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News von heute Saar-Grüne und Bremer AfD nicht zur Bundestagswahl zugelassen

Wahlbrief
Die Deutschen haben Ende September wieder die Wahl
© Hauke-Christian Dittrich / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

17.46 Uhr: EU genehmigt Corona-Hilfen für deutsche Bahnunternehmen

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben von der Bundesregierung beschlossene Corona-Hilfen für Bahnunternehmen genehmigt. Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, geht es um Unterstützung im Gegenwert von mehr als 2,5 Milliarden Euro. Sie wird in Form einer Senkung der Entgelte gewährt, die Unternehmen im Güter- und im Personenfernverkehr für den Zugang zur Schieneninfrastruktur entrichten.

17.27 Uhr: Erschossener Polizist in Schweden beigesetzt

Angehörige und Kollegen haben in Schweden Abschied von einem auf offener Straße erschossenen Polizisten genommen. In der Vasakirche in Schwedens zweitgrößter Stadt Göteborg wurde ein Ehrenbegräbnis für den Getöteten abgehalten, an dem auch viele uniformierte Kolleginnen und Kollegen teilnahmen. Alle bei der schwedischen Polizei empfänden eine tiefe Trauer, wurde ihr Sprecher Thomas Fuxborg von der Nachrichtenagentur TT zitiert. Mehr als 100 Menschen waren in der voll besetzten Kirche dabei. Polizisten und Militärvertreter konnten die Zeremonie zudem per Live-Übertragung in einem anderen Raum im Zentrum Göteborgs verfolgen.

17.19 Uhr: Auch New Yorker Broadway verlangt ab September Impf-Nachweis

Die Theater am New Yorker Broadway wollen bei der Wiedereröffnung im September nach rund anderthalbjähriger Pause während der Corona-Pandemie nur Zuschauer mit Impf-Nachweis zulassen. Auch alle Mitarbeiter und Schauspieler an den insgesamt 41 Theatern müssten geimpft sein, teilte der Branchenverband Broadway League mit. Zudem müssten Zuschauer im Theater Masken tragen und dürften diese nur zum Essen und Trinken abnehmen. Die Regelung gelte zunächst bis mindestens Oktober.

17.17 Uhr: Münchner Theaterchef Pekny will nach Freispruch Veränderungen

Theaterchef Thomas Pekny hat nach seinem Freispruch vom Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs Veränderungen an der Komödie im Bayerischen Hof angekündigt. "Ich habe bereits Maßnahmen getroffen, die auch meine Firmenstruktur verändern werden, um Hierarchien aufzubrechen und den Mitarbeitern, Kollegen und Zuschauern, die durch die Vorgänge irritiert sind, zu signalisieren, dass mein Freispruch für mich kein "weiter so" bedeutet, sondern Anlass bietet, vieles auf den Prüfstand zu stellen, in erster Linie, um unser wunderschönes Theater im Bayerischen Hof zu erhalten", erklärte Pekny. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 69-Jährigen vorgeworfen, betrunkene Frauen auf dem Oktoberfest angesprochen und mit in die Proberäume des Theaters genommen zu haben. Dort soll er sich an den schlafenden Frauen vergangen und davon Videos und Fotos gemacht haben.

17.15 Uhr: Bauern enttäuscht von Treffen über Schweinepest

Ein Expertentreffen zu den Folgen der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg ist aus Sicht der betroffenen Bauern enttäuschend verlaufen. "Bei den wirklichen Problemen und entscheidenden Fragen hat es keine Ergebnisse gegeben", sagte der Präsident des Brandenburger Landesbauernverbandes, Hendrik Wendorff, nach den Gesprächen. "Es gab vom Bund keine Signale auf finanzielle Hilfe für die Schweinehalter in der Region", ergänzte er. Der Verkauf der Tiere aus Restriktionszonen, in denen besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Schweinehaltung gelten, sei nicht möglich.

17.15 Uhr: Polizei in Hongkong geht wegen China-kritischer Gesänge gegen Olympia-Fans vor

Weil sie bei einer öffentlichen Fernsehübertragung der Olympischen Spiele China-kritische Gesänge angestimmt haben, geht die Polizei in Hongkong gegen mehrere Sportfans vor. Der Vorfall werde untersucht, sagte ein Behördensprecher der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben aus Polizeikreisen ging es um "beleidigende Handlungen" gegenüber der chinesischen Nationalhymne. Ein 40-Jähriger wurde demnach in Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen. Bei einer Medaillenzeremonie buhten einige Fans während der chinesischen Nationalhymne und skandierten dann den Fußball-Fangesang "Wir sind Hongkong". Das Geschehen im Einkaufszentrum wurde live übertragen.

17.14 Uhr: Italienisches Dorf kämpft für Rettung von tausend Jahre altem Olivenbaum

Ein italienisches Dorf kämpft für die Rettung eines tausend Jahre alten Olivenbaums: Nachdem ein Buschbrand den als "Der Patriarch" bekannten Baum im Westen Sardiniens nahezu vollständig verkohlt hat, stehen Dorfbewohner als Freiwillige Wache, um seine Überreste zu beschützen. "Der Patriarch" war ein wilder Olivenbaum mit einem Stammumfang von fast zehn Metern und einer Höhe von 16,5 Metern. Bei den schlimmsten Buschbränden auf der Mittelmeerinsel seit Jahrzehnten erlitt er am vergangenen Wochenende schweren Schaden. Nach Untersuchungen hoffen Experten jedoch, dass in seinem Wurzelsystem und auf der am wenigsten verbrannten Seite seines Stamms noch Leben steckt.

17.13 Uhr: Bremer Landesliste der AfD nicht zur Bundestagswahl zugelassen

Der Bremer Landeswahlausschuss hat die Landesliste der AfD nicht zur Bundestagswahl zugelassen. Wie die Landeswahlleitung der Hansestadt nach einer Sitzung mitteilte, entsprachen die Wahlvorschläge der Partei nicht den gesetzlichen Bestimmungen. Nach Angaben einer Sprecherin der Landeswahlleitung weigerte sich eine AfD-Vertreterin, die während der Aufstellungsversammlung der Partei unter anderem als Schriftführerin fungierte, gegenüber dem Wahlausschuss die obligatorischen eidesstattlichen Versicherungen über einen wahlrechtskonformen Ablauf der AfD-Listenaufstellung abzugeben. Damit ist die Zulassung der Landesliste ausgeschlossen.

16.50 Uhr: Impfkommission: Noch ungenügend Daten zu dritter Dosis gegen Corona

Nach der Entscheidung Israels zu Auffrischimpfungen gegen Corona für ältere Menschen sieht die Ständige Impfkommission (Stiko) noch nicht die nötigen Daten für eine solche Empfehlung in Deutschland. Es sei aber eines der Themen, mit denen sich das Gremium weiter intensiv beschäftige, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens. Der Impfexperte Leif Sander von der Charité in Berlin sagte, er rechne damit, dass es zu einer Empfehlung zu Auffrischungen kommen werde. Er halte es für sinnvoll, dies Hochbetagten sowie Menschen mit besonderem Risiko "schon bald breitflächig" zu empfehlen und anzubieten.

16.44 Uhr: Landesliste der Grünen im Saarland zur Bundestagswahl abgelehnt

Der Landeswahlausschuss im Saarland hat die Landesliste der Grünen für die Bundestagswahl abgelehnt. Grund sei der Ausschluss von Delegierten bei der Aufstellungsversammlung zur Liste, teilte die Landeswahlleitung nach einer mehrstündigen Sitzung mit. Dies sei ein schwerer Fehler gewesen. Die Liste war im zweiten Anlauf mit Jeanne Dillschneider an der Spitze aufgestellt worden. Von der Wahl waren aber 49 Delegierte aus Saarlouis ausgeschlossen worden. Grund: Unregelmäßigkeiten bei einer Delegiertenwahl. Danach wurde Hubert Ulrich auf Platz eins und damit zum Spitzenkandidaten der Saar-Grünen gewählt. Diese Wahl wurde für ungültig erklärt, weil auch nicht stimmberechtigte Parteimitglieder mitgewählt hatten.

News von heute: Saar-Grüne und Bremer AfD nicht zur Bundestagswahl zugelassen

16.43 Uhr: Lukaschenko erwartet weiteren Druck des Westens auf Belarus

Der autoritäre belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko erwartet nach einem Treffen von Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja mit US-Präsident Joe Biden weiteren Druck aus dem Westen auf sein Land. Er rechne mit "mittelbarem Druck auf unsere östlichen Verbündeten und Partner", sagte Lukaschenko belarussischen Medien zufolge. Die ins EU-Ausland geflüchtete Tichanowskaja war Mitte der Woche während einer USA-Reise von Biden im Weißen Haus in Washington empfangen worden. Die 38-jährige wird von vielen als wahre Siegerin der belarussischen Präsidentenwahl vor rund einem Jahr angesehen.

16.38 Uhr: Verwaltungsgericht weist Eilantrag gegen Demonstrationsverbot zurück

Das Berliner Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag gegen das Verbot einer Demonstration von Gegnern der Corona-Politik zurückgewiesen. Das teilte ein Sprecher des Gerichts mit. Der Eilantrag war von den Initiatoren einer für Sonntagvormittag geplanten Demonstration unter dem Motto "Friede, Freiheit, Wahrheit" eingereicht worden. Dazu waren 3500 Teilnehmer angemeldet. Wie der Sprecher sagte, hat das Gericht die Einschätzung der Polizei zu möglichen Gesundheitsgefahren für den Fall, dass die Demonstration stattfinden sollte, bestätigt. Inzwischen seien zwei weitere Eilanträge gegen Demonstrationsverbote eingegangen.

16.31 Uhr: Transgender-Frau Tessa Ganserer muss mit Männername auf Wahlzettel

Die Transgender-Frau Tessa Ganserer wird zur Bundestagswahl 2021 unter ihrem Geburtsnamen Markus Ganserer auf dem Wahlzettel erscheinen. Ihr weiblicher Vorname Tessa wird in Klammern stehen. Das hat der bayerische Landeswahlausschuss beschlossen, wie eine Sprecherin des Statistischen Landesamtes in Fürth bestätigte. Die Grünen-Politikerin, derzeit Landtagsabgeordnete in Bayern, könnte eine der ersten Transgender-Menschen sein, die in den Bundestag einziehen. Ganserer selbst hält die Nennung ihres Geburtsnamens für diskriminierend.

16.25 Uhr: Polnische Polizei entdeckt illegale Bitcoin-Mine in eigenem Hauptquartier

Die polnische Polizei hat eine illegale Operation zum Erschaffen von Bitcoin aufgedeckt - in ihrem eigenen Hauptquartier in Warschau. Ein "ziviler Angestellter" habe Strom für das Bitcoin-Schürfen abgezweigt, sagte Polizeisprecher Mariusz Ciarka dem Fernsehsender TN256. "Leider hat sich das in den Räumen der Polizei abgespielt." Das Vorgehen des Mannes sei "ziemlich schnell" aufgedeckt worden. Dem Fernsehsender zufolge wurde der fragliche Angestellte entlassen. Das sogenannte Schürfen von Kryptowährung benötigt enorme Rechnerkapazitäten und dementsprechend große Mengen Strom.

16.16 Uhr: Drei Teenager-Freundinnen mit Autos der Eltern unterwegs

Die Autos ihrer Eltern haben drei jugendliche Mädchen aus Ludwigshafen für eine Spritztour ins 90 Kilometer entfernte Frankfurt am Main genutzt. Zunächst entwendeten die Freundinnen im Alter von 13, 15 und 16 Jahren das Auto der Eltern der 13-Jährigen, wie die Frankfurter Polizei mitteilte. Diese Fahrt nahm aber mit einem Unfall ein jähes Ende. Das Trio sei daraufhin vom Unfallort geflohen und habe sich das Auto der Eltern der 15 und 16 Jahre alten Mädchen genommen, die Schwestern sind. Einer Streife der Bundespolizei sei der verbotene Ausflug mit der 15-Jährigen am Steuer aber aufgefallen. Die Polizei leitete gegen die Jugendlichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs ein.

16.07 Uhr: Bratwurst als Belohnung sorgt für Ansturm auf Impfstelle

Eine Bratwurst als Belohnung hat der Impfstelle im südthüringischen Sonneberg einen regelrechten Ansturm auf Covid-19-Impftermine beschert. Bis zum Nachmittag kamen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) 250 Menschen, um sich neben der Spritze in den Oberarm auch noch die kulinarische Spezialität abzuholen. Die Thüringer Bratwurst genießt neben Klößen einen geradezu legendären Ruf - auch über die Landesgrenzen hinaus. Für Einheimische ist sie so etwas wie ein Nationalgericht. Das erstmals angebotene "Bratwurst-Impfen" ist eine von mehreren Ideen, mit denen Thüringen der zunehmenden Impfmüdigkeit begegnen will.

News von heute: Saar-Grüne und Bremer AfD nicht zur Bundestagswahl zugelassen

15.59 Uhr: Umweltamt: Keine Rückstände von Dioxin in Rußpartikeln festgestellt

Nach der Explosion und dem Brand in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage hat das nordrhein-westfälischen Landesumwelt in den niedergegangenen Rußpartikeln nach eigenen Angaben nur eine geringe Schadstoffbelastung entdeckt. Es seien keine Rückstände von Dioxin und dioxinähnlichen Stoffen in den Rußpartikeln festgestellt worden, teilte das Landesumweltamt mit. Bei den Polychlorierten Biphenylen (PCB) und den Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) seien sehr geringe Werte gemessen worden, die die Bewertungsgrenzen unterschritten. Unklar ist aber, ob eventuell weitere Stoffe freigesetzt worden seien. Die Ermittlungen dauerten weiter an.

15.58 Uhr: Warnung vor Nahrungsergänzungs-Kapseln

Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform sind vom Hersteller Powerstar Food zurückgerufen worden. In dem Produkt namens Powerstar Food Ecdysteron ist unter anderem der Höchstgehalt an Benzo(a)pryren überschritten worden, das laut Bundesamt für Verbraucherschutz Krebs auslösen und das Erbgut schädigen kann. Das geht aus einer Warnung hervor, die auf dem Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht wurde. Betroffen sind demnach Verpackungseinheiten mit 60 Kapseln, dem Haltbarkeitsdatum März 2023 und dem Produktionsdatum 3. März 2021 sowie der sogenannten Los-Kennzeichnung LOS: 489-009. Der Hersteller rief dazu auf, das Produkt nicht zu verzehren, sondern an ihn zum Ausgleich zurückzugeben.

15.52 Uhr: Britischer Katzen-Serienkiller zu über fünf Jahren Haft verurteilt

Ein 54-jähriger Brite, der innerhalb von neun Monaten mindestens neun Katzen getötet und sieben weitere verletzt hat, muss für fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Ein Gericht befand den ehemaligen Wachmann Steve Bouquet für schuldig, zwischen Oktober 2018 und Juli 2019 im südenglischen Seebad Brighton mit dem Messer brutal auf die Tiere losgegangen zu sein. Bouquet stritt zunächst alles ab, doch fand die Polizei in seiner Wohnung ein Messer mit Katzenblut und auf seinem Handy ein Foto von einem seiner kleinen Opfer. Was den 54-Jährigen antrieb, blieb auch während des Prozesses unklar.

15.49 Uhr: Amazon in Luxemburg zu Millionenstrafe wegen Datenschutzverstößen verdonnert

Der US-Versandriese Amazon soll in Luxemburg wegen Datenschutzverstößen 746 Millionen Euro zahlen. Die luxemburgische Datenschutzkommission habe die Strafe damit begründet, dass das Unternehmen gegen europäische Datenschutzvorschriften verstoßen habe, erklärte Amazon. Die bereits am 16. Juli getroffene Entscheidung sei "unbegründet" und der Konzern werde "mit aller Kraft" dagegen vorgehen. Was genau die Grundlage für das Vorgehen der Datenschutzkommission war, blieb zunächst unklar. Amazon versicherte lediglich, es habe keine Datenabflüsse gegeben und es seien auch keinerlei Kundendaten von Dritten eingesehen worden.

15.43 Uhr: Bewaffneter Überfall auf Juweliergeschäft in Paris

In Paris haben zwei Menschen einen Juwelierladen überfallen und Schmuck und Bargeld geraubt. Ihre Beute hat Schätzungen zufolge einen Wert von etwa 400.000 Euro, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Aus Polizeikreisen hieß es, das Diebesgut habe "erheblichen" Wert. Demnach hatten die beiden Männer bei ihrem Überfall einen Taser, eine Pistole und Tränengas dabei. Verletzt wurde niemand. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Untersuchungen ein. Erst am Dienstagabend war in Paris ein Juweliergeschäft überfallen worden.

15.25 Uhr: Nach der Flut: Diebstahl in der Spielbank Bad Neuenahr-Ahrweiler

Drei Männer sollen die Flutkatastrophe ausgenutzt haben, um in der stark betroffenen Spielbank Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Diebstahl zu begehen. Die Beschuldigten im Alter von 22 und 23 Jahren stehen im Verdacht, die Räume der Spielbank betreten und aus einem Behälter Jetons im Wert von insgesamt 125.500 Euro entwendet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz mit. Die Beschuldigten sollen versucht haben, einzelne Spielmarken in der Spielbank am Nürburgring in Bargeld umzutauschen. Dort seien sie von aufmerksamen Mitarbeitern des Casinos so lange hingehalten worden, bis die Polizei kam.

15.20 Uhr: US-Gesundheitsbehörde: Delta so ansteckend wie Windpocken

Die Delta-Variante des Coronavirus ist der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge so ansteckend wie Windpocken und kann den Schutz von Impfungen leichter durchbrechen. Die Virusmenge in Infizierten sei dabei deutlich höher als bei der ursprünglichen Variante und eine Ansteckung könne leichter weitergegeben werden, heißt es in einer internen CDC-Präsentation, die von der "Washington Post" veröffentlicht wurde. Die Erkenntnisse der Behörde stellen dabei allerdings nicht die Wirksamkeit der Impfstoffe in Frage. Diese schützten auch bei Delta weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Verläufen oder dem Tod.

14.57 Uhr: Studie: Kreuzimpfung stärker als Zweimal-Impfung mit Astrazeneca

Wissenschaftler der Technischen Universität München, des Helmholtz Zentrums München, des Universitätsklinikums Erlangen und des Universitätsklinikums Köln untersuchten die Immunreaktion im Rahmen einer retrospektiven Studie, die im Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" erschien.

Dafür wurde nach Angaben der Forscher das Blut von rund 500 Probanden analysiert, die acht bis zwölf Wochen nach ihrer ersten Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca eine zweite Impfung mit dem mRNA-Vakzin von Biontech/Pfizer bekommen hatten. "Die neutralisierende Antikörperantwort war bei diesen Probandinnen und Probanden sehr viel stärker ausgeprägt als bei Menschen, die zweimal das Vakzin von Astrazeneca bekamen", erklärte das Uniklinikum Erlangen am Freitag. Die Immunreaktion auf die Kombinationsimpfung sei mindestens genauso gut wie die Antikörperantwort nach zwei Impfungen mit Biontech gewesen. Die Forscherinnen und Forscher kommen zu dem Schluss, dass die Kombinationsimpfung auch bei individuellen Unverträglichkeiten oder bei Versorgungsengpässen zum Einsatz kommen kann.

14.18 Uhr: Fränkische Rechtsextreme muss für sechs Jahre ins Gefängnis

Das Oberlandesgericht München hat eine Rechtsextreme aus Franken wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Bedrohung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Störung des öffentlichen Friedens durch die Ankündigung von Straftaten zu sechs Jahren Haft verurteilt. Außerdem ordnete das Gericht Führungsaufsicht für Susanne G. an. Das Gericht folgte mit dem Strafmaß der Bundesanwaltschaft, die Verteidigung wollte für die meisten Tatvorwürfe einen Freispruch.

Das Gericht war nach der Beweisaufnahme überzeugt, dass G. im Dezember 2019 an den Landrat des Landkreises Nürnberger Land eine Beileidskarte verschickte, in der sie mit dessen Tötung drohte. Außerdem versandte sie danach fünf weitere Drohschreiben an verschiedene Politiker, einen Moscheeverein und einen Flüchtlingshilfeverein, wobei sie jeweils Munition beilegte.

13.47 Uhr: Dolmetscher aus Afghanistan in den USA gelandet

Ein erstes Flugzeug mit rund 200 ehemaligen Hilfskräften der US-Streitkräfte in Afghanistan ist in den Vereinigten Staaten eingetroffen. "Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Erfüllung unseres Versprechens gegenüber Tausenden von afghanischen Staatsangehörigen, die in den letzten 20 Jahren Seite an Seite mit amerikanischen Truppen und Diplomaten in Afghanistan gedient haben", erklärte Präsident Joe Biden am Freitag dazu. 

Das US-Programm zur Aufnahme afghanischer Helfer soll diese vor Vergeltung durch die radikalislamischen Taliban schützen. Biden versicherte, dass seine Regierung daran arbeite, schnellstmöglich alle visumberechtigten Afghanen "aus der Gefahrenzone" zu bringen. Nach Angaben des Weißen Hauses haben die Neuankömmlinge bereits umfangreiche Hintergrundprüfungen durchlaufen und sollen nun unter anderem Gesundheitsprüfungen in Fort Lee im US-Bundesstaat Virginia durchlaufen.

13.31 Uhr: Kaputtes Dach der Stuttgarter Oper soll Klimawandel-Mahnmal werden

Das bei dem Unwetter Ende Juni demolierte Kupferdach der Stuttgarter Oper soll als Mahnmal erhalten bleiben. Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) sagte am Freitag in einem Videobeitrag auf Twitter, mit dem zerknüllten Dach wolle man an den fortschreitenden Klimawandel erinnern. Das Kupferknäuel soll nach seinen Worten neben dem Opernhaus als Skulptur platziert werden.

Bei dem Unwetter am 28. Juni in Stuttgart war ein Teil des Dachs durch die heftigen Böen abgedeckt worden. Kupferteile waren auf den Vorplatz des Opernhauses gestürzt.

12.46 Uhr: Neun Schwerverletzte bei Busunfall auf A13 in Brandenburg

Neun Menschen sind bei dem Reisebusunfall auf der Autobahn 13 bei Schönwald in Brandenburg schwer verletzt worden. Das teilte der Sprecher der Polizeidirektion Süd, Torsten Wendt, mit. Zur Gesamtzahl der Verletzten konnte er noch keine genauen Angaben machen. Er sprach zunächst von 12 Verletzten, die Feuerwehr ging von 19 aus. Mehrere Leichtverletzte würden vor Ort in Zelten ambulant betreut. Insgesamt hätten sich 17 Insassen und 2 Fahrer in dem Reisebus befunden, der 34 Sitzplätze habe.

Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr wurde der Unfall gegen kurz vor 10.00 Uhr gemeldet. Die Feuerwehr war am Vormittag mit 6 Hubschraubern und 67 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Autobahn wurde in beide Richtungen gesperrt.

Nach Angaben von Wendt war der kleinere Reisebus nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und "zur Seite gestürzt". Die Ursache des Unfalls sei noch völlig unklar.

12.18 Uhr: Falschgeldhändler in Berlin überführt

Ermittler sind einem bundesweiten Geschäft mit Falschgeld auf der Spur. Nachdem seit Jahresbeginn der Umlauf von gefälschten 20-, 50- sowie 100-Euro-Noten in Berlin stark angestiegen war, führten Spuren ins Rheinland und nach Süddeutschland, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in Berlin mitteilten. In Berlin wurde nun ein mutmaßlicher Falschgeldhändler durch sogenannte Scheinkäufe überführt und vor fast drei Wochen festgenommen. Der 26-Jährige soll sich mindestens 600 gefälschte Geldscheine im vermeintlichen Wert von rund 56.000 Euro verschafft und diese über einen Messengerdienst zum Verkauf angeboten haben.

Der Tatverdächtige soll Teil eines bundesweiten Geschäfts mit Falschgeld sein, dem Ermittler in mehreren Bundesländern auf der Spur sind. Den Ermittlungen zufolge werden die falschen Banknoten offenbar in einer Fälscherwerkstatt in Köln hergestellt.

12.14 Uhr: Fast 40 Prozent mehr Niederschlag im Juli 2021

In Deutschland hat es im Juli deutlich mehr geregnet als üblich. In diesem Monat fielen bundesweit im Mittel rund 110 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach nach der ersten Auswertung seiner rund 2000 Messstationen meldete. Das seien knapp 40 Prozent mehr als im Schnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990. Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Plus bei fast 25 Prozent. Mehrfach kam es im Juli zu Unwettern mit katastrophalen Folgen - der DWD sprach von einem "Jahrhundertregen".

11.51 Uhr: Reisebus-Unglück auf A13 – mehrere Verletzte bestätigt

Auf der Autobahn 13 bei Schönwald südöstlich von Berlin hat sich nach Angaben der Feuerwehr ein Reisebus überschlagen. Dabei wurden nach Angaben der Leitstelle Lausitz 19 Menschen verletzt, 2 davon schwer. Die Polizei sprach zunächst von 12 Verletzten. Zuvor hatte der RBB über den Unfall berichtet.

Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr wurde der Unfall gegen kurz vor 10 Uhr gemeldet. Die Feuerwehr war am Vormittag mit 6 Hubschraubern und 67 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Autobahn wurde in beide Richtungen gesperrt. Laut Polizei war der kleinere Reisebus nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und "zur Seite gestürzt". Die Ursache des Unfalls ist noch völlig unklar.

11.40 Uhr: CSU mit Wahlkampf von Laschet unzufrieden

In der CSU gibt es Unzufriedenheit mit dem Wahlkampf der Union und von Kanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet. Bislang habe die Union "eigentlich nur von den Fehlern der anderen profitiert", monierte CSU-Chef Markus Söder im "Spiegel". Nun sei es aber wichtig, "in den nächsten Wochen noch besser klarzumachen, wofür die Union steht".  Die Union habe sich, "nachdem das erste Hoch der Grünen abgeklungen war, in Sicherheit gewiegt". Das Vertrauen auf Fehler der Anderen "reicht aber nicht aus". Laschet sei "ein sehr guter Kanzlerkandidat, der aber als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen derzeit vor allem mit der Bewältigung der Flutkatastrophe beschäftigt ist".

Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, forderte in der "Augsburger Allgemeinen" "zusätzliche Dynamik" im Wahlkampf. "Die Umfragen zeigen, dass wir noch erheblich Luft nach oben haben." Die CSU hatte eigentlich mit Söder als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf ziehen wollen. Dieser war jedoch Laschet im unionsinternen Ringen unterlegen und stellte sich daraufhin hinter den CDU-Chef.

11.29 Uhr: Frau aus Rheinland-Pfalz von angeblicher Wunderheilerin um 130.000 Euro betrogen

Eine Frau aus dem rheinland-pfälzischen Kreis Mayen-Koblenz ist von einer selbsternannten Wunderheilerin aus Russland um mehr als 130.000 Euro betrogen worden. Die 73-Jährige sah in einem russischen Fernsehsender eine Werbung einer angeblichen Wunderheilerin und meldete sich bei einer eingeblendeten Telefonnummer, teilte das Landeskriminalamt mit und warnte vor dieser Masche. Betroffene sollten sich bei der Polizei melden.

In mehreren Telefonaten sei der Frau eine Wunderheilung versprochen worden, wenn sie bestimmte Rituale absolviere und Stillschweigen bewahre. Die 73-Jährige glaubte daran und überwies zunächst rund 4500 Euro. Später übergab sie deutlich höhere Summen in bar an Abholer.

11.22 Uhr: Unesco zeichnet Donaulimes als neues Welterbe aus

Die Unesco hat den Donaulimes als Teil der Grenze des antiken Römischen Reiches als neues Welterbe ausgezeichnet. Das zuständige Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation gab die Entscheidung auf seiner 44. Sitzung im chinesischen Fuzhou bekannt. In seinem bayerischen Abschnitt erstreckt sich der Donaulimes von Bad Gögging im Landkreis Kelheim über Regensburg und Straubing bis nach Passau.

11.04 Uhr: Reisebus überschlägt sich laut RBB auf A13

Auf der A13 zwischen Staakow und Freiwalde hat sich einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg zufolge am Freitag ein Reisebus überschlagen. Rettungshubschrauber seien im Einsatz, so der RBB. Die Autobahn habe wegen des Unfalls voll gesperrt werden müssen. Es gäbe zahlreiche Verletzte.

Nach RBB-Recherchen wollte der Bus auf einen Parkplatz einbiegen und war dabei umgekippt. Untwer berufung auf die Leitstelle Lausitz in Cottbus berichtet der Sender, vier Rettungshubschrauber seien im Einsatz. Laut rbb-Informationen sollen 17 Menschen leicht verletzt worden sei, einen Schwerverletzten soll es geben. Die Angaben wurden demnach zunächst weder von der Feuerwehr, noch von der Polizei bestätigt.

11 Uhr: USA nehmen afghanische Helfer auf

Angesichts des Truppenabzugs aus Afghanistan startet die Regierung von US-Präsident Joe Biden die Aufnahme von Hunderten Afghanen, die während des dortigen Militäreinsatzes für die USA gearbeitet haben. Hochrangige US-Regierungsbeamte kündigten an, in einem ersten Schritt werde eine Gruppe von insgesamt rund 200 Personen – also von afghanischen Helfern und deren Familien – in die Vereinigten Staaten umgesiedelt.

Zahlreiche Afghanen, die während des Einsatzes für die USA gearbeitet haben, etwa als Dolmetscher, können spezielle Einwanderungsvisa für die Vereinigten Staaten beantragen. Nach Einschätzung von Fachleuten droht den Helfern nach dem Abzug der US-Truppen die Rache der militant-islamistischen Taliban. Daher sollen sie und ihre Familien in den USA ein neues Leben beginnen. Bereits in den vergangenen Jahren wurden laut US-Regierung Zehntausende Afghanen mit solchen Spezialvisa in die USA gebracht.

10.39 Uhr: Fast vier Millionen Schmuggelzigaretten hinter Auto-Felgen versteckt

Im Hamburger Hafen haben Zollfahnder knapp vier Millionen Schmuggelzigaretten in einem Container entdeckt. Sie seien hinter einer Tarnladung Auto-Felgen versteckt gewesen, teilte das Zollfahndungsamt Hamburg mit. Es handele sich um eine "der größten Sicherstellungen von unversteuerten Zigaretten in diesem Jahr in Hamburg". Der Seecontainer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war den Ermittlern Ende der vergangenen Woche aufgefallen. Bei einer Röntgenkontrolle entdeckten sie das Versteck von 3,86 Millionen Zigaretten. Der Steuerschaden liege bei 770.000 Euro, hieß es.

10.31 Uhr: AfD-Spitzenkandidatin Weidel will sich vorerst nicht impfen lassen

Die Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl, Alice Weidel, will sich auf absehbare Zeit nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Im ZDF-Morgenmagazin sagte sie, es sei für sie nicht akzeptabel, "dass gesunde Ungeimpfte diskriminiert werden". Auf Twitter gab es für ihre Äußerungen viel Kritik, aber auch Zuspruch von einigen Impfgegnern. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich bislang nicht impfen lassen. Dafür hat der Chef der Freien Wähler Kritik einstecken müssen, auch vom Koalitionspartner CSU.

Zu den Spitzenpolitikern der AfD, die sich nach eigener Aussage haben impfen lassen, zählen unter anderem Alexander Gauland, der die AfD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit Weidel leitet, und der Parteivorsitzende Jörg Meuthen. Sie haben sich – so wie auch mehrere Bundesminister – deutlich gegen die Einführung einer Covid-19-Impfpflicht ausgesprochen.

Corona-Patient Harland McPhun hatte sich nicht impfen lassen, jetzt bereut er seine Entscheidung.

10.28 Uhr: Streit um Senf zur Leberkäs-Semmel endet bei Polizei

Ein Streit über den richtigen Senf auf der Leberkäs-Semmel kann in Bayern schon mal vor der Polizei landen. So geschehen in München auf dem Viktualienmarkt. Ein Mann habe dort eine Semmel mit mittelscharfem Senf bestellt, sagte ein Polizeisprecher. Die Verkäuferin habe dem 61-Jährigen dann allerdings süßen Senf auf den Leberkäse geschmiert. "Er wollte das nicht annehmen, weil er den süßen Senf nicht verträgt", sagte der Sprecher. Die Marktfrau habe den süßen Senf abgekratzt und mittelscharfen darauf gegeben, der Mann habe aber eine ganz neue Semmel verlangt, weil es noch "Anhaftungen von süßem Senf" gebe.

Weil die Frau "den Austausch verweigerte", meldete der Mann den Fall am Montag bei der Polizei. Die Beamten hätten ihn darauf hingewiesen, dass der falsche Senf auf der Semmel kein Grund für eine Anzeige sei, weil es keine Straftat, sondern eine Zivilstreitigkeit sei, so der Sprecher.

10.22 Uhr: Allgemeine Testpflicht für Rückkehrer gilt ab Sonntag für alle Menschen ab Zwölf

Wer nach Deutschland einreisen will und mindestens zwölf Jahre alt ist, muss ab Sonntag nachweisen, dass er gegen Corona geimpft, von der Krankheit genesenen oder getestet ist. Eine entsprechende Verordnung wird das Bundeskabinett noch heute im Umlaufverfahren beschließen, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. "Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssen sich künftig testen lassen – egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen", sagte Minister Jens Spahn (CDU).

Geimpfte und Genesene bräuchten keinen Test, betonte Spahn. Generell gelte, dass Reisen mit Impfung leichter sei. "Geimpfte sparen sich das Testen und müssen grundsätzlich auch nicht in Quarantäne. Das Impfangebot an alle im Sommer steht. Wir haben genügend Impfstoff."

10.13 Uhr: RKI registriert 2454 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 17

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt seit über drei Wochen an. Nach wegen einer Störung etwas verspäteten Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Vormittag lag sie bei 17,0 – am Vortag betrug der Wert 16,0, am Freitag der Vorwoche 13,2. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2454 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 2089 gelegen. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 34. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.637.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

10.03 Uhr: Deutsche Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 1,5 Prozent

Nach der Vollbremsung zu Jahresbeginn in der Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal an Tempo gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Das Plus im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 betrug demnach 9,6 Prozent.

9.55 Uhr: DGB ruft Beschäftigte zum freiwilligen Impfen gegen Corona auf

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu aufgerufen, sich freiwillig impfen zu lassen. Der DGB ermuntere alle Beschäftigten, "die Impfangebote anzunehmen und so ihren Teil zu einer hohen Durchimpfungsrate und einem höheren Schutz beizutragen", sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Bereits gestern hatte Piel auch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP für mehr Impfungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geworben. Dabei stellte sie allerdings auch klar, dass in Deutschland keine Impfpflicht gegen Sars-CoV-2 vorgesehen sei. Auch dies müssten Arbeitgeber berücksichtigen.

9.53 Uhr: 40 Grad und mehr: Hitzewelle in Griechenland erreicht ihren Höhepunkt

Eine seit Anfang der Woche andauernde Hitzewelle in Griechenland erreicht ihren Höhepunkt. Die Thermometer sollen von heute an und am Wochenende Werte um die 40 Grad zeigen. Wie das griechische Wetteramt weiter mitteilte, soll es in der neuen Woche dann noch heißer werden. Die Meteorologen rechnen mit Temperaturen in Mittelgriechenland bis zu 45 Grad. Nachts werden die Werte in den Ballungszentren nicht unter 30 Grad fallen.

Diese Hitzewelle sei eine der längsten seit Jahrzehnten, sagten Wetterexperten im Staatsfernsehen. Die Temperaturen sollen demnach tagsüber erst nach dem 8. August wieder unter 40 Grad fallen.

9.50 Uhr: Sea-Watch rettet fast 100 Menschen im Mittelmeer

Die freiwilligen Helfer der privaten Organisation Sea-Watch haben in zwei Rettungsaktionen fast 100 Bootsmigranten aus Seenot gerettet. In der Nacht zu heute habe die Crew der "Sea-Watch 3" etwas mehr als 30 Menschen, darunter drei Kleinkinder und mehrere Minderjährige, an Bord genommen, teilten die in Berlin ansässigen Seenotretter mit. Am Morgen griffen Mitarbeiter die Organisation mehr als 60 Menschen bei einem zweiten Einsatz auf. "Viele Menschen sind verletzt, einige haben schwere Treibstoffverbrennungen", schrieb Sea-Watch auf Twitter.

Flüchtlinge und Migranten wagen immer wieder von den Küsten Libyens und Tunesiens aus die gefährliche Überfahrt in Richtung EU. Für viele wird die Überquerung im zentralen Mittelmeer zur Todesfalle.

9.34 Uhr: Neun Jahre Haft für ersten aufgrund des Sicherheitsgesetzes verurteilten Hongkonger

Krankenwagen SymbolEin Hongkonger Gericht hat eine neunjährige Haftstrafe gegen den ersten auf Grundlage des sogenannten Sicherheitsgesetzes verurteilten Mann verhängt. Der 24-jährige Demokratie-Aktivist Tong Ying Kit war am Dienstag von einem Gericht der chinesischen Sonderverwaltungszone des "Terrorismus" und der Anstiftung zur Abspaltung für schuldig befunden worden. Nun gaben die Richter das Strafmaß bekannt. Der ehemalige Kellner Tong war im Juli 2020 festgenommen worden. Er soll mit seinem Motorrad absichtlich in eine Gruppe von Polizisten gefahren sein. Auf Videoaufnahmen war eine Fahne an seinem Motorrad mit dem Slogan "Befreit Hongkong, die Revolution unserer Zeit" zu sehen.

In Hongkong hatte es 2019 monatelange Massenproteste gegen den wachsenden Einfluss Pekings gegeben. Als Reaktion darauf erließ die chinesische Führung im vergangenen Jahr das sogenannte Sicherheitsgesetz, das den Behörden in Hongkong ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten erlaubt. Verstöße können mit lebenslanger Haft bestraft werden.

9.27 Uhr: Spaniens Wirtschaft gewinnt kräftig an Fahrt

Die spanische Wirtschaft hat den schwachen Jahresauftakt hinter sich gelassen und im Frühjahr unerwartet stark Fahrt aufgenommen. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent im Quartalsvergleich gewachsen, teilte die Statistikbehörde INE in Madrid nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten mit nur 2,1 Prozent gerechnet. Das Wachstum fiel ungewöhnlich stark aus, weil die spanische Konjunktur im Frühjahr 2020 mit Beginn der Coronakrise drastisch eingebrochen war.

In den Monaten April bis Juni hat vor allem der Konsum privater Haushalte die spanische Konjunktur angetrieben. Von den Lockerung der Corona-Maßnahmen konnte vor allem der Bereich Dienstleistungen profitieren und wieder an Stärke gewinnen.

9.03 Uhr: Verein im Allgäu will Urteil zu Frauen bei Fischertag akzeptieren

Der Streit um den Ausschluss von Frauen bei einem Brauchtumsfischen im Allgäu geht nicht vor der nächsten Instanz in Karlsruhe weiter. Wie der beklagte Fischertagsverein heute mitteilte, hat dessen Delegiertenversammlung gestern in Memmingen "mit deutlicher Mehrheit" beschlossen, keine weiteren Rechtsmittel einzulegen. Eine vom Landgericht Memmingen zugelassene Revision beim Bundesgerichtshof ist damit vom Tisch.

Das Landgericht hatte geurteilt, dass der Verein beim Höhepunkt des jährlichen Fischertags in Memmingen Frauen am Ausfischen des Stadtbachs teilnehmen lassen muss. Bislang war dies laut Satzung Männern vorbehalten. Dagegen hatte ein weibliches Vereinsmitglied geklagt und gewonnen.

8.03 Uhr: 54 Parteien können zur Bundestagswahl antreten 

Bei der Bundestagswahl am 26. September können 54 Parteien antreten. Das erklärte der Bundeswahlleiter in Wiesbaden nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) hatte vor Gericht mit einer Beschwerde erreicht, dass sie antreten darf. Damit erhöht sich die Zahl der zugelassenen Parteien um eine. Zuvor waren 53 Parteien zugelassen worden. 19 Parteien waren vor Gericht erfolglos mit ihrer Beschwerde gegen ihre Nichtanerkennung geblieben. Zu den 54 Parteien, die antreten dürfen, sind solche, die bereits im Bundestag oder in einem Landtag vertreten sind, wie etwa CDU, CSU, SPD, FDP, Linke, Grüne, AfD, Freie Wähler und BVB/Freie Wähler.

Forsa-Umfrage: SPD-Vorsprung wird kleiner, CDU holt auf – auch Laschet kann punkten

7.01 Uhr: Amnesty kritisiert Gewalt gegen Demonstranten in Kolumbien

Rund drei Monate nach Beginn der Proteste in Kolumbien hat Amnesty International der Regierung des Landes rechtswidrige Praktiken gegen Demonstranten vorgeworfen. Die dokumentierten Fälle stünden für Hunderte von weiteren Berichten und zeigten das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte im ganzen Land, hieß es in einem Bericht, den die Menschenrechtsorganisation heute veröffentlichte. Im Fokus steht dabei die Spezialeinheit Esmad, die Amnesty zufolge bei den Protesten übermäßige Gewalt einsetzte.

Seit Ende April ein Streik ausgerufen wurde, gab es in verschiedenen Städten Kolumbiens Proteste, bei denen es auch zu Ausschreitungen kam. Protestierende zerstörten Infrastruktur-Einrichtungen, blockierten wichtige Zufahrtsstraßen und griffen Polizeistationen an. Zunächst hatten sich die Proteste gegen eine jeweils umstrittene Steuer- und eine Gesundheitsreform gerichtet, die mittlerweile beide zurückgenommen wurden. Zuletzt demonstrierten Gewerkschafter, Indigene und Studenten für grundlegende Reformen in dem Land.

6.31 Uhr: Nach Explosion in Leverkusen geht Suche nach Vermissten weiter 

Nach der gewaltigen Explosion in einer Müllverbrennungsanlage in Leverkusen mit mindestens fünf Toten werden zwei Menschen weiter vermisst. "Die Suche geht heute weiter", sagte ein Polizeisprecher Morgen. Die Hoffnung, die Vermissten noch lebend zu finden ist allerdings verschwindend gering. Bislang wurden vier Menschen tot aufgefunden. Ein Schwerverletzter starb zudem im Krankenhaus.

Nach der Detonation am Dienstag hatten im Leverkusener Chempark Tanks gebrannt, in denen nach Angaben der Betreiberfirma Currenta "organische Lösungsmittel" lagerten. Viele Anwohner warten weiter gespannt auf das Ergebnis einer Analyse der bei dem Unglück freigesetzten Stoffe.

News von heute: Saar-Grüne und Bremer AfD nicht zur Bundestagswahl zugelassen

6.05 Uhr: Ulmer Brandanschlag: Türkei liefert Verdächtigen nicht aus

Die baden-württembergische Landesregierung rechnet nicht mehr damit, dass der Tatverdächtige des Brandanschlags auf die Ulmer Synagoge von der Türkei ausgeliefert wird. Die Türkei lehne die Auslieferung eigener Staatsangehöriger an einen anderen Staat ausnahmslos ab, heißt es in einer Antwort des Justizministeriums auf eine Landtagsanfrage. Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Ministerium um einen türkischen Staatsbürger mit unbefristetem Aufenthaltstitel in Deutschland, wo er geboren wurde.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er Anfang Juni aus einer Flasche eine Flüssigkeit an der Fassade der Synagoge in Ulm ausgeleert und angezündet hat. Da ein Passant damals umgehend die Feuerwehr rief, wurde der Brand schnell gelöscht.

6.01 Uhr: Mehrere Bundesländer geben ungenutzte Impfdosen an Bund zurück

Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage geben erste Bundesländer ungenutzte Impfdosen an den Bund zurück. So wollen Hamburg und Berlin Zehntausende Impfdosen zurückführen. Andere Bundesländer prüfen noch oder beabsichtigen dies derzeit nicht. In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hatte das Bundesgesundheitsministerium den Ländern die Möglichkeit eröffnet, "Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen", an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Die Impfstoffe sollten noch mindestens zwei Monate haltbar sein. Impfstoff aus Arztpraxen sowie von Betriebsärzten soll nicht an den Bund zurückgeführt werden.

5.31 Uhr: Uber führt Impfpflicht für US-Angestelte ein

Nach Google und Facebook hat mit Uber ein weiteres Digital-Unternehmen aus Kalifornien eine Impfpflicht für seine Angestellten in den USA eingeführ, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten. Dem Magazin "Business Insider" zufolge verschob der Fahrdienstanbieter außerdem die Rückkehr seiner Angestellten aus dem Home-Office bis mindestens Ende Oktober.

Die Internetkonzerne Google und Facebook hatten gestern angekündigt, dass ihre Angestellten für die Arbeit im Büro künftig eine Corona-Impfung vorweisen müssen. Dies werde in den kommenden Wochen zunächst in den USA eingeführt und danach auf andere Regionen ausgeweitet, erklärte Google; bei Facebook gilt dies ebenfalls für die USA.

4.32 Uhr: Corona-Zahlen bei Olympia steigen an – 27 Neuinfektionen

Die Corona-Zahlen bei den Olympischen Spielen in Tokio steigen weiter an. Mit 27 positiven Fällen im Umfeld der Spiele wurde ein neuer Tageshöchstwert registriert, nachdem es am Vortag 24 Neuinfektionen gegeben hatte. Das gaben die Organisatoren der Spiele heute bekannt. So viele Fälle waren seit Beginn der Erfassung am 1. Juli zuvor noch nicht an einem Tag verzeichnet worden. Unter den Positivfällen sind auch wieder drei Athleten. Die Namen der Sportler werden von den Organisatoren nicht veröffentlicht.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 220. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 27 Sportler mit dem Coronavirus. Der Anstieg der Corona-Fälle verläuft damit parallel zu den steigenden Neuinfektionen in Japan. Gestern waren landesweit erstmals mehr als 10.000 neu Infizierte festgestellt worden, 3865 Fälle davon in Tokio.

4 Uhr: Juli war wohl zu warm und deutlich zu nass

Der Deutsche Wetterdienst stellt heute seine vorläufige Bilanz des Monats Juli vor. Schon in den vergangenen Tagen hat sich abgezeichnet, dass der Monat einmal mehr zu warm im Vergleich zum Mittelwert der Vergleichsperiode ausfallen dürfte. Etwa ein Grad über diesem Wert könnte die monatliche Durchschnittstemperatur liegen. Beim Sonnenschein dürfte der Monat hingegen eher durchschnittlich gewesen sein.

Sicherlich nicht überraschend ist schon jetzt die Aussage, dass der Juli deutlich zu nass war und bei den Niederschlägen vermutlich etwa 140 Prozent seines Sollwerts erreichte. Immer wieder gab es Unwetter mit Stark- und Extremregen, bis hin zu den enormen Niederschlagsmengen, die die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein Westfalen in der Monatsmitte auslösten.

3.23 Uhr: Richterin im Weinstein-Prozess lässt einen Anklagepunkt fallen

In einem weiteren Verfahren gegen den früheren US-Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen Sexualstraftaten ist einer von elf Anklagepunkten fallen gelassen worden. Die Anwälte des 69-Jährigen hatten vor Gericht in Los Angeles beantragt, dass drei Anklagepunkte wegen Verjährung gestrichen werden, doch die zuständige Richterin kam dem nur in einem Fall nach. Dabei ging es um einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff in einem Hotel in Beverly Hills im Mai 2010.

Insgesamt dreht sich das Verfahren in Kalifornien um Vorwürfe von fünf Frauen, darunter wegen Vergewaltigung, in einem Zeitraum von 2004 bis 2013. Weinstein war im vorigen Jahr in New York wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu einer Haftstrafe von 23 Jahren verurteilt worden. Vorige Woche war er nach Los Angeles gebracht worden, wo er vor Gericht auf nicht schuldig plädierte.

2.01 Uhr: Lauterbach geht von stark steigender Impfbereitschaft im Herbst aus

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erwartet für den Herbst eine stark steigende Corona-Impfbereitschaft. "Corona-Verhaltensbeschränkungen sind im Wesentlichen im Herbst vorbei, nicht aber für die Ungeimpften. Der Druck auf Ungeimpfte wird dann automatisch steigen", sagte er der "Rheinischen Post". Es könne aber dann keine Gleichbehandlung von Geimpften und Getesteten mehr geben.

Die Delta-Variante sorge dafür, dass die Aussagekraft von Schnelltests noch nicht genau genug sei, um Ansteckungsketten zu vermeiden, argumentierte Lauterbach. "Es gibt zu viele falsch-negative Ergebnisse. Somit werden ungeimpfte Personen nicht zu einer Normalität zurückkehren können." Jeder, der sich nicht impfen lassen wolle oder könne, müsse leider damit rechnen, im nächsten halben Jahr an Covid zu erkranken, sagte Lauterbach. "Ich gehe deswegen davon aus, dass die Impfbereitschaft im Herbst noch einmal stark steigen wird."

mad DPA AFP

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