HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Türkei lässt deutschen Staatsbürger in Bulgarien festnehmen

Amazon an Börse eine Billion Dollar wert +++ Sarrazins neues Buch erobert Bestseller-Listen +++ Schüsse auf Rocker in Hamburg: Polizei geht von "persönlichem Racheakt" aus +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Deutsch-Türke in Bulgarien festgenommen

Neue Belastung für das deutsch-türkische Verhältnis? In Bulgarien wurde auf Betreiben der Türkei ein deutscher Staatsburger festgenommen.

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Tumulte bei Anhörung von Trump-Richterkandidat (19.13 Uhr)

  • Türkei lässt Deutschen in Bulgarien festnehmen (18.35 Uhr)

  • Amazon an der Börse erstmals eine Billion Dollar wert (17.58 Uhr)

  • Merkel will Chemnitz besuchen (16.57 Uhr)

  • Schlange im Auto alarmiert Lübecker Polizei (16.52 Uhr)

  • Sarrazins neues Buch erobert Bestsellerlisten (15.42 Uhr)

  • Verdächtige nach Schüssen in Hamburger Rotlichtmilieu ermittelt (10.36 Uhr)

  • Intimer Chat: Poggenburg nennt AfD "Rattenloch" (2.05 Uhr) 

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.13 Uhr: Senats-Anhörung von Trumps Richter-Kandidat beginnt mit Tumulten +++

Die Nominierungsanhörung des stramm konservativen Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht hat mit Tumulten im Senat begonnen. Senatoren der oppositionellen Demokraten forderten lautstark eine Verschiebung der Anhörung: Sie begründeten dies damit, dass ihnen das Weiße Haus nicht genügend Dokumente zu Trumps Richterkandidat Brett Kavanaugh zur Verfügung gestellt habe. Auch Demonstranten im Zuschauerraum protestierten mit Zwischenrufen gegen Kavanaugh. Mehrere von ihnen wurden abgeführt. Der republikanische Ausschussvorsitzende Chuck Grassley wies den Antrag auf Verschiebung umgehend zurück. Er bekräftigte, die Nominierungsanhörung bis Ende der Woche abschließen zu wollen. Dabei soll auch Kavanaugh den Senatoren Rede und Antwort stehen.

+++ 18.57 Uhr: 400 Tötungsdelikte in diesem Jahr: Chicagos Bürgermeister gibt auf +++

Der wegen Gewaltausbrüchen in seiner Stadt schwer in die Kritik geratene Bürgermeister von Chicago, Rahm Emmanuel, will sich nicht um eine Wiederwahl 2019 bewerben. Das kündigte Emmanuel selbst an. Der 58-Jährige ehemalige Stabschef von Ex-US-Präsident Barack Obama war zuletzt politisch unter Beschuss geraten, als die Gewalt mit Schusswaffen in den unterprivilegierten Vierteln an der West Side und der South Side Chicagos stark zunahm. Im laufenden Jahr kam es bereits zu fast 400 Tötungsdelikten in der Stadt, meist als Folge von Bandenkriminalität. Aktivisten und Bürgerinitiativen werfen Emmanuel falsche Prioritätensetzung und Korruption vor. Er leite zu viele finanzielle Mittel in den mondänen Norden der drittgrößten Stadt der USA und vernachlässige die meist von Schwarzen bewohnten Problemviertel.

+++ 18.35 Uhr: Türkei lässt deutschen Staatsbürger in Bulgarien festnehmen +++

Ein deutscher Staatsbürger ist einem Medienbericht zufolge auf Betreiben der Türkei in Bulgarien festgenommen worden. Der in Bonn lebende Mehmet Y. sitze aufgrund eines Fahndungsaufrufs aus der Türkei im bulgarischen Warna in Untersuchungshaft, berichtete der WDR. Aus dem Auswärtigen Amts hieß es, der Fall sei bekannt, die Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia betreue den Mann konsularisch. Nach Informationen von WDR und NDR arbeitet der 44-Jährige als Flüchtlingsbetreuer in einer kirchlichen Einrichtung in Bonn. Der Fahndungsaufruf sei mit einer früheren Verurteilung in Abwesenheit begründet. Grund der Verurteilung sei eine angebliche Tätigkeit in der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), berichtet der Sender mit Verweis auf das Verhaftungsprotokoll. 

+++ 18.29 Uhr: Iran verzichtet auf umstrittenen Bargeld-Transfer aus Deutschland +++

Der Iran verzichtet auf einen umstrittenen Bargeld-Transfer von 300 Millionen Euro aus Deutschland. Die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIHB) will dieses Vorhaben vorerst nicht weiter verfolgen, wie Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR berichten. Der geplante Transfer hatte zu einem heftigen Streit mit den USA und Deutschland geführt. Der Verdacht: Mit dem Geld könnten Terrororganisationen unterstützt werden. Nun wurden die Pläne überraschend abgesagt.

+++ 18.23 Uhr: Altmaier kündigt Gründungsoffensive im Osten an +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will der Ost-West-Angleichung neuen Schwung verleihen. "Ich habe mir vorgenommen, dass der Angleichungsprozess Ost wieder Fahrt aufnimmt und dass möglichst viele am Wirtschaftswachstum in Deutschland teilhaben", sagte der CDU-Politiker der "Super Illu". In diesem Zusammenhang kündigte er demnach eine Gründungsoffensive für Anfang Oktober an - mit "Arbeitsplätzen der Zukunft". 

+++ 18.18 Uhr: Passagieren steht bei Flugausfall durch Streik in Sicherheitskontrolle Entschädigung zu +++

Passagieren, deren Flug wegen Streiks an den Sicherheitskontrollen gestrichen wird, kann eine Entschädigung von der Airline zustehen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden. Grundsätzlich müssen die Fluggesellschaften ihren Kunden nur dann nichts zahlen, wenn sie auf die Ereignisse keinen Einfluss hatten und die Annullierung unumgänglich war. Das ist dem Urteil zufolge bei Streiks der Sicherheitsleute bei weitem nicht immer so. Geklagt hat ein Ehepaar, das am 9. Februar 2015 mit dem britischen Billigflieger Easyjet auf die Kanaren-Insel Lanzarote fliegen wollte. An dem Tag beeinträchtigten Warnstreiks des Sicherheitspersonals massiv den Betrieb am Hamburger Flughafen. Die Verbindung wurde deshalb gestrichen, die Maschine hob ohne Passagiere ab.

+++ 17.58 Uhr: Amazon an der Börse erstmals eine Billion Dollar wert +++

Der US-Internethändler Amazon hat als zweites Unternehmen an der Börse die Billionenmarke geknackt - zumindest für kurze Zeit. Die Aktie kostete im Handelsverlauf bis zu 2050 Dollar. Später gab die Notierung allerdings wieder nach, so dass der Börsenwert wieder unter eine Billion Dollar sackte. Anfang August hatte der iPhone-Hersteller Apple als erstes börsennotiertes Privatunternehmen überhaupt diese Schwelle übersprungen.

+++ 17.43 Uhr: Patient starb nach Lebertransplantation - Klinikdirektor in Haft +++

Der Chef der Chirurgie an der Essener Uniklinik sitzt in Untersuchungshaft - unter dem Verdacht, für medizinisch nicht notwendige Lebertransplantationen verantwortlich zu sein. Eine unnötige Operation, an der er selbst beteiligt war, soll zum Tod eines Patienten geführt haben, teilte die Staatsanwaltschaft Essen am Dienstag mit. Der 61-Jährige habe die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Uniklinik kündigte an, vollumfänglich mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Es werde untersucht, ob es zu weiteren Todesfällen wegen medizinisch nicht erforderlicher Lebertransplantationen gekommen sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zudem prüfe man, ob sich weitere Transplantationsmediziner der Uniklinik Essen strafbar gemacht haben könnten.

+++ 17.22 Uhr: Familie kritisiert Chemnitzer AfD scharf, weil auf Demo Foto von getöteter Sophia L. gezeigt wurde +++

Die Familie der ermordeten Sophia L. verwehrt sich dagegen, dass Teilnehmer einer AfD-Demonstration in Chemnitz das Foto der Studentin im Großformat trugen. "Wir lassen nicht zu, dass das Andenken an unsere Sophia für ausländerfeindliche Zwecke missbraucht wird. Wir stellen uns in ihrem Namen gegen die Instrumentalisierung ihrer Person für Hetze, Rassismus und Hass", erklärte der Bruder der Getöteten. "Sophia ist kein Opfer von irgendeiner Einwanderungspolitik - nicht nur, weil der Tatverdächtige gar kein in Deutschland lebender Immigrant war."

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige hatte im Juni von ihrem Studienort Leipzig aus Richtung Nürnberg trampen wollen. Ein Lastwagenfahrer aus Marokko soll sie laut Polizei an einer Tankstelle mitgenommen und umgebracht haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

+++ 16.57 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel plant Besuch in Chemnitz +++

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das sächsische Chemnitz nach Angaben der Stadt besuchen. Merkel habe dies in einem Telefonat mit der Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) angeboten, teilte die Pressestelle der Stadt mit. Ludwig nehme "das Angebot gern an" und habe Merkel auch eingeladen. Einen Termin gebe es noch nicht. Zuerst hatte der MDR über die Besuchspläne berichtet.

+++ 16.52 Uhr: Schlange im Mietwagen ruft Lübecker Polizei auf den Plan +++

Eine Schlange in einem Mietwagen hat im schleswig-holsteinischen Lübeck die Polizei auf den Plan gerufen. Das rund 70 Zentimeter lange Tier wurde auf dem Gelände der Mietfirma im Motorraum eines Fahrzeugs entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Ein fachkundiger Beamter identifizierte es als ungiftigen Python.

Der Mann hatte zwar eigentlich frei, stellte sich auf Anfrage der Kollegen am Montagabend aber trotzdem gern zum "Reptilieneinsatz" bereit. Ihm gelang es den Angaben zufolge mit viel Geduld auch, die Schlange aus ihrem geschützten Unterschlupf zu befördern und zu fangen. Sie kam in ein Tierheim. Woher sie stammt, war unklar.

Eine kleine Python wie hier im Bild wurde in Lübeck in einem Mietwagen gefunden

Eine kleine Python wie hier im Bild wurde in Lübeck in einem Mietwagen gefunden

DPA

+++ 16.32 Uhr: Ermittlungen gegen Pfarrer und Flüchtlinge wegen Kirchenasyls +++

Die Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach hat Ermittlungen gegen neun Sudanesen wegen unerlaubten Aufenthalts  um Kirchenasyl eingeleitet. Sie sollen sich ohne Aufenthaltstitel in vier evangelischen Kirchengemeinden im Rhein-Hunsrück-Kreis aufgehalten haben, wie die Behörde erklärte.

Gleichzeitig ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen fünf Pfarrerinnen und Pfarrer wegen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt. Die Behörde wirft ihnen vor, Ausreisepflichtige im Kirchenaysl zu beherbergen und ihren unerlaubten Aufenthalt zu fördern.

+++ 15.52 Uhr: Japanische Forscher testen erstmals Weltraum-Aufzug in der Praxis +++

Japanische Wissenschaftler testen eine alte Science-Fiction-Vision für die Wirklichkeit: Noch in diesem Monat wollen sie im All die ersten Tests für einen Weltraum-Aufzug vornehmen. In der kommenden Woche soll eine Rakete die Versuchsanordnung in eine Erdumlaufbahn bringen: Sie besteht aus zwei Zwergsatelliten, zwischen denen ein zehn Meter langes Seil gespannt ist. Daran soll eine kleine Aufzugkabine - sie misst nur drei mal sechs Zentimeter - hin und her fahren.

Die Idee eines Weltraumaufzugs wurde erstmals 1895 von dem russischen Wissenschaftler Konstantin Ziolkowski formuliert. Ihr liegt die Idee zugrunde, Menschen ohne Raketentechnik ins All zu befördern. Stattdessen sollen sie an einem Aufzug emporfahren, dessen eines Ende fest auf der Erde verankert ist, während das andere an einem geostationären Satelliten im Weltall hängt.

+++ 15.43 Uhr: Petry schlägt Runden Tisch in Chemnitz +++

Die frühere AfD-Bundes- und Landesvorsitzende Frauke Petry hat nach den ausländerfeindlichen Protesten in Chemnitz einen Runden Tisch ins Gespräch gebracht. Dort sollten alle Beteiligten des gesellschaftlichen Lebens versammelt werden, "von Antifa bis Hooligans", sagte sie in Dresden. "Es ist schlimm, dass im öffentlichen Bild des In- und Auslandes "nur Nazis" in Sachsen sind und unter Migranten nur Messerstecher und Gewalttäter." Diese "totale Polarisierung" müsse durch Dialog aufgelöst werden.

+++ 15.42 Uhr: Sarrazins neues Buch erobert die Bestsellerlisten +++

Thilo Sarrazin hat mit seinem umstrittenen neuen Buch "Feindliche Übernahme" die Spitze der deutschen Sachbuch-Charts erobert. Auch in Österreich und in der Schweiz stehe das Werk ganz oben, teilte GfK Entertainment mit. Genaue Verkaufszahlen wurden nicht genannt. Sarrazins Buch erschien am 30. August, genau acht Jahre nach seinem ersten Bestseller "Deutschland schafft sich ab". Das neue Werk des frühere Berliner SPD-Finanzsenators und Bundesbankers mit dem Untertitel "Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht" hat viel Kritik hervorgerufen.

+++ 15.15 Uhr: Söder wirft AfD verfassungsfeindliche Denkweise vor +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wirft der AfD eine Entwicklung hin zu einer demokratiefeindlichen Partei vor. Die Partei habe am vergangenen Wochenende in Chemnitz ihre bürgerliche Maske abgelegt und ihr wahres Gesicht gezeigt, sagte er in München. "Für mich steht dahinter eine beginnende Denke, die in Richtung Verfassungsfeindlichkeit geht." Söder sieht den Chef der thüringischen AfD, Björn Höcke, dahinter als politischen Führer, der versuche, die AfD in eine extreme Richtung zu drängen.

+++ 14.16 Uhr: Arif Alvi ist neuer Präsident Pakistans +++

Die Parlamente in Pakistan haben am Dienstag Arif Alvi zum neuen Präsidenten gewählt. Der 69-Jährige kandidierte für die "Bewegung für Gerechtigkeit" von Ministerpräsident Imran Khan. Alvi löst Amtsinhaber Mamnoon Hussain von der Pakistanischen Muslim-Liga (PML-N) am 9. September ab. Mehr als 1000 Abgeordnete in Islamabad und den vier Provinzen stimmten mit großer Mehrheit für Alvi. Der Zahnarzt Arif Alvi stammt aus der südlichen Stadt Karachi und saß seit 2013 als Abgeordneter für die PTI im Parlament.

+++ 14.44 Uhr: Berti Vogts würde "Die Mannschaft" abschaffen +++

Den Begriff "Die Mannschaft" würde der frühere Bundestrainer Berti Vogts "lieber heute als morgen" abschaffen. "Das ist ein negativer Begriff. Denn es ist nicht 'Die Mannschaft'. Das ist 'Die Deutsche Nationalmannschaft'. Für eine Mannschaft kann ich jede Woche spielen - auch in der Kreisliga", sagte Vogts dem Nachrichtenportal t-online.de. Schließlich dürften nur 23 Akteure für die Nationalmannschaft spielen. "Und genau dieses Bewusstsein ist verloren gegangen und verschenkt worden. Das ist das Wichtigste, das man im Herzen tragen muss", so der 71-Jährige mit Blick auf den Vorrunden-K.o. bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Die Selbstkritik von Joachim Löw sei für Vogts nur die "halbe Wahrheit" gewesen: "Hinzu kommt nämlich das Versagen der Spieler."

+++ 14.09 Uhr: Mehr als 1800 Familien vor Kämpfen bei Tripolis geflohen +++

Tagelange Kämpfe rivalisierender Milizen nahe der libyschen Hauptstadt Tripolis haben tausende Menschen in die Flucht getrieben. Mehr als 1800 Familien seien in umliegende Ortschaften oder sicherere Stadtviertel geflohen, teilte die libysche Einheitsregierung mit. Ein Drittel der Bewohner sind demnach aber aus Sorge vor Plünderungen und Diebstählen in den umkämpften Gebieten geblieben. Ein Großteil dieser Familien braucht demnach dringend Lebensmittel und sauberes Wasser. Die Kämpfe hatten vergangene Woche in den südlichen Vororten von Tripolis begonnen. Dabei wurden nach offiziellen libyschen Angaben bereits mindestens 50 Menschen getötet und 138 weitere verletzt, die meisten davon Zivilisten.

 

+++ 13.50 Uhr: Israels Präsident klärt philippinischen Präsidenten Duterte über Hitler auf +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat bei seinem Israel-Besuch Nachhilfe zum Thema Holocaust erhalten. Duterte hatte sich vor einigen Jahren selbst mit Adolf Hitler verglichen, was Israels Staatschef Reuven Rivlin zu einer klärenden Mahnung veranlasste: "Hitler war der Teufel auf Erden", wie Rivlin beim Empfang seines philippinischen Gastes in Jerusalem sagte. Rivlin äußerte die Hoffnung, dass Duterte am Vortag bei seinem Besuch an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem die Empfindungen gespürt habe, die das Thema bei allen Betroffenen auslöse. Duterte hörte sich die Ausführungen seines Gastgebers an und sprach danach von Handelsfragen und der bilateralen Zusammenarbeit. Duterte führt in seiner Heimat einen brutalen Kampf gegen Drogenkriminelle. Vor zwei Jahren sagte er: "Hitler hat drei Millionen Juden massakriert. Nun sind es drei Millionen Drogendealer auf den Philippinen. Ich wäre froh, sie abzuschlachten." Historiker beziffern die Opfer des von den Nazis organisierten Völkermordes an den Juden auf sechs Millionen Menschen.

+++ 13.23 Uhr: Herkunft der Tatverdächtigen in Chemnitz ist ungeklärt, Polizei sucht dritten Verdächtigen +++

Die Herkunft der beiden Männer, die in Chemnitz nach einem Messerangriff auf einen 35-jährigen Deutschen inhaftiert wurden, ist bis heute ungeklärt. Bisher hatten die Behörden die beiden als Iraker und Syrer bezeichnet. Das Bundesinnenministerium teilte jedoch mit, dem mutmaßlichen Syrer sei im September 2015 "im schriftlichen Verfahren die Anerkennung als Flüchtling gewährt" worden. Seine Angaben zur Identität beruhten auf einer Selbstauskunft. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sei aktuell dabei, diese Angaben von Alaa S. "im Rahmen des laufenden Widerrufsverfahrens" zu verifizieren. Der andere Tatverdächtige habe bei der Anhörung im Asylverfahren im November 2017 einen irakischen Personalausweis sowie weitere Dokumente vorgelegt, die sich später als "Totalfälschungen" entpuppt hätten. Zudem hat das Amtsgericht Chemnitz einen weiteren Haftbefehl erlassen. Der Gesuchte sei ein Asylbewerber aus dem Irak.

Frau mit Strohhut steht in einer schmalen Gasse und schaut auf eine Landkarte

+++ 13.18 Uhr: BKA leitete knapp 6000 Bitten um Löschung von Kinderpornos an Provider weiter +++

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im vergangenen Jahr in knapp 6000 Fällen Internetprovider in In- und Ausland um die Löschung von Webseiten mit Kinderpornografie gebeten. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, geht dies aus einem Bericht hervor, über den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beraten will. Demnach leitete die Behörde 5977 Hinweise weiter, rund 84 Prozent davon betrafen Internetserver im Ausland. Bereits Anfang Juni hatte das BKA mitgeteilt, dass die deutsche Polizei im vergangenen Jahr 6512 Fälle von Kinderpornografie registriert hatte. Dazu kamen 8400 Hinweise einer US-Organisation, die mit großen Internetfirmen wie Google, Facebook und Microsoft zusammenarbeitet. Diese konnten aber keinen konkreten Anschlüssen mehr zugeordnet werden, weshalb es keine Ermittlungsfälle wurden.

+++ 13.15 Uhr: Wohnsitzauflage für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen teils rechtswidrig +++

Die Wohnsitzauflagen für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen sind zum Teil rechtswidrig. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes in Münster erklärte eine Vorgabe für nichtig, die Flüchtlingen einen Wohnsitz in einer bestimmten Gemeinde zuweist. Das Gericht hob im konkreten Fall eine solche Verpflichtung für einen irakischen Flüchtling auf. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte den Mann verpflichtet, für längstens drei Jahre in Kerpen zu wohnen. Ein Wohnsitz in dieser Stadt war ihm bereits in seinem Asylverfahren zugewiesen worden. Während das Verwaltungsgericht Köln die Klage des Irakers noch abwies, hatte er nun mit der gegen das Urteil eingelegten Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Erfolg. Es spreche zwar vieles dafür, dass das Aufenthaltsgesetz Flüchtlinge aus integrationspolitischen Gründen dazu verpflichte, ihren Wohnsitz in dem für das Asylverfahren zuständigen Bundesland zu behalten. Rechtswidrig und damit nichtig sei aber die Bestimmung, wonach Flüchtlinge der Gemeinde zugewiesen werden sollten, in der sie zu diesem Zeitpunkt wohnten.

+++ 13.15 Uhr: AfD-Jugend will in dieser Woche über Bundeskongress entscheiden +++

Die AfD-Jugendorganisation will nach der Ankündigung einer Verfassungsschutz-Beobachtung ihrer Verbände in Niedersachsen und Bremen schnell über das weitere Vorgehen entscheiden. Noch in dieser Woche sollten Ort und Zeitpunkt für einen Bundeskongress der Jungen Alternative (JA) festgelegt werden, bei dem über eine mögliche Auflösung der beiden Landesverbände entschieden werden soll, sagte der Sprecher des Bundesvorsitzenden, Torben Braga.

+++ 11.56 Uhr: Sieben Deutsche weiter aus politischen Gründen in der Türkei in Haft +++

Auch nach der Freilassung prominenter deutscher Häftlinge wie Peter Steudtner, Deniz Yücel und Mesale Tolu sind weiterhin sieben Deutsche in der Türkei aus politischen Gründen inhaftiert. Ihre Fälle werden bei dem Ankara-Besuch von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) an diesem Mittwoch ein Thema sein. Die Bundesregierung hat wiederholt ihr Unverständnis über die Inhaftierung von Deutschen unter vagen Terrorvorwürfen geäußert und dringt auf deren Freilassung aus der Untersuchungshaft. Nur von einem Teil der Inhaftierten sind die Namen bekannt. Unter ihnen sind der Sozialarbeiter Adil Demirci aus Köln, die deutsch-kurdische Sängerin Hozan Cane, der kurdischstämmige Hamburger Taxifahrer Ilhami A. sowie der 73-jährige Enver Altayli. Ihnen wird zumeist Terrorpropaganda vorgeworfen.

+++ 11.44 Uhr: Deutsche Bank nicht mehr unter wertvollsten Börsenunternehmen der Eurozone +++

Die Deutsche Bank zählt nicht mehr zu den 50 wertvollsten Börsenunternehmen in der Eurozone. Deutschlands größtes Geldhaus muss wegen des dramatisch gesunkenen Aktienkurses den EuroStoxx 50 verlassen. Mit der Deutschen Bank steigt auch der Versorger Eon zum 24. September aus dem europäischen Leitindex ab. Der Gasehersteller Linde, der vor der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair steht, hat hingegen den Sprung in den EuroStoxx 50 geschafft. Das zeigt eine Rangliste, die die Deutsche Börse veröffentlicht hat.

Der EuroStoxx 50 bildet die 50 wertvollsten Unternehmen der Eurozone
ab.

+++ 11.43 Uhr: Frankreichs Sportministerin tritt überraschend zurück +++

Die französische Sportministerin Laura Flessel hat überraschend ihren Rücktritt angekündigt. Die Fecht-Olympiasiegerin führte in einer Erklärung "persönliche Gründe" für den Schritt an. Nach Umweltminister Nicolas Hulot ist die 46-Jährige bereits die zweite Vertreterin der Zivilgesellschaft in einer Woche, welche die Regierung unter Präsident Emmanuel Macron verlässt. Flessel betonte, sie wolle sich nach 16 Monaten in der Politik wieder im Bereich "internationale Solidarität und Zusammenarbeit" engagieren. Die Stadt Paris war in ihrer Amtszeit vor knapp einem Jahr zur Ausrichterin der Olympischen Sommerspiele 2024 gekürt worden.

+++ 11.40 Uhr: 1,5 Millionen deutsch-ausländische Paare in Deutschland +++

In Deutschland gibt es anderthalb Millionen deutsch-ausländische Paare. Damit hat in sieben Prozent aller Ehen oder eingetragenen Lebensgemeinschaften in Deutschland ein Partner die deutsche und der andere Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Berufung auf Zahlen aus dem Jahr 2017 mitteilte. Bei 1,7 Millionen Paaren oder acht Prozent haben beide Partner eine ausländische Staatsbürgerschaft. Mit 21 Millionen Paaren oder 85 Prozent überwogen insgesamt die deutsch-deutschen Paare. In dieser Statistik sind nur gemischtgeschlechtliche Beziehungen berücksichtigt.

+++ 11.38 Uhr: Wespen-Sommer sorgt für Überlastung von Kammerjägern +++

Kammerjäger sind wegen überdurchschnittlich vieler Wespen in diesen Sommer besonders gefragt. Teilweise waren Wartezeiten von bis zu zwei Wochen üblich, wie die Vorsitzende des Vereins zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung, Bärbel Holl, sagte. "In diesem Jahr sind wegen des guten Wetters deutlich weniger Wespen auf natürlichem Weg gestorben", erklärte sie. "Die Kollegen sind in einem normalen Jahr schon ausgelastet, die zusätzlichen Termine müssen in den laufenden Betrieb integriert werden." Sie beobachte zudem, dass Betroffene ungeduldiger seien als früher. So habe ihr ein Kunde bereits mit einer Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gedroht, weil er einige Tage auf einen Termin habe warten müssen. Die längeren Wartezeiten kämen auch dadurch zustande, dass beispielsweise Schulen und Altenheime Priorität hätten.

+++ 11.26 Uhr: Grüne fordern von Sachsens Regierungschef runden Tisch zu Rechtsextremismus +++

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz haben die Grünen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eine klare Strategie gegen Rechtsradikalismus gefordert. "Es genügt nicht mehr, nur die Symptome auf der Straße einzugrenzen und mühsam und mit viel Polizei Recht und Ordnung herzustellen", erklärte die Vorsitzende der Grünen in Sachsen, Christin Melcher. Ein Ministerpräsident, der ernsthaft die Probleme im Land angehen wolle, "muss jetzt vor allem gesellschaftspolitisch aktiv werden". Konkret forderten die Grünen einen runden Tisch zu Rechtsextremismus, an dem Vertreter von Zivilgesellschaft, Opferberatung, Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen, Kirche und Parteien gemeinsam nach Lösungen suchen sollten. Zudem müssten die Jugendarbeit und Demokratieprojekte gestärkt werden. "Es ist höchste Zeit, Geld für Prävention und Opferberatung in die Hand zu nehmen", erklärte Meldcher.

Lkw beladen mit "AXE" Deo explodiert

+++ 11.24 Uhr: Toter Säugling in Wald in Baden-Württemberg gefunden +++

In einem Wald in Baden-Württemberg ist ein toter Säugling gefunden worden. Ein Mann entdeckte das Neugeborene bei Arbeiten in seinem Waldstück nahe Stetten am kalten Markt, wie die Polizei Konstanz und die Staatsanwaltschaft Hechingen mitteilten. Seit wann der tote Säugling dort lag, war zunächst unklar - ebenso die Todesumstände und das Alter des Kinds. Mehr Aufschluss sollte eine Obduktion bringen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur bislang unbekannten Kindsmutter dauerten an. Gesucht wird nach Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Beobachtungen nahe des Fundorts machten oder eine Frau kennen, die bis vor kurzem noch schwanger war und nun kein Kind hat.

+++ 11.11 Uhr: Diebe erbeuten Juwelen und Luxuskleider von russischen Touristen bei Paris +++

Bei einem spektakulären Überfall auf russische Touristen bei Paris haben Diebe Schmuck und Luxuskleider im Wert von mehreren hunderttausend Euro erbeutet. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizei nach der Ankunft der drei Reisenden am Flughafen von Le Bourget nordöstlich von Paris. Das Taxi der Russen wurde auf einer Autobahnzufahrt von einem anderen Fahrzeug gerammt. Die vier vermummten Insassen raubten drei Koffer und flohen damit. In dem Gepäck befand sich nach Angaben der Überfallenen Schmuck und Kleidung im Wert zwischen umgerechnet gut 430.000 und 860.000 Euro.

+++ 11.08 Uhr: 1,5 Millionen deutsch-ausländische Paare +++

Bei 1,5 Millionen Paaren, die in Deutschland im  Jahr 2017 in einem Haushalt zusammen lebten, hatte eine der Personen  die deutsche, die andere Person eine ausländische  Staatsangehörigkeit. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht dies einem Anteil von sieben Prozent an allen Paaren in  Deutschland. In acht Prozent der Fälle hatten beide Partner eine ausländische  Staatsangehörigkeit (1,7 Millionen Paare).

+++ 11.06 Uhr: Rücklagen der Krankenkassen erstmals über 20 Milliarden Euro +++

Die gesetzlichen Krankenkassen haben erstmals Finanzreserven von mehr als 20 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2018 hätten die Kassen einen Überschuss von 720 Millionen Euro erzielt, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag in Berlin mit. Damit seien die Rücklagen bis Ende Juni auf 20,01 Milliarden Euro gestiegen. Die Summe entspreche mehr als dem Vierfachen der gesetzlichen Mindestreserve und mehr als einer Monatsausgabe der Kassen.

+++ 10.36 Uhr: Verdächtige nach Schüssen in Hamburger Rotlichtmilieu ermittelt +++

Nach den Schüssen auf einen Mann aus dem Rotlichtmilieu an einer Ampel im Hamburger Vergnügungsviertel hat die Polizei den mutmaßlichen Drahtzieher ermittelt und Wohnungen durchsucht. Ein derzeit in Haft sitzender 28-Jähriger sei mutmaßlicher Anstifter der Tat, sagte eine Sprecherin der Beamten. Drei Durchsuchungsbeschlüsse wurden vollstreckt. Das Verbrechen sei nach Erkenntnissen der Ermittler "ein persönlicher Racheakt", sagte die Sprecherin. Es handle sich nicht um eine Tat zwischen "konkurrierenden Rockergruppen". Details nannte sie zunächst nicht. Der 38-Jährige war in der Nacht zum Montag vergangener Woche an einer Ampel in unmittelbarer Nähe der Reeperbahn in seinem Auto angeschossen worden.

+++ 10.30 Uhr: Jäger findet in Wald im Hunsrück zwei stark verweste Leichen +++

Ein Jäger hat in einem Wald bei Altlay in der Nähe von Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz zwei stark verweste Leichen gefunden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den Toten um eine Frau und einen Mann. Beide Leichen seien stark verwest, so dass eine Identifizierung zunächst nicht möglich war. Es stehe aber fest, dass es sich wahrscheinlich um ältere Menschen handelte. Die Leichname sollten obduziert werden, um Identität und Todesursache zu klären. Zunächst gab es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

++ 10.20 Uhr: Salvini trifft den Nerv vieler Italiener: Lega auf Rekordhoch +++

Die rechtspopulistische Partei von Italiens Innenminister Matteo Salvini ist laut einer neuen Umfrage so beliebt wie nie zuvor. Demnach kommt die Lega mittlerweile auf 32,2 Prozent und hat ihren Koalitionspartner, die Fünf-Sterne-Bewegung, klar überholt, wie die Tageszeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf das Institut SWG berichtete. Die Fünf Sterne liegen bei 28,3 Prozent, Ende Juli kamen sie noch auf rund 30 Prozent. Salvini gilt als der starke Mann der populistischen Regierung in Rom, die seit fast 100 Tagen im Amt ist.

+++ 9.56 Uhr: Darmstadt: Kinder starben durch Gewalt +++

Die nach einem Brand in Südhessen tot aufgefundenen Kinder sind gewaltsam ums Leben gekommen. Das habe die Obduktion der Leichen ergeben, berichtete die Staatsanwaltschaft Darmstadt. Obduktion und bisherige Ermittlungen hätten die Annahme bestätigt, dass die Kinder infolge von stumpfer und scharfer Gewalt gestorben sind, berichtete die Staatsanwaltschaft. Die 10 und 13 Jahre alten Kinder waren am vergangenen Freitag tot in einem brennenden Haus im südhessischen Mörlenbach gefunden worden. Der 58-jährige Vater und die 46-jährige Mutter wurden kurz danach aus einem Auto mit laufendem Motor in der Garage des Hauses gerettet. Die Eltern sitzen in Untersuchungshaft.

+++ 9.45 Uhr: Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten sind verfassungsgemäß +++

Für Versorgungsbezüge aus der betrieblichen Altersversicherung werden weiterhin Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Die Beitragspflicht ist verfassungsgemäß, wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschied. Nach einem weiteren Beschluss dürfen die Kassen auf Rentenzahlungen von Pensionskassen keine Beiträge erheben, soweit die früheren Versicherungsbeiträge vom Arbeitnehmer bezahlt wurden. Auch Rentner müssen inzwischen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Dabei werden auch rentenähnliche Versorgungsbezüge der betrieblichen Altersversorgung mit erfasst. Nach dem ersten Karlsruher Beschluss ist dies grundsätzlich verfassungsgemäß. Weder das Gleichheitsgebot sei verletzt, noch griffen die Vorschriften unverhältnismäßig in die Rechte der Ruheständler ein.

+++ 9.40 Uhr: Züge in Südafrika kollidieren: rund 60 Verletzte +++

Bei einer Kollision von zwei Vorortzügen in Südafrika sind etwa 60 Menschen verletzt worden. Bei dem Unglück in Johannesburg seien aber nach bisherigem Stand keine Todesopfer zu beklagen, erklärte der Sprecher des privaten Rettungsdienstes ER24, Russel Meiring. Bislang gebe es auch keine Informationen zu möglichen Schwerverletzten. Die Unglücksursache blieb zunächst unklar.

+++ 9.24 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Tropenstürmen in Vietnam +++

Bei Tropenstürmen in Vietnam sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Opfer starben bei Überschwemmungen im Norden und in der Mitte des südostasiatischen Landes, wie die staatliche Presse am Dienstag berichtete. Allein in der nördlichen Provinz Thanh Hoa wurden seit Ende August mindestens neun Menschen getötet. Drei werden noch vermisst. Zudem wurden mindestens 360 Häuser von den Fluten mitgerissen.

+++ 9.11 Uhr: CSU legt sich auf Nein zu "Spurwechsel" für Asylbewerber fest +++

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag will sich nach einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" auf ein Nein zur Möglichkeit eines "Spurwechsels" vom Asylverfahren in die Arbeitsmigration festlegen. Das Blatt beruft sich auf ein Beschlusspapier, das auf der Klausurtagung der Landesgruppe in dieser Woche auf Schloss Neuhardenberg beschlossen werden soll. Damit stellen sich die CSU-Abgeordneten gegen entsprechende Vorschläge aus SPD und Opposition, aber auch aus den Reihen der CDU. "Einen sogenannten Spurwechsel von abgelehnten Asylbewerbern lehnen wir ab, da er weitere Anreize schaffen würde für illegale Migration nach Deutschland", zitiert die "PNP" aus der Beschlussvorlage. Das Modell sieht vor, dass gut integrierte Flüchtlinge, die einen Job haben, auch dann in Deutschland bleiben können, wenn ihr Asylantrag abgelehnt wurde.

+++ 8.55 Uhr: Lastwagen kollidiert mit Schulbus - 17 Kinder verletzt +++

Ein Lastwagen ist bei Wegeleben im Harz in Sachsen-Anhalt mit einem Schulbus kollidiert. Bei dem Unfall sind 17 Kinder und der Busfahrer verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Ein Kind erlitt schwere Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat der Fahrer des Lastwagens den Schulbus übersehen und ist seitlich in das Fahrzeug gekracht. Die Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Fotos aus der Jugend: Erkennen Sie diesen deutschen Schlagerstar? So sieht er heute nicht mehr aus

+++ 8.50 Uhr: Maschinenpistole aus Lego löst Polizeieinsatz aus +++

Eine Maschinenpistole aus Lego-Steinen hat in Rheinland-Pfalz einen Polizeieinsatz ausgelöst. Zeugen hatten die Polizei in Ludwigshafen am Montagabend alarmiert, weil sie in einer Wohnung einen Mann mit einer Maschinenpistole gesehen hatten. Wie die Ermittler weiter berichteten, trafen Spezialkräfte wenig später in der Wohnung auf zwei 19 und 23 Jahre alte Männer. Der jüngere Mann hatte mit schwarzen Lego-Steinen die täuschend echt aussehende Waffe nachgebaut. Weil der 19-Jährige mit der vermeintlichen Waffe am Fenster hantiert hatte, wird jetzt wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen ihn ermittelt.

+++ 8.10 Uhr: Spahn weist Kritik an seinem Vorstoß zur Organspende zurück +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Kritik an seinem Vorstoß zur Organspende zurückgewiesen. Die von ihm vorgeschlagene Widerspruchslösung sei zwar "ein starker Eingriff in die Freiheit", sagte Spahn im ARD-"Morgenmagazin". Alle bisherigen Versuche, die Zahl der Organspender zu erhöhen, seien aber erfolglos geblieben. "Drei Menschen sterben jeden Tag, weil das Organ, das sie sehnsüchtig erwartet haben, nicht kam", sagte Spahn. Bisher muss ein potenzieller Spender noch zu Lebzeiten in die Organspende eingewilligt haben, oder seine Angehörigen stimmen dem im Todesfall zu. Mit einer Widerspruchslösung, wie Spahn sie vorgeschlagen hat, wäre jeder automatisch Spender, wenn nicht er oder seine Angehörigen ausdrücklich widersprechen.

+++ 8.08 Uhr: Rund 592.000 Haushalte bezogen am Jahresende 2017 Wohngeld +++

Bis zum Jahresende 2017 bezogen in Deutschland rund  592.000 Haushalte Wohngeld. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 1,4 Prozent aller privaten Haushalte, das waren 6,2 Prozent weniger als Jahr zuvor. Wohngeld wird einkommensschwächeren Haushalten gewährt, damit  diese die Wohnkosten für angemessenen und familiengerechten Wohnraum  tragen können. In Mecklenburg-Vorpommern waren die privaten Haushalte mit einem Anteil von 3,0 % am häufigsten auf Wohngeld angewiesen, am  seltensten in Bayern mit einem Anteil von 0,8 %.

+++ 8.03 Uhr: Victoria Beckham: "David und ich ignorieren den Unsinn" +++

Victoria Beckham und ihr Mann David stellen nach eigenen Worten einfach auf Durchzug, wenn wieder einmal über ihre Beziehung getuschelt wird. "Die Leute denken sich seit 20 Jahren Dinge über unsere Beziehung aus. Daher sind es David und ich ziemlich gewohnt, den Unsinn zu ignorieren und einfach so weiterzumachen wie bisher", sagte die britische Sängerin, Autorin und Designerin der Zeitschrift "Vogue". Als "unfair" bezeichnete es die 44-Jährige aber, dass solcher Klatsch größere Auswirkungen auf die Menschen um sie herum habe. Die beiden sind seit 1999 verheiratet und haben vier Kinder. "Wir beide wissen, dass wir gemeinsam stärker sind als als Einzelpersonen." Das gelte für die ganze Familie.

+++ 7.25 Uhr: "New Yorker"-Magazin lädt früheren Trump-Berater von Festival aus +++

Nach massiver Kritik hat das US-Magazin "New Yorker" den Rechtspopulisten Stephen Bannon von einem Festival ausgeladen. Das renommierte Blatt hat das Programm für die Veranstaltung im Oktober vorgelegt, darunter eine Podiumsdiskussion mit dem früheren Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump. Nach Boykottdrohungen anderer Teilnehmer lud Chefredakteur David Remnick den umstrittenen Gast via Twitter wieder aus. "Ich will nicht, dass wohlmeinende Leser und Mitarbeiter den Eindruck haben, dass ich ihre Bedenken ignoriere", schrieb Remnick. Er fügte hinzu, dass der "New Yorker" Bannon zwar bei Gelegenheit wieder interviewen werde - aber "in einem traditionelleren journalistischen Rahmen" und nicht auf einer Bühne.

+++ 6.05 Uhr: Europas Autobauer stellen Einhaltung ihres Klimaziels in Frage +++

Die Europäische Autoindustrie stellt die Einhaltung der vorgeschriebenen Klimaziele für 2021 in Frage und kämpft für eine Senkung der geplanten Vorgaben für die Jahre bis 2030. "In unserer Branche herrscht große Sorge, ob wir das Ziel für 2021 erreichen, denn das wird natürlich schon kniffelig", sagte der Generalsekretär des Dachverbands Acea, Erik Jonnaert. Auch deshalb müssten die längerfristigen Ziele "realistisch" bleiben. Seit 2009 gilt in der EU die Vorschrift, dass Neuwagen eines Herstellers spätestens 2021 im Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürfen. Tatsächlich lag der Wert 2017 im Schnitt bei 118,5 Gramm - mit leicht steigender Tendenz. "Trotz der Anstrengungen, die wir als Hersteller unternommen haben, steigen die CO2-Emissionen nun zum ersten Mal", so Jonnaert. Grund sei der Abstieg des Diesels, der weniger verbraucht als Benziner. Trotzdem versuchten die Hersteller alles, die Vorgaben noch zu erreichen, zumal sonst hohe Strafen fällig würden.

+++ 6.04 Uhr: Stärkster Taifun seit 25 Jahren in Japan auf Land getroffen +++

Der Taifun "Jebi" ist im Westen von Japan auf Land getroffen. Der Sturm gilt als stärkster Taifun in Japan seit 25 Jahren, wie die japanische Wetterbehörde der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. "Jebi" bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern und heftigen Regen mit sich. Die Wetterbehörde hatte Bewohner im Westen und Osten des Inselstaates bereits im Vorfeld aufgerufen, sich auf Überschwemmungen und Erdrutsche vorzubereiten.

+++ 5.50 Uhr: Taliban melden Tod von Gründer von Haqqani-Netzwerk +++

Die afghanischen Taliban haben nach Angaben des US-Unternehmens Site den Tod des Gründers des radikalislamischen Haqqani-Netzwerks bekannt gegeben. Dschalaluddin Haqqani sei "nach langem Kampf" gegen eine Krankheit gestorben, zitierte das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte Unternehmen eine Erklärung der afghanischen Taliban. Das Haqqani-Netzwerk zählt zu den gewalttätigsten Gruppen, die in Afghanistan aktiv sind und wird für einige der blutigsten Anschläge verantwortlich gemacht. Die Taliban sind mit dem Netzwerk verbündet. Mittlerweile führt Haqqanis Sohn, Siradschuddin Haqqani, die radikale Gruppe an. Er ist zugleich Vize-Anführer der Taliban.

+++ 4.34 Uhr: Immer weniger Schäferhund-Welpen in Deutschland +++

Die Zahl der Schäferhund-Welpen in Deutschland geht zurück. Laut Daten des Verbandes für das deutsche Hundewesen wurden 2016 hierzulande 10.200 Deutsche Schäferhunde geboren und registriert. Zehn Jahre zuvor waren es noch 16.900 Welpen. Im Vergleich zum Jahr 2002 hat sich die Zahl der Welpen sogar nahezu halbiert. Dennoch ist der Schäferhund weiter mit Abstand der Deutschen liebste Hunderasse. Dackel folgen mit knapp 6000 Welpen auf Platz zwei vor Deutsch-Drahthaar-Welpen mit knapp 3000 Jungtieren. Labrador Retriever und Golden Retriever werden beliebter und belegen die Plätze vier und fünf.

+++ 4.24 Uhr: Seltene Schildkröte im Zoo Hannover geschlüpft +++

Seltener Nachwuchs im Zoo Hannover: Eine Madagassische Spinnenschildkröte ist im August aus dem Ei geschlüpft. In freier Natur sind die Tiere vom Aussterben bedroht. Wegen ihrer olivfarbenen Haut und ihres fast schwarzen Panzers sind sie bei Terrarienbesitzern beliebt und werden oft illegal von Tierhändlern nach Europa geschmuggelt. "Zwei Drittel unserer Spinnenschildkröten-Population stammt aus Wien, dort wurden die Tiere 2003 am Flughafen beschlagnahmt", sagte Tierpfleger Carsten Heinß.  In Deutschland züchtet neben Hannover nur noch der Zoo Berlin diese Art. Ein einziges Ei legen die Weibchen pro Jahr. Dieses wird imInkubator ausgebrütet. Die Baby-Schildkröte wiegt 13 Gramm und ist so groß wie eine Zwei-Euro-Münze. 

USA: Frau mit Baby liefert sich wilde Verfolgungsjagd

+++ 4.11 Uhr: Großbrand in Hessen - drei Reihenhäuser in Flammen +++

Bei einem Großfeuer im hessischen Hattersheim sind drei Reihenhäuser in Flammen aufgegangen. Wie die Polizei mitteilt, geriet zunächst ein Wohnwagen in Brand. Von dort sprang das Feuer auf die drei Reihenhäuser über. Die Feuerwehr rückte mit einem großen Aufgebot an und kämpfte mehrere Stunden gegen die Flammen. Die Rettungskräfte brachten mehr als 30 Menschen in Sicherheit. Viele von ihnen verbrachten die Nacht bei Freunden und Bekannten. Der Rauch war so dicht, dass die Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten sollten. Verletzte gab es nicht. Der Schaden ist erheblich. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst noch unklar.

+++ 4.04 Uhr: Delfine lernen durch Beobachten - sogar Kunststücke +++

Auch wildlebende Delfine können Kunststücke lernen: Ein Delfin-Weibchen, das vorübergehend in einem Delfinarium untergebracht war, begann nach ihrer Freilassung auf dem Schwanz zu laufen - genau wie ihre gefangene Show-Artgenossen. Nach und nach habe sich das Verhalten sogar in ihrer freilebenden Gruppe ausgebreitet, berichten Forscher um Luke Rendell von der schottischen University of St Andrews im Fachmagazin "Biology Letters" der britischen Royal Society. Die Wissenschaftler hatten eine Gruppe von 20 bis 30 Indopazifischen Großen Tümmlern (Tursiops aduncus), die im Mündungsgebiet des Port River bei Adelaide leben, über etwa 30 Jahre studiert.

+++ 4.00 Uhr: Proteste nach Museumsbrand in Rio de Janeiro +++

Nach dem verheerenden Brand im Nationalmuseum in Rio de Janeiro sind tausende Menschen zu Protesten gegen staatliche Sparmaßnahmen auf die Straße gegangen. "Es ist nicht genug, einfach zu weinen, die Bevölkerung muss empört sein", sagte Museumsdirektor Alexandre Keller vor dem ausgebrannten Gebäude, wo sich rund 500 Demonstranten für eine Menschenkette versammelt hatten. Zu den vor dem Museum versammelten Demonstranten zählten überwiegend Studenten und Wissenschaftler, viele waren schwarz gekleidet. Zuvor war es vor dem Museum zu Zwischenfällen gekommen, als Demonstranten Steine auf Polizisten warfen, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Im Zentrum von Rio de Janeiro versammelten sich später tausende Menschen zu einer Protestkundgebung. Sie beklagten, die Katastrophe habe sich angekündigt.

+++ 3.10 Uhr: SPD-Generalsekretär kritisiert Wagenknechts linke Sammlungsbewegung

Die SPD-Spitze lehnt eine Zusammenarbeit mit der neuen linken Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine strikt ab. "Was Wagenknecht und Lafontaine da machen, ist keine Bewegung, sondern ein Machtkampf innerhalb der Linkspartei", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir brauchen ernsthafte Gespräche über ein progressives rot-rot-grünes Bündnis, statt Internetseiten ohne politische Konsequenz", sagte Klingbeil.

+++ 2.05 Uhr: Intimer Chat: Poggenburg spricht von AfD als "Rattenloch" +++

Die AfD in Sachsen-Anhalt wird erneut durch Intrigen und Querelen erschüttert. Nun wurden - mutmaßlich von innerparteilichen Gegnern -  interne Nachrichten des Ex-Parteichefs André Poggenburg öffentlich, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet. In den Whats-app- und SMS-Nachrichten geht es auch um erotische Vorlieben und Fotos. Die Nachrichten seien äußerst kompromittierend, räumt Poggenburg ein. Gegenüber seiner Lebenspartnerin müsse er dafür die  Verantwortung übernehmen. Die vertraulichen Nachrichten wurden auf der linken Internetseite "Indymedia" veröffentlicht. Poggenburg  beklagt, das Manöver habe "mit dem gemeinsamen Kampf zur  Rettung Deutschlands" nichts zu tun; seine Gegner hätten mit dem  "linken Mob und Feind paktiert" und diesem die Chatnachrichten  zugespielt. "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Fraktion überhaupt sein kann", empörte er sich in einer  Stellungnahme für die AfD.

+++ 2.04 Uhr: Mehr als 600 Flüchtlinge vor Spanien aus dem Mittelmeer gerettet +++

Mehr als 600 Flüchtlinge sind am Montag beim Versuch der Überfahrt nach Spanien aus dem Mittelmeer gerettet worden. Insgesamt seien in der Straße von Gibraltar sowie im Alborán-Meer zwischen Marokko und Spanien 626 Menschen von 16 Booten gerettet worden, sagte ein Sprecher der spanischen Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP. Die Geretteten stammten demnach aus Länder südlich der Sahara und aus Nordafrika. Spanien hat Italien inzwischen als Hauptankunftsland für Migranten in der EU abgelöst.

+++ 0.07 Uhr: SPD rutscht in INSA-Umfrage auf Platz drei hinter AfD +++

Die SPD ist in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA in der Wählergunst hinter die AfD auf den dritten Platz zurückgefallen. Sie rutschte um einen halben Prozentpunkt auf 16 Prozent, wie die "Bild"-Zeitung als Auftraggeberin der Umfrage mitteilte. Die AfD verbesserte sich demnach gegenüber der Vorwoche um einen halben Punkt auf 17 Prozent. Stärkste Partei blieb die Union mit 28,5 Prozent und ebenfalls einem halben Punkt Zuwachs. Die Grünen verharrten bei 13,5 Prozent. Die FDP rangierte bei 9,5 Prozent (minus 0,5), die Linke bei 10 Prozent (minus 0,5).

+++ 0.06 Uhr: Fünf Tote bei Busunglück in Spanien +++

Bei einem Busunglück in Spanien sind fünf Menschen ums Leben gekommen und 15 weitere verletzt worden. Der Bus raste in einen Brückenpfeiler, wie die Behörden mitteilten. Alle fünf Todesopfer seien Buspassagiere gewesen, sagte ein Sprecher der nordspanischen Provinz Asturien der Nachrichtenagentur AFP. Der Fahrer überlebte schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich zur Mittagszeit in Avilés, etwa 20 Kilometer von Gijón entfernt.

nik/AFP/DPA