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News von heute Gehweg in Brasilien gibt nach – mehr als 30 Menschen fallen in Kanalsystem

Eine Sanitäterin in Brasilien
21 Erwachsene und zwölf Kinder wurden demnach in verschiedene Krankenhäuser gebracht, schwer verletzt wurde niemand, teilte die Stadtverwaltung Joinville mit
© Eraldo Peres/ / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:.

19.09 Ermittlungen gegen Arzt in Belgien wegen Impfbetrugs in 2000 Fällen

In Belgien wird gegen einen Arzt wegen Impfbetrugs in 2000 Fällen ermittelt. Der Mediziner soll hunderte Male falsche Corona-Impfungen an die Behörden gemeldet haben, wie die wallonische Gesundheitsministerin Christie Morreale bekanntgab. Der Arzt habe sich unter anderem für Injektionen bezahlen lassen, die gar nicht stattfanden. Ziel war es zudem, den Patienten einen Gesundheitspass zu verschaffen, um so den geltenden Beschränkungen für Ungeimpfte entgehen zu können.

18.29 Uhr: Corona: Mecklenburg-Vorpommern führt 2G-plus-Regel ein

Nach mehreren anderen Bundesländern hat auch Mecklenburg-Vorpommern seine Corona-Regeln verschärft. Von Donnerstag an dürfen unter anderem Veranstaltungen in Innenräumen, Gaststätten, Bäder und Hotels nur noch von Geimpften und Genesenen besucht werden, die zudem einen tagesaktuellen Coronatest vorlegen können. Diese 2G-plus-Regel sieht die Corona-Warnstufe "orange" vor, wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) nach der Kabinettssitzung am Dienstag mitteilte. 

Die Warnstufe "orange" ist erreicht, wenn eine Region des Landes oder aber das ganze Land eine Hospitalisierungs-Inzidenz von mehr als 6 aufweist.

18.17 Uhr: Zwei Tote bei Explosionen in serbischer Waffenfabrik

Bei mehreren Explosionen in einer Waffenfabrik am Rand von Belgrad sind zwei Arbeiter ums Leben gekommen. 16 Menschen erlitten bei dem Unglück im Vorort Lestane Verletzungen, wie das staatliche Fernsehen RTS  unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete. Die Ursachen für die Explosionen im Werk eines Raketentreibstoffherstellers waren zunächst unbekannt.

17.52 Uhr: Anzeige gegen ranghohen Polizisten in Baden-Württemberg wegen Sexualstraftaten

Das baden-württembergische Landespolizeipräsidium hat Anzeige gegen einen ranghohen Mitarbeiter der Polizei wegen Sexualstraftaten an einer Mitarbeiterin gestellt. Dies teilte die Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz in Stuttgart mit. Zugleich wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, Das Führen der Dienstgeschäfte wurde dem Mitarbeiter untersagt.

17.50 Uhr: Corona-Boom vorbei: Videodienst Zoom stürzt an der Börse ab

Der Videokonferenzdienst Zoom war in der Corona-Krise zunächst einer der großen Börsengewinner - doch nun lässt das Wachstum immer stärker nach, Anleger wenden sich in Scharen ab. Die Aktien des kalifornischen Unternehmens sackten im US-Handel zeitweise um mehr als 18 Prozent ab.

Zoom hatte in der Pandemie anfänglich einen Boom erlebt und stark vom Trend zum Homeoffice profitiert. Doch der jüngste Quartalsbericht offenbarte am Montag, wie sehr das Wachstum inzwischen abflaut.

17.42 Uhr: Ausgehsperre für Tausende auf Vulkaninsel La Palma wieder aufgehoben

Auf der spanischen Vulkaninsel La Palma haben die Behörden eine vorsorgliche Ausgehsperre für rund 3000 Menschen wieder aufgehoben. Man habe festgestellt, dass entgegen den Befürchtungen keine giftigen Dämpfe entstanden seien, nachdem am Montag ein weiterer Lavastrom aufs Wasser getroffen sei, teilten der Notdienst und die Regionalregierung der Kanaren mit. Die Bewohner mehrerer Viertel der Gemeinde Tazacorte durften somit nach rund 20 Stunden ihre Häuser wieder verlassen.

17.28 Uhr: Spanien und Portugal erwägen Maßnahmen gegen steigende Corona-Zahlen

Obwohl die Corona-Zahlen in Spanien und Portugal weiterhin zu den niedrigsten in Europa zählen, prüfen die Regierungen beider Länder moderate Maßnahmen gegen die steigenden Inzidenzen. In Spanien werde unter anderem eine Empfehlung zur Schließung der Gastronomie ab 23 Uhr in Erwägung gezogen, berichteten Medien. In Portugal besprach Ministerpräsident António Costa mit mehreren Parteichefs die aktuelle Lage. Dabei sei man übereingekommen, dass es keine Sperrstunden und Beschränkungen der Bewegungsfreiheit geben solle, berichtete die Zeitung "Público". Stattdessen werde man wohl die Kontrollen des Covid-Passes bei Konzerten, Sport- und anderen Großveranstaltungen verstärken und vielleicht eine "3G-plus"-Regel einführen, bei der auch Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Test werden vorlegen müssen.

17.08 Uhr: Abgeordnete – Koalitionsvertrag könnte Mittwoch vorgelegt werden

Der geplante Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP könnte nach Angaben aus den Fraktionen an diesem Mittwoch vorgelegt werden. SPD-Vize Kevin Kühnert sagte auf eine entsprechende Frage: "morgen". Der Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar schränkte ein: "voraussichtlich morgen". Beide sprachen beim Baugewerbetag des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes.

16.23 Uhr: Europäisches Parlament stimmt für Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik

Das Europäische Parlament hat für die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) gestimmt. Eine Mehrheit der Abgeordneten votierte für die Änderungen, mit denen die Landwirtschaft in Europa umweltverträglicher und gerechter werden soll. Die neuen Regeln treten 2023 in Kraft. Nach einer Einigung im Juni zwischen dem EU-Parlament und den Mitgliedstaaten stand noch die endgültige Zustimmung der beiden Seiten aus.

15.49 Uhr: Gehweg in Brasilien gibt nach, Menschen fallen in Kanalsystem

Bei einer Eröffnungsveranstaltung der Weihnachtssaison im Süden Brasiliens ist eine zu einer Bucht hin gelegene Promenade eingebrochen – mehr als 30 Menschen fielen in das darunter verlaufende Kanalsystem. Die Veranstaltung im von deutschen Einwanderern geprägten Teil des Landes wurde daraufhin unterbrochen. Sicherheitsleute und Rettungsteams leisteten Erste Hilfe, wie aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung Joinville im Bundesstaat Santa Catarina am Montagabend (Ortszeit) hervorging. 21 Erwachsene und zwölf Kinder wurden demnach in verschiedene Krankenhäuser gebracht, schwer verletzt wurde niemand.

15.31 Uhr: Bouffier – An Impfpflicht führt "kein Weg vorbei"

In der Diskussion um eine Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus hat sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) für eine solche Maßnahme ausgesprochen. An einer Impfpflicht führe "kein Weg vorbei", wenn Deutschland das Virus dauerhaft in den Griff bekommen wolle, sagte Bouffier am Dienstag in Wiesbaden. "Ich halte es auch für verfassungsrechtlich machbar", fügte er hinzu. Die Umsetzung müsse sorgfältig geschehen und lasse sich nicht in zwei Wochen erledigen. Eine Umsetzung bis zum 1. Februar, wie es in Österreich geplant ist, halte er für "sportlich". 

15.07 Uhr: Dreyer hält Debatte über Impfpflicht für notwendig

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hält die Diskussion über eine Corona-Impfpflicht für sinnvoll. "Die bisherigen Erfahrungen aus der Pandemie zeigen uns, dass wir gut daran tun, immer wieder zu prüfen, was die richtigen Maßnahmen sind, um der jeweiligen Situation zu begegnen", sagte die SPD-Politikerin Dreyer der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Es ist daher richtig, die Diskussion über die allgemeine Impfpflicht ergebnisoffen zu führen und die Argumente dafür und dagegen sorgfältig abzuwägen." "Wir befinden uns in einer sehr ernsten Lage." Und: "Die größte Herausforderung beim Weg aus der Pandemie ist nach wie vor die zu hohe Zahl Ungeimpfter."

15.05 Uhr: Aerosolforscher sehen Absage von Weihnachtsmärkten kritisch

Aerosolforscher halten die Absage von Weihnachtsmärkten wegen der hohen Corona-Infektionszahlen für kontraproduktiv. "Aus aerosolphysikalischer Sicht macht ein Verbot von Weihnachtsmärkten absolut keinen Sinn. Im Freien finden nur sehr wenige Ansteckungen statt", sagte Gerhard Scheuch, der früherer Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosolmedizin, der "Welt". Aus Sicht des Präsidenten der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, ist die Öffnung von Weihnachtsmärkten, auf denen ausreichend Abstand gehalten werden kann, vertretbar. "Ich befürchte, dass eine generelle Schließung verstärkt dazu führt, dass die Menschen sich im privaten Umfeld in Innenräumen treffen, was das Infektionsrisiko deutlich erhöht", sagte Asbach der "Welt".

14.44 Uhr: Impfstoff-Entwickler schreibt "Covid ist keine Krankheit der Geimpften"

Die Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Großbritannien sind nach Angaben des Impfstoff-Entwicklers Andrew Pollard fast alle ungeimpft. "Generell ist Covid-19 keine Krankheit der Geimpften mehr", schrieb der Wissenschaftler der Universität Oxford in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Guardian" (Dienstag). Die Impfstoffe würden, mit wenigen Ausnahmen, dazu beitragen, das Leid und die Atemnot von Corona-Patienten zu begrenzen. Pollard und sein Team haben gemeinsam mit dem Pharmakonzern Astrazeneca einen Impfstoff entwickelt, der breitflächig in Großbritannien genutzt wird.

"Falls der Schutz, den Impfstoffe gegen schweren Corona-Verlauf bieten, zu schwänden beginne (...), wären die Intensivstationen bis zum Platzen mit Geimpften gefüllt", schrieb Pollard mit Blick auf Großbritannien weiter. "Aber sie sind es nicht." In Deutschland waren laut Daten des Robert Koch-Instituts zuletzt rund 30 Prozent der Covid-Patienten auf der Intensivstation vollständig geimpft. Dabei ist zu beachten, dass es hierzulande wesentlich mehr Geimpfte als Ungeimpfte gibt.

14.17 Uhr: Waffenlager und Neonazi-Propaganda bei Rechtsextremen in Frankreich gefunden

Ein umfangreiches Waffenlager und Neonazi-Propaganda sind bei zwei Mitgliedern der rechtsextremen Szene in der Normandie im Norden Frankreichs gefunden worden. Die beiden 25-Jährigen hätten vergeblich versucht, einer Zollkontrolle zu entkommen, hieß es am Dienstag aus Justizkreisen. Die Männer befänden sich derzeit in Polizeigewahrsam. Einer der beiden sei Soldat. Hinweise auf geplante Anschläge seien nicht gefunden worden. 

Zu den 130 Waffen zählten etwa Sturmgewehre, Maschinenpistolen und Pumpguns. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen fanden sich etwa 200 Kilo Munition, Gegenstände mit Hakenkreuzen, Neonazi-Abzeichen und Schriften. Bei Durchsuchungen stießen die Sicherheitskräfte auf das Waffenlager in einem Schuppen, der dem Großvater eines der beiden jungen Männer gehört. Der französische Geheimdienst hatte die beiden Männer wegen ihrer Nähe zur rechtsextremen Szene beobachtet. 

13.57 Uhr: RKI-Chef Wieler ruft zu radikaler Einschränkung privater Kontakte auf

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, ermahnt die Menschen in Deutschland angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen zu besonderer Vorsicht. Die Bürgerinnen und Bürger sollten ihre privaten Kontakte freiwillig "so weit wie möglich" einschränken, sagte er "Zeit Online". "Vermeiden Sie vor allem Treffen mit vielen Menschen in Innenräumen."

Wer Menschen aus Risikogruppen treffe, solle vorher einen Selbsttest machen. Außerdem sollten sich alle an die sogenannten AHA+L-Regeln halten: Abstand halten, Hygieneregeln einhalten, Mund-Nase-Schutz tragen und Lüften. "Und wenn Sie Symptome einer akuten Atemwegsinfektion haben, bleiben Sie bitte zu Hause und lassen sich PCR-testen", fügte Wieler hinzu. "Die Situation war noch nie so ernst wie jetzt", sagte der RKI-Chef zur aktuellen Corona-Lage.

News im Video: Wo sich das Coronavirus in Deutschland ausbreitet

13.56 Uhr: Diebe hinterlassen in Thüringer Kita Fell von zuvor gestohlenem Hasen

Thüringer Kindergarten: Unbekannte haben auf dem Kitagelände das Fell eines vor kurzem gestohlenen Hasen hinterlassen. Kinder machten am Montag die grausame Entdeckung, wie die Polizei in Gera am Dienstag berichtete. Die Polizei ermittelt weiterhin zum Tatgeschehen und sucht nach Zeugenhinweisen.

Unbekannte hatten Anfang November vom Gelände des Kindergartens insgesamt drei Hasen aus einem Stall gestohlen. Einen ließen sie im Garten laufen, den zweite legten sie tot auf der Wiese ab, den dritten nahmen sie mit. Das nun entdeckte Fell könnte den Angaben zufolge von dem gestohlenen Tier stammen.

13.52 Uhr: Berlin verschärft ab Samstag Coronaregeln

Berlin verschärft aufgrund der sich weiter zuspitzenden Pandemielage ab Samstag die Coronaregeln. So soll die 2G-Regelung auf weitere Bereiche wie den Einzelhandel, Hotels, Erwachsenenbildung, Fahrschulen und die Sportausübung ausgeweitet werden, wie Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) nach einer Senatssitzung mitteilte. Ausgenommen von der 2G-Regelung sind Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs wie Supermärkte oder Drogerien.

Berlin folgt damit Brandenburg. Das Nachbarbundesland hatte bereits am Montag angekündigt, ab Mittwoch die 2G-Regelung auf den Einzelhandel ausweiten zu wollen. Im Gegensatz zur Brandenburger Entscheidung, Weihnachtsmärkte nicht zu eröffnen beziehungsweise wieder zu schließen, dürfen diese in Berlin aber stattfinden.

13.21 Uhr: WHO Europa warnt vor Hunderttausenden Corona-Toten im Winter

In Europa könnten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bis zum Frühjahr 2022 Hunderttausende weitere Menschen in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen sterben. Man rechne damit, dass die Intensivstationen in 49 von 53 Ländern der Region zwischen heute und dem 1. März nächsten Jahres einer hohen oder extremen Belastung ausgesetzt sein werden, warnte die WHO Europa am Dienstag. Basierend auf derzeitigen Trends werde geschätzt, dass die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Todesfälle bis zum kommenden Frühjahr auf über 2,2 Millionen ansteigt - gerade hat dieser Wert erst die 1,5-Millionen-Marke überschritten.

Verhindert werden könne dies mit sofortigem Handeln, erklärte die in Kopenhagen ansässige Organisation. Allein durch das universelle Tragen von Masken könnten einer Studie zufolge schätzungsweise über 160 000 Todesfälle bis zum 1. März 2022 vermieden werden.

13.12 Uhr: Mindestens 19 Tote bei Terroranschlag in Burkina Faso

Bei einem Terroranschlag im westafrikanischen Burkina Faso sind mindestens zehn Zivilisten und neun Soldaten der Gendarmerie getötet worden. Die Täter hätten in der Nacht zu Montag einen Gendarmerie-Posten in der nördlichen Ortschaft Foubé angegriffen, sagte Regierungssprecher Ousséni Tamboura am Dienstag. Dabei sei es zu Gefechten gekommen.

Die ehemalige französische Kolonie mit ihren 21 Millionen Einwohnern liegt in der Sahelzone, die sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Dort sind bewaffnete Gruppen aktiv, von denen einige dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen haben. Viele Milizen operieren über die Grenzen nach Mali und zu anderen Staaten hinweg.

13 Uhr: Deutsche Bahn kündigt 3G-Kontrollen im Fern- und Regionalverkehr an

Fahrgäste in Fern- und Regionalzügen sowie in Bussen und Straßenbahnen müssen im Kampf gegen das Coronavirus von diesem Mittwoch an geimpft, genesen oder getestet sein. Die Deutsche Bahn kündigte entsprechende Kontrollen der sogenannten 3G-Regel an. Diese sollen stichprobenartig vom Sicherheits- und Kontrollpersonal durchgeführt werden, teilte der Konzern mit. "Allein im Fernverkehr sind in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Regeln Kontrollen auf 400 Verbindungen geplant", hieß es. Sollten Fahrgäste von der Fahrt ausgeschlossen werden müssen, weil sie die sogenannten 3G-Regeln nicht befolgten, könnten die Beschäftigten die Bundespolizei um Unterstützung bitten.

12.59 Uhr: Joachim Sauer verwundert über geringe Impfquote in Deutschland

Der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Joachim Sauer, hat sich verwundert über die geringe Impfquote in Deutschland geäußert. "Es ist erstaunlich, dass ein Drittel der Bevölkerung nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen folgt", sagte der Quantenchemiker nach Angaben der Tageszeitung "Die Welt" dem italienischen Partnerblatt "La Repubblica". "Zum Teil liegt das an einer gewissen Faulheit und Bequemlichkeit der Deutschen." 

Der 72-Jährige, der sich nur selten offiziell äußert, war dem Bericht zufolge nach Turin gereist, um dort sein Diplom als neues ausländisches Mitglied der Akademie der Wissenschaften entgegenzunehmen. Im Interview äußerte sich der Wissenschaftler auch kritisch gegenüber Akademikern, die eine Impfung verweigern. "Die andere Gruppe sind Menschen, die einer persönlichen Überzeugung folgen, einer Art ideologischer Reaktion auf das, was sie für eine Impfdiktatur halten. Dies gilt für alle Bildungsschichten, auch für Akademiker, Ärzte und Wissenschaftler."

12.57 Uhr: Knochen der seit 1995 vermissten Sonja Engelbrecht gefunden

In den Fall der seit 26 Jahren vermissten Sonja Engelbrecht aus München kommt Bewegung. In einem Waldstück bei Kipfenberg im oberbayerischen Landkreis Eichstätt sei ein Knochen gefunden worden, der der Vermissten zugeordnet werden konnte, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München. Nun suchten Ermittler nach weiteren sterblichen Überresten der Frau. Sonja Engelbrecht war 1995 im Alter von 19 Jahren verschwunden. Zuletzt war sie am Stiglmaierplatz in München lebend gesehen worden. Über den Knochenfund hatte zunächst die "Bild" berichtet.

12.52 Uhr: Hamburg weitet 2G-Regel auf Hotels und Kulturbereich aus

Der Hamburger Senat will die sogenannte 2G-Regel auf den Kulturbereich und Beherbergungsbetriebe ausweiten. Damit werden ab kommendem Montag nur noch Geimpfte und von Corona Genesene Theater, Kinos, Freizeiteinrichtungen und Hotels besuchen dürfen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach einer Senatssitzung mitteilte.

12.50 Uhr: Berliner Senat verständigt sich auf 2G-Regel für Einzelhandel

Zu den meisten Berliner Geschäften haben aller Voraussicht nach bald nur noch gegen Corona geimpfte Menschen und Genesene Zutritt, nicht jedoch Ungeimpfte. Auf eine entsprechende Ausweitung der sogenannten 2G-Regeln verständigte sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Ein formaler Beschluss dazu wurde noch im Tagesverlauf erwartet. Für die Grundversorgung, also zum Beispiel Supermärkte, Drogerien oder Apotheken, sollen Ausnahmen gelten. Zudem sollen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Berlin, zu denen nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben, bald zusätzliche Vorgaben wie Masken- oder Testpflicht gelten. Der Senat verständigte sich nach Informationen der dpa auf sogenannte 2G-plus-Regeln, wobei ein formaler Beschluss dazu zunächst noch ausstand. 

12.46 Uhr: Nun acht Tote nach Corona-Ausbruch in Jenaer Pflegeheim

Im Zusammenhang mit einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Jena (Thüringen) ist ein weiterer Mensch gestorben. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich damit auf acht, wie die Stadt mitteilte. Infiziert seien nun 114 Bewohner und Mitarbeiter. Am Dienstag vergangener Woche hatte die Zahl bei 78 gelegen. Die Stadt hatte einen klaren Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Ausbruchsgeschehen hergestellt. Das Gesundheitsamt habe Hygienemängel bei dem Heim festgestellt, hieß es vergangene Woche.

12.23 Uhr: Schleswig-Holsteins Finanzministerin für Impfpflicht zum 1. Januar

Wegen der verschärften Corona-Lage hat Schleswig-Holsteins stellvertretende Ministerpräsidentin Monika Heinold (Grüne) eine allgemeine Impfpflicht zum Jahreswechsel gefordert. "Angesichts der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie und der akuten Notsituation in vielen Kliniken ist die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ab dem 1. Januar 2022 der richtige Weg", sagte Finanzministerin Heinold der Deutschen Presse-Agentur. "Damit wir eine Chance haben, aus der Dauerschleife der Pandemie heraus zu kommen."  

12.20 Uhr: SPD-Fraktionsvize für Impfpflicht in Einrichtungen vor Weihnachten

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese hat sich für eine Impfpflicht in bestimmten Einrichtungen wie Pflegeheimen noch vor Weihnachten ausgesprochen. "Sinnvoll ist es, noch vor Weihnachten eine einrichtungsbezogene Impfpflicht auf den Weg zu bringen", sagte Wiese der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zum Beispiel in einem Krankenhaus müssten dann alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft sein – von den Reinigungskräften über die Beschäftigten in der Küche bis zu den leitenden Oberärztinnen und -ärzten. "Dies sollte auch für Schulen und Kitas gelten", sagte Wiese. Gleichzeitig kündigte Wiese an, dass in der Debatte um eine allgemeine Impfpflicht der Ethikrat einbezogen werden solle.

11.49 Uhr: Tschechien diskutiert über Corona-Impfpflicht für Senioren ab 60

In Tschechien ist eine Corona-Impfpflicht für Senioren über 60 Jahren im Gespräch. "Der Grund dafür ist, dass diese Altersgruppe am stärksten gefährdet ist", sagte der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis am Dienstag in Prag. Ein Beratungsgremium der Regierung für Gesundheitsrisiken habe diesen Schritt empfohlen. Das Gesundheitsministerium arbeite zudem an einem Entwurf für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie Gesundheits- und Pflegepersonal, Polizisten, Soldaten und Feuerwehrleute.

Die Verhängung des nationalen Notstands wegen der Corona-Pandemie ist hingegen vorerst vom Tisch.

11.45 Uhr: Belarus fliegt weitere Migranten aus

Im Flüchtlingsstreit mit der EU haben die belarussischen Behörden nach eigenen Angaben dutzende weitere Migranten ausgeflogen. Am Montag hätten 118 Menschen das Land über den Hauptstadtflughafen in Minsk verlassen, sagte ein Vertreter des Innenministeriums laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta am Dienstag. Eine weitere Gruppe sollte demnach am Dienstag folgen. Die Frage nach den Zielorten der Flüge ließ der Beamte unbeantwortet.

Er sagte jedoch, dass die Botschaften mehrerer Länder - darunter Syrien und Irak - Rückführungsflüge für Bürger organisierten, die "sich in einer schwierigen Situation" befänden. Die belarussischen Behörden unterstützten rückkehrwillige Migranten bei der Erledigung ihrer Papiere, sagte der Vertreter des Innenministeriums. Die Behörden arbeiteten auch mit der UN-Migrationsagentur IOM sowie dem UN-Flüchtlingswerk UNHCR zusammen, um die Menschen aus dem Grenzgebiet zur EU zu bringen.

11.29 Uhr: FDP-Fraktion berät über Position zu einrichtungsbezogener Impfpflicht

Die FDP-Bundestagsfraktion will sich zu einer möglichen Impfpflicht in Einrichtungen mit besonders von Corona gefährdeten Menschen positionieren. Dazu wird in einer Sitzung noch am Dienstag eine fraktionsinterne Anhörung zur sogenannten einrichtungsbezogenen Impfpflicht vom vergangenen Freitag ausgewertet, wie die Fraktion mitteilte. Die Sitzung findet von 15.00 Uhr an digital statt.

11.21 Uhr: FDP-Spitzenpolitiker Stamp offen für Impfpflicht

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef und Familienminister Joachim Stamp hat sich als einer der ersten liberalen Spitzenpolitiker offen für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland gezeigt. "Ich persönlich kann es mir vorstellen, ja", sagte Stamp nach mehreren Nachfragen von Moderator Frank Plasberg in der ARD-Sendung "Hart aber fair" am Montagabend. Stamp sagte, dass ein Verfassungsrechtler ihn am Wochenende überzeugt habe: "Es ist ja auch ein lernender Prozess von uns allen."

Die FDP hatte zuletzt bei einer möglichen Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen Einlenken signalisiert. Eine allgemeine Impflicht wird von der Partei bisher nicht mitgetragen.

11.00 Uhr: Gewalt in der Partnerschaft nimmt in Deutschland zu

Die Zahl der angezeigten Gewalttaten unter Paaren und Ex-Partnern ist im vergangenen Jahr noch stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Laut einer aktuellen Statistik zur Partnerschaftsgewalt registrierten die Behörden 2020 bundesweit 146.655 Fälle, in denen ein aktueller oder ehemaliger Partner Gewalt ausübte oder dies versuchte - ein Anstieg um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie die am Dienstag veröffentlichten Daten des Bundeskriminalamtes zeigen, geht die Gewalt nach wie vor zum überwiegenden Teil von Männern aus. Der Anteil weiblicher Tatverdächtiger ist in den vergangenen Jahren jedoch leicht gestiegen - auf nunmehr 20,9 Prozent.

10.22 Uhr: Mehrheit in Deutschland geht laut Umfrage von Lockdown über Weihnachten aus

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen hält eine Mehrheit in Deutschland einer aktuellen Umfrage zufolge einen neuen Lockdown über Weihnachten für wahrscheinlich. 71 Prozent der Befragten gehen von dieser Maßnahme aus, wie aus der am Dienstag veröffentlichten "Frage des Tages" des Meinungsforschungsinstituts Yougov hervorgeht. Demnach antworteten auf die Frage, ob ein Lockdown zu dieser Zeit folgen wird, 25 Prozent der Befragten mit "ja", 46 Prozent sagten "eher ja". Gut ein Fünftel der Befragten hält dagegen: 22 Prozent glauben weniger an einen neuen Lockdown - 5 Prozent antworteten mit "nein", 17 Prozent mit "eher nein". Befragt wurden am Montag rund 1900 Menschen ab 18 Jahren.

10.17 Uhr: Ausgangssperre auf La Palma wegen Lavastrom

Auf der spanischen Vulkaninsel La Palma ist erneut eine vorsorgliche Ausgehsperre für Tausende Menschen verhängt worden, nachdem ein weiterer Lavastrom aufs Wasser getroffen ist. Dabei können giftige Dämpfe entstehen. Betroffen seien die rund 3000 Bewohner mehrerer Viertel der Gemeinde Tazacorte, teilten der Notdienst und die Regionalregierung Montagabend mit. Wegen der riesigen Gaswolke und der Vulkanasche, die sich unter anderem auch auf die Start- und Landebahn des Flughafens der Kanareninsel legte, strich die Fluggesellschaft Binter auch alle Flüge.

Seit der Vulkan vor mehr als neun Wochen, am 19. September, ausbrach, hat die zum Teil bis zu 1300 Grad heiße Lava nach einer jüngsten Bilanz des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus mehr als 2650 Gebäude zerstört. Demnach waren zuletzt insgesamt 1065 Hektar von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Diese Fläche entspricht fast 1500 Fußballfeldern oder ca. 1,4 Prozent des Inselterritoriums. Mehr als 7000 Bewohner mussten sich seit Ausbruch des Vulkans in Sicherheit bringen. Seit Wochen schon bewegen sich die Lavaströme jedoch nur noch langsam vorwärts.

10.07 Uhr: China fordert Ende der "bösartigen Unterstellungen" um Peng Shuai

Chinas Regierung sucht ein Ende der Kontroverse um den längere Zeit verschwundenen Tennisstar Peng Shuai. "Einige Leute sollten ihre bösartigen Unterstellungen beenden und diese Sache nicht politisieren", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, am Dienstag auf Fragen der Presse in Peking.

Er wies darauf hin, dass die 35-Jährige einige Aktivitäten in der Öffentlichkeit unternommen habe. Auch erwähnte der Sprecher das Videotelefonat mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach. "Wir hoffen, dass betreffende Seiten aufhören, die Angelegenheit arglistig aufzubauschen."

News von heute: Gehweg in Brasilien gibt nach – mehr als 30 Menschen fallen in Kanalsystem

9.50 Uhr: Theologe verantwortet als falscher Arzt über 1400 Corona-Impfungen

Ein Theologe aus dem Landkreis München soll sich als Arzt ausgegeben und so mehr als 1400 Corona-Impfungen selbst vorgenommen oder angeordnet haben. Die Staatsanwaltschaft Traunstein klagte den 50-Jährigen deshalb nun wegen gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher Körperverletzung, Verstößen gegen das Heilpraktikergesetz, Urkundenfälschung, gewerbsmäßigen Betrugs sowie Missbrauchs von Titeln und Berufsbezeichnungen an, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte. Hinweise auf gesundheitliche Komplikationen wegen der fehlenden Qualifikation hätten sich aber nicht ergeben.

Der Mann soll in Impfzentren in der Stadt Rosenheim und im Landkreis Dachau geimpft haben. Er soll sich dort Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres mit einer gefälschten Approbationsurkunde beworben sowie im Anschluss in Impfzentren in Rosenheim und Karlsfeld tätig gewesen sein. In Rosenheim absolvierte er dabei auch mobile Impfeinsätze in Alten- und Pflegeheimen.

9.31 Uhr: Brandenburg hebt Präsenzpflicht an Schulen auf

An den Brandenburger Schulen gilt wegen der Corona-Infektionslage bald keine Anwesenheitspflicht für die Schüler mehr. "Für den schulischen Bereich werden wir die Präsenzpflicht aufheben", sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag im RBB-Inforadio. "Es ist der Wunsch vieler Eltern, dass sie ihre Kinder nicht in die Schule schicken wollen." Die Einzelheiten - etwa Ausnahmen für Abschlussklassen - würden noch ausgearbeitet.

Außerdem plant Ernst, die Weihnachtsferien für Brandenburger Schülerinnen und Schüler um drei Tage vorzuziehen. Ursprünglich sollte der 23. Dezember der erste Ferientag in Brandenburg sein. Neuer Ferienbeginn soll jetzt Montag, der 20. Dezember, sein. Ernst sieht auch die Erwachsenen in der Pflicht, durch Impfungen die Situation für die Kinder zu entspannen. Schulschließungen sollten nicht die Lösung sein.

9.21 Uhr: Mindestens sechs Schulkinder bei Fährunglück auf Sri Lanka ertrunken

Bei einem Fährunglück im Nordosten Sri Lankas sind mindestens sechs Schulkinder ertrunken. Mindestens drei weitere wurden nach Kentern eines Schiffes mit Schülern an Bord vermisst, wie die Polizei mitteilte. Marinetaucher suchten nach den Kindern. Elf Menschen wurden den Angaben zufolge ins Krankenhaus gebracht. Der Vorfall hatte sich bei Kinniya ereignet, der Ort an der Küste liegt etwa 260 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Colombo.

Ersten Ermittlungen zufolge war die Fähre auf dem Inselstaat südlich von Indien überladen und nicht für den Personentransport zugelassen gewesen. Zur Zahl der Menschen an Bord gab es zunächst keine Angaben.

9.09 Uhr: In Türkei verurteilter Bochumer aus Gefängnis entlassen

Wegen kritischer Tweets wurde ein Bochumer in der Türkei zu einer Haftstrafe verurteilt - doch nach einem erfolgreichen Einspruch hat Mahmut Günes nun das Gefängnis verlassen. Er sei am Mittwoch vergangener Woche aus dem Gefängnis im zentraltürkischen Kayseri entlassen worden, sagte sein Anwalt Seyho Yücekaya der Deutschen Presse-Agentur. Günes dürfe das Land aber nicht verlassen, es sei eine Ausreisesperre gegen ihn verhängt worden. Yücekaya kündigte an, nun auch Einspruch gegen das Urteil und die Ausreisesperre einlegen zu wollen.

Günes war im Oktober wegen Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK zu rund zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Hintergrund des Verfahrens sind Twitter-Nachrichten. Das Gericht habe Günes verurteilt, ohne beweisen zu können, dass es sich um sein Profil in den sozialen Medien handele, kritisierten seine Anwälte nach dem Urteil.

8.58 Uhr: Ecuador begnadigt Häftlinge wegen überfüllter Haftanstalten

Nach den jüngsten Unruhen mit zahlreichen Toten in Gefängnissen hat der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso Häftlinge begnadigt, um die überfüllten Haftanstalten zu entlasten. Begnadigt werden schwer oder unheilbar kranke Gefangenen und solche, die in Verkehrsdelikte verwickelt waren, die nicht zu Verletzungen oder zum Tod geführt haben, wie das Kommunikationsministerium am Montag mitteilte. Wie viele Häftlinge das betrifft, wurde nicht mitgeteilt.

Die Begnadigungen sind Teil eines Regierungsplans zur Bekämpfung der Gewalt in den Gefängnissen, die auf Streitigkeiten zwischen kriminellen Banden im Zusammenhang mit dem Drogenhandel zurückgehen. Zuletzt waren bei blutigen Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden in einem Gefängnis in der Stadt Guayaquil mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Die Insassen griffen sich dabei gegenseitig mit Schusswaffen, Macheten und Sprengstoff an.

8.54 Uhr: Merz gegen Corona-Impfpflicht in Deutschland

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hält eine Impfpflicht in Deutschland für nicht durchsetzbar. "Die allgemeine Impfpflicht würde jetzt Wochen oder Monate dauern, bis sie wirkt", sagte Merz im ARD-Morgenmagazin. Er sei zudem skeptisch, ob eine Impfpflicht verfassungsrechtlich unbedenklich sei. Auch die Durchsetzung bei Menschen, die sich "konsequent weigern", halte er für schwierig, sagte Merz weiter. 

Stattdessen schlug Merz eine konsequente Anwendung der 2G-Regel in ganz Deutschland vor. Dies sei ein "viel einfacherer und schnellerer Weg" im Kampf gegen die Pandemie, sagte er. "Dann würde auch kein Fußballspieler mehr den Rasen betreten und kein Abgeordneter mehr den Deutschen Bundestag, der nicht geimpft ist". Diese Maßnahme würde schnell greifen und "Scheindebatten" über die Impfpflicht verhindern, sagte Merz weiter. 

8.30 Uhr: Zwei Verdächtige wegen Tötung von Radfahrer in Bayern festgenommen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Radfahrers in Bayern haben die Ermittler zwei Verdächtige festgenommen. Die zwei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren sollen den 26-Jährigen nahe Bad Neustadt gemeinschaftlich getötet haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die beiden Deutschen seien teils geständig. Das Motiv liege aber noch im Dunklen. Noch am Dienstag sollten sie vor einen Ermittlungsrichter kommen.

Spaziergänger hatten die Leiche des 26-Jährigen am frühen Montagmorgen neben einem Radweg entdeckt. Die Obduktion ergab nach Angaben der Ermittler, dass der Mann durch spitze Gewalteinwirkung getötet wurde. Eine rund 25-köpfige Ermittlungskommission der Kriminalpolizei nahm am Montag die Arbeit auf. Ermittlungen im sozialen Umfeld des Getöteten brachten diese auf die Spur der beiden Verdächtigen.

8.21 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt auf 969,9

In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz leicht angestiegen - der Freistaat bleibt aber mit Abstand der bundesweite Hotspot. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen Wert von 969,9, am Montag lag die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche noch bei 960,7. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 399,8. Binnen eines Tages zählten die Gesundheitsämter in Sachsen 5942 neue Corona-Infektionen. 22 Todesfälle kamen hinzu.

Innerhalb Sachsens wurde die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1605,9 gemeldet. Es folgt der Landkreis Bautzen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1419,1. Wie bereits am Vortag lagen am Dienstag insgesamt sieben Landkreise über einem Inzidenzwert von 1000. Die niedrigste Inzidenz meldete das RKI für die Landeshauptstadt Dresden (446,4).

8.04 Uhr: Hunderte bei Mahnwache für Opfer des tödlichen Vorfalls bei US-Parade

Hunderte Menschen haben bei einer Mahnwache in der US-Kleinstadt Waukesha der fünf Opfer des tödlichen Zwischenfalls bei einer Weihnachtsparade gedacht. Sie versammelten sich örtlichen Medienberichten zufolge am Montagabend (Ortszeit) mit Kerzen in der Innenstadt des Ortes im Bundesstaat Wisconsin, wo am Sonntag ein Geländewagen in eine Menschenmenge gerast war. Mindestens fünf Menschen starben und mindestens 48 weitere wurden verletzt.

Die Polizei nahm kurz nach dem Vorfall einen Verdächtigen fest und stellte das mutmaßliche Tatfahrzeug sicher. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Einen Terrorakt schließen die Ermittler aber aus.

7.42 Uhr: Spezialeinsatzkommandos durchsuchen Objekte in Köln und Pulheim

Spezialeinsatzkommandos der Polizei durchsuchen seit dem frühen Morgen 16 Objekte einer Rockergruppe in Köln und Pulheim. Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes, das nach Schüssen auf ein ehemaliges "Hells Angels"-Mitglied (31) in der Kölner Altstadt im Oktober eingeleitet worden sei, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mit. Die Ermittlungen richteten sich derzeit gegen 15 Männer im Alter von 23 bis 51 Jahren, die allesamt Angehörige der Ortsgruppe "Hells Angels MC Honorfield" seien. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Neben zahlreichen Spezialeinheiten seien Kräfte der Bereitschaftspolizei und Sprengstoffspürhunde im Einsatz.

7.29 Uhr: Südkoreanischer Ex-Machthaber Chun gestorben

Der südkoreanische ehemalige Machthaber Chun Doo Hwan ist tot. Chun starb im Alter von 90 Jahren bei sich zu Hause in Seoul, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. Er hatte das Land in den 1980er Jahren autoritär regiert und wurde für die brutale Niederschlagung von Protesten in der südlichen Stadt als "Schlächter von Gwangju" bekannt.

Chun hatte 1979 nach einem Militärputsch die Macht ergriffen. Im Mai 1980 wagten pro-demokratische Demonstranten in Gwangju einen Aufstand gegen die Militärjunta, der von Regierungstruppen niedergeschlagen wurde und in einem Blutbad endete. Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 200 Menschen getötet oder werden seither vermisst. Aktivisten schätzen die Zahl der Opfer dreimal höher ein.

7.09 Uhr: USA verhängen wegen Nord Stream 2 weitere Sanktionen

Die USA wollen wegen der umstrittenen deutsch-russischen Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 weitere Sanktionen verhängen. Betroffen seien das mit der Pipeline befasste und mit Russland in Verbindung stehende Unternehmen Transadria und dessen Schiff "Merlin", teilte das Außenministerium am Montag in Washington mit. Damit seien inzwischen acht Personen oder Einrichtungen sowie 17 Schiffe mit Sanktionen belegt. Russland kritisierte die Sanktionen als Verstoß gegen internationales Recht.

Außenminister Antony Blinken betonte, die neuen Strafen stünden im Einklang mit dem Widerstand der US-Regierung gegen die Pipeline, die Gas unter Umgehung der Ukraine von Russland nach Deutschland bringen soll. Gleichzeitig werde man die Zusammenarbeit mit Deutschland und anderen Verbündeten fortsetzen, um die Gefahr der Pipeline für die Ukraine und östliche Nato-Staaten zu senken. Kritiker sehen in Nord Stream 2 vor allem ein geopolitisches Projekt Russlands.

6.46 Uhr: Dutzende Tote bei Busunfall in Bulgarien

Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind in der Nacht Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die amtliche Nachrichtenagentur BTA berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, es gebe mindestens 46 Tote, darunter mehrere Kinder. Einige Verletzte seien in ein Krankenhaus nach Sofia gebracht worden, keiner davon schwebe in Lebensgefahr. Insgesamt hätten sich etwa 50 Passagiere und zwei Fahrer in dem Bus befunden, berichtete das Staatsradio unter Verweis auf die Polizei.

Der Unfall ereignete sich auf der Struma-Autobahn etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia. Laut BTA hatte der Bus kurz nach 2 Uhr morgens (1 Uhr MEZ) aus noch ungeklärten Gründen eine Leitplanke gerammt und sich dann überschlagen. Ersten Erkenntnissen zufolge gab es auch deshalb so wenige Überlebende, weil der Bus in Brand geriet. Ob er bereits vor dem Unfall Feuer gefangen hatte oder sich zunächst überschlug und dann in Flammen aufging, war zunächst unklar.

6.18 Uhr: US-Romanautor Noah Gordon im Alter von 95 Jahren gestorben

Der US-Romanautor Noah Gordon ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren, wie seine Familie auf Gordons offizieller Website mitteilte. Sein bekanntestes Werk ist der Roman "Der Medicus" von 1986. Der Weltbestseller spielt im elften Jahrhundert und beschreibt die Abenteuer des englischen Waisen Robert Cole, der sich auf den Weg nach Persien begibt, um sich von einem berühmten Universalgelehrten zum Arzt ausbilden zu lassen.

5.18 Uhr: US-Regierung warnt vor Reisen nach Deutschland

Die US-Regierung warnt angesichts der aktuell starken Ausbreitung des Coronavirus nachdrücklich vor Reisen nach Deutschland. "Reisen Sie angesichts von Covid-19 nicht nach Deutschland", heißt es in dem am Montag aktualisierten Reisehinweis des Außenministeriums in Washington. Der neue Hinweis zu Deutschland basiert auf einer Einschätzung der US-Gesundheitsschutzbehörde CDC. 

Die CDC setzte ihren Hinweis zu Gesundheitsrisiken für Reisende in Deutschland auf die Stufe 4 hoch - dies ist die höchste Stufe, die einer eindringlichen Warnung gleichkommt. Die Stufe 4 weise auf ein "sehr hohes Ausmaß von Covid-19 in dem Land hin", erläuterte das Außenministerium. Einen Reisehinweis der Stufe 4 wegen hoher Corona-Infektionszahlen veröffentlichte das State Department am Montag auch für Dänemark.

4.51 Uhr: RKI: Bundesweite Inzidenz bei knapp 400

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 399,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 386,5 gelegen, vor einer Woche bei 312,4 (Vormonat: 100,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.326 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.39 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 32.048 Ansteckungen gewesen.

3.58 Uhr: Kölner Feuerwehr kämpft mit Großaufgebot gegen Brand in Schule

Ein zerstörerisches Feuer in der Astrid-Lindgren-Schule im Kölner Stadtteil Ehrenfeld hat einen Großeinsatz mit vier Drehleitern und rund 100 Einsatzkräften ausgelöst. Dank des massiven Wassereinsatzes sei der Brand am späten Montagabend unter Kontrolle gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Während der Löscharbeiten sei der Dachstuhl eingestürzt. Gegen 1.00 Uhr morgens seien die Nachlöscharbeiten abgeschlossen gewesen. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet.

2.28 Uhr: Geiselnehmer töten Farmer und zwei Arbeiter in Paraguay

Nach der Entführung von vier Männern in Paraguay sind drei der Opfer von den Geiselnehmern erschossen worden. Ein Farmer aus der christlichen Religionsgemeinschaft der Mennoniten und zwei Arbeiter seien nahe der Stadt San Estanislao im Department San Pedro im Zentrum des südamerikanischen Landes getötet worden, berichtete die Zeitung ABC Color am Montag unter Berufung auf die Polizei. Ein weiterer Arbeiter sei den Geiselnehmern entkommen.

0.35 Uhr: Israel startet Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren

In Israel haben die Corona-Impfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren begonnen. In einer Klinik in Tel Aviv wurden am Montagabend Dosen des Biontech-Pfizer-Vakzins an Kinder dieser Altersgruppe verabreicht, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. 

Das Vakzin wird Fünf- bis Elfjährigen in zwei Impfungen mit einer Dosierung von jeweils zehn Mikrogramm gespritzt. Das ist ein Drittel der bei Erwachsenen üblichen Dosierung. Laut Pfizer beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung durch die Impfung in dieser Altersgruppe 90,7 Prozent.

tkr / fs DPA AFP

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