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News von heute Linke kritisiert Polizei: Hunderte Haftbefehle gegen Rechtsextremisten noch offen

Haftbefehle gegen Rechtsextreme
Hunderte Haftbefehle gegen Rechtsextreme sind noch nicht geklärt
© Niko Mutschmann / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Lage in Afghanistan finden Sie in unserem Afghanistan-Ticker

Die News von heute im stern-Ticker:

20.52 Uhr: Bisher mehr als 600 Kritiker mit Einwänden gegen Tesla-Fabrik

Seit dem vergangenen Jahr haben sich mehr als 600 Kritiker mit Einwendungen gegen die geplante erste europäische Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide bei Berlin gewendet. Bis zum Donnerstagnachmittag hätten insgesamt 619 Einwender geschrieben, sagte die Sprecherin des Brandenburger Umweltministeriums, Frauke Zelt, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Darunter seien 201 neue Einwender im Rahmen der Auslegung eines aktualisierten Antrags von Tesla zur Genehmigung der Fabrik.

19.56 Uhr: Italienischer Drogenboss nach sechs Jahren auf der Flucht in Dubai gefasst

Einer der meistgesuchten italienischen Drogenbosse ist nach jahrelanger Fahndung in Dubai verhaftet worden. Raffaele Imperiale wurde bereits vor gut zwei Wochen in dem Golfemirat festgenommen, wie die Polizei in Neapel mitteilte. Der Zugriff erfolgte demnach in Zusammenarbeit mit den internationalen Polizeibehörden Interpol und Europol. Italiens Justizministerium bemüht sich nach eigenen Angaben um die Auslieferung des 47-Jährigen. 

Imperiale sei ein "langjähriger hochrangiger Akteur im internationalen Drogenhandel und in der Geldwäsche", erklärte die Polizei in Neapel. Der berüchtigte Drogenboss gehört dem Amato-Pagano-Clan an, welcher der Camorra zugerechnet wird. Er hatte Italien in den 90er Jahren verlassen, um in Amsterdam einen Coffee-Shop zu betreiben. 

18.32 Uhr: US-Wettbewerbsklage gegen Facebook neu eingereicht

Die US-Regierung startet einen neuen Anlauf, vor Gericht die Zerschlagung des Online-Riesen Facebook zu erreichen. Eine entsprechende Kartellrechtsklage reichte die Handelsbehörde FTC in überarbeiteter Form ein. Die erste Version hatte der zuständige Richter James Boasberg im Juni mit der Begründung abgewiesen, die FTC habe für ein angebliches Monopol Facebooks im Markt für soziale Netzwerke keine ausreichenden Belege erbracht.

Die Behörde hatte dem Konzern von Tech-Milliardär Mark Zuckerberg in der ursprünglich im Dezember eingereichten Klage unfairen Wettbewerb vorgeworfen und die Abspaltung der Foto-Plattform Instagram und des Chat-Dienstes WhatsApp erreichen wollen. Facebook habe die Firmen nur gekauft, um sie als Konkurrenten auszuschalten, so die Argumentation. Richter Boasberg hatte der FTC 30 Tage eingeräumt, die Klage zu überarbeiten. Danach wurde die Frist bis zum 19. August verlängert.

17.07 Uhr: Bombenalarm in der Nähe des US-Kapitols in Washington

Wegen eines verdächtigen Fahrzeugs nahe des US-Kapitols in Washington hat die Polizei einen Bombenalarm ausgerufen. "Das ist eine aktive Bombendrohung-Ermittlung", erklärte die Kapitol-Polizei im Kurzbotschaftendienst Twitter. Das verdächtige Fahrzeug stand demnach nahe der Bibliothek des US-Parlaments. Die Polizei rief dazu auf, die Gegend zu meiden. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete, mehrere Gebäude würden evakuiert. Die Polizei schicke zudem Verhandlungsspezialisten, um mit einem Mann in dem Fahrzeug in Kontakt zu treten.

16.45 Uhr: Ukrainischer Präsident will Flotte bis 2035 aufrüsten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die eigene Schwarzmeer-Flotte bis 2035 massiv aufrüsten. "Unsere Aufgabe ist es, eine professionelle, mächtige Flotte zu bauen, die in der Lage ist, jedem eine Abfuhr zu erteilen", sagte der 43-Jährige in einem Interview, das er mehreren ukrainischen Medien gab. Der Staatschef kündigte Korvetten, Schnellboote und U-Boote an.

Der ukrainische Schiffbau liegt mangels Aufträgen seit Jahren am Boden. Erst im Juni erklärte ein Gericht eine Traditionswerft in Mykolajiw für zahlungsunfähig. Dort wurden zu sowjetischen Zeiten noch Kreuzer und Flugzeugträger gebaut. Aktuell kauft Kiew den USA und Großbritannien ausgemusterte Marineschiffe ab.

16.34 Uhr: Camorra-Boss der Drogen-Mafia in Dubia festgenommen

Ermittler haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen italienischen Mafia-Angehörigen festgenommen, der als führend im internationalen Drogengeschäft galt. Der Gesuchte sei den Behörden bereits am 4. August in Dubai ins Netz gegangen, teilte die Finanzpolizei in Neapel  mit. Die Behörden rechnen den 46-Jährigen der Mafia-Organisation Camorra zu. Das italienische Innenministerium führte ihn auf einer Liste von besonders gefährlichen Flüchtigen. Er machte sich zudem einen Namen, weil in seiner Villa in Süditalien zwei im Jahr 2002 aus Amsterdam gestohlene Werke des niederländischen Malers Vincent van Gogh gefunden worden waren, die er auf dem Schwarzmarkt erstanden haben soll. Die italienischen Behörden arbeiten nach eigenen Angaben daran, dass er ausgeliefert wird.

16.07 Uhr: Biden will eigene Corona-Impfung affrischen lassen

US-Präsident Joe Biden und seine Ehefrau Jill werden sich eine Corona-Auffrischimpfung geben lassen. "Wir werden die Booster-Shots bekommen", sagte Biden im Fernsehsender ABC. Der Präsident verwies auf die Ankündigung der US-Gesundheitsbehörden vom Vortag, wonach vom 20. September an allen US-Bürgern eine Drittimpfung angeboten werden soll. Begründet wird dies mit einer über die Zeit nachlassenden Schutzwirkung der Impfstoffe und der Ausbreitung der Delta-Variante.

16.02 Uhr: Athletin Timanowskaja möchte polnische Staatsbürgerschaft annehmen

Die belarussische Leichtathletin Kristina Timanowskaja will sich um die polnische Staatsangehörigkeit bemühen. Sie wolle dann für Polens Mannschaft antreten, sagte die 24-Jährige dem russischen Sender RBC. Normalerweise dauere es drei Jahre, bis so ein Wechsel für Sportler möglich sei. "Wir werden aber darum bitten, dass diese Frist in meinem Fall verkürzt wird, da es eine recht mehrdeutige Situation ist", meinte die Sprinterin weiter. Sie habe beschlossen, in Polen zu bleiben.

15.55 Uhr: Niederländischer Journalist mit Brandsatz angegriffen

Rund einen Monat nach der Ermordung eines niederländischen Journalisten ist in den Niederlanden am Mittwochabend erneut ein Journalist angegriffen worden. Nach Polizeiangaben wurden einer oder mehrere Brandsätze durch Fenster der Wohnung des Journalisten Willem Groeneveld in Groningen geworfen. Ihm und seiner Partnerin sei es gelungen, das Feuer zu löschen. Groeneveld schreibt für "Sikkom", den Blog der Stadt Groningen. Er wurde bereits zuvor Opfer von Einschüchterungsversuchen.

Nach dem Mord an Peter R. de Vries sei dies "der zweite Angriff auf einen niederländischen Journalisten innerhalb kurzer Zeit", beklagte der Generalsekretär des niederländischen Journalistenverbandes, Thomas Bruning, laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

15.52 Uhr: Französischem Firscher geht deutsche Kriegsbombe ins Netz

Einem französischen Fischer ist eine deutsche Weltkriegsbombe ins Netz gegangen. Als er den ungewöhnlichen Fang bemerkte, "reagierte er geistesgegenwärtig", ließ die Bombe zurück ins Wasser und alarmierte die Behörden, wie die französische Meerespräfektur für den Ärmelkanal und die Nordsee mitteilte. US-Marinesoldaten brachten den Sprengkörper dann im Rahmen einer Nato-Mission nahe der Mündung des Flusses Somme gezielt zur Explosion.

15.42 Uhr: Israel hebt Blutspende-Verbot für Homosexuelle auf

Homosexuelle Männer dürfen in Israel nach Angaben von Gesundheitsminister Nitzan Horowitz ohne Einschränkungen Blut spenden. "Ich habe angeordnet, die abwertenden und irrelevanten Fragen aus dem Spender-Fragebogen zu streichen", schrieb Horowitz auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Die Diskriminierung von Schwulen bei Blutspenden ist vorbei. Es gibt keinen Unterschied zwischen Blut und Blut."

Die neue Regelung tritt im Oktober in Kraft. Dann wird in Fragebogen für Blutspender nicht mehr zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen beim Abfragen möglicher Risiken gefragt, sondern ob es riskante Sexualpraktiken mit einem neuen oder häufig wechselnden Partnerinnen oder Partnern gab.

15.32 Uhr: Verstoß gegen Maskenpflicht: Sechs Wochen Haft für Briten in Singapur

In Singapur ist ein 40-jähriger Brite zu sechs Wochen Haft verurteilt worden, weil er keine Corona-Schutzmaske getragen und sich gegen seine Festnahme durch die Polizei massiv zur Wehr gesetzt hatte. Dies bestätigte ein Gerichtsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Benjamin Glynn wurde laut Medienberichten im Mai festgenommen, nachdem Aufnahmen von ihm ohne Maske in einem Zug im Internet aufgetaucht waren. Als Polizisten kamen, um ihn festzunehmen, leistete Glynn Widerstand. Zu einer ersten Gerichtsverhandlung erschien er erneut ohne Maske und wehrte sich vehement gegen das "lächerliche" Verfahren. Den örtlichen Medien zufolge versicherte er, dass Masken nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützten.

Der Richter ordnete zunächst eine psychiatrische Untersuchung an. Als der Gutachter Glynn für gerichtstauglich erklärte, wurde er am Mittwoch wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln, Widerstand gegen die Polizei und öffentlichen Ärgernisses verurteilt.

15.20 Uhr: Flut in Höllentalklamm: Eine Tote, ein Vermisster

Bei der Flutwelle an der Höllentalklamm am Fuß der Zugspitze ist eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handele, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Die Identität der am Dienstag tot aus den Fluten geborgenen Frau habe sich durch rechtsmedizinische wie auch kriminaltechnische Untersuchungen bestätigt.

15.15 Uhr: Bombenangriff auf schiitische Prozession in Pakistan – drei Tote

Bei einem Bombenangriff auf die schiitische Minderheit in Pakistan sind am Donnerstag mindestens drei Teilnehmer einer Prozession getötet worden. Die Behörden der Provinz Punjab vermeldeten nach der Explosion in Bahawalnagar zudem 50 Verletzte. Der Anschlag ereignete sich bei Feierlichkeiten zum Aschura-Fest.

Beim Aschura-Fest gedenken die Schiiten Hussein, eines Enkels des Propheten Mohammed, der bei der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 als Märtyrer fiel. Diese Schlacht markiert die Spaltung des Islam in Sunniten und Schiiten. Bei Aschura-Feierlichkeiten gibt es immer wieder Anschläge sunnitischer Hardliner auf Schiiten.

15.10 Uhr: Hunderte Haftbefehle gegen Rechtsextreme offen

Gegen mehr als 400 mutmaßliche Rechtsextreme liegen in Deutschland offene Haftbefehle vor. Zum Stichtag 31. März 2021 bestanden insgesamt 602 "noch nicht vollstreckte Haftbefehle gegen 459 Personen, die dem politisch rechten Spektrum zuzurechnen sind", wie es in einer veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion heißt.

"Einem offenen Haftbefehl lag eine terroristische Tat zugrunde, insgesamt 24 Haftbefehlen ein politisch motiviertes Gewaltdelikt (überwiegend Körperverletzungsdelikte und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte)", heißt es darin weiter. "100 weitere Haftbefehle bestanden wegen Straftaten mit politisch rechter Motivation", etwa Volksverhetzung. "Hunderte von Neonazis werden per Haftbefehl gesucht. Und auf jeden Nazi, der festgenommen wird, kommt ein anderer, der neu gesucht wird", kritisierte die Linke-Innenpolitikerin Ulla Jelpke. "Zugleich wird aus den offiziellen Zahlen deutlich, dass die Naziszene immer gewalttätiger wird."

15.03 Uhr: Migranten strömen nach Belarus – Auffanglager in Polen eingerichtet

Wegen vieler illegal über Belarus einreisender Migranten hat Polen neue bewachte Auffanglager eingerichtet. Zwei dieser Einrichtungen seien in Biala Podlaska und Czerwony Bor im Osten des Landes entstanden, teilte der Chef des Grenzschutzes mit. Gegenwärtig suche man nach weiteren Standorten. Nach Berichten mehrerer polnischen Medien harrt derzeit eine Gruppe von etwa 50 Flüchtlingen aus Afghanistan und dem Irak in der Nähe des Dorfes Usnarz Gorny östlich von Bialystok im Niemandsland zwischen Polen und Belarus aus. Die Menschen campierten im Freien, da die polnischen Grenzer sie nicht ins Land ließen, berichtete die "Gazeta Wyborcza".

"Die Lösung des Problems von Menschen, die versuchen, in Polens Territorium einzudringen, besteht darin, sie nicht in das Territorium Polens hineinzulassen", sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki mit Blick auf die Situation dort. Das Land werde seine Grenzen schützen.

14.59 Uhr: Amazon plant Kaufhäuser in den USA

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon will in den USA laut einem Medienbericht größere Ladengeschäfte im Stil von Kaufhäusern aufmachen. Die ersten Filialen sollen in Kalifornien und Ohio an den Start gehen, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Amazon wollte dies auf Nachfrage allerdings nicht bestätigen. "Wir kommentieren Gerüchte und Spekulationen nicht", sagte eine Unternehmenssprecherin.

Ganz überraschend käme ein solcher Vorstoß indes nicht. Amazon ist zwar als Allesverkäufer im Internet groß geworden, mischt aber schon seit einigen Jahren auch den klassischen Einzelhandel immer stärker auf. Durch größere Ladengeschäfte könnte Amazon auch sein Kleidungs-, Haushalts- und Technikangebot stärker außerhalb des Internets platzieren. Dem "Wall Street Journal" zufolge wären die Filialen mit einer Fläche von rund 30 000 Quadratfuß (knapp 2790 Quadratmeter) deutlich größer als Amazons bisherige Einzelhandelsgeschäfte, aber wesentlich kleiner als durchschnittliche Kaufhäuser in den USA. Konkrete Angaben zum Zeitplan enthielt der Bericht nicht.

14.47 Uhr: Besuch bei Biontech: Merkel ruft erneut zur Impfung auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Besuch des Biontech-Impfstoffwerks im hessischen Marburg alle noch Ungeimpften erneut aufgerufen, die Chance zur Impfung zu nutzen. "Ich möchte alle bitten, die noch nicht geimpft sind", sich und andere zu schützen, sagte Merkel. Da nun auch dank der Marburger Produktion genug Impfstoff verfügbar sei, könnten alle dieses Angebot wahrnehmen.

14.33 Uhr: 15-Jährige bei Party missbraucht – Jugendliche in U-Haft

Wegen einer Vergewaltigung während einer Gartenparty sitzen vier Jugendliche aus Augsburg in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 16 und 17 Jahre alten Verdächtigen sexuelle Handlungen an dem 15 Jahre alten Mädchen vorgenommen haben. Wie Kripo und Staatsanwaltschaft berichteten, soll es bereits Anfang August zu der Tat gekommen sein. Die 15-Jährige soll damals bei der Feier in Augsburg so betrunken gewesen sein, dass sie sich nicht mehr gegen Übergriffe wehren konnte.

14.15 Uhr: Anti-Geldwäsche-Einheit meldet immer mehr Verdachtsfälle

Bei der Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls sind im vergangenen Jahr so viele Verdachtsmeldungen eingegangen wie noch nie zuvor. Insgesamt sei die Zahl der Verdachtsmeldungen bei der Financial Intelligence Unit (FIU) um rund ein Viertel auf gut 144.000 gestiegen, berichtete die Generalzolldirektion in Bonn. Rund 97 Prozent der Meldungen kamen aus dem Finanzsektor. Doch gab es auch deutlich mehr Verdachtsmeldungen von Notaren, Finanzunternehmen und Immobilienmaklern. Rund 25.000 Sachverhalte wurden von der FIU an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.

13.56: Berichte: Soldatin in Kanada gab Kollegen Cannabis-Törtchen

Ein kanadisches Militärgericht hat eine Soldatin für schuldig befunden, ihren Kollegen mit Cannabis versehene Cupcakes serviert zu haben. Das berichteten örtliche Medien unter Berufung auf das Gericht. Demnach wurde die Frau unter anderem des schändlichen Verhaltens für schuldig befunden – außerdem habe sie den Kollegen ohne deren Wissen eine schädliche Substanz gegeben. Die Frau sei für die Kantine zuständig gewesen und habe im Juli 2018 in der Militärbasis Gagetown in der Provinz New Brunswick die Törtchen gebacken und verteilt.

13.45 Uhr: Waldbrände in Südfrankreich noch nicht vollständig gelöscht

Im Kampf gegen die großflächigen Waldbrände in Südfrankreich haben die Feuerwehrkräfte Fortschritte erzielt. Die Ausbreitung des Feuers habe eingedämmt werden können, örtlich loderten die Flammen aber wieder auf, teilte die Präfektur in der Mittelmeerstadt Toulon mit.

Am Vorabend hätten rund 2000 Menschen auf einen der geräumten Campingplätze zurückkehren können. Die Polizei begleitete die 520 Autos der Urlauber, da etliche Straßen in der Region weiter gesperrt sind. Insgesamt wurden rund 7500 Camper und Bewohner von in der Natur gelegenen Villen im bergigen Hinterland der Bucht von Saint-Tropez evakuiert.

13.13 Uhr: Hisbollah-Chef kündigt Öl-Lieferung aus Iran für Libanon an

Trotz internationaler Sanktionen will der Iran nach Angaben der Hisbollah Öl an den krisengeschüttelten Libanon liefern. Ein Schiff mit Dieselöl an Bord werde "innerhalb von Stunden" in See stechen, sagte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in einer Fernsehansprache. Weitere Tanker sollten folgen.

Der Libanon leidet seit Monaten unter der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte, die zu einem dramatischen Versorgungsmangel geführt hat. Seit Tagen sind überall im Land die Tankstellen geschlossen, weil es an Treibstoff fehlt.

12.47 Uhr: Brasilianischer Bischof nach anzüglichem Video zurückgetreten

Rund eine Woche nach Durchsickern eines mutmaßlich anzüglichen Videos hat ein brasilianischer Bischof seinen Posten geräumt. Der Papst nahm den Rücktritt von Tomé Ferreira da Silva an, wie aus Mitteilungen des Vatikans, der Brasilianischen Bischofskonferenz und der Diözese São José do Rio Preto hervorging. Als Nachfolger habe Franziskus übergangsweise Erzbischof Moacir Silva ernannt.

Tomé Ferreira da Silva soll in der vergangenen Woche in einem intimen Video zu sehen gewesen sein, das in sozialen Medien veröffentlicht wurde. In einer kurzen Sequenz ist zu sehen, wie er sich während eines Video-Telefonats selbst befriedigt

12.17 Uhr: Drei Festnahmen nach Schüssen bei Grillfest in London

Nach Schüssen bei einem Fest im Londoner Stadtteil Camden am Wochenende hat die Polizei drei männliche Tatverdächtige festgenommen. Man habe am Dienstag und Mittwoch einen 22 Jahre alten Mann sowie zwei Teenager im Alter von 16 und 17 Jahren festgesetzt, teilte die Polizeibehörde mit.

Bei der größeren Grillfeier hatten am Samstag in Camden bis zu fünf Männer wohl willkürlich in die Menschenmenge geschossen. Vier Menschen mussten danach mit Schussverletzungen im Krankenhaus behandelt werde. Die Verletzungen sollen nicht lebensgefährlich sein.

12.07 Uhr: Tochter von NSU-Opfer fordert nach BGH-Entscheidung weitere Ermittlungen

Die Tochter des von der rechtsextremen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordeten Mehmet Kubasik, Gamze Kubasik, fordert nach den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) in dem Verfahren weitere Ermittlungen.

Die Entscheidungen seien kein Schlussstrich unter das Thema NSU und dürften es nicht sein, erklärte Kubasik. Der BGH hatte zuvor die Hafturteile gegen Beate Zschäpe und die NSU-Helfer Ralf Wohlleben und Holger G. bestätigt. Im Fall von André E. kündigte er eine mündliche Verhandlung an.

12.06 Uhr: Zwei Hongkonger bekennen sich schuldig wegen Sanktionsaufrufen gegen China

Zwei auf Grundlage des umstrittenen Sicherheitsgesetzes in Hongkong angeklagte Aktivisten haben sich schuldig bekannt, an Sanktionsaufrufen gegen China beteiligt gewesen zu sein.

Der 31-jährige Demokratie-Aktivist Andy Li und der 30-jährige Rechtsanwaltsgehilfe Chan Tsz-wah werden beschuldigt, "mit ausländischen Mächten zusammengearbeitet zu haben, die die nationale Sicherheit Chinas bedrohen". Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, an der Veröffentlichung von Artikeln in ausländischen Zeitungen beteiligt gewesen zu sein, in denen zu Sanktionen gegen China aufgerufen wurde.

11.51 Uhr: Mann in Bayern nach mutmaßlichem Sexualverbrechen an Achtjährigem festgenommen

Wegen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs eines Achtjährigen hat die Polizei in Schweinfurt einen 23-Jährigen festgenommen. Der Tatverdächtige wurde bereits am Dienstag gefasst und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie die Polizei in Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Steinfurt gemeinsam erklärten. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll er das Kind auf einem Spielplatz angesprochen und mitgenommen haben.

Demnach vertraute sich der Achtjährige am Montag seiner Mutter an und erzählte ihr, zuvor von einem unbekannten Mann an einem Spielplatz angesprochen worden zu sein. Der Mann habe ihn in den Keller eines nahen Wohnhauses mitgenommen und sich dort sexuell an ihm vergangen.

11.49 Uhr: Urlaubsalptraum auf Mallorca: Dreijährige Deutsche stürzt in Gully

Furchtbares Ende eines unbeschwerten Spaziergangs einer deutschen Urlauberfamilie auf Mallorca: Vor den Augen ihres Vaters und zweier älterer Geschwister ist eine Dreijährige in der Inselhauptstadt Palma in einen Gully gestürzt. Die Kleine hatte allerdings Glück im Unglück und wurde von der spanischen Polizei nur leicht verletzt aus dem etwa drei Meter tiefen Kanalschacht herausgeholt.

11.39 Uhr: Polizei beschlagnahmt in Wien Drogen im Wert von vier Millionen Euro

Bei mehreren Aktionen hat die Polizei in Wien Drogen im Straßenverkaufswert von rund vier Millionen Euro beschlagnahmt. Zudem wurden innerhalb weniger Tage 21 Verdächtige festgenommen, Waffen sowie 360 000 Euro Bargeld sichergestellt, wie die Polizei über die Zugriffe berichtete, die schon im Mai waren. Im Einzelnen fanden die Ermittler 29 Kilogramm Kokain, 9,5 Kilogramm Heroin sowie rund 2 Kilogramm Marihuana. Praktisch jeder Verdächtige versuchte, bei seiner Festnahme zu entkommen. Einer rammte mit seinem Auto einen Polizeiwagen. Ein anderer Verdächtiger spazierte nach Behördenangaben mit fünf Kilogramm Kokain in einer Sporttasche durch Wien.

11.06 Uhr: Söder schlägt Alarm: "Dramatischer" Umfragetrend der Union

CSU-Chef Markus Söder hat bei einer Präsidiumssitzung seiner Partei angesichts schlechter Umfragewerte der Union vor der Bundestagswahl Alarm geschlagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Nach einer neuen Umfrage habe die Union nur noch einen Prozentpunkt Vorsprung. Söder sprach den Angaben zufolge von einem Trend, der "dramatisch" sei. Es sei nicht sicher, wie es weitergehe, habe Söder gesagt. Es bestehe nach der Wahl die Gefahr einer Ampel-Koalition (SPD, FDP und Grüne) oder eines Linksbündnisses.

11.05 Uhr: 48,4 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun 48,4 Millionen Menschen oder 58,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben demnach inzwischen 52,9 Millionen Menschen oder 63,7 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn hob den generellen Impffortschritt hervor. Mehr als 71 Prozent der Personen in Deutschland, für die ein Impfstoff zugelassen und von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen sei, hätten damit bereits mindestens eine Impfung erhalten, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

10.11 Uhr: Neuseeland: Nach Corona-Ausbruch nun Impfungen auch für Jüngere

Neuseeland hat nach einem lokalen Corona-Ausbruch Impfungen für 12- bis 15-Jährige mit dem Mittel von Pfizer/Biontech zugelassen. Impfungen seien ab dem 1. September möglich, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Kinder und Jugendliche der Altersgruppe könnten sich auch schon ab sofort impfen lassen, wenn ihre Eltern sie zu den Terminen begleiteten. Einem Bericht der Zeitung "New Zealand Herald" zufolge wurden einige Kinder und Jugendliche schon kurz nach Arderns Statement geimpft. Bisher waren Corona-Impfungen in dem Land für Menschen ab 16 Jahren erlaubt.

10.43 Uhr: Mutmaßlicher Amokfahrer von Trier will schweigen

Der mutmaßliche Amokfahrer von Trier will sich im Prozess nicht zu den Vorwürfen äußern. "Ich will selbst keine Aussage machen", sagte er zum Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Trier. Seine Verteidigerin Martha Schwiering fügte hinzu: "Weder zur Person noch zur Sache." Zuvor hatte Oberstaatsanwalt Eric Samel die Anklage verlesen: Dem 51-jährigen Angeklagten wird nach einer Amokfahrt durch die Trierer Fußgängerzone fünffacher Mord und versuchter Mord in 18 weiteren Fällen vorgeworfen. Bei der Tat wurden fünf Menschen getötet und 14 schwer verletzt.

10.02 Uhr: BGH verhandelt im Dezember über Revision zu Urteil gegen NSU-Helfer André E.

Über die Revision gegen die Verurteilung des NSU-Helfers André E. wird im Dezember vor dem Bundesgerichtshof (BGH) mündlich verhandelt. Der BGH nannte als Verhandlungstermin in Karlsruhe den 2. Dezember und als möglichen Entscheidungstermin den 15. Dezember. Das Münchner Oberlandesgericht hatte E. im Jahr 2018 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt - Verteidigung und Bundesanwaltschaft gingen danach in Revision.

9.59 Uhr: Urteile gegen Beate Zschäpe und zwei NSU-Helfer rechtskräftig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revisionen der Rechtsterroristin Beate Zschäpe und der beiden NSU-Helfer Ralf Wohlleben und Holger G. verworfen. Die Verurteilung der drei durch das Oberlandesgericht München aus Jahr 2018 ist damit rechtskräftig, wie der BGH in Karlsruhe mitteilte. Die rechtsextreme Zelle Nationalsozialistischer Hintergrund (NSU) ermordete über Jahre hinweg insgesamt zehn Menschen.

9.41 Uhr: Visa-Probleme nach Brexit machen britischen Studierenden Probleme

Britische Studierende, die im EU-Ausland studieren wollen, bekommen derzeit die unangenehmen Folgen des Brexits zu spüren. Viele warten wenige Tage vor dem Beginn des neuen Studienjahrs noch auf ihr entsprechendes Visum für Spanien, wie der Sender BBC berichtete. Der Verband Universities UK hat demnach das britische Außenministerium und die spanische Botschaft angeschrieben und gebeten, die Betroffenen zunächst mit einem Touristenvisum ins Land zu lassen. Verzögerungen bei der Ausstellung von Visa machten den Studierenden erhebliche Sorgen, sagte eine Sprecherin.

9.31 Uhr: Prozess um Autoattacke in Trierer Fußgängerzone mit fünf Toten begonnen

Mehr als acht Monate nach der Amokfahrt in der Trierer Fußgängerzone mit fünf Toten hat vor dem Landgericht der rheinland-pfälzischen Stadt der Prozess gegen den Tatverdächtigen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen fünffachen Mord, versuchten Mord in 18 Fällen sowie gefährliche und schwere Körperverletzung in 14 Fällen vor.

Der Mann soll am 1. Dezember 2020 mit seinem Auto in die Fußgängerzone gefahren sein. Auf seinem Weg durch mehrere Straßen soll er Passanten wahllos, aber gezielt mit hoher Geschwindigkeit erfasst haben, bevor er nach wenigen hundert Metern nahe der Porta Nigra ausstieg.

9.19 Uhr: Präsident von Burkina Faso verhängt nach Anschlag dreitägige Staatstrauer

Nach einem Anschlag mutmaßlicher Dschihadisten auf einen Militärkonvoi in Burkina Faso mit 47 Toten hat Präsident Roch Marc Christian Kaboré eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Wie das Kommunikationsministerium des westafrikanischen Landes mitteilte, ereignete sich der Angriff rund 25 Kilometer von der Gemeinde Gorgadji entfernt. Unter den Opfern waren demnach auch 30 Zivilisten.

9 Uhr: 19-Jähriger bei Hannover durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt

In Seelze bei Hannover hat ein 18-Jähriger am Mittwoch einen 19-Jährigen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen seien die beiden in Streit geraten, woraufhin der Jüngere den Älteren angegriffen habe, teilte die Polizei am Mittwochabend mit. Ein Zeuge habe den Notruf betätigt und der 18-Jährige sei geflohen.

Das Opfer sei mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gekommen. Der 18-Jährige sei nach einer umfangreichen Fahndung am Mittwochabend festgenommen worden und nun in Polizeigewahrsam. Am Donnerstag soll er einem Haftrichter vorgeführt werden, die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags. Sie bittet um Zeugenhinweise.

8.06 Uhr: Brand im Westen von Athen tobt weiter – Ortschaft gerettet

Griechische und polnische Feuerwehrleute haben die Ortschaft Vilia im Westen Athens gegen einen seit Tagen tobenden Brand verteidigt und die Ortschaft mit rund 3000 Einwohnern gerettet. Der griechische Rundfunk berichtete über die erfolgreiche Löschaktion in der Nacht. "Wir hoffen, heute die Brände unter Kontrolle zu bringen", sagte der Gouverneur der Region, Giorgos Patoulis, im griechischen Rundfunk weiter. Gestern hatte sich der Wind gedreht - ein riesiges Flammenmeer hatte von den umliegenden Bergen aus Kurs auf die Ortschaft genommen.

7.53 Uhr: Urlaubsorte in Mexiko wappnen sich gegen Hurrikan "Grace"

Wegen des herannahenden Hurrikans "Grace" sind im mexikanischen Touristenort Tulum die Hotels evakuiert worden. Die Gäste seien in Notunterkünften untergebracht worden, schrieb der Gouverneur des Bundesstaates Quintana Roo an Mexikos Karibikküste, Carlos Joaquín, auf Twitter. Es würden bis zu vier Meter hohe Wellen erwartet. Der Hurrikan der Kategorie eins - der niedrigsten von fünf - näherte sich in der Nacht nach Angaben des US-Hurrikanzentrums mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern der Halbinsel Yucatán.

7.49 Uhr: Proteste gegen schärfere Corona-Regeln in Lettland

In Lettland haben Tausende Menschen gegen verschärfte Corona-Regeln protestiert. Bei einer Kundgebung gestern Abend in der Hauptstadt Riga versammelten sich nach Polizeiangaben rund 3500 Menschen in der Innenstadt. Der Unmut der Demonstranten richtete sich gegen verpflichtende Impfungen, Corona-Einschränkungen in Bildungseinrichtungen sowie die auf mehrere Bereiche des öffentlichen Lebens ausgeweiteten Nachweispflichten.

7.47 Uhr: Jugendlicher in Marseille erschossen

In Marseille ist gestern Abend ein 14-jähriger Jugendlicher in einer Wohnsiedlung erschossen worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden zwei weitere Menschen verletzt, bei ihnen handelte es sich um einen 14-Jährigen und einen Achtjährigen. Zuerst hatte die französische Tageszeitung "La Provence" darüber berichtet. Laut Staatsanwaltschaft fuhren zwei Menschen mit einem Motorrad in das Wohnviertel, sie seien mit mindestens einem Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow bewaffnet gewesen. Die beiden hätten auf der Straße das Feuer eröffnet. In Marseille gibt es immer wieder schwere Schusswaffenvorfälle. 

7.39 Uhr: Eurokurs fällt auf tiefsten Stand seit neun Monaten

Der Eurokurs ist deutlich unter 1,17 Dollar gefallen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1666 Dollar gehandelt und damit auf dem tiefsten Stand seit dem vergangenen November. Nachdem sich der Euro zur Wochenmitte zeitweise stabilisieren konnte, setze er seine Talfahrt in der Nacht fort. Ursache ist die Dollar-Stärke. Die amerikanische Währung konnte im Handel mit allen anderen wichtigen Währungen zulegen, während der Euro unter Verkaufsdruck geriet.

5.33 Uhr: Kritik an großer Fan-Datenbank der Polizei Bayern

Die Polizei in Bayern pflegt eine bislang kaum bekannte Datenbank mit Personalien von Fußballfans und wird deswegen von Datenschützern und Fan-Vertretern kritisiert, wie der "Kicker" berichtet. Unter Berufung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Katharina Schulze und Max Deisenhofer berichtet das Magazin von 1644 Personen in der Datenbank mit dem Namen "EASy Gewalt und Sport". Das seien deutlich mehr als in der bundesweiten "Datei Gewalttäter Sport", in der etwa 500 Personen mit Wohnsitz im Freistaat geführt würden.

Deisenhofer kritisierte die Einrichtung der Datenbank als "unverständlich", da die Zahl der Delikte und Ordnungswidrigkeiten in Bayern seit Jahren kontinuierlich zurückgehe. Kritik gibt es demnach auch an den niederschwelligen Kriterien für die Aufnahme in die Datenbank. "Die Entscheidung zur Speicherung einer Person [...] erfolgt nicht auf Basis eines einzelnen relevanten Sachverhalts, sondern auf Grundlage einer sogenannten Individualprognose", heißt es laut "Kicker" in der Antwort auf die Anfrage. "Man kann also in der Datensammlung landen, wenn die Polizei meint, dass von einer Person die Gefahr des Anbringens von Aufklebern ausgeht", zitierte der "Kicker" Marco Noli, Strafverteidiger aus München und Mitglied der AG Fananwälte.

4.52 Uhr: Opferzahl steigt weiter – 2189 Tote nach Beben in Haiti

Nach dem gewaltigen Erdbeben in Haiti ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 2189 gestiegen. Weitere 332 Menschen würden noch vermisst, teilte die haitianische Zivilschutzbehörde mit. Mindestens 12.268 Menschen wurden demnach bei dem Beben der Stärke 7,2 am Samstag verletzt. Darüber hinaus wurden nach neuen Erkenntnissen knapp 53.000 Häuser zerstört und gut 7. 000 beschädigt.

Einem farbigen Mädchen mit bunten Perlen in den Dreads laufen Tränen über das Gesicht, während eine Frau es von hinten umarmt

Dringend benötigte Hilfe erreicht die betroffene Region nur schleppend. Nach örtlichen Medienberichten gibt es Gegenden, in denen die Überlebenden des Bebens verzweifelt auf Unterstützung warteten. In der betroffenen Region im Südwesten des Karibikstaates fehlt es am Nötigsten. Zahlreiche Menschen müssen im Freien schlafen und mussten in der Nacht zu Dienstag außerdem einen Tropensturm über sich ergehen lassen, der mancherorts Überschwemmungen verursachte.

4.26 Uhr: RKI registriert 8400 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt sie bei 44,2 – am Vortag hatte der Wert 40,8 betragen, vor einer Woche 27,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8400 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 5638.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.843.775 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.690.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.943.

3.37 Uhr: Weiterer Waldbrand wütet unkontrolliert in Nordkalifornien

Im Norden Kaliforniens breitet sich ein weiterer Waldbrand rasch aus. Die US-Behörden riefen tausende Menschen auf, sich wegen des "Caldor Fire" in Sicherheit zu bringen. Das am Samstag ausgebrochene Feuer war innerhalb von 24 Stunden um das Achtfache angewachsen und umfasste bis gestern eine Fläche von rund 215 Quadratkilometern. Mindestens zwei Menschen mussten per Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert werden, nachdem das "Caldor Fire" eine Kleinstadt rund 80 Kilometer von Sacramento erreicht hatte. Die Feuerwehr appellierte in den Medien eindringlich an die Bewohner, die bedrohten Gebiete zu verlassen.

3 Uhr: Drosten: Für Großteil ist im Herbst keine Auffrischungsimpfung nötig

Für den Großteil der Geimpften wird dem Virologen Christian Drosten zufolge im Herbst keine Auffrischungsimpfung gegen Sars-CoV-2 nötig sein. "Die Schutzwirkung der Corona-Vakzinen ist viel besser als beispielsweise bei den Influenza-Impfstoffen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch das baldige Aufkommen einer neuen Virusvariante, die gegen die verfügbaren Impfstoffe resistent ist, erwartet Drosten nicht.

1.51 Uhr: "Havanna-Syndrom" bei US-Diplomaten in Deutschland?

Mindestens zwei US-Diplomaten in Deutschland sollen Medienberichten zufolge gesundheitliche Beschwerden gemeldet haben, die auf das sogenannte Havanna-Syndrom hindeuten. Das berichten der "Spiegel" und das "Wall Street Journal". Das "Wall Street Journal" beruft sich dabei auf namentlich nicht genannte US-Diplomaten und nannte als Symptome unter anderem Schwindel, schwere Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Trägheit.

0.44 Uhr: Europaweit gesuchter Deutscher in Venedig verhaftet

Die italienische Polizei hat in Venedig einen europaweit zur Fahndung ausgeschriebenen Deutschen verhaftet. Der 55-Jährige sei wegen Finanzdelikten zum Schaden der Europäischen Gemeinschaft gesucht worden, teilten die Carabinieri mit. In Deutschland drohe dem Mann eine bis zu 15-jährige Haftstrafe. Die Beamten nahmen ihn nach eigenen Angaben in einem Hotel im historischen Zentrum der norditalienischen Lagunenstadt fest. Er habe sich ohne Gegenwehr ergeben. Der in der Schweiz gemeldete Mann wurde in ein Gefängnis gebracht. Dort warte er nun auf die Entscheidung der italienischen Gerichtsbarkeit, ob er an die deutschen Behörden ausgeliefert werde.

0.02 Uhr: Kinder- und Jugendärzte sehen Impfungen an Schulen kritisch

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat die Pläne mehrerer Bundesländer kritisiert, Kinder und Jugendliche an und im Umfeld von Schulen gegen das Coronavirus zu impfen. "Die Jugendlichen stehen in den Schulen sehr stark unter Gruppenzwang, so dass eine freie und unabhängige Entscheidung schwierig wird", sagte der Bundessprecher des Verbandes, der Kinderarzt Jakob Maske, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Maske riet stattdessen zur Impfung in den Praxen: "Das Impfen beim eigenen Kinder- und Jugendarzt hat den Vorteil, dass der Arzt die Familie und das Umfeld gut kennt und die Eltern besser beraten kann, ob die Impfung für die Familie sinnvoll ist oder nicht."

mad / fs DPA AFP

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