HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Britische Premierministerin Theresa May feuert Verteidigungsminister Gavin Williamson

Julian Assange in London zu 50 Wochen Haft verurteilt +++ US-Polizist wegen tödlicher Schüsse auf Australierin schuldig gesprochen +++ Japans Kaiser Naruhito verkündet Thronbesteigung +++ Alle Meldungen des Tages im stern-Ticker.

Ausschreitungen in Paris: Demonstranten randalieren, Polizei verschießt Tränengas: Verletzte bei 1. Mai-Demonstration

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Premier May feuert britischen Verteidigungsminister (19.02 Uhr)
  • Julian Assange zu 50 Wochen Haft verurteilt (12.50 Uhr)
  • US-Polizist wegen tödlicher Schüsse auf Australierin schuldig gesprochen (5.15 Uhr)
  • Japans Kaiser Naruhito verkündet Thronbesteigung (4.28 Uhr)
  • US-Umweltbehörde stuft Glyphosat weiter als nicht krebserregend ein (2.09 Uhr)

Die Meldungen im Einzelnen im stern-Ticker:

+++ 19.55 Uhr: Russland und USA beschuldigen sich gegenseitig, Lage in Venezuela zu eskalieren +++

Russland und die USA beschuldigen sich gegenseitig, zu einer Eskalation im Krisenland Venezuela beizutragen. Es werde "drastischste Konsequenzen" zur Folge haben, wenn Washington seine "aggressiven Schritte" in Venezuela fortsetze, hieß es in einer Stellungnahme des russischen Außenministers Sergej Lawrow nach einem Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo. Die Opposition in Venezuela habe mit offensichtlicher Unterstützung der USA versucht, die Macht zu ergreifen. Washingtons Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates sei eine grobe Verletzung des Völkerrechts. Das US-Außenministerium sprach nach dem Telefonat in einer Mitteilung von einer "Intervention" Russlands und Kubas in Venezuela. Diese wirke destabilisierend für Venezuela und auch für das Verhältnis zwischen Russland und den USA.

+++ 19.33 Uhr: Wieder Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Venezuela +++

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Die Nationalgarde habe bei den Unruhen im Osten der Stadt Tränengas gegen die Demonstranten eingesetzt, berichtete ein AFP-Reporter. Die Anhänger von Venezuelas selbsternanntem Interimspräsidenten Juan Guaidó hatten demnach versucht, eine Schnellstraße zu blockieren. Guaidó hatte am Dienstag die "Operation Freiheit" zur Beendigung der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro ausgerufen. 

+++ 19.02 Uhr: Britische Premierministerin May feuert Verteidigungsminister Williams +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat ihren Verteidigungsminister Gavin Williamson entlassen. Das bestätigte ein britischer Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Grund: Williamson sei mitverantwortlich für ein Leck, durch das die Entscheidung der britischen Regierung bekannt wurde, den chinesischen Technologiekonzern Huawei unter Bedingungen am 5G-Netzausbau im Vereinigten Königreich zu beteiligen, teilte Downing Street am Abend mit. Dies habe eine Untersuchung ergeben.

Britischer Verteidigungsminister Gavin Williamson muss gehen

Datenleck zu Huawei: Der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson muss gehen.

Getty Images

+++ 17.34 Uhr: Viele Festnahmen bei regierungskritischen Protesten in Russland +++ 

Die Polizei hat bei regierungskritischen Protesten in der nordrussischen Hafenstadt St. Petersburg Dutzende Menschen festgenommen. Die Nachrichtenagentur Interfax schrieb unter Berufung auf die Behörden von rund 50 Festnahmen in der Stadt. Das bürgerrechtsnahe Portal OWD-Info teilte mit, es habe bei Demonstrationen am Tag der Arbeit in St. Petersburg 68 Festnahmen gegeben, zudem habe es Verletzte gegeben. Auf Bildern war zu sehen, wie Polizisten Demonstranten wegtrugen. Viele Menschen hätten ihren Unmut über die Politik von Präsident Wladimir Putin Luft gemacht, meldeten mehrere russische Medien. Der Kremlchef hatte zuletzt mit Gesetzen wie zur Anhebung der Lebensarbeitszeit an Zustimmung in der Bevölkerung verloren.

+++ 16.38 Uhr: Zahlreiche Militärangehörige im Westen Indiens getötet +++ 

Im westindischen Bundesstaat Maharashtra sind bei einem Angriff 16 Angehörige einer Militäreinheit getötet worden. Die Polizei teilte mit, sie gehe von einem Bombenanschlag maoistischer Rebellen aus. Ein Polizeivertreter sagte, die Männer hätten zu einer paramilitärischen Einheit gehört und seien auf dem Weg zum Ort eines zuvor verübten Anschlags gewesen. In Indien finden derzeit Parlamentswahlen statt - ein Prozess, der sich über mehrere Wochen hinzieht. Traditionell nimmt die Zahl der Anschläge maoistischer Rebellen immer dann zu, wenn im Land gewählt wird. Die maoistischen Rebellen kämpfen seit Jahrzehnten in mehreren Bundesstaaten Indiens gegen den Staat. Die Aufständischen setzen sich nach eigener Darstellung für die Rechte von Bauern und armen Minderheiten ein. In dem seit 1967 schwelenden Konflikt sind bereits tausende Menschen getötet worden.

+++ 16.02 Uhr: Mehrere Verletzte durch umgestürzten Maibaum in Mönchengladbach +++ 

Durch einen Unfall beim Aufstellen eines Maibaums sind in Mönchengladbach mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr stürzte der Baum beim Aufstellversuch auf Sonnenschirme im Außenbereich eines Bistros. Nach Angaben der Feuerwehr gab es vier Verletzte. Ein Mensch wurde demnach mit einer Kopfwunde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere Anwesende hätten Schürfwunden erlitten. Die Polizei sprach lediglich von zwei Verletzten.

+++ 15.38 Uhr: Niederlande verweigern schwulenfeindlichem US-Pastor die Einreise +++

Die Niederlande verweigern dem schwulenfeindlichen US-Pastor Steven Anderson die Einreise. Der Geistliche dürfe am 23. Mai nicht nach Amsterdam kommen, um eine Predigt zu halten, teilte der niederländische Justizstaatssekretär Mark Harbers in einem Brief an das niederländische Parlament mit. Der US-Pastor leugnet den Holocaust und hat mehrfach mit menschenverachtenden Äußerungen für Empörung gesorgt.

+++ 15.09 Uhr: Pompeo nennt US-Militärintervention in Venezuela "möglich" +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat eine militärische Intervention der Vereinigten Staaten in Venezuela als "möglich" bezeichnet. Präsident Donald Trump sei auf einen solchen Schritt vorbereitet, wenn dieser "erforderlich" werde, sagte Pompeo in einem Interview des Fernsehsenders Fox Business Network.

"Die Option, militärische Gewalt anzuwenden, ist vorhanden, wenn es dies ist, was letztlich erforderlich ist", sagte der US-Außenminister. Er fügte aber hinzu, seine Regierung hoffe, dass eine Militärintervention nicht notwendig werde: "Wir hoffen, dass es eine friedliche Lösung geben kann" und dass der venezolanische Präsident Nicolás Maduro sein Amt "ohne Gewalt" aufgeben werde.

+++ 14.13 Uhr: Polizei setzt in Paris Tränengas gegen gewalttätige Demonstranten ein +++

Die Pariser Polizei hat am Rande einer Gewerkschaftskundgebung zum 1. Mai Tränengas gegen gewalttätige Demonstranten eingesetzt. Die Auseinandersetzungen spielten sich in der Nähe des Bahnhofs Montparnasse im Süden der Hauptstadt ab, berichtete der Nachrichtensender BFMTV. In Paris seien am Mittwoch mindestens 165 Menschen vorläufig festgenommen worden.

Innenminister Christophe Castaner hatte angekündigt, dass allein in Paris mehr als 7400 Sicherheitskräfte eingesetzt werden. Es wurde mit 1000 bis 2000 Randalierern gerechnet.

+++ 13.05 Uhr: Bulle tötet 19-Jährigen bei spanischem Stiertreiben +++

Bei einem spanischen Stierfestival hat ein Bulle einen jungen Mann getötet. Der 19-Jährige sei bei einem Stiertreiben in Chilches nahe Valencia von einem Horn des Tieres an der Leiste getroffen worden, berichteten spanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Behörden. Der Mann habe viel Blut verloren. Der Verletzte war sofort ins Krankenhaus gebracht worden, starb dort aber kurz darauf, wie die Zeitung "La Vanguardia" Polizeiquellen zitierte.

+++ 12.50 Uhr: Assange in London zu 50 Wochen Haft verurteilt +++

Drei Wochen nach seiner Festnahme ist Wikileaks-Gründer Julian Assange in Großbritannien zu fast einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in London verurteilte den 47-jährigen Australier wegen Verstoßes gegen seine Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft. Assange war am 11. April nach sieben Jahren in der Botschaft Ecuadors von der britischen Polizei festgenommen worden. Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will.

Das Gericht befand den Wikileaks-Gründer für schuldig, 2012 mit seiner Flucht in die Botschaft Ecuadors gegen die Auflagen seiner Kaution verstoßen und sich der britischen Justiz entzogen zu haben.

+++ 12.22 Uhr: Anschlag mutmaßlicher Maoisten in Indien: 15 Polizisten getötet +++

Bei einem Anschlag mutmaßlich maoistischer Rebellen in Indien sind 15 Polizisten und ihr Fahrer getötet worden. Eine Landmine explodierte auf einer Autobahn im westindischen Maharashtra und zerstörte ein Fahrzeug einer Anti-Maoisten-Kommandoeinheit der Polizei, wie der Polizeichef des Bundesstaates, Subodh Kumar Jaiswal, mitteilte. Danach hätten Rebellen die Trümmer des Fahrzeugs angezündet und seien in die umliegenden Wälder geflüchtet, sagte Maharashtras Finanzminister Sudhir Mungangtiwar vor Reportern.

+++ 12.05 Uhr: Kühnert fordert Kollektivierung von Großunternehmen +++

Juso-Chef Kevin Kühnert hat die Kollektivierung von Großunternehmen wie dem Automobilkonzern BMW gefordert. "Ohne Kollektivierung ist eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar", sagte Kühnert der Wochenzeitung "Die Zeit". Auch private Vermietungen solle es im "Optimalfall" nicht mehr geben.

Wie genau solche Kollektivierungen ablaufen sollten, ließ Kühnert in dem Interview offen. "Mir ist weniger wichtig, ob am Ende auf dem Klingelschild von BMW 'staatlicher Automobilbetrieb' steht oder 'genossenschaftlicher Automobilbetrieb' oder ob das Kollektiv entscheidet, dass es BMW in dieser Form nicht mehr braucht", sagte er der "Zeit". Entscheidend sei, dass die Verteilung der Profite demokratisch kontrolliert werde. "Das schließt aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer dieses Betriebs gibt."

+++ 12.02 Uhr: Wikileaks-Gründer Assange erwartet Strafmaß vor Londoner Gericht +++

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, ist zur Verkündung des Strafmaßes vor einem Londoner Gericht eingetroffen. Assange wurde bereits für schuldig befunden, gegen seine Kautionsauflagen in Großbritannien verstoßen zu haben. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu zwölf Monaten.

Der gebürtige Australier war am 11. April von der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden, nachdem das südamerikanische Land das politische Asyl aufgehoben hatte. Er war 2012 in die diplomatische Vertretung geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Assange, der die Vorwürfe immer zurückwies, fürchtete, via Schweden in die USA ausgeliefert zu werden

+++ 11.01 Uhr: Erster Todesfall der Himalaya-Klettersaison: Sherpa stürzt zu Tode +++

Ein nepalesischer Sherpa ist am sechsthöchsten Berg der Welt im Himalaya ums Leben gekommen. Der Mann hatte zusammen mit vier anderen Sherpas am 8188 Meter hohen Cho Oyu Seile für eine Gruppe von Bergsteigern, unter anderem aus Deutschland, befestigt, wie der Reiseveranstalter Everest Pariwar Treks in Nepals Hauptstadt Kathmandu mitteilte. Dabei sei er rund 50 Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt. Schlechtes Wetter verhindere bislang die Bergung der Leiche, hieß es. Der Unfall geschah den Angaben zufolge am Montag auf tibetischer Seite des Bergs, der wenige Kilometer westlich vom Mount Everest steht.

+++ 10.36 Uhr: Probleme mit Stromversorgung auf der ISS - Raketenstart verschoben +++

Die Internationale Raumstation ISS hat mit Problemen bei der Stromversorgung zu kämpfen. Deshalb sei der Start einer Rakete mit Nachschub verschoben worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa in der Nacht zu Mittwoch mit. Für die Besatzung der ISS und für die Station selbst bestehe keine Gefahr. Der Nasa zufolge ist ein Gerät zur Verteilung von Strom ausgefallen. Das Problem sei bereits am Montag festgestellt worden. Die Crew der ISS arbeite daran, dass die komplette Station wieder mit Energie versorgt werden könne, so die amerikanische Behörde. Zunächst hatte der Deutschlandfunk darüber berichtet.

+++ 09.34 Uhr: Umfrage: Bundesbürger gespalten bei möglichen Notaufnahme-Gebühren +++

Sollten Patienten eine Extra-Gebühr zahlen müssen, wenn sie in oft überfüllte Notaufnahmen von Krankenhäusern gehen? Die Bundesbürger sind laut einer Umfrage in dieser Frage gespalten. Für eine Gebühr sprachen sich 50 Prozent aus - und dagegen 48 Prozent, wie die Erhebung im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergab. Die restlichen antworteten mit "Weiß nicht". Befragt wurden im Januar vom Institut Forsa 1003 Menschen im Alter von 18 bis 70 Jahren.

Kassenchef Wolfgang Matz sagte: "Medizinische Versorgung darf keine Frage des Geldbeutels sein." Statt einzelne Patienten womöglich zusätzlich zur Kasse zu bitten, komme es auf eine bessere Steuerung an, damit Betroffene gar nicht erst dazu verleitet werden, wegen Bagatellerkrankungen in Notfallambulanzen zu gehen.

+++ 09.22 Uhr: 1. Mai: Streiks in Griechenland im Bereich Verkehr +++

Aus Protest für bessere Löhne und gegen Arbeitslosigkeit haben die griechischen Gewerkschaften am 1. Mai weite Teile des Verkehrs lahmgelegt. Alle Fähren von und zu den Inseln der Ägais blieben in den Häfen, weil die Seeleute ihre Arbeit niederlegten. Die Fähren sollen erst wieder am Donnerstagmorgen auslaufen. Auch die griechischen Züge (Trainose) fuhren am Tag der Arbeit nicht.

Die U-Bahnfahrer legten die Arbeit für mehrere Stunden nieder. Die Busse in Athen wurden für 24-Stunden bestreikt. Dies berichtete der staatliche Rundfunk (ERT). Am Nachmittag wollten griechische Gewerkschaften in zahlreichen Städten des Landes für bessere Löhne und gegen Arbeitslosigkeit demonstrieren. Griechenland hat mit 18,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der EU.

+++ 07.50 Uhr: Mann wegen selbstgebastelter Bombe in Christchurch in Haft +++

Wegen einer selbstgebastelten Bombe ist in der neuseeländischen Stadt Christchurch Anklage gegen einen 33 Jahre alten Mann erhoben worden. Der Mann war in einer leerstehenden Wohnung festgenommen worden. Der Sprengsatz wurde von Experten entschärft. Nach einem Bericht des Online-Portals Stuff wurden auch verschiedene Messer, Munition und Chemikalien sichergestellt. Zum mutmaßlichen Hintergrund machte die Polizei keine Angaben.

+++ 07.16 Uhr: Angriff auf US-Synagoge: Mutmaßlicher Schütze weist Schuld von sich +++

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Synagoge in Kalifornien hat der mutmaßliche Schütze Medienberichten zufolge vor Gericht in San Diego auf "nicht schuldig" plädiert. Durch seinen Anwalt wies der 19-Jährige Vorwürfe von Mord und anderer Vergehen zurück, wie US-Medien berichteten. Der nächste Gerichtstermin wurde für den 30. Mai festgesetzt.

Bei dem mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff auf eine Synagoge der orthodoxen Chabad-Bewegung in Poway nördlich der Stadt San Diego war am Samstag eine 60-jährige Frau getötet worden. Drei weitere Menschen, darunter der Rabbi, wurden verletzt, als der Angreifer am letzten Tag des jüdischen Pessachfestes in das Gotteshaus eindrang und das Feuer eröffnete.

+++ 07.12 Uhr: Taliban: Neue Gesprächsrunde mit den USA in Doha gestartet +++

Im Golfemirat Katar ist eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern der USA und hochrangigen Taliban über Frieden in Afghanistan gestartet. Das teilte der Sprecher der Taliban, Sabiullah Mudschahid, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

In einer bedeutenden Änderung ihrer Politik hatten die USA im vergangenen Sommer Direktgespräche mit den Taliban aufgenommen, um den seit 17 Jahren währenden Konflikt in Afghanistan zu beenden. Davor hatten sie stets gesagt, die Aufständischen sollten direkt mit der afghanischen Regierung verhandeln und ein Friedensprozess müsse unter deren Führung stattfinden.

+++ 05.15 Uhr: US-Polizist wegen tödlicher Schüsse auf Australierin schuldig gesprochen +++

Wegen tödlicher Schüsse auf eine unbewaffnete Australierin, die selbst die Polizei gerufen hatte, ist ein früherer US-Polizist verurteilt worden. Die Geschworenen in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota sprachen Mohamed Noor des Totschlags schuldig. Vom Vorwurf des besonders schweren Totschlags mit Tötungsabsicht wurde der 33-Jährige aber freigesprochen. Das Strafmaß wurde noch nicht verkündet.

Noor hatte die Australierin Justine Damond im Juli 2017 erschossen. Die 40-jährige Yogalehrerin selbst hatte die Polizei wegen einer möglichen Vergewaltigung in der Nachbarschaft angerufen. Als sie sich dem eingetroffenen Streifenwagen näherte, feuerte Noor vom Beifahrersitz aus durch das Fenster auf der Fahrerseite auf die Frau.

Noor beteuerte während des Prozesses, er sei von einem Angriff auf sich und seinen Kollegen ausgegangen. "Ich musste eine blitzschnelle Entscheidung treffen, um meinen Kollegen zu schützen." Demnach hatte die Australierin ihren Arm gehoben, sein Kollege Matthew Harrity soll erschrocken darauf reagiert haben.

+++ 04:30 Uhr: Berlusconi wegen eines Darmverschlusses operiert +++

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist wegen eines Darmverschlusses operiert worden. Der Eingriff in einem Mailänder Krankenhaus sei erfolgreich verlaufen, berichteten italienische Medien in der Nacht unter Berufung auf Angaben aus Berlusconis Partei Forza Italia. Der 82-Jährige selbst schrieb auf Facebook, ihm gehe es gut: "Ich bin fit und bereit für den Wahlkampf."

+++ 04.28 Uhr: Japans Kaiser Naruhito verkündet Thronbesteigung +++

Japans neuer Kaiser Naruhito hat verkündet, dass er den Chrysanthemen-Thron bestiegen habe. Er werde im Einklang mit der Verfassung seine Verantwortung als Symbol des Staates erfüllen, sagte der 59-Jährige in seiner ersten Botschaft an das Volk. Naruhito sagte weiter, er wolle sich intensiv mit dem von seinem Vater verfolgten Kurs auseinandersetzen. Dieser war beim Volk äußerst beliebt und galt als Kaiser, der die älteste Monarchie der Welt den Menschen nähergebracht hatte, insbesondere nach Naturkatastrophen. Naruhito versprach, er wolle "den von früheren Kaisern verfolgten Weg berücksichtigen", sich aber zugleich der "Selbstverbesserung" widmen.

+++ 04.28 Uhr: Maduro verkündet Sieg über aufständische Soldaten +++

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat einen Sieg über aufständische Soldaten verkündet. Der Linksnationalist sprach in einer im Fernsehen übertragenen Rede von einer "Niederlage der kleinen Gruppe", die in einem "Putsch-Scharmützel" Gewalt über Venezuela habe bringen wollen. Maduro kündigte zugleich strafrechtliche Konsequenzen wegen "Rebellion" an.

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó hatte am Dienstag erklärt, Soldaten hätten sich auf seine Seite gestellt. Im Anschluss kam es in Caracas zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei denen mindestens 69 Menschen verletzt wurden. Für Mittwoch hat Guaidó zu neuen Protesten aufgerufen.

+++ 03.58 Uhr: Guaidó ruft Anhänger zu weiteren Protesten am Mittwoch auf +++

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó hat seine Anhänger nach den Unruhen vom Dienstag zu weiteren Protesten gegen Staatschef Nicolás Maduro aufgerufen. Die "Operation Freiheit" werde mit Straßenprotesten im ganzen Land fortgesetzt, sagte der Oppositionsführer in einem Internet-Video. Die Streitkräfte müssten weiter "voranschreiten", um Maduro abzusetzen.

+++ 03.58 Uhr: Mindestens zwei Menschen an Universität in North Carolina erschossen +++

Bei Schüssen an einer Universität im US-Bundesstaat North Carolina sind Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien auf dem Campus der University of North Carolina in Charlotte verletzt worden, berichteten örtliche Medien. Zwei von ihnen erlitten demnach lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei bestätigte die Festnahme eines Verdächtigen.

Bei dem mutmaßlichen Schützen soll es sich laut dem Sender NBC Charlotte um einen 22-jährigen Geschichtsstudenten handeln. Laut dem Sender Fox waren die Todesopfer 17 und 18 Jahre alt.

+++ 02.09 Uhr: US-Umweltbehörde stuft Glyphosat weiter als nicht krebserregend ein +++

Die US-Umweltbehörde EPA hält das Pflanzengift Glyphosat im Gegensatz zu den jüngsten Gerichtsurteilen weiterhin nicht für krebserregend. "Die EPA geht weiter davon aus, dass keine Risiken für die öffentliche Gesundheit bestehen, wenn Glyphosat entsprechend der derzeit geltenden Anweisungen verwendet wird", teilte die Behörde in Washington mit.

Damit bleibt die EPA bei ihrer bekannten Linie und widerspricht jüngsten Gerichtsurteilen zu Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren gegen die Bayer-Tochter Monsanto, die Glyphosat als Wirkstoff in Unkrautvernichtungsmitteln wie Roundup oder Ranger Pro verwendet und deshalb schon seit langem heftig in der Kritik steht.

+++ 02.02 Uhr: Viele Verletzte durch Tornado in Rumänien +++

Ein Tornado hat im Osten von Rumänien einen Reisebus erfasst und Dutzende Meter durch die Luft gewirbelt, ehe er auf ein Feld krachte. Von den 40 Insassen wurden dabei mindestens zwölf verletzt, vier von ihnen schwer, berichteten die Medien. Der Tornado verfehlte anschließend knapp das Dorf Dragalina, deckte jedoch nach Medienberichten einige Dächer ab und entwurzelte Bäume. Angesichts dieses für Rumänien ungewöhnlichen Wetterphänomens warnten Meteorologen vor möglichen weiteren Windhosen, vor allem in der Tiefebene.

+++ 01.22 Uhr: Obamas produzieren Netflix-Adaption von Buch über Trump +++

Der frühere US-Präsident Barack O+bama wird zusammen mit seiner Ehefrau Michelle eine Netflix-Serie über seinen Nachfolger Donald Trump produzieren. Die Produktionsfirma der Obamas, Higher Ground Productions, arbeitet an einer Adaption des Buches "Erhöhtes Risiko" des Autors Michael Lewis über die Trump-Regierung, wie der Video-Streamingdienst am Dienstag mitteilte.

In dem Buch beschreibt der Bestsellerautor, wie ein vollkommen unvorbereiteter Trump das Präsidentenamt antritt, wie er sich nur mäßig für die Berichte seiner Mitarbeiter interessiert und Behördenposten mit unqualifiziertem Personal besetzt.

+++ 00.46 Uhr: Quartalsgewinn von Apple schrumpft um 16 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar +++

Der Gewinn des iPhone-Herstellers Apple ist im letzten Quartal deutlich geschrumpft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Gewinn um 16 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar (10,4 Milliarden Euro), wie Apple mitteilte. Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 58 Milliarden Dollar zurück. Grund sind unter anderem sinkende iPhone-Verkäufe.

Ausnahmezustand: Kanada: Drohnenbilder zeigen Ausmaß der Überflutungen
kng / rw / DPA / AFP