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News vom Wochenende Frankreichs Konservative bei Regionalwahlen vor Le Pens Partei

Parteichefin Marine Le Pen
Die Parteichefin des Rassemblement National (früher Front National), Marine Le Pen
© Matthieu Alexandre / AFP
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

20.39 Uhr: Frankreichs Konservative bei Regionalwahlen vor Le Pens Partei

Bei den französischen Regionalwahlen liegen die Konservativen vorne: Das bürgerliche Lager wurde laut Prognosen in der ersten Wahlrunde am Sonntag stärkste Kraft. Die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) von Marine Le Pen schnitt demnach schwächer ab als nach Umfragen erwartet. 

Die Konservativen verteidigten ihre Mehrheiten unter anderem in den Regionen Grand Est im Grenzgebiet zu Deutschland, Hauts-de-France in Nordfrankreich und in Auvergne-Rhône-Alpes im Südosten. In der südfranzösischen Region Provence-Alpes Côte d'Azur lieferte sich Le Pens Partei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den bisher regierenden Konservativen.

Mehr als zwei Drittel der Wähler enthielten sich demnach, das war der niedrigste Stand bei einem solchen Urnengang in der Nachkriegszeit. Die Konservativen sprach von einer "enormen Verantwortung" der Regierung. Regierungssprecher Gabriel Attal führte das Fernbleiben der Wähler dagegen auf die Corona-Pandemie zurück.

16.08 Uhr: Linke verabschieden Wahlprogramm mit Mindesteinkommen

Mit dem Beschluss ihres Wahlprogramms haben sich die Linken am Wochenende für den Bundestagswahlkampf in Stellung gebracht. In dem am Sonntag gebilligten Papier tritt die Partei für einen Mindestlohn von 13 Euro, die Abkehr von Hartz IV sowie eine Vermögensabgabe zur Bewältigung der Corona-Kosten ein. Das Spitzenduo aus Janine Wissler und Dietmar Bartsch gab sich trotz magerer Umfrageergebnisse kämpferisch.

In dem Programm fordert die Partei ein garantiertes Mindesteinkommen sowie eine solidarische Mindestrente von je 1200 Euro. Das gesetzliche Rentenniveau will die Linke auf 53 Prozent anheben. In eine "Solidarische Erwerbstätigenversicherung" sollen auch Abgeordnete, Selbstständige und Beamte einzahlen. Die Wochenarbeitszeit will die Linke auf 30 Stunden reduzieren, den gesetzlichen Urlaubsanspruch von derzeit 24 auf 36 Tage erhöhen.

14.14 Uhr: Schwere Schäden nach Unwettern - Tornado fegt durch Belgien und Frankreich

Starke Unwetter haben am Wochenende in Deutschland und mehreren Nachbarländern gewütet. In Belgien beschädigte ein Tornado 90 Gebäude teils schwer, 17 Menschen wurden leicht verletzt. In Frankreich wurde einem Kirchturm die Spitze abgerissen, in den Niederlanden Tausende Bäume plattgemacht. Auch in Deutschland krachte es teils heftig.

12.30 Uhr: Bundesregierung will FFP2-Masken für Kinder einführen

Die Bundesregierung will jetzt auch FFP2-Masken für Kinder einführen. Die Bundesregierung sehe "angesichts des fortgesetzten Pandemiegeschehens einen Bedarf für geeignete Kindermasken zum Zweck des Infektionsschutzes", heißt es in einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, die AFP am Sonntag vorlag.

Im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsministerium habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) deshalb "die Normung einer Infektionsschutzmaske" beim Deutschen Institut für Normung initiiert, die auch Masken in Kindergrößen berücksichtigen solle, heißt es weiter.

Die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Tabea Rößner, nannte es ein "Armutszeugnis, dass nach 16 Monaten Corona-Pandemie noch immer keine spezifischen FFP2-Masken für Kinder auf dem Markt verfügbar sind". "Beim gezielten Schutz der Kinder hat die Bundesregierung hier versagt", kritisierte die Grünen-Politikerin. 

Touristen halten sich am Strand von Arenal in Palma de Mallorca auf

11.06 Uhr: 500.000 Corona-Tote in Brasilien - Proteste gegen Bolsonaro

Als zweites Land der Welt nach den USA hat Brasilien mehr als eine halbe Million Corona-Tote zu beklagen. In dem größten Land Lateinamerikas wurden bislang 500.800 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Samstag mitteilte. In ganz Brasilien gingen derweil Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straßen gegangen. In der Hauptstadt Brasília sowie 14 Provinzhauptstädten forderten sie am Samstag mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterstützung in der Corona-Krise, wie die Nachrichtenplattform "G1" berichtete.

8.50 Uhr: Erster Corona-Fall bei einreisenden Olympioniken

Einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall unter einreisenden Athleten. Wie die japanische Regierung am Sonntag bekanntgab, wurde ein Mitglied des Olympia-Teams aus Uganda bei seiner Ankunft am internationalen Flughafen Narita nahe Tokio positiv auf das Virus getestet und an der Einreise gehindert. Die übrigen acht Delegationsmitglieder reisten per Bus zu ihrer Gastgeberstadt Izumisano in der westlichen Präfektur Osaka. Das Team aus Uganda, das an den Box-, Gewichtheber- und Schwimmwettbewerben teilnimmt, ist die zweite Gruppe aus dem Ausland nach dem Softball-Frauenteam aus Australien, das zu Spielen anreiste.

Der namentliche nicht genannte Athlet aus Uganda sei so wie seine Teamkollegen geimpft und habe wie vorgeschrieben einen negativen Testbescheid innerhalb von 72 Stunden vor der Abreise nach Japan vorgelegt, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Der Bürgermeister von Izumisano, Hiroyasu Chiyomatsu, erklärte, man werde die übrigen acht angereisten Teammitglieder bitten, vorerst nicht zu trainieren und sich täglich auf das Coronavirus testen zu lassen. Die Abreise der Mannschaft aus Uganda hatte sich um drei Tage verzögert, da die Infektionszahlen in dem afrikanischen Land gestiegen waren.

7.52 Uhr: Hamas-Flagge in Deutschland soll verboten werden

Die Regierungsfraktionen im Bundestag haben sich laut einem Zeitungsbericht auf ein Verbot der Hamas-Flagge geeinigt. "Wir wollen nicht, dass auf deutschem Boden die Fahnen von Terrororganisationen geschwenkt werden", sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) der "Welt am Sonntag". Der deutsche Rechtsstaat müsse den antisemitischen Demonstrationen vom Mai eine rasche und dezidierte Antwort erteilen. "Es freut mich sehr, dass die SPD sich unserer Initiative angeschlossen hat", sagte Frei. "Damit senden wir auch ein klares Zeichen an unsere jüdischen Bürgerinnen und Bürger."

6.04 Uhr: Kleintransporter rast in Gay-Pride-Parade

Bei einer Gay-Pride-Parade im US-Bundesstaat Florida ist der Fahrer eines Kleintransporters in die Menge gefahren und hat mindestens einen Mann getötet. US-Medien berichteten, es sei unklar, ob es sich bei dem Vorfall in Wilton Manors nahe Fort Lauderdale um eine absichtliche Attacke gehandelt habe. Der Lieferwagen-Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Der Lieferwagen habe sich zunächst bei den Festwagen der Parade für die Rechte von LGBT eingereiht, berichtete der örtliche Sender Local 10 News. Dann habe er aber beschleunigt und mindestens zwei Männer umgefahren. 

Die Meldungen von Samstag, 19. Juni 2021:

17.50 Uhr: USA spenden Taiwan 2,5 Millionen Impfdosen

Taiwan soll dem American Institute in Taiwan (AIT) zufolge rund 2,5 Millionen Dosen an Corona-Impfstoff aus einer Spende der USA erhalten. Die Lieferung des Moderna-Mittels werde für Sonntag erwartet, teilte das AIT am Samstag auf Facebook mit. Das Institut ist für die Umsetzung der US-Politik gegenüber Taiwan verantwortlich. Anfang Juni hatten die USA zunächst angekündigt, 750.000 Corona-Impfdosen an das Land zu spenden. Die Lieferung umfasse 1,75 Millionen zusätzliche Dosen, hieß es nun.

15.21 Uhr: DIW-Präsident für Lockerung von Ladenöffnungszeiten

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich angesichts der Probleme vieler Einzelhändler für eine Lockerung der Ladenöffnungszeiten ausgesprochen. "Eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ist dringend geboten, damit der stationäre Einzelhandel sich im Wettbewerb gegen den Onlinehandel behaupten und Arbeitsplätze sichern kann", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem "Handelsblatt". "Anstelle von Sanktionen oder Abgaben für den Onlinehandel sollte die Politik den stationären Einzelhandel attraktiver machen", wurde der Ökonom zitiert.

14.13 Uhr: Spahn will Corona-Maßnahmen an Schulen verlängern

Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien. Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein. "Da setzen sich Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht in Bewegungen setzen würden und begegnen sich", betonte Spahn. Das könne dann zu einer "Drehscheibe in die Haushalte hinein" werden. "Wir sollten dieses Mal die Sommerzeit besser nutzen". 

Touristen halten sich am Strand von Arenal in Palma de Mallorca auf

13.50 Uhr: Schule in Antwerpen eingestürzt - weitere Todesopfer geborgen

Nach dem Einsturz einer im Bau befindlichen Grundschule in der belgischen Hafenstadt Antwerpen sind am Samstag zwei weitere Leichen geborgen worden. Somit kamen bei dem Unglück vom Freitagnachmittag mindestens drei Menschen zu Tode, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Nach mindestens zwei Menschen wurde noch in den Trümmern gesucht. Spürhunde und Spezialkräne waren im Einsatz. Teile des Neubaus und ein Gerüst im Stadtquartier Nieuw Zuid waren aus ungeklärter Ursache eingestürzt. Bereits am Freitag wurde ein Toter im Schutt entdeckt. Neun Menschen wurden lebend gerettet. Acht von ihnen waren schwer verletzt. Ihr Zustand war am Samstag stabil. Eine weitere leichter verletzte Person konnte das Krankenhaus nach einigen Stunden verlassen. Die Verletzten und Vermissten hatten auf der Baustelle gearbeitet.

13.03 Uhr: CDU nominiert Kai Wegner als Berliner Bürgermeisterkandidat

Die Berliner CDU hat am Samstag die Weichen für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September gestellt: Bei einem Landesparteitag in Berlin-Neukölln wählten die Delegierten den Landesvorsitzenden Kai Wegner (48) nach Parteiangaben mit 92,7 Prozent zum Kandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Er erhielt 254 von 281 abgegebenen Stimmen. 20 Delegierte stimmten gegen Wegner, 7 enthielten sich. Wegner griff den Senat aus SPD, Grünen und Linken an und kündigte Verbesserungen für die Verwaltung und die Polizei an. "Nach fünf Jahren Rot-Rot-Grün ist Berlin ein gefesselter Riese", sagte Wegner. 

11.10 Uhr: Heftige Ausschreitungen nach illegalem Rave in Frankreich

Wegen des Verbots eines illegalen Raves ist es im Nordwesten Frankreichs zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Partygästen und der Polizei gekommen. Dabei gab es mehrere Verletzte, wie die zuständige Präfektur am frühen Samstagmorgen auf Twitter mitteilte. Präfekt Emmanuel Berthier sagte, ein junger Mann habe bei der extremen Gewalt eine Hand verloren, fünf Gendarmen seien verletzt worden. Die Zusammenstöße hätten mehr als sieben Stunden gedauert. Einige Beteiligte hätten Molotowcocktails, Boulekugeln und Steine auf Sicherheitskräfte geworfen. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft Rennes berichtete, kamen fünf Männer in Polizeigewahrsam. In der Nacht zum Samstag hatten etwa 1500 Partygäste versucht, in dem kleinen bretonischen Ort Redon einen Rave zu veranstalten. Das wurde wegen der Corona-Lage jedoch verboten. Die Gendarmerie war mit etwa 400 Kräften im Einsatz. Am Samstagmorgen hatte sich die Situation Berthier zufolge wieder beruhigt. Die Staatsanwaltschaft habe Untersuchungen eingeleitet.

9.15 Uhr: Ebrahim Raisi gewinnt Präsidentenwahl in Iran

Ebrahim Raisi hat die Präsidentenwahl im Iran gewonnen. Der 60 Jahre alte Justizchef lag nach Auszählung eines Großteils der Stimmen deutlich vor seinen Konkurrenten, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Samstag mitteilte. Raisi war der Spitzenkandidat der Hardliner. Mehr über Ebrahim Raisi lesen Sie hier.

9.09 Uhr: Flugzeugabsturz in Sibirien

Beim Absturz eines Flugzeugs mit Fallschirmspringern an Bord sind am Samstag in Sibirien mindestes vier Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer, wie die Agentur Interfax am Samstag unter Berufung auf eine regionale Behörde meldete. In der zweimotorigen Maschine vom Typ L-410 fiel demnach während eines Trainingsflugs ein Triebwerk aus. Als der Pilot das Flugzeug wendete, um zum Flughafen in der Region Kemerowo zurückzukehren, streifte es den Angaben zufolge eine Baumkrone und stürzte ab. An Bord waren laut Behörde zwölf Menschen.

bak DPA AFP

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