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News von heute Wegen gefährlicher Körperverletzung: Gericht schickt Youtuber "Drachenlord" in Haft

Ein übergewichtiger weißer Mann mit an den Seiten rasierten und oben langen dunkelblonden Haaren
Wegen Körperverletzung muss der Youtuber "Drachenlord" ins Gefängnis
© Daniel Karmann / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

19.41 Uhr: Putin verspricht schnelle Gaslieferung über Nord Stream 2

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat im Falle einer Betriebsgenehmigung für die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 eine schnelle Lieferung mit Gas zugesichert. Sie könne schon am nächsten Tag beginnen, sagte der Präsident am Donnerstag bei einem Diskussionsforum in der Stadt Sotschi am Schwarzen Meer. Die Befüllung des zweiten Stranges mit Gas werde Mitte bis Ende Dezember abgeschlossen. Die erste Röhre ist bereits mit Gas befüllt worden.

Die Bundesnetzagentur hat bis Anfang Januar Zeit, über eine Betriebserlaubnis für die Röhren zu entscheiden, die jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland liefern sollen. Das sei kein Projekt des russischen Energieriesens Gazprom, fünf europäische Firmen seien daran beteiligt, sagte Putin.

19.36 Uhr: Italien: Berlusconi in Bestechungsprozess freigesprochen

Ein Gericht in Italien hat den früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in einem Prozess im Zusammenhang mit seinen "Bunga-Bunga-Partys" freigesprochen. Das berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos. Demnach sah das Gericht in Siena den Sachverhalt als nicht bewiesen an. Dem 85 Jahre alten Chef der konservativen Partei Forza Italia wurde vorgeworfen, Zeugen für Falschaussagen zu den Partys mit jungen Frauen bestochen zu haben. Auch ein mitangeklagter Musiker wurde den Agenturberichten zufolge freigesprochen.

Ansa zitierte Berlusconis Anwälte, die von einem großartigen Ergebnis sprachen. Der Parteichef sei zufrieden. Berlusconi reiste am Donnerstag nach Brüssel. Dort traf er am Rande des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie er auf Facebook schrieb.

18.46 Uhr: Waldbrände in Syrien: 24 Menschen wegen Brandstiftung hingerichtet

Nach den schweren Waldbränden in Syrien im vergangenen Jahr hat die Regierung von Präsident Baschar al-Assad 24 Menschen wegen Brandstiftung hinrichten lassen. Sie seien verurteilt worden wegen "Terrorhandlungen, die zu Tod und zur Beschädigung staatlicher Infrastruktur sowie öffentlicher und privater Güter führten", hieß es am Donnerstag in Berichten syrischer Staatsmedien. Die Verurteilten wurden dem Justizministerium zufolge am Mittwoch hingerichtet. Elf weitere Beteiligte seien im Zusammenhang mit den Bränden zu schwerer körperlicher Arbeit auf Lebzeiten verurteilt worden.

Vor einem Jahr hatten im Nordwesten Syriens schwere Waldbrände gewütet, die Zehntausende in die Flucht trieben und die auf Ackerland großen Schaden anrichteten. Nach offiziellen Angaben kam es im September und Oktober des vergangenen Jahres zu fast 190 Bränden, die 280 Dörfer und Ortschaften erreichten. Insgesamt seien dabei 9000 Hektar bewaldetes oder landwirtschaftlich genutztes Land zerstört worden - etwa eine Fläche von 15.000 Fußballfeldern.

18.30 Uhr: Youtube-Blogger "Drachenlord" zu zwei Jahren Haft verurteilt

Der Youtube-Videoblogger "Drachenlord" ist wegen gefährlicher Körperverletzung und anderer Straftaten zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. "Dieses Verfahren ist ein trauriges Beispiel dafür, welche Folgen Hass und Mobbing im Internet haben", sagte die Richterin am Donnerstag in Nürnberg. Sie sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige unter anderem einen Mann mit einer Taschenlampe auf die Stirn geschlagen und verletzt hatte. Einen anderen bewarf er mit einem Backstein. Außerdem hatte er Polizisten beleidigt.

Die Staatsanwältin hatte zuvor eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe aus den sieben Anklageschriften während des Prozesses gestanden und sich entschuldigt.

18.16 Uhr: Feuerwehr rettet renitente Katze aus Trockner

Eine Katze hat ihren Ruheplatz im Wäschetrockner eines Einfamilienhauses so aggressiv verteidigt, dass die Feuerwehr gerufen wurde. Die Bewohner in Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) hätten das ihnen unbekannte Tier im Keller entdeckt und sich wegen dessen heftiger Gegenwehr nicht anders zu helfen gewusst, teilte die Feuerwehr Grevenbroich am Donnerstag mit.

Doch die grau-beige getigerte Katze in der Trocknertrommel attackierte auch die durch Handschuhe und Einsatzkleidung geschützten Retter. Schließlich kippten die Feuerwehrleute den Trockner und ließen die Katze in eine blaue Tonne rutschen. Darin nahmen sie das Tier zur Wache mit und übergaben es dem Ordnungsamt. Am späten Nachmittag untersuchte dann ein Tierarzt die Katze. Sie konnte nach Informationen der Feuerwehr identifiziert werden und wurde an ihre Besitzer übergeben.

17.59 Uhr: Sexvideo-Prozess: Zehn Monate Bewährung für Benzema gefordert

Im Prozess um versuchte Erpressung mit einem Sexvideo hat die Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe eine zehnmonatige Bewährungsstrafe für den französischen Fußball-Nationalspieler Karim Benzema gefordert. Der Stürmer von Real Madrid soll außerdem eine Geldbuße von 75.000 Euro zahlen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Versailles der Deutschen Presse-Agentur. Die Verhandlung dauert noch bis Freitag. Benzema war bisher nicht persönlich anwesend.

17.26 Uhr: Studie: Mediennutzung der Deutschen erreicht neuen Höchststand

Die Deutschen verbringen einer Forsa-Umfrage zufolge im Durchschnitt vier Stunden täglich mit Fernsehen und zweieinhalb Stunden im Internet. Wenn man Telefon, Smartphone, Radio und Games mitrechnet, "erreicht die Mediennutzung nach dem Rekord im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert: 13 Stunden am Tag", teilte der Auftraggeber der Umfrage, Seven One Media, am Donnerstag mit. Die erneut gestiegene Mediennutzung sei geprägt von "der wachsenden Vielfalt an Angeboten und Endgeräten sowie dem anhaltenden Einfluss der Corona-Pandemie".

Forsa hatte im März 3021 Menschen ab 14 Jahren befragt. "Besonders bemerkenswert ist das weitere Wachstum des Medienkonsums gegenüber dem Ausnahmemonat März 2020, in dem die Nutzung von Massenmedien erstmals bei über zehn Stunden täglich lag", teilte Seven One mit: "Im aktuellen Jahr wird mit 637 Minuten erneut ein Höchstwert erzielt. Hinzu kommt die Individualkommunikation."

17.13 Uhr: Mysteriöses "A Team" will von Lava bedrohte Hunde gerettet haben

Ein unbekanntes "A Team" hat Medienberichten zufolge angegeben, mehrere auf der Vulkaninsel La Palma von Lava eingeschlossene Hunde gerettet zu haben. Die sechs Tiere sollten eigentlich mit einer Drohne und einem Fangnetz befreit werden. Das spanische Unternehmen Aerocámaras, das die Rettung der in einem leeren Wasserbassin eingeschlossenen Hunde seit Tagen vorbereitet hatte, bestätigte, dass die Vierbeiner verschwunden seien. Das berichtete die Zeitung "El País".

Das lokale Medienportal Palmerus veröffentlichte ein Video, in dem ein Transparent an der Außenmauer des Tankes zu sehen ist. Darauf stand: "Starkes La Palma, den Hunden geht es gut, A Team". Wer genau dahinter steckt und die sechs Hunde aus ihrer misslichen Lage zwischen zwei Lavaströmen befreite, war zunächst unbekannt.

Nach Angaben von Aerocámaras ist die im Bereich des Wassertanks äußerlich abgehärtete Lava noch immer rund 160 Grad heiß. "El País" berichtete, in einem Video seien dort, wo die Hunde waren, menschliche Fußabdrücke in der Vulkanasche zu sehen. Die Hunde waren schon seit Tagen mit Hilfe von Drohnen mit Wasser und Nahrung versorgt worden.

Lavaströme auf La Palma schließen Hunde ein – Vierbeiner werden mit Drohne versorgt

17.07 Uhr: Nach Leichenfund in Frankreich: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Nach dem Fund einer Leiche in Südfrankreich haben Sicherheitskräfte den flüchtigen Verdächtigen festgenommen. Der Zugriff in der Nacht zum Donnerstag sei problemlos verlaufen, sagte ein Sprecher der Gendarmerie der Deutschen Presse-Agentur. Mehr als 100 Sicherheitskräfte hatten in und um Bollène nach dem Mann gesucht. Auch ein Helikopter und Hunde waren im Einsatz.

Am Mittwoch hatten Pflegekräfte in der Wohnung des nun Festgenommenen eine Leiche entdeckt. Der Kopf war abgetrennt, wie der Staatsanwalt von Carpentras, Pierre Gagnoud, sagte. Demnach sei der Tote der Großvater des Verdächtigen. Sie hätten wohl ein recht enges Verhältnis gehabt. Der Festgenommene wurde in eine psychische Klinik gebracht, sagte Gagnoud. Er leide unter psychischen Problemen. Sein Zustand sei mit einem Polizeigewahrsam nicht vereinbar. Gagnoud sagte, in dem Fall sollten nun Untersuchungen eingeleitet werden, auch zur Schuldfähigkeit des Verdächtigen.

17.05 Uhr: Äthiopiens Armee fliegt dritten Luftangriff auf Hauptstadt von Tigray

Die äthiopische Armee hat zum dritten Mal binnen vier Tagen die Hauptstadt der Krisenregion Tigray bombardiert. Auch Zivilisten seien Opfer der Luftangriffe geworden, sagte Tigrays Defacto-Präsident Debretsion Gebremichael in einer Mitteilung.

Am Montag und Mittwoch hatte die Armee bereits zwei Luftangriffe auf Mekelle geflogen. Die Regierung bestätigte die Angriffe, sagte aber, sie hätten speziell auf militärische Einrichtungen der TPLF sowie Kommunikationsmasten und -ausrüstung abgezielt. In der Stadt leben mehr als 200.000 Menschen, im gesamten Ballungszentrum nach unterschiedlichen Angaben bis zu 550.000.

16.37 Uhr: Massenvergiftung mit Alkohol in Russland: Totenzahl steigt auf 24

Nach einer neuen Massenvergiftung von Menschen mit gepanschtem Alkohol in Russland ist die Zahl der Todesopfer auf 24 gestiegen. Das teilte die Staatsanwaltschaft in der Region Swerdlowsk am Ural laut Staatsagentur Tass mit. Am Wochenende hatten die Behörden noch von 18 Toten gesprochen. Die meisten von ihnen stammten demnach aus der Stadt Jekaterinburg. Es gab mehrere Festnahmen. Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, giftiges Methylalkohol auf einem Markt verkauft zu haben. Erst Anfang Oktober waren im Süden Russlands 35 Menschen ums Leben gekommen, weil sie gepanschten Alkohol getrunken hatten.

16.22 Uhr: Eine Tote und Verletzte bei Attacke auf Bar im Urlaubsort Tulum

Bei einem Angriff auf eine Bar im mexikanischen Urlaubsort Tulum ist eine Frau getötet worden. Fünf weitere Personen wurden verletzt, als bewaffnete Angreifer in der Nacht in der Bar "La Malquerida" das Feuer eröffneten, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo mitteilte.

Medienberichten zufolge ist das Todesopfer eine Touristin. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. Die Polizei habe eine Untersuchung und die Fahndung nach den Tätern eingeleitet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft weiter mit. Tulum, südlich von Cancún, ist ein beliebtes Urlaubsziel an der Karibikküste. Allerdings kommt es immer wieder zu Gewalttaten in Verbindung mit dem Drogenhandel. Zudem sind in der Region verschiedene Kartelle in Schutzgelderpressung verwickelt.

16.05 Uhr: Fast neun Jahre Haft für schweren Kindesmissbrauch verhängt

Das Landgericht Neubrandenburg hat einen Mann wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs zu acht Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Jugendschutzkammer behielt sich zudem vor, wegen der ausgeprägten pädosexuellen Neigung später noch über eine mögliche Sicherungsverwahrung zu entscheiden, wie Richterin Daniela Lieschke sagte. Der Fall des 36-Jährigen steht im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Münster, bei dem gegen mehr als 50 Männer wegen schweren Kindesmissbrauchs ermittelt wurde und noch wird.

Die Kammer sei überzeugt, dass der Verurteilte im Jahr 2019 mehrfach den neunjährigen Stiefsohn eines Mannes aus Münster missbraucht und das mit diesem auch detailliert geplant hatte, erklärte die Richterin. Der Verurteilte kommt aus Ueckermünde im Kreis Vorpommern-Greifswald.

Die Männer hätten sich in einschlägigen Internetchats kennengelernt, sich in Ueckermünde getroffen und manches auch gefilmt. "Sie haben dazu beigetragen, dass der Junge Stück für Stück körperlich und seelisch zerstört wurde", sagte Lieschke. Der Verurteilte hatte vor Gericht geschwiegen. Die Kammer hatte die Vorfälle aber dank der Ermittler, Internetchats und Videos rekonstruieren können, wie es hieß. (AZ: 23 KLs 7/21 jug).

15.49 Uhr: Doping – russischer Triathlet nachträglich von Olympia disqualifiziert

Der Triathlet Igor Poljanski ist wegen Epo-Dopings nachträglich von den Olympischen Spielen in Tokio disqualifiziert worden. Wie der Dachverband Welt Triathlon weiter mitteilte, wurde der 31-Jährige für insgesamt drei Jahre gesperrt. Er hatte im Einzelrennen den 43. Platz belegt und war auch in der Mixed-Staffel für das Team des Russischen Olympischen Komitees gestartet. Das Team hatte Rang 14 belegt und wurde nun ebenfalls disqualifiziert. Die Dopingprobe war außerhalb des Wettkampfs am 21. Juli in Wladiwostok genommen worden. Auf die Öffnung der B-Probe hatte Poljanski verzichtet.

15.30 Uhr: Fünf Kilo Kokain hinter Navi versteckt – Fahrerin in U-Haft

Fünf Kilogramm Kokain hat die Polizei im Auto einer 29-Jährigen nahe der österreichischen Grenze auf der Autobahn 7 gefunden. Die Frau habe bei der Kontrolle nahe Füssen (Landkreis Ostallgäu) "drogenbedingte Ausfallerscheinungen" gezeigt, teilte die Polizei mit. Als die Ermittler am Samstag das Auto durchsuchten, fanden sie die Drogen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro in einem Versteck hinter dem Navigationsgerät.

Die Frau sei in Untersuchungshaft gekommen, teilte die Polizei mit. Die weiteren Ermittlungen habe die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern übernommen.

15.10 Uhr: 14-Jährige richten in Schweizer Schule Riesenschaden an

Zwei 14-Jährige sind im schweizerischen Freiburg in eine Schule eingedrungen und haben zwei Klassenzimmer derart verwüstet, dass ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstand. Die beiden Jungen verschafften sich Zutritt, als das Schulhaus umgebaut wurde. Sie stießen Möbel um, beschmierten Wände und schrieben Parolen darauf, wie die Polizei berichtete.

Ihr Zerstörungszug ging danach weiter: In der Stadt wurden kurz darauf Kratzspuren und aufgestochene Reifen an fast einem Dutzend Autos sowie mehreren Mopeds und Fahrrädern gefunden. Die Polizei konnte die beiden Jugendlichen aufgreifen, die die Taten auch gestanden. Sie wurden angezeigt und müssen sich vor einem Jugendgericht verantworten. Zum Motiv machte die Polizei keine Angaben

14.58 Uhr: Lettland verhängt Lockdown nach Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen zum Start des einmonatigen Lockdowns einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Riga vermeldete 2935 positive Tests binnen eines Tages. Damit wurden in den letzten 14 Tagen nach offiziellen Angaben rund 1463 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert - auch dies ein Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Die EU-Behörde ECDC weist für Lettland aktuell die höchsten Infektionsraten in Europa aus.

14.52 Uhr: Nonne soll Jungen missbraucht haben - Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Nonne wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Jungen in Speyer. Die Frau habe bislang keine Angaben gemacht und einen Rechtsanwalt beauftragt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankenthal. Sie soll den Jungen in den Jahren 1994 bis 1997 im Kinderheim in Speyer etwa einmal im Monat missbraucht haben. Der Junge soll bei der ersten Tat etwa neun Jahre alt gewesen sein. Zuvor hatte der "Mannheimer Morgen" darüber berichtet.

14.42 Uhr: Weitere Corona-Fälle nach Party im Berliner Club Berghain

Nach der Wiedereröffnung des Berliner Techno-Clubs Berghain Anfang Oktober sind weitere Corona-Infektionen bekannt geworden. Dem Gesundheitsamt des Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg seien neue Fälle im "einstelligen Bereich" bekannt, sagte eine Behördensprecherin. Die Betroffenen lebten in Friedrichhain-Kreuzberg sowie zwei weiteren Berliner Bezirken. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet. Nach Angaben der Sprecherin wurden bislang rund 3300 Menschen per Mail kontaktiert.

14.35 Uhr: Taliban-Kämpfer schlagen bei Frauen-Demo in Kabul auf Journalisten ein

Die radikalislamischen Taliban haben Journalisten mit Schlägen an der Berichterstattung über eine Frauenrechtsdemonstration in der afghanischen Hauptstadt Kabul gehindert. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, schlugen Taliban-Kämpfer unter anderem mit dem Gewehrkolben auf einen ausländischen Fotografen ein, als dieser den Protestmarsch begleiten wollte. Mindestens zwei weitere Journalisten erlitten Faustschläge und Tritte, als sie bereits wegliefen.

Die Journalisten hatten über den Protest von etwa 20 Frauen berichten wollen, die auf Plakaten ihr Recht auf Studium und Arbeit einforderten. Sahra Mohammadi, eine der Organisatorinnen des Protests, sagte der AFP: "Die Situation ist so, dass die Taliban nichts respektieren: weder Journalisten - ausländische und einheimische - noch Frauen".

14.01 Uhr: Erdogan droht Botschaftern von zehn Ländern wegen Kavala-Erklärung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Botschaftern von Deutschland und neun weiteren Staaten wegen einer Forderung zur Freilassung des Kulturförderers Osman Kavala indirekt mit der Ausweisung gedroht. "Wir können nicht den Luxus haben, sie in unserem Land willkommen zu heißen", sagte Erdogan einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge. "Steht euch zu, der Türkei so eine Lektion zu erteilen? Wer seid ihr schon?" Deutschland oder die USA ließen "Ganoven, Mörder und Terroristen" auch nicht einfach frei.

13.20 Uhr: Biontech-Gründer erhalten Ehrendoktorwürde der Uni Marburg

Das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci und Ugur Sahin von dem Mainzer Unternehmen Biontech werden von der Philipps-Universität in Marburg mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Sie erhielten die Ehrung für ihre Verdienste in der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19, teilte der Fachbereich Medizin mit. Damit hätten die beiden "den Kampf gegen die Corona-Pandemie entscheidend vorangebracht und zugleich Wissenschaftsgeschichte geschrieben". Überreicht werden soll die Ehrenpromotion im Frühjahr nächsten Jahres in Marburg. 

13.05 Uhr: Flixbus-Betreiber übernimmt US-Busunternehmen Greyhound

Flixbus expandiert weiter auf dem internationalen Fernbusmarkt und kauft das angeschlagene Traditionsunternehmen Greyhound in den USA. Der Flixbus-Betreiber Flixmobility zahlt für das Fernbusunternehmen nach Angaben des bisherigen Eigentümers Firstgroup insgesamt 172 Millionen Dollar (knapp 148 Millionen Euro) in bar. Die Marke mit dem springenden Windhund als Logo existiert bereits seit 1914 – zuletzt kämpfte das Unternehmen aber mit den Folgen der Corona-Pandemie.

12.35 Uhr: Erdogan droht mit Ausweisung westlicher Botschafter

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat im Streit um den inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala laut Medienberichten mit der Ausweisung zehn westlicher Botschafter gedroht, darunter auch des deutschen. Er habe dem türkischen Außenminister gesagt, "dass wir uns nicht den Luxus leisten können, sie (die Botschafter) in unserem Land zu beherbergen", wurde Erdogan von mehreren türkischen Medien zitiert. Die Botschafter hatten am Montag in einem gemeinsamen Appell eine "gerechte und rasche Regelung" des Falls Kavala gefordert, der seit vier Jahren ohne Verurteilung im Gefängnis sitzt.

12.25 Uhr: Modehandel klagt über Lieferengpässe

Fast alle Textil-, Schuh- und Lederwarengeschäfte in Deutschland kämpfen derzeit mit Lieferengpässen. "Bei einem Viertel der Textil-, Schuh- und Lederwarenhändler fehlen aktuell sogar 20 bis 40 Prozent der Herbst- und Winterware", fasste der Sprecher des Handelsverbandes Textil (BTE), Axel Augustin, das Ergebnis einer Branchenumfrage zusammen. Besonders hart treffe es den Niedrigpreisbereich, für den vor allem in Fernost produziert werde. Rund 30 Prozent der Befragten vermeldeten Ausfälle und Verzögerungen bis 10 Prozent, weitere 40 Prozent sogar bis zu 20 Prozent der meist schon vor Monaten bei den Lieferanten bestellten Waren.

11.55 Uhr: Spanien liefert Ex-Spionagechef von Venezuela an die USA aus

Die spanische Justiz hat die Auslieferung des früheren Chefs des Militärgeheimdienstes von Venezuela, Hugo Carvajal, an die USA angeordnet. Man habe bereits die verschiedenen zuständigen Behörden in Spanien von dieser Entscheidung in Kenntnis gesetzt, teilte der Nationale Gerichtshof mit. Der 61 Jahre alte Carvajal wird von den US-Behörden den Angaben zufolge unter anderem des Drogenhandels sowie auch der Zusammenarbeit mit der früheren kolumbianischen Terrororganisation FARC beschuldigt. Ein Termin für die Auslieferung wurde vorerst nicht genannt.

11.45 Uhr: Litauische Armee erhält 42 Militär-Unimogs aus Deutschland

Die litauischen Streitkäfte haben ihren Fuhrpark mit Militärfahrzeugen aus Deutschland erneuert. Im Zuge eines Rüstungsgeschäfts erhielt die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes 42 Militär-Unimogs U 5000 vom Autokonzern Daimler. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius mit. Die Fahrzeuge sollen ältere Unimog-Modelle der litauischen Einheiten ersetzen und für logistische Zwecke und Truppentransporte eingesetzt werden.

11.40 Uhr: Studie: Corona-Impfung von Jugendlichen zu 90 Prozent effektiv

Die Biontech/Pfizer-Impfung senkt laut einer Studie das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante des Corona-Virus bei Jugendlichen um 90 Prozent. Sie schütze zudem zu 93 Prozent vor einer Erkrankung mit Symptomen bei dieser Virus-Variante, wie eine Sprecherin der israelischen Krankenkasse Clalit bestätigte.

Gemeinsam mit Forschern von der Harvard-Universität (USA) habe man Daten von 94.354 zweifach geimpften Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren ausgewertet, hieß es in einer Mitteilung. Diese seien mit Daten einer entsprechenden Anzahl ungeimpfter Jugendlicher verglichen worden. Die Ergebnisse sind im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht worden.

11.34 Uhr: Behörden verhängen Lockdown in Moskau

Die Moskauer Behörden verhängen über der russischen Hauptstadt einen neuen Lockdown. Vom 28. Oktober bis zum 7. November werden Geschäfte, Restaurants, Fitnessclubs, Schönheitssalons, Kinos und andere Freizeiteinrichtungen geschlossen, teilte die Stadtverwaltung mit. In Schulen und Kindergärten werden Ferienregelungen in Kraft treten.

11.09 Uhr: Tankwart nach Streit um Maske mit Schlägen und Tritten attackiert

Ein Tankwart ist in Bremen nach einem Streit um die Maskenpflicht attackiert worden. Ein 21 Jahre alter Mann schlug und trat mehrfach auf den am Boden liegenden Verkäufer ein, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der 67-Jährige wurde nach dem Angriff vom Mittwochvormittag zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der 21-jährige Angreifer kehrte wenig später zum Tatort zurück und stellte sich der Polizei. 

11.04 Uhr: Razzia gegen zwölf mutmaßliche Rechtsextreme in Hessen

Ermittler in Hessen sind mit einer Razzia gegen zwölf mutmaßliche Rechtsextreme vorgegangen. Den Jugendlichen, Männern und Frauen im Alter zwischen 14 und 54 Jahren würden unter anderem die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Volksverhetzung sowie Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Inhalte vorgeworfen, teilte das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden mit. Festnahmen gab es bei der Razzia in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Darmstadt-Dieburg, Kassel und im Odenwaldkreis nicht. Als Beweismittel wurden diverse Speichermedien beschlagnahmt.

10.33 Uhr: Südkorea startet erste selbstgebaute Weltraumrakete

Südkorea hat am Donnerstag erstmals eine selbstgebaute Trägerrakete getestet. Die Rakete ist um 17.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) vom Naro Space Center nahe südlichen Küstenorts Goheung gestartet. Südkoreanische Fernsehsender haben den Start live übertragen. Bei der 200 Tonnen schweren Rakete, die eine Satellitenattrappe in die Erdumlaufbahn bringen soll, handelt es sich um den sogenannten Typ "KSLV-II". Bei erfolgreicher Mission wäre es die erste Raumfahrtrakete, die vollständig in Südkorea entwickelt und gebaut wurde. 

10.18 Uhr: Russland schreibt Nawalny-Vertraute Sobol zur Fahndung aus

Russische Behörden haben die Unterstützerin des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny, Ljubow Sobol, zur Fahndung ausgeschrieben. Die 34-jährige Anwältin wird seit Mittwochabend auf einer online einsehbaren Fahndungsliste des Innenministeriums geführt. Sie soll das Land bereits verlassen haben, nachdem die Behörden im August wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Corona-Vorschriften ihre Bewegungsfreiheit beschränkt hatten. 

10.04 Uhr: Zwischenfall in russischem Atomkraftwerk – Reaktorblock abgeschaltet

Nach einem Zwischenfall in einem Atomkraftwerk im Süden Russlands ist ein Reaktorblock für Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. In dem Kraftwerk rund 120 Kilometer von der Stadt Rostow am Don entfernt sei in der Nacht zum Donnerstag ein Austritt von Dampf aus einem defekten Rohr festgestellt worden, teilte der Betreiber Rosenergoatom im sozialen Netzwerk Telegram mit. Das Rohr sei allerdings Teil eines Kraftwerksystems, in dem kein radioaktiv belastetes Wasser fließe.

8.46 Uhr: Söder warnt vor Ende der epidemischen Lage

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einem Auslaufen der epidemischen Lage auf Bundesebene. Wenn dies passiere, "gibt es de facto keine Rechtsgrundlage mehr, egal für was. Weder für das Testen in der Schule, noch für Masken, noch für ganz normale Ideen wie 3G plus, oder 2G oder 3G", sagte er im Bayerischen Rundfunk. In diesem Moment sei dann "nicht einfach Freedom Day, sondern dann gibt es gar keine Möglichkeit mehr. Ein Stück weit ist die Gesellschaft dann auch wehrlos." Dann müsste jeder einzelne für seinen Schutz sorgen.

Die epidemische Lage ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Sie wurde erstmalig vom Bundestag im März 2020 festgestellt und später mehrfach verlängert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich am Montag dafür ausgesprochen, sie am 25. November auslaufen zu lassen.

8.17 Uhr: Bill Clinton nach Krankenhausaufenthalt "froh, zu Hause zu sein"

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat sich nach einem Krankenhausaufenthalt per Videobotschaft auf Twitter gemeldet. "Ich bin froh, zu Hause zu sein", sagte der 75-Jährige. Er sei berührt gewesen von der Unterstützung. Mittlerweile befinde er sich auf dem Weg der Besserung, er wolle aber "alle dort draußen daran erinnern: Nehmt euch Zeit, auf eure Körper zu hören, und kümmert euch um euch selbst." Seine Videobotschaft beendete Clinton mit den Worten: "Wir alle haben Arbeit zu erledigen und jeder von uns hat eine wichtige Rolle im Leben und in der unmittelbaren Zukunft. Ich für meinen Teil werde mein Bestes tun, um noch lange hier zu sein und weiter möglichst viel Gutes zu tun."

Clinton war vergangene Woche wegen einer Harnwegsinfektion im University of California Irvine Medical Center aufgenommen und auf der Intensivstation des Krankenhauses im US-Staat Kalifornien behandelt worden.

8 Uhr: Schaden im "Cum-Ex"-Skandal offenbar dreimal so hoch wie gedacht

Der Schaden durch "Cum-Ex"-Steuergeschäfte und ähnliche illegale Betrugssysteme ist Medien-Recherchen zufolge deutlich höher als bislang angenommen. Die Summe belaufe sich auf weltweit rund 150 Milliarden Euro, berichteten das ARD-Magazin "Panorama" (NDR) und das Recherchezentrum Correctiv. Sie hätten die neue Summe gemeinsam mit 15 internationalen Medien recherchiert. Ursprünglich war man von rund 55 Milliarden Euro ausgegangen.

Betroffen sind neben Deutschland und den USA mindestens zehn weitere europäische Länder. Allein deutschen Finanzämtern seien nach Berechnungen des Steuerprofessors Christoph Spengel von der Universität Mannheim fast 36 Millionen Euro entgangen. Hier war Spengel bei vorigen Berechnungen aus dem Jahr 2018 noch von mindestens 31,8 Milliarden Euro ausgegangen.

7.52 Uhr: Corona-Inzidenz steigt in Berlin erstmals wieder auf über 100

Erstmals seit Mai liegt die Corona-Inzidenz in Berlin wieder bei über 100. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete einen Wert von 108,6. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Virus infiziert haben. Gestern hatte der Wert bei 95,7 gelegen, am Donnerstag vor einer Woche bei 79,2.

7.44 Uhr: Bolsonaro weist schwere Vorwürfe wegen Corona-Politik zurück

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nach den schweren Vorwürfen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses jegliches Fehlverhalten in der Corona-Poliltik seiner Regierung bestritten. Zugleich griff er den Ausschuss an. "Wie gut wäre es, wenn der Ausschuss etwas Produktives für unser Brasilien getan hätte", sagte Bolsonaro Medienberichten zufolge bei einer Veranstaltung in Russas im Bundesstaat Ceará. "Sie haben nichts bewirkt, außer Hass und Feindseligkeit. Aber wir wissen, dass wir für absolut nichts verantwortlich sind, wir haben vom ersten Moment an das Richtige getan."

7.00 Uhr: Kampf gegen Corona – USA haben 200 Millionen Impf-Spenden geliefert

Die USA haben bisher im Kampf gegen Covid-19 nach eigenen Angaben 200 Millionen ihrer Impfdosen-Spenden in 100 Länder weltweit geliefert. "Heute haben die Amerikaner 200 Millionen Gründe, stolz zu sein", erklärte ein hoher Beamter des Weißen Hauses. Die Arbeit sei aber noch lange nicht beendet. Um das Auftreten neuer Varianten zu verhindern, müsse die Welt weiter impfen. Die USA stellten neben Impfstoffen auch Corontests, Sauerstoff und medizinische Ausrüstung bereit, hieß es weiter.

5.58 Uhr: Großraum Melbourne beendet längsten Lockdown der Welt

Aufatmen bei Millionen Menschen im Großraum Melbourne: Im australischen Bundesstaat Victoria endet in der Nacht zum Freitag nach 262 Tagen der bisher längste Lockdown der Welt. Die Lockerungen sollen eintreten, weil mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Ministerpräsident Scott Morrison bestätigte am Donnerstag, dass in der Region an der Ostküste mittlerweile 70,51 Prozent der Bürger im Alter von über 16 Jahren zwei Impfdosen erhalten hätten.

5.44 Uhr: Sturm "Ignatz" fegt über Deutschland - Wetterdienst warnt

Das Sturmtief "Ignatz" hat am frühen Morgen seinen Zug über Deutschland begonnen. Der erste kräftige Herbststurm des Jahres brachte vielerorts heftige Böen mit sich, teils auch Gewitter und Regen. Im Laufe des Donnerstags rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einem Streifen über die Mitte bis in den Osten und Nordosten Deutschlands mit schweren Sturmböen und teilweise orkanartigen Böen von bis zu 105 Kilometern pro Stunde. Im Bergland könne es sogar Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern geben.

5.01 Uhr: Schweineniere erfolgreich an einen Menschen angeschlossen

Ein New Yorker Transplantationsteam hat eigenen Angaben zufolge eine Schweineniere für mehr als zwei Tage an einen Menschen angeschlossen. Das Organ sei für 54 Stunden außerhalb des Körpers am Bein einer hirntoten Person mit dem Blutkreislauf verbunden worden und habe dort "fast sofort" angefangen zu arbeiten und das Stoffwechselprodukt Kreatinin zu bilden. Das berichteten die Zeitungen "USA Today" sowie die "New York Times" unter Berufung auf die Klinikgruppe Langone in New York. Das Schwein war demnach gentechnisch verändert, um die Wahrscheinlichkeit eines Abstoßens der Niere zu verringern.

4.39 Uhr: RKI registriert 16.077 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 85,6

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am achten Tag in Folge gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 85,6 an. Zum Vergleich: Gestern hatte er bei 80,4 gelegen, vor einer Woche bei 67,0 (Vormonat: 68,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 16.077 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.31 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 382 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 67 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 72 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.417.708 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

4.00 Uhr: Grüne fordern von Merkel härteren Kurs gegenüber Polen

Vor dem EU-Gipfel in Brüssel haben die Grünen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen deutlich härteren Kurs gegenüber Polen in Fragen der Rechtsstaatlichkeit gefordert. Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki gefährde die EU Mitgliedschaft seines Landes und stelle sich damit klar gegen die Mehrheit der Bürger, sagte die Grünen-Europapolitikerin Franziska Brantner der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist unverantwortlich, dass Merkel ihm weiter zur Seite steht, statt sich mit den Menschen auf der Straße zu solidarisieren."

3.33 Uhr: Europarat fordert Ende illegaler Pushbacks von Migranten

Der Europarat hat ein Ende der nachweislich an mehreren Grenzen europäischer Länder praktizierten Pushbacks von Migranten gefordert. Derzeit seien vermehrt "Verstöße gegen die Menschenrechte von Flüchtlingen" zu beobachten, beklagte die Menschenrechtskommissarin der Straßburger Länderorganisation, Dunja Mijatovic. Die Europarats-Staaten müssten sich gegen Versuche wehren, das Zurückweisen von Asylsuchenden an ihren Außengrenzen zu legalisieren.

2.46 Uhr: Ex-US-Präsident Trump verkündet Pläne für eigenes Online-Netzwerk

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat sein eigenes Online-Netzwerk angekündigt. Die Plattform "TRUTH Social" werde im November als Testversion an den Start gehen, "um der Tyrannei von Big Tech die Stirn zu bieten", erklärte Trump am Mittwoch. Große Online-Netzwerke wie Twitter und Facebook hatten den Ex-Präsidenten von ihren Plattformen verbannt.

2.01 Uhr: Von Kartell unterwandert – Polizisten in mexikanischer Stadt entlassen

Wegen mutmaßlicher Verbindungen zum organisierten Verbrechen sind in einer mexikanischen Stadt alle örtlichen Polizisten entlassen worden. Auf Antrag der Stadtverwaltung von Juventino Rosas übernahmen Beamte der Landespolizei die Kontrolle in der Ortschaft im Bundesstaat Guanajuato, wie die örtliche Regierung mitteilte. Waffen, Munition, Ausrüstung und Fahrzeuge seien sichergestellt worden. Bei zwei Beamten wurden demnach Drogen gefunden.

1.07 Uhr: US-Staatsanwalt nimmt Zuckerberg in Datenschutz-Klage ins Visier

In den Nachwehen des Datenschutz-Skandals um Cambridge Analytica wird Facebook-Chef Mark Zuckerberg persönlich von US-Ermittlern ins Visier genommen. Der Generalstaatsanwalt der Hauptstadt Washington, Karl Racine, fügte Zuckerberg zu seiner bereits 2018 eingereichten Klage gegen Facebook hinzu. Die fortlaufenden Ermittlungen hätten gezeigt, dass der Gründer an Entscheidungen rund um Cambridge Analytica beteiligt gewesen sei, erklärte Racine zur Begründung.

0.44 Uhr: Unionspolitiker gründen Agentur für politische Kampagnen

Eine Gruppe von CDU- und CSU-Politikern will mit einer eignen Kampagnen-Agentur konservative Anliegen bewerben. Laut Gründungsaufruf soll die Agentur mit dem Namen TheRepublic konservative Akzente in der öffentlichen Debatte setzen, wie die "Bild"-Zeitung berichtete. Zu den Unterstützern des Vorhabens gehören demnach unter anderem die CDU-Größen Wolfgang Bosbach und Friedich Merz sowie die stellvertretende CSU-Vorsitzende Dorothee Bär.

0.20 Uhr: Angriff auf US-genutzte Militärbasis Al-Tanf in Syrien

In Syrien hat es einen Angriff auf die von der US-geführten Militärkoalition genutzten Airbase Al-Tanf gegeben. "Es waren Explosionen am Stützpunkt Al-Tanf zu hören", erklärte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Ein US-Vertreter bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Basis angegriffen wurde. "Wir haben keine Kenntnisse über Opfer", sagte der US-Vertreter weiter. Die Beobachtungsstelle gab an, dass die Explosionen auf einen Drohnenangriff zurückzuführen sein könnten. Die Organisation bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

tis/tkr AFP DPA

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