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News von heute Kommen sie zurück? Die schwedische Band Abba verkündet "Überraschung" per Twitter

Abba sorgt mit Tweet für Überraschung
Abba sorgt mit Tweet für Überraschung
© epa Scanpix Sweden / DPA
Die News von Donnerstag, 26. August, im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Entwicklungen zur Lage in Kabul lesen Sie hier im Afghanistan-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker: 

18.25 Uhr: Rolling-Stones-Ticketaffäre: Geldstrafe für Hamburger Dezernentin

Wegen der Annahme von Freikarten für ein Konzert der Rolling Stones ist eine Dezernentin aus dem Hamburger Bezirksamt Nord zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sie habe sich der Vorteilsannahme und der Verleitung Untergebener zu einer Straftat schuldig gemacht, erklärte der Richter am Amtsgericht Hamburg. Sie habe geduldet, dass auch vier ihr unterstellte Fachamtsleiter Freikarten annahmen. Die 56-Jährige müsse darum 120 Tagessätze zu je 115 Euro bezahlen und die Kosten des Verfahrens tragen.

18.24 Uhr: Zeugen berichten von Massakern mit mehr als 210 Toten in Äthiopien

In Äthiopien sind in der vergangenen Woche bei mehrtägigen ethnischen Ausschreitungen mehr als 210 Menschen getötet worden. Bewohner und andere Zeugen hätten der äthiopischen Menschenrechtskommission (EHRC) von der Tötung von mehr als 150 Menschen berichtet, wie das Gremium mitteilte. Nach dem Massaker in der Region Oromia seien zahlreiche Bewohner geflüchtet und es habe auch "Vergeltungsangriffe mit ethnischem Hintergrund" gegeben, erklärte die EHRC. Dabei seien weitere 60 Menschen getötet worden.

17.33 Uhr: Fridays For Future ruft zu Warnstreik auf

Die Klimabewegung Fridays for Future ruft am Freitagnachmittag (27.08.) auf der Landtagswiese in Düsseldorf zu einem zentralen Warnstreik auf. Auch die Aktivistin Luisa Neubauer ist bei der Demonstration gegen die NRW-Landesregierung und die (Klima-)Politik des CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet vor Ort. "Herr Laschet hat angekündigt, dass er Deutschland gerne so regieren möchte, wie NRW – dazu, Herr Laschet sagen wir ganz klar Nein, Danke", sagte Neubauer im Vorfeld über den NRW-Ministerpräsidenten.

Laut Angaben der Polizei haben die Organisatoren 3000 Teilnehmer angemeldet. Unter dem Hashtag #NichtWieNRW wollen sie sich um 17.00 Uhr auf der Landtagswiese versammeln. Dort sei eine Bühne aufgebaut, sagte ein Sprecher von Fridays For Future. Nach einer Auftaktveranstaltung mit Reden und Musik ist gegen 18.00 Uhr ein Demozug durch die Innenstadt geplant. Im Anschluss daran sollen Reden und Musik-Acts die Veranstaltung auf der Landtagswiese abschließen.

17.30 Uhr: Norwegen: Corona-Infektionen erreichen neuen Höchststand

Norwegen hat am Donnerstag die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet. Bei 1294 Menschen wurde der Covid-19-Erreger festgestellt. In den vergangenen zwei Wochen gab es 152 gemeldete Fälle pro 100 000 Einwohner, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Vor allem in Städten wie Oslo, Bergen und Trondheim sind die Zahlen nach dem Ende der Sommerferien in die Höhe geschnellt. An einer Schule in Oslo wurden am Donnerstag 79 Infizierte verzeichnet. Vielerorts reichen die Kapazitäten nicht mehr aus, die Ansteckungsherde und die Kontaktpersonen ausfindig zu machen.

17.22 Uhr: Russland verhängt Geldstrafen gegen US-Internetkonzerne

Russland hat Facebook, Twitter und Whatsapp aufgrund fehlender lokaler Datenspeicherungen zu Geldstrafen verurteilt. Die russische Aufsichtsbehörde Roskomnadsor teilte am Donnerstag mit, die drei Internetanbieter seien darin gescheitert, die Daten russischer Nutzer auf lokalen Servern zu speichern. Präsident Wladimir Putin hatte zuvor westlichen Online-Plattformen vorgeworfen, sich über russische Gesetze hinwegzusetzen.

17.18 Uhr: Mindestens zwei Explosionen in Kabul

Bei der Anschlagsserie am Flughafen von Kabul hat es mindestens zwei Explosionen gegeben. Pentagon-Sprecher John Kirby erklärte am Donnerstag, bei einem "komplexen Angriff" habe es eine Detonation nahe des Flughafenzugangs Abbey Gate gegeben. Außerdem habe sich "mindestens" eine weitere Explosion am nahegelegenen Baron Hotel ereignet.

17. 15 Uhr: Mindestens fünf Tote und ein Dutzend Verletzte bei Anschlägen in Kabul

Bei den Anschlägen am Flughafen von Kabul sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens ein Dutzend Verletzte wurden in ein Krankenhaus in der afghanischen Hauptstadt gebracht, wie ein AFP-Fotograf am Donnerstag aus der Klinik in Kabul berichtete. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums waren auch US-Bürger unter den Opfern.

17.14 Uhr: Frankreich hindert über 10.000 Migranten an Fahrt über Ärmelkanal

Die Polizei in Nordfrankreich hat in diesem Jahr bereits 10.246 Migranten vor einer Fahrt über den Ärmelkanal nach Großbritannien gestoppt. 557 kleine Boote seien an der Überfahrt gehindert worden, teilte die Nationalpolizei mit. 26 Schleusernetzwerke seien ausgehoben worden. Regelmäßig meldet die französische Polizei an der Kanalküste auch den Aufgriff von Handlangern, die mit Booten und Bootsmotoren, die für die Überfahrten bestimmt sind, gestoppt werden. Nach Angaben des britischen Innenministeriums haben in diesem Jahr bereits 12.500 Migranten mit Boote Großbritannien erreicht.

17.12 Uhr: Mysteriöse Ankündigung: Band Abba hält "Überraschung" bereit

Die legendäre schwedische Popgruppe Abba hält für ihre Fans möglicherweise eine Überraschung parat. Auf Twitter tauchte am Donnerstag plötzlich ein Tweet namens ABBAVoyage auf, der auf eine gleichnamige Webseite verweist. Dort steht: Das Warten ist fast vorbei, das Datum: 02.09.21 und die Aufforderung, sich zu registrieren. Die PR Agentur ZAP PR bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit der Seite. Weitere Einzelheiten wollte sie aber nicht mitteilen.

Das Quartett, Agnetha Fältskog, Anna-Frid Lyngstad, Björn Ulvaeus und Benny Andersson, hatte bereits 2018 neue Musik eingespielt, die bislang nicht veröffentlicht wurde. Anfang des Jahres hatte Björn Ulvaeus angekündigt, dass die Songs noch in diesem Jahr publiziert würden.

17.10 Uhr: Pentagon: Amerikaner bei Anschlag zu Schaden gekommen

Bei einem Anschlag außerhalb des Flughafens von Kabul sind nach Angaben der US-Regierung auch Amerikaner zu Schaden gekommen. Das schrieb der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Donnerstag auf Twitter und bezeichnete den Angriff an einem der Flughafen-Tore als "komplexe Attacke". Eine Zahl von Toten oder Verletzten nannte er nicht. Kirby bestätigte außerdem, dass es zu einer weiteren Explosion bei einem nahe gelegenen Hotel gekommen sei.

16.40 Uhr: Letzte geplante Rettungsflüge der Bundeswehr in Kabul gestartet

Die letzten Maschinen der Bundeswehr zur Rettung von Deutschen und einheimischen Mitarbeitern aus Afghanistan sind am Donnerstag abgehoben. Die letzten drei Flugzeuge starteten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am frühen Abend (Ortszeit) vom Flughafen Kabul aus mit dem Ziel Taschkent in Usbekistan.

Kramp-Karrenbauer sagte, man arbeite zwar "fieberhaft" an der weiteren Evakuierung, müsse aber die Terrorgefahr berücksichtigen. "Das ist keine Einzelfrage für die Bundesrepublik Deutschland, das ist im Moment die Einsatzsituation für alle anderen Staaten auch." Man bemühe sich "ohne Bruch" in die "Phase zwei" der Evakuierung nach dem Ende des Bundeswehreinsatzes zu kommen, betonte die Ministerin. In dieser Phase werde es darum gehen, auf diplomatischem Weg zu versuchen, Menschen die Ausreise zu ermöglichen.

16.27 Uhr: Streit ums Essen: Tourist von Kellner schwer verletzt

Im Streit um die Rechnung und um die Qualität des Essens haben ein britischer Tourist und ein Restaurant-Kellner auf Mallorca mit Messern aufeinander eingestochen. Der 45 Jahre alte Urlauber sei dabei am Mittwochabend am Yachthafen von Can Picafort im Nordosten der spanischen Ferieninsel schwer verletzt worden, berichteten die Zeitung "Diario de Mallorca" und andere Regionalmedien unter Berufung auf die Behörden. Wegen der Schwere seiner Verletzungen sei der Mann ins gut 60 Kilometer entfernte Universitätskrankenhaus Son Espases in der Insel-Hauptstadt Palma gebracht worden. Der 60 Jahre alte Kellner sei nur leicht verletzt worden. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

16.22 Uhr: Nach Belästigungsvorwürfen: SPD richtet Anlaufstelle ein

Nach Belästigungsvorwürfen der bayerischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bela Bach gegen männliche Parlamentskollegen haben die Sozialdemokraten eine Anlaufstelle für solche Fälle eingerichtet. Schon Anfang Juli habe die Fraktion eine Ansprechpartnerin benannt, an die sich Betroffene vertraulich wenden könnten, sagte ein Sprecher der SPD-Fraktion der Deutschen Presse-Agentur. "Seither sind keine weiteren Fälle bekannt geworden."

Die SPD-Fraktionsführung nehme Berichte über sexuelle Belästigungen im Bundestag "sehr ernst", betonte der Sprecher. "Die Fraktion wird sich auch in den zuständigen Gremien des Bundestages weiter für eine Verbesserung der allgemeinen Wachsamkeit und einen besseren Schutz von Mitarbeiterinnen und Mandatsträgerinnen einsetzen."Die SPD-Fraktionsführung nehme Berichte über sexuelle Belästigungen im Bundestag "sehr ernst", betonte der Sprecher. "Die Fraktion wird sich auch in den zuständigen Gremien des Bundestages weiter für eine Verbesserung der allgemeinen Wachsamkeit und einen besseren Schutz von Mitarbeiterinnen und Mandatsträgerinnen einsetzen."

15:48 Uhr: Explosion vor Flughafen von Kabul

 Vor dem Flughafen von Kabul hat sich eine Explosion ereignet. Das berichtet ein Pentagonsprecher.

15.38 Uhr: Kanzlerin Merkel sagt Israel-Reise wegen Lage in Afghanistan ab

Kanzlerin Angela Merkel hat die für den 28. bis 30. August geplante Reise nach Israel wegen der dramatischen Entwicklung in Afghanistan abgesagt. Beide Seiten seien sich einig, dass der Besuch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden solle, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

14.34 Uhr: Deutscher Kreuzfahrt-Passagier über Bord – Leiche gefunden

Zehn Tage nachdem ein deutscher Kreuzfahrt-Passagier vor der niederländischen Insel Texel über Bord gegangen ist, hat die Polizei den Tod des Mannes bestätigt. Die Leiche des 81-Jährigen sei am Dienstag am Strand der Wattinsel Terschelling angespült worden, teilte die Polizei der niederländischen Provinz Friesland auf Twitter mit. Eine Untersuchung habe ergeben, dass es sich um den Passagier des Kreuzfahrtschiffes MS Europa handelte, der seit dem 16. August vermisst wurde. Anzeichen für ein Verbrechen gebe es nicht, die polizeilichen Ermittlungen seien damit abgeschlossen. Zur Identität des Toten machte die Polizei keine näheren Angaben.

13.45 Uhr: Mehr als 40.000 Menschen von Afghanistan nach Katar evakuiert

Bei der Rettung Schutzbedürftiger aus Afghanistan sind nach Angaben von Katar mehr als 40.000 Menschen in das Golf-Emirat gebracht worden. Sie wurden von der katarischen und der amerikanischen Luftwaffe ausgeflogen. Die meisten würden vor der Weiterreise für einige Tage in dem Golf-Emirat bleiben, teilte das Außenministerium in Doha mit. Tausende seien auf Gesuch unter anderem von Nichtregierungsorganisationen, Medienhäusern und Bildungseinrichtungen ausgeflogen worden. Auch Deutsche, Briten, US-Amerikaner und Bürger anderer Länder seien evakuiert worden.

Nach dpa-Informationen sammelte Katar die Schutzbedürftigen in Kabul an einem zentralen Punkt ein und brachte sie in einem Konvoi zum Flughafen. Begleitet wurde dieser immer vom katarischen Botschafter, um Kontrollen der militant-islamistischen Taliban leichter passieren zu können, die in Afghanistan die Macht übernommen haben.

13.39 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Terrordrohungen in Kabul "massiv verschärft"

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor einer immer weiter wachsenden Terrorgefahr um den Flughafen im afghanischen Kabul gewarnt. "Wir wissen, dass die Terrordrohungen sich massiv verschärft haben, dass sie deutlich konkreter geworden sind", sagte sie in Berlin. "Wir befinden uns jetzt in der sicherlich hektischsten, in der gefährlichsten, in der sensibelsten Phase."

Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr soll wegen des bevorstehenden Abzugs der US-Streitkräfte vom Flughafen und der wachsenden Terrorgefahr in Kürze enden. Am Donnerstag flog die Bundeswehr aber Kabul noch an. Die deutsche Botschaft hat bereits am Mittwoch davor gewarnt, zum Flughafen zu kommen.

Kramp-Karrenbauer sagte, man arbeite zwar "fieberhaft" an der weiteren Evakuierung, müsse aber die Terrorgefahr berücksichtigen. "Das ist keine Einzelfrage für die Bundesrepublik Deutschland, das ist im Moment die Einsatzsituation für alle anderen Staaten auch."

13.36 Uhr: Ethikrat: 2G-Modell keine Impfpflicht durch die Hintertür

Der Deutsche Ethikrat hält das Hamburger 2G-Optionsmodell nicht für eine Impfpflicht durch die Hintertür. "Eine Pflicht ist etwas, dem man sich nicht entziehen kann", sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx dem Hörfunksender NDR Info. Das sei hier nicht der Fall. Stattdessen werde "Druck aufgebaut, um es attraktiver zu machen, sich und andere zu schützen".

Die 2G-Option ist in Hamburg von Samstag an möglich. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

13.30 Uhr: Journalisten in Afghanistan von Taliban geschlagen

Zwei Mitarbeiter des beliebten afghanischen Fernsehsenders ToloNews sind in Afghanistan eigenen Angaben zufolge von militant-islamistischen Taliban misshandelt worden. Der Reporter Siar Jad und sein Kameramann seien im Zentrum der Hauptstadt Kabul geschlagen worden, als sie gerade an einem Bericht arbeiteten, teilte ToloNews auf Twitter mit.

Die Mitarbeiter hätten Tagelöhner und Arbeitslose für einen Beitrag gefilmt, als Taliban-Kämpfer sie plötzlich schlugen. Der Grund dafür sei unbekannt. Der Reporter Jad selbst schrieb auf Twitter, die Taliban seien plötzlich aus ihrem gepanzerten Landcruiser ausgestiegen und hätten ihn mit vorgehaltener Waffe geschlagen. Auch Kameras, technische Geräte und sein persönliches Handy seien gekapert worden. Ein Vertreter der Taliban habe zu ToloNews gesagt, der Fall werde "ernsthaft" untersucht. 

12.54 Uhr: Deutschland erhält 2,25 Milliarden Euro aus Corona-Hilfsfonds der EU

Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds bekommen. Die zuständige EU-Kommission überwies 2,25 Milliarden Euro an die Bundesrepublik, wie eine Sprecherin mitteilte. Das entspricht neun Prozent der gesamten Hilfen - rund 25,6 Milliarden Euro - die Deutschland als Teil des Fonds bekommen soll.

Laut der Kommission soll das Geld in Deutschland unter anderem für Investitionen in klimafreundliche Wasserstofftechnologie, digitale öffentliche Dienstleistungen sowie für die Modernisierung und Digitalisierung von Krankenhäusern ausgegeben werden.

12.24 Uhr: US-Gericht bestätigt Todesstrafe für Attentäter von Charleston

Ein US-Berufungsgericht hat das Todesurteil gegen den Attentäter von Charleston bestätigt, der 2015 in einer US-Kirche neun Schwarze aus rassistischen Motiven getötet hatte. Der damals 21 Jahre alte Dylann Roof "ermordete die Afroamerikaner in ihrer Kirche während ihres Gottesdienstes. Sie hatten ihn willkommen geheißen, er hat sie abgeschlachtet", hieß es in der Entscheidung des Gerichts. 

Roof habe nicht nur "seine unmittelbaren Opfer terrorisieren" wollen, sondern auch all jene, die von der Bluttat erfahren würden, erklärte das Gericht. "Seine Verbrechen rechtfertigen die härteste Strafe, die eine gerechte Gesellschaft verhängen kann." Dem heute 27-Jährigen droht vorerst jedoch keine Hinrichtung, da die Regierung von US-Präsident Joe Biden ein Moratorium für Exekutionen auf Bundesebene verhängt hat. 

12.24 Uhr: Umfrage: Union und SPD in der Wählergunst gleichauf

In einer weiteren Umfrage zur Bundestagswahl liegen Union und SPD gleichauf. In einer Kantar-Erhebung für das Magazin Focus kamen SPD als auch CDU/CSU auf jeweils 23 Prozent. Die SPD legte demnach zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche zu, die Union verbesserte sich um einen Punkt. 

Die Grünen sackten in der Umfrage um einen Punkt auf 18 Prozent ab. Die FDP kam unverändert auf zwölf Prozent. Die AfD blieb bei elf Prozent, die Linkspartei bei sieben Prozent. 

Bei diesem Ergebnis wären verschiedene Dreier-Koalitionen möglich: eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP, eine sogenannte Deutschland-Koalition aus Union, SPD und FDP, ein Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP oder auch ein rot-grün-rotes Bündnis.

Armin Laschet zeigt sich nach der Bundestagswahl 2021 kämpferisch

11.47 Uhr: Gericht: Planungsmängel bei Steinkohlekraftwerk Datteln 4

In der juristischen Auseinandersetzung um das seit 2020 betriebene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 sieht das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht erhebliche Planungsmängel. Die Suche nach einem geeigneten Standort und die Prüfung von Alternativen, auch bei der Art des Kraftwerks, sei unvollständig gewesen. "Es ging offensichtlich darum, den Standort Datteln nicht zu gefährden", sagte der Vorsitzende Richter Detlev Klein Altstedde zu Beginn der mündlichen Verhandlung in Münster.

Eine Entscheidung zum neu aufgestellten Bebauungsplan der Stadt Datteln für das umstrittene Kraftwerk will das OVG voraussichtlich noch am Donnerstag verkünden. Kläger sind die Nachbarstadt Waltrop, die Umweltschutzorganisation BUND sowie vier Privatpersonen.

11.31: Uhr: Bei Corona soll künftig die Krankenhausbelegung auf Landesebene entscheidend sein

Entscheidende Größe für Corona-Maßnahmen soll einem Bericht zufolge statt des Inzidenzwertes künftig die Krankenhausbelegung auf Landesebene  sein. Das geht nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) aus der Formulierungshilfe des Bundesgesundheitsministeriums zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes hervor. "Wesentlicher Maßstab für die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen ist insbesondere die Anzahl der stationär zur Behandlung aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Hospitalisierungs-Inzidenz)", heißt es demnach in der Vorlage. 

"Der Schwellenwert ist jeweils unter Berücksichtigung der regionalen stationären Versorgungskapazitäten festzusetzen mit dem Ziel, eine drohende Überlastung der regionalen stationären Versorgung zu vermeiden", heißt es dem Bericht zufolge weiter. "Weitere Parameter zur Bewertung der epidemischen Lage, wie die Infektionsdynamik und die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen, können einbezogen werden."

11.21 Uhr: Niederlande beenden Evakuierungsflüge

Auch die Niederlande stellen die Evakuierungsflüge aus Kabul ein. "Dies ist ein schmerzhafter Moment", erklärte die Regierung in Den Haag in einem Brief an das Parlament, aus dem die Nachrichtenagentur ANP zitierte. "Die Niederlande sind heute durch die Vereinigten Staaten informiert worden, dass sie abziehen müssen", heißt es in dem Schreiben.

Der letzte niederländische Evakuierungsflug sollte später am Donnerstag stattfinden. Trotz aller Anstrengungen würden nun Menschen in Afghanistan zurückbleiben, die eigentlich ausgeflogen werden sollten, heißt es weiter. Unter Hinweis auf eine sich rasch verschlechternde Situation rings um den Flughafen erklärte die Regierung, niemand solle mehr versuchen, dorthin zu gelangen. Es werde aber alles getan, um mehrere Hundert Menschen, die sich bereits auf dem Gelände befinden, noch mitzunehmen.

11.16 Uhr: Söder kündigt Krankenhausampel an – FFP2-Maskenpflicht fällt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für die kommende Woche eine Corona-Verordnung unabhängig von der Inzidenz angekündigt. Zudem soll die FFP-2-Maskenpflicht in Bayern fallen.

"Wir werden eine einfachere und verständlichere Verordnung auf den Weg geben", sagte der CSU-Chef in München. Er betonte, Basis bleibe das seit dieser Woche geltende 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werde es Warnstufen geben, die die Krankenhausbelastung berücksichtigen. Je nach Bettenauslastung - auch bei Intensivbetten - werde es eine gelbe und rote Warnstufe geben, bei der es dann strengere Corona-Auflagen gebe.

11.12 Uhr: 59,7 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag nun fast 49,7 Millionen Menschen oder 59,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben 53,7 Millionen Menschen oder 64,6 Prozent aller Einwohner. Damit hätten 73 Prozent aller über 12-Jährigen mindestens eine Impfung erhalten, schrieb Minister Jens Spahn (CDU) auf Twitter und ergänzte: "Danke an alle, die mithelfen!" Unter den Bundesländern nähert sich Bremen als erstes der Marke von 70 Prozent voll geimpften Einwohnern – aktuell sind es 69,8 Prozent.

11.06 Uhr: Bundeswehr evakuiert weitere 150 Menschen aus Kabul

Die Bundeswehr hat 150 weitere Menschen aus dem afghanischen Kabul ausgeflogen. Das Einsatzführungskommando meldete auf Twitter, dass ein Militärtransporter vom Typ A400M mit den Schutzsuchenden an Bord um 9.42 Uhr deutscher Zeit in Richtung Taschkent gestartet ist. Dort befindet sich das Drehkreuz der Bundeswehr, von dem aus es weiter nach Deutschland geht. Der Flug ist einer der letzten Evakuierungsflüge der Bundeswehr. Sie wollte am Donnerstag mit vier Flugzeugen Menschen aus Kabul ausfliegen. Es wird erwartet, dass die Operation wegen des Abzugs der US-Truppen bis zum 31. August und der sich immer weiter verschärfenden Bedrohungslage um den Flughafen bald endet. In den vergangenen Tagen hatte es dort immer wieder Terrorwarnungen und Schießereien gegeben.

11 Uhr: Bericht: Ermittlungen gegen Deutsche-Bank-Tochter DWS wegen Nachhaltigkeitszielen

Gegen die zur Deutschen Bank gehörende Vermögensverwaltung DWS laufen einem Bericht zufolge in den USA Ermittlungen zu deren Investitionen im Bereich Nachhaltigkeit. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, soll die Deutsche-Bank-Tochter ihre grünen Investitionen beschönigt haben. Demnach gab die frühere Verantwortliche für den Bereich Nachhaltigkeit bei der DWS den US-Behörden einen entsprechenden Hinweis. Die Vermögensverwaltung hatte in ihrem im März veröffentlichten Jahresbericht angegeben, dass Ende 2020 rund 459 der 793 Milliarden Euro an Vermögenswerten in Produkte investiert wurden, die nach den sogenannten ESG-Kriterien bewertet werden. Das sind Kriterien aus den Bereichen Umwelt (environment), Soziales (social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (governance).

10.51 Uhr: Für Tiktok-Video aufs Hausdach: Junge Türkin stirbt bei Sturz

Eine junge Türkin ist beim Dreh eines Tiktok-Videos 50 Meter von einem Hausdach in die Tiefe gestürzt. Die 23-Jährige starb noch am Unfallort, wie die Tageszeitung "Hürriyet" berichtete. Die junge Frau sei mit ihrer Cousine auf das Dach geklettert, um vor dem Sonnenuntergang Aufnahmen zu machen. Die Plastikabdeckung auf dem Dach sei dann eingebrochen und die Frau in den Tod gestürzt. Der Vorfall habe sich schon am Samstag ereignet. Die Frau sei in ihrem Heimatort Mardin beerdigt worden.

10.41 Uhr: Zahl der Toten nach sintflutartigem Regen in Venezuela auf 20 gestiegen

Nach den starken Regenfällen in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf 20 gestiegen. 17 weitere Menschen würden noch vermisst, teilten die örtlichen Behörden mit. Nach Angaben von Innenminister Remigio Ceballos sind insgesamt mehr als 54.000 Menschen von den Folgen des Starkregens betroffen. Ceballos hatte am Dienstag gewarnt, dass die Regenzeit in Venezuela in vollem Gange sei und es auch die nächsten Tage noch weiter regnen würde. Drei Gemeinden im westlichen Bundesstaat Mérida waren am stärksten betroffen. Der Fluss Mocoties trat hier über die Ufer und überflutete ein Dorf. Dadurch wurden in dem Gebiet die Telefonverbindungen und die Stromversorgung lahmgelegt.

10.41 Uhr: Umfrage: Viele Kinder fühlen sich von der Politik nicht gehört

Zwei Drittel der Kinder in Deutschland haben den Eindruck, dass ihre Meinung in der Politik nicht gefragt ist. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Kindermagazins "Zeit Leo" unter Acht- bis 13-Jährigen, wie der Verlag in Hamburg mitteilte. Neben dem Umwelt- und Klimaschutz sind Kindern demnach besonders soziale Themen wichtig. Sie wünschen sich laut Umfrage, dass Kinder sich zu Hause und in ihrer Umgebung sicher fühlen könnten, dass armen Kindern geholfen werde und dass die Politik dafür sorge, dass Eltern mehr Zeit für ihre Kinder hätten. Bezüglich der Coronapandemie glaubt demnach mehr als die Hälfte der befragten Kinder, dass politisch kaum oder gar nicht bedacht werde, was für sie wichtig sei.

10.38 Uhr: Mindestens ein Toter bei Hauseinsturz in Spanien

Beim Einsturz eines dreistöckigen Wohnhauses im Osten Spaniens ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Leiche eines 15 Jahre alten Jungen sei aus den Trümmern in der Küstenortschaft Peñíscola in der Region Valencia geborgen worden, teilten die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) und die Feuerwehr mit. Nach der vermissten Mutter des gestorbenen Jungen werde noch gesucht, hieß es. Rund 140 Helfer der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Polizei waren demnach mit Suchhunden im Einsatz. Es gab derweil auch gute Nachrichten: In der Nacht wurde ein etwa 20 Jahre alter Mann lebend geborgen.

Das Unglück hatte sich am Mittwochabend gegen 20 Uhr in der Wohnanlage "Font Nova" in Peñíscola rund 130 Kilometer nordöstlich von Valencia ereignet. Teile eines Gebäudes mit rund 20 Wohnungen stürzte plötzlich und aus noch unbekannter Ursache zum Teil ein. Mehrere Bewohner konnten sich nach eigenen Angaben rechtzeitig in Sicherheit bringen, nachdem sie "komische Geräusche" gehört hatten.

News von heute: Kommen sie zurück? Die schwedische Band Abba verkündet "Überraschung" per Twitter

10.16 Uhr: Britische Regierung hält Anschlag in Kabul binnen Stunden für möglich

Ein Vertreter der britischen Regierung hält einen Terroranschlag am Flughafen in Kabul binnen Stunden für möglich. Auf die Frage des Senders Sky News, ob sich ein Anschlag innerhalb der nächsten Stunden ereignen könne, sagte Verteidigungsstaatssekretär James Heappey ausdrücklich "Ja". Im Laufe der Woche seien sich die Geheimdienste immer sicherer darüber geworden, dass ein "ernsthafter, unmittelbarer, tödlicher Angriff" auf den Flughafen oder die von westlichen Truppen genutzten Zentren drohe.

"Während die Uhr bis zum Ende des Monats weiter tickt, müssen wir diese sehr, sehr reelle Bedrohung mit den Menschen in Kabul teilen und ihnen raten, sich vom Flughafen zu entfernen anstatt dorthin zu kommen", sagte der Staatssekretär. Der Sender zitiert zudem eine nicht genannte, hochrangige britische Quelle, die von einem "sehr hohen Risiko eines Terroranschlags" auf die Evakuierungsmission in Kabul sprach. Auch deutsche und US-Behörden hatten davor bereits gewarnt. Wann die britischen Evakuierungsflüge enden sollen, wollte Staatssekretär Heappey nicht genauer bekanntgeben. In den nächsten 24 Stunden sollten aber – wenn möglich – elf Flüge stattfinden.

10.10 Uhr: Lebensmittel im Laden mit Spritzen verunreinigt – Festnahme in London

In London ist ein Mann festgenommen werden, der im Supermarkt Lebensmittel mit Spritzen verunreinigt haben soll. Der Verdächtige sei im Westen der britischen Hauptstadt festgenommen worden, teilte die Metropolitan Police mit. Der Mann soll der Polizei zufolge in drei Supermärkten verschiedene Lebensmittel verunreinigt haben, vor allem verarbeitetes Fleisch und Fertigprodukte sollen betroffen sein. Was der Verdächtigte in die Produkte spritzte, blieb zunächst unklar. Menschen, die am Abend in den betroffenen Märkten eingekauft hatten, wurden angewiesen, die Lebensmittel vorsichtshalber zu entsorgen. Die Märkte blieben zunächst für weitere Ermittlungen geschlossen.

9.53 Uhr: Schweden: Parkhaus mit 200 Autos in Brand

Im schwedischen Märsta nördlich von Stockholm hat in der Nacht ein Parkhaus mit 200 Autos in Flammen gestanden. "Das Dach ist eingestürzt und das Gebäude ist nicht mehr zu retten", sagte ein Sprecher Rettungskräfte der schwedischen Nachrichtenagentur TT. Die Löscharbeiten seien sehr schwierig. "Es ist wie in einem Hochofen", sagte der Sprecher. Aufgrund der Hitze seien die Feuerwehrleute nicht nah genug herangekommen. Andere Gebäude seien aber nicht in Gefahr gewesen. Gegen 8.30 Uhr hieß es, das Feuer sei unter Kontrolle. Verletzte wurden nicht gemeldet. Die Brandursache muss nun ermittelt werden.

9.38 Uhr: Salzsäure läuft auf Weg zur Deponie in Friesland in Auto aus

In einem Auto ausgelaufene hochkonzentrierte Salzsäure hat in Friesland einen stundenlangen Feuerwehreinsatz verursacht. Eine 83-jährige Frau und ein 56-Jähriger räumten gemeinsam eine Garage in Jever aus und fanden dabei mehrere Behälter mit haushaltsüblichen Farben, Lacken, Reinigern und Ölen, wie die Polizei in Wilhelmshaven am Donnerstag mitteilte. Zunächst hätten die beiden versucht, die Flüssigkeiten auf einer Deponie in Wilhelmshaven zu entsorgen.

Aufgrund der Menge der Schadstoffe hätten sie jedoch eine andere Deponie anfahren müssen. Auf dem Weg dorthin litten laut Polizeibericht beide über Übelkeit, Husten und Unwohlsein und unterbrachen ihre Fahrt auf einem Parkplatz. Die freiwillige Feuerwehr und der Gefahrgutzug des Landkreises rückten an. Bei dem Einsatz sei festgestellt worden, dass sich in einem Behälter Salzsäure befunden habe, die im Auto ausgelaufen sei. Die Frau und der Mann wurden vom Rettungsdienst versorgt, ihr Auto war jedoch nicht mehr nutzbar und wurde abgeschleppt.

9.28 Uhr: Dänemark beendet Evakuierung aus Kabul – "Nicht mehr sicher"

Dänemark hat die Evakuierung der Botschaftsmitarbeiter und ihrer Familien aus der afghanischen Hauptstadt Kabul abgeschlossen. "Es ist nicht mehr sicher, vom Flughafen Kabul zu fliegen", sagte Verteidigungsministerin Trine Bramsen der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. Die letzte Maschine sei in Islamabad gelandet. An Bord waren 90 Evakuierte, die letzten dänischen Angestellten, Soldaten und Diplomaten aus Kabul, so die Ministerin. Dänemark hat in den letzten Tagen rund 1000 Menschen aus Afghanistan evakuiert. 

9.25 Uhr: Frankreich will Evakuierungsflüge am Freitag einstellen

Frankreich will seinen Evakuierungseinsatz in Afghanistan nach den Worten von Premierminister Jean Castex am Freitag beenden. "Von morgen Abend an können wir nicht länger Evakuierungen vom Flughafen Kabul aus durchführen", sagte Castex dem französischen Sender RTL. Frankreichs Regierung begründet den anvisierten Abbruch des Rettungseinsatzes mit dem bevorstehenden Truppenabzug der USA. Die USA wollen bis zum 31. August ihren Militäreinsatz in Afghanistan beendet haben. Auch die Bundeswehr will ihre Evakuierungsflüge in den kommenden Tagen einstellen.

9.24 Uhr: Israel meldet erstmals seit Januar 10.000 Corona-Neuinfektionen

Israel hat erstmals seit Mitte Januar mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen vermeldet. 10.001 Fälle wurden für Dienstag registriert, wie das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mitteilte. Es gibt demnach 688 Schwerkranke. 25 Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Die höchste Zahl an täglichen Corona-Neuinfektionen seit Pandemiebeginn wurde in Israel Mitte Januar mit rund 10.100 Fällen registriert. Mittlerweile sind in dem 9,4-Millionen-Einwohner-Land mehr als eine Million Infektionen gemeldet worden.

In Israel wird fast ausschließlich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Knapp 59 Prozent der Bevölkerung sind laut Ministerium bisher zweifach geimpft, knapp 19 Prozent dreifach. Israel hatte Ende Juli als erstes Land weltweit damit begonnen, zur Auffrischung des Schutzes ein drittes Mal impfen zu lassen. 

8.28 Uhr: Durchsuchungen bei Ermittlungen zu Kochsalz-Injektionen

Bei den Ermittlungen wegen möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen hat die Polizei mehrere Räumlichkeiten durchsucht. Die Durchsuchungen fanden vor allem im Landkreis Friesland in Niedersachsen statt, teilte das Polizeipräsidium Oldenburg mit. Die Beamten der Ermittlungsgruppe "Vakzin" suchten demnach in mehreren Impfzentren nach Beweismitteln. Weitere Details sollten im Lauf des Tages bekanntgegeben werden.

Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte. Vergangene Woche hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffene als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

8.08 Uhr: Weitere Evakuierungsmaschine der Bundeswehr Richtung Kabul gestartet

Die Bundeswehr hat ihre Evakuierungsmission für Deutsche und einheimische Ortskräfte in Afghanistan fortgesetzt. Gegen 7.15 Uhr MESZ startete in der usbekischen Hauptstadt Taschkent ein Transportflugzeug A400M in Richtung Kabul, wie das Einsatzführungskommando auf Twitter mitteilte. Es soll dort weitere Schutzsuchende aufnehmen.

Am Vorabend hatte die Bundeswehr mit dem letzten von mehreren Flügen am Mittwoch 167 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen. "Insgesamt 5193 Personen konnten seit Beginn der Evakuierungsmission durch die Bundeswehr in Sicherheit gebracht werden – allein gestern waren es 539 zu Schützende", schrieb das Verteidigungsministerium am Donnerstag auf Twitter. "Wir evakuieren bis zur letzten Sekunde."

7.56 Uhr: Bericht – Daten aller Bewohner von Schweizer Ort von Hackern veröffentlicht

Nach einem Hackerangriff sind einem Medienbericht zufolge persönliche Daten aller Bewohner einer Schweizer Gemeinde im Internet aufgetaucht. Die Stadtverwaltung von Rolle am Genfersee bestätigte, die Auswirkungen des Angriffs unterschätzt zu haben. Die Bürgermeisterin Monique Choulat Pugnale hatte zuvor der Zeitung "24 heures" gesagt, der Angriff habe nur E-Mail-Server betroffen, nicht aber sensible Daten. 

Das Nachrichtenportal "Watson" hatte bereits in der vergangenen Woche über den Fall berichtet. Die Zeitung "Le Temps" meldete nun unter Berufung auf einen IT-Experten, dass es sich bei der Ende Mai entdeckten Attacke um einen "massiven" Angriff gehandelt habe. Demnach seien alle rund 5400 Einwohner betroffen. Die Daten würden Geburtsdaten, Adressen, Sozialversicherungsnummern und mitunter sogar die Religionszugehörigkeit enthalten. Der Zeitung zufolge sind unter den Dokumenten auch Informationen aus Schulen, darunter Noten von Schülern und Informationen über Corona-Fälle unter Kindern. 

6.26 Uhr: Bundesjustizministerin ruft Bürger zum Impfen auf

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat alle Bürger in Deutschland eindringlich zu Corona-Impfungen aufgerufen. "Wir sind bei Corona noch lange nicht über den Berg, das zeigen die stark ansteigenden Infektionen, die ganz überwiegend Ungeimpfte treffen", sagte Lambrecht dem "Handelsblatt". "Deswegen ist jede Bürgerin, jeder Bürger dringend aufgefordert, sich jetzt impfen zu lassen." Nur so könne man sich vor dem Risiko einer schweren Erkrankung schützen.

6.03 Uhr: RKI: Mehr als 12.600 Corona-Neuinfektionen

In Deutschland sind 12.626 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen mitteilte, starben 21 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren 8400 neue Fälle und 22 Tote gemeldet worden. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.901.799, die der Todesfälle auf insgesamt 92.082. Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen.

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6.00 Uhr: Oberster Heeressoldat kritisiert Versagen der afghanischen Armee

Der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, hat Korruption, Vetternwirtschaft und Führungsversagen in der afghanischen Armee für den Vormarsch der militant-islamistischen Taliban in dem Land mitverantwortlich gemacht. "Das ist ja eine Berufsarmee gewesen. Das waren keine Wehrpflichtigen, die sofort die Waffen fallen lassen, weil sie zum Dienst gezwungen worden wären", sagte Mais der "Rhein-Zeitung" (Donnerstag). Man habe wohl überschätzt, inwieweit die Soldaten bereit seien, für einen Staat zu kämpfen, der mit internationaler Unterstützung entstanden sei. "Ich denke, das Scheitern hat auch viel mit Korruption zu tun, mit Vetternwirtschaft und schlechter Behandlung der Soldaten", führte Mais aus. "Und das Führungskorps ist auch nicht immer nach Leistung ausgewählt worden, sondern über einen Schlüssel nach Ethnien." Die Taliban hatten Afghanistan Mitte August in wenigen Tagen und ohne größere Gegenwehr der Streitkräfte erobert.

5.59 Uhr: Erstmals mehr als 1000 Neuinfektionen im Großraum Sydney

Der australische Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney hat erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Die Behörden meldeten am Donnerstag 1029 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Trotz eines seit acht Wochen geltenden strikten Lockdowns bekommt die Region an der Ostküste die jüngste Viruswelle bislang nicht in den Griff.

2.43 Uhr: Deutsche Post bereitet sich auf mehr als 60 Prozent Briefwähler vor

Die Deutsche Post bereitet sich für die diesjährige Bundestagswahl auf deutlich mehr Briefwähler als noch bei der Bundestagswahl 2017 vor. "Ob das im hohen 40er-Prozentbereich oder sogar im 50er-Prozentbereich sein wird, werden wir sehen", sagte Tobias Meyer, Vorstand für den Bereich Post und Pakete Deutschland, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Vorbereitet sind wir auch auf den Fall, dass mehr als 60 Prozent der Wähler Briefwahl nutzen." Der Post-Konzernvorstand rechnet damit, dass das höchste Briefaufkommen kurz vor der Wahl stattfindet. Die Bundestagswahl findet am 26. September statt.

1.44 Uhr: Tore meiden – US-Botschaft warnt vor Gefahr am Flughafen von Kabul

Die US-Botschaft in Kabul hat US-Bürgern aus Sicherheitsgründen davon abgeraten, zum Flughafen der afghanischen Hauptstadt zu kommen. Es gebe eine Gefahrenlage an den Toren des Flughafens, warnte die Botschaft. "US-Bürger, die sich derzeit am Abbey Gate, East Gate oder North Gate aufhalten, sollten das Gebiet sofort verlassen", hieß es weiter. Ausnahmen sollten nur im Falle individueller Anweisungen von Vertretern der US-Regierung gemacht werden. Zuvor hatte die deutsche Botschaft vor Schießereien und Terroranschlägen am Flughafen von Kabul gewarnt.

0.58 Uhr: Youtube löscht mehr als eine Million Videos zu Corona seit Pandemiebeginn

Die Videoplattform Youtube hat seit dem Beginn der Pandemie mehr als eine Million Videos mit "gefährlichen Falschinformationen" zum Coronavirus gelöscht. Ausschlaggebend für die Entscheidungen sei der "Konsens der Experten von Gesundheitsorganisationen" wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), erklärte die zum Internetriesen Google gehörende Onlineplattform. In manchen Fällen seien Falschinformationen wegen der Faktenlage aber "weniger eindeutig". 

"Unsere Richtlinien konzentrieren sich auf die Entfernung von Videos, die direkt zu erheblichem Schaden in der realen Welt führen können", schrieb der Youtube-Produktverantwortliche Neal Mohan. In den seit Februar 2020 gelöschten Videos seien etwa falsche Heilmittel gegen Covid-19 angepriesen oder die Pandemie als solche in Zweifel gezogen worden.

tis / rw DPA AFP

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