen Jahr bis zu 148 Tage am Stück auf Baustellen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 gearbeitet. Von 19 WM-Bauunternehmern würden 13 ihre Angestellten überlasten, steht in einem Bericht des britischen Beratungsunternehmens Impactt. Demnach arbeiteten Gastarbeiter in einigen Firmen mehr als 72 Stunden in der Woche.
"Im extremsten Fall waren es 14 Stunden am Tag", heißt es in dem mittlerweile zweiten Bericht, den Impactt im Auftrag des WM-Organisationskomitees in Katar veröffentlicht hat. Einige Arbeiter hätten 402 Stunden im Monat gearbeitet, heißt es darin. Das katarische Gesetz sieht eine 48-Stunden-Woche für Arbeiter vor, was acht Stunden pro Tag entspräche. Vorgesehen sind außerdem höchstens zwei Überstunden pro Tag sowie mindestens ein Ruhetag pro Woche.

+++ 17.36 Uhr: Wieder Journalisten in der Türkei verurteilt +++

In der Türkei sind die beiden Journalisten Atilla Tas und Murat Aksoy zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Istanbul sprach die beiden Journalisten der Unterstützung der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen schuldig, die in der Türkei als Terrororganisation verboten ist, wie die Zeitung "Hürriyet" berichtete. Tas erhielt drei Jahre und einen Monat Haft, Aksoy muss zwei Jahre und einen Monat ins Gefängnis.
In dem Prozess waren insgesamt 29 Menschen angeklagt, darunter die frühere Redakteurin der Gülen-nahen Zeitung "Zaman", Busra Erdal, die zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt wurde, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Insgesamt verurteilte das Gericht demnach 21 Angeklagte zu Haftstrafen wegen Unterstützung oder Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation.

+++ 17.27 Uhr: Angriffe auf Muslime - mehr als 80 Gewalttäter in Haft +++

Die Polizei in Sri Lanka hat am zweiten Tag des landesweiten Ausnahmezustands Dutzende Menschen wegen religiöser und ethnischer Ausschreitungen festgenommen. Mehr als 70 Menschen seien in der Region Kandy wegen Angriffen auf Häuser und Geschäfte von Muslimen verhaftet worden, sagte Polizeisprecher Ruwan Gunasekara. Etwa zehn weitere säßen wegen Volksverhetzung und der Steuerung von Mobangriffen in Haft.

Auslöser für die Gewalt soll der Polizei zufolge ein Angriff muslimischer Jugendlicher auf einen singhalesischen Lastwagenfahrer nach einem Verkehrsunfall gewesen sein. Der Fahrer kam demnach dabei ums Leben. Mehrere Geschäfte, Häuser und eine Moschee wurden seit Montag angegriffen. Bei einem der Brandanschläge soll ein muslimischer Jugendlicher getötet worden sein.  

+++ 17.08 Uhr: Poggenburg will sich bei seiner Aschermittwochsrede verkalkuliert haben +++

Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg räumt nach seiner innerparteilich umstrittenen Rede zum Aschermittwoch Fehler ein. "Ich habe mich da tatsächlich verkalkuliert", sagte der 42-Jährige am Rande einer Landtagssitzung in Magdeburg.
Er habe die Folgen und Reaktionen auf die Rede nicht richtig abgeschätzt. "Das muss ich auf meine Kappe nehmen." Deswegen habe er sich entschieden, sowohl als Parteichef als auch als Fraktionsvorsitzender zum 31. März zurückzutreten. Zuvor hatte er diesen Schritt bereits schriftlich erklärt, und begründet, er wolle so "Druck von Fraktion und Partei" nehmen.

+++ 16.47 Uhr: Seniorin wirft falschen Polizisten Schmuck vom Balkon zu +++

Eine 82-Jährige ist in Heilbronn besonders dreisten Betrügern auf den Leim gegangen: Nach Angaben der Polizei hatten vermeintliche Polizisten am Dienstag die Seniorin bei mehreren Anrufen überredet, Schmuck, Münzen und ihre Bankkarte über den Balkon zu werfen. Die falschen Beamten gaben an, die Wertsachen, die sich einer Sporttasche befanden, sicher zu verwahren. Stattdessen verschwand die Tasche, das Bankkonto der 82-Jährigen wurde von den Unbekannten leer geräumt. Als die Seniorin ihre Kostbarkeiten am nächsten Morgen im Polizeipräsidium in Heilbronn abholen wollte, musste sie feststellen, dass sie betrogen worden war.

+++ 16.37 Uhr: Aldi will in China Filialen eröffnen +++

Aldi will einem Medienbericht zufolge in China nicht mehr nur online, sondern auch in eigenen Filialen Produkte anbieten. Aldi Süd fasse den Aufbau eines stationären Ladennetzes ins Auge, berichtet das Branchenblatt "Lebensmittel Zeitung". Derzeit würden die "Expansionsteams zusammengestellt". Aldi Süd stehe damit "vor einem der größten Expansionsvorhaben der Unternehmensgeschichte". Die Firma erklärte lediglich, es wolle sich weiter auf seine Online-Aktivitäten in China konzentrieren. Aldi Süd bietet seit 20. März 2017 ausgewählte Produkte auf der Internet-Handelsplattform Tmall Global an, die zum chinesischen Onlineriesen Alibaba gehört.

+++ 16.32 Uhr: Reiseausgaben der Deutschen steigen deutlich +++

Die deutschen Urlauber haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld für ihre Reisen ausgegeben. Der Betrag stieg um acht Prozent auf 65 Milliarden Euro, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) mitteilte. Das Geld eingerechnet, das die Urlauber im Reiseland lassen, gaben sie insgesamt rund 91 Milliarden Euro aus. Die Zahl der Reisenden, die länger als fünf Tage unterwegs waren, stieg von 53,4 Millionen auf 54,1 Millionen. 77,2 Prozent der Deutschen machten demnach eine Reise. Bei 28 Prozent lag das Ziel in Deutschland, 72 Prozent gingen ins Ausland - knapp zwei Drittel davon per Flug in Mittelmeerregionen, ein Drittel mit dem Auto in Nachbarländer.

+++ 16.15 Uhr: Kritik an Lagerfeld-Schau mit Bäumen +++

Die spektakuläre Modenschau mit echten Bäumen im Pariser Grand Palais hat Chanel und Chefdesigner Karl Lagerfeld Ärger von Naturschützern eingehandelt. Der Umwelt-Dachverband France Nature Environnement reagierte empört auf die eigens für die Schau gefällten Bäume: Das sei nicht besonders grün und umweltfreundlich, hatte der Verband in einer Mitteilung und auch in sozialen Medien verbreitet. Die ganze Aktion des einflussreichen Modehauses Chanel veranschauliche den Mangel an Rücksicht auf die Umwelt in der Luxusindustrie. Die Modemarke reagierte sofort, man habe sich beim Kauf der Bäume verpflichtet, hundert neue Eichen im gleichen Wald zu pflanzen. Was der gern spöttische Lagerfeld, der zurzeit einen Vollbart trägt, zur Kritik an seiner Luxus-Schau mit vielen Promigästen dachte, blieb zunächst unklar.

+++ 16.05 Uhr: Orang-Utan im indonesischen Zoo raucht Zigarette +++

Mit großer Selbstverständlichkeit hat ein Orang-Utan in einem indonesischen Zoo eine Zigarette geraucht, nachdem ein Besucher ihm den Glimmstängel ins Gehege geworfen hatte. Der Unbekannte soll sich dafür nun strafrechtlich verantworten. Der Mann werde gesucht, teilte der Parkbetreiber am Donnerstag im indonesischen Bandung mit. "Wir haben den Täter bei der Polizei angezeigt", sagte Zoo-Sprecher Sulhan Syafi'i. Der Mann habe dem Affen absichtlich die Zigarette gegeben und damit das Tierschutzgesetz verletzt. Ein Video, das die Tat von vor einem Monat zeigt, hatte sich im Internet rasant verbreitet.

+++ 15.37 Uhr: Türkische Gemeinde begrüßt Rücktritt von AfD-Rechtsaußen Poggenburg +++

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat den Rücktritt des AfD-Politikers André Poggenburg als Landes- und Fraktionschef in Sachsen-Anhalt begrüßt. "Volksverhetzende Aussagen müssen in unserem Rechtsstaat Konsequenzen haben", erklärte der TGD-Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu in Berlin. Allerdings habe es von der Parteibasis und -spitze "nahezu keine inhaltliche Kritik an Poggenburgs Aussagen" gegeben, kritisierte er.

+++ 15.34 Uhr: Wut auf Lebenssituation war Motiv für Messer-Attacken in Wien +++

Ein 23-jähriger Tatverdächtiger hat gestanden, die beiden Messer-Attacken auf vier Passanten in Wien verübt zu haben. Eine dreiköpfige Familie habe der aus Afghanistan stammende Mann wegen seiner "schlechten, aggressiven Stimmung" und aus Wut über seine gesamte Lebenssituation attackiert, berichtete ein Polizeisprecher nach dem Verhör des Verdächtigen am Donnerstag.

Den Messerangriff auf einen 20-Jährigen eine halbe Stunde nach der ersten Tat habe er begangen, weil er den Landsmann für seine eigene Drogensucht verantwortlich mache, so die Behörden. Von den vier Opfern schwebte der 67 Jahre alte Vater der Familie am Donnerstag noch in Lebensgefahr. Die Taten hatten sich am Mittwochabend in der Nähe des Wiener Zentrums ereignet.

+++ 15.10 Uhr: Tschechischer Präsident beschimpft bei Amtseinführung Medien +++

Bei der Vereidigung des tschechischen Präsidenten Milos Zeman ist es zu einem Eklat gekommen. In seiner Rede auf der Prager Burg griff Zeman am Donnerstag die liberale Presse, namentlich die Zeitung "Hospodarske noviny" und das Magazin "Respekt", sowie das öffentlich-rechtliche Fernsehen an. Er warf ihnen "Manipulation der tschechischen Öffentlichkeit" vor. Mehrere konservative Abgeordnete, darunter Ex-Außenminister Karel Schwarzenberg, verließen daraufhin aus Protest den Saal.

Knapp sechs Wochen nach seiner Wiederwahl legte der 73-Jährige vor einer gemeinsamen Sitzung der beiden Parlamentskammern seinen Amtseid ab. Der weithin als russlandfreundlich geltende Zeman hatte sich in der Stichwahl mit 51,4 Prozent der Stimmen knapp gegen seinen liberalen und proeuropäischen Herausforderer Jiri Drahos durchgesetzt. Damit wurde er in seine zweite, fünfjährige Amtszeit eingeführt. In Tschechien hat der Präsident überwiegend repräsentative Aufgaben.

+++ 15.07 Uhr: Gauland will angeblich AfD auch in nächste Bundestagswahl führen +++

AfD-Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland plant ungeachtet seines Alters für 2021 eine erneute Kandidatur für den Bundestag. "In der aktuellen Situation muss ich an Bord bleiben", sagte der 77-Jährige der "Bild"-Zeitung mit Blick auf Spekulationen, wonach er wegen seines Alters und damit verbundener Einschränkungen vorzeitig ausscheiden könnte. Gauland wäre im Herbst 2021, wenn voraussichtlich die nächste Bundestagswahl stattfindet, 80 Jahre alt.

+++ 15.00 Uhr: Rekordzahl an Soldatinnen in der Bundeswehr +++ 

 Der Frauenanteil in der Bundeswehr hat sich seit 2001 auf die Rekordzahl von 21.300 Soldatinnen mehr als verdreifacht. Inzwischen liege der Anteil bei etwa zwölf Prozent, teilte die Bundeswehr am Donnerstag anlässlich des Weltfrauentages mit. "Sie sind in allen Dienstgradgruppen repräsentiert, vom Matrosen bis zum General", erklärte die Bundeswehr.

+++ 14.43 Uhr: Erfinder Madsen: Kim Wall ist im U-Boot erstickt +++

Die schwedische Journalistin Kim Wall ist nach Angaben des mordverdächtigen Erfinders Peter Madsen an Bord seines U-Bootes erstickt. Er habe etwas reparieren wollen, habe deshalb einen Kompressor und zwei Motoren gestartet und sei durch ein Luk nach draußen geklettert, sagte der 47-Jährige zum Prozessauftakt vor Gericht. Er habe das Luk nicht wieder öffnen können, wohl weil sich ein Unterdruck im Boot gebildet habe. "Ich konnte Kim da unten rufen hören", sagte er. Erst nach einer Weile habe er das Luk wieder öffnen können. Ihm sei warme Luft entgegengekommen. Wall habe leblos im Boot gelegen. Die Staatsanwaltschaft glaubt nicht an den beschriebenen Unfall. Sie wirft Madsen vor, die junge Frau gefesselt, gequält und ermordet zu haben. 

+++ 14.35 Uhr: Gauland will AfD auch in die nächste Bundestagswahl führen +++

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland will seine Partei auch in die nächste Bundestagswahl führen. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "In der aktuellen Situation muss ich an Bord bleiben." Gauland, der im Februar seinen 77. Geburtstag gefeiert hatte, wollte damit wohl Spekulationen in der Partei beenden, er könne wegen seines Alters möglicherweise bald ausscheiden.

Die AfD war 2017 mit zwei Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf gegangen. Die Parteitagsdelegierten wählten Gauland damals zusammen mit Alice Weidel zum "Spitzenteam". Weidel, 39, leitet gemeinsam mit ihm auch die Bundestagsfraktion. Beide haben in der Öffentlichkeit immer betont, wie gut ihr Verhältnis sei.

+++ 14.26 Uhr: 20-Jähriger muss nach tödlicher Fahrerflucht drei Jahre in Haft +++

Weil er betrunken einen Fußgänger totgefahren hat, ist ein 20-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart sah es als erwiesen an, dass der Mann nach einem Sommerfest in der Nacht zum 8. Juli 2017 mit drei ebenfalls betrunkenen Freunden im Auto nahe Kaisersbach einen auf der Straße liegenden, betrunkenen Fußgänger überfuhr. Danach sei der Fahranfänger geflohen, ohne sich um den sterbenden 22-Jährigen zu kümmern. Der Auszubildende sagte vor Gericht, er könne sich nur an ein Rumpeln und sonst nichts mehr richtig erinnern. Er wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, versuchten Mordes und Fahrerflucht verurteilt (Az.: 2 KLs 66 Js 65829/17).

+++ 14.10 Uhr: Medienberichte: Heiko Maas soll Außenminister werden +++

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Noch-Justizminister Heiko Maas neuer Bundesaußenminister werden. Das berichten "Focus Online", "Spiegel Online" und die Deutsche Presse-Agentur. Damit würde Maas auf Sigmar Gabriel folgen, der heute sein Ausscheiden aus der neuen Bundesregierung bekannt gegeben hat.

Mehr in Kürze im stern-Ticker.

+++ 14.02 Uhr: Hilfspfleger unter Mordverdacht - bisher 35 Hinweise eingegangen +++

Zu dem in München unter Mordverdacht inhaftierten Hilfspfleger sind bisher rund 35 "substanziell hilfreiche Hinweise"
eingegangen. Das hat die Polizei mitgeteilt. Der 36 Jahre alte Beschuldigte aus Polen soll in Ottobrunn bei München einen 87-jährigen Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben. Zur Abklärung, ob es deutschlandweit noch weitere Opfer des Mannes geben könnte, hatte die Polizei um Hinweise zu anderen Aufenthalts- und Beschäftigsorten des Hilfspflegers gebeten.

Die Ermittler gehen aktuell von vier weiteren Fällen aus, "in denen das Ableben einer betreuten Person in einem unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Tatverdächtigen stand". Es geht dabei um Fälle in den beiden bayerischen Landkreisen Forchheim (Juli 2017) und Kitzingen (Januar 2018) sowie je einen Fall in Hannover (Juli 2017) und im baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen (Juli 2017).

+++ 13.49 Uhr: Leitzins im Euroraum bleibt auf Rekordtief von null Prozent +++

Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt, wie die Notenbank mitteilte.

+++ 13.44 Uhr: Schneeball-Überfall in norddeutscher Schule - Unterrichtsabbruch +++

Zwei junge Männer haben sich einen üblen Scherz in ihrer ehemaligen Schule in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt. Die 19 und 20 Jahre alten Männer öffneten die Tür eines Klassenraumes einer Schule in Anklam, riefen laut "Überfall" und warfen zwei Schneebälle an die Tafel, wie die Polizei mitteilte. Die 19 Schüler der zehnten Klasse erschraken dabei so sehr, dass der Unterricht für sie an diesem Tag abgebrochen wurde. Nach Polizeiangaben wurde eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs aufgenommen, weitere Straftatbestände würden geprüft.

+++ 13.17 Uhr: 500.000 Österreicher wollen Rauchverbot in der Gastronomie +++

Das geplante Volksbegehren für ein Rauchverbot in der Gastronomie in Österreich hat unvermindert großen Zulauf. Die Kampagne von Ärztekammer und Krebshilfe wird nun von mehr als 500.000 Bürgern unterstützt, wie die Initiatoren mitteilten.
Sie forderten die rechtskonservative Regierung auf, dieses Votum nicht zu ignorieren.

Die Koalition von ÖVP und FPÖ ist für ein Beibehalten der aktuellen Regelung mit getrennten Raucherräumen in Lokalen und will das noch von der Vorgängerregierung zum 1. Mai beschlossene Rauchverbot demnächst im Parlament kippen. Die Aufhebung des geplanten Rauchverbots in der Gastronomie war eine Koalitionsbedingung der FPÖ.

+++ 12.57 Uhr: Merkel: Kampf um Gleichberechtigung von Frauen geht weiter +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat anlässlich des Internationalen Frauentags davor gewarnt, nur auf die erreichten Verbesserungen für Frauen in der Gesellschaft zurückzuschauen. "Der Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen geht weiter", sagte Merkel in einer Videobotschaft. Es gebe noch viel zu tun "für gleiche Rechte von Frauen und natürlich auch für neue Aufgaben für Männer", sagte die CDU-Politikerin. "Wir wollen gestalten." Merkel erklärte zudem, dass im neuen Bundeskabinett "sicherlich eine interessante Mischung aus Männern und Frauen" sitzen werde. Auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin wurde der Weltfrauentag erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und in Nachbarländern begangen. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert.

+++ 12.56 Uhr: Polnischer Präsident entschuldigt sich für anti-jüdische Kampagne vor 50 Jahren +++

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat sich für eine anti-jüdische Kampagne vor 50 Jahren in Polen entschuldigt. "Bitte verzeihen Sie, verzeihen Sie der Republik und den Polen", erklärte Duda in Warschau. Die Entschuldigung zum 50. Jahrestag des Geschehens von 1968 erfolgt inmitten eines heftigen Streits zwischen Warschau und Jerusalem um das vor kurzem verabschiedete polnische Holocaustgesetz.

+++ 12.48 Uhr: U-Boot-Prozess: Madsens Erklärung zu Todesursache wackelt +++

Die Erklärung des mordverdächtigen dänischen Erfinders Peter Madsen zur Todesursache der Journalistin Kim Wall ist vor Gericht ins Wanken geraten. Der 47-Jährige hatte zuletzt gesagt, die junge Frau könne im Inneren des U-Bootes an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sein. Technische Gutachter hielten es zwar für möglich, dass sich plötzlich Kohlenmonoxid im Boot gebildet habe, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen vor Gericht. Doch zugleich hätte sich das U-Boot dann rasant und gewaltig aufgewärmt, was an der Leiche Spuren hätte hinterlassen müssen.

Madsen hatte in Verhören zunächst behauptet, die 30 Jahre alte Journalistin nach einer U-Boot-Tauchfahrt an Land abgesetzt zu haben. Dann gab er zu, dass sie an Bord starb. Zunächst behauptete er, ein schweres Luk sei ihr auf den Kopf gefallen. Davon gab es am Schädel jedoch keine Spuren. Zuletzt sprach er von der Möglichkeit einer Kohlenmonoxidvergiftung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor.

+++ 12.34 Uhr: Giffey soll überraschend Familienministerin werden +++

Überraschende Personalie in der Hauptstadt: Wie mehrere Medien (unter anderem "Berliner Morgenpost", "Bild") übereinstimmend berichten, soll Franziska Giffey, die bisherige Berlin-Neuköllner Bezirksbürgermeisterin, Bundesfamilienministerin im neuen Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel werden. Der Plan soll aus der SPD-Spitze durchgesickert sein. Die 39-Jährige SPD-Politikerin (geboren in Frankfurt and er Oder) wurde zuvor auch als mögliche Arbeitsministerin gehandelt.

Die Sozialdemokraten wollen sich erst am Freitag offiziell dazu äußern, wie sie ihre sechs Ministerposten verteilen.

+++ 12.08 Uhr: Neuer HSV-Vorstand Wettstein hält an Trainer Hollerbach fest +++

Bernd Hollerbach soll zumindest vorerst Trainer beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hamburger SV bleiben. "Stand heute halte ich einen Trainerwechsel nicht für möglich. Hollerbach ist Bestandteil des Teams", sagte Hamburgs neuer Vorstand Frank Wettstein, kurz nachdem sich der Club von Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt getrennt hatte.

Am Samstag spielt der HSV beim Tabellenführer FC Bayern München. Ob ein Trainerwechsel beim HSV im Laufe der Saison noch möglich sei, wollte Wettstein nicht sagen. Hamburg ist Tabellen-Vorletzter und hat nur noch geringe Chancen, den ersten Bundesliga-Abstieg der Clubgeschichte zu verhindern.

+++ 11.57 Uhr: Trotz Tod von Frontfrau: "Cranberries"-Album mit Stimme von O'Riordans +++

Knapp zwei Monate nach dem Tod von Dolores O'Riordan, 46, wollen die Cranberries die letzten Gesangsaufnahmen ihrer Frontfrau auf einem neuen Album veröffentlichen. Das gab die Rockband aus Irland auf ihrer Internetseite bekannt. Ihre Stimme sei bereits im vergangenen Jahr aufgenommen worden. Zugleich steht das 25-jährige Bandjubiläum der Cranberries an. Dazu will die Band noch ein Album herausbringen, voraussichtlich soll es "Everybody Else is doing it so why can't we" heißen. "Wir haben darüber nachgedacht und entschieden, dass es etwas ist, das wir als Band - mit Dolores - zu Ende bringen sollten", schrieben sie. Bisher ist aber nur klar, dass beide Alben dieses Jahr kommen sollen - wann genau, noch nicht.

O'Riordan war am 15. Januar in einem Hotel in London leblos aufgefunden worden. Wie und warum sie starb, wird noch untersucht. Ein Verbrechen schließt die Polizei aus. Die Cranberries hatten in den 90er Jahren mit Songs wie "Zombie" und "Linger" internationalen Ruhm erlangt.

+++ 11.37 Uhr: AfD-Vorstandsmitglieder begrüßen Rückzug von Landeschef Poggenburg +++

Mit Zufriedenheit hat die Bundesspitze der AfD auf den angekündigten Rückzug des umstrittenen Landeschefs André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt reagiert. Der Vize-Bundesvorstandsvorsitzende Kay Gottschalk sprach von einer "guten und weisen Entscheidung". Diese zeige, "dass die AfD erwachsen geworden ist". Bundesvorstandsmitglied Andreas Kalbitz sagte: "Ich finde es verantwortungsvoll von Herrn Poggenburg, dass er seine Konsequenzen daraus zieht zum Wohle der Partei."

Der AfD-Bundesvorstand hatte im Februar eine Abmahnung gegen Poggenburg ausgesprochen. Anlass war dessen Aschermittwochsrede.Darin hatte er die in Deutschland lebende Türken als "Kameltreiber" und "Kümmelhändler" verunglimpft, die "selbst einen Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern am Arsch" hätten.  

+++ 11.25 Uhr: De Maiziére kritisiert Erweiterungsdatum der EU-Kommission für Westbalkan +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Pläne der EU-Kommission kritisiert, bis 2025 weitere Länder aus der Westbalkan-Region aufzunehmen. "Ich halte wenig davon, dass wir Daten nennen", sagte de Maizière beim Treffen der EU-Innenminister in Brüssel. Die Länder müssten erst die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, um "europatauglich" zu werden. "Das nennen von Daten ist die falsche Reihenfolge." Die EU-Kommission hatte im Februar ihre neue Erweiterungsstrategie für sechs Länder des Westbalkan vorgestellt. Dabei sieht sie Serbien und Montenegro als Favoriten für einen möglichen EU-Beitritt bis 2025

+++ 10.55 Uhr: Auch Hendricks wird neuer Bundesregierung nicht angehören +++

Auch die bisherige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist in der künftigen Bundesregierung nicht mehr vertreten. "Ich werde der neuen Bundesregierung nicht angehören", sagte Hendricks der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Sie gehe mit einem "guten Gefühl" aus dem Amt.

Sigmar Gabriel und Barbara Hendricks werden neuer Bundesregierung nicht angehören

+++ 10.45 Uhr: Nach Fahndung mit Opferfotos: Mann wegen Missbrauchs vor Gericht +++

Nach einer aufsehenerregenden Fahndung mit Fotos eines vierjährigen Missbrauchsopfers muss sich ein 24-Jähriger jetzt vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ermittler hatten im vergangenen Herbst mit Fotos des Mädchens gefahndet, weil die Identitäten von Opfer und Täter unbekannt waren. Fahnder waren zuvor im sogenannten Darknet auf Aufnahmen des Kindesmissbrauchs gestoßen. Im Prozess soll jetzt die Privatsphäre des Mädchens geschützt werden, wie ein Gerichtssprecher sagte. Dem Angeklagten werde schwerer sexueller Missbrauch in "etlichen Fällen" zur Last gelegt. Details wurden nicht mitgeteilt.

+++ 10.35 Uhr: Umweltbundesamt: 6000 Todesfälle 2014 auf NO2-Belastung zurückzuführen +++

In Deutschland lassen sich für das Jahr 2014 etwa 6000 vorzeitige Todesfälle aufgrund von Herzkreislauferkrankungen auf die Belastung mit Stickstoffdioxid zurückführen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Umweltbundesamt in Berlin vorstellte. Die Belastung mit Stickstoffdioxid steht demnach auch im Zusammenhang mit Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfällen, chronischen Lungenerkrankungen und Asthma.

+++ 10.30 Uhr: Weltfrauentag: Spanierinnen treten erstmals in landesweiten Streik +++

Anlässlich des Weltfrauentages ist in Spanien erstmals ein landesweiter "feministischer Streik" ausgerufen worden. Betroffen seien auch die öffentlichen Verkehrsmittel, berichtete das spanische Fernsehen am Morgen: Unter anderem würden mehr als 150 Zugverbindungen ausfallen, und auch die Metro- und Busverbindungen sollten in mehreren Städten nur schleppend laufen. Zudem legten viele Journalistinnen die Arbeit nieder. Landesweit waren 300 Demonstrationen geplant. Zu dem Arbeitskampf hatten mehrere Gewerkschaften aufgerufen. 

Die Spanierinnen kämpfen für mehr Frauenrechte und die Gleichstellung von Mann und Frau sowie gegen machistische Gewalt, die in dem Land weiterhin ein großes Thema ist. Die Frauen wurden auch dazu aufgerufen, zu Hause die Arbeit niederzulegen und weder zu putzen noch zu kochen. "Wenn die Frauen streiken, dann steht die Welt still", so das Motto des Ausstandes.

+++ 10.19 Uhr: Polizei entdeckt 27 Flüchtlinge in Schleuserlastwagen +++

Auf der Ladefläche eines Lastwagens hat die Bundespolizei in Niederbayern am Mittwochabend 27 Flüchtlinge entdeckt. Beim Zugriff in Kreuzberg bei Freyung wurden zwei aus der Türkei stammende Schleuser festgenommen, wie die Bundespolizeidirektion München mitteilte. Auf die Spur der Schleuser kamen die Ermittler demnach durch den telefonischen Hinweis eines Zeugen, der einen verdächtigen Lastwagen auf einem Parkplatz meldete. Die ohne Ausweispapiere eingereisten Flüchtlinge stammten aus dem Iran und dem Irak. Sie wurden wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise der Bundespolizei übergeben.

+++ 10.13 Uhr: Netzbetreiber: Einfache Uhren zeigen bald wieder richtige Zeit an +++

Radiowecker und Mikrowellen-Uhren in Europa dürften schon bald wieder die richtige Zeit anzeigen. Wie der serbische Netzbetreiber Elektromreza Srbije (EMS) mitteilte, halte das Kosovo die vereinbarten Standards seit dem 3. März wieder ein. Ein politischer Streit zwischen dem Kosovo und Serbien hat wochenlang zu einer Unterversorgung im Stromnetz geführt - und folglich dazu, dass einfache Uhren etwa in Herden oder Mikrowellen bis zu sechs Minuten nachgehen. Auf internationalen Druck gleiche der Netzbetreiber des Kosowo KOSTT nun auftretende Schwankungen vereinbarungsgemäß wieder aus, schrieb EMS.

+++ 10.11 Uhr: Letzte SMS von Journalistin Wall: "Ich lebe übrigens noch" +++

Die schwedische Journalistin Kim Wall hat vor ihrem Tod auf dem U-Boot des dänischen Erfinders Peter Madsen eine letzte SMS geschickt. "Ich lebe übrigens noch - aber wir gehen runter! Ich liebe dich!!!!!! Er hat Kaffee und Kekse mitgebracht", schrieb sie am Abend des 10. August auf Englisch an ihren Freund. Die SMS wurde zum Prozessauftakt im Kopenhagener Gericht gezeigt. Etwa eine Viertelstunde danach sei ihr Telefon noch einmal kurz ins Internet gegangen. Das sei das letzte Lebenszeichen der 30-Jährigen gewesen, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen.

Die Staatsanwaltschaft macht Erfinder Madsen für ihren Tod verantwortlich. Er soll die junge Frau an Bord des U-Bootes gequält und ermordet sowie ihre Leiche zerstückelt und ins Meer geworfen haben. Madsen bestritt zum Prozessauftakt einen Mord.

+++ 9.56 Uhr: U-Boot-Bauer Madsen bestreitet Mord vor Gericht +++

Der dänische Erfinder Peter Madsen hat zu Beginn des spektakulären U-Boot-Prozesses in Kopenhagen bestritten, die Schwedin Kim Wall ermordet zu haben. Auch zum Vorwurf des sexuellen Missbrauchs plädiere er auf unschuldig, sagte seine Anwältin vor Gericht in Kopenhagen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 47-Jährigen vor, die schwedische Journalistin in dem selbstgebauten U-Boot gefoltert, mehrfach auf ihren Unterleib eingestochen und sie dann getötet zu haben. Sie fordert lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung. Zum Prozessauftakt am Donnerstag bekannte sich Madsen lediglich schuldig, die Leiche der jungen Frau zerteilt und über Bord geworfen zu haben.

+++ 9.55 Uhr: HSV trennt sich von Vorstandschef Bruchhagen und Sportchef Todt +++

Vorstandschef Heribert Bruchhagen ist beim Hamburger SV mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Auch Sportdirektor Jens Todt sei beurlaubt worden, teilte der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist mit.

+++ 9.45 Uhr: Afghanische Parlamentswahlen: Viele Wahllokale in umkämpften Gebieten +++

Bei der afghanischen Parlamentswahl wird fast ein Viertel aller Wahllokale in umkämpften Gebieten liegen. Unter den bisherigen Umständen könne dort wohl nicht gewählt werden, sagte das Mitglied der Wahlkommission, Wasima Badgisi. Die lange überfälligen Wahlen sind offiziell für Juli geplant, aber westliche Diplomaten in Kabul rechnen wegen Verspätungen der Vorbereitungen mit einer Verlegung in den Oktober.

Hintergrund der Warnungen ist eine Studie, wonach von den geplanten 7374 Wahllokalen 1707 in Gegenden liegen, die entweder in der Hand der radikalislamischen Taliban oder umkämpft sind. Die Taliban kontrollieren wieder mindestens 13 Prozent des Landes. Knapp ein Drittel des Landes ist außerdem umkämpft. Betroffen seien Wahllokale in 32 Bezirken, unter anderem in den Provinzen Kundus und Badachschan im Norden, Sabul und Gasni im Osten, Urusgan und Helmand im Süden sowie Fariab im Westen, sagte Badgisi.

+++ 9.27 Uhr: Poggenburg tritt von AfD-Spitzenämtern in Sachsen-Anhalt zurück +++

Der Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, tritt von beiden Ämtern zurück. Dies habe Poggenburg gegenüber der Landtagsfraktion in der vergangenen Woche angekündigt, teilte die Fraktion in Magdeburg mit. Poggenburg war nach einer Rede zum politischen Aschermittwoch, in der er die türkische Gemeinde in Deutschland unter anderem als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" bezeichnet hatte, in die Kritik geraten.

André Poggenburg will den Vorsitz der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt Ende des Monats aufgeben. Er habe seine Entscheidung damit begründet, "Druck von Partei und Fraktion" nehmen zu wollen.

+++ 9.20 Uhr: Sigmar Gabriel: "Nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe" +++

Noch-Außenminister Sigmar Gabriel hat bei Facebook ein Statement veröffentlicht, in dem er darüber unterrichtet, dass er nicht weiter Teil der Bundesregierung sein wird. 

"Andrea Nahles und Olaf Scholz haben mich heute darüber unterrichtet, dass ich der nächsten Bundesregierung nicht mehr angehören werde.", so Gabriel. "Ich bin nach wie vor direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages, aber nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe."

+++ 9.13 Uhr: Medienberichte: Sigmar Gabriel nicht Teil der nächsten Bundesregierung? +++

Noch-Außenminister Sigmar Gabriel ist einem Medienbericht zufolge nicht Teil der nächsten Bundesregierung. "Sigmar Gabriel wird nach 'Der Spiegel'-Infos nicht der neuen Bundesregierung angehören", twittert Redakteur Veit Medick.

 Demnach habe Gabriel heute ein Gespräch mit der designierten Parteichefin Andrea Nahles und dem kommissarischen Parteichef Olaf Scholz ein Gespräch gehabt. "Beide teilten ihm mit, dass sie ohne ihn planen", schreibt Medick weiter. Auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtet darüber.

+++ 9.00 Uhr: Ermittler bestätigen Festnahme von mutmaßlichem Islamisten aus Worms +++

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat die Festnahme eines mutmaßlichen Islamisten aus Worms in Afghanistan bestätigt.
Gegen den Mann laufe ein Ermittlungsverfahren in Deutschland, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde in Koblenz. Ein Auslieferungsersuchen werde deswegen geprüft. Derzeit sei die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz für den Vorgang zuständig. Es werde aber noch abgewartet, ob der Generalbundesanwalt den Fall übernimmt. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Der Mann wurde nach einem Bericht der afghanischen Spezialkräfte vor etwa einer Woche festgenommen. Er soll 36 Jahre alt sein. Der Sprecher der Koblenzer Generalstaatsanwaltschaft bestätigte, dass sich der mutmaßliche Islamisten weiter in Afghanistan in Gewahrsam befinde. Weitere Einzelheiten zu dem Mann nannte er nicht. Die "Welt" hatte nach der Festnahme berichtet, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen polizeibekannten Islam-Konvertiten aus Rheinland-Pfalz handele.

+++ 8.54 Uhr: Berlin will Zeigen syrisch-kurdischer YPG-Fallen künftig tolerieren +++

In Berlin soll das Zeigen von Fahnen der syrischen Kurdenmiliz YPG offiziell toleriert werden. Die Berliner Polizeiführung teilte laut einem Bericht des "Tagesspiegel" offensichtlich in Abstimmung mit Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit, Verbote solcher Fahnen "nicht mehr anordnen" zu wollen. Geisel selbst wurde von dem Blatt zitiert, man wolle künftig "nur Symbole verfolgen, die tatsächlich strafrechtlich relevant sind".

Hintergrund sind die Demonstrationen von Kurden und deutschen Unterstützern vom vergangenen Samstag in Berlin gegen die türkischen Angriffe auf das syrische Kurdengebiet Afrin. Dort waren Fahnen und Symbole der YPG von der Polizei beschlagnahmt worden, wogegen ein Demonstrant vor dem Verwaltungsgericht Berlin klagte. Die Polizeiführung gab daraufhin laut "Spiegel" vor dem Gericht die Erklärung ab, wonach es solche Verbote nicht mehr geben solle.

+++ 8.51 Uhr: Bericht: Frauenanteil in Digital-Branche konstant unter 30 Prozent +++

In der Digitalbranche sind Frauen laut einem Zeitungsbericht weiter deutlich in der Minderheit. Seit dem Jahr 2008 liege der Frauenanteil dort konstant bei 29 Prozent, berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Grünen-Fraktion. Dies sei "erschreckend wenig", kritisierte die Grünen-Politikerin Anna Christmann.

Das Schlimmste sei, dass sich dieser dramatisch niedrige Frauenanteil in den letzten Jahren zementiert habe, sagte die Sprecherin für Innovations- und Technologiepolitik der Grünen-Bundestagsfraktion der Zeitung. "Eine Zukunftsbranche wie die digitale darf keine Männerdomäne bleiben", forderte sie. Noch niedriger ist der Frauenanteil in der Digital-Branche der "Rheinischen Post" zufolge bei Selbstständigen (11,7 Prozent) und Unternehmensgründerinnen (11 Prozent).

+++ 8.24 Uhr: Geplanter Hilskonvoi für Ost-Ghuta wegen unsicherer Lage vor Ort verschoben +++

Das Rote Kreuz hat einen geplanten Hilfskonvoi für die Not leidenden Zivilisten in der syrischen Rebellen-Enklave Ost-Ghuta verschoben. Die Lage vor Ort sei derzeit zu unsicher, um die Hilfen wie geplant auszuliefern, sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) zu AFP. Am Montag war der Versuch einer ersten Hilfslieferung abgebrochen worden, nachdem der Konvoi unter Beschuss geraten war.

+++ 8.15 Uhr: DIW-Chef befürchtet massiven Schaden für Deutschland durch US-Strafzölle +++

Angesichts der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vor einem massiven Schaden für Deutschland gewarnt. "Ich gehe davon aus, dass Trump seine Drohung wahrmacht", sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher der "Saarbrücker Zeitung". An der deutschen Stahl- und Aluminiumproduktion hingen zehntausende Arbeitsplätze, sagte der DIW-Chef der Zeitung weiter. "Einige davon würden in Gefahr geraten", fügte er hinzu. "Und sollten die Strafzölle auch noch auf Autos ausgeweitet werden, wie es Trump angedeutet hat, dürfte der Schaden noch deutlich größer sein."

+++ 7.45 Uhr: Medien: Ärzte bangen um Leben der Nervengift-Opfer von Salisbury +++

Nach dem Nervengift-Anschlag in Großbritannien bangen die Ärzte laut Medienberichten um das Leben der Opfer. Drei Menschen lägen im Koma, berichtete der Sender Sky News. Es handle sich um den russischen Ex-Spion Sergej Skripal, seine Tochter Julia und einen Polizisten, der den beiden zu Hilfe kommen wollte. Die Londoner "Times" berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, der Zustand des früheren russischen Agenten sei besonders ernst: "Die Befürchtung ist, dass er es nicht schaffen wird", zitierte die Zeitung eine ungenannte Regierungsquelle. Für Skripals Tochter und den Polizisten gebe es mehr Hoffnung.

+++ 7.25 Uhr: Mindestens eine Tote bei neuem Schneesturm an US-Ostküste +++

Die Ostküste der USA wird erneut von einem heftigen Wintereinbruch heimgesucht. Nachdem Ende voriger Woche bei einem sogenannten Bombenzyklon in der Region acht Menschen ums Leben gekommen waren, wurden seit Mittwoch neue starke Schneefälle gemeldet. Im Bundesstaat New York wurde eine 88-jährige Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen, wie der Sender "CBS News" berichtete. In New Jersey wurde ein Lehrer von einem Blitz getroffen, überlebte aber.

Die Gouverneure der US-Bundesstaaten New York, New Jersey und Massachusetts riefen am Mittwoch den Notstand aus. Die Meteorologen erwarteten in manchen Orten bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Viele Schulen von Philadelphia bis Boston blieben bereits am Mittwoch geschlossen. Nach Angaben der Webseite FlightAware wurden mehr als 2700 Flüge gestrichen.

+++ 7.05 Uhr: Mutmaßlicher US-Drohnenangriff tötet Sohn von Pakistans Taliban-Chef +++

Ein mutmaßlicher US-Drohnenangriff hat in Ostafghanistan einen Sohn des pakistanischen Taliban-Chefs Mullah Fazlullah getötet. Abdullah alias Iman Diri sei am Mittwoch bei einem Angriff auf ein Trainingslager in der Provinz Kunar getötet worden, hieß es am Donnerstag aus Kreisen der Taliban und pakistanischen Sicherheitskräfte. Demnach haben zwei von einer Drohne abgefeuerte Raketen insgesamt 21 Kämpfer getötet. Iman Diri ist der vierte hohe pakistanische Talibankämpfer, der durch mutmaßliche US-Drohnen in den vergangenen Monaten ums Leben gekommen ist. 

+++ 6.20 Uhr: China wünscht Putin die Wiederwahl +++

China unterstützt eine Wiederwahl des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei dem Votum am 18. März. Chinas Außenminister Wang Yi sagte am Rande der Jahrestagung des Volkskongresses auf einer Pressekonferenz in Peking, Putin genieße starke Unterstützung im russischen Volk. "Wir vertrauen darauf, dass das russische Volk wieder die richtige Entscheidung treffen wird", sagte Wang Yi. Er wich damit von der sonst üblichen Praxis ab, sich nicht zu Wahlen in anderen Ländern zu äußern und diese nur als "innere Angelegenheit" zu bezeichnen. China sei sehr zuversichtlich, was die Beziehungen zu Russland angehe, sagte Wang Yi. Beide Länder unterstützten die Kerninteressen des anderen.

+++ 6.10 Uhr: Umfrage: Demografischer Wandel macht vielen Deutschen Sorge +++

Die Deutschen sehen die Folgen des demografischen Wandels zunehmend mit Sorge. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Bürger verbinden damit eher Risiken, wie eine von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Allensbach-Umfrage ergab. Im Jahr 2014 hatte der Anteil demnach noch bei 55 Prozent gelegen. Nicht einmal jeder zehnte Befragte (acht Prozent) sieht im demografischen Wandel eine Chance.

Als erwartete Folgen nennen die Deutschen vor allem steigende Altersarmut (83 Prozent), einen späteren Renteneintritt (80 Prozent) und steigende Rentenversicherungsbeiträge (77 Prozent). Zugleich steigt die Bereitschaft, im Alter länger zu arbeiten. Wollte im Jahr 2002 noch mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Befragten früher als gesetzlich vorgesehen in Rente gehen, halbierte sich dieser Anteil auf inzwischen ein Viertel (25 Prozent).

Zugleich erklären inzwischen zwölf Prozent der Befragten, dass sie über die gesetzliche Ruhestandsgrenze hinaus arbeiten möchten. Im Jahr 2002 lag dieser Anteil nur bei fünf Prozent. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Allensbach im vergangenen Jahr 1454 Bürger ab 16 Jahren.

+++ 5.20 Uhr: Amazon gewöhnt Assistentin Alexa unkontrolliertes Lachen ab +++

Amazon will mit einem Programm-Update verhindern, dass seine Assistenz-Software Alexa Nutzer mit unerwartetem Lachen verstört. In den vergangenen Tagen häuften sich in den USA Beschwerden, dass die Assistentin in Amazons vernetzten Echo-Lautsprechern unkontrolliert in Lachen ausbreche. Das Problem sei, dass die Software unter Umständen fälschlicherweise den Sprachbefehl "Alexa, laugh" ("Alexa, lache!") herausgehört habe, erklärte der Online-Händler dem Finanzdienst Bloomberg am Mittwoch.

Mit der Aktualisierung solle die Software nur noch auf die ausführlichere Frage "Alexa, kannst du lachen?" ("Alexa, can you laugh?") reagieren, hieß es. Außerdem solle sie nicht einfach loslachen, sondern erst sagen: "Natürlich kann ich lachen."

+++ 5.10 Uhr: Mehr als 50 Hinweise auf Mordverdächtigen Norman Franz +++

Er soll fünf Menschen umgebracht haben: Auf den Fahndungsaufruf bei der Suche nach dem mutmaßlichen Mörder Norman Franz sind mehr als 50 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Das hat eine Sprecherin des Landeskriminalamts NRW in Düsseldorf auf Anfrage mitgeteilt. Allen Hinweisen werde nun nachgegangen.

In der vergangenen Woche hatten das Landeskriminalamt NRW und die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" einen neuen Fahndungsaufruf nach dem 48-Jährigen gestartet. Er ist seit fast 20 Jahren verschwunden und zählt zu den meistgesuchten Verbrechern Deutschlands.  

+++ 4.10 Uhr: China kündigt "angemessene Reaktion" auf mögliche US-Strafzölle an +++

China hat für den Fall einer Verhängung von US-Strafzöllen eine "angemessene und notwendige Reaktion" angekündigt. Außenminister Wang Yi sagte vor Journalisten in Peking, ein Handelskrieg mit den USA werde niemandem nützen. "Einen Handelskrieg zu wählen, ist sicherlich das falsche Rezept, am Ende wirst Du nur anderen und Dir selbst schaden."

Trump hatte am Donnerstag vergangener Woche Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium angekündigt. Auf diese Weise will er die heimische Branche vor nach seiner Ansicht unfairer Konkurrenz schützen. Laut seiner Sprecherin Sarah Sanders peilt die US-Regierung an, die Maßnahmen im Detail zum "Ende dieser Woche" vorzustellen. Ihren Angaben zufolge erwägt die US-Regierung Ausnahmeregelungen für mehrere Länder, darunter Kanada und Mexiko.

Meer voller Plastikmüll: Unglaubliche Aufnahmen: Taucher schwimmt durch verdreckten Ozean vor Bali

+++ 3.50 Uhr: Dritte Frau beschuldigt Schweizer Islamforscher Ramadan der Vergewaltigung +++

Der Schweizer Islamforscher Tariq Ramadan ist von einer dritten Frau der Vergewaltigung beschuldigt worden. Es handele sich um eine etwa 40 Jahre alte Französin, die anonym bleiben wolle, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen in Paris. Sie werfe Ramadan vor, sie zwischen Februar 2013 und Juni 2014 wiederholt vergewaltigt zu haben.

Die muslimische Frau, die sich das Pseudonym "Marie" gegeben habe, habe eingeräumt, Ramadan verfallen gewesen zu sein, hieß es in Justizkreisen mit Verweis auf die Anzeige. Demnach sei sie bei rund zehn Treffen mit Ramadan auf sehr brutale und entwürdigende Weise von ihm vergewaltigt worden. Dies sei zumeist am Rande von Konferenzn in Hotels in Frankreich, Brüssel und London geschehen. Sie habe es nicht geschafft, sich von ihm fernzuhalten, da er sie immer wieder bedroht habe.

Der umstrittene Wissenschaftler und Publizist war Ende Januar in Paris verhaftet worden, die Justiz leitete ein Strafverfahren gegen ihn ein. Zwei andere Frauen werfen ihm vor, sie in den Jahren 2009 beziehungsweise 2012 vergewaltigt zu haben.

+++ 3.30 Uhr: Berater: Mexiko und Kanada vorübergehend von Zöllen ausgenommen +++

In der Diskussion um Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte wollen die USA ihren Nachbarn Mexiko und Kanada eine Schonfrist einräumen. Beide Länder sollen zunächst von den Zöllen ausgenommen werden und hätten dann eine bestimmte Zeit, um über Zugeständnisse beim Freihandelsabkommen Nafta die Ausnahmen zu verlängern. Das sagte der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Peter Navarro, am Mittwoch dem Sender Fox Business.

Weitere Verbündete, etwa EU-Länder und Nato-Partner, sollen zunächst nicht von den Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium ausgenommen werden. Navarro deutete jedoch an, dass es auch für andere Länder Möglichkeiten geben könnte, nachträglich die Zölle zu vermeiden. "Wir werden das für unsere Verbündeten öffnen und sehen, ob wir das Problem lösen können", sagte Navarro.  

+++ 2.50 Uhr: "Sex and the City"-Star Nixon denkt über politische Kandidatur nach +++

Die "Sex and the City"-Schauspielerin Cynthia Nixon (51) denkt Medienberichten zufolge über eine Kandidatur als Gouverneurin von New York nach. Nixon habe sich aber noch nicht endgültig entschieden, ob sie gegen den amtierenden Gouverneur Andrew Cuomo antreten wolle, sagte ihre Sprecherin der "New York Times".

"Viele besorgte New Yorker haben Cynthia zu einer Kandidatur ermutigt, und sie ist weiter dabei, das auszuloten." Der Demokrat Cuomo, der als relativ beliebt gilt, ist derzeit in seiner zweiten Amtszeit und will in diesem Jahr für eine dritte antreten.

+++ 2.20 Uhr: Union will AfD im Bundestag mit Faktencheckern stellen +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) will die AfD im Bundestag auch mit Hilfe von Faktencheckern stellen. "Wenn die AfD im Parlament mit Fakten schlampig oder vorsätzlich falsch umgehen sollte, werden wir dies klar benennen", sagte Kauder den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Kauder verwies auf seine Rede in der letzten Europa-Debatte vergangenen Monat im Bundestag.

Vor der Rede hätten Mitarbeiter der Unionsfraktion die AfD-Beiträge "genau verfolgt und mich dann darauf hingewiesen, was an deren Argumenten nicht stimmt", berichtete Kauder. "Das habe ich dann benannt. So werden wir weitermachen."

+++ 1.40 Uhr: Eine Tote und zwei Verletzte bei Schießerei an US-Schule +++

Bei einer "unbeabsichtigten Schießerei" an einer Schule im US-Bundesstaat Alabama ist am Mittwoch eine 17-Jährige getötet worden. Zwei weitere Personen seien bei dem Zwischenfall verletzt worden, berichteten US-Medien. Die Schüsse an der Huffman High School in Birmingham seien am Nachmittag nach Ende des Unterrichts gefallen, hieß es. Die näheren Umstände der "unbeabsichtigten Schießerei" wurden nicht erläutert.

+++ 1.30 Uhr: EU-Parlamentarier recherchieren in der Slowakei zum Journalistenmord +++

Eine Delegation des EU-Parlaments beginnt Gespräche in der Slowakei, um mehr über die Hintergründe der Ermordung des Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak zu ermitteln. Sie kommt in ein Land, das wegen des Mordes in eine politische Krise gestürzt ist. Mehrere Oppositionsparteien brachten am Mittwoch einen gemeinsamen Misstrauensantrag gegen die vom Sozialdemokraten Robert Fico geführte Dreiparteienregierung ein.

Der parteilose Staatspräsident Andrej Kiska wirft der Regierung vor, jahrelange Warnungen des eigenen Geheimdienstes SIS vor den Machenschaften italienischer Mafiaclans ignoriert zu haben. Für die nächsten Tage sind im ganzen Land weitere Demonstrationen gegen Korruption und die Verfilzung von Politik und Geschäftemacherei geplant. Als Versuch zur Beruhigung wollen Staatspräsident, Regierungschef und Parlamentspräsident am Freitag ein Dreiergespräch auf der Burg oberhalb der Hauptstadt führen. 

+++ 1.20 Uhr: Aktivisten: Syrische Truppen erobern mehr als die Hälfte von Ost-Ghuta zurück +++

Die syrischen Regierungstruppen haben nach Angaben von Aktivisten mehr als die Hälfte der Rebellenenklave Ost-Ghuta zurückerobert. Am Mittwoch nahmen sie die Ortschaften Beit Sawa und Al-Aschaari ein, wie der Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte. Im Zuge ihrer Bodenoffensive und nach zweiwöchigen Bombenangriffen seien die Regierungstruppen damit ins Zentrum der Enklave vorgerückt. Die Regierungstruppen setzen demnach ihren Vormarsch auf die Großstadt Duma und Ortschaften im Westen der Rebellenenklave fort, nachdem sie Gebiete im Osten und Südosten unter ihre Kontrolle gebracht haben. Ungeachtet der von Moskau angekündigten täglichen mehrstündigen Waffenruhe halten Luftangriffe und Artilleriebeschuss in Ost-Ghuta an, wie die Beobachtungsstelle weiter mitteilte.

Ihren Angaben zufolge wurden am Mittwoch mindestens 62 Zivilisten bei überwiegend russischen Luftangriffen getötet, darunter sechs Kinder. Allein bei einem Angriff der russischen Luftwaffe auf den Ort Hammurije seien mindestens 18 Zivilisten getötet worden. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in London bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort; für Medien sind sie kaum zu überprüfen.

+++ 1.10 Uhr: Floridas Repräsentantenhaus verschärft Waffengesetze +++

Als Reaktion auf das Massaker an einer Schule in Florida mit 17 Toten hat nach dem Senat jetzt auch das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates einen Gesetzentwurf verabschiedet, der das Mindestalter bei Waffenkäufen auf 21 Jahre anheben würde. Der Entwurf passierte die Kammer am Mittwochabend (Ortszeit) und geht jetzt zur Unterzeichnung an Gouverneur Rick Scott.

Neben der Anhebung des Mindestalters von 18 auf 21 Jahren sieht der Entwurf eine dreitägige Wartezeit bei den meisten Waffenkäufen vor. Außerdem würde es bestimmten Mitarbeitern an Schulen erlaubt werden, eine Waffe zu tragen.  

+++ 0.22 Uhr: Bericht: Kramp-Karrenbauer erhöht Druck auf Autobauer bei Nachrüstungen +++

In der Debatte um Diesel-Fahrverbote erhöht die neue CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer einem Bericht zufolge den Druck auf die Autobauer. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen Brief Kramp-Karrenbauers an Funktions- und Mandatsträger ihrer Partei berichtete, erwartet sie zum einen, dass die Autohersteller "schnell die vereinbarte Softwarenachrüstung umsetzen".
Darüber hinaus müssten die Konzerne mit eigenen Mitteln den Umstieg der Autofahrer auf abgasärmere Fahrzeuge mit höheren Prämien fördern. Ebenso sollten die Hersteller auch die Kosten tragen, wenn es zu Nachrüstungen der Fahrzeuge mit Abgasfiltern komme. "Dort wo eine Nachrüstung der Hardware technisch möglich und für den Kunden die bessere Lösung ist, soll sie kostenfrei angeboten werden", forderte die CDU-Generalsekretärin laut "Handelsblatt".

+++ 0.05 Uhr: Familie bei Messerattacke in Wien lebensgefährlich verletzt +++

Bei einer Messerattacke auf offener Straße ist am Mittwochabend in Wien eine dreiköpfige österreichische Familie lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war der Täter vor einem japanischen Lokal auf den Vater, die Mutter und die erwachsene Tochter losgegangen. Mögliche Tatwaffe war laut Zeugen ein Klappmesser, berichtete ein Polizeisprecher. Das Motiv sei völlig unklar, hieß es bei den Behörden. 

Wenig später wurde ein Mann aus Tschetschenien in der Nähe des ersten Tatorts mit einem Messer verletzt. Die Polizei konnte kurz darauf einen an der Hand verletzten Verdächtigen festnehmen, der für die zweite Messerattacke verantwortlich sein soll. Ob er auch hinter dem ersten blutigen Vorfall stecke, werde noch ermittelt, so der Polizeisprecher weiter. Ein Zusammenhang zwischen beiden Angriffen sei aber eher fraglich.   

+++ 0.03 Uhr: Journalist in Kamerun in Haus von Ex-Minister in Hundezwinger gesperrt +++

In Kamerun ist der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) zufolge ein Journalist im Haus eines Ex-Ministers ausgezogen, geschlagen und in einen Hundezwinger gesperrt worden. Der Reporter habe das Haus von Ex-Verkehrsminister Alain Edgard Mebe Ngo'o am Samstag besucht, teilte RSF am Mittwoch mit. Am Vortag sei der Minister aus dem Amt geschieden.

"Nachdem er sich bei einem Wachmann am Eingang zum Gebäude gemeldet hatte, wurde der Journalist vom Polizeidienst des Ministers festgenommen, ausgezogen, brutal geschlagen, in einen Käfig für Hunde gesperrt und mit Wasser bespritzt", teilte RSF mit. Unter dem Vorwurf der Spionage sei er mehrere Stunden verhört worden.

Wirtschaftsberater Cohn: Twitter spottet über neuen Rücktritt in Trumps Team: "Wer wird als Nächstes gehen: Melania?"
vit/fs/wue / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(